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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Unterwerfung als Freiheit: Leben im Neoliberalismus




Unterwerfung als Freiheit:
Leben im Neoliberalismus (Neue Kleine Bibliothek)

Broschiert – von Patrick Schreiner  (Autor)
Patrick Schreiner, *1978, Politikwissenschaftler, hauptamtlicher Gewerkschafter und Publizist.
Seine Arbeitsschwerpunkte sind Finanz- und Wirtschaftspolitik, Verteilung und politische Theorie.

Weit über Politik und Wirtschaft hinaus hat sich der Neoliberalismus in unserem Denken und im Alltagsleben verankert. Patrick Schreiner fragt nach den Mechanismen, durch die Menschen neoliberale Ansätze und Ideen als gut, angemessen und alternativlos akzeptieren.

Dazu nimmt er das Bildungswesen, Ratgeberliteratur, Esoterik, Sport und Fitness, Stars, das Fernsehen, Soziale Netzwerke sowie Konsum und Lifestyle in den Blick. An diesen Beispielen zeigt Schreiner, wie der Neoliberalismus die Menschen vereinnahmt und welche Folgen das für die Einzelnen wie für die Gesellschaft hat.

Dabei wird deutlich: Neoliberalismus ist eine Ideologie, die Freiheit verspricht, aber Elend und Unterwerfung bedeutet.


Der Neoliberalismus ist eigentlich nur eine ökonomisch-politische Schule. Mittlerweile aber hat diese Idee es geschafft, auch noch den letzten Winkel des Daseins zu ökonomisieren und ist zu einer Ideologie verkommen.

Die soziale Frage wird individualisiert und hauptsächlich moralisiert. Wer "es" nicht schafft, erfolglos bleibt, ist vor allem eines: Selbst schuld!

Bildung wird zu Ausbildung pervertiert und Konkurrenz zu einem Lebenselexier hochgejazzt. Daher wird "Veränderung" nur noch als An- oder Überforderung, sowie Aufforderung zur Selbstoptimierung an den Menschen herangetragen, anstatt auf dem Weg zum "guten Leben" für alle auch den Anspruch zu haben, die Umstände zum Besseren ändern zu wollen.

Herr Schreiner arbeitet verschiedene Sachgebiete und Lebensbereiche ab, an denen er zeigt, wie sehr sich der Neoliberalismus bereits in unsere Köpfe eingeschlichen hat und wie es dazu kommen konnte. Margret Thatchers TINA-Prinzip ist das Fundament dieser Lehre, des Hohelieds von Wettbewerb und Konkurrenz, die die Menschen völlig zu vereinnahmen droht. Die ihm Freiheit verspricht, aber nur Unterwerfung für ihn bereithält.


Mittwoch, 9. September 2015

August Bebel - Aus meinem Leben






Aus meinem Leben
Gebundene Ausgabe – von August Bebel  (Autor)

Ferdinand August Bebel (* 22. Februar 1840 in Deutz bei Köln; † 13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein sozialistischerdeutscher Politiker und Publizist.
Er war einer der Begründer der deutschen Sozialdemokratie und gilt bis in die Gegenwart als eine ihrer herausragenden historischen Persönlichkeiten. Er wirkte als einer der bedeutendsten Parlamentarier in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs und trat auch als einflussreicher Autor hervor. Seine Popularität spiegelte sich in den volkstümlichen Bezeichnungen „Kaiser Bebel“, „Gegenkaiser“ oder „Arbeiterkaiser“ wider


