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Montag, 7. Dezember 2015

Globale Einkommensverteilung.






Globale Einkommensverteilung.
Entwicklung seit 1980 und Perspektiven
Der Autor, Franz Garnreiter, stellt fest, dass die Einkommensungleichheit zwischen den Ländern sich abschwächt, innerhalb der einzelnen Länder sich aber durchgängig verschärft. Haupttreiber der Ungleichheit ist die Profitexplosion der kapitalistischen Konzerne. Ausführlich werden die Perspektiven analysiert: Wie wird es weitergehen mit der internationalen Einkommens-verteilung? Gelingen den armen Ländern Industrialisierung und nachholende Entwicklung oder bleiben sie in un-produktiver Arbeit stecken?
Inhaltsverzeichnis
  1. Was interessiert uns an der Einkommensverteilung?
    1. Mehr als 1,25 Dollar pro Tag für jeden Mensch: ein utopisches Ziel im Kapitalismus?
    2. Mehr Armut hier, neuer Reichtum im Süden: passen die Theorien der Marktwirtschaftler noch?
    3. Warum sollte uns die Einkommensverteilung interessieren?
    4. Vorbemerkungen und Begriffe
  2. Ungleichheit in der Welt = Ungleichheit zwischen den Ländern + Ungleichheit innerhalb der Länder
    1. Ungleichheit zwischen den Ländern: sie schwächt sich ab
    2. Ungleichheit innerhalb der Länder: sie verschärft sich fast überall
    3. Ungleichheit in der Welt
  3. Perspektiven der kapitalistischen Weltwirtschaft: Risiken, Ungleichheit, Unsicherheit
    1. Die internationale Verteilung: Wird sie sich weiter vergleichmäßigen?
    2. Gelingen Industrialisierung und nachholende Entwicklung? Oder bleiben die armen Länder stecken in unproduktiver Arbeit?
    3. „Industrie 4.0“: Tiefgreifender Umbruch mit ungewissen Aussichten
    4. Ungeheure Markt-Übermacht des Kapitals: Die Profitexplosion ist der Haupttreiber der Ungleichheit
  4. Anhang: Datenquellen und Methoden
    1. Grundkonzept der personellen Einkommensverteilung
    2. Was ist ein Einkommen?
    3. Datenquellen
    4. Methodische Anmerkungen
    5. Neuberechnung der Kaufkraftparitäten 2011
  5. Literaturverzeichnis



Montag, 28. September 2015

Rechtsextremismus: Entwicklungen und Analysen






Rechtsextremismus:
Entwicklungen und Analysen - Band 1
Broschiert – 10. Oktober 2014
von Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (Wien) (Herausgeber)

Die 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' (FIPU) ist ein loser Zusammenschluss von WissenschafterInnen in Österreich mit einem gemeinsamen Forschungsinteresse: der Auseinandersetzung mit Ideologien der Ungleichheit und den sie tragenden politischen AkteurInnen.
So erfolgreich die extreme Rechte, so überschaubar ist die kritische Rechtsextremismusforschung.
Vor dem Hintergrund von Vereinzelung und geringer Institutionalisierung legt die seit 2011 bestehende Wiener 'Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit' mit diesem Sammelband eine Bestandsaufnahme vor und gibt Impulse für weitere notwendige Arbeiten.
Die Beiträge behandeln eine breite Themenpalette - von der Kritik an der Mainstream-Forschung und ihrem begrifflichen Instrumentarium bis hin zu gängigen Auslassungen (wie Sexismus und Antifeminismus), von zentralen Akteur/innen der extremen Rechten bis hin zu einschlägigen Feindbildern, von der Kritik des Verfassungsschutzes bis hin zur kritisch-solidarischen Reflexion von Gegenaktivitäten anhand der Proteste gegen den Wiener WKR- bzw. Akademikerball.

