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Mittwoch, 9. September 2015

August Bebel - Aus meinem Leben






Aus meinem Leben
Gebundene Ausgabe – von August Bebel  (Autor)

Ferdinand August Bebel (* 22. Februar 1840 in Deutz bei Köln; † 13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein sozialistischerdeutscher Politiker und Publizist.
Er war einer der Begründer der deutschen Sozialdemokratie und gilt bis in die Gegenwart als eine ihrer herausragenden historischen Persönlichkeiten. Er wirkte als einer der bedeutendsten Parlamentarier in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs und trat auch als einflussreicher Autor hervor. Seine Popularität spiegelte sich in den volkstümlichen Bezeichnungen „Kaiser Bebel“, „Gegenkaiser“ oder „Arbeiterkaiser“ wider


Die berühmte Autobiographie 'Aus meinem Leben' von August Bebel (1840–1913) erschien zwischen 1910 und 1914 in drei Bänden. Die vorliegende, gebundene Ausgabe versammelt alle drei Bände in ungekürzter Fassung.
Das von Kautsky verfasste Vorwort zum dritten Band und sein Nachwort sind als Beilagen zugefügt. 'Eine ganz neue Welt tat sich vor mir auf. Wie herrlich klar kam mir das ganze menschliche Leben vor. Hier die Ausbeuter, dort die Ausgebeuteten.' Dies schrieb der frühere Arbeiterjugendbündler Paul Müller, als er sich nach dem Ersten Weltkrieg auf die Suche nach sozialistischen Quellen gemacht und Bebels 'Leben' in einem verschlungen hatte. – Das ist kein Einzelfall.
Bebels 'Leben' hat eine ganze Generation der Arbeiterbewegung geprägt. August Bebel (1840–1913) hatte bereits 1870 sein berühmtestes Werk: 'Die Frau und der Sozialismus' veröffentlicht.
Seine Autobiographie 'Aus meinem Leben', mit deren Niederschrift er sechs Jahre vor seinem Tode begonnen hatte, erschien zwischen 1910 und 1914 in drei Bänden. Der erste Band, der seine Herkunft, seine Jugend sowie die Anfänge seiner politischen Laufbahn beinhaltet, erschien 1910. Innerhalb weniger Monate waren 70.000 Exemplare davon verkauft.
Nur ein Jahr später, 1911, folgte der zweite Band, der die Zeit zwischen 1866 und der Beratung des Sozialistengesetzes im Reichstag behandelte. Der dritte und letzte Band, der die Ereignisse bis zur Aufhebung des Gesetzes im Jahre 1890 zum Inhalt haben sollte, den Bebel jedoch bis zu seinem Tod nicht über das Jahr 1883 hinaus schreiben konnte, wurde erst 1914, also im Jahr nach seinem Tod, veröffentlicht.
Wer etwas über das Leben von August Bebel im spzeiellen und unter Bismarck im Allgemeinen wissen will, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient. August Bebel beschreibt zum Teil Unterhaltsam und immer sehr detailiert wie es sich damals lebte und wie es zur Grüdung der Sozialdemokratischen Bewegung kam. Dieses Buch kann ich nur jedem Geschichtsinteressierten empfehlen.

Donnerstag, 20. August 2015

Identitäre - die neuen Rechten in Europa







Die Identitären:
Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa

Broschiert – von Julian Bruns (Autor), Kathrin Glösel  (Autor), Natascha Strobl  (Autor)

Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten ›Identitären Bewegung‹, die sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind.
Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet, die untereinander ausgezeichnet vernetzt sind und sich im Aufbau von grenzüberschreitenden Strukturen befinden. Basierend auf Text-, Bild-und Videomaterial der Gruppen-Standpunkte, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen werden Aktionismus und Teilhabende nachgezeichnet und analysiert. Die politische Logik ihrer Thesen wird eingeordnet, ebenso, welcher Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial) sie sich bedienen und auf welche Theorien und vorhandene Literatur sich die Identitären stützen.
Das Buch gliedert sich in mehrere Teile und beleuchtet so die Verbreitung in ganz Europa, ihre Verortung als ›Neue Rechte‹, ihre Ideologien und historisch-theoretischen Unterbau, ihre Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung.



Ein paar maskierte junge Männer stören 2012 mit einem "Flashmob" einen Tanzworkshop der Caritas und stellen ein Video davon ins Netz. Sie nennen die Aktion "Zertanz die Toleranz" und sich selbst die Identitären. Ihr Logo, ein gelbes Lambda auf schwarzem Grund leitet sich von der Schildern der Spartaner im Film "300" ab. Darin halten 300 spartanische Soldaten einen Pass gegen zehntausende Perser. Die Allegorie der Identitären gegen eine "Überfemdung" und "Islamisierung".

Eine junge, rechte Organisation also, die einerseits darauf pocht "0% Rassistisch" zu sein und andererseits gegen die "Islamisierung" Österreichs protestiert, die mit Memes spielt, linke Symbolik kopiert und "Flashmobs" veranstaltet. Wenngleich eine sehr kleine Organisation.

Nun ist "Die Identitären - Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa" erschienen, das die Gruppierung intensiv analysiert. Die AutorInnen zeichnen die Geschichte der Bewegung nach, versuchen eine Einordnung im rechten Spektrum und schauen sich die Ideologie der Identitären an. Entstanden ist eine spannende Geschichte der Identitären in Österreich. So umfassend, wie das für Außenstehende möglich ist. 
Michael Fiedler; fm4-ORF



Freitag, 1. Mai 2015

Ansätze für eine Politik welche Arbeit schafft !!!






