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Montag, 2. September 2013

Sozialer Aderlass in Europa

Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012





Die öffentliche Debatte räumt der Finanzkrise und ihrer Bewältigung viel Platz ein. In jüngster Zeit mehren sich dabei die Stimmen, die vor den negativen Folgewirkungen der bisherigen Anti-Krisen-Politiken warnen. 


Die nationalen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen vor allem auf Kür- zungen zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten. 
In vielen EU-Staaten wurden gravierende Sparpakete mit weitreichenden Einschnitten beschlossen: Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich, Abbau von Sozialleistungen, Eingriffe in die Tarifautonomie, Einschränkung bestehender ArbeitnehmerInnenrechte und Schwächung der Gewerkschaften. 


Der Rückbau von ArbeitnehmerInnenrechten und des Sozialstaates ist für große Teile der Bevölkerung unmittelbar spürbar.  
Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012

              http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=2843




Freitag, 17. Mai 2013

Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens






Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens aus österreichischer Sicht [Broschiert]
Martin Bolkovac (Autor)

Mag. Dr. Martin Bolkovac ist Mitarbeiter Grundlagenabteilung GPA-djp




Das Buch ist eine erweiterte Version der Dissertation des Verfassers. Mit Hilfe des most similar systems designs wird die Sozialpolitik Australiens und Kanadas untersucht.

Der Autor geht der Frage nach, wieso zwei Länder, die so große Gemeinsamkeiten auf der formalpolitischen Ebene haben, zu so recht unterschiedlichen Outputs und Outcomes in der Sozialpolitik tendieren.

Abschließend wird der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse sich aus dieser Darstellung für die österreichische politische Praxis ablesen lassen.




Mittwoch, 13. Februar 2013

Johanna Dohnal: Ein politisches Lesebuch






Johanna Dohnal: Ein politisches Lesebuch [Broschiert]

Maria Mesner Heidi Niederkofler  

Sie war Österreichs erste Frauenministerin. Sie kämpfte für die Rechte der Frauen und für Gleichberechtigung. Sie wurde von unseren Vätern gefürchtet und von den Müttern heimlich bewundert. Sie engagierte sich neben der Frauen- auch in der Friedens-, Bildungs- und Entwicklungspolitik!



Leitidee dieses Buchs ist es, einige programmatische Reden Johanna Dohnals (1939-2010) einem größeren Publikum zugänglich zu machen. 

Johanna Dohnal war von 1979 bis 1995 Staatssekretärin für Frauenfragen bzw. Frauenministerin. Darüberhinaus war sie eine zentrale Politikerin der Zweiten Republik, die richtungsweisend agierte und weitreichende Maßnahmen - zum Teil gegen erheblichen Widerstand - durchsetzte. 

Es geht in diesem politischen Lesebuch auch darum, die Frauenpolitik der letzten drei Jahrzehnte zu veranschaulichen und sie in einen zeithistorischen Kontext zu stellen. 

Jedem Themenbereich folgt daher eine aktuelle Analyse, verfasst von Autorinnen aus dem politischen Umfeld. Größere Zusammenhänge werden dadurch sichtbar gemacht, eine Standortbestimmung möglich. 


Nachlesen kann man Reden zu folgenden Themen: 
Gewaltverhältnisse und Geschlecht, Fristenregelung, Geschlechterdemokratie und Quotendiskussion, Wohlfahrtsstaat und Sozialpolitik, Friedensbewegung, Bildungsreformen, Lohngerechtigkeit, Internationale Frauenpolitik und Menschenrechte sowie Visionen und Perspektiven zur Frauenpolitik




Ich denke, es ist Zeit, daran zu erinnern:
Die Vision des Feminismus ist nicht eine "weibliche Zukunft". Es ist eine menschliche Zukunft. Ohne Rollenzwänge, ohne Macht- und Gewaltverhältnisse, ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn.
(Johanna Dohnal)






Montag, 6. August 2012

Das Ende des Wirtschaftswunder



Das Ende des Wirtschaftswunders: Geschichte der Sozial-, Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Bundesrepublik 1969 - 1998 [Gebundene Ausgabe]


In den 1970er Jahren vollzog sich ein Bruch, der einen neuen Rahmen für die Sozial-, Wirtschafts-, Finanz-und damit auch für die Gesellschaftspolitik setzte und dadurch auch den Status der Politik dauerhaft veränderte. Die Bundesrepublik war nicht mehr länger das Land des Wirtschaftswunders.

