Sonntag, 8. September 2013

Georg Elser: Der Hitler-Attentäter






Georg Elser: Der Hitler-Attentäter [Broschiert]


Peter Steinbach, geboren 1948, ist wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim. 
Johannes Tuchel, geboren 1957, ist Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und seit 2007 Professor am Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der FU Berlin.




Am 8. November 1939 versuchte der Schreiner Georg Elser, Adolf Hitler durch einen Bombenanschlag im Münchner Bürgerbräukeller zu töten. Das Attentat, das wie kein anderes Ereignis des 20. Jahrhunderts den Gang der Weltgeschichte verändert hätte, misslang, Elser wurde gefasst und im Konzentrationslager Dachau inhaftiert, wo man ihn am 9. April 1945 erschoss. Dieser Band verbindet ein reich illustriertes, verständlich geschriebenes Lebensbild Elsers mit der Geschichte seiner wechselvollen Beurteilung durch die Nachwelt und einer kompletten Wiedergabe der Verhörprotokolle.


Dieses Standardwerk stellt in kompakter Weise den aktuellen Stand der Georg-Elser-Forschung sowie Meilensteine der Anerkennung von Georg Elser dar. 
Es ist allgemein verständlich geschrieben und eignet sich in besonderer Weise für den Schulunterricht. 
(georg-elser-arbeitskreis.de)


Siehe auch: Ansicht



Mittwoch, 4. September 2013

Was vom Kriege übrig blieb ...





Was vom Kriege übrig blieb ...
Der Afghanistan-Krieg dauert bereits länger als Erster und Zweiter Weltkrieg zusammengenommen. 
- Welche Lektionen hält der erste große militärische Auslandseinsatz Deutschlands nach 1945 bereit? 
- Wie groß sind die Chancen, dass der Abzug 2014 die Region nicht endgültig ins Chaos stürzt? 
Darüber schreiben Politiker, Wissenschaftler, Journalisten und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen.


Lektionen aus dem langen Krieg

Was hätten wir in Afghanistan besser machen können?

von Elke Hoff | Afghanistan, Konflikte und Strategien


Es ist viel erreicht worden in Afghanistan. 
- Aber ist es auch viel, gemessen an den Ansprüchen, die zur Rechtfertigung des Krieges formuliert wurden? 
- Warum war es nicht möglich, eine stringente Strategie zu entwickeln, die afghanische Bevölkerung für sich zu gewinnen, stabile Regierungsstrukturen aufzubauen? 
- Und was gäbe es zu lernen?

Weg vom Abgrund 

Nur Gespräche mit den Taliban können Afghanistan Frieden bringen

von Ahmed Rashid | Afghanistan, Konflikte und Strategien


Vor dem Abzug des Westens steigt das Ausmaß der Gewalt dramatisch. Dabei sind alle Seiten – Amerikaner, Taliban und die afghanische Regierung – zu Gesprächen bereit. Nur so ließe sich ein Waffenstillstand erreichen, der Bedingung dafür ist, dass 2014 faire Wahlen stattfinden können. 
An einer Machtbeteiligung der Taliban führt kein Weg vorbei.

„Die Lage der Frauen ist deutlich besser“

Was in Afghanistan auf dem Spiel steht: Interview mit Suzana Lipovac

von Suzana Lipovac | Afghanistan, Konflikte und Strategien


Vor dem Abzug der internationalen Truppen Ende 2014 glaubt eine Mehrheit der Afghanen, dass ihr Land auf einem guten Weg ist und sich die Situation namentlich der Frauen verbessert hat. 
Und nach dem Abzug? Steht zu befürchten, dass die prekäre Stabilität wieder in sich zusammenfällt, so Suzana Lipovac von der Hilfsorganisation KinderBerg im Gespräch mit der IP.

