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Freitag, 20. November 2015

BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT







BERMERKUNGEN ZU WILLY BRANDT
Daniela Münkel

Daniela Münkel ist Historikerin und seit 2008 als Projektleiterin in der Forschungsabteilung beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen tätig. Seit 2010 ist sie außerplanmäßige Professorin an der Universität Hannover.



Willy Brandt war der bedeutendste und am längsten amtierende Vorsitzende der SPD nach 1945. Als Bundeskanzler gehört der Schöpfer von Ost- und Entspannungspolitik zu den wichtigsten Regierungschefs der Bundesrepublik. 

Vielfach verehrt und nicht selten verklärt, stehen bisher vor allem seine Ostpolitik und seine Kanzlerzeit im Mittelpunkt der politischen und akademischen Diskussion.

Daniela Münkel diskutiert bisher vernachlässigte Aspekte des Politikers Willy Brandt: etwa sein Verhältnis zur SPD, seinen dialogischen Führungsstil, seine Beziehung zu den Massenmedien und seine Medienpolitik. 
Als erster „moderner Medienkanzler“ verstand er es, seine Politik medienwirksam darzustellen und seine Person mediengerecht zu inszenieren. Dieser Politikstil wirkt auf nachkommende Politiker und Politikerinnen – bis heute.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht







Die bezifferte Welt:
Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht

Gebundene Ausgabe – von Colin Crouch  (Autor), 
Frank Jakubzik (Übersetzer)
Colin Crouch, geboren 1944, lehrte bis zu seiner Emeritierung Governance and Public Management an der Warwick Business School. Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhielt Crouch 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.


Vom Autor des Spiegel - Bestsellers Postdemokratie
Im Herbst 2014 wurde bekannt, der englische National Health Service wolle in Zukunft jedem Arzt 55 Pfund bezahlen, der bei einem Patienten Demenz diagnostiziert. Die Empörung war groß: Steigt so nicht das Risiko von Fehldiagnosen? Wissen Ärzte nicht auch ohne solche Anreize, was zu tun ist? Das Beispiel zeigt, dass die Logik des Neoliberalismus trotz der großen Krise weiterhin auf dem Vormarsch ist.
Der damit verbundene Wandel betrifft alle Lebensbereiche: Schulen, Krankenhäuser und Polizei werden im Rahmen des großen Zahlenspiels umstrukturiert und dem Diktat der Kennziffern unterworfen; aus Studenten und Fahrgästen sollen Kunden werden, die agieren wie Rechenmaschinen. Auf dem Weg in die »Informationsgesellschaft« bleibt eine zentrale Ressource auf der Strecke: das Wissen selbst.
Colin Crouch zeichnet nach, wie der Neoliberalismus alternative Formen des Wissens und der Expertise korrumpiert. Anders als seine Apologeten behaupten, ist der Markt keine perfekte Wissensmaschine, die aus anonymen Entscheidungen Transparenz herbeizaubert, im Gegenteil: Lässt man die Logik der Finanzmärkte ungehindert operieren, kann sie das Immunsystem unserer Gesellschaften zerstören.

   Pressestimmen

»Einer der scharfsinnigsten Kritiker des Neoliberalismus.«
DIE ZEIT 29.05.2015

»Ein provokantes Werk ... Es wird manch spannende Diskussion anstoßen.«
Björn Finke, Süddeutsche Zeitung 04.09.2015

»Die bezifferte Welt ist ein interessantes, aufschlussreiches Werk mit starkem politischen Einschlag. Es beleuchtet das konfliktträchtige Verhältnis zwischen Neoliberalismus und Wissenschaft aus überraschender Perspektive.«
Hans-Martin Schönherr-Mann, spektrum.de 04.09.2015

»Beeindruckend ist, wie klar, strukturiert und sortiert der Autor seine Überlegungen darlegt. Gleich zu Beginn skizziert er These, Argumentation und Aufbau des Buches, so dass sich der Leser jederzeit in dem durchaus komplexen Gedankenkonstrukt Crouchs zurechtfindet.«
Andreas Kolbe, Deutschlandfunk 07.09.2015

