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Donnerstag, 12. November 2015

Politische Ökonomie - Kontinuitäten und Veränderungen seit dem EU-Beitritt





Politische Ökonomie Österreichs:
Kontinuitäten und Veränderungen seit dem EU-Beitritt

Broschiert von BEIGEWUM (Herausgeber)

Anläss­lich des 20-​​jährigen Jubi­lä­ums des EU-​​Beitritts ana­ly­siert der Sam­mel­band Poli­ti­sche Ökono­mie Öster­reichs gesell­schaft­li­che, ökono­mi­sche und poli­ti­sche Entwicklungen.

Der EU-Beitritt 1995 hatte tiefgehenden Einfluss auf wirtschaftliche und politische Prozesse in Österreich. Die Politische Ökonomie Österreichs bietet einen kritischen Überblick über Veränderungen und Kontinuitäten der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 20 Jahre.

Das Buch geht folgenden Fragen nach:
 - Wie hat sich die Struktur der Wirtschaftssektoren verändert?
 - Ist das Osteuropa-Engagement der österreichischen Unternehmen eine Erfolgsgeschichte?
 - Welche politischen Kräfteverhältnisse haben diese Entwicklungen vorangetrieben?
 - In welche Richtung haben sich die Budget- und Geldpolitik entwickelt?
 - Wie sieht die Sozialpartnerschaft heute aus?
 - Welche Tendenzen lassen sich in der Gleichstellungs- und Migrationspolitik feststellen? 

 - Wie hat sich die Verteilung von Einkommen und Vermögen geändert?

Die AutorInnen dieses Sammelbandes geben einen ebenso umfassenden wie anschaulichen Überblick über zentrale Entwicklungslinien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und präsentieren auch detaillierte empirische Befunde.
Der BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) ist ein Zusammenschluss von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der Ergebnisse kritischer Forschung in die laufende politische Debatte einbringt.


Für VWL-Studierende umbedingt zu empfehlen. Die Entwicklungen der letzten 20 Jahre und der Einfluss der EU auf Österreich werden nach Themen gegliedert dargestellt - z.B. Agrarsektor, Finanzindustrie, Beschäftigungspolitik etc. Hier bekommt man einen Einblick in die reale Welt, die im Studium oft ausgeklammert wird.

Zu erwähnen ist auch der methodologisch vielfältige Ansatz: Von klassisch ökonomischen bis soziologisch orientierten Beiträgen, von Regulationstheorie bis keynesianische Analysen ist das Spektrum der verwendeten Ansätze sehr breit. Das verhindert eine einseitige Betrachtung.



Montag, 15. Juni 2015

Rechtsextreme & rechtspopulistische Parteien in Europa






Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa
Dezember 2014 (aktualisierte und überarbeitete Fassung), Dr. Werner T. Bauer, 146 Seiten

Der Wahlerfolg von FPÖ in Österreich ist kein Einzelfall. In nahezu allen europäischen Ländern sind rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien auf dem Vormarsch. Ihr politisches Angebot ist weitgehend übereinstimmend:
 - Sie sind gegen jede weitere Zuwanderung und prangern den „Asylmissbrauch“ an, 
 - bringen Kriminalität und Drogenhandel in Zusammenhang mit Ausländern und offenen Grenzen,
 - kritisieren daher die EU und lehnen einen Beitritt der Türkei ab,
 - und treten gesellschaftspolitisch für die traditionelle Familie, für den Tierschutz und gegen die „Homoehe" auf. 