Die Zähmung der Widerspenstigen 

Kann Pakistan die Taliban im eigenen Staat kontrollieren?

von Christian Wagner | Pakistan, Konflikte und Strategien


Lange hat Islamabad die Taliban in Afghanistan unterstützt, um in Kabul mitzuregieren, Indien herauszuhalten und den Zugang nach Zentralasien zu sichern. Doch das hat sich als Bumerang erwiesen: Heute bedrohen die pakistanischen Taliban den Staat. Im Interesse Pakistans wäre eine enge Zusammenarbeit mit der afghanischen Regierung.


Dienstag, 3. September 2013

Der spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten





Der spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten[Taschenbuch]


Hans-Christian Kirsch  



Quellenstudium muß nicht trocken und schwer verständlich sein - das zeigt das Werk "der spanische Bürgerkrieg in Augenzeugenberichten". 

Anhand chronologisch dargestellter Kurztexte von Zeitgenossen wird die Vorgeschichte dieses für Europa so wichtigen Ereignisses, sein Ausbruch und die auf beiden Seiten verübten Grausamkeiten, die militärische Entwicklung, der Enthusiasmus und die entschlossenheit der spanischen Arbeiter und Bauern sowie der Internationalen Brigaden, die Rolle der ausländischen Mächte (Nazi-Deutschland, der "Westen", die Sowjetunion) sowie die Gründe für das Scheitern der ersten spanischen Demokratie dargestellt. 

Das Buch liest sich stellenweise wie ein spanender Roman. Obwohl nicht unbeteiligt oder "neutral", ermöglicht der Autor doch dem Leser, sich ein eigenes Urteil zu machen über die damals für Europa so schicksalhaften Ereignisse am Vorabend des zweiten Weltkrieges. Für mich trotz des Erscheinungsdatums immer noch ein Klassiker der Literatur über den Spanischen Bürgerkrieg!
(Von Heinz-Peter Kuhlmann)




„Proben“ für die einen ...

Der Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Hermann Göring, sagt später über die deutsche Beteiligung am Spanischen Bürgerkrieg:
„Als in Spanien der Bürgerkrieg ausgebrochen war, sandte Franco einen Hilferuf an Deutschland um Unterstützung besonders in der Luft. Man darf nicht vergessen, Franco stand mit seinen eigentlichen Truppen in Afrika. 

Das Entscheidende war, dass zunächst seine Truppen nach Spanien kamen.

Ich sandte mit Genehmigung des Führers einen großen Teil meiner Transportflotte und sandte eine Reihe von Erprobungskommandos meiner Jäger, Bomber und Flakgeschütze hinunter und hatte auf diese Weise Gelegenheit, im scharfen Schuss zu erproben, ob das Material zweckentsprechend entwickelt wurde. Damit auch das Personal eine gewisse Erfahrung bekam, sorgte ich für einen starken Umlauf, das heißt, immer wieder neue hin und die anderen zurück.“ 




... Ernstfall für die anderen

Am 26. April 1937 bombardierte die „Legion Condor“ Guernica, baskisch: Gernika. Pablo Picasso erinnert mit seinem weltberühmten Gemälde „Guernica“ an die Zerstörung der nordspanischen Stadt, bei der mehrere Hundert Zivilisten getötet wurden. 
Padre Alberto de Onaindía, ein junger baskischer Priester, sieht das Bombardement mit an:
„Es war ein wunderbar klarer Tag, der Himmel war weich und klar. Wir kamen in den Vororten von Guernica gegen 5 Uhr an. In den Straßen war viel Betrieb, denn es war Markttag. Plötzlich hörten wir die Sirene. 

Bald erschien ein feindliches Flugzeug über Guernica. Direkt über dem Zentrum warf es drei Bomben ab. Kurz darauf sah ich sieben Flugzeuge, auf die sechs weitere folgten, dann kamen noch einmal fünf. Alle waren Junkers-Maschinen. Unterdessen war ganz Guernica von einer Panik ergriffen.

