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Mittwoch, 17. Februar 2016

Geld und Geldpolitik







Geld und Geldpolitik
Deutsche Bundesbank; Eurosystem. Hrsg. Deutsche Bundesbank
 
Taschenbuch – von Deutsche Bundesbank (Herausgeber)

Das Buch informiert über Bargeld und Zahlungsverkehr, das Banken und Finanzsystem, den Euro und das Eurosystem, Währung und internationale Zusammenarbeit sowie die europäische Geldpolitik.
Es erklärt grundlegende und historische Zusammenhänge und geht auf die neueren Entwicklungen im Zuge der Finanz- und Staatsschuldenkrise ein. Leicht verständlich; auch für Jugendliche und Kinder.
Nicht ganz zu unrecht wird häufig bemängelt, das wirtschaftspolitische Bildung in den Schulen häufig auf Gemeinplätze reduziert bleibt. Das Schülerbuch der Deutschen Bundesbank „Geld und Geldpolitik“ informiert ausführlich über die Themen Bargeld, Zahlungsverkehr, Banken- und Finanzsystem, Euro und Eurosystem, internationale Zusammenarbeit sowie die europäische Geldpolitik.

Mit diesem Buch wollen wir dazu beitragen, dass mehr Menschen die Grundlagen der Geldwirtschaft, die Ziele der Zinspolitik und die Funktionsweise des Europäischen Systems der Zentralbanken besser kennenlernen. Dabei wird deutlich, welche Rolle die Bundesbank in der europäischen Geldpolitik spielt, ferner auch, welche weiteren Aufgaben sie wahrnimmt – beispielsweise in der Bargeldversorgung, im Zahlungsverkehr oder in der Bankenaufsicht.

Nutzen können Sie dieses Buch auf vielfältige Weise: Es eignet sich ebenso als kleines Nachschlagewerk wie als Textbuch für den Schulunterricht oder als Handreichung für das Selbststudium. Unterrichtsmaterialien, die auf diesem Buch aufbauen, finden Sie auf unserer Internetseite: www.bundesbank.de/bildung 

Um für stabiles Geld im Euro-Währungsgebiet zu sorgen, braucht die Deutsche Bundesbank das Vertrauen und die Unterstützung der Bevölkerung. Deshalb wünschen wir uns, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger möglichst viel über die Voraussetzungen für Geldwertstabilität wissen.

Dr. Jens Weidmann
Präsident der Deutschen Bundesbank 


PS.:
Siehe weiters auch auf
http://www.franzhoermann.com/downloads/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf

Freitag, 12. Februar 2016

Die Gefallsüchtigen in den Medien und in der Politik




Die Gefallsüchtigen:
Gegen Konformismus in den Medien und Populismus in der Politik

Gebundene Ausgabe – von Wolfgang Herles  (Autor)
Wolfgang Herles, Jahrgang 1950, ist einer der profiliertesten deutschen Fernseh-journalisten. Seit über 40 Jahren, zunächst beim Bayerischen Rundfunk, dann beim ZDF, moderierte er politische Magazine, Elefantenrunden und Talkshows sowie zehn Jahre lang das Kulturmagazin Aspekte und zuletzt die Literatursendung Das blaue Sofa.
Herles ist Autor mehrerer politischer Sachbücher und Romane. Er lebt in München und Berlin.



Die längst fällige Medienkritik
Populistische Politiker, die ihr Fähnchen nur noch in den Wind hängen. Und Medien, die mitspielen. Vor allem ein immer seichteres öffentlich-rechtliches Fernsehen, das sich ohne Not unter das Diktat der Quote gestellt hat. 
Das Ergebnis:
Moralismus und Alarmismus statt kritischem Qualitätsjournalismus, statt Aufklärung und Bildung nur Fußball und Krimis.
Ihre Aufgabe, »vierte Gewalt« in unserem demokratischen Gemeinwesen zu sein, verfehlen die Gebührensender dramatisch. Und das am Beginn des digitalen Zeitalters, wo sie so wertvoll sein könnten wie nie.


Wolfgang Herles beschreibt diesen besorgniserregenden Zustand und fordert: Reformiert ARD und ZDF grundlegend oder schafft sie ab.

