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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Arbeitsleben 2025





Arbeitsleben 2025:
Das Haus der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen bauen

Gebundene Ausgabe – von Marianne Giesert (Herausgeber), Jürgen Tempel (Autor), Juhani Ilmarinen  (Autor)

Jürgen Tempel, Arbeitsmediziner. Marianne Giesert, Leiterin des Kompetenzzentrums Gesundheit und Arbeit beim DGB Bildungswerk e.V. und bei der IQ Consult gGmbH in Düsseldorf. Prof. Juhani Ilmarinen, 35 Jahre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Finnish Institute of Occupational Health (FIOH), Gründer der Juhani Ilmarinen Consulting GmbH. Ihr Buch ist die Fortführung und Aktualisierung des erfolgreichen Grundlagenbandes 'Arbeitsfähigkeit 2010. Was können wir tun, damit Sie gesund bleiben?' aus dem Jahr 2002.


Was können Beschäftigte und Unternehmen tun, damit ArbeitnehmerInnen so lange wie möglich und so gesund wie möglich im Arbeitsleben verbleiben können?

Mit dem 'Haus der Arbeitsfähigkeit' wird eine wissenschaftlich fundierte, komplexe und in der Praxis erprobte Sichtweise auf diese Fragestellung vorgestellt. Dabei wird ein Dialog eröffnet, mit dem das 'Unternehmensziel Arbeitsfähigkeit' erarbeitet und in den nächsten Jahren praktisch umgesetzt werden kann. Zudem enthält das Buch Unterlagen und Erkenntnisse, mit deren Hilfe die finnischen 'Architekten' dieses Gebäude errichtet haben. Ausgewählte Beispiele aus der betrieblichen Praxis aus unterschiedlichsten Ländern veranschaulichen, dass das Haus der Arbeitsfähigkeit mittlerweile auf einem soliden Fundament gemeinsamer Erfahrung steht.

Der Übergang von der Ist-Analyse (Querschnittsuntersuchung) zur Evaluation der getroffenen Maßnahmen (Längsschnittuntersuchung) ist dabei ein entscheidender Schritt. Beschrieben wird zudem die Entwicklung vom betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zum betrieblichen Arbeitsfähigkeitsmanagement (BAM).
Das Individuum rückt in den Mittelpunkt: Mit dem Alter wächst die Individualität der Beschäftigten! Wie kann man dem unter Wahrung der gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorgaben in Zukunft gerecht werden? Schließlich finden die LeserInnen Zugang zu einem Netzwerk, in dem sie ihre Erfahrungen austauschen können, und eine Zusammenstellung der Grundlagenliteratur.

Samstag, 24. Oktober 2015

Gewaltprävention: Für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern






Handbuch Gewaltprävention: Für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern. Grundlagen - Lernfelder - HandlungsmöglichkeitenGebundene Ausgabe – von Günther Gugel  (Autor)Auch die Grundschule wird von Konflikten und Gewalt in vielfältigen Formen nicht verschont. Das Ausmaß ist zwar im Vergleich zu anderen Schularten (noch) geringer, doch stellt Gewalt auch hier ein gravierendes Problem dar. Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperliche Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens- und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg als Ganzes in Frage.

Lernen kann nur in einem Klima der Sicherheit und Anerkennung gelingen. Deshalb berührt Gewaltprävention und Umgang mit Konflikten die Basis des Lernens. Wenn soziales Lernen gefördert, die Kommunikation verbessert und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden, so wirkt sich dies unmittelbar auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler aus.

