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Donnerstag, 7. Januar 2016

Internationale Politik - Smarte Revolution







Smarte Revolution


Wie digitale Kommunikation die Politik unter Druck setzt: Die IP im Januar/Februar

Dass die Menschheit immer stärker in Bewegung ist, gehört zu den Trends, die sich 2016 beschleunigt fortsetzen werden. Dabei ist kein Utensil für Flüchtlinge so wichtig wie das Smartphone, denn es ermöglicht globale Kommunikation fast zum Nulltarif und in ungeheurer Geschwindigkeit.

Wie diese smarte Revolution die Politik unter Druck setzt, beschreiben in der aktuellen IP
 unter anderem der ehemalige BBC-Journalist und Gastprofessor am King’s College in London Nik Gowing, Cathryn Clüver , Gründerin und Executive Director des Future Diplomacy Project an der Harvard Kennedy School, sowie Rianne Dekker und Godfried Engbersen von der Erasmus-Universität Rotterdam.


Die aktuelle Ausgabe der Internationalen Politik ist erhältlich im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel, imiTunes Store  und im Google Play Store.


AUSSERDEM IN DIESER AUSGABE:

Fluchtursachen, Fluchtrouten
Warum Menschen fliehen und was jetzt zu tun ist
Erst der Flüchtlingsstrom und der Terroranschlag in Paris haben Europa in Sachen Syrien zum Handeln bewegt. Wolfgang Ischinger, Kristin Helberg,Natasha Wunsch und andere analysieren die Hintergründe und schildern die Lage auf dem Westbalkan, in Griechenland und Italien.

Abschied vom Trittbrettfahren
Wie China seine Einflusssphären ausweitet
Unter Xi Jinping sucht Peking nach einer neuen globalen Rolle – und die EU schaut bislang nur zu. Mit Beiträgen unter anderem von Jonathan Fenby, Nele Noesselt, Michael Schaefer, Wei Shen und André Loesekrug-Pietri.

Deutschland ertüchtigt

Da Europa zögert, schreitet die Bundesregierung voran
Ab 2016 will Berlin 100 Millionen Euro jährlich bereitstellen, um regionale Partner besser auszubilden und auszurüsten. In Brüssel streitet man derweil weiter um grundsätzliche Fragen. Von Jana Puglierin und Sebastian Feyock.




siehe auch unter:
https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/archiv/ausgaben/jahrgang/2016/smarte-revolution?utm_medium=email&utm_campaign=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016&utm_content=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016+CID_48b88259e84cd58f6fbeb81ef078ea8c&utm_source=DGAP%20Newsletter&utm_term=httpszeitschrift-ipdgaporgdearchivausgabenjahrgang2015industrie-40



Sonntag, 22. November 2015

Die Alternativen (Wege) entfalten sich nur in sozialen Kämpfen !





