Posts mit dem Label Drittes Reich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Drittes Reich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 22. September 2015

Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich







Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich
[Kindle Edition]

Norman Ohler 

Norman Ohler, geboren 1970, freier Schriftsteller seit 1993, besuchte die Hamburger Journalistenschule und studierte Kulturwissenschaften und Philosophie.

Sein Debüt Die Quotenmaschine erschien 1995 als weltweit erster Roman im Netz. Weitere Romane sind die von den Feuilletons gefeierten Mitte und Stadt des Goldes. Ohler war Stadtschreiber von Ramallah, ist Autor von Filmdrehbüchern (u.a. mit Wim Wenders und Dennis Hopper) und wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet.

Für Der totale Rausch, sein erstes Sachbuch, recherchierte er fünf Jahre lang in Archiven in Deutschland und den USA und wertete zahlreiche Originalmaterialien aus, die der Forschung entgangen waren.

Drogen im Dritten Reich – »dieses Buch ändert das Gesamtbild« (Hans Mommsen)
Über Drogen im Dritten Reich ist bislang wenig bekannt. Norman Ohler geht den Tätern von damals buchstäblich unter die Haut und schaut direkt in ihre Blutbahnen hinein.

Arisch rein ging es darin nicht zu, sondern chemisch deutsch – und ziemlich toxisch. Wo die Ideologie für Fanatismus und »Endsieg« nicht mehr ausreichte, wurde hemmungslos nachgeholfen, während man offiziell eine strikte Politik der »Rauschgiftbekämpfung« betrieb.

Als Deutschland 1940 Frankreich überfiel, standen die Soldaten der Wehrmacht unter 35 Millionen Dosierungen Pervitin. Das Präparat – heute
umgangssprachlich als Crystal MethMeth oder Crystal  bekannt – war damals in jeder Apotheke erhältlich, machte den Blitzkrieg erst möglich und wurde zur Volksdroge im NS-Staat.

Auch der vermeintliche Abstinenzler Hitler griff gerne zur pharmakologischen Stimulanz: Als er
im Winter 1944 seine letzte Offensive befehligte, kannte er längst keine nüchternen Tage mehr. Schier pausenlos erhielt er von seinem Leibarzt Theo Morell verschiedenste Dopingmittel, dubiose Hormonpräparate und auch harte Drogen gespritzt. Nur so konnte der Diktator seinen Wahn bis zum Schluss aufrechterhalten.

Ohler hat bislang gesperrte Materialien ausgewertet, mit Zeitzeugen, Militärhistorikern und Medizinern gesprochen. Entstanden ist ein erschütterndes, faktengenaues Buch. Der totale Rausch wurde von dem bedeutenden Historiker Hans Mommsen begleitet, der das Nachwort beisteuert.
Sein Fazit: »Dieses Buch ändert das Gesamtbild.«










Samstag, 24. August 2013

Das erste Leben der Angela M.







Das erste Leben der Angela M. [Gebundene Ausgabe]

Ralf Georg Reuth Günther Lachmann  

Ralf Georg Reuth, geboren 1952 in Oberfranken, studierte Geschichte sowie Germanistik und promovierte 1983 über Hitlers Strategie. Er ist Journalist und Autor mehrerer Bücher zur Geschichte und Vorgeschichte des Dritten Reiches, aber auch zur Wende 1989/90.

Günther Lachmann, geboren am 11.3.1961 in Papenburg, studierte Volkswirtschaftslehre. Er lebt und arbeitet als Journalist und Autor in Berlin. Er ist verantwortlicher Redakteur im Ressort Politik der WELT-Gruppe. Daneben arbeitet er gelegentlich als Kolumnist für Deutschlandradio Kultur. 



Anhand von neuen Dokumenten und Gesprächen mit Zeitzeugen können die Autoren das erste Leben der Angela Merkel neu erzählen und zeigen, dass das Bild, das wir von ihren ersten 35 Lebensjahren haben, nicht zutrifft. 

Denn die ehrgeizige und systemkonforme Physikerin gehörte der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates an und trat 1989 für einen demokratischen Sozialismus ein – eine erstaunliche Ausgangsposition für die spätere Bundeskanzlerin. 

Die Autoren interviewten Zeitzeugen und recherchierten in Archiven über dieses erste Leben der Angela Merkel. Sie belegen, dass die Bundeskanzlerin in ihren politischen Ehrgeiz nicht erst im Zuge der Wende entdeckte. 
Als Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates war sie zielbewusst und system-konform. 

Unter dem Eindruck von Gorbatschows Glasnost und Perestroika trat sie dann als Reformkommunistin für einen demokratischen Sozialismus in einer eigenständigen DDR ein. 
Und doch war sie nur fünfzehn Monate nach dem Mauerfall Bundesministerin im wiedervereinigten kapitalistischen Deutschland. Ralf Georg Reuth und Günter Lachmann zeigen, wie dieses erste Leben ihr zweites als CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin mitbestimmt, bis heute.


Siehe auch Videobericht / Kultur Journal 
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nOnYicBd_CY





Montag, 15. April 2013

Politisierte Orchester







Politisierte Orchester: Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus [Broschiert]
Fritz Trümpi (Autor)

Vor der Folie eines Vergleiches zwischen den Wiener und Berliner Philharmonikern im Dritten Reich liefert Fritz Trümpi eine detailreiche Studie über nationalsozialistische Musikpolitik.
Die Politisierung der beiden Konkurrenzorchester, welche überdies den Städtewettbewerb zwischen Wien und Berlin repräsentierten, diente beiderseits der nationalsozialistischen Herrschaftssicherung, war in ihrer Ausführung aber von signifikanten Unterschieden geprägt.
Ausgehend von einem vergleichenden Aufriss der Frühgeschichte der beiden Orchester untersucht der Autor Kontinuitäten und Brüche im Musikbetrieb nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten und dem "Anschluss" Österreichs an NS-Deutschland. Dazu greift Trümpi auf ebenso brisante wie vielfältige Archivmaterialien zurück, die hier zum Teil erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.



