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Donnerstag, 18. Februar 2016

Sozialratgeber 2016

Sozialratgeber 2016
 - ein ständig aktualisiertes Handbuch zur Sozialpolitik

 





DAS Nachschlagewerk über soziale Leistungen in OÖ für Betroffene und Hilfeleistende: Geld- und Sachleistungen, Beratungs- und Betreuungsangebote, umfassender Adressteil mit Einrichtungen, die Hilfe vor Ort anbieten.
Herausgeberin:
Sozialplattform OÖ (in Zusammenarbeit mit dem Land OÖ – Abteilung Soziales, der Arbeiterkammer OÖ und der KirchenZeitung Linz)
Hyperlinks erleichtern die Navigation.
Die Downloadversion wird laufend aktualisiert.

Die Printversion kann kostenlos und versandkostenfrei bestellt werden:
* Land OÖ - Abteilung Soziales, Tel: 0732-7720-151 71 oder
* Sozialplattform, Tel: 0732-66 75 94 (Gratisversand ist nur bis 5 Stück möglich) 
* KirchenZeitung Linz, Tel: 0732-76 10-39 44


Es gibt keinen Grund, auf gesetzmäßig zustehende Leistungen zu verzichten und es gibt keinen Anlass zur Scham, wenn man staatliche Leistungen beanspruchen muss. 

Für viele Haushalte ist die Situation aufgrund des Verlusts des Erwerbseinkommens prekär. Menschen, die es ohnehin schon schwer hatten auf dem Arbeitsmarkt haben nun noch größere Probleme, Beschäftigung zu finden. Der Weg in die Armut ist ein kurzer und ehe man sich versieht, findet man sich inmitten eines sozialen Ausschluss-Prozesses.


Sonntag, 31. Januar 2016

Gemeinsam - soziale Sicherheit für alle Generationen !






Gemeinsam – für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit!
Soziale Sicherheit für alle Generationen ist eine Errungenschaft, die es zu bewahren gilt !

Die sozialen Sicherungssysteme haben gerade in Krisenzeiten ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Dazu haben die heute Älteren einen großen Beitrag geleistet und es ist ihnen ein vordringliches Anliegen, dass auch die nachfolgenden Generationen auf diese Sicherheit vertrauen können. 

Die Gestaltung der Zukunft obliegt allen Generationen. Grundlage dafür sind Solidarität, gegenseitiges Verständnis, Toleranz sowie die Bereitschaft, miteinander und füreinander Verantwortung zu übernehmen. Vielfach ist das gelebte Realität, vor allem in Familien und auch im freiwilligen Engagement. So sind in Kommunen vielfältige Beispiele für generationenübergreifende Aktivitäten entstanden – von Lern- oder Ausbildungspatenschaften über Zeitzeugenprojekte bis hin zu „Wunschgroßeltern“. Sie sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis zwischen Jüngeren und Älteren.

Der Dialog der Generationen findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt. Jugendliche und ihre Vertretungen ermutigen wir, gemeinsam mit Seniorenorganisationen und anderen Verbänden zusammenzuarbeiten, um die vielen Gemeinsamkeiten in den eigenen Positionen und Forderungen herauszustellen und allen Versuchen entgegenzutreten, Konflikte zwischen den Generationen herbeizureden.

In der jüngeren Generation ist die Nutzung moderner Technologie in allen Lebensbereichen selbstverständlich. Auch älteren Menschen eröffnen die neuen Medien Gestaltungspotenziale bis ins hohe Lebensalter. Die Unterstützung für ältere, technikunerfahrene oder sozial benachteiligte Menschen beim Umgang mit modernen Medien muss deshalb weiter ausgebaut werden. 
Zugleich dürfen diejenigen, die keinen Zugang zum Internet haben, nicht von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden. Bildungsangebote müssen der Vielfalt der Generationen und Erfahrungen gerecht werden. Dabei darf Bildung nicht nur auf ihre Verwertbarkeit ausgerichtet sein, sondern muss auch der individuellen Entwicklung und sozialen Teilhabe dienen. Intergenerativen Bildungsangeboten kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, sie sollten entsprechend gefördert werden.

Toleranz, gegenseitige Wertschätzung und Solidarität sind Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist auch gekennzeichnet durch einen Wandel der Lebensformen. Alleinstehende, Kinderlose, Patchwork-Familien, Alleinerziehende und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gehören heute ebenso dazu wie traditionelle Familienkonstellationen.
Wir fordern alle Menschen auf, offen gegenüber anderen Lebenserfahrungen und Lebensentwürfen zu sein.