In diesem Jahr feiert das isw sein 25. Jubiläum. Dieser report 103 soll als Jubiläumsreport verstanden werden, in dem eine Vielzahl internationaler Wissenschaftler sich der Frage widmen, wie und wo es aus dem Kapitalismus herausgeht.
Inhaltsverzeichnis
Elmar Altvater:
Der Doppelcharakter der ägäischen Ziege
Das Konzept Austerity hat zum Ziel, den Schuldner schuldendienstfähig zu machen. Die Verwertung des Vermögens verlangt einen ständigen Renditefluss von den Schuldnern zu den Geldvermögensbesitzern. Bis hin zum Bankrott oder zur Liquidierung des Vermögens wird die Schuldendienstfähigkeit der Schuldner erzwungen. Dies exerzieren die Euro- und IWF-Gewaltigen jetzt am Beispiel Griechenland. Die sozialen Bedürfnisse der Menschen haben zurück zu stehen hinter den Ansprüchen der Kreditgeber, allen demokratischen Abstimmungen im Schuldnerland zum Trotz.
Alternativen gibt es, aber keine ökologische, soziale, politische Alternative ergibt sich von selbst. Sie muss dem real existierenden Kapitalismus aufgedrängt werden, sie entfaltet sich nur in sozialen Auseinandersetzungen.
Ulrich Brand:
Wie wollen wir leben? Gutes Leben für alle
Kernelement der Forderung nach einem guten Leben für alle: Wir brauchen Formen des individuellen und gesellschaftlichen Wohlstands, die auf politische Gestaltung, sozial-ökologisch verträgliche Produktion und ein attraktives Leben für alle Menschen setzen. Es geht also nicht um Aufrufe zu „Verzicht“ – viele Menschen haben auf nichts zu verzichten – oder den grün-liberalen Wunsch nach „Befreiung vom Überfluss“, sondern neben individueller Verantwortung auch um gesellschaftliche Mitgestaltung.
Mario Candeias
Griechenland 1 – Ein Moment der Katharsis. Oder: „Erfolgreiches“ Scheitern muss organisiert werden.
Im Scheitern der griechischen Regierung ist auch das Scheitern der gesamten Linken in Europa zu erkennen. Doch jede Niederlage birgt die Chance der Aufarbeitung, der Reinigung.
Für uns und für Europa bedeutet die Niederlage in Griechenland nicht zuletzt: Von links kann das Projekt europäischer Einigung kaum noch verteidigt werden. Die eingefahrenen Formen linker Politik, Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien taugen nicht. Ein Strategiewechsel ist nötig: vom Diskursiven zum Materiellen, von programmatischen Argumenten hin zur Intervention in konkrete soziale Alltagsverhältnisse durch zivilgesellschaftliche Organisationen.
Aber auch die Idee Europa muss neu gefüllt und gestaltet werden. Den möglichen Start für eine Neugründung Europas könnte eine Europäische Bürgerinitiative mit einigen wenigen und europaweit breit zu diskutierenden Kernzielen schaffen.
Giorgos Chondros
Griechenland 2: Die aktuellen Machtverhältnisse dürfen nicht der Horizont linker Politik sein.
Die Strategie von Syriza basierte auf der Annahme, dass die neue griechische Regierung unter den gegebenen Kräfteverhältnissen in der Eurozone einseitig die Austeritätspolitik würde abschaffen können. Ihre Taktik gründete darauf, dass die Gegner es nicht wagen würden, Griechenland aus dem Euro zu werfen, weil sie dann ein Vielfaches draufzahlen würden. Sowohl strategisch als auch taktisch lag Syriza damit falsch. Die große Gefahr besteht nun darin, dass die Kapitulation beim Abschluss des Memorandums zu einer politischen Linie transformiert wird. Das wäre das Einschwenken auf eine Politik, die davon ausgeht, dass die gegenwärtigen Machtverhältnisse unser Horizont sind und wir daran nichts verändern könnten.
Frank Deppe
Geht der neoliberale Hegemoniezyklus zu Ende?
Mit der Entfaltung innerer Widersprüche wird in den kapitalistischen Systemen Hegemonie, die auf Konsens beruht, mehr und mehr durch Elemente des Zwangs ersetzt. Diese Transformation von Hegemonie in Zwang realisiert sich in drei Dimensionen: Die zugespitzte soziale Spaltung in den Kapitalmetropolen und zwischen armen und „reichen“ Regionen der Weltgesellschaft erzeugt mannigfache Formen der strukturellen und unmittelbaren Gewalt; da die Reproduktion stabiler Herrschaft über Marktmechanismen nicht mehr ausreicht, treten wieder stärker Elemente des „autoritären Etatismus“ (Poulantzas) in den Vordergrund; in der internationalen Politik nehmen Gewaltverhältnisse signifikant zu, unter Führung der USA und der NATO werden sogenannte „Störenfriede“ (Irak, Afghanistan, Syrien u.a.) bekämpft, in Ostasien geht es um die „Eindämmung“ Chinas, im Osten Europas um die Zurückdrängung Russlands.
Bettina Jürgensen/Leo Mayer
„Die Geschichte ist eine listige Dame“ (A. Gramsci)
Die Linke in Europa war unfähig, in ihren Ländern und europaweit einen solchen Druck zu entwickeln, der die Euro-Troika in der Auseinandersetzung mit der griechischen Regierung zu Zugeständnissen gezwungen hätte. Wie kann die Linke stärker werden? Jetzt geht es um das Zusammenführen von rot-rot-grün (plus lila) als gesellschaftliche Strömungen und Bewegungen: soziale Fragen wie Prekarisierung, bessere soziale Infrastruktur, öffentliche Güter, Wohnen, Kultur, soziale und politische Rechte müssen in zivilgesellschaftliche Kämpfe überführt werden; Gesellschaft und Wirtschaft müssen national, regional, globale grundlegend demokratisiert werden; der Umbruch zu einer zukünftigen Gesellschaft muss ökologisch sein; wir brauchen eine Feminisierung von Gesellschaft und Wirtschaft.
