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Montag, 2. September 2013

Sozialer Aderlass in Europa

Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012





Die öffentliche Debatte räumt der Finanzkrise und ihrer Bewältigung viel Platz ein. In jüngster Zeit mehren sich dabei die Stimmen, die vor den negativen Folgewirkungen der bisherigen Anti-Krisen-Politiken warnen. 


Die nationalen Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung setzen vor allem auf Kür- zungen zu Lasten breiter Bevölkerungsschichten. 
In vielen EU-Staaten wurden gravierende Sparpakete mit weitreichenden Einschnitten beschlossen: Lohnkürzungen im öffentlichen Bereich, Abbau von Sozialleistungen, Eingriffe in die Tarifautonomie, Einschränkung bestehender ArbeitnehmerInnenrechte und Schwächung der Gewerkschaften. 


Der Rückbau von ArbeitnehmerInnenrechten und des Sozialstaates ist für große Teile der Bevölkerung unmittelbar spürbar.  
Quelle: Arbeiterkammer / Ursula Filipicˇ, Elisabeth Beer (Hg.)
              Sozialpolitik in Diskussion, Band 13
              Dokumentation der gleichnamigen Tagung vom 3. Dezember 2012

              http://wien.arbeiterkammer.at/online/page.php?P=2843




Donnerstag, 18. Oktober 2012

Transnationale Solidarität: Chancen und Grenzen



Transnationale Solidarität: Chancen und Grenzen [Broschiert]
Jens Beckert , Julia Eckert , Martin Kohli , Wolfgang Streeck

Jens Beckert ist Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln. Julia Eckert, Dr. phil., arbeitet am MPI für Ethnologie in Halle/S. Martin Kohli ist Prof. für Soziologie an der FU Berlin, Wolfgang Streeck Direktor am MPI für Gesellschaftsforschung in Köln. 



"Solidarität" ist ein Schlüsselbegriff soziologischen Denkens. Soziale Ordnung kann nach übereinstimmender Auffassung der Klassiker des Fachs - Emile Durkheim, Max Weber, Talcott Parsons - nicht allein auf Macht oder den kollektiv wünschenswerten Konsequenzen individueller Interessenverfolgung basieren, sondern verlangt auch die Bereitschaft zu solidarischem Verzicht zugunsten anderer.

Solidarität ist das Grundprinzip des Sozialstaates und eine wichtige und zugleich bedrohte Ressource moderner Gesellschaften. Bedroht ist sie, wenn Bürger sich Solidaritätspflichten entziehen oder Vorteile aus sozialen Rechten genießen, ohne die damit verbundenen solidarischen Verpflichtungen zu teilen.

Globalisierung kann diese Probleme zuspitzen. Entnationalisierung führt zur Anonymisierung des Kollektivs, das Anspruch auf solidarische Unterstützung erheben kann.

Die Autorinnen und Autoren des Bandes untersuchen die Grundlagen von Solidarität und ihre Bedrohung durch Prozesse der Entnationalisierung und zeigen auf, inwiefern auch zeitgenössische Gesellschaften auf Solidarität angewiesen sind. Mit Beiträgen unter anderem von Helmut Anheier, Johannes Berger, Ays¸e Çaglar, Wolfgang van den Daele, Rainer Döbert, Jürgen Habermas, Franz-Xaver Kaufmann, Herfried Münkler, Claus Offe, Ilona Ostner, Klaus Schlichte, Reinhard Schulze, Steffen Sigmund, Rudolf Stichweh, Christian Tomuschat und Heike Walk.





Freitag, 29. Juni 2012

Sozialstaat praktisch auf Dauer strangulieren!





via Stephan Schulmeister / Wirtschaftsforschungsinstitut:

Sozialstaat praktisch auf Dauer strangulieren !!!


Noch nie seit Gründung der EU haben die Regierenden ein Regelwerk beschlossen, das folgende Merkmale gleichzeitig aufweist:


- Die Zielsetzung einer Eindämmung der Staatsverschuldung ist richtig.

- Die Methode des kollektiven Sparens bewirkt das Gegenteil, insbesondere wegen der Eindämmung der Wirtschaftsdynamik.

- Das Regelwerk basiert auf der monetaristisch-neoliberalen Theorie, deren politischen Hauptziele der Abbau des Sozialstaats, die Regelbindung der Politik und die De- Regulierung der Finanzmärkte sind.

- Die Politik möchte sich mit dem Regelwerk aus dem „Zinsdiktat“ der Märkte befreien indem sie sich ihnen unterwirft.

- Das Regelwerk als Garant für den Erhalt des europäischen Sozialmodells gefeiert

- Verlagerung der Budgethoheit zur EU-Kommission

- Bekämpfung von Wirtschaftskrisen kaum mehr möglich

- Demontage des Europäischen Sozialmodells







Donnerstag, 7. Juni 2012

Der neoliberale Hegemonieanspruch als Henker der Demokratie


Kritik des Neoliberalismus [Taschenbuch] Christoph Butterwegge , Bettina Lösch , Ralf Ptak , Tim Engartner

"In verständlicher Sprache kommen die Autoren ebenso auf die historischen Wurzeln und theoretischen Grundlagen des Neoliberalismus zu sprechen, wie auf die Strategien einer Privatisierung, die in erster Linie eine Selbstentmachtung des öffentlichen Sektors bedeutet.
Der Titel richtet sich dabei an Leser, welche nach Informationen zum Thema Neoliberalismus und nach ausgewogenen Argumenten für die Diskussion darüber sowie nach gesellschaftspolitischen Alternativen Ausschau halten. Deshalb kann dieser Band auch nachdrücklich empfohlen werden."
Forum Politikunterricht, 03/2008
"Zur Einarbeitung in die komplexe Materie ist das Buch ausgesprochen empfehlenswert." AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, 05/2008 "
Das aufklärende Buch von Butterwegge, Lösch, Ptak und Engartner zeichnet sich durch seine nüchterne, ja gelassene Analysen, Hintergründigkeit und Beweisführungen aus.
Das Autorenteam zeichnet sich durch einen klaren Text und Inhalt aus. Es ist ein ausgezeichnetes Lehr- und Studienbuch für alle am gesellschaftlichen Wandel Interessierten und für die Optimierung des öffentlichen Bewusstseins sowie des politisch-ökonomischen Diskurses inbezug zu den ausufernden Tendenzen des Neoliberalismus."
www.kultur-punkt.ch,
AB - Außerschulische Bildung, 02/2008 "Er [der Band] bietet nicht nur eine theoretisch fundierte Einführung in das Thema, sondern behandelt insbesondere auch zwei zentrale Felder neoliberaler Politik, nämlich die Privatisierung des öffentlichen Sektors sowie den Rückbau des Sozialstaats.