Mittwoch, 10. Dezember 2014

Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat




Commons:
Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat
Broschiert – von Silke Helfrich (Autor)

Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegrnderin der Commons Strategies Group, lebt und arbeitet in Jena.
Sie war langjährige Büroleiterin für Mittelamerika/Mexiko der Heinrich-Böll-Stiftung und ist Herausgeberin von 'Wem gehört die Welt?' (2009) und von 'Was mehr wird, wenn wir teilen' (Elinor Ostrom, 2011). Sie bloggt auf commonsblog.de.
Die Heinrich-Böll-Stiftung, Denkfabrik und internationales Politik-Netzwerk, steht Bündnis 90/Die Grünen nahe und fördert u.a. die Debatte über soziale wie technologische Innovationen für die anstehende Transformation zu einer klimastabilen Gesellschaft, die auf Geschlechter- und Bürgerdemokratie sowie Generationengerechtigkeit beruht.

Die 'Occupy'-Bewegung trägt ein Unbehagen auf die Straße - weltweit. Sie stellt Profitmaximierung an den Pranger und der Politik einen Misstrauensantrag.

Die ernüchternde Diagnose: Markt und Staat haben versagt. Menschen verlieren die Kontrolle über das eigene Leben. Weltweit steigen die Preise für Wasser, Böden und Lebensmittel, während der Markt sie verknappt und an die Börse spült - flankiert von staatlichen Freihandelsverträgen.

Güter, die allen gehören, wie Meere oder Wälder, werden rücksichtslos auf den Markt getragen. Auch Wissen und Ideen, unsere wichtigsten produktiven Ressourcen, sind in Fülle vorhanden. Doch sie werden behandelt wie knappe Güter.
Aus Leben und Vielfalt für alle wird so Reichtum für wenige. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der Gemeingüter, eine Renaissance erleben - nicht zuletzt seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom. Die Commons sind wichtiger denn je:
Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern sie schöpfen aus der Fülle. Commons sind produktiv. Sie produzieren nicht in erster Linie für den Markt, sondern für die Menschen - und sie lösen konkrete Probleme.

Wenn die Menschen die Freiheit haben, sich selbst zu organisieren und zu kooperieren, kann die gemeinsame Nutzung von Gütern sozialen Zusammenhalt und Verantwortlichkeit fördern und unsere Lebensgrundlagen schützen.

Dieser Band mit Beiträgen von 95 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und Wegweiser für eine neue Politik liefert.


Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals






Verfolgung, Widerstand und Freiheitskampf in Hernals:
Ereignisse, Gestalten, Orte - Ein Heimatbuch der anderen Art
Broschiert – von Peter Ulrich Lehner  (Autor)
Peter Ulrich Lehner Redakteur der Zeitschrift Mitbestimmung. Vorstandsmitglied des Instituts für Wissenschaft und Kunst, Wien sowie des Bundes sozialistischer Freiheitskämpfer, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschisten; Veröffentlichungen zu Theorie und Praxis der ArbeiterInnenbewegung.


Ein umfassendes Werk über den Wiener Bezirk Hernals in der Zeit 1933 bis 1945, das als Handbuch für Hernals qualifiziert werden kann und das es in dieser Form noch für keinen anderen Wiener Bezirk gibt.
Im Mittelpunkt stehen der Widerstand gegen die herrschenden Diktaturen und die politischen und rassistischen Verfolgungen, wobei der Autor zwischen der Repression im Austrofaschismus 1934 bis 1938 und dem Terror im massenmörderischen NS-Regime 1938 bis 1945 differenziert.
Eine aus­führliche Einleitung stellt das Bezirksgeschehen in einen größeren zeitgeschichtlichen Rahmen. Den Kern des Werkes bilden die nahezu 1.800 Biographien von WiderstandskämpferInnen und Verfolgten.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der Gotteswahn; in arabischer Übersetzung






Original:

Der Gotteswahn
Taschenbuch – von Richard Dawkins  (Autor), Sebastian Vogel (Übersetzer)