Die berühmte Autobiographie 'Aus meinem Leben' von August Bebel (1840–1913) erschien zwischen 1910 und 1914 in drei Bänden. Die vorliegende, gebundene Ausgabe versammelt alle drei Bände in ungekürzter Fassung.
Das von Kautsky verfasste Vorwort zum dritten Band und sein Nachwort sind als Beilagen zugefügt. 'Eine ganz neue Welt tat sich vor mir auf. Wie herrlich klar kam mir das ganze menschliche Leben vor. Hier die Ausbeuter, dort die Ausgebeuteten.' Dies schrieb der frühere Arbeiterjugendbündler Paul Müller, als er sich nach dem Ersten Weltkrieg auf die Suche nach sozialistischen Quellen gemacht und Bebels 'Leben' in einem verschlungen hatte. – Das ist kein Einzelfall.
Bebels 'Leben' hat eine ganze Generation der Arbeiterbewegung geprägt. August Bebel (1840–1913) hatte bereits 1870 sein berühmtestes Werk: 'Die Frau und der Sozialismus' veröffentlicht.
Seine Autobiographie 'Aus meinem Leben', mit deren Niederschrift er sechs Jahre vor seinem Tode begonnen hatte, erschien zwischen 1910 und 1914 in drei Bänden. Der erste Band, der seine Herkunft, seine Jugend sowie die Anfänge seiner politischen Laufbahn beinhaltet, erschien 1910. Innerhalb weniger Monate waren 70.000 Exemplare davon verkauft.
Nur ein Jahr später, 1911, folgte der zweite Band, der die Zeit zwischen 1866 und der Beratung des Sozialistengesetzes im Reichstag behandelte. Der dritte und letzte Band, der die Ereignisse bis zur Aufhebung des Gesetzes im Jahre 1890 zum Inhalt haben sollte, den Bebel jedoch bis zu seinem Tod nicht über das Jahr 1883 hinaus schreiben konnte, wurde erst 1914, also im Jahr nach seinem Tod, veröffentlicht.
Wer etwas über das Leben von August Bebel im spzeiellen und unter Bismarck im Allgemeinen wissen will, der ist mit diesem Buch sehr gut bedient. August Bebel beschreibt zum Teil Unterhaltsam und immer sehr detailiert wie es sich damals lebte und wie es zur Grüdung der Sozialdemokratischen Bewegung kam. Dieses Buch kann ich nur jedem Geschichtsinteressierten empfehlen.

Sonntag, 10. Mai 2015

Und wenn ich Auschwitz überlebe ...





Und wenn ich Auschwitz überlebe...:
Mein Weg vom Tod zum Leben

Broschiert – von Max R. Garcia (Autor)

"Zum ersten Mal seit Jahren betrachtete ich mich selbst in einem Standspiegel. Schon seit langem an den ausgemergelten Anblick meiner Mithäftlinge gewöhnt, war ich doch überrascht, mich selbst nur noch als Haut und Knochen zu sehen, eine wandelnde Anatomiestudie. Meine Wangen waren eingefallen. Meine Augen hatten sich in den Schädel zurückgezogen. Mein Schädel war grob rasiert, bis auf einen Streifen in der MItte. Ich wog vermutlich knapp 40 Kilogramm, ein erwachsener Mann, 1,70 Meter groß, fast 21 Jahre alt."
So beginnt die Schilderung von Max. R. Garcia über seine Befreiung aus dem KZ Ebensee am 6. Mai 1945.

Der Autor, der im Juni 1924 in Amsterdam geboren wurde, erzählt in diesem Buch seine beeindruckende Lebensgesschichte, die in einer holländisch-jüdischen Familie ihren Anfang nahm. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten wurde Max Garcia verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Er überlebte den Schrecken des Holocaust und wanderte nach dem Krieg in die USA aus, wurde dort Architekt und gründete eine Familie.
"Ich habe Vieles vergeben und dadurch sehr viel bekommen. Natürlich habe ich nichts vergessen."
Max. R. Garcia

Dienstag, 15. Oktober 2013

Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden




Dem Leben entfremdet: Warum wir wieder lernen müssen zu empfinden
[Gebundene Ausgabe]