Mehr als eine Stunde blieben die achtzehn Maschinen in einer Höhe von wenigen hundert Metern über Guernica, und sie warfen Bombe auf Bombe.
Später sahen wir die Krater. Sie hatten einen Durchmesser von sechzehn Metern und waren acht Meter tief.

Gegen 7 Uhr flogen die Maschinen ab, und nun kam eine neue Welle, die diesmal in sehr großer Höhe flog. Die zweite Welle warf Brandbomben
auf unsere gemarterte Stadt. Das zweite Bombardement dauerte fünfunddreißig Minuten, aber es reichte hin, um den ganzen Ort in einen gewaltigen Feuerofen zu verwandeln. Die Angriffe und die Zerstörung der Stadt hielten noch weitere zwei Stunden und fünfundvierzig Minuten an. 

Als das Bombardement vorbei war, kamen die Leute aus ihren Schutzräumen. Keiner weinte. Verwunderung stand auf ihren Gesichtern. Jeder von uns konnte einfach nicht begreifen, was er da sah.
Bei Sonnenuntergang konnte man immer noch nicht weiter als fünfhundert Meter sehen. Überall wüteten die Flammen, und dicker schwarzer Rauch stieg auf. Um mich herum beteten die Leute und streckten die Arme in Kreuzform gegen den Himmel, um Gnade zu erbitten.

Guernica hatte keine Flak, überhaupt gab es keine Geschütze in der Stadt, nicht einmal ein Maschinengewehr wäre zu finden gewesen.
In den ersten Nachtstunden sah ich fürchterliche Szenen: Männer, Frauen und Kinder liefen durch den Wald und suchten ihre Angehörigen. In den meisten Fällen fanden sie nur die Leichen, durchsiebt von den Kugeln der Bordwaffen.“ 





Montag, 2. September 2013

Sozialer Aderlass in Europa

Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012





Die öffentliche Debatte räumt der Finanzkrise und ihrer Bewältigung viel Platz ein. In jüngster Zeit mehren sich dabei die Stimmen, die vor den negativen Folgewirkungen der bisherigen Anti-Krisen-Politiken warnen. 


Die nationalen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen vor allem auf Kür- zungen zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten. 
In vielen EU-Staaten wurden gravierende Sparpakete mit weitreichenden Einschnitten beschlossen: Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich, Abbau von Sozialleistungen, Eingriffe in die Tarifautonomie, Einschränkung bestehender ArbeitnehmerInnenrechte und Schwächung der Gewerkschaften. 


Der Rückbau von ArbeitnehmerInnenrechten und des Sozialstaates ist für große Teile der Bevölkerung unmittelbar spürbar.  
Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012

              http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=2843




Bürgernaher aktiver Staat





Bürgernaher aktiver Staat

Elisabeth Dearing/Helfried Bauer


Dr. Helfried Bauer Konsulent für das Zentrum für Verwaltungsforschung Dr.in Elisabeth Dearing Leiterin der Abteilung 5B2, Volkswirtschaft und Wirkungsorientierung (Rechnungshof)




Sparen gefährdet die nachhaltige und wirksame Aufgabenerfüllung durch den Staat. Governance-orientiertes Handeln setzt hingegen bei den nachhaltigen Wirkungen für Bürgerschaft, Wirtschaft und das Land an, stimmt die Ziele und Maßnahmen mit den Partnern auf Länder- und Städteebene ab und bemüht sich um Gleichstellung, Fairness und – als Voraussetzung für gemeinsames Handeln – um Transparenz.

Ein zentraler Punkt von Public Governance ist der Wertebezug. Die generellen Menschenrechte, beispielsweise auch Gerechtigkeit, Transparenz oder Bürgerbeteiligung, sind zu stärken, um Demokratiequalität zu erhalten. 

Ebenso gilt es, die Public Values, welche die verschiedenen öffentlichen Aufgabenträger anstreben, zu konkretisieren. Dies gibt auch den öffentlich Bediensteten eine Ausrichtung für die Zukunft.