Auf dem Denkfest, welches im September 2014 in Zürich stattfand, hatte der marokkanische säkulare Aktivist Kacem El Ghazzali die Gelegenheit sich mit Richard Dawkins zu unterhalten. Dabei erfuhr Prof. Dawkins zu seinem Erstaunen, dass es eine inoffizielle arabische Übersetzung von "Der Gotteswahn" gibt, die im arabischen Raum eine hohe Resonanz erfahren hat.
Es kam Richard Dawkins vermutlich nie in den Sinn, dass sein Buch “Der Gotteswahn” das arabische Publikum in seiner eigenen Sprache erreichen würde. Als ich ihn während des Denkfests in der Schweiz traf, eine Veranstaltung, die von der Freidenker-Vereinigung der Schweiz organisiert wurde, war er überrascht, als ich erwähnte, dass ich sein Buch „Der Gotteswahn“ auf arabisch gelesen habe. Er erzählte mir, dass ihm nicht bewusst war, dass es eine solche übersetzte Version gibt, noch gab es eine offizielle Anfrage für eine arabische Übersetzung. Ich informierte ihn darüber, dass diese durch das persönliche Engagement eines irakischen Freundes namens Bassam Al-Baghdadi erfolgt war, der momentan in Schweden lebt.
Seitdem wurde das Buch positiv aufgenommen und zum sofortigen Erfolg. Die PDF Version wurde 10 Millionen Mal heruntergeladen, hauptsächlich aus Saudi-Arabien (30 %). Al-Baghdadi merkte an, dass nach dem Upload am ersten Tag über 1000 Downloads stattfanden, und danach die Anzahl expotentiell anstieg, besonders nachdem sich bekannte arabische Atheisten - Webseiten, Foren und Blogs an der Unterstützung und Weitergabe des Buches im World Wide Web beteiligten.
Seitdem hat das Buch eine beispiellose Aufmerksamkeit, Kontroverse und Debatte in der arabischen und islamischen Welt ausgelöst. Der Übersetzer hat zahlreiche Todesdrohungen und Anschuldigungen erhalten, sich mit den Zionisten zusammen getan zu haben, um die Jugend zu verderben. Er musste infolgedessen seine Online-Konten schließen und seine Beiträge für eine Zeit stoppen. Seitdem kamen vergebliche Versuche auf, die beispiellose Welle der Vernunft, die die arabischen Ufer erreichte, mit mittelmäßigen apologetischen Artikeln und Büchern zu vereiteln. Ein Beispiel dafür ist ein Buch mit dem Titel „Der Atheismus-Wahn“, welches von der Al-Azhar Universität in Ägypten veröffentlicht wurde.
In der arabischen Version schrieb der Übersetzer unter den Buchtitel „Dieses Buch ist in islamischen Ländern verboten“ in fetten und großen Buchstaben. Glücklicherweise ist im Informationszeitalter, das durch das Internet möglich wurde, ein Verbot von Büchern in der arabischen und islamischen Welt nicht mehr länger durchführbar. Ich persönlich konnte mir das Buch beschaffen und lesen, während ich noch in Marokko war, ein anderer atheistischer Freund hat es sogar geschafft, sich das Buch in Saudi-Arabien zu beschaffen und zu lesen. Die dunklen Zeiten der Zensur, in denen das öffentliche Wissen auf sorgsam kuratierte Bücher beschränkt war, sind lange vorbei und werden nie wieder zurück kehren.
Interessanterweise kam ich mit Richard Dawkins Arbeit Jahre zuvor in Berührung, als ich zufällig auf eine offizielle französische Übersetzung von „Das egoistische Gen“ stieß, welche ich in der Bibliothek meines Onkels fand, der sich sehr für Biologie interessierte. Ich wusste zu der Zeit nichts über den Hintergrund des Autors, noch verstand ich das genaue Thema des Buches. Mein Onkel war zu der Zeit nicht da, um es mir zu erklären, daher nahm ich das Buch mit in meine Biologie Klasse und fragte meinen Lehrer, um mir über bestimmte Aspekte Klarheit zu verschaffen. Sein umgehende Reaktion war, das Buch nervös an sich zu nehmen und zu brüllen: Bringe diesen Dreck nicht noch einmal mit! Es ist einfach Bockmist!“ Glaubte der Lehrer tatsächlich, dass das Buch so schlecht war? Oder gab es einen anderen Grund für seine Reaktion? Vielleicht war er verängstigt. Ich weiß, dass es in Marokko atheistische Professoren gibt, die sich gegenüber ihren Studenten genötigt sehen, vorzugeben, sie seien Muslime. Aber ich bezweifele, dass dies hier der Fall war, weil seine Reaktion dann ruhiger und gelassener ausgefallen wäre.
