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Sonntag, 5. Juli 2015
Man muss darüber reden: Schüler fragen KZ-Häftlinge
Man muss darüber reden:
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Sonntag, 10. Mai 2015
Und wenn ich Auschwitz überlebe ...
Und wenn ich Auschwitz überlebe...:
Mein Weg vom Tod zum Leben
Broschiert – von Max R. Garcia (Autor)
"Zum ersten Mal seit Jahren betrachtete ich mich selbst in einem Standspiegel. Schon seit langem an den ausgemergelten Anblick meiner Mithäftlinge gewöhnt, war ich doch überrascht, mich selbst nur noch als Haut und Knochen zu sehen, eine wandelnde Anatomiestudie. Meine Wangen waren eingefallen. Meine Augen hatten sich in den Schädel zurückgezogen. Mein Schädel war grob rasiert, bis auf einen Streifen in der MItte. Ich wog vermutlich knapp 40 Kilogramm, ein erwachsener Mann, 1,70 Meter groß, fast 21 Jahre alt."
So beginnt die Schilderung von Max. R. Garcia über seine Befreiung aus dem KZ Ebensee am 6. Mai 1945.
Der Autor, der im Juni 1924 in Amsterdam geboren wurde, erzählt in diesem Buch seine beeindruckende Lebensgesschichte, die in einer holländisch-jüdischen Familie ihren Anfang nahm. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten wurde Max Garcia verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Er überlebte den Schrecken des Holocaust und wanderte nach dem Krieg in die USA aus, wurde dort Architekt und gründete eine Familie.
"Ich habe Vieles vergeben und dadurch sehr viel bekommen. Natürlich habe ich nichts vergessen."
Max. R. Garcia
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Montag, 28. Juli 2014
Österreichische Akteure im Nationalsozialismus
Jahrbuch 2014: Täter
Österreichische Akteure im Nationalsozialismus
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.)
Redaktion: Christine Schindler; Wien 2014
Die Beiträge des Jahrbuchs 2014 des DÖW befassen sich mit der Involvierung von Österreichern - auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Graden der Beteiligung - in die Verbrechen des NS-Regimes.
Die Beiträge des Jahrbuchs 2014 des DÖW befassen sich mit der Involvierung von Österreichern - auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Graden der Beteiligung - in die Verbrechen des NS-Regimes.
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Sonntag, 1. September 2013
Die Freiheit kam im Mai
Die Freiheit kam im Mai. Mit CD "Mauthausen Trilogy"
Text: Kambanellis Iakobos. Musik: Theodorakis Mikis [Taschenbuch]
Iakovos Kambanellis (Autor), Mikis Theodorakis (Autor), Elena Strubakis (Übersetzer)erstmals aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt von Elena Strubakis
mit der CD „Mauthausen Cantata“ Text: Iakovos Kambanellis Musik: Mikis Theodorakis Begleitende Worte: Simon Wiesenthal Iakovos Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands.
Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen
seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen Cantata“, die von Mikis
Theodorakis vertont wurde.
Iakovos Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen. Er schildert die Zeit
der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den fol-
genden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauern-
höfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche.
Simon Wiesenthal war Häftling in zahlreichen Konzentrationslagern, zuletzt in Mauthausen.
Er kämpfte lebenslang um Recht und Gerechtigkeit und formuliert auf der CD konzentriert
seine wichtigsten Anliegen.
Mikis Theodorakis sagt zu dieser ersten Übersetzung des Werkes ins Deutsche, das in
Griechenland mehr als 30 Mal aufgelegt wurde:
„Der Dichter beweist in seinem Buch, dass er stärker als seine Kerkermeister ist, weil er uns
überzeugend zeigt, dass sich sogar in der Hölle die Liebe letztendlich als das Stärkere
erweist.“
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Samstag, 3. November 2012
Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh
Wer einmal gestorben ist, dem tut nichts mehr weh: Eine Überlebensgeschichte [Gebundene Ausgabe]
Birgit Kirchmayr (Herausgeber), Marko M. Feingold (Autor)Marko M. Feingold geboren 1913 in Neusohl, heute Slowakei, aufgewachsen
in Wien. Nach einer kaufmännischen Lehre war er mehrere Jahre als
Handelsangestellter und Reisender tätig. 1939 wurde er in Prag verhaftet
und in das Konzentrationslager Auschwitz überstellt, später in die
Lager Neuengamme und Dachau. 1945 wurde er von den Amerikanern aus dem
KZ Buchenwald befreit. In Salzburg gründete Feingold 1948 ein
Modegeschäft, das er bis 1977 leitete. Seit 1977 leitet er die
Israelitische Kultusgemeinde der Stadt Salzburg und hat seitdem in
zahlreichen Vorträgen vor Schülern, Studenten, Geistlichen u.a. zur
Verbreitung der jüdischen Geschichte gegen das Vergessen beigetragen.
Die Lebenserinnerungen von Marko Max Feingold sind geprägt von Gegensätzen und zeigen Wendungen und Brüche in einem von Nationalsozialismus und Holocaust bestimmten Leben.
1913 in Neusohl, in der heutigen Slowakei geboren, verbrachte er seine Kindheit und Jugend in Wien: eine Kindheit im Prater, die durchtanzte Jugend im Wiener Grabencafé, Vertreterjahre für Flüssigseifen im faschistischen Italien der dreißiger Jahre, eine vergebliche Flucht vor den Nationalsozialisten nach Prag und die Verhaftung im Jahr 1938 prägen seine frühen Lebensjahre.
Marko Feingold überlebt die unmenschliche Grausamkeit der Konzentrationslager Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald.
Nach der Befreiung durch die Alliierten verschlägt es Feingold nach Salzburg. Hier leitet er eine Verpflegungsstätte für politisch Verfolgte und es gelingt ihm in den darauffolgenden Jahren, unzähligen KZ-Überlebenden bei ihrer Flucht nach Palästina zu helfen.
Seit der Gründung im Jahr 1946 ist er Mitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, dessen Leiter er seit 1977 ist. Mit seinem Engagement gegen das Vergessen prägt er bis heute das öffentliche Leben weit über Salzburg hinaus.
Der erzählerische Rückblick Feingolds auf sein Leben ist niemals sentimental oder anklagend, und trotz des Erlittenen liegt darin viel Humor und Unbeschwertheit.
Donnerstag, 19. Juli 2012
Das zerstörerische Werk der IG Farben
Weltkonzern und Kriegskartell: Das zerstörerische Werk der IG Farben [Gebundene Ausgabe]
Diarmuid Jeffreys (Autor), Helmut Dierlamm (Übersetzer), Werner Roller (Übersetzer)
Diarmuid Jeffreys (Autor), Helmut Dierlamm (Übersetzer), Werner Roller (Übersetzer)
Wie die deutsche Chemieindustrie zur Weltmacht wurde und Europa den Krieg brachte
Kommt die Verflechtung von deutscher Wirtschaft und Politik im 20. Jahrhundert zur Sprache, wird meist an Flick, Krupp oder Siemens und die Rolle dieser Unternehmer und Firmen im Nationalsozialismus erinnert.
Das historische Erbe der IG Farben – des Zusammenschlusses von führenden Unternehmen der chemischen Industrie, allen voran Bayer, Agfa, BASF und Hoechst – ist 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs den wenigsten präsent.
Kommt die Verflechtung von deutscher Wirtschaft und Politik im 20. Jahrhundert zur Sprache, wird meist an Flick, Krupp oder Siemens und die Rolle dieser Unternehmer und Firmen im Nationalsozialismus erinnert.
Das historische Erbe der IG Farben – des Zusammenschlusses von führenden Unternehmen der chemischen Industrie, allen voran Bayer, Agfa, BASF und Hoechst – ist 65 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs den wenigsten präsent.
Dabei hat kaum ein Industriezweig so machtvoll das Schicksal
Deutschlands geprägt wie diese „Interessengemeinschaft“. Von
wissenschaftlichem Ehrgeiz über aufopferungsvollen Patriotismus bis zu
nackter Profitgier und ideologischer Verblendung findet sich in der
Geschichte der IG Farben jedwedes Motiv, das führende Köpfe der Branche
dazu bringen konnte, die zwei großen deutschen Kriegsanstrengungen zu
unterstützen, ja, überhaupt erst möglich zu machen.
Anschaulich und so umfassend wie keine zuvor stellt Diarmuid Jeffreys’ Studie das zerstörerische Werk der IG Farben dar, das mit der beiläufigen Entdeckung eines synthetischen Farbstoffs im 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm und 23 leitende Angestellte der chemischen Industrie vor das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal führen sollte.
Anschaulich und so umfassend wie keine zuvor stellt Diarmuid Jeffreys’ Studie das zerstörerische Werk der IG Farben dar, das mit der beiläufigen Entdeckung eines synthetischen Farbstoffs im 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm und 23 leitende Angestellte der chemischen Industrie vor das Nürnberger Kriegsverbrechertribunal führen sollte.
Sie waren, so ein
Ankläger damals, „die Zauberkünstler, die die Fantasien von „Mein Kampf”
wahr machten“.
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Sonntag, 8. Juli 2012
Die Welle
Die Welle: Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging [Taschenbuch]Morton Rhue
(Autor), Hans-Georg Noack (Übersetzer)
Wäre Die Welle ein Roman, man könnte den Inhalt des Buchs kaum
glauben. Aber so (oder doch zumindest ähnlich) ist es wirklich passiert,
in der Klasse des Lehrers Ron Jones in den USA -- einer Klasse an einer
Schule also, die sich so weit weg wähnte vom deutschen Nazi-Terror, und
die dann doch auf schmerzliche Weise am eigenen Leib erfahren musste,
dass die Regeln des Faschismus auch heute noch funktionieren und dass es
jeden treffen kann.
Um sie und andere zu überzeugen, startet Ross ein Experiment, dass auf fast unbemerkte Art und Weise Methoden der Diktatur installiert. Und plötzlich zerfällt der Klassenverbund in Opfer und Täter -- bis die Situation auf schreckliche Weise eskaliert.
Inzwischen gehört Die Welle des 55-jährigen Autors Morton Rhue (Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe)
zum Kanon auch an deutschen Schulen. Und das ist gut so. Denn das Buch
räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass der
Nationalsozialismus ein historisches Phänomen war, das nicht
wiederkommen kann.
"Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf.
Umso wichtiger ist seine Lektüre.
"Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf.
Umso wichtiger ist seine Lektüre.
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