Die Wähler rechtspopulistischer Parteien gehören mehrheitlich den unteren sozialen Schichten und den kleinbürgerlichen Mittelschichten an. Rückschläge erleiden Rechtspopulisten in der Regel dann, wenn sie an einer Regierung beteiligt werden und für sie damit die Stunde der Wahrheit schlägt.
Allerdings führen solche Regierungsbeteiligungen auch zu einer nachhaltigen Rechtsverschiebung politischer Themen und Werte. Und mit der Zeit erfasst der Populismus auch die etablierten Parteien …



Mittwoch, 13. Mai 2015

GCE - Politische Bildung für die Weltgesellschaft





Global Citizenship Education
Politische Bildung für die Weltgesellschaft
Österreichische UNESCO-Kommission
Wien, 2014
Inhalt
1. Einleitung: Global Citizenship im Überblick 3
Exkurs 1: Global Citizenship Education im Rahmen der UNESCO 6
2. Was heißt Global Citizenship Education? 9
2.1 Herkunft und Definitionen 9
2.2 Der „global citizen“ Ansatz 11
2.3 Der „global citizenship“ Ansatz 12
Exkurs 2: verschiedene Citizenship-Konzepte im Vergleich 14
3 Grundfragen von Global Citizenship Education 21
3.1 Nationale und/oder kosmopolitische Identität? 21
3.2 Drei Dimensionen von Global Citizenship Education 22
3.3 Kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit 24
Exkurs 3: Global Citizenship Education in Bezug zu anderen politischen Pädagogiken 28
Lektüreempfehlungen 35
4. Global Citizenship in der Praxis 37
4.1 Wissen, Kompetenzen, Werte und Einstellungen 37
4.2 Verschiedene Ebenen der Umsetzung 40
4.3 GCE-Ansätze in bestehenden Richtlinien für Schule und Unterricht 40
4.4 Global Citizenship Education im Fachunterricht 44
4.4.1 GCE und Geschichte und Sozialkunde/Politische Bildung 44
4.4.2 GCE und Deutsch 45
4.4.3 GCE und Geographie und Wirtschaftskunde 46
4.5 Schulkultur und Schuldemokratie 47
5. Zusammenfassung 49
Verwendete Literatur 52

AutorInnen 54
Eine Schulklasse wehrt sich gegen die Abschiebung einer Mitschülerin, die keinen österreichischen Pass hat. Denn sie empfindet die Kameradin als integriert, als zugehörig, und sieht nicht ein, warum sie kein Recht haben sollte zu bleiben.
Flüchtlinge, die in Österreich um Asyl angesucht haben, sind verärgert über die schleppende Arbeit der Behörden. Sie demonstrieren für eine menschlichere 
Asylpolitik und besetzen sogar die Votivkirche in Wien, um zu zeigen, dass es ihnen ernst ist. Sie stellen einen politischen Forderungskatalog auf, das heißt, sie handeln so, als hätten sie alle politischen Rechte wie InländerInnen. Dieses „als ob“ erweist sich als effiziente Strategie, mediale Aufmerksamkeit zu bekommen, und macht zudem noch deutlicher auf ihren rechtlosen Status aufmerksam.

Eine österreichische Schulklasse hat eine Partnerschaft mit einer Klasse in einem

afrikanischen Land. Der Kontakt besteht aber nicht im üblichen Spendensammeln
für „die armen Kinder da unten“, sondern in einem gemeinsamen Projekt:
Die SchülerInnen untersuchen in beiden Ländern, welche Möglichkeiten schulischer
Mitbestimmung es gibt, und tauschen sich darüber gleichberechtigt aus.


All das sind Beispiele, wo Menschen sich als global citizens begreifen und 

dementsprechend handeln. Das dritte Beispiel zeigt darüber hinaus, wie Global Citizenship Education aussehen könnte. Und das ist auch das Thema dieser Broschüre. Denn obwohl der Gedanke der Weltbürgerschaft heute – in Zeiten der Globalisierung – „in der Luft liegt“ und immer wieder aufgegriffen wird, braucht es doch ein systematisches Lernen, um
die Jugend auf diese neue Situation vorzubereiten.
Warum aber nennen wir dieses Lernfeld Global Citizenship Education? 
Wozu braucht es wieder einen neuen Begriff und warum muss es ein Begriff in englischer Sprache sein? In der Pädagogik ist ein neuer Begriff dann berechtigt und notwendig, wenn er Sachverhalte und Konzepte beschreibt, die anders nicht zum Ausdruck gebracht werden können.
Anders gesagt: Begriffe bieten einen „Denkrahmen“, der es erlaubt, bestimmte 
Phänomene zu verstehen und einzuordnen.