Anna Ochkina
Die Chance auf Geschichte oder Dialektik am Scheideweg
Wir können die Zukunft nur gestalten, wenn wir die Vergangenheit richtig verstehen und aufgreifen. Doch ist diese nicht in Stein gemeißelt, erscheint jeweils in neuem Licht. Was einst als Fortschritt gewürdigt wurde, wird heute schnell verteufelt. Denn progressive Umgestaltung ist immer auch mit sozialen Tragödien verbunden, eine gute Chance für die Reaktion zur Manipulation des historischen Gedächtnisses. Dies gilt für die Krise der europäischen Sozialstaaten, wo Demokratie und Sozialstaat unter dem Druck des Kapitals von innen zerstört und pervertiert werden. Es gilt in Russland für das Bild der Sowjetunion, die von den neoliberalen Eliten verteufelt und von Opfern der Umwälzung idealisiert wird. Beides ist falsch. Vielmehr muss man die wertvollsten Erfahrungen der Sowjetunion zum Aufbau der Zukunft Russlands nutzen.
Werner Rügemer
Die Transnationale kapitalistische Klasse – wer ist sie, was macht sie, mit wem und warum?
Der Kapitalismus kann sich nicht nur mit verschiedenen Religionen schmücken, selbst ein kommunistischer Kapitalismus ist möglich, wie in China. Wir müssen diese sich ständig ändernden Organisationsformen des Kapitalismus kennen, um genauer herauszufinden, wie wir ihn überwinden können. Ein wesentlicher Untersuchungsgegenstand ist dabei die Transnationale kapitalistische Klasse. Sie ist heute internationaler denn je organisiert. Ihren Kern bilden Kapitaleigentümer der am intensivsten gegenseitig vernetzten Standorte, also der USA und der EU. Von der „Verantwortung“ für das (relative) Wohlergehen nationaler Volkswirtschaften haben sie sich abgelöst. Ihre transnationalen Strukturen sind darauf gerichtet, die staatlichen, politischen, medialen, wissenschaftlichen Institutionen und Prozeduren „im Griff“ zu haben, nicht mehr nur eines Staates, sondern gleichzeitig mehrerer Staaten.
Helmut Selinger
Ein grundlegend anderes Mensch-Naturverhältnis ist für die Menschen überlebenswichtig
Alle Industrien, deren Geschäft direkt oder indirekt mit fossilen Brennstoffen verbunden ist – die transnationale Energie-, Fahrzeug-, Flugzeug- und Chemieindustrie sowie die globalisierte Weltwirtschaft mit ihren weltweiten Transportwegen – hintertreiben eine Ablösung des selbstmörderischen Energie- und Transportsystems. Wenn die Menschheit auf dieser Erde überhaupt eine natürliche Zukunft haben will, dann muss sie schnellstmöglich einen radikalen Wandel herbeiführen. Durch eine Änderung des Lebensstils vor allem in den reichen Ländern und durch radikale Energieeffizienzmaßnahmen könnte dies erreicht werden. Ein Konzept der globalen Klimagerechtigkeit wird vorgestellt, worin CO2-Überschreitungen als „Klimaschulden“ in einem globalen Klimafonds zu Buche schlügen, mit dessen Mitteln weltweit Verhinderungs- und Anpassungsmaßnahmen hinsichtlich des Klimawandels auch in ärmeren Regionen der Welt durchgeführt werden könnten.
Hubert Thiermeyer
Die Zukunft der gewerkschaftlichen Arbeit im Betrieb entscheidet
Auch und gerade im Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung kann die Zukunft der Arbeit nicht ohne die Zukunft der Gewerkschaften gedacht und gestaltet werden. Deren zentrales Betätigungs- und Bewährungsfeld liegt im Betrieb. Priorität bei der gewerkschaftlichen Arbeit im Betrieb muss die Aufgabe haben, abhängig Beschäftigte zu Handelnden in den eigenen Konfliktfeldern zu machen. Jede Stellvertreter-Strategie widerspricht dieser fundamentalen Erfordernis. Den Folgen der Kapitalstrategien in den Betrieben muss „konfliktorisch“ begegnet werden. Druckkampagnen müssen alltägliches Element der gewerkschaftlichen Arbeit werden. In zentralen gesellschaftlichen Fragen – in welcher Gesellschaft wollen wir leben, welches Wirtschaftssystem brauchen wir – müssen Gewerkschaften Teil gesellschaftlicher Kampagnen sein.
Hans-Jürgen Urban
Und wo bleibt der Widerstand? Fragen an eine Mosaiklinke im autoritären Euro-Kapitalismus
Während der nationale Nachkriegskapitalismus in Deutschland noch willens und in der Lage war, eine Balance von Kapital und Demokratie herzustellen, ist das im Finanzmarktkapitalismus seit den 70er Jahren nicht mehr vorgesehen. Wir erkennen klare Anzeichen für die Entwicklung zur Postdemokratie und New Economic Governance: Die EU und ihre Mitgliedsstaaten werden auf Deregulierungs- und Austeritätspolitik festgelegt.
Wo bleibt der Widerstand? Der neoliberalen Deformation Europas steht keine transnationale Widerstandsbewegung gegenüber. Das Mosaik-Linken-Konzept bietet eine solche kapitalismuskritische Perspektive. Als Assoziation von „Feldakteuren“ könnte sie im jeweiligen sozialen Mikrokosmos die Kräfteverhältnisse sondieren und verändern, um dann als „mosaiklinker Kollektivakteur“ gemeinsame politische Ziele zu verfolgen. Dabei läge die Schlüsselressource in der Unterschiedlichkeit der Erfahrungen und Zugänge, nicht in der Vereinheitlichung. Wo auch immer diese mosaiklinken Akteure ansetzen würden: die Kapitalismusfrage würde sich quasi im Selbstlauf auf die Tagesordnung setzen.