Dienstag, 28. Oktober 2014

Betriebliche Mitbestimmung auf dem Prüfstand





Plädoyer für einen Neustart

Betriebliche Mitbestimmung auf dem Prüfstand
Supplement der Zeitschrift Sozialismus 11/2014
In der mitbestimmungspolitischen Diskussion sollte ein Neustart in Angriff genommen werden. Dabei geht es nicht um den Ersatz des institutionell gestützten Systems der Mitbestimmung. Gerade dort, wo es nicht existiert, ist die Interessenvertretung abhängiger Lohnarbeit in Gänze in Frage gestellt und ist einem autoritären Kapitalismus Tür und Tor geöffnet. Aber ebenso wenig kann es darum gehen, das bestehende Repräsentativsystem gleichsam über die bestehenden ›weißen Flächen‹ legen und damit zum Kern betrieblicher Interessenvertretung stilisieren zu wollen. 

Ein Neustart muss bisherige Systemschranken überwinden. Heute ergeben sich nicht zuletzt aus der Unternehmensorganisation neue Ansatzpunkte. Ohne die Reichweite indirekter Steuerung überzeichnen zu wollen, kann doch gesagt werden, dass Arbeitspolitik mehr denn je sich nicht nur in die Organisation des Arbeitsprozesses, sondern in die unternehmenspolitischen und in der weiteren Betrachtung auch sektoralen Rahmenbedingungen einmischen muss.

Inhalt

1. Ausbruch aus der Stallhaltung: Kapitalismus ohne Demokratie
2. Betriebliche Mitbestimmung – eine Erfolgsstory?
2.1 Betriebsräte: Gewinner im System der industriellen Beziehungen?
2.2 Größer werdende »Ungewissheitszonen«
3. Mitbestimmungs- und Gewerkschafts»welten«
3.1 Die autoritär-mitbestimmungsfeindliche Welt
3.2 Gewerkschaftsgeprägte Welt
3.3 Dominante großbetriebliche Interessenvertretung
3.4 Gewerkschafts»welten«
4. Postdemokratie im Betrieb
5. Der Autoritarismus der Austerität
6. Erweiterter Strategieansatz
7. Beteiligung: demokratisch – direkt – von unten
8. Beteiligungs- und mobilisierungsorientierte Gewerkschaftsarbeit
9. Fazit: Mitbestimmung als Systemkorrektur


An der Redaktion des Textes waren beteiligt:
Heinz Bierbaum, Günter Busch, Frank Deppe, Richard Detje, Christoph Ehlscheid, Michael Erhardt, Klaus Peter Kisker, Dieter Knauß, Jörg Köhlinger, Otto König, Klaus Pickshaus, Lilo Rademacher, Heidi Scharf, Manfred Scherbaum, Horst Schmitthenner, Sybille Stamm, Hans-Jürgen Urban, Jörg Wiedemuth.



Montag, 2. September 2013

Sozialer Aderlass in Europa

Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012





Die öffentliche Debatte räumt der Finanzkrise und ihrer Bewältigung viel Platz ein. In jüngster Zeit mehren sich dabei die Stimmen, die vor den negativen Folgewirkungen der bisherigen Anti-Krisen-Politiken warnen. 


Die nationalen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen vor allem auf Kür- zungen zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten. 
In vielen EU-Staaten wurden gravierende Sparpakete mit weitreichenden Einschnitten beschlossen: Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich, Abbau von Sozialleistungen, Eingriffe in die Tarifautonomie, Einschränkung bestehender ArbeitnehmerInnenrechte und Schwächung der Gewerkschaften. 


Der Rückbau von ArbeitnehmerInnenrechten und des Sozialstaates ist für große Teile der Bevölkerung unmittelbar spürbar.  
Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012

              http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=2843




Samstag, 27. Oktober 2012

Politische Theorie von Adorno bis Young

Politische Theorie der Gegenwart. In Einzeldarstellungen von Adorno bis Young [Gebundene Ausgabe]Gisela Riescher (Autor)


Die maßgeblichen Autoren der politischen Theorie der gegenwart in 135 Einzelporträts.



Die prinzipiellen Aspekte der Politik rücken in der Mediendemokratie leicht in den Hintergrund. Umso wichtiger wird die Reflexion auf die theoretischen Grundlagen der Politik.

Der neue Band stellt die einflußreichsten Stimmen und Ansätze gegenwärtiger politischer Theorie in ca. 130 kompakten Einzelporträts vor. Neben heute lebenden Theoretikerinnen und Theoretikern wurden auch solche aufgenommen, die nach 1945 ein bedeutendes politiktheoretisches Œuvre veröffentlicht haben.