Tatsächlich zeigt sich, dass die im deutschen Sprachraum besser eingeführten Begriffe wie Interkulturelles Lernen, Globales Lernen, weltbürgerliche Bildung, Friedenserziehung oder Politische Bildung zwar alle ihre Berechtigung haben, aber doch nur Teilaspekte dessen erfassen, worum es bei Global Citizenship Education geht.

Als Bildungskonzept ist Global Citizenship Educationn kein vollkommen neuer Ansatz, sondern baut auf allen genannten Pädagogiken auf, kombiniert diese oder wesentliche Komponenten von ihnen und gibt ihnen damit eine neue und unverwechselbare Ausrichtung. Global Citizenship Education stellt jedenfalls einen originellen, notwendigen und weiterführenden Denkrahmen dar, der für Bildung in Zeiten der Globalisierung

und der „Weltgesellschaft“ unverzichtbar ist.


Freitag, 1. Mai 2015

Ansätze für eine Politik welche Arbeit schafft !!!






Vorwort 5


KAPITEL 1:
Top-Priority: Arbeitsplätze schaffen
Herausforderungen 2015   6
  Markus Marterbauer
Teilzeitarbeit und Langzeitarbeitslosigkeit als Trends   13
  Ilse Leidl-Krapfenbauer
Arbeitslosigkeit ist stark segmentiert   17
  Rainer Eppel & Helmut Mahringer
Mythen der Arbeitswelt   23
  Doris Lutz
Quotenmodell zur Älterenbeschäftigung   31
  Wolfgang Panhölzl
Was sind die Ursachen der Arbeitslosigkeit im Euroraum?   35
  Philipp Heimberger
Aktuelle EU-Politik verfehlt ihre eigentlichen Ziele   42
  Christa Schlager


KAPITEL 2:
So What? Strategische Ansätze für eine Politik, die Arbeit schafft
Maßnahmen zur Senkung der Rekordarbeitslosigkeit   47
  Dennis Tamesberger
Zeit für neue Arbeitszeiten   53
  Susanne Haslinger
Österreich und Deutschland:
Angebot an Arbeitskräften prägt Arbeitslosenquote   57
  Markus Marterbauer
Jugendarbeitslosigkeit: Was wirkt dagegen?   62
  Dennis Tamesberger
Stichwort Jugendarbeitslosigkeit   67
  Walter Gagawczuk
Mehr Beschäftigung durch höhere öffentliche Ausgaben?   72
  Sebastian Gechert
Öffentliche Investitionen europaweit stärken   77
  Georg Feigl
Mit öffentlichen Investitionen die Europa-2020-Ziele erreichen   83
  Norbert Templ
Wo Lohnsubventionen für Unternehmen an ihre Grenzen gelangen   87
  Silvia Hofbauer & Ilse Leidl-Krapfenbauer
Kinderbetreuung als Beschäftigungsmotor   91
  Sybille Pirklbauer


KAPITEL 3:
Neue Brennpunkte am Arbeitsmarkt
Atypische Beschäftigung als weibliche Norm   94
  Christa Schlager
Gering Qualifizierte   97
  Manfred Krenn
Interview Benner: Crowdwork   101
AutorInneninformation   106


Quelle:
Über blog.arbeit-wirtschaft.at
online Lesen und gratis Download gibt es hier:

Sonntag, 19. April 2015

DÖW - Jahrbuch 2015: Feindbilder







Jahrbuch 2015: Feindbilder

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)
Redaktion: Christine Schindler
Wien 2015
378 Seiten
Das Jahrbuch 2015 ist der rassistischen Verfolgung ebenso gewidmet wie der politischen Repression im Nationalsozialismus, es behandelt die NS-Propaganda und den Umgang der österreichischen Gesellschaft mit den Überlebenden nach 1945.

Der Titel "Feindbilder" trifft dabei auf die - in diesem Jahrbuch thematisierten - im Nationalsozialismus verfolgten Gruppen und Menschen zu, auf sowjetische Kriegsgefangene, ZwangsarbeiterInnen, Roma und Sinti, Juden und Jüdinnen, WiderstandskämpferInnen.