In diesem Buch werden Begriffe und zentrale Konzepte einer zeitgemäßen Planung und Steuerung der öffentlichen Aufgabenerfüllung erklärt. Betont wird, dass öffentliches Management anderen Zielen verpflichtet ist als privates Wirtschaften. 
Das bisherige Reformgeschehen wird kritisch behandelt und lang anstehende und künftige Reformbereiche werden praxisbezogen erläutert und kommentiert.



Genial dagegen - Bruno Kreisky Forum für Internationalen Dialog































Siehe auch - Genial dagegen:
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2012/06/genial-dagegen-die-reihe.html



Sonntag, 1. September 2013

Die Freiheit kam im Mai






Die Freiheit kam im Mai. Mit CD "Mauthausen Trilogy"

Text: Kambanellis Iakobos. Musik: Theodorakis Mikis [Taschenbuch]

Iakovos Kambanellis Mikis Theodorakis Elena Strubakis  

erstmals aus dem Griechischen ins Deutsche übersetzt von Elena Strubakis
mit der CD „Mauthausen Cantata“ Text: Iakovos Kambanellis Musik: Mikis Theodorakis Begleitende Worte: Simon Wiesenthal Iakovos Kambanellis zählt zu den bekanntesten Bühnen- und Filmautoren Griechenlands. 




Seine Popularität gründet sich ebenso auf die oft gespielten und gesungenen Vertonungen seiner Gedichte, besonders auf die weltweit bekannte „Mauthausen Cantata“, die von Mikis Theodorakis vertont wurde.
Iakovos Kambanellis war Häftling im Konzentrationslager Mauthausen. Er schildert die Zeit der Gefangenschaft, den Tag der Befreiung, den 5. Mai 1945, das Leben im Lager in den fol- genden Monaten und die Kontakte mit der Bevölkerung in den nahen Dörfern und Bauern- höfen, das Leben des Aufbruchs in die Freiheit, die ersten Schritte in eine neue Epoche.

Simon Wiesenthal war Häftling in zahlreichen Konzentrationslagern, zuletzt in Mauthausen. Er kämpfte lebenslang um Recht und Gerechtigkeit und formuliert auf der CD konzentriert seine wichtigsten Anliegen.



Mikis Theodorakis sagt zu dieser ersten Übersetzung des Werkes ins Deutsche, das in Griechenland mehr als 30 Mal aufgelegt wurde:

„Der Dichter beweist in seinem Buch, dass er stärker als seine Kerkermeister ist, weil er uns überzeugend zeigt, dass sich sogar in der Hölle die Liebe letztendlich als das Stärkere erweist.“ 


Freitag, 30. August 2013

Zeit für Frieden





Zeit für Frieden.

HerausgegeberInnen: Niels Annen, Ute Finckh, Tim Rohardt und
Burkhard Zimmermann
Dortmund 2009, Umfang 170 Seiten
ISBN 978-3-9224-8930-6



Ist Frieden nur eine Illusion? 

Das Wort Illusion stammt vom lateinischenteinischen „ludere“ - „spielen“ - ab und steht mit der lokalen Präposition „in“ dem deutschen Wort „Gedankenspiel“ nahe „Als ob Frieden möglich wäre“. 
Das ist die leitende Idee, die hinter diesem Buchprojekt steht. Dabei haben sich die Autoren nicht allein am Ideal orientiert, sondern an der realen Wirklichkeit. In dem realpolitischen Anspruch, dass ihre Schlussfolgerungen die sie aus der Realität ziehen, in ihre und die Politik anderer einfließen. 




Donnerstag, 29. August 2013

Wissenschaft über Gewerkschaft - ein weltweit einmaliges Projekt!






Wissenschaft über Gewerkschaft.
Ein weltweit einmaliges Projekt!

Das Projekt „Wissenschaft über Gewerkschaft“ ist eine Innovation, nicht nur für Österreich, denn
  • erstmals tragen WissenschaftlerInnen aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu einem Buch bei, das sich ausschließlich mit Entwicklungslinien einer Gewerkschaftsorganisation beschäftigt;
  • erstmals sind WissenschaftlerInnen verschiedener Generationen als AutorInnen und HerausgeberInnen in einem Gewerkschaftsprojekt vereinigt, - vom Jahrgang 1987 bis zum Jahrgang 1940;
  • erstmals gelang die Beteiligung von ForscherInnen aus allen Universitäten eines Landes an einem Buch zum Thema „Gewerkschaft“;
  • erstmals wurde es möglich, Analysen aus dem Blickwinkel fast aller Fachrichtungen, deren Forschungsarbeit das Thema „Gewerkschaft“ berührt, in einem Band zu finden.
     
„Wissenschaft über Gewerkschaft“ ist Initialzündung für die Neuherausgabe einer österreichischen Gewerkschaftsgeschichte auf aktuellem Forschungsstand. Erstmals wird damit für die Edition von Gewerkschaftsgeschichte ein interdisziplinärer Ansatz bestimmend.



Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Eine Veranstaltung der „Arbeit&Wirtschaft“ in Kooperation mit dem ÖGB-Verlag und der Sozialakademie der AK Wien.

Datum: Dienstag, 1. Oktober 2013
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags,
Rathausstraße 21, 1010 Wien
Als Initialzündung zum Projekt „Gewerkschaftsgeschichte aktuell“ setzen sich WissenschafterInnen verschiedener Fachrichtungen mit Positionen über und von Gewerkschaften im Laufe ihrer Entwicklung auseinander. Und sie stellen die Frage: Welche Rolle können und sollen Gewerkschaften in der Welt des 21. Jahrhunderts spielen?

Podiumsdiskussion mit:
  • Mag. Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB
  • Mag. Dr. Elias Felten, Jurist
  • Dr.in Margarete Grandner, Historikerin
  • Mag.a Julia Hofmann, Soziologin
  • Dr. David Mayer, Historiker
  • Dr.in Brigitte Pellar, Historikerin
Moderation: Katharina Klee, Chefredakteurin „Arbeit&Wirtschaft“



Eintritt frei! Anmeldung unter:
veranstaltung@oegbverlag.at








Mittwoch, 28. August 2013

Mildred Harnack und das Widerstandsnetz »Die Rote Kapelle«





Mildred Harnack und »Die Rote Kapelle« [Gebundene Ausgabe] Shareen Blair Brysac  

Shareen Blair Brysacarbeitete für CBS News und erhielt dafür verschiedene Emmys und den Peabody Award. Zur Zeit ist sie für das Archaeology Magazine tätig.




Harnack-Fish war das jüngste Kind von William C. Fish und Georgina Hesketh Fish. 
1926 arbeitete sie als Dozentin für deutsche Literatur an der University of Wisconsin-Madison, wo sie den Juristen und Rockefeller-Stipendiaten Arvid Harnack kennen lernte und heiratete. 1929 zog sie mit Arvid nach Berlin. Von 1932 bis 1936 war sie als Englischlehrerin am Berliner Abendgymnasium (heute: Peter-A.-Silbermann-Schule) tätig. Sie promovierte 1941 an der Ludwigs-Universität Gießen und arbeitete als Lehrbeauftragte und Übersetzerin an der Auslandswissenschaftlichen Fakultät der Universität Berlin. Dort sammelte sich ab 1939/40 ein reger Kreis widerständiger Dozenten und Studenten, darunter auch Harro Schulze-Boysen und Horst Heilmann. 
Ab 1933 baute sie zusammen mit ihrem Mann sowie dem Schriftsteller Adam Kuckhoff und dessen Frau Greta Kuckhoff einen Diskussionszirkel auf, der politische Perspektiven nach dem erwarteten Sturz des Naziregimes erörterte. 1939 entstand daraus das Widerstandsnetz Rote Kapelle
Bis zum Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg war sie Vorsitzende des Frauen-Clubs an der US-Botschaft in Berlin und eng befreundet mit Martha Dodd, der Tochter des Botschafters William Edward Dodd. Später waren die Harnacks eng mit Botschaftsrat Donald R. Heath und dessen Frau Louise befreundet.
Bis Ende Juni 1941 hatte die Gruppe Kontakt mit Angehörigen der sowjetischen Botschaft und versuchte, vor dem bevorstehenden deutschen Überfall auf die Sowjetunion zu warnen. 
Im August 1942 wurde ein Funkverkehr der belgischen Gruppe mit den Adressen von Adam Kuckhoff, Harro Schulze-Boysen und Ilse Stöbe dechiffriert.
Am 7. September 1942 wurden Arvid und Mildred Harnack während eines Urlaubs in Ostpreußen von der SS verhaftet. Am 19. Dezember fällte das Reichskriegsgericht das Todesurteil über Arvid Harnack, das am 22. Dezember 1942 vollstreckt wurde. Mildred Harnack wurde zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Hitler ordnete jedoch eine neue Hauptverhandlung an, die am 16. Januar 1943 mit einem Todesurteil endete. 
Am 16. Februar 1943 wurde Mildred Harnack im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee mit der Guillotine hingerichtet. Ihre letzten Worte waren: „Und ich habe Deutschland so geliebt.“
Arvids Bruder Falk Harnack, ebenfalls Widerstandskämpfer, konnte fliehen und überlebte den Zweiten Weltkrieg als Partisan der ELAS in Griechenland.
Als ihre Freundin und Studienkollegin Clara Leiser von der Enthauptung erfuhr, schrieb sie zum Gedenken das Poem To and From the Guillotine.



Sonntag, 25. August 2013

Die Entstehung des feministischen Bewußtseins





Die Entstehung des feministischen Bewußtseins

Vom Mittelalter bis zur Ersten Frauenbewegung[Broschiert]


Gerda Lerner Walmot Möller-Falkenberg  



In dieser Pionierarbeit beschreibt Gerda Lerner den mehr als 1200jährigen Kampf der Frauen, ihr Denken von patriarchalem Gedankengut zu befreien, eine Geschichte der Frauen zu begründen und ein feministisches Bewußtsein auszubilden. 

Das Buch enthält zahlreiche Darstellungen außergewöhnlicher Frauen, die die vorgegebenen Grenzen patriarchalen Denkens überschritten, unter ihnen Hildegard von Bingen, Roswitha von Gandersheim, Christine von Oizan, Emily Dickinson, Bettine von Arnim, Karoline von Günderode und viele andere.




Und weil es grad so passt: 
'Ist erst einmal der grundlegende Irrtum des patriarchalen Denkens – die Annahme, dass die Hälfte der Menschheit die ganze Menschheit angemessen repräsentieren kann – herausgearbeitet und als solcher dargestellt worden, so kann das ebensowenig ungeschehen gemacht werden wie die Erkenntnis, dass die Erde rund ist, nicht flach. 

Gerda Lerner (Die Entstehung des feministischen Bewußtseins, S. 323)



Angela Merkel - Die Zauder-Künstlerin






Angela Merkel - Die Zauder-Künstlerin [Gebundene Ausgabe]


Nikolaus Blome  

Nikolaus Blome studierte Geschichte, Volkswirtschaft und Politik in Bonn und Paris. Er war Büroleiter Brüssel und stellv. Chefredakteur der Zeitung Die Welt und ist seit 2006 bei BILD, als Leiter des Hauptstadtbüros und stellvertretender Chefredakteur. 
Blome wurde für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis. Zuletzt erschien von ihm bei Pantheon »Der kleine Wählerhasser« (2011).