Arno Gruen 



Konstantin Wecker

Liebe Freunde,
der große Psychoanalytiker Arno Gruen, den persönlich zu treffen ich mehrmals die Ehre hatte, hat ein neues Buch geschrieben.
„Dem Leben entfremdet“ spiegelt die Entwicklung seines Denkens, das mit dem Buch „Der Verrat am Selbst“ begann. In all seinen Büchern umkreiste Arno Gruen das „Wie“ unseres Seins. Bescheiden schreibt er: “ich glaube, dass das jetzige Buch diesem Ziel gerecht 
wird.“ 

Und wie!
Mir hat es die Augen geöffnet, wie seinerzeit „Der Fremde in uns“, ich habe durch dieses Buch erfahren, was ich immer schon geahnt hatte, aber nie so formulieren konnte, dass wir in dieser vollkommen durchkonstruierten Welt unfähig sind, lebendig, mitfühlend und empathisch die Wirklichkeit wahrzunehmen.
„Wir glauben, unser Denken sei realistisch, wenn es von Mitgefühl befreit ist, von der Fähigkeit Schmerz zu teilen, Leid zu verstehen, und vom Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebewesen. Denken wir aber ohne Mitgefühl, dann leben wir in einer Scheinwelt aus Abstraktionen, die Kampf und Konkurrenz zu den Triebkräften unserer Existenz machen....

Diese Vorstellung eines Lebens ohne Mitgefühl ist auf Feinde angewiesen, ja, wir beginnen uns selbst durch das Feindbild, das wir heraufbeschwören zu definieren.“
Schon unsere Sprache, beweist er durch Vergleiche mit anderen, sogenannten primitiven Kulturen, ist eine Sprache die das Empathische mehr oder weniger ausklammert. Das abstrakte Denken, das Kognitive hat schon seit Jahrtausenden das Empathische in uns ersetzt und wir entfernen uns dadurch immer mehr von der gefühlten Wirklichkeit.Wie wirklich ist denn die Wirklichkeit?
Was ist Wirklichkeit?
Und zwar dann, wenn wir von Geburt an dazu angehalten werden, die Welt so zu sehen, wie man sie uns vermittelt und uns vorschreibt.
Sehr beeindruckend war für mich zu erfahren, dass früheste Kindheitserinnerungen in unserer Sprache nicht reproduziert werden können, da die Sprache der Erwachsenen keine Kategorien für die intensiven Erlebnisse hat, die so typisch für die frühe Kindheit sind.

„Was so viele der angeblich primitiven Völker von denen der großen Zivilisationen unterscheidet. ist ihre Vielfalt bezüglich der Wahrnehmung der Welt und ihrer sprachlichen Fähigkeit, diese wiederzugeben.“
Ich glaube deshalb habe ich mich schon in jungen Jahren zur Poesie so hingezogen gefühlt, bin ihr bis heute geradezu verfallen.In den schönsten Gedichten, zum Beispiel denen Rilkes, spürt man etwas von dieser anderen Wirklichkeit, der erahnten, eigentlichen, wahrhaftigen, nicht ausschließlich rational erdachten.
„Schmerz und Leid als Zeichen von Schwäche zu deuten, verfestigt deren Entwertung und zieht physiologische Konsequenzen nach sich, die sich wiederum in feindlichen Verhalten äußern.....
Schmerz und Trauer wurden Anathema, zum Verfluchten der patriarchal geprägten Welt. Die Trias Leid. Schmerz und Trauer wird aus dem Bewusstsein verdrängt und muss, weil sie ständig das Männliche bedroht, unterdrückt werden.“
Ein großartiges, ein großes Buch das die Augen öffnet. Eine Fundamentalkritik an unserer Zivilisation, geschrieben von einem 90 jährigen, weisen und warmherzigen Mann.
Ich kann Euch dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
Konstantin Wecker

Samstag, 24. August 2013

Das erste Leben der Angela M.







Das erste Leben der Angela M. [Gebundene Ausgabe]

Ralf Georg Reuth Günther Lachmann  

Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und promovierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des Dritten Reiches, aber auch zur Wende 1989/90.