Alle Menschen – gleich in welcher Lebenssituation – müssen die Möglichkeit haben, ihr Leben selbstständig und selbstverantwortlich zu gestalten und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. 



Montag, 4. Januar 2016

Solidarische Bildung






Solidarische Bildung:
Crossover: Experimente selbstorganisierter Wissensproduktion

Broschiert – von Johannes Angermüller  (Herausgeber), Sonja Buckel (Herausgeber), Margit Rodrian-Pfenning (Herausgeber)


Das bestehende Bildungssystem erhebt zwar den Anspruch demokratischer Bildung – tatsächlich besteht seine Funktion jedoch in der ­Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheiten.


Das vorliegende Buch fordert deshalb 'Solidarische Bildung' ein und richtet sich damit an alle, die sich gegen den neoliberalen Mainstream in Theorie und Praxis zur Wehr setzen wollen.
Die Autor_innen bündeln kritische Positionen und konstruktive Lösungsansätze aus Wissenschaft und Politik, den linken Spektren von SPD, Grünen und Linkspartei, NGOs, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften. Behandelt werden die Bildungsinstitutionen entlang verschiedener Themenfelder (frühkindliche, schulische, universitäre, berufliche, politische und ästhetische Bildung) sowie im Blick auf Klassenverhältnisse, Gender und Migration. 


Das Buch entstand als Experiment crossover organisierter, solidarischer Wissensproduktion des Instituts Solidarische Moderne *).
(
Ein substanzieller politischer Gegenentwurf zur Ideologie des Neoliberalismus ist überfällig. Diese Alternative entsteht nicht von selbst. Sie muss erdacht, entwickelt und erprobt werden.)


*) Solidarische Moderne
Das im Januar 2010 gegründete Institut Solidarische Moderne mit Sitz in Berlin versteht sich als Programmwerkstat für solidarische Politikkonzepte, die über die Grenzen unterschiedlicher politischer Zugänge und Mitgliedschaften in Parteien, NGOs, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen hinweg im Dialog entwickelt werden.

Die dafür notwendigen methodischen Verfahren bilden zugleich eine Brücke zwischen Wissenschaft und Politik und verfolgen perspektivisch die Zusammenführung der unterschiedlichen Ansätze zu einem Projekt, das auf eine umfassende gesellschaftliche Alternative zum Neoliberalismus zielt.


Samstag, 3. Oktober 2015

DIVIDUUM: Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution




DIVIDUUM:
Maschinischer Kapitalismus und molekulare Revolution, Band 1
 Broschiert – von Gerald Raunig (Autor)

Die jahrhundertelange Konjunktur des Individuums gerät ins Wanken.
Es beginnt das Zeitalter des Dividuellen.

Die schlechte Nachricht von Gerald Raunigs Philosophie der Dividualität ist, dass sich das Dividuelle im maschinischen Kapitalismus vor allem als Verschärfung von Ausbeutung und Indienstnahme zeigt: In Algorithmen, Derivaten, Big Data und Social Media wirkt Dividualität als ausufernde Erweiterung von herrschaftlicher Teilung und Selbstzerteilung.

Die gute Nachricht: Genau auf dem Terrain des Dividuellen wird auch eine neue Qualität von Widerstand möglich, als kritische Mannigfaltigkeit, molekulare Revolution und Con-division.
Rezensionen:
Stephanie Danner: Wege zu einer «molekularen Revolution», WOZ 22/2015
Jörg Scheller, Kunstforum International, Bd. 235, Aug/Sept 2015
Coppelius, diebresche, 25. August 2015

Mittwoch, 23. September 2015

Theorie der Sozialen Demokratie






Theorie Der Sozialen Demokratie (German Edition)
Taschenbuch von Thomas Meyer (Autor)
Die Demokratietheorie kennzeichnet ein merkwürdiges Paradox. Während die kapitalistische Marktwirtschaft zumeist als ermöglichende Bedingung liberaler Demokratie verstanden wird, gelten die radikalen Ungleichheiten, die sie erzeugt, zugleich auch als eine ihrer zentralen Gefährdungen.