Das Spektrum politischer Theorie wurde bewußt weit gefaßt; es reicht von normativen Theoretikern wie J. Habermas, N. Luhmann oder J. Rawls, über politikerfahrene Anwälte der Bürgergesellschaft wie R. Dahrendorf bis zu Verfassern bedeutender empirischer Studien wie J. V. Galtung als Pionier der Friedens- und Konfliktforschung.
Die Einzeldarstellungen bieten einen ebenso fundierten wie gut verständlichen Überblick. Auf eine Kurzbiographie – die nicht selten die Wurzeln des politischen Interesses erkennen läßt – folgt die pointierte Darstellung von Werk und Wirkung.

Eine Bibliographie mit Werkverzeichnis und der wichtigsten Sekundärliteratur erschließt weitere Quellen.

Die einzelnen kurzen Abschnitte über die wichtigsten Theoretiker des politischen Denkens der Moderne sind zumeist 2-3 Seiten lang und enthalten die jeweiligen wesentlichen Grundzüge der Ansätze und Auffassungen, eine kurze Biographie der Person, einen Überblick über die Rezeption des jeweiligen Werkes und der am häufig diskutiertesten Thesen und eine Auswahlbibliographie zum weiterforschen.


Sonntag, 12. August 2012

Eine Theorie der Gerechtigkeit




John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit [Taschenbuch] 
Otfried Höffe (Herausgeber)




Die "Theorie der Gerechtigkeit" ist der wichtigste Beitrag des englischen Sprachraums, vielleicht sogar der wichtigste Beitrag zur Politischen Ethik des 20. Jahrhunderts überhaupt. 

John Rawls entwirft hier nicht nur eine weithin überzeugende Theorie zur Schnittmenge von Ethik und Politischer Philosophie. Ihm gelingt es darüber hinaus, in der philosophischen Debatte eine Reihe von grundlegenden Paradigmenwechseln vorzunehmen. 

Nach einer Generation intensiver Diskussion ist der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen. Das geschieht nicht als rein deskriptiver Überblick über die bisherige Debatte, sondern in Form eines kooperativen Kommentars. 

Autoren unterschiedlicher philosophischer Herkunft stellen sich die Frage, wie Rawls’ Gedanken zu verstehen sind und welche Tragweite, welche Überzeugungskraft sie für den künftigen Diskurs haben.



Dienstag, 24. Juli 2012

INDECT - das ALLumfassendste Überwachungsprogramm welches es je gab!




Kaum ist ein Überwachungsprojekt gestorben, kommt das nächste!!!

Es ist ein Forschungsprojekt der Europäischen Union, startete 2009 und soll 2013 abgeschlossen sein.

INDECT ist das umfassendste Überwachungsprogramm, das je installiert werden sollte. Es umfasst nicht nur das Internet.
Auch Menschen auf der Straße werden INDECT nicht entgehen !!!

Weitere Infos:
http://www.stopp-indect.info/?page_id=2&lang=de


Beispiele dafür, was Du tun kannst:

- Sprich über INDECT, erzähle den Menschen, die Du kennst, was Du über INDECT weißt. Damit hilfst Du dabei, das Thema INDECT in die Öffentlichkeit und in die öffentliche Diskussion zu tragen. Vielleicht kennst Du ja auch Journalisten, Künstler, Politiker, die dabei helfen können?

- Hilf uns bei der Vernetzung aller INDECT-Gegner. Vielleicht gehörst Du einer Bürgerrechtsbewegung, einer Partei oder sonstigen Organisation an? Nur wenn wir alle gemeinsam gegen INDECT einstehen, werden wir verhindern können, dass dieses Projekt irgendwann gegen uns eingesetzt wird.

- Blogge über INDECT

- Verteile Flyer über INDECT, starte oder beteilige Dich an Aktionen gegen INDECT.

- Wenn Du keine Zeit für aktive Beteiligung hast, kannst Du uns auch mit einer Spende helfen. Spenden verwenden wir für Werbemittel (z.B.: Flyer, Plakate) sowie zum Starten verschiedener Aktionen um auf das Thema INDECT aufmerksam zu machen und den Widerstand zu mobilisieren!