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Montag, 28. Juli 2014

Österreichische Akteure im Nationalsozialismus




Jahrbuch 2014: Täter

Österreichische Akteure im Nationalsozialismus
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)
Redaktion: Christine Schindler; Wien 2014


Die Beiträge des Jahrbuchs 2014 des DÖW befassen sich mit der Involvierung von Österreichern - auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Graden der Beteiligung - in die Verbrechen des NS-Regimes.





Dienstag, 14. August 2012

Naziterror und Verfassungsschutzskandal



Made in Thüringen: Naziterror und Verfassungsschutzskandal [Broschiert]

Bodo Ramelow
(Herausgeber)



Zehn Morde, mehrere Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle gehen auf das Konto des "Nationalsozialistischen Untergrundes".

Die Täter waren keine isolierte Zelle, sondern in fest in organisierte Strukturen eingebettet. Der Staat hat bei der Bekämpfung dieser Strukturen versagt war er auf dem rechten Auge blind?

Dreizehn Jahre hat die polizeibekannte Neonazi-Gruppe gestützt auf ein konspiratives Netzwerk aus dem Untergrund rassistische Morde begangen. Sie agierten vor dem Hintergrund rassistischer Einstellungen in der Gesellschaft und entstanden in den 1990er Jahren in einer Hochphase der neonazistischen Straßenmobilisierung und des Strukturaufbaus. Die Nähe gewalttätiger Neonazis, Rechts-Rock-Szene und Funktionären der NPD zeigt sich am Beispiel des "Thüringer Heimatschutzes" exemplarisch.

Unter den Augen der Behörden, zum Teil mit deren Duldung und Förderung, konnten Neonazis Netzwerke aufbauen, die bis heute wirken. Trotz Fahndung konnten die rassistischen Mörder unerkannt bleiben. Stereotypen Vorstellungen folgend wurden die Täter stattdessen im Umfeld der Opfer oder in der organisierten Kriminalität gesucht. Ein rechter und rassistischer Hintergrund wurde nicht gesehen.

Mit Beiträgen von:
Graeme Atkinson, Frauke Büttner, Steffen Dittes, Michael Ebenau, Ralf Hauboldt, Kerstin Köditz, Katharina König, Felix Korsch, Nick Lowles, Petra Pau, Benjamin Paul, Martina Renner, Paul Wellsow, Gerd Wiegel, Volkmar Wölk, Stefan Wogawa u.a.



Dienstag, 8. Mai 2012

Der Fremde in uns




Der Fremde in uns [Taschenbuch]

Arno Gruen 


Der seit 1979 in der Schweiz lebende Psychologe Arno Gruen hat in seinem 77. Lebensjahr eine Standortbestimmung über das Fremdsein «in unserem eigenen Innern» publiziert. 

Ausgehend davon, dass die Menschen heute in einer Welt lebten, in der sie zunehmend voneinander abhängig sind, sei es doch augenfällig, wie sehr sich Menschen immer wieder gegeneinander wendeten. 
Anstatt nach Gemeinsamen im Menschsein zu suchen, sei heute eine Anthropologie der Ab- und Ausgrenzung zu beobachten. 

Ein Kapitel der anzuzeigenden Analyse handelt davon, «wie alles anfängt». Ob Völkermorde, Folter oder die «alltägliche Erniedrigung von Kindern durch ihre Eltern» – alle noch so unterschiedlichen Beispiele für Gewalt und Hass hätten doch immer das Gefühl der Abscheu vor dem «fremden» Anderen gemeinsam. 
Zur Psychologie der Täter gehöre es, dass sie sich selbst als Menschen einstuften, dem erniedrigten Gegenüber aber just dieses Menschsein absprächen. 

Arno Grün zeigt auf, wie durch die Verletzungen in der Kindheit und die Muster die dadurch entstehen, das Eigene abgespalten und dann als fremd eingestuft wird. 
Das Fremde, also z.Bsp. die Gebote und Verbote durch Andere werden als das Eigene angesehen und verinnerlicht. So ist ein unabhängiges, freies Leben nicht möglich. 

Er führt am Beispiel vom Leben Adolf Hitlers und seiner Gefolgschaft seine Thesen an. Dadurch wird ein wenig verständlicher, wodurch diese Bürde der Geschichte entstehen konnte und wie leicht wir wieder hineingeraten können, indem wir das Eigene in uns, daß uns fremd geworden ist, im anderen bekämpfen.

Doch auch bei den Managern von heute liessen sich Aspekte dieses «reduzierten» Menschseins beobachten.

Montag, 12. März 2012

Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest


Friede, Freude, deutscher Eintopf:
Rechte Mythen, NS-Verharmlosung und antifaschistischer Protest;
Herausgegeben von Arbeitskreis gegen den kärntner Konsens (Herausgeber)

Die Beiträge zu Geschichtspolitik und Erinnerungskultur fokussieren auf die spezifische Situation in Kärnten/Koroka und das umstrittene Ulrichsbergtreffen, eines der größten Treffen von Veteranen der nationalsozialistischen Wehrmacht und (Waffen-)SS in Europa.

Ausgehend davon werden unterschiedliche Facetten des österreichischen Umgangs mit der jüngeren Geschichte sichtbar gemacht.



Dass 2009 das Bundesheer seine Unterstützung des Ulrichsbergtreffens zurückzog und die geplante 50 Jahr-Feier daraufhin abgesagt wurde, ist als Erfolg der Protestaktivitäten zu werten.
Der Bogen der Beiträge reicht von einer Auseinandersetzung mit den Traditionsbezügen des Bundesheeres und deren Veränderung in den letzten Jahren, über die spezifisch kärntnerslowenische Geschichte von Widerstand und Verfolgung, bis zur kaum diskutierten Frage nach dem Andenken von NS-Täter/innen in der Wissenschaft.

Mit kritischem Blick und auf Basis umfangreicher Recherchen leistet die Publikation einen wichtigen Beitrag zur Analyse österreichischer Geschichtspolitik.