7 Vorbemerkung

Christine Schindler

13 „Alle Straßen münden in schwarze Verwesung“
Österreich-Ungarns letzter Krieg
Festvortrag anlässlich der Jahresversammlung des DÖW
am 2. April 2014
Manfried Rauchensteiner

27 Feindbilder
Rassistische NS-Propaganda am Beispiel in der Sowjetunion
aufgenommener Fotos der Propagandakompanien
Elisabeth Boeckl-Klamper

43 „Wann endlich wird dies himmelschreiende Unrecht
an uns gut gemacht werden?“
Frühe Zeugnisse österreichischer Roma und Romnia
zu ihrer Verfolgung während des Nationalsozialismus
Gerhard Baumgartner

81 Vertreibung und Vernichtung
Jüdische Schicksale vor dem Hintergrund von Shoah
und erzwungener Emigration – ein Werkstattbericht
Claudia Kuretsidis-Haider

113 Überlebende des Holocaust in der Zweiten Republik – eine Skizze
Brigitte Bailer

141 Von der Richtstätte auf den Seziertisch
Zur anatomischen Verwertung von NS-Opfern in Wien, Innsbruck
und Graz
Herwig Czech

191 Ernst Burger (1915–1944). Funktionär des Kommunistischen
Jugendverbandes und führendes Mitglied der „Kampfgruppe Auschwitz“
Manfred Mugrauer

229 Die „Anti-Hitler-Bewegung Österreichs“ und die „Anti-Hitler-Bewegung
der Ostarbeiter“ im Widerstand gegen das NS-Regime 1942–1944
Hans Schafranek

259 Alexander Wienerberger – Fotograf des Holodomor
Josef Vogl

273 Der Diskurs über Wehrmachtsdeserteure anlässlich der Umsetzung
des Deserteursdenkmals in Wien (2010–2013)
Marc Bittner / Reinhold Gutschik

297 Die „letzte Stalinorgel“? Evidenzproduktion auf umkämpftem Terrain:
Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes und
seine Expertisen als Verhandlungsgegenstände des Österreichischen
Nationalrats
Bernhard Weidinger

317 Ein Glücksfall
Zum 70. Geburtstag von Wolfgang Neugebauer
Peter Steinbach

323 Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes
Tätigkeitsbericht 2014
Christa Mehany-Mitterrutzner

377 AutorInnen

Montag, 30. März 2015

Das erste politische Todesopfer in der 2. Republik





Eine österreichische Affäre:
Der Fall Borodajkewycz

Broschiert von Rafael Kropiunigg (Autor)

Rafael Kropiunigg, 1988 in Wien geboren. Studium der Geschichte in London und Los Angeles. Interviewte für seine Forschungsarbeit an der Universität Oxford Historiker, Zeitzeugen und Akteure zur Causa Borodajkewycz.
Zurzeit Doktorand an der Universität Cambridge mit einer Arbeit über die Sozialgeschichte der Mauthausen-Außenlager Ebensee und Loiblpass.



Am 31. März 1965 wird bei der gewaltsamsten Demonstration der Nachkriegszeit der Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger tödlich verletzt. Es handelt sich um das erste politische Todesopfer der Zweiten Republik.

Auslöser für diesen Konflikt: die Affäre Borodajkewycz. Die Affäre Borodajkewycz war der erste und ausdrucksstärkste Fall der Nachkriegsjahre, durch den sich die versäumte Entnazifizierung und die Spannungsverhältnisse zwischen den verschiedenen österreichischen Identitäten offenbarten.

Der Hochschulprofessor Taras Borodajkewycz stolperte über das, was in der Nachkriegszeit nach wie vor gang und gäbe war: seine deutschnationalen Äußerungen. Die politischen Aussagen führten zu detaillierten Vorlesungsprotokollen, einem Ehrenbeleidigungsprozess, einer parlamentarischen Anfrage und großem Medienecho, bis die Affäre schließlich in die wüstesten Straßenkämpfe der Nachkriegszeit mündete - mit Todesfolge !!!