Samstag, 10. Oktober 2015

Theorie und Politik der Außenwirtschaft




Internationale Wirtschaft:
Theorie und Politik der Außenwirtschaft (Pearson Studium - Economic BWL)

Gebundene Ausgabe – von Prof. Dr. Paul Krugman (Autor), Maurice Obstfeld (Autor), Marc Melitz (Autor)
DIE AUTOREN:
PAUL R. KRUGMAN, der Wirtschaftsnobelpreisträger 2008, hat am MIT promoviert und lehrte seitdem an einigen der angesehensten Universitäten der USA, darunter Yale, MIT, Stanford und zurzeit Princeton. Krugman ist Begründer der Neuen Ökonomischen Geographie. In den Vereinigten Staaten ist er besonders durch seine wöchentlichen Kolumnen in der New York Times über Fachkreise hinaus bekannt geworden.
2008 erhielt Krugman den Nobelpreis für Ökonomie (Wirtschaftsnobelpreis) !



MAURICE OBSTFELD lehrt als Professor für Wirtschaftswissenschaften an der University of California in Berkeley. Maurice Obstfeld gilt als Experte für Fragen der Außenwirtschaftstheorie, insbesondere der internationalen Kapitalströme.


MARC J. MELITZ ist Professor für Wirtschaftswissenschaften 
 an der Princeton University und ab Mitte 2009 an der Harvard University.. Daneben ist er Forschungsbeauftragter des Centre for Economic Policy Research und Mitglied des National Bureau of Economic Research seit 2000.
ÜBER DEN FACHLEKTOR:
Thomas Sauer ist Professor für Volkswirtschaftslehre am Lehrstuhl für Betriebswirtschaft an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena und hat bisher alle Ausgaben des Werkes fachlich betreut.
Als Forschungsschwerpunkte nennt Sauer neben der Integration und Transformation von Wirtschaftssystemen, die Makroökonomie offener Volkswirtschaften sowie die Untersuchung von Innovation und Wachstum.

Die vorliegende 10. Auflage von „Internationale Wirtschaft – Theorie und Politik der Außenwirtschaft“ erscheint in einer Zeit, in der wir uns stärker als je zuvor des prägenden Einflusses der Weltwirtschaft auf das Schicksal, die Politik und die politischen Debatten jedes Landes bewusst sind.

Auch Jahre nach der globalen Finanzkrise von 2007/2008 wächst die Wirtschaft in den Industrieländern noch nicht schnell genug, um zur Vollbeschäftigung zurückzukehren.
Der Inhalt des vorliegenden Werks wurde gemäß dieser Entwicklungen sorgfältig aktualisiert und viele Kapitel erfuhren eine gründliche Überarbeitung.