Darüberhinaus wird Schule zu einem Ort des gewaltfreien Miteinanders, an dem man sich wohlfühlen kann. Das hier vorgestellte Konzept zur Gewaltprävention an Grundschulen geht weit über herkömmliche Präventionsprogramme hinaus. Es umfasst, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, einen ganzheitlichen Ansatz, der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, aber auch Schulstrukturen einschließt. Verhaltensänderungen sind oft nur möglich und erreichbar, wenn sich auch Verhältnisse, die dieses Verhalten stabilisieren, verändern. Beides muss im Blickfeld sein.
Das Handbuch Gewaltprävention in der Grundschule beinhaltet 18 Bausteine, die das gesamte Feld der Gewaltprävention in der Grundschule abdecken. Das Verständnis von Gewalt und Grundsätze der Gewaltprävention in Schule und Elternhaus bilden die Basis für konkrete Ansatzpunkte.
„Soziales Lernen fördern“, „Konflikte konstruktiv bearbeiten“ und „In Gewaltsituationen handeln“ bilden dabei die übergeordneten Bereiche.
Zu jedem Bereich werden ausführliche Hintergrundinformationen, Hinweise zur Umsetzung in der Schule, Materialien für Lehrkräfte, Eltern und Unterricht angeboten.



Siehe weiters: 
Handbuch Gewaltprävention II: Für die Sekundarstufen und die Arbeit mit Jugendlichen. 

Mittwoch, 19. August 2015

Auswege aus dem Kapitalismus





Auswege aus dem Kapitalismus:
Beiträge zur politischen Ökologie

Broschiert – von André Gorz  (Autor)

André Gorz (1923-2007), geboren in Wien, verbrachte die Kriegsjahre in der Schweiz und ließ sich nach Kriegsende in Paris nieder. Er arbeite mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir an der Zeitschrift Les Temps modernes , war Redaktor bei L'Express , später bei der Wochenzeitung Le Nouvel Observateur, die er 1964 zusammen mit Jean Daniel gegründet hatte. In seinen Buchpublikationen profiliert sich Gorz als Theoretiker der Arbeiterselbstverwaltung und der politischen Ökologie. Kurz vor Drucklegung der zweiten Auflage von »Brief an D.«, am 22. September 2007, hat sich André Gorz zusammen mit seiner schwerkranken Frau das Leben genommen.

Die Ökologie hat nur ihre volle kritische und ethische Kraft, wenn die Verwüstungen der Erde, die Zerstörung der natürlichen Grundlagen des Lebens als die Folge einer bestimmten Produktionsweise verstanden werden; und wenn verstanden wird, dass diese Produktionsweise die Maximierung der Erträge verlangt und zu Techniken greift, die dem biologischen Gleichgewicht Gewalt antun.



Aus dem Französischen von Eva Moldenhauer. Die Texte zu diesem Buch - grundlegende Schriften zur politischen Ökologie - hat Andre Gorz kurz vor seinem Tod im September 2007 zusammengestellt.
Er schrieb dazu: "Dass bei der Arbeit Herrschaft über uns ausgeübt wird, wissen wir seit etwa 170 Jahren. Nicht aber dass das Gleiche für unsere Bedürfnisse und Wünsche, unsere Gedanken und unser Selbstbild genauso gilt.

Durch die Kritik des Modells unserer Konsumgesellschaft bin ich zum Ökologen 
avant la lettre geworden.
Mein Ausgangspunkt war ein Artikel, der 1954 in einer US-amerikanischen Zeitschrift erschien. Darin stand zu lesen, dass der Konsum in den kommenden acht Jahren mindestens um 50 Prozent wachsen müsse, damit die Produktionskapazitäten gewinnbringend ausgeschöpft werden könnten, dass aber die Leute gar nicht in der Lage seien, sich vorzustellen, worin denn diese 50 Prozent zusätzlichen Konsums bestehen sollten."

Kapitalismuskritik und politisch-ökologisches Denken ergänzen sich und bedingen sich gegenseitig, so die zentrale These von Andre Gorz. Und ein wirksamer Schutz der Umwelt ist ohne radikale Kritik des Kapitalismus nicht zu haben.