Sonntag, 22. März 2015

Neoliberalismus und die Krise des Sozialen: Das Beispiel Österreich






Neoliberalismus und die Krise des Sozialen:
Das Beispiel Österreich
 - Broschiert 
von Andrea Grisold (Autor), Wolfgang Maderthaner (Autor), Otto Penz  (Autor)

Otto Penz, Soziologe, Adjunct Associate Professor an der Universität Calgary; Lehrbeauftragter an der Wirtschaftsuniversität und Universität Wien.
Wolfgang Maderthaner, Univ.-Doz., Historiker und Kulturwissenschaftler in Wien, Geschäftsführer des Vereins für die Geschichte der Arbeiterbewegung.
Andrea Grisold, a.o. Universitätsprofessorin für Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien.


Vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des sog. Realsozialismus vollzog sich in den vergangenen drei Dekaden eine globale Expansion des Neoliberalismus mit einer hegemonialen Durchsetzung eines politischen Neokonservativismus.

Die Flexibilisierungsstrategien eines neoliberalen "Postindustrialismus" zielen dabei vorrangig auf eine umfassende Neuordnung der Arbeitsmärkte. Angeleitet wurden diese Entwicklungen vor allem durch die komplette Umgestaltung des globalen Finanzsystems unter den Vorzeichen des Übergangs von einem produzierenden zu einem spekulativen Kapitalismus.

Die Beiträge des Bandes analysieren die österreichische Entwicklung seit Mitte der 1970er Jahre vor dem Hintergrund dieser weltweit wirksam gewordenen Prozesse. Es liegt somit eine erstmalige Analyse der ökonomischen Krise und ihrer sozialen Folgen in Österreich vor.


Der spektakuläre Zusammenbruch des internationalen Finanzsystems hat mit einem Schlag die enormen Selbstzerstörungskräfte der aktuellen Wirtschaftsordnung offenbar werden lassen.

In den drei Dekaden davor hatte sich – ausgehend von minoritären Positionen – eine Expansion des Neoliberalismus zum ebenso unhinterfragten wie konkurrenzlosen Wirtschaftsdogma vollzogen.
Im Übergang von einem produzierenden zu einem spekulativen Kapitalismus führte die neoliberale Transformation zu einer Neuordnung der Arbeitsmärkte und zu markanten sozialen Einschnitten.


Im Kontext dieser weltweit wirksamen Prozesse richten die Beiträge des Bandes ihren Fokus vornehmlich auf die österreichische Entwicklung seit Mitte der 1970er Jahre und konstatieren im Zuge der ökonomischen Veränderungen eine langsame, aber kontinuierliche Korrosion des Sozialen.



Sonntag, 14. Dezember 2014

Dossier über Seelenmord und Menschenrechtsverletzungen an Kindern




Schwarzbuch Jugendwohlfahrt:
Ein Dossier über Seelenmord und Menschenrechtsverletzungen an Kindern und deren Angehörigen durch Jugendwohlfahrt, Sachverständige und Familiengerichte in Österreich.
Taschenbuch – von Johann Missliwetz  (Autor), Angelika Schlager  (Autor)

Der Gerichtsmediziner Johann Missliwetz und die promovierte Veterinärmedizinerin Angelika Schlager prangern mit ihrem erschienenen "Schwarzbuch Jugendwohlfahrt" die Praxis der Kindesabnahmen in Österreich an.


Diese Dokumentation zeigt, wie es um Kinderrechte in Österreich tatsächlich bestellt ist. In diesem Buch wird nicht nur Einblick in den verschiedenen Fällen gewährt, sondern schlüsselt auch das System dahinter auf. Hier ist deutlich niedergeschrieben, dass es keine Einzelfälle mehr sind, wie immer von den Institutionen behauptet wird.

