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Montag, 28. September 2015

Rechtsextremismus: Entwicklungen und Analysen






Rechtsextremismus:
Entwicklungen und Analysen - Band 1
Broschiert – 10. Oktober 2014
von Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (Wien) (Herausgeber)

Die 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von WissenschafterInnen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen AkteurInnen.
So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung.
Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten.
Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette - von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur/innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball.

Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle. Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritsicher Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.



Inhaltsverzeichnis
Vorwort – [Überraschung]
Einleitung – FIPU
Kritische Rechtsextremismusforschung
Rechtsextremismusforschung in Österreich: Personen, Institutionen, Zugänge und Defizite. Ein geraffter Überblick
Bernhard Weidinger
(Re)Naturalisierungen der Geschlechterordnung. Anmerkungen zur Geschlechtsblindheit der (österreichischen) Rechtsextremismusforschung.
Judith Goetz
Zwischen Kritik und konservativer Agenda: eine Verteidigung des Rechtsextremismusbegriffs gegen seine Proponent*innen
Bernhard Weidinger
AkteurInnen
Teil des Problems? Der österreichische Verfassungsschutz und Rechtsextremismus
Matthias Falter
“National und liberal verträgt sich nicht”. Zum rechtsextremen Charakter der FPÖ
Heribert Schiedel
Ideologien
Vom Reden über “Islamophobie”, dem Streiten über Antisemitismus und dem Schweigen über Rassismus. Zur notwendigen Kritik der “Islamophobie”-Forschung
Carina Klammer
Obdachlosen-Hass und BettlerInnen-Feindlichkeit in Österreich
Lucius Teidelbaum
Reflexion antifaschistischer Praxis
Ausgetanzt! Eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball
Judith Goetz
Dokumentation
Unvollständige Chronik des Rechtsextremismus in Österreich 2013
Heribert Schiedel

Samstag, 27. Juni 2015

Zivilcourage kann man lernen







Zivilcourage lernen. Analysen – Modelle – ArbeitshilfenGerd Meyer / Siegfried Frech / Günther Gugel (Hrsg.)
Zivilcourage kann man lernen –
so die Grundthese dieses Buches. Allerdings bedarf es hierzu spezifischer Voraussetzungen und Bedingungen. Zivilcourage als „sozialer Mut“ ist wichtig für die Auseinandersetzung mit Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit. Zivilcourage ist jedoch nicht nur in akuten Not- und Bedrohungssituationen gefragt, sondern weit darüber hinaus in vielfältigen Alltagssituationen. Zivilcourage ist eine oft unbequeme demokratische Tugend in einer sozial verantwortlichen Zivilgesellschaft.

Der erste Teil des Bandes enthält wissenschaftliche Analysen zum Verständnis von Zivilcourage in der modernen Gesellschaft. Zunächst werden begriffliche und demokratietheoretische Grundlagen geklärt, dann die Ergebnisse verschiedener, insbesondere auch von empirischen Studien zu förderlichen und hinderlichen Faktoren für Zivilcourage dargestellt.

Der zweite Teil des Bandes vermittelt Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis, welche Bedingungen und Chancen der Förderung von zivilcouragiertem Handeln es in verschiedenen gesellschaftlichen Handlungsfeldern gibt: am Arbeitsplatz, in der Gemeinde, an allen Schularten.

Der dritte Teil des Bandes stellt bewährte Modelle der politischen Bildungsarbeit vor, reflektiert Fragen der Evaluation und enthält vor allem konkrete Arbeitshilfen, wie man Zivilcourage und friedlichen Konfliktaustrag in Seminaren und Trainings einüben und weit über die Schule hinaus fördern kann.
Ein Serviceteil enthält eine Bibliografie sowie Hinweise auf Trainingshandbücher und Angebote von Trägern politischer Bildung in diesem Feld. Jeweils am Beginn der drei Hauptteile findet sich eine Einführung in das Themenfeld und eine Übersicht über die Beiträge.