Die hier vorgelegte Theorie der sozialen Demokratie klärt die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, wenn der Anspruch rechtsstaatlicher Demokratie uneingeschränkt erfüllt sein soll. Sie begründet im Anschluss an die jüngste empirische Forschung die Anforderungen an die Einbettung der Märkte, den grundrechtsgestützten Sozialstaat, die gesellschaftliche Demokratisierung und faire Globalisierung, die dafür erfüllt sein müssen.
Die Soziale Demokratie neu gedacht! Umfassender Entwurf, der zum Kern des modernen sozialen und politischen Konflikts vorstößt!



Pressestimmen :

"'Theorie der Sozialen Demokratie' ist ein kämpferisches und optimistisches Buch, voller Vertrauen in eine universelle und tatkräftige demokratische Gesellschaft."
Berliner Debatte Initial, 06/2006


"[Thomas Meyer] repräsentiert als Politikwissenschaftler und Theoretiker der SPD [...] die grundlagenwissenschaftliche wie auch die explizit angewandte Politikforschung gleichermassen."
Neue Zürcher Zeitung, 12./13.11.2005


"Das von der DFG geförderte Forschungsprojekt der Uni Dortmund hat einen umfassenden Theorieentwurf zur Sozialen Demokratie vorgelegt, der hinsichtlich der laufenden Reformdiskussion und der Globalisierung hoch aktuell ist." www.literaturtest.de, 16.11.2005

"Thomas Meyer hat ein Buch über den Tag hinaus geschrieben. Es folgt nicht dem wohlfeilen Lamento über das 'Ende der Demokratie', sondern beschreibt die Wege zu ihrer Entfaltung. Darin liegt die besondere Stärke des Buches."
Die Zeit, 27.10.2005


"[...] in der Systematik einmalig und ein wichtiger Beitrag zur aktuellen SPD-Programmdiskussion."
DEMO, 06/2005

Dienstag, 8. September 2015

Handbuch kommunale Netzpolitik: Freiheit vor Ort






Freiheit vor Ort
Handbuch kommunale Netzpolitik
Broschiert – von Leonhard Dobusch (Herausgeber), 2 mehr

Leonhard Dobusch, Jurist und Betriebswirt, wurde für sein Buch „Windows versus Linux“ mit dem Dissertationspreis der Alcatel-Lucent-Stiftung für Telekommunkationsforschung ausgezeichnet.
Nach Aufenthalten als Postdoc am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und als Gastwissenschaftler an der Stanford Law School forscht er derzeit am Institut für Management der Freien Universität Berlin.

Christian Forsterleitner ist studierter Betriebswirt, Mitglied des Gemeinderates der Stadt Linz und bei einem Transportdienstleistungsunternehmen beschäftigt. Für sein gemeinsam mit Leonhard Dobusch herausgegebenes Buch "Freie Netze. Freies Wissen." erhielt er 2010 den Wolfgang-Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie der Integrata Stiftung.

Manuela Hiesmair hat Sozialwirtschaft studiert und arbeitet am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz. Sie hat sich u.a. im Zuge ihrer Diplomarbeit mit dem Problem digitaler Ungleichheit und Möglichkeiten zu dessen Überwindung beschäftigt.

Freiheit beginnt vor Ort. Dies gilt gerade auch für Freiheit in der digitalen Gesellschaft.

In acht Kapiteln widmen sich fünfzehn AutorInnen kommunaler Netzpolitik in all ihren Facetten: von Freien Funknetzen, Creative Commons, offenen Lehrunterlagen, Open Source Software, Blogs und Wikis bis zu Open Government, Open Data und dem Web als Kompetenz- und Forschungsfeld.
Im Anschluss an die Beiträge kommen in Interviews Menschen zu Wort, die global oder lokal in den genannten Bereichen tätig sind, u.a. der Gründer der Free Software Foundation, Richard Stallman, Creative-Commons-Initiator Lawrence Lessig oder Wendy Hall, Mitinitiatorin der neuen Studien- und Forschungsrichtung Webwissenschaften. Konkrete Projektvorschläge schließen die Kapitel ab.
Sie richten sich an lokale EntscheidungsträgerInnen und netzpolitisch Interessierte, die die Potentiale digitaler Technologien für Wirtschaft, Bildung, Kunst und Kultur ausschöpfen möchten.
Vor Ort.