Gefahr im Verzug bedeutet Abnahme, egal ob es dem Kind schlecht geht oder ob die Abnahme nur aus wirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist. Es gibt keine Möglichkeit der wirksamen Beschwerde, Akteneinsicht beim Jugendamt ist Glückssache.
Es wird mit zweierlei Maß gemessen, jedes Argument wird je nach Bedarf verwendet – Willkür bei den Behörden, Familiengerichten und den Sachverständigen, die pekuniäre Interessen verfolgen.

Entfremdung der Kinder zu den Bezugspersonen wird aktiv unterstützt. Etwa 11.000 Kinder sind in Österreich fremduntergebracht, in den Wohngemeinschaften der freien Träger des Jugendamtes geschehen Vergewaltigungen und Misshandlungen, es geht den Kindern somit wesentlich schlechter als Zuhause.
Wer das Kind hat, hat das Sagen. Das Kindeswohl ist eine leere Worthülse, wird verwendet und definiert je nach Bedarf. Die Einzelfallthese ist hiermit widerlegt, etwa 70 Schicksale und andere zitierte Berichte aus den Medien belegen grobe systematische Missstände, stellvertretend für tausende Schicksale.














































Freitag, 5. Dezember 2014

Sportland Österreich? - Athleten - Abzocker - Allianzen




Sportland Österreich?:
Athleten - Abzocker - Allianzen

Gebundene Ausgabe – von Gerd Millmann  (Autor), Wilhelm Lilge  (Autor)

Mag. Wilhelm Lilge, geboren 1964, studierter Betriebswirt, staatlich geprüfter Trainer und Diplomtrainer für Leichtathletik und Triathlon. 12 Jahre beim IMSB, seit 2008 selbständiger Leichtathletiktrainer. Seit 2011 ÖLV-Nationaltrainer für den Laufbereich, eigener Leichtathletik- Verein (team2012.at). Vizepräsident des Wiener Leichtathletikverbandes. Journalistische Tätigkeit u.a. für das Laufsport-Magazin ; Laufseminare und Vorträge, Leistungsdiagnostik für Läufer. Anerkannter Anti-Doping-Kämpfer, Experte im parlamentarischen Sport-Unterausschuss.
Mag. Gerd Millmann, geboren 1962, studierte in Wien Politikwissenschaft, war viele Jahre als Redenschreiber im politischen und wirtschaftlichen Bereich tätig und arbeitet seit zehn Jahren als investigativer Print-Journalist unter anderem für Die Zeit . Als begeisterter Hobbysportler sind Sport und Politik seine Arbeitsschwerpunkte vor allem der Blick hinter die Kulissen der heilen Sportwelt sowie die Verknüpfung von Sport, Medien, Politik und Wirtschaft.



Null Medaillen für Österreich bei Olympia 2012 in London! Der wahre Skandal liegt aber ganz woanders.
Österreich hat eines der teuersten und kompliziertesten Sportfördersysteme der Welt, das von Politgünstlingen gerne als Spielwiese missbraucht wird. Nirgendwo sonst ist der parteipolitische Einfluss auf die schönste Nebensache der Welt so groß. Gesponserten Olympiatouristen aus Politik und Wirtschaft stehen machtgeile Funktionäre, steuerliche Förderungen mit hoher Versicker-Neigung und Dopingskandale der besonderen Art gegenüber. Nachhaltige Konsequenzen fehlen trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse bis heute.

Auf der anderen Seite ist Sport auch ein wichtiges Element österreichischer Identität: Erfolgreiche Spitzensportler werden zu Volkshelden und zum Wirtschaftsfaktor. Als aktive Gesundheits-Vorsorgemaßnahme gewinnt der Breitensport konstant an Bedeutung.
Sportler, Betreuer, Trainer und auch das Gros der Funktionäre engagieren sich hier großteils unentgeltlich sind aber immer mehr frustriert.

Das Fazit:
Sport ist zu wertvoll, um von Politikern und korrupten Funktionären weiter vereinnahmt und zerstört zu werden. Wilhelm Lilge und Gerd Millmann decken in Sportland Österreich? die problematischen Strukturen und Abhängigkeiten im Hintergrund auf und präsentieren konkrete Schritte für eine bessere sportliche Zukunft unseres Landes.