Das Lesen der arabischen Übersetzung von „Der Gotteswahn“ war der eigentliche Anfang meines Respekts und meiner Bewunderung für Richard Dawkins, und ich begann, seine Artikel zu lesen und seine Dokumentationen auf Youtube anzuschauen. Ich erinnere mich, dass ich mich beim Lesen von „Der Gotteswahn“ zu Beginn und während des weiteren Voranschreitens unbehaglich fühlte. Es war nicht die Art von Lektüre, die einen Abschweifen oder in Langeweile abgleiten lässt. Je mehr ich durch die Seiten blätterte, desto mehr fühlte ich eine tiefe Übereinstimmung, fast eine persönliche Verbindung zum Autor, wie zu einem guten Bekannten. Es war, als spräche er meine tiefsten Gedanken und Zweifel aus. Ich kann mich auch erinnern, wie es einen energisch zum Denken herausfordert, erbarmungslos alle vorherigen falschen Vorstellungen und fehlerhaften Argumente zerschmettert. Und obwohl ich zu der Zeit schon zum Freidenker geworden und weit weg vom religiösen Dogma war, berührte mich das Buch nichtsdestotrotz tief und hatte einen starken Einfluss auf die Ausbildung meiner Gedanken und Ideen. Es war ein wichtiger Meilenstein auf meinem Weg zu religiöser Freiheit und so groß wie andere Meilensteine in meinem bisherigen Leben. Ein Leben, welches voll von großen Anstrengungen war, besonders da ich aus einer sehr konservativen religiösen Familie komme. Mein Vater nahm mich sogar für ein Jahr aus der Schule, damit ich islamische Rechtssprechung lernen und den Koran auswendig lernen konnte, um den Wunsch meines Großvaters zu erfüllen, dass ich ein Iman (ein religiöser Gelehrter) werden sollte. Paradoxerweise endete es damit, dass ich meinen Glauben und meine Überzeugungen aufgab.
Ich las „Der Gotteswahn“, als ich in der High School war. Seitdem sind für mich der Name „Richard Dawkins“ und der anderer großer Denker zu einem Synonym für die Gedankenfreiheit und Rationalität geworden. Ich bewundere das Konzept der Freiheit und des Ausdrucks von Gedanken, das westliche Schriftsteller und ihre Leserschaft als selbstverständlich ansehen, während es in meinen Teil der Welt ein großes Tabu und sogar ein Verbrechen ist. Das Gefühl sitzt so tief, dass selbst heute der Name Richard Dawkins und seine Bücher bei mir ein Gefühl der Angst erzeugen, obwohl ich die arabische Welt schon lange hinter mir gelassen habe. Dies ist fast wie Verfolgungswahn oder eine posttraumatische Belastungsstörung. Ich nehme an, dass es einigen von denen, die nie unter ähnlichen Verhältnissen gelebt haben, schwer fallen dürfte, diese Gefühle zu verstehen oder zu begreifen. Versuche dir vorzustellen, ein verbotenes Buch im Geheimen zu lesen, um dann auf die Strasse zu gehen oder mit deiner Familie Tee zu schlürfen, mit einer schleichenden Angst, dass diese „kriminellen“ Gedanken, die du gerade gelesen hast, von alleine herauskommen und deine „Bösartigkeit“ und „Heimtücke“ gegenüber jedem enthüllt werden. Ich konnte diese „kriminellen“ Gedanken nicht länger für mich behalten und ich musste für meine Ehrlichkeit und meine Liebe für die Freiheit den Preis bezahlen. Daher schreibe ich diese Worte heute nicht aus meinem Heimatland, Marokko, sondern aus der Schweiz. Und ich bin Richard Dawkins und den anderen, die mich auf meiner Reise aus der Hölle der religiösen Dogmen zur Oase des Freidenkens und der Aufklärung geführt haben, zu großer Dankbarkeit verpflichtet.
Kacem El Ghazzali ist ein liberaler säkularer Aktivist aus Marokko, der in der Schweiz studiert hat und lebt. Er ist ein Repräsentant der "International Humanist and Ethical Union" (IHEU) am "UN-Menschenrechtsrat" in Genf.