Alle in diesem Buch enthaltenen Programme, Darstellungen und Informationen wurden nach bestem Wissen erstellt. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen.
Aus diesem Grunde sind die in dem 
vorliegenden Buch enthaltenen Informationen mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art
verbunden. Autor(en), Herausgeber, Übersetzer und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und werden keine daraus folgende Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieser Informationen – oder Teilen davon – entsteht, auch nicht für die Verletzung von Patentrechten,
die daraus resultieren können. Ebenso wenig übernehmen Autor(en) und Verlag die Gewähr dafür, dass die beschriebenen Verfahren usw. frei von Schutzrechten Dritter sind.
Die in diesem Werk wiedergegebenen Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt und können auch ohne besondere Kennzeichnung eingetragene Marken oder Warenzeichen sein und als solche den gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.


Dienstag, 1. September 2015

Was ist der "Stand des Marxismus"?





Was ist der "Stand des Marxismus"?:
Soziale und epistemologische Bedingungen der kritischen Theorie heute

Broschiert – von Alex Demirovic (Herausgeber), Sebastian Klauke (Herausgeber), 1 mehr

Die Beiträge in diesem AkG-Band wollen die politischen und epistemologischen Bedingungen kritisch-wissenschaftlicher Praxis reflektieren – nicht von außen in objektivierender Absicht, sondern von innen her, durch verschiedene, sich teils auch widersprechende Perspektiven:
 - Was waren und sind zentrale Entwicklungslinien, materiellen und epistemologischen Reproduktionsbedingungen, Herausforderungen, Probleme, aber auch Revitalisierungsprozesse zurückliegender und aktueller Diskussionen, die sich auf Marx beziehen oder sie fortzusetzen beanspruchen?
 - Mit welchen ‚anderen‘ kritischen Strömungen wie feministischen oder polit-ökologischen Debatten verbinden sie sich, und wo setzen sich Unvereinbarkeiten und Widersprüche bis heute fort?
 - Mit welchen Widerständen und institutionellen Hindernissen sind alle diese kritischen Ansätze dort konfrontiert, wo es um die Produktion von kritischer Erkenntnis selbst geht – also vor allem an den Hochschulen?


Der Band basiert auf der 2013 abgehaltenen Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung. Bereits in der Einleitung zeigen die Herausgeber die Schwierigkeit auf, dem Titel gerecht zu werden. So ist zwar klar, dass man an der Fragestellung »Was ist der Stand des Marxismus?« nur scheitern kann, die Auslassungen in dem Band sind allerdings doch ärgerlich.

Da wird einerseits auch nur auf den Versuch einer Definition von »Marxismus« verzichtet, andererseits verdichten sich die Beiträge, so sie mit Marxismus nicht überhaupt nichts zu tun haben wollen (wie der Beitrag von Michael Heinrich), entlang der Achse Neogramscianismus-Regulationstheorie. Ein Highlight ist die thesenartige Bestimmung des Verhältnisses von marxistischer Theorie und Soziologie von Klaus Dörre, aber auch Ingo Stützles Auseinandersetzung mit der Rolle sozialer Kämpfe in der marxistischen Theoriebildung.

Ein Großteil der Beiträge ist an der Schnittstelle von Soziologie und Politikwissenschaft angesiedelt, philosophische Ansätze werden weitgehend ignoriert.
Dass die Frage nach dem Verhältnis von sozialen Bewegungen, marxistischer Theorie und politischer Organisation nicht gestellt wird, verweist - wie auch der Untertitel - auf den akademisch-theoretischen Charakter des Bandes. Das schmälert nicht die Qualität einiger Texte, ein stimmiger Titel wäre allerdings gewesen: Analysen zu ausgewählten akademischen Marxismen in Deutschland und ihrer Kritik.


Montag, 3. August 2015

Umbau der Märkte




Umbau der Märkte

Akkumulation – Finanzkapital – Soziale Kräfte
Michel Aglietta / Joachim Bischoff / Paul Boccara / Wolfgang F. Haug / Jörg Huff