»Kapitalismuskritik und politisch-ökologisches Denken gehören für Gorz untrennbar zusammen. Ein anregendes, visionäres Bändchen.«
(Annette Jensen, Die Tageszeitung)


»Gorz selbst hatte mit seiner eigenen bescheidenen Lebensführung vorgeführt, dass ein Leben jenseits von Konsum und Warenflut möglich ist. Seine ausgeprägte Sensibilität für gesellschaftliche Entfremdungsprozesse hat uns den Blick auf eine bessere Zukunft geöffnet.«
(Henning Burk, 3sat-Kulturzeit)


»Die Texte für sein letztes Buch hat Gorz unter dem Aspekt der aktuellen politischen Herausforderungen zusammengestellt und antizipiert darin die doppelte Krise, mit der die Menschheit heute konfrontiert ist: Die Klimakrise und die Finanzkrise. Gorz hat mit seinem letzten Buch eine Art Abschiedsbrief für die Nachwelt verfasst.«
(Gerhard Klas, SWR2)







Mittwoch, 13. Mai 2015

Arbeiten wie noch nie!?






Arbeiten wie noch nie!?:
Unterwegs zur kollektiven Handlungsfähigkeit

Broschiert – von Sabine Gruber (Herausgeber), Frigga Haug (Herausgeber), 

Mag.a Sabine Gruber, M.C.D. Jg. 1973; Sozialwissenschaftlerin und Gemeinwesenentwicklerin, seit 2002 tätig im Bereich Stadtforschung und -entwicklung mit den Schwerpunkten Integration, Partizipation, alternative Ökonomien und Nachhaltigkeit; 2005-2009 Leiterin der Lokalen Agenda 21 – Plattform für nachhaltige Bezirksentwicklung und BürgerInnenmitbestimmung im 9. Wiener Gemeindebezirk; seit 2009 Koordinatorin der ökumenischen Initiative „fairshare“ – Ökologischer Lebensstil & Globale Gerechtigkeit; Lehrbeauftragte an der Universität für Bodenkultur Wien, Moderationen, Beratung und Bildungsangebote für öffentliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen; seit 2009 Vorstandsmitglied bei Attac Österreich

Die Organisation der Arbeit ist aus den Fugen. Wir müssen weg von der Spaltung in entfremdete Industriearbeit, nicht anerkannte unbezahlte »weibliche« Reproduktionsarbeit und erzwungene Erwerbslosigkeit. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar schlüssige Überlegungen wie das Konzept des Versorgenden Wirtschaftens von Adelheid Biesecker, das Konzept der Tätigkeitsgesellschaft von André Gorz oder die Vier-in-einem-Perspektive von Frigga Haug.
Die Lösung kann nur ein Gesellschaftsumbau sein, der bei den Ursachen ansetzt. Die Kritik am historisch Gewachsenen bildet den Humus für wünschenswerte Utopien und zeigt Wege zu einer anderen Art von Arbeit auf.
- Doch wohin wollen wir gehen?
- Was erwartet uns?
- Wie entscheiden wir?
Dieser Reader lädt ein zu einer offenen Entdeckungsreise auf der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten und liefert eine Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Richtungsfindung beim dringend notwendigen Umbau.


Inhalt:

Sabine Gruber: Reiseanleitung – Unterwegs zur Handlungsfähigkeit

Sabine Gruber: Arbeitsverhältnisse als Gesellschaftsverhältnisse. Grundannahmen zu Arbeit und WohlstandsverteilungSabine Gruber: Wie wir leben und arbeiten wollen. Schritte von der Utopie zur Realität

Bernd Röttger: Wege in die Befreiung der Arbeit. Traditionen, Erfahrungen und Perspektiven aus der Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung

Stephan Krull: Aus der arbeitspolitischen Defensive zur Befreiung der Arbeit?

Alexandra Weiss: Die Arbeit der „Anderen“

Johanna Riegler: Die Faulen und die Fleißigen - Konfliktlinien der Arbeitsgesellschaft

Frigga Haug: Die Geschichte der Vier-in-einem-Perspektive als Schule des Lernens. Eine Vision von Frauen, die eine Vision für alle ist.

Pro & Contra 4 in 1. Schriftlicher Dialog zwischen Frigga Haug und Johanna Riegler mit Fragen von Sabine Gruber





Freitag, 1. Mai 2015

Ansätze für eine Politik welche Arbeit schafft !!!