"Fernsehen und Politik wird zur Bühne gefallsüchtiger Individuen"
ist ein neuer Aspekt, der auch in unseren "Friedensgruppen" eine Rolle spielt.
Gefallsucht, wenn einer nicht mehr geliked wird, zieht er sich zurück und die FriedensArbeit wird unwichtig ...
Das ist aber volle Absicht des Systems und von Zbigniew Brzeziński (2014) genauso geplant, wir sollen uns gegenseitig anfeinden, und aus Eifersüchteleien, Gewinnsucht und Neid, die Brocken hinschmeissen.





Donnerstag, 7. Januar 2016

Internationale Politik - Smarte Revolution







Smarte Revolution


Wie digitale Kommunikation die Politik unter Druck setzt: Die IP im Januar/Februar

Dass die Menschheit immer stärker in Bewegung ist, gehört zu den Trends, die sich 2016 beschleunigt fortsetzen werden. Dabei ist kein Utensil für Flüchtlinge so wichtig wie das Smartphone, denn es ermöglicht globale Kommunikation fast zum Nulltarif und in ungeheurer Geschwindigkeit.

Wie diese smarte Revolution die Politik unter Druck setzt, beschreiben in der aktuellen IP
 unter anderem der ehemalige BBC-Journalist und Gastprofessor am King’s College in London Nik Gowing, Cathryn Clüver , Gründerin und Executive Director des Future Diplomacy Project an der Harvard Kennedy School, sowie Rianne Dekker und Godfried Engbersen von der Erasmus-Universität Rotterdam.


Die aktuelle Ausgabe der Internationalen Politik ist erhältlich im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel, imiTunes Store  und im Google Play Store.


AUSSERDEM IN DIESER AUSGABE:

Fluchtursachen, Fluchtrouten
Warum Menschen fliehen und was jetzt zu tun ist
Erst der Flüchtlingsstrom und der Terroranschlag in Paris haben Europa in Sachen Syrien zum Handeln bewegt. Wolfgang Ischinger, Kristin Helberg,Natasha Wunsch und andere analysieren die Hintergründe und schildern die Lage auf dem Westbalkan, in Griechenland und Italien.

Abschied vom Trittbrettfahren
Wie China seine Einflusssphären ausweitet
Unter Xi Jinping sucht Peking nach einer neuen globalen Rolle – und die EU schaut bislang nur zu. Mit Beiträgen unter anderem von Jonathan Fenby, Nele Noesselt, Michael Schaefer, Wei Shen und André Loesekrug-Pietri.

Deutschland ertüchtigt

Da Europa zögert, schreitet die Bundesregierung voran
Ab 2016 will Berlin 100 Millionen Euro jährlich bereitstellen, um regionale Partner besser auszubilden und auszurüsten. In Brüssel streitet man derweil weiter um grundsätzliche Fragen. Von Jana Puglierin und Sebastian Feyock.




siehe auch unter:
https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/archiv/ausgaben/jahrgang/2016/smarte-revolution?utm_medium=email&utm_campaign=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016&utm_content=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016+CID_48b88259e84cd58f6fbeb81ef078ea8c&utm_source=DGAP%20Newsletter&utm_term=httpszeitschrift-ipdgaporgdearchivausgabenjahrgang2015industrie-40



Freitag, 20. November 2015

BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT







BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT
Daniela Münkel

Daniela Münkel ist Historikerin und seit 2008 als Projektleiterin in der Forschungsabteilung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen tätig. Seit 2010 ist sie außerplanmäßige Professorin an der Universität Hannover.



Willy Brandt war der bedeutendste und am längsten amtierende Vorsitzende der SPD nach 1945. Als Bundeskanzler gehört der Schöpfer von Ost- und Entspannungspolitik zu den wichtigsten Regierungschefs der Bundesrepublik. 

Vielfach verehrt und nicht selten verklärt, stehen bisher vor allem seine Ostpolitik und seine Kanzlerzeit im Mittelpunkt der politischen und akademischen Diskussion.

Daniela Münkel diskutiert bisher vernachlässigte Aspekte des Politikers Willy Brandt: etwa sein Verhältnis zur SPD, seinen dialogischen Führungsstil, seine Beziehung zu den Massenmedien und seine Medienpolitik. 
Als erster „moderner Medienkanzler“ verstand er es, seine Politik medienwirksam darzustellen und seine Person mediengerecht zu inszenieren. Dieser Politikstil wirkt auf nachkommende Politiker und Politikerinnen – bis heute.

Donnerstag, 12. November 2015

Politische Ökonomie - Kontinuitäten und Veränderungen seit dem EU-Beitritt





Politische Ökonomie Österreichs:
Kontinuitäten und Veränderungen seit dem EU-Beitritt

Broschiert von BEIGEWUM (Herausgeber)

Anläss­lich des 20-​​jährigen Jubi­lä­ums des EU-​​Beitritts ana­ly­siert der Sam­mel­band Poli­ti­sche Ökono­mie Öster­reichs gesell­schaft­li­che, ökono­mi­sche und poli­ti­sche Entwicklungen.

Der EU-Beitritt 1995 hatte tiefgehenden Einfluss auf wirtschaftliche und politische Prozesse in Österreich. Die Politische Ökonomie Österreichs bietet einen kritischen Überblick über Veränderungen und Kontinuitäten der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten 20 Jahre.

Das Buch geht folgenden Fragen nach:
 - Wie hat sich die Struktur der Wirtschaftssektoren verändert?
 - Ist das Osteuropa-Engagement der österreichischen Unternehmen eine Erfolgsgeschichte?
 - Welche politischen Kräfteverhältnisse haben diese Entwicklungen vorangetrieben?
 - In welche Richtung haben sich die Budget- und Geldpolitik entwickelt?
 - Wie sieht die Sozialpartnerschaft heute aus?
 - Welche Tendenzen lassen sich in der Gleichstellungs- und Migrationspolitik feststellen? 

 - Wie hat sich die Verteilung von Einkommen und Vermögen geändert?

Die AutorInnen dieses Sammelbandes geben einen ebenso umfassenden wie anschaulichen Überblick über zentrale Entwicklungslinien in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und präsentieren auch detaillierte empirische Befunde.
Der BEIGEWUM (Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen) ist ein Zusammenschluss von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der Ergebnisse kritischer Forschung in die laufende politische Debatte einbringt.


Für VWL-Studierende umbedingt zu empfehlen. Die Entwicklungen der letzten 20 Jahre und der Einfluss der EU auf Österreich werden nach Themen gegliedert dargestellt - z.B. Agrarsektor, Finanzindustrie, Beschäftigungspolitik etc. Hier bekommt man einen Einblick in die reale Welt, die im Studium oft ausgeklammert wird.

Zu erwähnen ist auch der methodologisch vielfältige Ansatz: Von klassisch ökonomischen bis soziologisch orientierten Beiträgen, von Regulationstheorie bis keynesianische Analysen ist das Spektrum der verwendeten Ansätze sehr breit. Das verhindert eine einseitige Betrachtung.



Donnerstag, 5. November 2015

Die Antipolitischen






Die Antipolitischen:
Mit einem Kommentar von Raymond Geuss (kleine reihe)

Gebundene Ausgabe – von Jacques de Saint Victor (Autor), Aus dem Französischen von Michael Halfbrodt (Autor)

Jacques de Saint Victor, geb. 1963, ist Professor für Rechtsgeschichte und Politik an der Universität Paris VIII Vincennes-Saint-Denis. Er arbeitete als Anwalt und als Journalist bei Figaro Économie und noch heute als Kolumnist beim Figaro littéraire. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Rechtsgeschichte und der Globalisierung. Er ist Autor zahlreicher Bücher.


Saint Victor analysiert den Zusammenhang zwischen antipolitischen Strömungen und deren Forderungen nach einer direkten Demokratie mittels des Web 2.0. Er beschreibt die Gefahren, die entstehen, wenn »direkt« heißen soll, die repräsentativen Instanzen auszuschalten, insofern noch über die partizipative Demokratie hinausgehen zu wollen. Die Folgen wären eine »Klick«-Demokratie, die in Zuspitzung auch in eine Diktatur der Mehrheit münden kann. Es ist nur ein kleiner Schritt von der direkten Demokratie zur direkten Demagogie.
Die vielbeschworene Schwarmintelligenz, so Saint Victor, ist unkontrollierbar affektaffin, eine Masse bewege sich emotiv und somit strukturell explosiv gewalttätig.

Man muss es nicht so polemisch radikal formulieren wie Julian Assange, der sagte: »Facebook ist die postmoderne Version der Stasi«; dennoch führt Saint Victor aus, dass die von den »antipolitischen« Netzaktivisten befürwortete totale Transparenz leicht in einem Überwachungsstaat und die »Antipolitik« à la Beppe Grillo und seiner europäischen Mitstreiter in einem System der Autokratie enden kann, wenn man das »Konzept« zu Ende denkt.

Eine These von Saint Victor könnte man also verkürzend so zusammenfassen: Was als (zumindest potenziell) fortschrittliche Antipolitik auftritt, ist eigentlich eine Entpolitisierung, die neue Unterdrückungsformen ermöglicht und fördert.
Saint Victor malt in seinem Essay nicht den Teufel an die Wand, auch überschätzt er die »Antipolitischen« nicht, ebenso wenig übersieht er unkritisch die Mängel einer repräsentativen und partizipativen Demokratie.
Aber er nimmt die »Antipolitischen« ernst, als strukturelles Phänomen, und stellt die so schön klingende Forderung nach einer direkten Demokratie mittels der Errungenschaften des Web 2.0 auf den Prüfstand.

Für die etablierten Demokratien sind neue Zeiten angebrochen. Vordem (er)klärten Parlamente, Presse und Politik, was wie zusammenhängt. In Krisenzeiten verunsichert oder misstrauisch geworden, suchen Menschen jedoch zunehmend Orientierung und Rückhalt bei den neuen virtuellen Plattformen und Gruppierungen.

Dort wiederum greifen Populisten, Aktivisten und Bewegungen die Politikverdrossenheit vieler und den Ruf nach direkter Demokratie auf:
Sie begegnen gewählten Regierungen nicht selten mit Verachtung, stellen die Kompetenzen der vermittelnden Instanzen infrage und beklagen den vermeintlichen "Verrat" der Eliten am souveränen Volk.

 - Welche Folgen hat es, wenn die Funktionen und das Selbstverständnis, aber auch die Wertschätzung der repräsentativen Demokratie schleichend erodieren?
 - Welche Interessen verbinden die so unterschiedlichen Akteure im Netz?
 - Ist Meinungsfreiheit via Netz die wahre Demokratie, oder zielen Medienmogule auf die Ware Demokratie? 


Jacques de St. Victor konstatiert einen Prozess der Entpolitisierung, die auf schwer zu durchschauende Weise letztlich neue Abhängigkeit und Unterdrückung fördere.

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Unterwerfung als Freiheit: Leben im Neoliberalismus




Unterwerfung als Freiheit:
Leben im Neoliberalismus (Neue Kleine Bibliothek)

Broschiert – von Patrick Schreiner  (Autor)
Patrick Schreiner, *1978, Politikwissenschaftler, hauptamtlicher Gewerkschafter und Publizist.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind Finanz- und Wirtschaftspolitik, Verteilung und politische Theorie.

Weit über Politik und Wirtschaft hinaus hat sich der Neoliberalismus in unserem Denken und im Alltagsleben verankert. Patrick Schreiner fragt nach den Mechanismen, durch die Menschen neoliberale Ansätze und Ideen als gut, angemessen und alternativlos akzeptieren.

Dazu nimmt er das Bildungswesen, Ratgeberliteratur, Esoterik, Sport und Fitness, Stars, das Fernsehen, Soziale Netzwerke sowie Konsum und Lifestyle in den Blick. An diesen Beispielen zeigt Schreiner, wie der Neoliberalismus die Menschen vereinnahmt und welche Folgen das für die Einzelnen wie für die Gesellschaft hat.

Dabei wird deutlich: Neoliberalismus ist eine Ideologie, die Freiheit verspricht, aber Elend und Unterwerfung bedeutet.


Der Neoliberalismus ist eigentlich nur eine ökonomisch-politische Schule. Mittlerweile aber hat diese Idee es geschafft, auch noch den letzten Winkel des Daseins zu ökonomisieren und ist zu einer Ideologie verkommen.

Die soziale Frage wird individualisiert und hauptsächlich moralisiert. Wer "es" nicht schafft, erfolglos bleibt, ist vor allem eines: Selbst schuld!

Bildung wird zu Ausbildung pervertiert und Konkurrenz zu einem Lebenselexier hochgejazzt. Daher wird "Veränderung" nur noch als An- oder Überforderung, sowie Aufforderung zur Selbstoptimierung an den Menschen herangetragen, anstatt auf dem Weg zum "guten Leben" für alle auch den Anspruch zu haben, die Umstände zum Besseren ändern zu wollen.

Herr Schreiner arbeitet verschiedene Sachgebiete und Lebensbereiche ab, an denen er zeigt, wie sehr sich der Neoliberalismus bereits in unsere Köpfe eingeschlichen hat und wie es dazu kommen konnte. Margret Thatchers TINA-Prinzip ist das Fundament dieser Lehre, des Hohelieds von Wettbewerb und Konkurrenz, die die Menschen völlig zu vereinnahmen droht. Die ihm Freiheit verspricht, aber nur Unterwerfung für ihn bereithält.


Samstag, 10. Oktober 2015

Theorie und Politik der Außenwirtschaft




Internationale Wirtschaft:
Theorie und Politik der Außenwirtschaft (Pearson Studium - Economic BWL)

Gebundene Ausgabe – von Prof. Dr. Paul Krugman (Autor), Maurice Obstfeld (Autor), Marc Melitz (Autor)
DIE AUTOREN:
PAUL R. KRUGMAN, der Wirtschaftsnobelpreisträger 2008, hat am MIT promoviert und lehrte seitdem an einigen der angesehensten Universitäten der USA, darunter Yale, MIT, Stanford und zurzeit Princeton. Krugman ist Begründer der Neuen Ökonomischen Geographie. In den Vereinigten Staaten ist er besonders durch seine wöchentlichen Kolumnen in der New York Times über Fachkreise hinaus bekannt geworden.
2008 erhielt Krugman den Nobelpreis für Ökonomie (Wirtschaftsnobelpreis) !



MAURICE OBSTFELD lehrt als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley. Maurice Obstfeld gilt als Experte für Fragen der Außenwirtschaftstheorie, insbesondere der internationalen Kapitalströme.


MARC J. MELITZ ist Professor für Wirtschaftswissenschaften 
 an der Princeton University und ab Mitte 2009 an der Harvard University.. Daneben ist er Forschungsbeauftragter des Centre for Economic Policy Research und Mitglied des National Bureau of Economic Research seit 2000.
ÜBER DEN FACHLEKTOR:
Thomas Sauer ist Professor für Volkswirtschaftslehre am Lehrstuhl für Betriebswirtschaft an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und hat bisher alle Ausgaben des Werkes fachlich betreut.
Als Forschungsschwerpunkte nennt Sauer neben der Integration und Transformation von Wirtschaftssystemen, die Makroökonomie offener Volkswirtschaften sowie die Untersuchung von Innovation und Wachstum.

Die vorliegende 10. Auflage von „Internationale Wirtschaft – Theorie und Politik der Außenwirtschaft“ erscheint in einer Zeit, in der wir uns stärker als je zuvor des prägenden Einflusses der Weltwirtschaft auf das Schicksal, die Politik und die politischen Debatten jedes Landes bewusst sind.

Auch Jahre nach der globalen Finanzkrise von 2007/2008 wächst die Wirtschaft in den Industrieländern noch nicht schnell genug, um zur Vollbeschäftigung zurückzukehren.
Der Inhalt des vorliegenden Werks wurde gemäß dieser Entwicklungen sorgfältig aktualisiert und viele Kapitel erfuhren eine gründliche Überarbeitung.