Ende der 70er Jahre hatten sich die Innovationspotenziale in den kapitalistischen Hauptländern erschöpft. Die Folgen: Wachstumsschwäche, Arbeitslosigkeit, Verschärfung der Verteilungskonflikte – schließlich: gesellschaftliche Stagnation und politische Blockaden. Die These des Historikers Immanuel Wallersteins lautet: das System der kapitalistischen Weltwirtschaft ist in lange Wellen – Kondratieff-Zyklen – eingebettet. Die ersten 30 Jahre dieses Zyklus nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erscheinen aus heutiger Sicht als das »Golden age« des »Jahrhunderts der Katastrophen«.
Die anschließende Niedergangsphase wird – Wallerstein zufolge – auch noch den Beginn des neuen Jahrhunderts prägen.
Dagegen steht die These:
Wir haben den Übergang in eine neue Epoche kapitalistischer Entwicklung bereits durchlaufen. Durch die Digitalisierung der Produktion, das Internet bzw. die Neue Ökonomie konnten die Krisen des fordistischen Akkumulationsprozesses überwunden werden. Sind also die Informations- und Kommunikationstechnologien eine neue Basisinnovation, mit der eine neue lange Welle – ein neuer Kondratieff-Zyklus – begonnen hat?
Dieses Buch enthält die wichtigsten Beiträge einer Diskussion der europäischen Linken über die Einordnung der aktuellen Entwicklungstendenzen in den Metropolen des Kapitals.

Inhalt:

Elisabeth Gauthier
Zeitgenössischer Kapitalismus
Michel Aglietta
Die finanzielle Globalisierung
Suzanne de Brunhoff
Der Begriff des Finanzregimes
Eine marxistische Interpretation der Finanzkrisen
Jörg Huffschmid
Verteilungsfrage, Finanzmärkte und Gegenreform
Michael R. Krätke
Finanzmärkte im gegenwärtigen Kapitalismus
Riccardo Bellofiore
Der Kapitalismus der Rentenfonds
Joachim Bischoff
Ein neues Akkumulationsregime?
Bob Jessop
Nach dem Fordismus
Das Zusammenspiel von Struktur und Strategie
Immanuel Wallerstein
Die Marginalisierung der Dritten Welt und die Krise der Weltwirtschaft
Gérard Duménil / Dominique Lévy
Das Wesen und die Widersprüche des Neoliberalismus
Michel Husson
Surfen auf der langen Welle
Jean Magniadas
Globalisierung, transnationale Firmen und kapitalistische Ausbeutung
Wolfgang Fritz Haug
Thesen zu einer Kritik der Neuen Ökonomie
Herbert Schui
Industrialisierung, effektive Nachfrage und Globalisierung
Einige Bemerkungen zur Zukunft des Kapitalismus
Paul Boccara
Vorschläge zur Überwindung der gegenwärtigen Phase des Kapitalismus
Richard Detje
Die Linke in einer Zeit des Erdrutsches
Textnachweise und Übersetzer

Autorenreferenz

Michel Aglietta, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris X-Nanterre, Frankreich
Riccardo Bellofiore, Ökonom, Universität Bergamo, Italien
Joachim Bischoff, Ökonom, Redakteur der Zeitschrift Sozialismus, Hamburg
Paul Boccara, Ökonom, Universität Picardie, Direktor der Zeitschrift »Issues«
Suzanne de Brunhoff, Ökonomin, Mitarbeiterin am » Centre national de recherches scientifique« (CNRS), Paris
Richard Detje, Redakteur der Zeitschrift »Sozialismus«, Hamburg
Gérard Duménil, »Centre nationale de la recherche scientifique« (CNRS), Paris
Elisabeth Gauthier, Direktorin von Espaces Marx, Paris
Wolfgang Fritz Haug, Professor für Philosophie am Philosophischen Institut der Freien Universität Berlin, Herausgeber der Zeitschrift »Das Argument«
Jörg Huffschmid, Professor für politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik an der Universität Bremen
Michel Husson, Forschungsinstitut IRES, Frankreich
Bob Jessop, Professor für Soziologie an der Universität Lancaster, England
Michael Krätke, Professor für Politische Wissenschaften und Ökonomie an der Universität Amsterdam, Niederlande
Dominique Lévy, »Centre national de la recherche scientifique« (CNRS), Paris
Jean Magniadas, Institut de Recherches Economiques et Sociales de la CGT (L’ISERES), Frankreich
Herbert Schui, Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg
Immanuel Wallerstein, Historiker, Centre Fernand Braudel an der Universität Binghamton, USA

Samstag, 27. Juni 2015

Zivilcourage kann man lernen







Zivilcourage lernen. Analysen – Modelle – ArbeitshilfenGerd Meyer / Siegfried Frech / Günther Gugel (Hrsg.)
Zivilcourage kann man lernen –
so die Grundthese dieses Buches. Allerdings bedarf es hierzu spezifischer Voraussetzungen und Bedingungen. Zivilcourage als „sozialer Mut“ ist wichtig für die Auseinandersetzung mit Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Zivilcourage ist jedoch nicht nur in akuten Not- und Bedrohungssituationen gefragt, sondern weit darüber hinaus in vielfältigen Alltagssituationen. Zivilcourage ist eine oft unbequeme demokratische Tugend in einer sozial verantwortlichen Zivilgesellschaft.