„Wer war denn schlimmer, die Wiener oder die Berliner?“, wurde der Schweizer Musikwissenschaftler Fritz Trümpi während seiner Arbeit oft gefragt.

Der politischen Instrumentalisierung im Dienste der NS-Propaganda von 1933 bzw. 1938 an unterlagen beide Orchester, aber in unterschiedlicher Form.

Das betrifft die Organisationsform und den in Wien nicht vorhandenen Widerstand gegen das NS-Regime im Umgang mit jüdischen Musikern. Großen Raum nimmt in der Studie der Städtewettbewerb ein, in dem der NS-Staat die Orchester unterschiedlich positionierte:
Während die Berliner „als Hort der deutschen Hochkultur“ zur Stabilisierung der NS-Herrschaft dienten, galten die Wiener als Beitrag zur kulturellen Bipolarität durch die Betonung der „besonderen Wiener Musikalität“.

Das erste Neujahrskonzert mit Walzerschwerpunkt fand übrigens 1939 statt. Viele der Quellen hat Trümpi erstmals ausgewertet und dadurch einen starken Impuls zur Vergangenheitsbewältigung bei den Wiener Philharmonikern ausgelöst, die eine Historikerkommission einsetzen ließ.

Ein wichtiges Buch.




Sonntag, 3. Februar 2013

Die Frauen der Nazis






Die Frauen der Nazis 

Die drei Bestseller vollständig aktualisiert in einem Band [Taschenbuch]




Dr. phil. Anna Maria Sigmund studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Wien. Sie ist Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Neben wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte sie auch geschichtliche Werke für ein breites Publikum. 

Ihre Bücher „Die Frauen der Nazis“, „Die Frauen der Nazis II“ und „Die Frauen der Nazis III“ wurden zu internationalen Bestsellern. Zuletzt erschien von ihr bei Heyne „Des Führers bester Freund“.


Exakt recherchierte Frauenbilder, die oft überraschend neue, faszinierende Einblicke in den Alltag des Dritten Reiches ebenso geben wie in die intimen Beziehungen und Intrigen zwischen den Personen der obersten Parteispitze.
Wer waren die Frauen an der Seite Hitlers und seiner Helfer und welche Bedeutung kam ihnen im NS-Regime zu? 

In ihrem akribisch recherchierten Werk spannt die Bestsellerautorin Anna Maria Sigmund den Bogen von Politiker-Gattinnen wie Emmy Göring oder Magda Goebbels über Künstlerinnen wie Zarah Leander oder Thea von Harbou bis hin zu scheinbar ganz normalen Frauen, die maßgeblich an der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten beteiligt waren. 
20 faszinierende Porträts mit überraschenden Erkenntnissen aus zahlreichen spektakulären Quellen!

Es wird in dem Buch sehr gut aufgezeigt, wo der Wahnsinn überall lauerte. Viele Frauen sind dem Nationalsozialismus verfallen - bewusst oder als Mitläufer.




Samstag, 2. Juni 2012

Quentin Tarantino gegen die Nazis


Quentin Tarantino gegen die Nazis:
Alles über INGLOURIOUS BASTERDS [Broschiert]

Georg Seeßlen
(Autor)

Quentin Tarantino ist durch vermeintlich zynische Gewaltexzesse (PULP FICTION) berühmt geworden und für seine ausgeprägte Vorliebe für alles Triviale und Trashige bekannt.
Was passiert, wenn sich dieser Regisseur den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus vornimmt?
"INGLOURIOUS BASTERDS ist ein Film, an dem sich das, was Geschichte, Erinnerung, Erzählung und Kino ist, neu definieren muss."
Georg Seeßlen analysiert INGLOURIOUS BASTERDS in allen Aspekten und beschreibt dessen vielfältige Bezüge, Zitate und Anspielungen. Zudem diskutiert er Tarantinos filmische Kriegserklärung im Zusammenhang neuerer Filme über das "Dritte Reich".

Natürlich ist das Buch nicht das letzte Wort zu INGLOURIOUS BASTERDS. Aber für die gerade erst anlaufende Diskussion legt es die Meßlatte hoch. Eine Steilvorlage, auch für nötige Einwände und Widersprüche!
Uneingeschränkt gelungen ist das Buch, wenn es um die Entstehung des damaligen Nazismus und das Bild des kultivierten Nazis geht. Hier ist die politische Analyse zwar genauso pointiert, aber stichhaltiger, und Seeßlen gelingt ein beeindruckender Beitrag zu der auch unter Historikern tobenden Debatte, ob die Barbarei gerade in der Kultur oder gegen die Kultur möglich war.
Seeßlen erteilt der These, dass Erziehung und Bildung das Schlimmste verhindert hätten, eine radikale Absage.
Das mag angesichts der heutigen Erscheinungen am rechten Rand verwundern - aber bei einem Blick nach Frankreich, wo die Rechtsextremen viel stärker im kulturellen Establishment und in der bürgerlichen Oberschicht verwurzelt sind, schon weniger.
Und es verwundert gar nicht mehr, wenn man sich beispielsweise einmal mit der Rolle von Beamten und Justiz im "Dritten Reich" und der davor liegenden Zeit beschäftigt.