Abgerundet wird der Band von einer Chronologie rezenter rechtsextremer Vorfälle. Der Band ist Auftakt zu einer Reihe kritsicher Auseinandersetzungen mit Ideologien und Politiken der Ungleichheit.



Inhaltsverzeichnis
Vorwort – [Überraschung]
Einleitung – FIPU
Kritische Rechtsextremismusforschung
Rechtsextremismusforschung in Österreich: Personen, Institutionen, Zugänge und Defizite. Ein geraffter Überblick
Bernhard Weidinger
(Re)Naturalisierungen der Geschlechterordnung. Anmerkungen zur Geschlechtsblindheit der (österreichischen) Rechtsextremismusforschung.
Judith Goetz
Zwischen Kritik und konservativer Agenda: eine Verteidigung des Rechtsextremismusbegriffs gegen seine Proponent*innen
Bernhard Weidinger
AkteurInnen
Teil des Problems? Der österreichische Verfassungsschutz und Rechtsextremismus
Matthias Falter
“National und liberal verträgt sich nicht”. Zum rechtsextremen Charakter der FPÖ
Heribert Schiedel
Ideologien
Vom Reden über “Islamophobie”, dem Streiten über Antisemitismus und dem Schweigen über Rassismus. Zur notwendigen Kritik der “Islamophobie”-Forschung
Carina Klammer
Obdachlosen-Hass und BettlerInnen-Feindlichkeit in Österreich
Lucius Teidelbaum
Reflexion antifaschistischer Praxis
Ausgetanzt! Eine kritische Bilanz der Proteste gegen den WKR-Ball
Judith Goetz
Dokumentation
Unvollständige Chronik des Rechtsextremismus in Österreich 2013
Heribert Schiedel

Mittwoch, 23. September 2015

Theorie der Sozialen Demokratie






Theorie Der Sozialen Demokratie (German Edition)
Taschenbuch von Thomas Meyer (Autor)
Die Demokratietheorie kennzeichnet ein merkwürdiges Paradox. Während die kapitalistische Marktwirtschaft zumeist als ermöglichende Bedingung liberaler Demokratie verstanden wird, gelten die radikalen Ungleichheiten, die sie erzeugt, zugleich auch als eine ihrer zentralen Gefährdungen.

Die hier vorgelegte Theorie der sozialen Demokratie klärt die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, wenn der Anspruch rechtsstaatlicher Demokratie uneingeschränkt erfüllt sein soll. Sie begründet im Anschluss an die jüngste empirische Forschung die Anforderungen an die Einbettung der Märkte, den grundrechtsgestützten Sozialstaat, die gesellschaftliche Demokratisierung und faire Globalisierung, die dafür erfüllt sein müssen.
Die Soziale Demokratie neu gedacht! Umfassender Entwurf, der zum Kern des modernen sozialen und politischen Konflikts vorstößt!



Pressestimmen :

"'Theorie der Sozialen Demokratie' ist ein kämpferisches und optimistisches Buch, voller Vertrauen in eine universelle und tatkräftige demokratische Gesellschaft."
Berliner Debatte Initial, 06/2006


"[Thomas Meyer] repräsentiert als Politikwissenschaftler und Theoretiker der SPD [...] die grundlagenwissenschaftliche wie auch die explizit angewandte Politikforschung gleichermassen."
Neue Zürcher Zeitung, 12./13.11.2005


"Das von der DFG geförderte Forschungsprojekt der Uni Dortmund hat einen umfassenden Theorieentwurf zur Sozialen Demokratie vorgelegt, der hinsichtlich der laufenden Reformdiskussion und der Globalisierung hoch aktuell ist." www.literaturtest.de, 16.11.2005

"Thomas Meyer hat ein Buch über den Tag hinaus geschrieben. Es folgt nicht dem wohlfeilen Lamento über das 'Ende der Demokratie', sondern beschreibt die Wege zu ihrer Entfaltung. Darin liegt die besondere Stärke des Buches."
Die Zeit, 27.10.2005