 INHALT:
  • 1. Einführung
Teil I: Theorie des internationalen Handels
  • 2. Der Welthandel im Überblick
  • 3. Arbeitsproduktivität und komparativer Vorteil: Das Ricardo-Modell
  • 4. Spezifische Faktoren und Einkommensverteilung
  • 5. Ressourcen und Handel: Das Heckscher-Ohlin-Modell
  • 6. Das Standardmodell des Handels
  • 7. Externe Skalenerträge und die Wahl von Produktionsstandorten
  • 8. Unternehmen in der globalen Wirtschaft: Exportentscheidungen, Outsourcing und multinationale Unternehmen
Teil II: Politik des Welthandels
  • 9. Die Instrumente der Außenhandelspolitik
  • 10. Die politische Ökonomie der Handelspolitik
  • 11. Handelspolitik in Entwicklungsländern
  • 12. Streitfragen der Handelspolitik
Teil III: Wechselkurse und Makroökonomie offener Volkswirtschaften
  • 13. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Zahlungsbilanz
  • 14. Wechselkurse und Devisenmarkt: Ein Vermögensmarkt-Ansatz
  • 15. Geld, Zinssätze und Wechselkurse
  • 16. Preisniveaus und Wechselkurs in langer Frist
  • 17. Produktion und Wechselkurs in kurzer Frist
  • 18. Feste Wechselkurse und Devisenmarktinterventionen
Teil IV: Internationale makroökonomische Politik
  • 19. Das internationale Währungssystem: ein historischer Überblick
  • 20. Finanzielle Globalisierung: Chancen und Krisen
  • 21. Optimale Währungsräume und die Europäische Währungsunion
  • 22. Die Entwicklungsländer: Wachstum, Krise und Reform
Teil V: Mathematische Postskripta

Montag, 28. September 2015

Rechtsextremismus: Entwicklungen und Analysen






Rechtsextremismus:
Entwicklungen und Analysen - Band 1
Broschiert – 10. Oktober 2014
von Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (Wien) (Herausgeber)

Die 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von WissenschafterInnen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen AkteurInnen.
So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung.
Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten.
Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette - von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur/innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball.

Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle. Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritsicher Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.



Inhaltsverzeichnis
Vorwort – [Überraschung]
Einleitung – FIPU
Kritische Rechtsextremismusforschung
Rechtsextremismusforschung in Österreich: Personen, Institutionen, Zugänge und Defizite. Ein geraffter Überblick
Bernhard Weidinger
(Re)Naturalisierungen der Geschlechterordnung. Anmerkungen zur Geschlechtsblindheit der (österreichischen) Rechtsextremismusforschung.
Judith Goetz
Zwischen Kritik und konservativer Agenda: eine Verteidigung des Rechtsextremismusbegriffs gegen seine Proponent*innen
Bernhard Weidinger
AkteurInnen
Teil des Problems? Der österreichische Verfassungsschutz und Rechtsextremismus
Matthias Falter
“National und liberal verträgt sich nicht”. Zum rechtsextremen Charakter der FPÖ
Heribert Schiedel
Ideologien
Vom Reden über “Islamophobie”, dem Streiten über Antisemitismus und dem Schweigen über Rassismus. Zur notwendigen Kritik der “Islamophobie”-Forschung
Carina Klammer
Obdachlosen-Hass und BettlerInnen-Feindlichkeit in Österreich
Lucius Teidelbaum
Reflexion antifaschistischer Praxis
Ausgetanzt! Eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball
Judith Goetz
Dokumentation
Unvollständige Chronik des Rechtsextremismus in Österreich 2013
Heribert Schiedel

Montag, 14. September 2015

Die mohamedanisch-arabische Kulturperiode


 
                                           A                                                       B




Die mohamedanisch-arabische Kulturperiode
Vollständige Ausgabe 

August Bebel This scarce antiquarian book is a facsimile reprint of the original. Due to its age, it may contain imperfections such as marks, notations, marginalia and flawed pages. Because we believe this work is culturally important, we have made it available as part of our commitment for protecting, preserving, and promoting the world's literature in affordable, high quality, modern editions that are true to the original work.
B    "Die mohamedanisch-arabische Kulturperiode - Vollständige Ausgabe" ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen.
Ferdinand August Bebel (1840/1913) war ein deutscher Politiker und einer der Begründer der organisierten sozialdemokratischen Arbeiterbewegung in Deutschland. Seine politischen Anfänge wurzelten im liberal-demokratischen Vereinswesen von Arbeitern und Handwerkern, ehe er sich dem Marxismus zuwandte.
Inhalt:
I. Vorgeschichte und Entstehung des Mohammedanismus als Hebel arabischer Macht.
II. Weitere Entwickelung mohammedanischer Macht unter Mohammed und den nachfolgenden Kalifen. Die religiös-militärische und steuer-politische Organisation des Reichs.
III. Staatsverwaltung und Gesezgebung.
IV. Soziale Entwickelung.
V. Die Rechtsentwickelung und die Rechtsinstitutionen.
VI. Wissenschaftliche Entwickelung und Dichtkunst.
VII. Die Entwickelung arabischer Kultur in Spanien.
Schluß