Übersetzung: Jörg Elbe, Daniela Bartl
Quelle: http://de.richarddawkins.net/foundation_articles

Freitag, 5. Dezember 2014

Sportland Österreich? - Athleten - Abzocker - Allianzen




Sportland Österreich?:
Athleten - Abzocker - Allianzen

Gebundene Ausgabe – von Gerd Millmann  (Autor), Wilhelm Lilge  (Autor)

Mag. Wilhelm Lilge, geboren 1964, studierter Betriebswirt, staatlich geprüfter Trainer und Diplomtrainer für Leichtathletik und Triathlon. 12 Jahre beim IMSB, seit 2008 selbständiger Leichtathletiktrainer. Seit 2011 ÖLV-Nationaltrainer für den Laufbereich, eigener Leichtathletik- Verein (team2012.at). Vizepräsident des Wiener Leichtathletikverbandes. Journalistische Tätigkeit u.a. für das Laufsport-Magazin ; Laufseminare und Vorträge, Leistungsdiagnostik für Läufer. Anerkannter Anti-Doping-Kämpfer, Experte im parlamentarischen Sport-Unterausschuss.
Mag. Gerd Millmann, geboren 1962, studierte in Wien Politikwissenschaft, war viele Jahre als Redenschreiber im politischen und wirtschaftlichen Bereich tätig und arbeitet seit zehn Jahren als investigativer Print-Journalist unter anderem für Die Zeit . Als begeisterter Hobbysportler sind Sport und Politik seine Arbeitsschwerpunkte vor allem der Blick hinter die Kulissen der heilen Sportwelt sowie die Verknüpfung von Sport, Medien, Politik und Wirtschaft.



Null Medaillen für Österreich bei Olympia 2012 in London! Der wahre Skandal liegt aber ganz woanders.
Österreich hat eines der teuersten und kompliziertesten Sportfördersysteme der Welt, das von Politgünstlingen gerne als Spielwiese missbraucht wird. Nirgendwo sonst ist der parteipolitische Einfluss auf die schönste Nebensache der Welt so groß. Gesponserten Olympiatouristen aus Politik und Wirtschaft stehen machtgeile Funktionäre, steuerliche Förderungen mit hoher Versicker-Neigung und Dopingskandale der besonderen Art gegenüber. Nachhaltige Konsequenzen fehlen trotz zahlreicher Lippenbekenntnisse bis heute.

Auf der anderen Seite ist Sport auch ein wichtiges Element österreichischer Identität: Erfolgreiche Spitzensportler werden zu Volkshelden und zum Wirtschaftsfaktor. Als aktive Gesundheits-Vorsorgemaßnahme gewinnt der Breitensport konstant an Bedeutung.
Sportler, Betreuer, Trainer und auch das Gros der Funktionäre engagieren sich hier großteils unentgeltlich sind aber immer mehr frustriert.

Das Fazit:
Sport ist zu wertvoll, um von Politikern und korrupten Funktionären weiter vereinnahmt und zerstört zu werden. Wilhelm Lilge und Gerd Millmann decken in Sportland Österreich? die problematischen Strukturen und Abhängigkeiten im Hintergrund auf und präsentieren konkrete Schritte für eine bessere sportliche Zukunft unseres Landes.









Mittwoch, 3. Dezember 2014

Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland






Der neue Tugendterror: 
Über die Grenzen der Meinungsfreiheit in Deutschland 
Gebundene Ausgabe – von Thilo Sarrazin  (Autor)


Als Fachökonom war Thilo Sarrazin Spitzenbeamter und Politiker, er war verantwortlich für Konzeption und Durchführung der deutschen Währungsunion, arbeitete für die Treuhand und saß im Vorstand der Deutschen Bahn Netz AG. Von 2002 bis 2009 war er Finanz-senator in Berlin, anschließend eineinhalb Jahre Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank. 
Thilo Sarrazin ist einer der profiliertesten politischen Köpfe der Republik, ein Querdenker, der sich nicht scheut, auch andere, unbequeme, sogenannte Politisch unkorrekte Wahrheiten auszusprechen.