"[...] in der Systematik einmalig und ein wichtiger Beitrag zur aktuellen SPD-Programmdiskussion."
DEMO, 06/2005

Samstag, 8. August 2015

Zur Aktualität der Marxschen Theorie





Zurück zum Original:
Zur Aktualität der Marxschen Theorie
Broschiert – von Johannes Schillo (Herausgeber), Uwe Findeisen (Autor), Manfred Henle (Autor), 3mehr


Der Herausgeber:
Johannes Schillo ist Journalist. Er hat lange Jahre als Autor und Redakteur für die Fachöffentlichkeit der außerschulischen politischen Bildung gearbeitet. 

Die Autoren:
Uwe F. Findeisen, Manfred Henle, Freerk Huisken, Ulrich Irion, Hans-Jörg Tauchert.
Johannes Schillo und seine Ko-Autoren konstatieren, dass heute vom Kapitalismus wieder allenthalben die Rede ist. Also: Zurück zum Original!


Die Marxsche Theorie stößt wieder auf Interesse. Aufgeschreckte Zeitgenossen reden ganz selbstverständlich vom Kapitalismus und meinen damit ein Monster des ungezügelten Egoismus, wie es Kulturkritiker (siehe Frank Schirrmachers »Ego«-Bestseller) im neuesten Trend des Informationskapitalismus entdeckt haben, eine rücksichtslose Ungleichheitsmaschine, die (so Thomas Piketty mit seiner Anklage des »meritokratischen Extremismus« der Machteliten) Verelendungstendenzen global produziert und legitimiert, oder eine einzige Ansammlung von Konsum- und Geldgier, die (laut amtierendem Papst) achtlos an den Todesopfern des Wirtschaftslebens vorbeigeht.

Bei solchen Anklagen kann und darf man neuerdings auch an die hellsichtigen Prophezeiungen, eindringlichen Warnungen oder menschlich ansprechenden Visionen denken, die angeblich von Marx stammen, und sich fragen, ob dieser nicht für einen Wärmestrom der deutschen Geistesgeschichte steht, der vielleicht sogar Anstöße für eine Zähmung der ökonomischen Monstrosität gibt.

Die andere Seite gehört zum aktuellen Diskurs genauso dazu: Die Marxsche Theorie reiche nicht aus, um das heutige Wirtschaftsgeschehen zu erklären, geschweige denn, es zu verbessern. Nicht zuletzt ist jedem durch Meinungsfreiheit und Pluralismus aufgeklärten Staatsbürger klar, dass das Marxsche Theoriegebäude höchstens als interessantes Material zu benutzen ist. Diesem neuerlichen Abgesang treten die Autoren entgegen. Sie bestehen auf der Aktualität der Marxschen Theorie, denn sie kann das Wirken des Kapitals im 19., 20. und 21. Jahrhundert erklären.


Mittwoch, 4. März 2015

Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität





“Unten” betrifft alle:
Ungleichheit als Gefahr für Demokratie, Teilhabe und Stabilität 
Warum Ungleichheitsdebatten zentral davon abhängen, mit welchem Maß was genau gemessen wird, zeigen Till van Treeck und Julian Bank. 