Günther Lachmann, geboren am 11.3.1961 in Papenburg, studierte Volkswirtschaftslehre. Er lebt und arbeitet als Journalist und Autor in Berlin. Er ist verantwortlicher Redakteur im Ressort Politik der WELT-Gruppe. Daneben arbeitet er gelegentlich als Kolumnist für Deutschlandradio Kultur. 



Anhand von neuen Dokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen können die Autoren das erste Leben der Angela Merkel neu erzählen und zeigen, dass das Bild, das wir von ihren ersten 35 Lebensjahren haben, nicht zutrifft. 

Denn die ehrgeizige und systemkonforme Physikerin gehörte der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an und trat 1989 für einen demokratischen Sozialismus ein – eine erstaunliche Ausgangsposition für die spätere Bundeskanzlerin. 

Die Autoren interviewten Zeitzeugen und recherchierten in Archiven über dieses erste Leben der Angela Merkel. Sie belegen, dass die Bundeskanzlerin in ihren politischen Ehrgeiz nicht erst im Zuge der Wende entdeckte. 
Als Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates war sie zielbewusst und system-konform. 

Unter dem Eindruck von Gorbatschows Glasnost und Perestroika trat sie dann als Reformkommunistin für einen demokratischen Sozialismus in einer eigenständigen DDR ein. 
Und doch war sie nur fünfzehn Monate nach dem Mauerfall Bundesministerin im wiedervereinigten kapitalistischen Deutschland. Ralf Georg Reuth und Günter Lachmann zeigen, wie dieses erste Leben ihr zweites als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin mitbestimmt, bis heute.


Siehe auch Videobericht / Kultur Journal 
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nOnYicBd_CY





Donnerstag, 4. April 2013

Sieben Jahre Ewigkeit oder das Schweigen der fünfziger Jahre





Sieben Jahre Ewigkeit: Das geheime Leben meiner Mutter [Taschenbuch]
Gisela Heidenreich (Autor)

Gisela Heidenreich, geboren 1943 in Oslo, aufgewachsen in Bad Tölz und München, ist Sonderpädagogin, Paar- und Familientherapeutin, Mediatorin und Supervisorin.
Ihr Buch »Das endlose Jahr«, in dem sie »die langsame Entdeckung der eigenen Biographie« als Lebensborn-Kind beschrieben hat, war ein Bestseller. In „Sieben Jahre Ewigkeit –eine deutsche Liebe“ dokumentierte sie das geheime Leben ihrer Mutter.

Sie lebt in der Nähe von München. www.gisela-heidenreich.com.



Sieben Jahre Ewigkeit oder das Schweigen der fünfziger Jahre?!

Nach dem Tod ihrer Mutter stößt Gisela Heidenreich auf eine Sammlung sorgsam versteckter Liebesbriefe – Zeugnisse einer jahrelangen Beziehung mit einem Mann, die 1947 an einem ungewöhnlichen Ort ihren Anfang nahm: im Justizgefängnis von Nürnberg, wo die Mutter als Zeugin einsaß.
- Wer war dieser Mann, der in seinen leidenschaftlichen Liebesbriefen Pseudonyme und Deckadressen benutzte?
- Welche Rolle spielte er in der Nazizeit?
- Wer verhalf ihm zu seiner Flucht aus dem Gefängnis?
- Und welches Geheimnis verbarg die Mutter ein Leben lang vor ihrer Tochter?

Gisela Heidenreichs Spurensuche nach dem verborgenen Leben ihrer Mutter führt mitten hinein in das Schweigen der fünfziger Jahre …


Wie entflammbar diese Frau indes sein konnte, zeigen die Briefe, die Gisela Heidenreich nach dem Tod von Mutter Edith in ihrem Nachlass fand.