Vorwort 5


KAPITEL 1:
Top-Priority: Arbeitsplätze schaffen
Herausforderungen 2015   6
  Markus Marterbauer
Teilzeitarbeit und Langzeitarbeitslosigkeit als Trends   13
  Ilse Leidl-Krapfenbauer
Arbeitslosigkeit ist stark segmentiert   17
  Rainer Eppel & Helmut Mahringer
Mythen der Arbeitswelt   23
  Doris Lutz
Quotenmodell zur Älterenbeschäftigung   31
  Wolfgang Panhölzl
Was sind die Ursachen der Arbeitslosigkeit im Euroraum?   35
  Philipp Heimberger
Aktuelle EU-Politik verfehlt ihre eigentlichen Ziele   42
  Christa Schlager


KAPITEL 2:
So What? Strategische Ansätze für eine Politik, die Arbeit schafft
Maßnahmen zur Senkung der Rekordarbeitslosigkeit   47
  Dennis Tamesberger
Zeit für neue Arbeitszeiten   53
  Susanne Haslinger
Österreich und Deutschland:
Angebot an Arbeitskräften prägt Arbeitslosenquote   57
  Markus Marterbauer
Jugendarbeitslosigkeit: Was wirkt dagegen?   62
  Dennis Tamesberger
Stichwort Jugendarbeitslosigkeit   67
  Walter Gagawczuk
Mehr Beschäftigung durch höhere öffentliche Ausgaben?   72
  Sebastian Gechert
Öffentliche Investitionen europaweit stärken   77
  Georg Feigl
Mit öffentlichen Investitionen die Europa-2020-Ziele erreichen   83
  Norbert Templ
Wo Lohnsubventionen für Unternehmen an ihre Grenzen gelangen   87
  Silvia Hofbauer & Ilse Leidl-Krapfenbauer
Kinderbetreuung als Beschäftigungsmotor   91
  Sybille Pirklbauer


KAPITEL 3:
Neue Brennpunkte am Arbeitsmarkt
Atypische Beschäftigung als weibliche Norm   94
  Christa Schlager
Gering Qualifizierte   97
  Manfred Krenn
Interview Benner: Crowdwork   101
AutorInneninformation   106


Quelle:
Über blog.arbeit-wirtschaft.at
online Lesen und gratis Download gibt es hier:

Montag, 4. März 2013

Danke, emanzipiert sind wir selber




Danke, emanzipiert sind wir selber: Abschied vom Diktat der Rollenbilder [Broschiert] Kristina Schröder (Autor), Caroline Waldeck (Autor)

Kristina Schröder, geb. Köhler, Jahrgang 1977, Dr. phil., ist Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Deutschland. Ihre Tochter kam im Juni 2011 auf die Welt.


Feministinnen wie Alice Schwarzer und Strukturkonservative wie Eva Herman haben eines gemeinsam: Sie wissen genau, wie das richtige Frauenleben auszusehen hat. »Hört auf damit!«, sagt Kristina Schröder. »Wir brauchen keine Rollendiktate, weder von der einen noch der anderen Seite, und auch nicht von der Politik.«

Kristina Schröder hat Karriere gemacht und gerade ein Kind bekommen. Steht sie deshalb für ein Leitbild, an dem junge Frauen sich orientieren sollen? Nein, sagt sie, die Frauen von heute brauchen keine Leitbilder! Feministinnen machen den gleichen Fehler wie die Strukturkonservativen auf der anderen Seite des politischen Spektrums: Beide schreiben vor, wie das ideale Frauenleben auszusehen hat.
»Gefährlich und falsch!«, sagt Kristina Schröder. Frauen (und Männer!) sollen endlich frei wählen können, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ob mit oder ohne Familie, mit oder ohne Karriere. Diese Entscheidungen sind privat.

Politik sollte keine Leitbilder vorgeben, sondern sicherstellen, dass alle Männer und Frauen Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben haben und ihrer Verantwortung in Familie und Partnerschaft gerecht werden können. Welche Wege dahin führen zeigt sie in diesem zugleich politischen und persönlichen Buch – angriffslustig und klar.






Kristina Schröder möchte in ihrem Buch der Perspektive „Kristina Schröder“ den Vorzug geben. Denn diese Perspektive, der ersten Bundesministerin, die in ihrem Amt Mutter geworden ist, so schreibt sie, könne ein spezielles Licht auf die herrschenden Debatten werfen. Außerdem seien bei ihr als öffentliche Person die unterschiedlichen Rollenerwartungen mit denen Frauen konfrontiert sind, spätestens, wenn sie Mütter werden, gut ablesbar.

Als besonders gefährlich stufen die Autorinnen anscheinend die Rollenerwartun- gen und Leitbilder, die Feministinnen an sie herantragen, ein.
Das Buch ist deshalb auch zum größten Teil der Abrechnung mit dem Feminismus gewidmet. Auf vielen Seiten und Kapiteln, die Überschriften tragen wie „Die Welt hat sich geändert – das feministische Weltbild nicht“, „Der feministische Selbstwiderspruch: Emanzipation predigen, aber Bevormundung ausüben“, oder „Gläserne Wände: Die einschränkende Wirkung feministischer Rollenleitbilder“, arbeiten sich die Autorinnen an Feminismus und Feminis- tInnen ab.

Kristina Schröder zeigt somit ein weiteres Mal, dass der Kampf für Gleichstel- lung, für gleiche Rechte und gleiche Pflichten lange nicht so wichtig ist, wie ihre persönliche Kampfansage und politische Positionierung gegen den Feminismus.

Nach diesem Buch können wir den Ministeriumstitel endgültig zusammenstreichen. Frauenministerin – vergiss es! Und für alle Jusos gilt: Hände weg!

Von Johanna Uekermann, stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende