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Freitag, 20. November 2015

BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT







BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT
Daniela Münkel

Daniela Münkel ist Historikerin und seit 2008 als Projektleiterin in der Forschungsabteilung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen tätig. Seit 2010 ist sie außerplanmäßige Professorin an der Universität Hannover.



Willy Brandt war der bedeutendste und am längsten amtierende Vorsitzende der SPD nach 1945. Als Bundeskanzler gehört der Schöpfer von Ost- und Entspannungspolitik zu den wichtigsten Regierungschefs der Bundesrepublik. 

Vielfach verehrt und nicht selten verklärt, stehen bisher vor allem seine Ostpolitik und seine Kanzlerzeit im Mittelpunkt der politischen und akademischen Diskussion.

Daniela Münkel diskutiert bisher vernachlässigte Aspekte des Politikers Willy Brandt: etwa sein Verhältnis zur SPD, seinen dialogischen Führungsstil, seine Beziehung zu den Massenmedien und seine Medienpolitik. 
Als erster „moderner Medienkanzler“ verstand er es, seine Politik medienwirksam darzustellen und seine Person mediengerecht zu inszenieren. Dieser Politikstil wirkt auf nachkommende Politiker und Politikerinnen – bis heute.

Sonntag, 12. Mai 2013

Marktsozialdemokratie






Marktsozialdemokratie:
Die Transformation von SPD und Labour Party (Göttinger Studien zur Parteienforschung) [Taschenbuch]
Oliver Nachtwey (Autor)


SPD und Labour Party haben sich in der letzten Dekade grundlegend gewandelt.

Die klassische Sozialdemokratie erkannte die Märkte an, wollte aber das Soziale vor den Mühlen des Marktes auf Distanz halten. Sie zweifelte an den Fähigkeiten des Marktes, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich zu garantieren.

Deshalb wollte man seine Macht begrenzen, seine Auswirkungen korrigieren und seine Entwicklung steuern. 

Die Marktsozialdemokratie verkehrt dieses Verhältnis:
Der Markt soll mit den Mitteln des Sozialen gefördert und das Soziale nach Marktprinzipien organisiert werden. Politische Ökonomie und der Leitbegriff der sozialen Gerechtigkeit werden deshalb neu gedeutet, was mitunter zu drastischen Legitimationsproblemen der Marktsozialdemokratie führen kann.














































































Donnerstag, 11. April 2013

Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel







Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel 1959 - 1969 [Broschiert] Robert Philipps (Autor)

Wie begegnete die SPD der Herausforderung durch die revoltierende Jugend in den sechziger Jahren? Die Studie zeigt auf, wie ambivalent die SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und das Auftreten der „Neuen Linken“ reagierte und wie rasant in dieser Zeit auch die SPD von der Veränderungsdynamik erfasst wurde.

Die in den sechziger Jahren auftretenden politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, die ihren eruptiven Ausdruck in den Protestereignissen von 1968 fanden, erschütterten auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bis ins Mark.

Überwunden geglaubte Konflikte über die grundlegende politische Ausrichtung der Partei brachen neu auf, und vielfältige politkulturelle Veränderungen brachen sich in der SPD Bahn. Die Partei reagierte „wie ein Seismograph“ (Willy Brandt) auf die Erschütterungen des gesellschaftlichen Gefüges und wandelte sich dabei grundlegend.

Die Studie analysiert, wie die verschiedenen Gruppierungen in der SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderung der 68er-Bewegung reagierten, wie Teile der SPD selbst von der Veränderungsdynamik erfasst wurden und wie die Sozialdemokratie dadurch beeinflusst und verändert wurde.





Samstag, 9. Februar 2013

Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel





Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel 1959 - 1969 [Broschiert]


Robert Philipps  



Wie begegnete die SPD der Herausforderung durch die revoltierende Jugend in den sechziger Jahren? Die Studie zeigt auf, wie ambivalent die SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und das Auftreten der „Neuen Linken“ reagierte und wie rasant in dieser Zeit auch die SPD von der Veränderungsdynamik erfasst wurde.

Die in den sechziger Jahren auftretenden politischen und gesellschaftlichen 

Wandlungsprozesse, die ihren eruptiven Ausdruck in den Protestereignissen von 

1968 fanden, erschütterten auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands 

bis ins Mark. 



Überwunden geglaubte Konflikte über die grundlegende politische Ausrichtung 

der Partei brachen neu auf, und vielfältige politkulturelle Veränderungen 

brachen sich in der SPD Bahn. Die Partei reagierte „wie ein Seismograph“ (Willy 

Brandt) auf die Erschütterungen des gesellschaftlichen Gefüges und wandelte 

sich dabei grundlegend.


Die Studie analysiert, wie die verschiedenen Gruppierungen in der SPD auf den 
gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderung der 68er-Bewegung 
reagierten, wie Teile der SPD selbst von der Veränderungsdynamik erfasst 
wurden und wie die Sozialdemokratie dadurch beeinflusst und verändert wurde.



Montag, 27. August 2012

Die SPD und die Linke: Einsichten aus West und Ost





Die SPD und die Linke: Einsichten aus West und Ost [Broschiert]
Egon Bahr
, Reinhard Höppner (Autor)



Seit über 20 Jahren ist Deutschland wiedervereint. Über den Umgang mit der früheren PDS, die heute Die Linke heißt, wird nach wie vor heftig und emotional gestritten. Welche Emotionen es in West und Ost sind, dem gehen die Autoren nach.
Egon Bahr zeigt die langen Linien der Geschichte auf. Es ist die westliche Sicht über die Zwangsvereinigung von SPD und KPD in der Ostzone bis hin zur Periode, in der die Grünen nach den Ländern auch im Bund politische Verantwortung übernahmen.
Sein Fazit: 
Die Linke wird im Bund erst koalitionsfähig, wenn sie auch die außenpolitischen Realitäten anerkennt. Reinhard Höppner versuchte schon 1994 das scheinbar Unmögliche und führte als Ministerpräsident acht Jahre eine von der PDS geduldete Minderheitsregierung in Sachsen-Anhalt.
Er beschreibt seine Einsichten aus diesen Erfahrungen und macht sie fruchtbar für heutige Debatten.
Gemeinsam formulieren sie Wünsche an ihre Partei. Sie sind sich sicher: Die SPD kann sich selbstbewusst und ohne Berührungsängste den Hausforderungen der Zukunft stellen.
Willy Brandts Vision einer „Mehrheit links von der Mitte“ ist möglich.


... Er (Höppner) erklärt, der Beschluss nach der Wiedervereinigung keine SED-Mitglieder in die SPD aufzunehmen, sei nicht klug gewesen. Gute und Böse seien nicht so einfach und so pauschal zu unterscheiden.
Auch Willy Brandt habe das als Niederlage empfunden, ergänzte Egon Bahr. Denn bis heute mache die Aufarbeitung die innerdeutsche Versöhnung unmöglich: „Die Erkenntnisse werden für die innenpolitische Auseinandersetzung genutzt, so werden wir nie eine innere Einheit haben.“
Er hoffe, dass wir uns nicht darin verfangen, die Aufarbeitung fortzusetzen, bis der letzte Stasi-Angestellte gestorben ist, sagte Bahr.
Und sein Co-Autor Höppner ergänzte, dass auch das eine Art von Gefangenschaft sei, aus der man sich befreien müsse. In diesem Sinne plädierten die Autoren für eine selbstbewusste SPD, die die Auseinandersetzung mit der Linken nicht scheuen muss.





Dienstag, 20. März 2012

Neokonservatismus in der Sozialdemokratie?


Peter Kratz: Rechte Genossen
Neokonservatismus in der SPD

Elefanten Press Verlag Berlin 1995, 326 Seiten
Das Buch kann hier unter Inhalt
kostenlos kapitelweise abgerufen werden.
© 1999 Copyright by Peter Kratz.
Jede kommerzielle Verwendung dieser Internet-Ausgabe unterliegt dem Urheberrecht.

Inhalt:

Projekt M
Modernisierung und Imperialismus
im Interesse der Konzerne Ökologische und soziale Demagogie Futuristische Mobilmachung

Krisensozialismus und Sozialpatriotismus

Formierung der Gemeinschaft gegen das Individuum

Generalpläne gegen die Mehrheit Deregulierung gegen demokratische Rechte Dienstmädchen und Subbotnik "Formierte Gesellschaft" "Kriegssozialismus" seit 1914 "Sozialpatriotismus" 1994

"Winning Culture"

Peter Glotz als Pate des Neokonservatismus in der SPD

Untergang des Abendlandes Ethnopluralismus und nationale Identität Die Zeitschrift »Die Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte« Von »Mitteleuropa« über »Zwischeneuropa« zu »Kemeuropa«
"Es lebe Deutschland!"
Nationalrevolutionäre Agitation im Zentrum der SPD

Wiedervereiniger der 80er Jahre Hofgeismarkreis der Jungsozialisten Antifaschisten unter Beschuß
Vom August '14 zum November '89 und immer weiter:
Volks-Gemeinschaft oder freie Gesellschaft

Zusammenwachsen in deutscher Pflicht

Sonderbewußtsein gegen gleiche Rechte Weniger Demokratie durchsetzen
Anmerkungen (jeweils in den Kapiteln abrufbar)
Personenregister

...Inhalt Bücher
...Eingangsseite

Sonntag, 11. März 2012

Dort kämpfen, wo das Leben ist



Clara Zetkin oder: Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Clara Zetkin (1857 bis 1933), vor 1914 die »grande dame« der deutschen Sozialdemokratie, nach 1918 umstrittene und streitbare Persönlichkeit des deutschen Kommunismus, ist immer noch unbequem!

Diese Frau war Opposition per se: Frauenrechtlerin, revolutionäre Sozialistin, Initiatorin des Internationalen Frauentags, Kriegsgegnerin, Kommunistin in der Tradition Rosa Luxemburgs, 1932 von den Nazis attackierte Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags.


Der anhaltende Streit um die Bedeutung Clara Zetkins war für Florence Hervé Anlass, sich dieser Persönlichkeit erneut zu widmen.

Nachdem Tânia Puschnerat in ihrer 2003 veröffentlichten Monographie Clara Zetkin. Bürgerlichkeit und Marxismus das Leben und Wirken Zetkinsinsbesondere von konservativen, opportunistischen und bürgerlichen Handlungsmotiven bestimmt sieht, betont Hervé die revolutionären und unzeitgemäßen Ideen Zetkins.

Innerhalb der SPD hatte Clara Zetkin eine führende Rolle inne und war als Mitglied der Kontrollkommission von 1909 bis 1917 Teil des Parteivorstands. Sie zählte zu denjenigen, die sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs der Mehrheitsentscheidung der Partei zur Zustimmung der Kriegskredite und zur Burgfriedenspolitik widersetzten und sich damit offen gegen die Partei stellten.
Als Sekretärin des Internationalen Frauensekretariats versammelte sie – gegen das Verbot des Parteivorstandes – im März 1915 Frauen der am Krieg beteiligten Länder zu einer sozialistischen Frauenkonferenz in Bern.
Als Clara Zetkin anschließend in Deutschland Flugblätter mit den Forderungen der Frauenkonferenz zur Beendigung des Krieges verteilen ließ, wurde sie verhaftet und des Landesverrats angeklagt, jedoch aufgrund ungeheuren Protests schließlich wieder aus der Haft entlassen.

Schließlich gehörte Clara Zetkin auch zu den Frauen, die ab 1919 erstmals als Abgeordnete in deutsche Parlamente einziehen konnten: 1919/20 war sie Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung Württembergs und hielt dort die erste Rede, die je von einer Frau in einem deutschen Parlament gehalten wurde, und von 1920 bis1933 gehörte sie dem Deutschen Reichstag an.