Die glühende Liebespost zwischen ihr und dem mitgefangenen SS-Standartenführer Horst Wagner, angeklagt der Beihilfe des Mordes an Hundertausenden von Juden, zeigt auf perfide Weise, wie sich zwei verliebte NS-Täter in den reinsten Stand der Unschuld versetzen konnten!
Im Jahr 2004 erschien Das endlose Jahr , eine vielbeachtete beklemmende Biografiearbeit.

Gisela Heidenreich erblickte 1943 in einem norwegischen „Lebensborn“-Heim der Nationalsozialisten das Licht der Welt, Ergebnis einer Liaison zwischen ihrer Mutter, einer Mitarbeiterin der „Lebensborn“-Zentrale und einem SS-Mann.

Die späte, quälende Spurensuche nach ihrer Identität, behindert von der Halsstarrigkeit der greisen Mutter, offenbarte ein wahres Netz an Lebenslügen. Diese erhielten weitere Nahrung, als Heidenreich nach „Edis“ Tod das umfangreiche Konvolut schmachtender Liebesbriefe entdeckte, das im Nürnberger Gefängnis seinen Ausgang nahm und nach Wagners Flucht vor der Bestrafung durch die Alliierten sieben weitere Jahre heimlich fortgesetzt wurde. 



Sonntag, 24. Februar 2013

Die verspielte Gesellschaft





Die verspielte Gesellschaft: Gamification oder Leben im Zeitalter des Computerspiels  [Broschiert]


Nora S. Stampfl  



Nora S. Stampfl studierte Wirtschaftswissenschaften an der Johannes Kepler Universität Linz in Österreich und erlangte einen Master of Business Administration (MBA) an der Goizueta Business School der Emory University in Atlanta, Georgia, USA. 

Nach beruflichen Stationen in den USA lebt sie seit 1999 in Berlin und ist als Unternehmensberaterin und Zukunftsforscherin tätig. Ihren Arbeitsschwerpunkten strategische Unternehmensfu hrung, gesellschaftlicher Wandel und Zukunftsfragen widmet sie sich auch als Autorin.
Sie untersucht die Wirkungsweise von Gamification und entwirft eine Zukunftsvision einer Welt allgegenwärtiger Spiele. Sie beschreibt die Antriebskräfte des Trends, skizziert ausgewählte Anwendungsbereiche und wirft einen kritischen Blick auf die weitere Entwicklung.


Computerspiele bahnen sich einen Weg ins "echte" Leben: Punkte zu sammeln und Highscores zu ergattern ist heute auch abseits digitaler Spiele gang und gäbe. Immer öfter werden Prinzipien aus Computerspielen in spielferne Systeme integriert. 

Der Text beschreibt, wie man heute die Macht von Spielen in den verschiedensten Lebensbereichen wird. Denn Spiele animieren Menschen zu Bestleistungen, stimulieren ihre Motivation und ringen ihnen Engagement ab. 

Die Autorin untersucht die Wirkungsweise von Gamification und entwirft eine Zukunftsvision einer Welt allgegenwärtiger Spiele. Sie beschreibt die Antriebskräfte des Trends, skizziert ausgewählte Anwendungsbereiche und wirft einen kritischen Blick auf die weitere Entwicklung.

Realität und virtuelle Umgebung verschmilzt immer mehr. Hier werden die verschiedenen Seiten beleuchtet und diverse Beispiele gegeben. 
Wie etwa die Idee des Weckers, der einen früher wach macht, wenn auf der Strecke zur Arbeit Stau gemeldet ist. 
Oder aber das Thema Krieg, welcher heute zum Teil in virtueller Umgebung über tausend Kilometer entfernt gekämpft wird. Ebenso wird das Verhalten von Menschen durchleuchtet: Ist es ' wenn auch nicht von jedem ' im echten Leben ein akzeptierter Sport, jagen zu gehen, wird es, wenn man dies live über das Internet machen kann, zum Skandal. 
So passiert 2005, als die Webseite ins Leben gerufen wurde. Man konnte über das Internet auf Jagd gehen und dort echte Tiere erlegen.