Mittwoch, 3. Dezember 2014

ÖZP - Österr. Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/2014




Open Issue 3/2014

Die ÖZP ist seit 1972 eine Stimme für politikwissenschaftliche Analyse und Forschung. Herausgegeben von der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft, ist sie offen für Einreichungen auf Deutsch und Englisch und ohne Bevorzugung einer sozialwissenschaftlichen Forschungsrichtung oder eines methodischen Zugangs. Einzig der wissenschaftlichen Qualität der eingereichten Texte verpflichtet, treibt die ÖZP die Kommunikation zwischen verschiedenen Perspektiven voran. Daher werden alle Zusendungen im Double Blind Peer Review von mindestens zwei GutachterInnen beurteilt. Obwohl sich die Zeitschrift vor allem für den Stand der Politikwissenschaft und für aktuelle Entwicklungen in Österreich und Zentraleuropa interessiert, werden Artikel und Forschungsberichte unabhängig vom Bezug zu Österreich angenommen.
Joscha Wullweber
Heuristik statt politische Theorie: Eine postpositivistische Kritik des Rational-Choice-Ansatzes
Heuristics instead of political theory: A post-positivist critique of Rational Choice
Abstracts: Deutsch | English

Ina Markova
Visuelle Geschichtspolitik: NS- und Nachkriegszeit im österreichischen Bilderkanon. Eine bildpolitische Mikrostudie zwischen "Opfer- und MittäterInnenthese" 2005
Visual memory politics: Austria's visual memory after 1945. A study on the visual representations of Austria's idea of co-responsibility in 2005
Abstracts: Deutsch | English

Christoph Knill, Kerstin Nebel, Caroline Preidel
Die katholische Kirche und Moralpolitik in Österreich: Reform-dynamiken in der Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
Morality Policy in Catholic Austria: The Regulation of Abortion and Same-sex Unions
Abstracts: Deutsch | English

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Lina Klymenko
DISKUSSION: "Was du mich tun lässt, das verstehe ich": Wie man Studierende beim Lernen der Politikwissenschaft unterstützen kann
DISCUSSION: "Involve me, and I will understand": How to Engage Students in Political Science Classes
Abstracts: Deutsch | English

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Andreas Bieler
DISKUSSION: Und was ist mit Klassenkampf? Kritische Anmerkungen zu Brands HMPA
DISCUSSION: What about class struggle? Critical reflections on Uli Brand's HMPA
Abstracts: Deutsch | English

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Bernhard Leubolt
DISKUSSION: Geschichte, Institutionen und Selektivitäten in historisch-materialistischer Policy Analyse: Eine solidarische Kritik an Brands Staat, Kontext und Korrespondenz
DISCUSSION: History, institutions, and selectivities in historical-materialist policy analysis: A sympathetic critique of Brand's State, context and Correspondence
Abstracts: Deutsch | English

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..... .....
Buchbesprechungen (2014) H. 3 
Book Reviews (2014) Vol. 3 
Abstracts: Deutsch | English

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Dienstag, 12. August 2014

Theresienstädter Gedenkbuch








Theresienstädter Gedenkbuch 

Institut Theresienstädter Initiative (Institut Terezínské iniciativy/ITI): Unterstützung und Durchführung der Forschung zur Geschichte der "Endlösung" in Böhmen und Mähren und zur Geschichte des Theresienstädter Ghettos sowie Vermittlung der Ergebnisse an ein breiteres Publikum.
Das Institut will Theresienstadt zu einem Platz der Begegnung und der Diskussion zwischen Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten, politischer, philosophischer und religiöser Anschauungen machen.
Das vom DÖW gemeinsam mit dem Institut Theresienstädter Initiative herausgegebene Gedenkbuch beinhaltet Namen und Schicksale von mehr als 18.100 Jüdinnen und Juden (darunter auch 1.149 in Österreich eingesetzte ungarisch-jüdische ZwangsarbeiterInnen), die 1942 bis 1945 aus Österreich und aus anderen besetzten Ländern Europas nach Theresienstadt deportiert wurden.
Ein wissenschaftlicher Einleitungsteil und chronologische Zusammenstellungen der Transporte von Österreich nach Theresienstadt sowie aller Transporte nach und von Theresienstadt ergänzen die rund 700 Seiten starke Publikation.