Der erste Teil des Bandes enthält wissenschaftliche Analysen zum Verständnis von Zivilcourage in der modernen Gesellschaft. Zunächst werden begriffliche und demokratietheoretische Grundlagen geklärt, dann die Ergebnisse verschiedener, insbesondere auch von empirischen Studien zu förderlichen und hinderlichen Faktoren für Zivilcourage dargestellt.

Der zweite Teil des Bandes vermittelt Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis, welche Bedingungen und Chancen der Förderung von zivilcouragiertem Handeln es in verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern gibt: am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, an allen Schularten.

Der dritte Teil des Bandes stellt bewährte Modelle der politischen Bildungsarbeit vor, reflektiert Fragen der Evaluation und enthält vor allem konkrete Arbeitshilfen, wie man Zivilcourage und friedlichen Konfliktaustrag in Seminaren und Trainings einüben und weit über die Schule hinaus fördern kann.
Ein Serviceteil enthält eine Bibliografie sowie Hinweise auf Trainingshandbücher und Angebote von Trägern politischer Bildung in diesem Feld. Jeweils am Beginn der drei Hauptteile findet sich eine Einführung in das Themenfeld und eine Übersicht über die Beiträge.

Der Band vereint analytische, politisch-gesellschaftspraktische und pädagogisch-didaktische Zugänge im Sinne handlungsnahen Orientierungswissens. Lehrer/-innen, Dozent/-innen der Erwachsenenbildung, aber auch engagierte Bürger/-innen sollen diesen
Band ebenso wie private Träger und öffentliche Einrichtungen der politischen Bildung für ihre Arbeit verwenden können.

Dienstag, 23. Juni 2015

Die Zukunft der Sozialen Demokratie





Die Zukunft der Sozialen Demokratie - Thomas Meyer
Mitarbeit Nicole Breyer - Herausgeber: herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von Prof. Dr. Thomas Meyer, Wissenschaftlicher Leiter der Politischen Akademie - Mitarbeit: Nicole Breyer, pdf, 272 S. 


Liberale versus soziale Demokratie. Da ist zum einen jenes Modell, das Demokratie im Wesentlichen mit Gewaltentrennung, Grundrechten, freien Wahlen und Marktwirtschaft gleichsetzt. Der Staat erfüllt darin nur die Funktion, die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zwischen Individuen, Gruppen und Unternehmen sicherzustellen. Eine darüber hinaus gehende Rolle wird ihm nicht zugebilligt, im Gegenteil: Staatliche Interventionen und Regulierungen erscheinen als Funktionsprobleme einer »freien« Gesellschaft, die bekämpft werden müssen. Dieses Demokratiemodell harmoniert mit dem Neoliberalismus, wie in seine führenden Ideologen, August von Hayek und Milton Friedman, formuliert hatten.

Dem steht eine andere Vorstellung von Demokratie gegenüber, in der das politische Grundverständnis im engeren Sinn eigentlich dasselbe ist. Auch hier soll der freie demokratische Wettbewerb über die politischen Kräfteverhältnisse im Staat entscheiden, sollen grundlegende individuelle Rechte gesichert und rechtsstaatliche Grundprinzipien gewährleistet sein. Der Unterschied zwischen den beiden Konzepten liegt darin, dass für das zweite Modell dies erst die Basis ist, auf der eine soziale Demokratie errichtet werden kann. Nicht nur Individualismus und Wettbewerb, sondern Gemeinschaft und Solidarität, nicht nur Freiheit, sondern auch Gerechtigkeit und Gleichheit sind Zielvorstellungen einer "sozialen Demokratie".

Die Zukunft der Sozialen Demokratie. Das hier vorgelegte Buch fordert Zukunft für die Menschen und damit Soziale Demokratie als Beteiligung auf  der Grundlage von sozialer Sicherheit, gesellschaftlicher Teilhabe und einer gerechten Verteilung der Lebenschancen. Es sind nämlich erst die sozialen Bürgerrechte, die dem Grundrecht der Selbstbestimmung Wert verleihen und die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Demokratie möglich machen. Die zivilen und politischen Grundrechte müssen durch soziale und wirtschaftliche Grundrechte ergänzt werden, um menschenwürdige Lebensbedingungen für alle Menschen zu erreichen.