Ein großes Manko ist jedoch, dass zwar viele Informationen zum Thema »Spiel« gegeben werden, jedoch das Kernthema Gamification nicht sehr vertieft wird. 
Das mag daran liegen, dass es nach wie vor ein neues Thema ist ' aber um mehr darüber zu erfahren, greift man ja auf Bücher wie dieses hier zurück.




Dienstag, 12. Februar 2013

Was verträgt unsere Erde noch?






Was verträgt unsere Erde noch?: Wege in die Nachhaltigkeit [Taschenbuch]

Klaus Wiegandt Jill Jäger  


Klaus Wiegandt ist Stifter und Vorstand des »Forums für Verantwortung«, der vorliegende Band geht aus dem 9. Kolloquium der Stiftung hervor. 

Zuvor erschienen: 
›Evolution. Geschichte und Zukunft des Lebens‹, ›Mensch und Kosmos. Unser Bild des Universums‹, ›Die kulturellen Werte Europas‹, ›Die Zukunft der Erde. Was verträgt unser Planet noch?‹, ›Säkularisierung und die Weltreligionen‹, ›Die Ursprünge der modernen Welt‹, ›Die Anfänge des Christentums‹ und ›Evolution und Kultur des Menschen‹ .

Jill Jäger ist Senior Researcher am Sustainable Europe Research Institute in Wien.



Die Erde ist ständigen Veränderungen unterworfen, die auf komplexe Weise zusammenwirken. 
Der Mensch greift massiv in die Abläufe der Umwelt ein, ohne die langfristigen Folgen wirklich kalkulieren zu können. Das Verständnis globaler Kreisläufe ist unerlässlich und bietet uns die wissenschaftlichen Grundlagen für eine bewusst nachhaltige Gestaltung der globalen Umwelt.

Dieses Buch sollte sich jeder antun, der ein paar Stunden Zeit für die Zukunft unseres Planeten hat. 
Das Buch ist durch 10 zentrale Fragestellungen gegliedert und bietet auch Laien einen guten Einblick in die behandelte Thematik.





Mittwoch, 4. Juli 2012

Vom Wandel der Arbeitswelten seit 1945





Arbeit ist das halbe Leben:
Erzählungen vom Wandel der Arbeitswelten seit 1945 [Gebundene Ausgabe]
 


Günter Müller ist Mitarbeiter der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien.; Sabine Lichtenberger ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gewerkschafts- und AK-Geschichte in der Arbeiterkammer Wien.  
Diese Ansicht teilen die meisten Menschen, die ihre persönlichen Erinnerungen an den Arbeitsalltag für diesen Band aufgeschrieben haben: Arbeiter und Angestellte, Beschäftigte in Dienstleistungs- und Pflegeberufen, Lehrerinnen, Hausfrauen.
Die gesammelten Erzählungen geben vielfältige Einblicke in die grundlegenden Veränderungen der Arbeitswelten seit 1945 und deren individuelle Bewältigung. Wirtschaftliche und technische Umstrukturierungen brachten für die Beschäftigten nach Geschlecht und Lebensalter unterschiedliche Chancen und Herausforderungen mit sich.
Neben der Vollzeit-Erwerbstätigkeit kommen in den persönlichen Erfahrungsberichten auch andere Beschäftigungsformen und die Vereinbarkeit des Berufs mit Haushalt und Familie zur Sprache. 
20 Personen, wie sich ihre Berufe im Laufe der Jahrzehnte gewandelt haben. Die Phalanx der Biografien reicht von der Metamorphose des einen Gewerbes bis zum Untergang des anderen.
Initiiert wurde diese "Bestandsaufnahme historischer Arbeitswirklichkeiten", wie es in der Einleitung heißt, von der Arbeiterkammer, der Gewerkschaft und dem Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Uni Wien.
Die Autoren sind alle zwischen 1923 und 1951 auf die Welt gekommen.