Man muss den Autor nicht mögen, und auch nicht alle seine Ansichten teilen. Aber neben der Selbstbeweihräucherung in dem Buch hat er auch viele Fakten angeführt die einen zum Nachdenken anregen.

Der neue Tugendterror oder Terror der politischen Korrektheit ?
Die einzige Schwäche dieses Buches ist sein Titel. Tugenden sind definitions-gemäß etwas Positives und können somit nicht mit Terror in Verbindung gebracht werden. Im Grunde handelt es sich um den Terror der politischen Korrektheit, aber vielleicht ist dieser Begriff schon auf zu vielen Buchtiteln zu lesen, so dass man lieber darauf verzichten wollte.
Zwar ist auch Korrektheit etwas Positives, aber das Adjektiv „politisch“ relativiert dies.


Manipulationen durch die Presse zeigen erschreckend auf wie manipulierbar wir sind wenn es um Tabuthemen geht. Sogenannte politisch "unkorrekte" Wahrheitsberichte werden gerne plattgemacht oder die Schreiber diffamiert, auch wenn man NICHT Sarrazin heißt.


Doch Meinungsfreiheit ist ein Grundrecht !!!
Doch heutzutage im Alltag begegnet man so manchem Denk- und Redeverbot. Thilo Sarrazin analysiert in seinem neuen Buch den grassierenden Meinungskonformismus. Wer Dinge ausspricht, die nicht ins gerade vorherrschende Weltbild passen, der wird gerne als Provokateur oder 
Nestbeschmutzer ausgegrenzt. 

Mit gewohntem Scharfsinn prangert Thilo Sarrazin diesen Missstand an, zeigt auf, wo seine Ursachen liegen, und benennt die 14 vorherrschenden Denk- 
und Redeverbote unserer Zeit.
Ein lesenswertes Buch was zum Nachdenken anregt, auch wenn man die Meinungen nicht teilt. Man sollte sich der Macht der politisch gesteuerten (Mainstream-) Presse hier bewusst werden.







ÖZP - Österr. Zeitschrift für Politikwissenschaft 3/2014




Open Issue 3/2014

Die ÖZP ist seit 1972 eine Stimme für politikwissenschaftliche Analyse und Forschung. Herausgegeben von der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft, ist sie offen für Einreichungen auf Deutsch und Englisch und ohne Bevorzugung einer sozialwissenschaftlichen Forschungsrichtung oder eines methodischen Zugangs. Einzig der wissenschaftlichen Qualität der eingereichten Texte verpflichtet, treibt die ÖZP die Kommunikation zwischen verschiedenen Perspektiven voran. Daher werden alle Zusendungen im Double Blind Peer Review von mindestens zwei GutachterInnen beurteilt. Obwohl sich die Zeitschrift vor allem für den Stand der Politikwissenschaft und für aktuelle Entwicklungen in Österreich und Zentraleuropa interessiert, werden Artikel und Forschungsberichte unabhängig vom Bezug zu Österreich angenommen.
Joscha Wullweber
Heuristik statt politische Theorie: Eine postpositivistische Kritik des Rational-Choice-Ansatzes
Heuristics instead of political theory: A post-positivist critique of Rational Choice
Abstracts: Deutsch | English

Ina Markova
Visuelle Geschichtspolitik: NS- und Nachkriegszeit im österreichischen Bilderkanon. Eine bildpolitische Mikrostudie zwischen "Opfer- und MittäterInnenthese" 2005
Visual memory politics: Austria's visual memory after 1945. A study on the visual representations of Austria's idea of co-responsibility in 2005
Abstracts: Deutsch | English

Christoph Knill, Kerstin Nebel, Caroline Preidel
Die katholische Kirche und Moralpolitik in Österreich: Reform-dynamiken in der Regulierung von Schwangerschaftsabbrüchen und der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften
Morality Policy in Catholic Austria: The Regulation of Abortion and Same-sex Unions
Abstracts: Deutsch | English

PDF-Download




Lina Klymenko
DISKUSSION: "Was du mich tun lässt, das verstehe ich": Wie man Studierende beim Lernen der Politikwissenschaft unterstützen kann
DISCUSSION: "Involve me, and I will understand": How to Engage Students in Political Science Classes
Abstracts: Deutsch | English