 INHALT:
  • 1. Einführung
Teil I: Theorie des internationalen Handels
  • 2. Der Welthandel im Überblick
  • 3. Arbeitsproduktivität und komparativer Vorteil: Das Ricardo-Modell
  • 4. Spezifische Faktoren und Einkommensverteilung
  • 5. Ressourcen und Handel: Das Heckscher-Ohlin-Modell
  • 6. Das Standardmodell des Handels
  • 7. Externe Skalenerträge und die Wahl von Produktionsstandorten
  • 8. Unternehmen in der globalen Wirtschaft: Exportentscheidungen, Outsourcing und multinationale Unternehmen
Teil II: Politik des Welthandels
  • 9. Die Instrumente der Außenhandelspolitik
  • 10. Die politische Ökonomie der Handelspolitik
  • 11. Handelspolitik in Entwicklungsländern
  • 12. Streitfragen der Handelspolitik
Teil III: Wechselkurse und Makroökonomie offener Volkswirtschaften
  • 13. Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und Zahlungsbilanz
  • 14. Wechselkurse und Devisenmarkt: Ein Vermögensmarkt-Ansatz
  • 15. Geld, Zinssätze und Wechselkurse
  • 16. Preisniveaus und Wechselkurs in langer Frist
  • 17. Produktion und Wechselkurs in kurzer Frist
  • 18. Feste Wechselkurse und Devisenmarktinterventionen
Teil IV: Internationale makroökonomische Politik
  • 19. Das internationale Währungssystem: ein historischer Überblick
  • 20. Finanzielle Globalisierung: Chancen und Krisen
  • 21. Optimale Währungsräume und die Europäische Währungsunion
  • 22. Die Entwicklungsländer: Wachstum, Krise und Reform
Teil V: Mathematische Postskripta

Sonntag, 13. Oktober 2013

Attac: Gipfelstürmer und Straßenkämpfer






Attac: Gipfelstürmer und Straßenkämpfer [Gebundene Ausgabe]

Karl-Heinz Dellwo Willi Baer Werner Rätz Jörg Bergstedt 
Ein Blick auf die Aktivitäten und Strukturen von Attac von Werner Rätz (Mitinitiator von Attac Deutschland) und Jörg Bergstedt – in diesem zehnten Band der Bibliothek des Widerstands. 
Eine kritische Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Rolle von Attac von Attac-Deutschland-Mitbegründer Werner Rätz und dem Öko-Aktivisten Jörg Bergstedt. Mit den Filmen Gipfelstürmer und Straßenkämpfer (BRD 2003, 90 Min., Thomas Leif) und "Eviannaive" (BRD 2005, 80 Min., Verena Vargas).

Der Name attac suggeriert zunächst Angriff, tatsächlich ist es die Abkürzung von action pour une Tax Tobin d`aide aux Citoyens Aktion für die Tobin-Steuer als Hilfe für die Bürger , gegründet 1997 in Frankreich. 
Heute engagieren sich knapp 100.000 Menschen in neunzig Ländern in der globalisierungskritischen Bewegung. 

Attac begann als Aktion für eine internationale Steuer zur Kontrolle der Finanzmärkte. Heute befasst sich die Organisation mit Neoliberalismus, Welthandel, Privatisierung und der Verschuldung der sogenannten Dritten Welt. Gewerkschaften, kirchliche Basisgruppen und Teile der Linken sind bei attac aktiv. Anfangs eine Speerspitze der Globalisierungskritiker, ist attac nun in die Mitte der Gesellschaft gewandert und hat so einen Teil ihrer politischen und sozialen Sprengkraft eingebüßt. 

Die Autoren setzen sich kritisch mit der gegenwärtigen Rolle von Attac auseinander. Mit den Filmen Gipfelstürmer und Straßenkämpfer (BRD 2003, 90 Min., Thomas Leif) und "Eviannaive" (BRD 2005, 80 Min., Verena Vargas). Mit Texten von Jörg Bergstedt, Werner Rätz und einem Vorwort von Josef Hierlmeier. 

Samstag, 27. Juli 2013

USA = paranoid, bankrott und rechtlos ?!?


auf FB; Kommentar von Rainer Kahni:

 
"Amerika führt sich auf wie der Herrscher der Welt! Sie hören jede beliebige fremde Nation ab, führen viele kleine und grosse schmutzige Kriege in aller Welt, ermorden, foltern und entführen Bürger fremder Länder, gerade so, wie es ihnen passt. Sie respektieren kein internationales Recht!




Während die deutsche Regierung kuscht, lassen sich andere Länder die Verletzung ihrer Souveränitätsrechte nicht gefallen. Die italienische Justiz hat internationale Haftbefehle gegen CIA – Entführer erlassen. Frankreich hat amerikanische Agenten auf seinem Territorium festgenommen und ausgewiesen.




In meinem Politthriller TERROR IN PARIS beschreibe ich nach wahren Begebenheiten die Jagd des französischen Geheimdienstes auf amerikanische Agenten, die französische Bürger verschleppt und jahrelang gefoltert haben."







Flavio Carlucci wird nach 35 Dienstjahren in der Police Nationale in den Ruhestand versetzt. Sein Sohn Jean-Baptiste Carlucci wird zum Commissaire befördert.

Der erste Fall beginnt mit dem Fund eines gefälschten amerikanischen Diplomatenpasses und endet in einer blutigen Fehde zwischen dem amerikanischen CIA und französischen Muslimen.
Nach schwierigen Ermittlungen stellt Commissaire Carlucci Junior fest: Frankreich muss einen verheerenden Terroranschlag befürchten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Jean-Baptiste Carlucci kann immer auf den Rat seines pensionierten Vaters zählen, wenn es hochpolitisch wird. Den Rest erledigt er selbst. Seine frühere Ausbildung zum Elitepolizisten einer Antiterroreinheit ist dabei sehr hilfreich. Garantiert harte Action!

Ein hochpolitischer und überaus aktueller Spionagethriller!

Sonntag, 8. April 2012

Das wollte 1968 der »Prager Frühling


Das wollte 1968 der »Prager Frühling -

Wilfried Heidt -
I. Achberger JahresKongress »Dritter Weg«



Wilfried Heidt: Die Gesellschaft mit dem Antlitz des Menschen: Das wollte 1968 der »Prager Frühling« -
Eine Erinnerung an den ersten Achberger Jahres-Kongress Dritter Weg 1973: »An der Schwelle einer Neuen Gesellschaft: Prager Frühling 1968 – Idee – Tragik – Aufgabe«.






Zum Geleit

1. Das vorliegende Dokument Das wollte 1968 der »Prager Frühling« ist – für die Prager Tagung »Die Seele Europas: An der Schwelle einer neuen Gesellschaft« der Sektion für Sozialwissenschaften am Goetheanum/Dornach [vom 21. – 24.8.2008] – die Neuauflage eines Textes, mit dem das Internationale Kulturzentrum Achberg 1973 zu seinem ersten »Jahreskongress« eingeladen hatte. In den folgenden Jahren fanden – mit Unterbrechungen – diese Veranstaltungen bis heute statt und werden hoffentlich auch künftig stattfinden. Ihre Aufgabe wurde beim Start der Initiative so beschrieben: »Die Kongresse sollen ein ständiger Ort sein für die Begegnung von Menschen, um gemeinsam an den Fragen einer gesellschaftlichen Alternative zu den bestehenden Systemen zu arbeiten.«

2. Seit 1968 waren erst fünf Jahre vergangen. In der Mitte dieser Zeit konnte – als eine Frucht der Bewegungen um »1968« – das Achberger Zentrum gegründet werden. Es entstand aus der Initiative eines kleinen Kreises anthroposophisch engagierter Freunde, die – inspiriert durch den Impuls der »Dreigliederung des sozialen Organismus«, wie ihn Rudolf Steiner zwischen 1917 und 1923 ins Zeitgeschehen tatkräftig hineingestellt hatte aber für den historischen Durchbruch dieses Impulses auf allen Seiten viel zu wenig Unterstützung fand – ab 1966 mit eigenen Aktivitäten am damaligen Aufbegehren der jungen Generation in Mittel- und Westeuropa beteiligt waren.

3. Auch für sie, wie wahrscheinlich für alle in der damaligen Zeit, überraschend, entstand – das konnte man dann bei genauerem Hinsehen in Erfahrung bringen – aus einer 1963 beginnenden Vorgeschichte ab Januar 1968 in der CSSR jene Entwicklung eines gesamtgesellschaftlichen »Umbruchs«, die dann unter dem Namen »Prager Frühling« den bis dahin stalinistischen Kommunismus sowjetischer Prägung »revolutionieren«, zu einem »dritten Weg« umgestalten wollte.

4. Die Richtung dieser Transformation wurde mit den Ideen Freiheit, Demokratie und Sozialismus beschrieben. Für den erwähnten kleinen Kreis von Anthroposophen war das das entscheidende michaelische Signal, auf Einladung des Prager Philosophen Karel Kosík Ende Mai 1968 nach Prag aufzubrechen, um vor Ort die neue Bewegung zu studieren. Denn sie wussten aus dem Werk Steiners, dass er die von ihm vertretene Alternative zu Kapitalismus und Kommunismus, also die »Dreigliederung des sozialen Organismus«, auch mit dieser Trias beschrieben hatte [s. Rückseite des vorliegenden Heftes]. Und die Erfahrungen in Prag bestätigten, dass die dort in Gang gekommene Entwicklung in der Tat – ohne Kenntnis des Steinerschen Denkens und Wirkens – praktisch die Richtung zur »Dreigliederung« eingeschlagen hatte.

5. Nachdem dann die weltmachtpolitischen Konstellationen jener Zeit des Ost-West-Konflikts zu den bekannten Ereignissen der Niederschlagung des »Prager Frühlings« geführt hatten und auch die Jugendbewegungen in den westlichen Ländern auseinanderdrifteten und sich in endlosem ideologischem Gezänk verstrickten, nahmen die anthroposophisch orientierten Freunde alle ihre Kräfte und Mittel zusammen und gründeten zur Jahreswende 1971/72, um die begonnene Arbeit von einem gemeinsamen Ort aus weiterführen zu können, das Internationale Kulturzentrum Achberg. Sie nahmen sofort den Kontakt zu all denen auf, die als Repräsentanten des »Prager Frühlings« 1968 in der CSSR als Politiker, Wissenschaftler, Künstler usw. gewirkt hatten und in den Westen emigriert waren. Und alle, die wir einluden, beteiligten sich mit vielen andern Menschen der verschiedensten Denkrichtungen – 1973 waren mehr als 500 Teilnehmer aus mehr als einem Dutzend Ländern gekommen – am Kongress, wirkten danach an zahlreichen Projekten mit und blieben uns zeitlebens befreundet. – Über die Achberger Arbeit kann man sich bei den auf der Rückseite des Heftes angegebenen Adressen informieren.

Achberg, 31. Juli 2008
Wilfried Heidt

Mittwoch, 14. März 2012

Götterdämmerung über der 'neuen Weltordnung': Die Neuorganisation der internationalen Produktion


Götterdämmerung über der
'neuen Weltordnung':


Die Neuorganisation der internationalen Produktion [Gebundene Ausgabe]


Stefan Engel

Stefan Engel, Jahrgang 1954: seine wichtigsten theoretischen Beiträge sind enthalten in den Büchern "Der Kampf um die Denkweise in der Arbeiterbewegung", "Der Neokolonialismus & die Veränderungen im nationalen Befreiungskampf" & "Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau".

Der Autor Stefan Engel verwendet für den Titel dieses Buches ein Gleichnis aus der germanischen Mythologie:
In der Götterdämmerung verschlingt das Weltenende die abgelebten Gottheiten einer überholten Zeit und aus dem Weltenbrande erwächst eine schöne neue Erde des Friedens und der üppigen Lebensfreude.

Der Vergleich zum Niedergang der heute herrschenden Schicht der Weltgesellschaft und zur Vorbereitung einer neuen, lebenswerten Zukunft ist beabsichtigt!
Das Buch besticht nicht nur durch seine erfrischende Streitkultur, sondern auch durch seine streng wissenschaftliche Methode, mit der eine beeindruckende Zahl von Fakten und Materialien untersucht und gedeutet werden. 

Es vermittelt all jenen eine Perspektive, für die die Götterdämmerung des herrschenden Weltfinanzkapitals nicht das Ende der Geschichte sein soll, sondern der Ausgangspunkt für eine neue Epoche der gesellschaftlichen Entwicklung der Menschheit - ohne Hunger, Ausbeutung und Krieg. Es ist erstaunlich, was der Autor dabei zusammengetragen und bearbeitet hat. Auf seinen ca. 600 Seiten wird durchgängig mit sauber recherchiertem und belegten Faktenmaterial gearbeitet.
Es enthält 68 Tabellen und 31 Schaubilder mit zumeist in dieser Form noch nicht veröffentlichtem Datenmaterial.
Das macht das Buch für jeden Interessierten zu einem Gewinn, auch wenn manche die politischen Prämissen und Schlussfolgerungen des Autors möglicherweise nicht teilen werden. Das unterscheidet diese Studie wohltuend von manch anderen Büchern.

Montag, 12. März 2012

Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution



Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution
[Gebundene Ausgabe],
Stefan Engel




Stefan Engel,
Jahrgang 1954, ist gelernter Schlosser und arbeitet heute als freier Publizist. Seit 1968 politisch aktiv und seit 1975 in der marxistisch- leninistischen Arbeiterbewegung tätig.



Die Neuorganisation der internationalen Produktion hat mit der Entfesselung der internationalen Produktivkräfte die Götterdämmerung des internationalen Finanzkapitals anbrechen lassen. Zu Beginn seines Feldzugs rund um den Globus schwelgte es noch in Allmachtsfantasien und Ewigkeitsträumen.

Heute bestimmt allgemeiner Katzenjammer das Bild:
Die Krisenhaftigkeit der gesellschaftlichen Ordnung erweist sich als unaufhebbar. Doch am Horizont zeichnet sich bereits eine neue Zeitenwende ab; die Morgenröte der internationalen sozialistischen Revolution wird sichtbar.

Die atomare Katastrophe von Fukushima ist eine Mahnung an uns alle:
In ihrer unbezähmbaren Sucht nach Maximalprofit riskieren die Energiekonzerne und ihre willfährigen Regierungen - trotz jahrzehntelanger Warnungen und Widerstands - den Untergang ganzer Länder.
Stefan Engel analysiert in seinem Buch außer der Energiepolitik eine ganze Reihe weiterer Faktoren der globalen Umweltkrise und fasst zusammen:
Der heutige Kapitalismus ist unvereinbar geworden mit dem Erhalt der Lebensgrundlagen der Menschheit.

Die Internationalisierung der Produktivkräfte muss zwangsläufig die Internationalisierung des Klassenkampfs nach sich ziehen und vorantreiben. Untrügliche Zeichen, dass dieser Prozess bereits in vollem Gang ist, können auf der ganzen Welt beobachtet werden:
- die länderübergreifende revolutionäre Gärung in Lateinamerika nach der Jahrtausendwende,
- die demokratische Aufstandsbewegung in arabischen Ländern Anfang 2011,
- die konzern- und branchenweiten, auch länderübergreifenden Arbeiterstreiks und -proteste in Europa,
- die immer deutlicher erkennbare Angleichung von Inhalt und Form internationaler Massenkämpfe




Sonntag, 11. März 2012

Dort kämpfen, wo das Leben ist



Clara Zetkin oder: Dort kämpfen, wo das Leben ist!

Clara Zetkin (1857 bis 1933), vor 1914 die »grande dame« der deutschen Sozialdemokratie, nach 1918 umstrittene und streitbare Persönlichkeit des deutschen Kommunismus, ist immer noch unbequem!

Diese Frau war Opposition per se: Frauenrechtlerin, revolutionäre Sozialistin, Initiatorin des Internationalen Frauentags, Kriegsgegnerin, Kommunistin in der Tradition Rosa Luxemburgs, 1932 von den Nazis attackierte Alterspräsidentin des Deutschen Reichstags.


Der anhaltende Streit um die Bedeutung Clara Zetkins war für Florence Hervé Anlass, sich dieser Persönlichkeit erneut zu widmen.

Nachdem Tânia Puschnerat in ihrer 2003 veröffentlichten Monographie Clara Zetkin. Bürgerlichkeit und Marxismus das Leben und Wirken Zetkinsinsbesondere von konservativen, opportunistischen und bürgerlichen Handlungsmotiven bestimmt sieht, betont Hervé die revolutionären und unzeitgemäßen Ideen Zetkins.

Innerhalb der SPD hatte Clara Zetkin eine führende Rolle inne und war als Mitglied der Kontrollkommission von 1909 bis 1917 Teil des Parteivorstands. Sie zählte zu denjenigen, die sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs der Mehrheitsentscheidung der Partei zur Zustimmung der Kriegskredite und zur Burgfriedenspolitik widersetzten und sich damit offen gegen die Partei stellten.
Als Sekretärin des Internationalen Frauensekretariats versammelte sie – gegen das Verbot des Parteivorstandes – im März 1915 Frauen der am Krieg beteiligten Länder zu einer sozialistischen Frauenkonferenz in Bern.
Als Clara Zetkin anschließend in Deutschland Flugblätter mit den Forderungen der Frauenkonferenz zur Beendigung des Krieges verteilen ließ, wurde sie verhaftet und des Landesverrats angeklagt, jedoch aufgrund ungeheuren Protests schließlich wieder aus der Haft entlassen.

Schließlich gehörte Clara Zetkin auch zu den Frauen, die ab 1919 erstmals als Abgeordnete in deutsche Parlamente einziehen konnten: 1919/20 war sie Mitglied der Verfassungsgebenden Landesversammlung Württembergs und hielt dort die erste Rede, die je von einer Frau in einem deutschen Parlament gehalten wurde, und von 1920 bis1933 gehörte sie dem Deutschen Reichstag an.