Dienstag, 3. Juli 2012

ROSA LUXEMBURG Reden und Schriften




ROSA LUXEMBURG Reden und Schriften



Für die Auseinandersetzung mit dem geistigen Erbe Rosa Luxemburgs versammelt diese CD-ROM fast alle deutschsprachigen Texte der Revolutionärin. Es sind dies neben ihren Monographien auch ausgewählte Briefe und über 350 Aufsätze und Reden. 

Neben diesen Texten erwarten den CD-Nutzer viele weitere Informationen zu Leben und Werk Rosa Luxemburgs: Der Text "Rosa Luxemburg zur Einführung" von Ossip K. Flechtheim ((c) für die deutsche Ausgabe 1985 by Junius Verlag GmbH.) Eine Zeitleiste mit Bild- und Filmdokumenten. Ein Quiz zu Leben und Werk Rosa Luxemburgs. 


Titelliste:
Die industrielle Entwicklung Polens (1898). Sozialreform oder Revolution? (1899).
Massenstreik, Partei und Gewerkschaften (1906).
Die Akkumulation des Kapitals. (1913).
Die Krise der Sozialdemokratie (1916).
Wladimir Korolenko: Die Geschichte meines Zeitgenossen (1919).
Die Russische Revolution (1922).
Die Akkumulation des Kapitals. Eine Antikritik (1925).
Einführung in die Nationalökonomie (1925).
Briefe aus dem Gefängnis.
Briefe an Freunde.
Mehr als 350 Reden und Aufsätze, u.a. 35, die bisher in keinem Sammelwerk publiziert wurden. 


Systemvoraussetzungen:
Windows 9x, ME, NT 4.0, 2000, XP, PC ab 486 / 66 MHz, 16 MB RAM, CD-ROM oder höher.
Für Multimedia: Soundkarte, Lautsprecher, HiColor 







Samstag, 30. Juni 2012

Sich im ethischen Denken orientieren




Handbuch Ethik [Gebundene Ausgabe]Marcus Düwell , Christoph Hübenthal , Micha H. Werner (Herausgeber)



Sich im ethischen Denken orientieren. Im Zeitalter der technischen Produzierbarkeit des Lebens, zumal des menschlichen, scheint auch das Bedürfnis nach Ethik zu wachsen.
In der Tat hat diese Disziplin der Philosophie in den letzten Jahren einen derart erstaunlichen, von manchen auch mit Argwohn verfolgten Aufschwung genommen, so dass selbst «Experten» allmählich der Überblick verloren zu gehen droht.

Abhilfe soll nun ein im Metzler-Verlag erschienenes «Handbuch Ethik» schaffen, das Beiträge von über 60 Autorinnen und Autoren versammelt und schon damit seinen pluralen Ansatz zu verbürgen scheint.
Das «fundierte Hintergrundwissen», das der Klappentext verspricht, offeriert der Band durch den Versuch, meta- und fundamentalethische sowie anwendungsbezogene Fragestellungen gleichermassen zu berücksichtigen.

Nach einer überblicksartigen Einleitung in das Sujet gliedert sich das Buch in drei Hauptteile:
- erstens in einen systematischen Teil, der verschiedene Typen ethischer Theoriebildung vorstellt (Metaethik, normative Theorien);
- zweitens in einen den angewandte Ethiken gewidmeten Teil («Bereichsethiken») und 
- drittens in einen lexikalischen Teil, der in alphabetischer Reihenfolge fünfzig Beiträge zu ethischen Grundbegriffen enthält (von «Anerkennung» bis «Zweck/Ziel»).
Ein allgemeines Literaturverzeichnis nebst Sach- und Personenregister schliesst den Band ab. Ob das Handbuch, wie die Herausgeber schreiben, hilfreich sein wird, um sich «im ethischen Denken der Gegenwart zu orientieren», wird sich dem Nutzer wohl erst im praktischen Gebrauch zeigen.