PDF-Download

Andreas Bieler
DISKUSSION: Und was ist mit Klassenkampf? Kritische Anmerkungen zu Brands HMPA
DISCUSSION: What about class struggle? Critical reflections on Uli Brand's HMPA
Abstracts: Deutsch | English

PDF-Download

Bernhard Leubolt
DISKUSSION: Geschichte, Institutionen und Selektivitäten in historisch-materialistischer Policy Analyse: Eine solidarische Kritik an Brands Staat, Kontext und Korrespondenz
DISCUSSION: History, institutions, and selectivities in historical-materialist policy analysis: A sympathetic critique of Brand's State, context and Correspondence
Abstracts: Deutsch | English

PDF-Download

..... .....
Buchbesprechungen (2014) H. 3 
Book Reviews (2014) Vol. 3 
Abstracts: Deutsch | English

PDF-Download



Freitag, 28. November 2014

INDES 3-2014 : Wissenschaftliche Schulen






Die „Freiburger“, die „Marburger“ oder die „Heidelberger“: Sie alle sind akademische Schulen, die vollkommen unterschiedliche Forschungsansätze repräsentieren – mit der Folge, dass in der Gesamtschau eine überaus pluralistische Forschungslandschaft entstand.

Dagegen scheint es innerhalb von Schulen wenig pluralistisch zuzugehen. Denn Schulen müssen einen kohärent sein, um das eigene Forschungsprogramm, die eigene Methode oder auch nur den eigenen Stil gegen Angriffe von außen zu festigen.
Schulen im Sinne von Lehr- und Lerngemeinschaften, die sich um eine dominante Gründerpersönlichkeit gruppieren und ein von ihr geprägtes Forschungsparadigma über mehrere Generationen hinweg tradieren, kennen wir im Prinzip schon seit der griechischen Antike.
Aber: Ist der Begriff „Schule“ überhaupt (noch) brauchbar?

Diese Frage stellt sich umso mehr in Bezug auf die Gegenwart, auf jene rasenden kommunikativen und infrastrukturellen Veränderungen, mit denen sich der Wissenschaftsbetrieb konfrontiert sieht:
Was bedeuten die allgegenwärtigen Gebote, globales „networking“ zu betreiben und „interdisziplinär“ zu arbeiten, für die Herausbildung lokaler Wissenskulturen?

siehe weiter:
http://indes-online.de/wp-content/uploads/2014/09/Klausnitzer_INDES_3_2014.pdf



Occupy in Deutschland








Occupy in Deutschland:
Die Protestbewegung und ihre Akteure

Broschiert – von Lars Geiges (Autor)

Lars Geiges (Dr. disc. pol.), Journalist und Politologe, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen





Plötzlich war sie mit ihren Zelten da: Die Occupy-Bewegung formierte sich 2011 scheinbar über Nacht, besetzte weltweit öffentliche Plätze und protestierte gegen Bankenmacht. Auch in Deutschland entstanden Occupy-Gruppen, die teils mehrmonatige Camps in den Stadtzentren errichteten. Von hier aus sollte sich ihr Protest entfalten - offen, basisdemokratisch, vielstimmig.
- Was bewegte die Aktivisten und wie blickten sie auf Politik, Staat und Gesellschaft?
- Wie organisierten sie sich?
- Und was könnte von Occupy bleiben?
Anhand von Beobachtungen, Interviews und Diskussionsrunden mit Occupyern eröffnet Lars Geiges einen materialreichen Blick auf das junge und kaum erforschte Protestphänomen.