Der Band vereint analytische, politisch-gesellschaftspraktische und pädagogisch-didaktische Zugänge im Sinne handlungsnahen Orientierungswissens. Lehrer/-innen, Dozent/-innen der Erwachsenenbildung, aber auch engagierte Bürger/-innen sollen diesen
Band ebenso wie private Träger und öffentliche Einrichtungen der politischen Bildung für ihre Arbeit verwenden können.

Montag, 3. Juni 2013

Rechts-Extremismus in Europa






Rechts-Extremismus in Europa
Länderanalysen, Gegenstrategien und arbeitsmarktorientierte Ausstiegsarbeit.
Ralf Melzer, Sebastian Serafin


Rechtsextremismus ist ein Problem von gesamteuropäischer Dimension.

Eine europäische Vergleichsstudie über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ergab, dass rund die Hälfte der Befragten in acht europäischen Staaten der An- sicht sind, es gebe zu viele Zuwanderer in ihrem Land.

Rund ein Drittel glaubt an eine natürliche Hierarchie zwischen Menschen unterschiedlicher Ethnien. Sekundärantisemitische Aussagen treffen bei den polnischen Befragten auf bis zu 70 Prozent Zustimmung.
 

- Wie stark sind Vorurteile, rechtsextremes Denken und rechte Strukturen in Europa verbreitet?
- Wie entwickeln sich europaweit rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien und Bewegungen?
- Welche historischen Wurzeln haben sie und warum ziehen sie Menschen an? 



Der vorliegende Sammelband leistet einen Beitrag zur aktuellen Bestands- aufnahme des Problems und zur wirkungsvollen Positionierung gegenüber der radikalen Rechten in Europa. 





siehe auch:

http://publikation.fes-gegen-rechtsextremismus.de


Hier können Sie die Publikation direkt als pdf downloaden, bitte nutzen Sie folgende Links
Publikation deutsch
Publication english



Siehe weiters auch unter:





Dienstag, 4. Dezember 2012

Mädelsache!: Frauen in der Neonazi-Szene




Mädelsache!: Frauen in der Neonazi-Szene [Broschiert]Andrea Röpke Andreas Speit  


Andrea Röpke: Jahrgang 1965, Politologin und freie Journalistin. Ihr Spezialgebiet: Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. 

Neben den diversen Fernsehmagazinen wie Monitor, Spiegel-TV und Panorama wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in der Taz, Süddeutsche-Online und in Fachportalen wie Blick nach rechts veröffentlicht. 
2009 erhielt sie den Preis der Lutherstädte »Das unerschrockende Wort« und wurde von der US-Botschaft in Berlin im Rahmen des »International Women of Courage Award« geehrt. Bücher im Ch. Links Verlag: 
»Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis« (mit Oliver Schröm), 2001, 
»Braune Kameradschaften. Die neuen Netzwerke der militanten Neonazis« (hg. mit Andreas Speit), 2004, 
»Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Gesellschaft« (hg. mit Andreas Speit), 2008. 


Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. 

Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. 

Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern. 

Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. 
Sie schildern, wo völkische »Sippen« bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.


Sonntag, 2. Dezember 2012

Rechtsextremismus bei türkischen Migranten in der Einwanderungsgesellschaft






Grauer Wolf im Schafspelz: Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft [Gebundene Ausgabe]






Rechtsextremismus bei türkischen Migranten wird verharmlost. Ein neues Buch zeigt auf was hinter den Symbolen der “Grauen Wölfe” steckt. 

Sie strecken ihren rechten Arm hoch und formen mit ihrer Hand ein Grußzeichen, das einen Wolf symbolisieren soll. Sie tragen Halsketten, Stirnbänder oder T-Shirts mit drei Sichelmonden und einem heulenden Wolf. Gemeint sind Anhänger der “Grauen Wölfe”, auf Türkisch Bozkurtlar, benannt nach dem grauen Wolf, der der Legende nach im 8. Jahrhundert die türkischen Stämme vor der chinesischen Unterjochung rettete, indem er sie ins mythische Ergenekon-Tal nach Zentralasien geführt hat. 