Neufassung des 1971 erstmals herausgegebenen "Totenbuchs Theresienstadt". Enthält Verzeichnisse aller aus Österreich ins Theresienstädter Ghetto deportierten Jüdinnen und Juden sowie aller österreichischen Jüdinnen und Juden, die aus Böhmen und Mähren nach Theresienstadt deportiert wurden.
Weiters beinhaltet das Buch wissenschaftliche Beiträge u. a. über den Alltag im Ghetto, die Lagerkommandanten, die Zentralstelle für jüdische Auswanderung in Wien, den dritten "Judenältesten" von Theresienstadt Benjamin Murmelstein, die Deportation ungarischer Jüdinnen und Juden nach Theresienstadt sowie über die Gerichtsverfahren nach 1945 im Zusammenhang mit dem Ghetto und der "Kleinen Festung" Theresienstadt.





Montag, 28. Juli 2014

Österreichische Akteure im Nationalsozialismus




Jahrbuch 2014: Täter

Österreichische Akteure im Nationalsozialismus
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)
Redaktion: Christine Schindler; Wien 2014


Die Beiträge des Jahrbuchs 2014 des DÖW befassen sich mit der Involvierung von Österreichern - auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Graden der Beteiligung - in die Verbrechen des NS-Regimes.





Sonntag, 5. Mai 2013

Wie antijudaistisch ist Österreich?





Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich? Kritische Befunde zu einer sozialen Krankheit [Gebundene Ausgabe]
Maximilian Gottschlich (Autor)

Maximilian Gottschlich, geboren 1948 in Wien, seit 1983 Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Wien.
Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen, u. a. zu Problemen der Kommunikations-gesellschaft, Medien-Ethik, modernem Antisemitismus und dem Verhältnis von Religion, Medien und Gesellschaft. Langjährige Beschäftigung mit Fragen jüdisch-christlicher Verständigung.


Nahezu jeder zweite Österreicher glaubt, "dass die Juden die internationale Geschäftswelt beherrschen" und jeder fünfte wünscht sich Politiker, "die ihre Stimme gegen den jüdischen Einfluss im Land" erheben.

- Wie antijudaistisch (-semitisch) ist Österreich heute 25 Jahre nach der Affäre Waldheim?
- Welcher Strategien bedient sich der neue Antijudaismus, der sich aus dem Nahost-Konflikt speist?
- Welche Rolle spielt dabei die Israel-Kritik der Medien?
- Worin liegen die Schwierigkeiten der Aufklärung über Antisjudaismus / Antisemitismus ? 

Der Kommunikationswissenschafter Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild über Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile seit 1945 in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen.

Die große Abneigung liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur »sozialen Krankheit« Antisemitismus sie ist zugleich auch ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus deutlicher entgegenzutreten als bisher.



Vom Czernin-Verlag:

Das Buch „Die große Abneigung“ folgt den antisemitischen Spuren von 1945 bis in die Gegenwart und rekonstruiert entscheidende Etappen der Entwicklung des antisemitischen Diskurses in der Zweiten Republik.
Dabei stützt sich der Autor auf zahlreiche empirische Befunde sowohl der Umfrage- als auch der Medienforschung. Heute speist sich der moderne Antisemitismus aus dem Nahost-Konflikt und einer überbordenden Kritik an Israel.
- Aber wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik und antisemitischem Ressentiment?
- Und: Auf welcher Seite steht hier die Israel-Berichterstattung österreichischer Printmedien?

Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild von Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen.
Sein Buch liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur „sozialen Krankheit“ Antisemitismus, sondern ist zugleich ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus mehr Widerstand entgegenzusetzen als bisher. Wie antisemitisch ist die österreichische Bevölkerung heute – ein Vierteljahrhundert nach der Affäre Waldheim?