1 Einleitung | 7
1.1 Stand der Forschung | 15
1.2 Zentrale Frage(n) | 22
1.3 Quellen und Daten | 24
1.4 Struktur und Aufbau | 25
2 Theoretische Reflexionen
Ansätze und Methoden | 27
2.1 Protest und Partizipation – eine Annährung | 27
2.2 „Ein Schlemmerbüfett“ – Ansätze der Bewegungsforschung | 41
2.3 Lupen statt Scheuklappen: Die eingesetzten Forschungsinstrumente | 48
2.3.1 Einzelinterview | 51
2.3.2 Gruppendiskussion | 58
2.3.3 Teilnehmende Beobachtung | 66
2.3.4 Dokumentation, Auswertung und Darstellung | 74
3 Die Protestbewegung | 79
3.1 „Ready for a Tahrir moment?“ – Occupys Anfänge in Nordamerika | 79
3.2 Von Wall Street nach Zeulenroda – als Occupy nach Deutschland kam | 94
3.3 Das Selbstverständnis der Gruppe(n) | 105
3.4 Die Camps | 120
3.4.1 Die Stadt, der Platz, die Zelte – Bühnen des Protests | 120
3.4.2 Arbeitsstrukturen und Kommunikation | 129
3.4.3 Die Asamblea als Entscheidungsgrundlage | 148
3.4.4 Trinker, Kälte, Brandstiftung – Konflikte „von außen“ | 171
3.5 „Das Woodstock des Jahrhunderts“ – Flashmobs, Demos und Festivals | 197
3.6 „Verwaschner Mist“ – „Die Neuen“ unter „den Linken“ | 228
4 Die Aktivisten | 247
4.1 Über das eigene Engagement | 247
4.2 „Postenjäger“ und „Scheinregierung“ – eine unpolitische Politik | 261
4.3 „Wie eine Mohrrübe“ – über Demokratie | 278
4.4 „Eine gewisse Liebe“ – Utopien und die „gute Gesellschaft“ | 296
4.5 Sichtweisen auf „die anderen“ | 303
5 Konklusion und Ausblick | 317
Quellen- und Literaturverzeichnis | 333
A Monografien, Sammelbände und Aufsätze | 333
B Medienbeiträge | 352
C Blogs, Foren, soziale Medien und sonstige Onlinequellen | 362

D Protokolle und Mitschriften der Initiativen | 368

Mittwoch, 19. November 2014

Mythen des Sparens; Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse







Mythen des Sparens

Antizyklische Alternativen zur Schuldenbremse
Herausgegeben vom Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen
BEIGEWUM
Der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) ist ein Verein von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der das Ziel verfolgt, Ergebnisse kritischer Forschungstätigkeit in die laufende politische Debatte einzubringen.

Dieses Buch wendet sich an alle, die den Behauptungen der SparwutbürgerInnen fundierte Argumente entgegensetzen wollen, ohne dafür ein Ökonomiestudium absolvieren zu müssen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist längst zu einer Verschuldungskrise der Staaten geworden, zumindest wenn man den Mainstream-Medien und der Mehrzahl der Politikerinnen und Politiker Glauben schenkt: Sparen sei das Gebot der Stunde, an dem kein Ausweg vorbei zu führen scheint.
Dieses Buch zeigt auf, dass es sich hierbei nur um einen weiteren wirtschaftspolitischen Mythos handelt. Doch warum kommen diese Mythen so gut bei den Menschen an? Und welche Auswirkungen haben die Sparmaßnahmen auf die Bevölkerung, die Wirtschaft und sogar auf die Demokratie?
Die Autorinnen und Autoren stellen die wichtigsten Mythen zu »Schulden« und »Sparen« dar. Diese werden kritisch hinterfragt und die dahinterstehenden ökonomischen Zusammenhänge erklärt. Auch die Ebene der EU-Politik und der dort kursierenden Mythen kommt nicht zu kurz.


Leseprobe:



Dienstag, 18. November 2014

Mythen des Reichtums






Mythen des Reichtums

Warum Ungleichheit unsere Gesellschaft gefährdet
Mit einem Nachwort von Elfriede Jelinek
BEIGEWUM / Attac / Armutskonferenz (Hrsg.)


Warum sammelt sich großer Reichtum in den Händen weniger? Und welche Folgen hat die ungleiche Verteilung für den Zusammenhalt der Gesellschaft und die Demokratie?
Reichtum und Armut sind die beiden Pole sozialer Ungleichheit. In der Forschung hat Armut lange Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit erhalten als Reichtum. Zu letzterem gibt es weniger Datenmaterial und verbreitetes Faktenwissen. Reichtum fasziniert dafür medial, beispielsweise über Reichen­rankings und Millionärs- oder Millionärinnen-Homestories. Die so entstehen­den Bilder haben einen Nachteil: Sie verschleiern die wirtschafts- und sozial­poli­tische Dimension von Reichtum und tragen zur Mystifizierung bei.
Dieses Buch stellt den bestehenden Mythen des Reichtums Fakten entgegen. Aus verschiedenen Perspektiven wird den Strategien der Rechtfertigung von Reichtum und sozialer Ungleichheit nachgegangen. Dabei setzen sich die AutorInnen mit Gerechtigkeits- und Leistungsbegriffen auseinander, erörtern die empirische Vermögensforschung, auch mit Bezug auf die vieldiskutierten Arbeiten von Thomas Piketty, und untersuchen die Gefahren der Vermögenskonzentration für die Demokratie. Im Nachwort ist ein von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek eigens für die Reichtumskonferenz verfasster Text erstabgedruckt.

Die HerausgeberInnen: Der Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) ist ein Verein von SozialwissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen, der das Ziel verfolgt, Ergebnisse kritischer Forschungstätigkeit in die laufende politische Debatte einzubringen. Attac ist eine internationale Bewegung, die sich für die demokratische und soziale Gestaltung der Wirtschaft einsetzt. Die Armutskonferenz ist als Netzwerk sozialer Organisationen und Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv und thematisiert gemeinsam mit Armutsbetroffenen Hintergründe, Ursachen und Maßnahmen gegen Armut & soziale Ausgrenzung. Bei VSA erschienen bisher »Mythen des Sparens« (2013), »Mythen der Krise« (2010) und »Mythen der Ökonomie« (2005).

Leseprobe:


www.vsa-verlag.de-Beigewum-Mythen-des-Reichtums.pdf116 K


oder siehe auch:
http://www.reichtumsmythen.at

Mittwoch, 12. November 2014

Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus






Al-Qaidas deutsche Kämpfer:
Die Globalisierung des islamistischen Terrorismus

Broschiert – von Guido Steinberg  (Autor), Rita Seuß (Übersetzer), Sonja Schuhmacher (Übersetzer)
Guido Steinberg ist promovierter Islamwissenschaftler und arbeitet bei der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin über die Politik des Nahen und Mittleren Ostens mit den Schwerpunkten Arabische Halbinsel, Dschihadismus, Politischer Islam und islamistischer Terrorismus. Steinberg war bis Oktober 2005 Terrorismusreferent im Bundeskanzleramt, er ist Wissenschaftler und tritt regelmäßig als Gutachter für die Bundesstaatsanwaltschaft in Terrorismusverfahren auf und ist ein in den Medien gefragter Nahost- und Terrorismusexperte. In der edition Körber-Stiftung erschien 2009 »Im Visier von al-Qaida«.



Die Dschihadisten-Szene in Deutschland gilt als die dynamischste Europas. Nirgendwo sonst in der westlichen Welt ist die Zahl der Rekruten für al-Qaida und andere Terrororganisationen ähnlich schnell gewachsen wie hier.

Deutsche Glaubenskrieger aus Berlin, Hamburg und Bonn – Konvertiten ebenso wie Immigranten – reisen in Länder wie Pakistan, Tschetschenien und Somalia, werden dort militärisch ausgebildet und im terroristischen Kampf eingesetzt. Mittlerweile verfügen viele von ihnen über Kampferfahrung, erworben etwa in Afghanistan und seit einigen Jahren auch in Syrien.

Guido Steinbergs umfassende, niemals alarmistische politische Analyse zeichnet die Radikalisierung dieser Kämpfer für Gott und al-Qaida nach und ordnet das Phänomen in die internationale Entwicklung des islamistischen Terrorismus ein.

Um die drohende Terrorgefahr in den nächsten Jahren auch hierzulande abzuwehren, fehlen Deutschland bis heute starke und wirksame Sicherheitsmaßnahmen. Eindringlich warnt der Terrorismusexperte daher vor einer Entwicklung, die aus Deutschland kommend auch wieder dorthin zurückkehren kann.


Samstag, 1. November 2014

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz über die Finanzkrise






Im freien Fall:
Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft
 
Broschiert – 22. August 2011 
von Joseph Stiglitz (Autor), Thorsten Schmidt (Übersetzer)


Nobelpreisträger Joseph Stiglitz über die Finanzkrise

Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wir seit dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers erleben, ist die schlimmste seit den 1930er Jahren – und trotz Zeichen der Erholung noch lange nicht überstanden. In seinem Buch zeigt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, wie es zur weltweiten Krise kommen konnte, und erklärt, was wir tun müssen, um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.