Vorwort 5


KAPITEL 1:
Top-Priority: Arbeitsplätze schaffen
Herausforderungen 2015   6
  Markus Marterbauer
Teilzeitarbeit und Langzeitarbeitslosigkeit als Trends   13
  Ilse Leidl-Krapfenbauer
Arbeitslosigkeit ist stark segmentiert   17
  Rainer Eppel & Helmut Mahringer
Mythen der Arbeitswelt   23
  Doris Lutz
Quotenmodell zur Älterenbeschäftigung   31
  Wolfgang Panhölzl
Was sind die Ursachen der Arbeitslosigkeit im Euroraum?   35
  Philipp Heimberger
Aktuelle EU-Politik verfehlt ihre eigentlichen Ziele   42
  Christa Schlager


KAPITEL 2:
So What? Strategische Ansätze für eine Politik, die Arbeit schafft
Maßnahmen zur Senkung der Rekordarbeitslosigkeit   47
  Dennis Tamesberger
Zeit für neue Arbeitszeiten   53
  Susanne Haslinger
Österreich und Deutschland:
Angebot an Arbeitskräften prägt Arbeitslosenquote   57
  Markus Marterbauer
Jugendarbeitslosigkeit: Was wirkt dagegen?   62
  Dennis Tamesberger
Stichwort Jugendarbeitslosigkeit   67
  Walter Gagawczuk
Mehr Beschäftigung durch höhere öffentliche Ausgaben?   72
  Sebastian Gechert
Öffentliche Investitionen europaweit stärken   77
  Georg Feigl
Mit öffentlichen Investitionen die Europa-2020-Ziele erreichen   83
  Norbert Templ
Wo Lohnsubventionen für Unternehmen an ihre Grenzen gelangen   87
  Silvia Hofbauer & Ilse Leidl-Krapfenbauer
Kinderbetreuung als Beschäftigungsmotor   91
  Sybille Pirklbauer


KAPITEL 3:
Neue Brennpunkte am Arbeitsmarkt
Atypische Beschäftigung als weibliche Norm   94
  Christa Schlager
Gering Qualifizierte   97
  Manfred Krenn
Interview Benner: Crowdwork   101
AutorInneninformation   106


Quelle:
Über blog.arbeit-wirtschaft.at
online Lesen und gratis Download gibt es hier:

Montag, 30. März 2015

Das erste politische Todesopfer in der 2. Republik





Eine österreichische Affäre:
Der Fall Borodajkewycz

Broschiert von Rafael Kropiunigg (Autor)

Rafael Kropiunigg, 1988 in Wien geboren. Studium der Geschichte in London und Los Angeles. Interviewte für seine Forschungsarbeit an der Universität Oxford Historiker, Zeitzeugen und Akteure zur Causa Borodajkewycz.
Zurzeit Doktorand an der Universität Cambridge mit einer Arbeit über die Sozialgeschichte der Mauthausen-Außenlager Ebensee und Loiblpass.



Am 31. März 1965 wird bei der gewaltsamsten Demonstration der Nachkriegszeit der Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger tödlich verletzt. Es handelt sich um das erste politische Todesopfer der Zweiten Republik.

Auslöser für diesen Konflikt: die Affäre Borodajkewycz. Die Affäre Borodajkewycz war der erste und ausdrucksstärkste Fall der Nachkriegsjahre, durch den sich die versäumte Entnazifizierung und die Spannungsverhältnisse zwischen den verschiedenen österreichischen Identitäten offenbarten.

Der Hochschulprofessor Taras Borodajkewycz stolperte über das, was in der Nachkriegszeit nach wie vor gang und gäbe war: seine deutschnationalen Äußerungen. Die politischen Aussagen führten zu detaillierten Vorlesungsprotokollen, einem Ehrenbeleidigungsprozess, einer parlamentarischen Anfrage und großem Medienecho, bis die Affäre schließlich in die wüstesten Straßenkämpfe der Nachkriegszeit mündete - mit Todesfolge !!!




Mittwoch, 14. Januar 2015

Arbeit im freien Fall - flexibel schuften ohne Perspektive !!!