Inhaltsverzeichnis 
Vorwort   5
1 Einleitung  7
2 Grundwerte und Grundlagen  11
2.1 Liberale Demokratie im Widerspruch 11
2.2 Das Defizit der libertären Demokratie 13
2.3 Der Anspruch der sozialen Demokratie 15
2.4 Grundriss der sozialen Demokratie 16
2.5 Soziale Bürgerrechte 20
2.6 Universelle Grundrechte 21
2.7 Selbstverantwortung und Bürgerpflichten 25
2.8 Soziale Risiken 27
2.9 Politische Anthropologie 32
2.10 Gerechtigkeit 35
2.11 Nachhaltigkeit 41
3  Politisches Handeln  45
3.1 Politische Handlungspflichten 45
3.2 Akteure, Systeme und Strategien 47
3.3 Politische Steuerung 49
3.4 Gesellschaftliche Demokratisierung 51
3.5 Zivilgesellschaft 54
3.6 Öffentlichkeit 60
4 Politische Ökonomie  65
A. Wirtschaft  65
4.1 Globalisierung und politische Ökonomie 65
4.2 Gesellschaftliche Einbettung des Marktes 76
4.3 Eigentumsrechte und gleiche Freiheit 78
4.4 Ökonomische Regulation 80
4.5 Öffentliche Güter und Bürgerrechte 88  4
B. Sozialstaat  94
4.6 Arbeit und menschliche Würde 94
4.7 Die soziale Einbettung der Märkte 94
4.8 Das Recht auf Arbeit 96
4.9 Grundrechte und Sozialstaat 98
4.10 Bildung 110
4.11 Die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft 115
4.12 Handlungsperspektiven 124
5 Globalisierungspolitik  132
5.1 Soziale Demokratie und Globalisierung 132
5.2 Globale Bürgerschaft 134
5.3 Modelle globaler Demokratisierung 136
5.4 Die Einbettung des Weltmarktes 144
5.5 Soziale Demokratie in Europa 151
5.6 Globalisierung als offener Prozess 155
6 Politische Kultur  157
6.1 Die Universalität sozialer Demokratie 158
6.2 Kulturelle Differenzen und soziale Bürgerschaft 159
7 Länder-Modelle  162
7.1 Ländervergleich 162
7.2 Schweden 162
























. siehe weiter
http://library.fes.de/pdf-files/akademie/04150.pdf

sowie
https://www.medimops.de/die-zukunft-der-sozialen-demokratie-thomas-meyer-mitarb-nicole-breyer-hrsg-von-der-friedrich-ebert-stiftung-gebundene-ausgabe-M03898923150.html


.

Freitag, 19. Juni 2015

Futuring: Perspektiven der Transformation im Kapitalismus über ihn hinaus






Futuring: Perspektiven der Transformaton im Kapitalismus über ihn hinaus
Broschiert – von Michael Brie (Autor)


Es ist Zeit, diese Gegensätze zu überwinden und an gemeinsamen konzeptionellen Grundlagen einer transformatorischen Linken zu arbeiten. Dieser Band stellt Ergebnisse aus Forschungen und Diskussionen vor, die im Kontext des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen geführt wurden. 

Ausgehend von einem neuen Ansatz der Transformation werden die Perspektiven einer doppelten Transformation im Kapitalismus und über ihn hinaus untersucht. Herrschaftskritik, umfassende Gesellschaftsanalyse und praktische Einstiege in grundsätzliche Veränderungen, Prozess und Ereignis werden, inspiriert durch Rosa Luxemburgs Vision einer revolutionären Realpolitik , zusammengedacht. In Verbindung mit der Pluralität emanzipatorischer Ansätze gewinnt so das gesellschaftliche Projekt eines erneuerten und genauso demokratischen wie emanzipatorischen, solidarischen wie grünen Sozialismus schärfere Konturen. Es schreiben u.a. Ulrich Brand, Alex Demirovic, Frigga Haug, Bob Jessop, Rainer Rilling.