Anfang März erschien ein Beitrag von Till van Treeck (https://www.uni-due.de/soziologie/treeck.php) und mir in der Zeitschrift “Aus Politik und Zeitgeschichte” (APuZ) über ökonomische Ungleichheit und Krisenphänomene. Der Beitrag kann bereits jetzt Online gelesen (http://www.bpb.de/apuz/201654/ungleichheit-als-gefahr-fuer-demokratie-teilhabe-und-stabilitaet) oder als PDF heruntergeladen (http://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/APuZ_2015-10_online.pdf) werden.
In dem Beitrag diskutieren wir, warum Ungleichheitsdebatten zentral davon abhängen, mit welchem Maß was genau gemessen wird. Eine viel kritisierte Studie (http://verteilungsfrage.org/2014/07/wer-hat-hier-verzerrte-umverteilungspraeferenzen/des wirtschaftsfinanzierten IW Köln etwa vermischte auf fragwürdige Weise verschiedene Dimensionen der Ungleichheit, mit dem Ergebnis, dass in Deutschland angeblich die Einkommensungleichheit überschätzt würde. Obwohl andere Forschung Gegenteiliges nahelegt, wurde dies gleich vom Sachverständigenrat aufgegriffen, der in seinem Jahresgutachten “keinen (…) Handlungsbedarf” (!) bei Verteilungsfragen sieht.
Wir zeigen auf, warum dieser Schluss aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar ist. Wir arbeiten drei Dimensionen heraus, in denen ökonomische Ungleichheit gesellschaftlich relevant ist. Erstens hinsichtlich der unmittelbaren Verteilung von Freiheit. Zweitens, aufgrund der Statusdimension von Ungleichheit – bei der die “positionale” Dimension von Gütern aufscheint: So hängt die individuelle Zufriedenheit häufig mit der Ausstattung des sozialen Umfelds zusammen. Diese Dimension rückt viele vermeintliche Grundeinsichten der Wohlfahrtsökonomik in ein völlig neues Licht. Und drittens kann sich ökonomische Ungleichheit in politische Ungleichheit übersetzen – ein zentrales Demokratieproblem. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir die Frage nach dem “Unten” einer Gesellschaft und der makroökonomischen Bedeutung von Ungleichheit.
In dem Beitrag kommen wir zu dem Schluss, dass die wachsende Ungleichheit von Einkommen und Vermögen gleich mit drei Krisen verwoben ist, die nicht getrennt voneinander betrachtet werden können: eine Krise der Demokratie, der sozialen Teilhabe und der ökonomischen Stabilität. Aus unserer Sicht ist dies eine gefährliche Melange mit Sprengkraft, vor deren Hintergrund etwa der wachsende Erfolg demokratie- und menschenverachtender Ideologien mit Sorge betrachtet werden sollte.

Sonntag, 22. Februar 2015

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht






Der Preis der Ungleichheit:
Wie die Spaltung der Gesellschaft unsere Zukunft bedroht

Gebundene Ausgabe – von Joseph Stiglitz  (Autor), Thorsten Schmidt (Übersetzer)

Joseph Stiglitz, geboren 1943, war Professor für Volkswirtschaft in Yale, Princeton, Oxford und Stanford, bevor er 1993 zu einem Wirtschaftsberater der Clinton-Regierung wurde. Anschließend ging er als Chefvolkswirt zur Weltbank und wurde 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet. Heute lehrt Stiglitz an der Columbia University in New York und ist ein weltweit geschätzter Experte zu Fragen von Ökonomie, Politik und Gesellschaft. Bei Siedler erschienen unter anderem seine Bestseller „Die Schatten der Globalisierung“ (2002), „Die Chancen der Globalisierung“ (2006) „Im freien Fall“ (2010) und zuletzt „Der Preis der Ungleichheit” (2012).

    Pressestimmen

»Es gibt nicht viele Menschen, die den Kapitalismus so gründlich erforscht haben [...]. Wenn er zum wiederholten Mal die Marktwirtschaft kritisiert, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.« (DIE ZEIT, 04.10.2012, Literatur – Beilage, 41/12)

»Stiglitz’ Buch ist in erster Linie eine Warnung an seine europäische Leserschaft. Allein schon deswegen lohnt die Lektüre.« (Süddeutsche Zeitung, 06.11.2012)

»[Stiglitz] deckt Herrschaftsmechanismen auf, zerpflückt neoliberale Lügen und bietet aufschlussreiche Vergleiche mit der krisenhaften Situation in Europa. Dieses Buch sollte man gelesen haben!« (Neues Deutschland, 09.10.2012)