Die Lastenträger:
Arbeit im freien Fall - flexibel schuften ohne Perspektive

Taschenbuch – von Günter Wallraff (Herausgeber)


Werkvertrag, Zeitarbeit, Tagelöhner, Franchising, Sub-sub-Unternehmer, Honorarkraft oder Handschlagvertrag – nicht nur am Rande der Arbeitsgesellschaft bleibt arm und ungesichert, wer in die neuen Arbeitsrahmen eingespannt wird. Das geht in die Mitte hinein, bei Mercedes oder als IT-Experte auf dem freien Markt.
Arbeit im freien Fall.
Als wären die Erfolge von 150 Jahren Kampf für Menschenwürde in der Arbeitswelt wieder ausgelöscht. Als hätte die »Dritte Welt« in diesem Sektor der Metropolen schon Einzug gehalten.
Arbeit auf Abruf, ohne Halt und Perspektive – das haben die Logistikbranche und der Internethandel nicht erfunden. Aber sie machen dieses System täglich und stündlich effizienter. Es kommen Geschichten von Altenpflege auf Konzession oder Scheinselbstständigkeit in Weltkonzernen hinzu. Und es werden Fragen an Politik und Rechtssystem in diesem Land gestellt, die diese massenhaften Rechtsbrüche zulassen und dem schleichenden Aushöhlen von Würde und Respekt im Arbeits-leben keine Schranken setzen.

Widerstand gegen die moderne Feudalherrschaft in der Arbeitswelt scheint eher von unten zu kommen. Auch davon berichtet dieses Buch, das von Günter Wallraff herausgegeben wird und im Projekt work-watch entstanden ist, einer Einrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den neuen Arbeitsrealitäten ins Auge zu sehen. Jenseits des schönen Scheins.


Wallraff beschreibt in seinem neuen Buch „Die Lastenträger“ den Arbeitsalltag von Millionen Menschen, die unter erniedrigenden Bedingungen für miserable Bezahlung arbeiten.
Er spricht in diesem Zusammenhang von einer gewaltigen Umverteilung durch Unterbezahlung, davon dass ganze Branchen zurückfallen in frühkapitalistische Zustände.
Was spielt sich hier ab?

Diese Umverteilung hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren verschärft. Immer mehr Menschen können heute am gesellschaftlichen und sozialen Leben überhaupt nicht mehr teilhaben.
Die kehren der Demokratie den Rücken und gehen auch nicht mehr wählen.

Ein Grund ist die ungleiche Verteilung der Einkommen.
 - Die untere Hälfte der Pyramide – 40 Millionen Menschen in Deutschland – besitzt gerade mal ein Hundertstel des wirtschaftlichen Gesamtvermögens.
 - Das unterste Viertel besitzt gar nichts oder hat Schulden.
 - Die obersten 10 Prozent halten allein zwei Drittel des Vermögens in ihren Händen, Tendenz steigend.
Diejenigen, die von den miserablen Arbeitsbedingungen und der Unterbezahlung profitieren, verlagern dann ihre Gewinne noch in Nachbarländer, um Steuern zu sparen.

Das Buch beschäftigt sich auch mit zwei Großen des Internethandels: Amazon und Zalando.
Sie schreiben, das Prinzip des Internethandels ist überhaupt nicht so revolutionär, wie oft behauptet wird: Es geht darum, dass Händler Ware verkaufen und durch den Aufschlag für den Kunden Profit machen. Was der Internethandel aber revolutioniert, sind die
 Bestell- und Auslieferungswege. Was haben diese für Auswirkungen auf die Beschäftigten?




Mittwoch, 29. Oktober 2014

Das verborgenen Gold im Unternehmen






Erfreulicherweise werden die Menschen immer älter: In den kommenden Jahrzehnten wird die Zahl der älteren Menschen stetig ansteigen, ab 2030 wird jede dritte Person älter als 60 Jahre alt sein. Und schon in wenigen Jahren werden Beschäftigte über 45 Jahre die größte Gruppe in den Betrieben sein.

Diese Entwicklungen bringen neue Chancen, aber auch große Herausfor-derungen 
mit sich, wenn es darum geht, möglichst viele so gesund als möglich im Erwerbsleben zu halten.
Das ist nicht nur für die betroffenen Arbeitnehmerinnen 
und Arbeitnehmer selbst wichtig, sondern auch zur Absicherung der Finanzierung des Sozialstaates.