Aber diese Wolfsfigur steht nicht nur für den Ursprungsmythos der nomadischen Turkstämme, sondern auch für die ultranationalistische und rechtsextreme türkische Partei der natio nalen Bewegung (MHP, Milliyetçi Hareket Partisi). (…) 

Was hinter den drei Halbmonden und dem heulenden Wolf steckt, wird im von der Volkshilfe Oberösterreich herausgegebenem Buch, an dem neben Schörkhuber auch der österreichische Politologe Thomas Schmidinger und der deutsche Soziologe Kemal Bozay mitgeschrieben haben, gut dokumentiert. Angefangen von den historischen Wurzeln des Faschismus in der Türkei bis zur Gründung der MHP im Jahre 1969 unter ihrem “Führer” Alparslan Türkes,, der die rechtsextremistische und völkische Ausrichtung des “idealistischen Nationalismus” (auf Türkisch: ülküclük) der MHP vorantrieb, und den politischen Aktivitäten der “Grauen Wölfe” in Deutschland und Österreich. 

Detailliert wird über den Einfluss der neofaschistischen Bewegungen in den Jahren der türkischen Militärputsche und die Folgen des “idealistischen Nationalismus” berichtet. So erfährt der Leser, dass die “Grauen Wölfe” Ende der 1960er Jahre als “paramilitärischer Schlägertrupp” der MHP aufgebaut wurden und bis in die 1980er für zahlreiche politische Morde, Terrorakte und Massaker verantwortlich waren. Ziele des rechtsextremen Terrors der türkischen Faschisten waren linke oder linksliberale Gruppierungen, hier insbesondere Studenten, Intellektuelle und Gewerkschafter, sowie religiöse und ethnische Minderheiten.


siehe auch:
http://dastandard.at/1343744665839/Grauer-Wolf-im-Schafspelz




Dienstag, 19. Juni 2012

Die Republik Österreich und das in der NS-Zeit entzogene Vermögen



Die Entstehung der Rückstellungs- und Entschädigungsgesetzgebung:
Die Republik Österreich und das in der NS-Zeit entzogene Vermögen [Taschenbuch]
 
Brigitte Bailer-Galanda (Autor)
Brigitte Bailer-Galanda, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes, Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. 
Forschungsschwerpunkte: Umgang der Republik Österreich mit der NS-Vergangenheit, insbesondere Maßnahmen für die NS-Opfer, Widerstand und Verfolgung 1938-1945, Rechtsextremismus nach 1945, bes. Holocaust-Leugnung. 
Publikationen: jüngst: Die Entstehung der Rückstellungs- und Entschädigungsgesetzgebung Die Republik Österreich und das in der NS-Zeit entzogene Vermögen. Veröffentlichungen der Österreichischen Historikerkommission. Vermögensentzug während der NS-Zeit sowie Rückstellungen und Entschädigungen seit 1945 in Österreich. Bd. 3. Wien-München 2003.



Das Buch bietet einen vertieften Überblick über die Entstehungsgeschichte der Rückstellungs- und Entschädigungsgesetzgebung in Österreich nach 1945. Ausgehend von der politischen Situation im Nachkriegsösterreich, der Position der politischen Parteien und der Alliierten wird der Weg zu den für die Rückstellung relevanten Gesetzesmaterien nachgezeichnet.

Analysiert werden sowohl die Rahmenbedingungen zur Beschlussfassung der sieben Rückstellungsgesetze, als auch der Rückgabegesetze, in denen die Rückgabe der zwischen 1934 und 1938 entzogenen Vermögen geregelt wurde, und der rückstellungs- und entschädigungsrelevanten Folgen des Staatsvertrages von Wien 1955, wobei diese Maßnahmen in ihrem innen- und außenpolitischen Kontext dargestellt werden.