»In seinem klaren, unaufgeregten Stil eine probate Anleitung für alle, die ihr vages Unwohlsein am Zustand Europas und seiner Ökonomie in Argumente verwandeln wollen.« (Falter (A), 10.10.2012)

Viele Arme, wenige Reiche - Warum die wachsende Ungleichheit uns alle angeht

Die Ungleichheit in der Welt nimmt zu: Immer weniger Menschen häufen immer größeren Reichtum an, während die Zahl der Armen wächst und die Mittelschicht vom Abstieg bedroht ist. Doch diese Entwicklung, so zeigt Nobelpreisträger Joseph Stiglitz in seinem neuen Bestseller, ist keine zwangsläufige Folge einer freien Marktwirtschaft, sondern Ergebnis einer globalisierten Ökonomie, die zunehmend vom reichsten einen Prozent der Bevölkerung beherrscht wird.

Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer, daran konnte auch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nichts ändern – im Gegenteil. Politik und Wirtschaft scheinen selbst in der Krise immer einseitiger den Interessen der Superreichen zu folgen, während es vielen Menschen zunehmend schlechter geht. Besonders drastisch lässt sich diese Entwicklung in den USA erkennen. 
Doch die wachsende Ungleichheit hat ihren Preis, wie Joseph Stiglitz in seinem neuen Buch zeigt. Sie behindert Wirtschaft und Wachstum, führt zu weniger Chancengerechtigkeit und korrumpiert Justiz und Politik. Deswegen ruft Nobelpreisträger Stiglitz dazu auf, die zunehmende Ungleichheit in unseren Gesellschaften nicht einfach hinzunehmen, sondern Wirtschaft und Politik so zu reformieren, dass der Wohlstand wieder gerechter verteilt ist. Die weltweiten Demonstrationen der Occupy-Bewegung können ein erster Schritt in diese Richtung sein.



Dienstag, 18. November 2014

Mythen des Reichtums






Mythen des Reichtums

Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet
Mit einem Nachwort von Elfriede Jelinek
BEIGEWUM / Attac / Armutskonferenz (Hrsg.)


Warum sammelt sich großer Reichtum in den Händen weniger? Und welche Folgen hat die ungleiche Verteilung für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie?
Reichtum und Armut sind die beiden Pole sozialer Ungleichheit. In der Forschung hat Armut lange Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als Reichtum. Zu letzterem gibt es weniger Datenmaterial und verbreitetes Faktenwissen. Reichtum fasziniert dafür medial, beispielsweise über Reichen­rankings und Millionärs- oder Millionärinnen-Homestories. Die so entstehen­den Bilder haben einen Nachteil: Sie verschleiern die wirtschafts- und sozial­poli­tische Dimension von Reichtum und tragen zur Mystifizierung bei.
Dieses Buch stellt den bestehenden Mythen des Reichtums Fakten entgegen. Aus verschiedenen Perspektiven wird den Strategien der Rechtfertigung von Reichtum und sozialer Ungleichheit nachgegangen. Dabei setzen sich die AutorInnen mit Gerechtigkeits- und Leistungsbegriffen auseinander, erörtern die empirische Vermögensforschung, auch mit Bezug auf die vieldiskutierten Arbeiten von Thomas Piketty, und untersuchen die Gefahren der Vermögenskonzentration für die Demokratie. Im Nachwort ist ein von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eigens für die Reichtumskonferenz verfasster Text erstabgedruckt.

Die HerausgeberInnen: Der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) ist ein Verein von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der das Ziel verfolgt, Ergebnisse kritischer Forschungstätigkeit in die laufende politische Debatte einzubringen. Attac ist eine internationale Bewegung, die sich für die demokratische und soziale Gestaltung der Wirtschaft einsetzt. Die Armutskonferenz ist als Netzwerk sozialer Organisationen und Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv und thematisiert gemeinsam mit Armutsbetroffenen Hintergründe, Ursachen und Maßnahmen gegen Armut & soziale Ausgrenzung. Bei VSA erschienen bisher »Mythen des Sparens« (2013), »Mythen der Krise« (2010) und »Mythen der Ökonomie« (2005).