Die Herausforderung der kommenden Jahre wird es sein, die Chancen der Menschen 
– vor allem der älteren – am Arbeitsmarkt zu erhöhen: ArbeitnehmerInnen sollen die Möglichkeit haben, gesund, gut ausgebildet und motiviert ihrer Arbeit nachzugehen.
Dazu braucht es eine alternsgerechte Arbeitswelt, die den Bedürfnissen 
und Stärken der ArbeitnehmerInnen entgegen kommt – davon profitieren auch die Jüngeren.

ÖGB und AK haben gemeinsam mit den anderen Sozialpartnern im „Aktionsplan
für ältere ArbeitnehmerInnen“ schon einige Vorhaben dazu auf Schiene ge-
bracht.
Dabei steht vor allem eines im Vordergrund:
Ältere ArbeitnehmerInnen 
sind eine wertvolle Ressource in den Unternehmen, als solche müssen sie anerkannt und auch gefördert werden.
Die Sozialpartner haben mit ihrer Initiative "
www.arbeitundalter.at" einen wichtigen Meilenstein gesetzt, diese Website bietet viele Good-Practice-Beispiele aus dem betrieblichen Alltag.

Vieles bleibt aber noch zu tun, darunter die Förderung von lebensbegleitendem
Lernen, weitere Verbesserungen im ArbeitnehmerInnen- und im Bedienstetenschutz, Arbeitszeitmodelle, die die Gesundheit fördern, offensive Arbeitsmarktpolitik zur Wiedereingliederung älterer ArbeitnehmerInnen und vieles mehr.
Genau so wichtig ist es aber, die Mitbestimmungsrechte von BetriebsrätInnen
und PersonalvertreterInnen zu stärken, damit auch sie sich verstärkt dieser wichtigen Aufgabe widmen können. Denn in den Betrieben geht es vor allem darum, mit betrieblicher Gesundheitsförderung das Potenzial älterer ArbeitnehmerInnen zu vergrößern und Arbeitsaufgaben und -abläufe alternsgerecht zu gestalten.

Die Erfahrungen und die Routine älterer MitarbeiterInnen sind dafür ein
wesentlicher Anknüpfungspunkt – und nicht zuletzt ein wichtiger Produktivitätsfaktor für die Unternehmen.
Mit dieser Broschüre liefern wir zahlreiche Ideen, wie in den Betrieben konkrete
Maßnahmen gesetzt werden können, um das gesamte Arbeitsumfeld älterer KollegInnen besser zu gestalten. Denn nur so wird es gelingen, die eingangs erwähnten Veränderungen der Altersstruktur der Gesellschaft auch im Sinne der ArbeitnehmerInnen bestmöglich zu bewältigen.
Erich Foglar                                 Mag. Herbert Tumpel
Präsident des ÖGB                       Präsident der AK


Download der gesammten Unterlage  -  HIER !


Donnerstag, 2. Oktober 2014

Aktiv gegen Mobbing



Viele sprechen über Mobbing, und doch herrscht meist wenig Klarheit
darüber, was Mobbing wirklich ist. Diskussionen in den Medien haben
ein Bild von Mobbing entstehen lassen, das von der wissenschaftlichen
Definition dieses sozialen Phänomens stark abweicht. Der Begriff Mobbing
läuft Gefahr, zu einem Modewort für jeden Streit oder Konflikt am
Arbeitsplatz zu verkommen.

Definition
Mobbing leitet sich aus dem Englischen „to mob“ ab und bedeutet:
● Bedrängen
● Anpöbeln
● Attackieren
● Angreifen

Von „normalen“ Konflikten und Streitereien unterscheidet sich Mobbing
dadurch, dass es gezielt, systematisch und über einen längeren Zeitraum
mit der Absicht betrieben wird, „auszugrenzen bzw. vom Arbeitsplatz zu
vertreiben“.
Das Ziel von Mobbing ist die Ausgrenzung Einzelner.




weiteres HIER !