Aufgrund der Komplexität der Materie erwies sich eine streng chronologische Darstellung der Ereignisse als nicht immer möglich. Zu sehr war oft der Beschluss des einen Gesetzes mit jenem eines anderem junktimiert. 

Der historische Bogen reicht vom Ende der NS-Herrschaft bis in die neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts.


Freitag, 30. März 2012

Rechtsextremismus - Was man wissen muss und wie man sich wehren kann





Das Buch gegen Nazis:
Rechtsextremismus - Was man wissen muss und wie man sich wehren kann
[Broschiert]


Holger Kulick
, Toralf Staud
Toralf Staud, Jg. 1972, studierte Journalismus und Philosophie in Leipzig und Edinburgh. Von 1998 bis 2005 war er Politikredakteur der Zeit. Er war leitender Redakteur beim Portal netz-gegen-nazis.de der Zeit. Heute ist er freier Journalist und Autor. Seine Bücher »Moderne Nazis«, 2005, und »Das Buch gegen Nazis« (mit Holger Kulick), 2009, sind in mehreren Auflagen bei KiWi und der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen.



Eine neue Studie zeigt: Neonazis haben unter Schülern immer mehr Zulauf. Rassismus und Fremdenhass nehmen zu in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Was tun gegen Nazis?
Erste Hilfe bietet dieses Buch. Rechtsextremismus breitet sich aus, nicht nur unter Jugendlichen. Neonazis erkennt man längst nicht mehr an Springerstiefeln und Glatze. Ihre Anführer geben sich cool - sie locken mit Musik, Abenteuern und modischem Chic.

Immer mehr Menschen fragen: Was tun?
Welche Rezepte gibt es, um friedlich und kreativ gegen Rechtsextreme und Rassisten vorzugehen - sei es als Nachbar, im Sportverein, in der Schule oder am Arbeitsplatz?

Und was ist Rechtsextremismus überhaupt? Soll man mit Nazis eigentlich diskutieren? Woran erkenne ich die? Wie soll man auf Drohungen von Rechtsextremisten reagieren? Was tue ich, wenn meine beste Freundin plötzlich NPD wählt? Hilft ein Verbot der Partei? Und sind Sitz­blockaden bei Neonazi-Demonstrationen eigentlich strafbar? Im Buch gegen Nazis werden in 70 Kapiteln werden sehr sachliche und differenzierte Informationen gegeben. Das Buch stellt beispielhafte Initiativen vor und empfiehlt Ansprechpartner für Ratsuchende. Ein Anhang mit zahlreichen Fotos erklärt die Erkennungszeichen der Nazis von heute. Ein Buch, dass jedem politisch und gesellschaftlich interessierten Menschen eine Erweiterung seines Wissens und seiner Handlungsmöglichkeiten bietet.

Pressestimmen

»Das Buch zeichnet sich durch einen hohen Gebrauchswert aus. Er wird durch [...] Ausführungen zu Chiffren, Codes, Kennzeichen, Kleidermarken und Symbolen von Rechtsextremisten erhöht.«,
Humanistischer Pressedienst

»[...] ein gut gemachtes und sachlich fundiertes Handbuch, das Analyse und Anleitung zum Aktivwerden verbindet.«,
ORF

» Das Buch gegen Nazis bietet praktischen Gebrauchswert und gedanklichen Mehrwert zugleich, und beides präsentiert sich grafisch gelungen und professionell.«,
SWR 2

»In _Das Buch gegen Nazis_ wird das Phänomen Rechtsradikalismus so umfassend wie bündig dargestellt.«,
Kölner Stadtanzeiger

»Die Antworten sind verständlich und kurz geschrieben, teilweise sind es Interviews oder Sachtexte, die aber einprägsame Argumente liefern. Damit bietet das Buch einen guten Einstieg [...].«,
ver.di Publik