An die Stelle geringer Defizite und Vollbeschäftigung traten rasant steigende Staatsverschuldung und Dauerarbeitslosigkeit.

In der Euphorie der Wiedervereinigung entstand noch einmal die Hoffnung auf ein zweites Wirtschaftswunder", die sich jedoch nicht erfüllte. Im Gegenteil wurden die Weichen so gestellt, dass die öffentlichen Haushalte und der Arbeitsmarkt vor zuvor nicht gekannte Herausforderungen gestellt wurden.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von den Ursprüngen und der Entwicklung dieser großen Veränderungen.

Es zeichnet über drei Jahrzehnte hinweg vom Beginn der sozialliberalen Ära bis zum Ende der Regierung Kohl den Weg nach, der vom Boom zum Beginn des Untersuchungszeitraums zu den 5 Millionen Arbeitslosen des Jahres 1998 führte.










Sonntag, 8. April 2012

Austrofaschismus; Politik - Ökonomie - Kultur


Austrofaschismus.

Politik - Ökonomie - Kultur 1933-1938 [Broschiert]


Emmerich Tálos ,
Wolfgang Neugebauer
Ebenso wie in einer Reihe anderer europäischer Länder ist Österreich in den 1930er Jahren von einschneidenden politischen Veränderungen geprägt.

Das 1933/34 etablierte Herrschaftssystem wird im Begriff "Austrofaschismus" gefaßt. Die Beiträge des vorliegenden Bandes fokussieren auf die zentralen Aspekte dieser autoritären Diktatur, die bis 1938 andauerte: von der Konstituierung, den bestimmenden Ideologien, politischen Strukturen und Akteuren bis hin zu Politikfeldern wie Sozial-,Frauen-,Wirtschafts-, Repressions-, Schul-,Kultur- und Außenpolitik.

Damit stellt dieses Buch die bisher umfassendste Analyse des Austrofaschismus dar.








Montag, 12. März 2012

Warum die Deutschen? Warum die Juden?












Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden?

Gleichheit, Neid und Rassenhass - 1800 bis 1933 [Gebundene Ausgabe]

Sozialdemokratie als Wegbereiter für den Antisemitismus?

Götz Aly, geboren 1947, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Geschichte und Politische Wissenschaften (Dr. rer. pol.) in Berlin. Er hat wichtige Veröffentlichungen zur Sozialpolitik und zur Geschichte des Nationalsozialismus vorgelegt.
Ausgezeichnet wurde er mit dem Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste zu Berlin und dem Marion-Samuel-Preis der Stiftung Erinnern.

Wer Antisemitismus sagt, meint in der Regel die Zeit des Nationalsozialismus. Götz Aly beleuchtet aber die Zeit davor und beschreibt die tiefen Wurzeln des Judenhasses, die mitten in die deutsche Gesellschaft reichen.

Der Autor zeigt, dass sich Antisemitismus nicht so sehr aus einer speziell ausgedachten Ideologie, sondern vielmehr aus materiellen Spannungen und Interessen speist. Und hier ist vor allem der gesellschaftliche und soziale Neid zu nennen - gegen Menschen oder Bevölkerungsgruppen, die erfolgreicher sind, als man selbst. Neid zersetzt das soziale Miteinander.
Er macht aggressiv, führt zur Herrschaft des Verdachts, verleidet Menschen dazu, ihr Selbstwertgefühl zu erhöhen, indem sie andere erniedrigen.


Sozialdemokratie und Judenfrage“ heißt der elfseitige Abschnitt, in dem der Historiker und Journalist die Verantwortung der deutschen Sozialdemokratie für den wachsenden Antisemitismus im Land beschreibt.
Er unterstellt ihr zwar keine bewusste Hetze gegen Juden, schreibt ihr aber eine zentrale Rolle zu.