Samstag, 9. August 2014

Kreisky: Im Mittelpunkt der Mensch





Das Kreisky-Prinzip: Im Mittelpunkt der Mensch 
Gebundene Ausgabe von Margaretha Kopeinig (Autor), 
Wolfgang Petritsch (Autor)
Der Titel dieses Buches von M. Kopeinig und W. Petritsch laesst auf den ersten Blick nicht erkennen, wie brennend aktuell dieses Buch ist.
Ueberzeugend jedoch ist die Relevanz der Ansaetze Kreiskys zur Erreichung und den Erhalt eines moeglichst hohen Beschaeftigungsniveaus durch vielfaeltige steuernde Eingriffe des Staates.
Die derzeitige durch den Finanzsektor ausgeloeste Weltwirtschaftskrise treibt ja sonderbare Blueten, dass diese enormen Verluste des Finanzsektors nun erst recht wieder von den Staaten uebernommen werden sollen.
Und die aus dieser Finankrise entstandene Wirtschaftkrise laesst derzeit das Thema Arbeitslosigkeit wieder enorm brisant werden. Besonders das Handeln oder Nichthandeln der EU in dieser Frage rechtfertigt die Replik auf das Kreisky Prinzip "Im Mittelpunkt der Mensch".


Internationale Finanzkrise, drohende Rezession, Klimakatastrophe, steigende Nahrungsmittelpreise, Hungersnöte und knapper werdende Energieressourcen: Angesichts dieser Szenarien wird der Ruf nach dem Staat wieder lauter.

Die Macht des Staates und seine Lenkungsmöglichkeiten hat Bruno Kreisky erkannt und eingesetzt. „Geht uns die Arbeit aus?“ ist keine bloße rhetorische Frage mehr, für rund 20 Millionen Menschen in der EU ist sie in den vergangenen Jahrzehnten zur bitteren Wirklichkeit geworden.
Ausgehend von den Ergebnissen der Kommission für Beschäftigung, deren Vorsitzender Kreisky war, soll aufgezeigt werden, warum er sich während seines gesamten intellektuellen und politischen Lebens mit dem Thema Arbeit auseinandergesetzt hat.

„Der Mensch ist das Wichtigste“ war Programm und Motto des Sozialdemokraten Bruno Kreisky. Wo finden wir heute – angesichts von Globalisierung und shareholder value – diesen politischen Anspruch formuliert? Ergänzt durch Interviews mit:
Hannes Androsch, Hans Seidel, Ernst Eugen Veselsky, Ferdinand Lacina, Paavo Lipponen, Margit Schmidt, Peter Schieder und Karl-Heinz Nachtnebel.

Montag, 2. September 2013

Sozialer Aderlass in Europa

Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012





Die öffentliche Debatte räumt der Finanzkrise und ihrer Bewältigung viel Platz ein. In jüngster Zeit mehren sich dabei die Stimmen, die vor den negativen Folgewirkungen der bisherigen Anti-Krisen-Politiken warnen. 


Die nationalen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen vor allem auf Kür- zungen zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten. 
In vielen EU-Staaten wurden gravierende Sparpakete mit weitreichenden Einschnitten beschlossen: Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich, Abbau von Sozialleistungen, Eingriffe in die Tarifautonomie, Einschränkung bestehender ArbeitnehmerInnenrechte und Schwächung der Gewerkschaften. 


Der Rückbau von ArbeitnehmerInnenrechten und des Sozialstaates ist für große Teile der Bevölkerung unmittelbar spürbar.  
Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012

              http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=2843




Donnerstag, 29. August 2013

Wissenschaft über Gewerkschaft - ein weltweit einmaliges Projekt!






Wissenschaft über Gewerkschaft.
Ein weltweit einmaliges Projekt!

Das Projekt „Wissenschaft über Gewerkschaft“ ist eine Innovation, nicht nur für Österreich, denn
  • erstmals tragen WissenschaftlerInnen aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu einem Buch bei, das sich ausschließlich mit Entwicklungslinien einer Gewerkschaftsorganisation beschäftigt;
  • erstmals sind WissenschaftlerInnen verschiedener Generationen als AutorInnen und HerausgeberInnen in einem Gewerkschaftsprojekt vereinigt, - vom Jahrgang 1987 bis zum Jahrgang 1940;
  • erstmals gelang die Beteiligung von ForscherInnen aus allen Universitäten eines Landes an einem Buch zum Thema „Gewerkschaft“;
  • erstmals wurde es möglich, Analysen aus dem Blickwinkel fast aller Fachrichtungen, deren Forschungsarbeit das Thema „Gewerkschaft“ berührt, in einem Band zu finden.
     
„Wissenschaft über Gewerkschaft“ ist Initialzündung für die Neuherausgabe einer österreichischen Gewerkschaftsgeschichte auf aktuellem Forschungsstand. Erstmals wird damit für die Edition von Gewerkschaftsgeschichte ein interdisziplinärer Ansatz bestimmend.



Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Eine Veranstaltung der „Arbeit&Wirtschaft“ in Kooperation mit dem ÖGB-Verlag und der Sozialakademie der AK Wien.

Datum: Dienstag, 1. Oktober 2013
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags,
Rathausstraße 21, 1010 Wien
Als Initialzündung zum Projekt „Gewerkschaftsgeschichte aktuell“ setzen sich WissenschafterInnen verschiedener Fachrichtungen mit Positionen über und von Gewerkschaften im Laufe ihrer Entwicklung auseinander. Und sie stellen die Frage: Welche Rolle können und sollen Gewerkschaften in der Welt des 21. Jahrhunderts spielen?

Podiumsdiskussion mit:
  • Mag. Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB
  • Mag. Dr. Elias Felten, Jurist
  • Dr.in Margarete Grandner, Historikerin
  • Mag.a Julia Hofmann, Soziologin
  • Dr. David Mayer, Historiker
  • Dr.in Brigitte Pellar, Historikerin
Moderation: Katharina Klee, Chefredakteurin „Arbeit&Wirtschaft“



Eintritt frei! Anmeldung unter:
veranstaltung@oegbverlag.at








Donnerstag, 13. Dezember 2012

Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft da !






Der vergessene Mensch in der Wirtschaft:
Neue Modelle zwischen Gier und Fairness [Gebundene Ausgabe]

Hans Bürger

Hans Bürger, geboren 1962 in Linz, absolvierte das Volkswirtschaftsstudium an der Johannes Kepler Universität in Linz als letzter Schüler Kurt W. Rothschilds.
Erst Wirtschaftsjournalist, seit 1987 beim ORF. 1997 ORF-Korrespondent in Brüssel, seit 1998 Ressortleiter Innenpolitik & EU, stv. Chefredakteur sowie innenpolitischer Hauptkommentator der österreichischen Hauptnachrichtensendung Zeit im Bild.
Gastgeber der ORF-Pressestunde sowie Diskussionsleiter des Runden Tisches. 


Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft da, sondern die Wirtschaft für den Menschen!

Viele wollen das so nicht mehr hinnehmen: Ein Wirtschaften und insbesondere eine Wirtschaftstheorie, die auf dem Homunkulus "Homo oeconomicus" basiert, dem rein rationalen, egoistischen, eigennützigen Kalkulierer ohne soziales Gewissen.

Was ist Glück, was macht unser Leben sinnvoll?
Über die individuelle Frage hinaus beschäftigen sich neuerdings auch Ökonomen mit dieser Frage, um letztendlich zu politischen Antworten zu kommen. Hier entsteht eine neue Ökonomie, die eng zusammenarbeitet mit Psychologen, Soziologen und Neurologen, all jenen, die wissen, dass die Kunstfigur des "durchschnittlichen Menschen" niemandem hilft, keine Antworten gibt.

Und noch ein Aspekt der ungesunden Entwicklungen der letzten 30 Jahre wird beleuchtet: das "Zuviel-Zuwenig-Paradoxon".
Immer mehr Menschen haben zu viel Arbeit und leiden darunter, immer mehr Menschen haben zu wenig oder keine Arbeit - und leiden darunter.

Was steht hinter den unterschiedlichen Positionen? Dieser Frage geht Hans Bürger in seinem neuen Buch nach.