In einem Zeitpunkt, wo gewisse Leute eifrig wieder daran sind, die Menschheit, die sehr ernsthaft arbeitet, sich aus den Banden verrotteter Ueberlieferungen zu befreien, unter das alte Geistesjoch zu beugen und ihr die Nebelkappe über Ohren und Augen zu ziehen, dürfte es notwendig sein, gewisse Tatsachen immer wieder in das rechte Licht zu rücken. 
Man spricht heutzutage so viel von der Menschheit befreienden Mission des Christentums, welches das Heil gebracht habe und übersieht die ungeheure Kulturlücke, die das ganze Mittelalter hindurch, von der Zerstörung des römischen Reichs an bis zum Beginn der Renaissance im fünfzehnten Jahrhundert, uns entgegen gähnt. 
Man ignoriert, wie das Christentum das ganze Mittelalter hindurch mit der alten Kultur verfahren ist, und man ignorirt, woher die Völker des christlichen Abendlandes sich die Kulturmittel holten, mit Hilfe deren sie sich nach unsäglicher Anstrengung vom Alpdruck des Mittelalters befreiten.

Um dies nachzuweisen, dazu schien mir eine populäre Darstellung der mohammedanisch-arabischen Kulturperiode im Orient und in Spanien ein sehr geeignetes Mittel zu sein. 
Die Darstellung dieser Epoche zeigt ferner, daß keine Religion das Privilegium besizt, der in der Kultur fortschreitenden Menschheit auf die Dauer zu genügen, und für jede der Zeitpunkt kommt, wo sie mit den Kulturbedürfnissen der Menschheit in Widerspruch tritt, weil sie selbst ein vorübergehendes Produkt einer bestimmten Kulturperiode ist.

Für die vorliegende Abhandlung habe ich inbezug auf die Tatsachen hauptsächlich das Werk v. Cremers »Kulturgeschichte des Orients« benuzt, außerdem die bezüglichen Arbeiten von Weil, Draper, Buckle, Henne am Rhin, Yves-Guyot u. s. w.

Borsdorf-Leipzig, September 1883. 

A. Bebel.

Samstag, 12. September 2015

Russland: Der Umbruch und das System Putin






Das neue Russland: Der Umbruch und das System Putin [Kindle Edition]

Michail Gorbatschow Boris Reitschuster Nach Jahren der Annäherung ist das Verhältnis zwischen Deutschland und Russland so angespannt wie seit mehr als 25 Jahren nicht mehr. Was Putin antreibt, warum er die Konfrontation mit dem Westen sucht und den Rückfall in den Kalten Krieg in Kauf nimmt, ist vielen ein Rätsel. Nicht Michail Gorbatschow. 

Mit einzigartiger Kennerschaft beschreibt er die Entstehung des "Systems Putin" und die Absichten dieses Mannes. Unverblümt rechnet er mit Putin ab. Dieser zerstöre um seiner eigenen Macht willen die Errungenschaften der Perestroika in Russland und errichte ein System ohne Zukunft. Deshalb fordert Gorbatschow ein neues politisches System für Russland, und er mahnt den Westen, nicht mit dem Feuer zu spielen. 

Ein wichtiges, ein notwendiges Buch, das neue Blickwinkel eröffnet - und das politische Vermächtnis des großen Mannes, der die deutsche Einheit mitermöglichte.





Gorbatschow zieht bittere Bilanz
25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung zeigt sich Gorbatschow in einem Buch enttäuscht über den Gang der Geschichte. 
Von Ulf Mauder, dpa

Als einer der „Väter der Deutschen Einheit“ mag sich Ex-Sowjetpräsident Michail Gorbatschow (84) so gar nicht zufriedengeben mit dem aktuellen Verhältnis zwischen Berlin und Moskau. Überwunden sei das Erbe des Kalten Krieges auch 25 Jahre nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten nicht, schreibt der Friedensnobelpreisträger in seinem autobiografischen Buch „Das neue Russland“, das an diesem Donnerstag (10. September) in Deutschland erscheint. Die Lösung sieht der Politiker in gemeinsamen Initiativen von Russland und Deutschland beim Aufbau eines „vereinten Europas“. Doch die Zeichen dafür stehen zumindest derzeit nicht gut.