Leseprobe:


www.vsa-verlag.de-Beigewum-Mythen-des-Reichtums.pdf116 K


oder siehe auch:
http://www.reichtumsmythen.at

Donnerstag, 4. September 2014

The Haves and the Have-Nots





The Haves and the Have-Nots:
A Brief and Idiosyncratic History of Global Inequality
 (Englisch)
Taschenbuch – von Branko Milanovic (Autor)

Auf den ersten Blick sieht Branko Milanović mehr wie ein gemütlicher Mathematiklehrer aus und weniger wie ein weltweit angesehener Wirtschaftswissenschafter.
Der ehemalige Ökonom der Forschungsabteilung der Weltbank ist Ende August Stargast beim Forum Alpbach. Seit über 30 Jahren beschäftigt sich der gebürtige Serbe mit der Verteilung und Ungleichheit von Einkommen.

Er wird gerne mit seiner Parademetapher zitiert: „Ungleichheit ist wie Cholesterin.“ Dabei unterscheide man wie beim Cholesterin zwischen guter und schlechter Ungleichheit.

Gute Ungleichheit biete den Menschen einen Anreiz, Risiken einzugehen, härter zu arbeiten, mehr zu lernen, um mehr Geld zu verdienen. Sie schaffe Leistungsanreize und kurble die Wirtschaftsdynamik an.
Anders liegen die Dinge jedoch bei der schlechten Ungleichheit. Diese festigt bestehende Strukturen und lähmt die Gesellschaft, beispielsweise wird ärmeren Gesellschaftsschichten aufgrund von Geldmangel der Zugang zur Bildung verwehrt.

- Ab 1990 arbeitete Branko Milanović in der Forschungsabteilung der Weltbank in Washington und beschäftigte sich mit der Analyse von Armut, Ungleichheit und Haushaltsbefragungen.
- Seit 1996 lehrt er an Universitäten und Hochschulen, so war er als außerordentlicher Professor an der Johns Hopkins University und als College-Park-Professor an der Universität von Maryland tätig.
- Seit 2014 lehrt er am Graduate Center der City University of New York.
- 2011 veröffentlichte Milanović sein Buch „The Haves and the Have-Nots“, in dem er in drei Essays und 26 Kurzgeschichten, sogenannten „Vignettes“, einen Überblick über die globale Ungleichheit gibt. Dabei differenziert Milanović zwischen drei Arten der Ungleichheit: zwischen den Bürgern eines Staates, zwischen verschiedenen Nationen und zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der Welt.

Milanović spricht drei mögliche Lösungsvorschläge an, um die Ungleichheit zu mildern.
 - Einerseits gäbe es die Möglichkeit einer größeren und nachhaltigen Umverteilung von Reich zu Arm.
 - Eine zweite Lösung wäre eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von armen – vor allem afrikanischen – Staaten. Damit könnte man sowohl die Armut als auch die Ungleichheit in den Griff bekommen.
 - Der dritte – und laut Milanović effektivste – Vorschlag ist die Migration. Eine Grenzöffnung der USA und von Europa würde Millionen von MigrantInnen anziehen, deren Einkommen steigen würden.
Gleichzeitig würde dies aber zwei große Probleme mit sich bringen: einerseits einen Zusammenstoß von verschiedenen Kulturen und Religionen, andererseits sinkende Einkommen der BürgerInnen im Ankunftsland.