Futuring: Perspektiven der Transformation im Kapitalismus über ihn hinaus



Dieser Band stellt Ergebnisse aus Forschungen und Diskussionen vor, die im Kontext des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung und anderer wissenschaftlicher Einrichtungen geführt wurden. Ausgehend von einem neuen Ansatz der Transformation werden die Perspektiven einer doppelten Transformation im Kapitalismus und über ihn hinaus untersucht. Herrschaftskritik, umfassende Gesellschaftsanalyse und praktische Einstiege in grundsätzliche Veränderungen, Prozess und Ereignis werden, inspiriert durch Rosa Luxemburgs Vision einer „revolutionären Realpolitik“, zusammengedacht. In Verbindung mit der Pluralität emanzipatorischer Ansätze gewinnt so das gesellschaftliche Projekt eines erneuerten und genauso demokratischen wie emanzipatorischen, solidarischen wie grünen Sozialismus schärfere Konturen.



Zu lange hat die Linke sich in innere Auseinandersetzungen verstrickt statt ihre Außenwirkung zu stärken. Zu oft prägen fruchtlose – politische und theoretische – Gegensätze das Feld: Reform oder Revolution, Protest oder Gestaltung, Bewegungen oder Parteien, Staat oder Zivilgesellschaft, Soziales oder Ökologisches, von Oben oder von Unten. Es ist Zeit, diese Gegensätze zu überwinden und an gemeinsamen konzeptionellen Grundlagen einer transformatorischen Linken zu arbeiten.



Von links ist dieses „Futuring“ allerdings anders zu denken und zugleich zu überwinden. „Zeit“, so Marx, ist „Raum für menschliche Entwicklung“. Nicht die Verfügung über die Ungeborenen, nicht die vorwegnehmende Kontrolle über das denkbar Mögliche, sondern der heutige Beitrag dazu, dass Menschen in Zukunft gleicher und freier, selbstbestimmter und demokratischer, friedlicher vor allem leben können, dies ist gesellschaftsreformierende wie umstürzende, ist „revolutionäre Realpolitik“ der Transformation.



Das rund 450 Seiten starke gedruckte Buch ist über den Verlag Westfälisches Dampfboot erhältlich steht aber auch als PDF. zum Download bereit. Es ist unter den Bedingungen einer Creative Commons License veröffentlicht: Creative Commons Attribution-Non- Commercial-NoDerivs 3.0 Germany License.





  • Futuring - Perspektiven der Transformation im Kapitalismus über ihn. hinausHerausgeber: Michael Brie. Autoren: Ulrich Brand, Lutz Brangsch, Michael Brie, Mario Candeias, Erhard Crome, Judith Dellheim, Alex Demirović, Frigga Haug, Bob Jessop, Dieter Klein, Horst Müller, Rolf Reißig, Rainer Rilling, Michael Thomas. Verlag Westfälisches Dampfboot, August 2014. PDF.
  • Rosa-Luxemburg-Stiftung: Einzelbeiträge und Autorenprofile



  •  Inhalt:

    Michael Brie - Vorwort 7
    Rainer Rilling - Transformation als Futuring 12

    Konzeptionelle Ansätze
    Rolf Reißig
    Transformation – ein spezifischer Typ sozialen Wandels
    Ein analytischer und sozialtheoretischer Entwurf 50
    Dieter Klein
    Doppelte Transformation 101
    Bob Jessop
    Reform, Umformierung, Gegenformierung, Neuformierung
    und Transformation 126
    Horst Müller
    Probleme marxistischer Analytik in der eröffneten
    Krisen- und Übergangsperiode 161

    Dimensionen und Szenarien
    Frigga Haug
    Die Transformation muss am Herrschaftsknoten ansetzen 178
    Michael Brie
    Transformationen des Reichtums – Reichtum der Transformationen
    Eine Vier-in-einem-Perspektive 194
    Ulrich Brand
    Transition und Transformation: Sozialökologische Perspektiven 242Michael Thomas
    Transformation und Regionalisierung – Versuch eines produktiven
    Umgangs mit inflationären Leitbegriffen 281
    Mario Candeias
    Szenarien grüner Transformation 303

    Politisierung und Dynamik
    Judith Dellheim
    Kapitaloligarchien und Transformation
    Zur Entwicklung der Europäischen Union 332
    Lutz Brangsch
    Transformationsprozesse und ihre Politisierung in Einstiegsprojekten 368
    Erhard Crome
    Transformationsperspektive und die Frage der Gewalt 392
    Alex Demirović
    Transformation und Ereignis
    Zur Dynamik demokratischer Veränderungsprozesse
    der kapitalistischen Gesellschaftsformation 419

    Autorinnen- und Autorenverzeichnis 436