„Anstatt sich zum Vorreiter der Veränderungen in der globalen Welt zu entwickeln, ist Europa zum Schauplatz von politischen Unruhen, Konkurrenz um Einflusszonen und einer militärischen Auseinandersetzung geworden“, schreibt der Politiker mit Blick auf den Konflikt in der Ukraine. Europa habe in der Weltpolitik seine „eigene Stimme“ heute verloren, sei geschwächt und ziellos, meint der Politiker gut zwei Jahrzehnte nach seinem eigenen Machtverlust.

Die Unterstützung Jelzins sei ein Fehler gewesen, schreibt Gorbatschow

„Posslje Kremlja“ (Nach dem Kreml) heißt der 560-Seiten-Wälzer in der russischen Originalausgabe von 2014. Darin zeichnet Gorbi, wie er von vielen Deutschen vertraut genannt wird, nicht nur das eigene schmerzhafte Scheitern und den Zerfall der Sowjetunion nach. Er zieht vor allem kritische Bilanz zur Lage in Russland und in der Welt. Es ist auch eine verbitterte Abrechnung eines Politikers, der lange Zeit in der Wahrnehmung vieler Russen als eine Art „Agent“ des Westens galt und vor allem in Abrüstungsfragen auf die USA zuging, am Ende nun aber enttäuscht zurückbleibt.

Deutlich wird seine Verärgerung darüber, dass der Westen den russischen Präsidenten Boris Jelzin (1931 bis 2007) „gefährlich und bedingungslos“ unterstützt habe, jenen Mann, der jäh die Reformen von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) beendet habe. Jelzin sei es auch gewesen, daran erinnert Gorbatschow, der die Weichen gestellt habe für neue autoritäre Tendenzen in Russland – einen Kurs, den Kremlchef Wladimir Putin nach ihm fortgesetzt habe.

25 Jahre nach dem Mauerfall liegt Gorbatschow nun eher auf Kremllinie, wenn er dem Westen die Schuld an neuen geopolitischen Spannungen gibt. „Die Erweiterung der Nato erschütterte die Grundlagen der europäischen Ordnung“, lautet eine der Thesen. Länder Zentral- und Osteuropas seien als neue Mitglieder aufgenommen worden, ohne Bedrohungslage. Es gebe einen neuen Konfrontationskurs. Dagegen gehe von Russland keine Gefahr aus, beteuert er.

Nato als Weltpolizei

„Die Nato eignete sich die Funktion einer europäischen Polizei an, ja, sogar einer Weltpolizei. Angefangen hatte das bereits in der ersten Ha?lfte der 1990er-Jahre, als sich die Nato in den Konflikt im zerfallenden Jugoslawien einmischte“, schreibt Gorbatschow. Die USA seien noch immer einer Politik verhaftet, „einem Land die Demokratie mit Panzern und Bomben aufzudrängen“.

Es ist ein altgewordener und von Krankheiten geschwächter Gorbatschow, der hier anscheinend versucht, seinen Frieden mit seiner russischen Heimat zu machen. „Es ist höchste Zeit, dass der Westen versteht: Jeder Druck auf Russland bringt nichts außer Schaden“, schreibt er an einer Stelle. Präsident Putin bescheinigt er einmal mehr zwar autoritäre Tendenzen, lobt aber auch dessen „Willenskraft, Geist, Selbstdisziplin, die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen und Gegenschläge durchzustehen“.

„Das neue Russland“ ist ein Mix aus aktueller Analyse, aber auch vielen alten Interviews sowie Briefen von Gorbatschows Unterstützern – ein einseitiger Rückblick auf die unter vielen Russen bis heute umstrittene Politik. Es ist aber auch ein Plädoyer für eine neue Reformpolitik in Russland – und die Warnung vor einer jahrelangen Stagnation unter Putin.