Who is the richest person in the world, ever? Does where you were born affect how much money you'll earn over a lifetime? How would we know? Why-beyond the idle curiosity-do these questions even matter? In The Haves and the Have-Nots, Branko Milanovic, one of the world's leading experts on wealth, poverty, and the gap that separates them, explains these and other mysteries of how wealth is unevenly spread throughout our world, now and through time. Milanovic uses history, literature and stories straight out of today's newspapers, to discuss one of the major divisions in our social lives: between the haves and the have-nots. He reveals just how rich Elizabeth Bennet's suitor Mr. Darcy really was; how much Anna Karenina gained by falling in love; how wealthy ancient Romans compare to today's super-rich; where in Kenyan income distribution was Obama's grandfather; how we should think about Marxism in a modern world; and how location where one is born determines his wealth. He goes beyond mere entertainment to explain why inequality matters, how it damages our economics prospects, and how it can threaten the foundations of the social order that we take for granted. Bold, engaging, and illuminating, The Haves and the Have-Nots teaches us not only how to think about inequality, but why we should.






Mittwoch, 27. März 2013

Armut in einem reichen Land






Armut in einem reichen Land: Wie das Problem verharmlost und verdrängt wird [Broschiert] Christoph Butterwegge (Autor)

Christoph Butterwegge ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Köln, Autor zahlreicher Bücher und gefragter Experte auf Diskussionsveranstaltungen und in den Medien.
Butterwegge stellt verschiedene Ansätze und Vorschläge zur Armutsbekämpfung vor und diskutiert sie so ausführlich wie leidenschaftlich.


Die Folgen der Finanzkrise, Angst vor gesellschaftlichem Abstieg, soziale Ungleichheit: Diese Fragen treiben viele Menschen um, und doch, so konstatiert Christoph Butterwegge, wird Armut in Deutschland immer noch nicht konsequent bekämpft, sondern verharmlost und "ideologisch entsorgt".

In der 3., aktualisierten Auflage seines Standardwerks geht er auf die Neuregelung von Hartz IV sowie auf deren Folgen ein. Schließlich zeigt Butterwegge, was getan werden muss, damit sich die Kluft zwischen Arm und Reich wieder schließt.

Die Entwicklung von relativer Armut und Ungleichheit im Land bedarf genau wie der diesbezügliche Wandel im politisch-öffentlichen Denken kritischer Analysen.

Das von Butterwegge vorgelegte Werk bietet vorrangig eine Auseinander-setzung mit dem politischen Umgang mit relativer Armut in unserer Wohlstandsgesellschaft und will aufzeigen, dass diese mehr verschleiert als bekämpft wird.




Dienstag, 13. März 2012

Zahlen bitte! Die Kosten der Krise tragen wir alle


Zahlen bitte!
Die Kosten der Krise tragen wir alle

von Markus Marterbauer

Welche Lehren zieht die Politik aus der Krise?
Endlich ein ausführlich recherchiertes und verständlich geschriebenes Buch zur Wirtschaftskrise, das Ökonomielaien nicht überfordert und Wirtschaftsinsidern auch Interessantes liefert. Geschrieben von einem der renommiertesten Wirtschaftswissenschaftern des Landes.
Auf Basis neuester Studien gibt der Wirtschaftsforscher Markus Marterbauer eine präzise Anleitung zum politischen Handeln. In seinem neuesten Buch zeigt er, dass sich die weltweit zunehmende Ungleichheit in der Verteilung von Vermögen und Einkommen, einer der Hauptauslöser der Finanzkrise, weiter zu verschärfen droht, wenn wir nicht rasch an Alternativen arbeiten.

Sehr nüchtern und sachlich beschreibt Dr.Marterbauer in diesem Buch, wie Staatschulden und die zunehmend ungleiche Verteilung von Vermögen zusammenhängen, bzw. warum gerade der Sozialstaat die richtige Antwort auf diese zunehmende Bedrohung des sozialen Friedens ist.
Nach dem Scheitern der neoliberalen Selbstregulierungstheorie der Märkte wäre es an der Zeit, dass auch der eine oder andere politische Entscheidungsträger dieses Buch liest, da die Methode des eindimensionalen ausgabenseitigen Sparens eben jetzt mit Nachdruck scheitert, nicht nur in Griechenland.