Wie ist die Kanzlerin wirklich? - Ein intimer Insiderbericht

Wie ist Angela Merkel aus der Nähe und wann kriegt sie einen echten Wutanfall? Wer hat ihr Vertrauen und wer ist unten durch? Hat sie einen politischen Kompass oder regieren Beliebigkeit und Opportunismus? Wie denkt sie über die Deutschen, was macht ihr Angst? Und warum hält sie eigentlich die Hände immer so komisch? Aus vielen Betrachtungen und Einsichten setzt Nikolaus Blome ein ganz neues Bild der Kanzlerin zusammen.

Faszinierend an Angela Merkel ist: Auch nach Jahrzehnten in der Politik und nach fast acht Jahren auf dem Präsentierteller des Kanzleramts werden wir nicht schlau aus ihr. Selbst auf die vermeintlich einfachen Fragen zu ihrer Person gibt es keine befriedigenden Antworten. 
Es mangelt zwar nicht an Großthesen: »Kanzlerin ohne Volk«, »Die halbe Kanzlerin«, »Angela Mutlos«. Was aber ist wirklich der rote Faden von Angela Merkels Regieren? Und wo der Kern ihrer Persönlichkeit? 
Der Leiter des Hauptstadtbüros der Bild-Zeitung und intime Kenner der Berliner Republik Nikolaus Blome geht dem Phänomen Angela Merkel auf den Grund. Er schreibt aus dem inner circle im Regierungsflieger, von unzähligen Reisen, Begegnungen und Gesprächen, bei denen er die Kanzlerin erlebt hat. Nikolaus Blome stellt die richtigen Fragen, und seine höchst unterhaltsamen Antworten ergeben ein erfrischendes wie tiefgründiges Bild von Angela Merkel als Frau und Politikerin.


Nikolaus Blome, neuerdings stellvertretender Chefredakteur des


Nachrichtenmagazins Der Spiegel, gibt in seinem analytisch kaum besseren,

aber unterhaltsamer geschriebenen Buch »Die Zauder-Künstlerin« eine

Äußerung wieder, die Merkel vor nicht allzu langer Zeit in einer größeren Runde 

gemacht haben soll: »Wir sind in Europa, was die Amerikaner in der Welt sind.«




Samstag, 24. August 2013

Das erste Leben der Angela M.







Das erste Leben der Angela M. [Gebundene Ausgabe]

Ralf Georg Reuth Günther Lachmann  

Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und promovierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des Dritten Reiches, aber auch zur Wende 1989/90.

Günther Lachmann, geboren am 11.3.1961 in Papenburg, studierte Volkswirtschaftslehre. Er lebt und arbeitet als Journalist und Autor in Berlin. Er ist verantwortlicher Redakteur im Ressort Politik der WELT-Gruppe. Daneben arbeitet er gelegentlich als Kolumnist für Deutschlandradio Kultur. 



Anhand von neuen Dokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen können die Autoren das erste Leben der Angela Merkel neu erzählen und zeigen, dass das Bild, das wir von ihren ersten 35 Lebensjahren haben, nicht zutrifft. 

Denn die ehrgeizige und systemkonforme Physikerin gehörte der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an und trat 1989 für einen demokratischen Sozialismus ein – eine erstaunliche Ausgangsposition für die spätere Bundeskanzlerin. 

Die Autoren interviewten Zeitzeugen und recherchierten in Archiven über dieses erste Leben der Angela Merkel. Sie belegen, dass die Bundeskanzlerin in ihren politischen Ehrgeiz nicht erst im Zuge der Wende entdeckte. 
Als Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates war sie zielbewusst und system-konform. 

Unter dem Eindruck von Gorbatschows Glasnost und Perestroika trat sie dann als Reformkommunistin für einen demokratischen Sozialismus in einer eigenständigen DDR ein. 
Und doch war sie nur fünfzehn Monate nach dem Mauerfall Bundesministerin im wiedervereinigten kapitalistischen Deutschland. Ralf Georg Reuth und Günter Lachmann zeigen, wie dieses erste Leben ihr zweites als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin mitbestimmt, bis heute.


Siehe auch Videobericht / Kultur Journal 
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nOnYicBd_CY