Posts mit dem Label Journalist werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Journalist werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 11. August 2015

Was Linke denken






Was Linke denken
Gebundene Ausgabe – von Robert Misik (Autor)

Robert Misik, geboren 1966, ist Journalist und politischer Schriftsteller und schreibt regelmäßig für die Berliner »tageszeitung«, die »Berliner Zeitung«, die »Neue Zürcher Zeitung« und den Wiener »Falter«, außerdem produziert er die wöchentliche Videoshow »FS Misik« auf derstandard.at. Zahlreiche Preise, etwa der Bruno-Kreisky-Förderpreis, 2010 Journalist des Jahres in der Kategorie Online. 2009 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik. Autor zahlrei­cher Bücher, zuletzt »Erklär mir die Finanzkrise« (2013).


Hier schon einmal eine kleine Ankündigung Robert Misik´s neuen Buches:
Im Spätsommer erscheint im Picus Verlag „Was Linke denken“. Es ist der Versuch, das zeitgenössische linke Denken (von dem viele Leute ja sagen würden: Gibt es das überhaupt?) auf die theoretischen und philosophischen Diskurse der letzten 150 Jahre zurückzubinden.
Und siehe da:
vieles von dem, was man so salopp die „linken Haltungen“ nennt, erweist sich als Resultat eines Sickerprozesses von Theorien. Woher diese stammen, welche Fragen sie aufwarfen und zu beantworten suchten und wie sich diese Antworten verbreiteten, das versuche ich in diesem Buch zu beschreiben.


Oft ist zu hören: Es herrscht Entideologisierung. »Links«, das ist doch heute mehr so ein Gefühl.
Vorschnelle Befunde!, meint Robert Misik. Denn der zeitgemäße Linke hat sehr wohl ein paar Bruchstücke an Theorien im Kopf:
 - Marx Lehren über die Widersprüche des Kapitalismus;
 - Eduard Bernsteins Postulat, dass Reform im Rahmen des Systems möglich ist;
 - Antonio Gramscis Gedankengänge über Zivilgesellschaft und Hegemonie;
 - den leicht depressiven kulturkritischen Sound der Frankfurter Schule von Walter Benjamin bis Jürgen Habermas;
 - Michel Foucaults Traktate, dass sich Macht eher in Machtknoten dezentriert hat und dass die Unterdrückten bei ihrer Beherrschung mitmachen;
 - eine Prise postmoderne Theorie, dass die Idee einer Wahrheit auch nur eine Täuschung ist;
 - ein großer Schöpflöffel Keynes, ein kleiner Schuss postkoloniale Theorie und viel Entfremdungskritik.

Robert Misik beschreibt rasant und amüsant von A wie Adorno bis Z wie i ek, aus welchen Brocken sich zeitgenössisches linkes Denken heute zusammensetzt.

Hier schon einmal, damit man sich die Chose etwas genauer vorstellen kann, das provisorische Inhaltsverzeichnis:
Einleitung: Philosophieren, ohne es zu wissen
1. Kapitel
Talking ’bout a Revolution 
Warum wir heute alle irgendwie Marxisten sind – und auch wieder nicht
2. Kapitel 
It doesn’t take a revolution
Es würde doch schon reichen, sich auf Trippelschritten einem Ideal anzunähern. Aber wer hat heute denn noch Ideale?
3. Kapitel
Herr Gramsci hätte gerne die Hegemonie
Wie die Herrschenden herrschen und wie der Kampf um die Hirne und Herzen der Unterdrückten funktioniert.
4. Kapitel
Wer hat die kritischere Kritik?
Herr Adorno hat stets schlechte Laune. Für und Wider von Aufklärung und Fortschritt.
5. Kapitel
Vom Ich-Aufstand zur Sexmeuterei
Herr Marx will unentfremdete Menschen, doch bald wird gefragt, ob „der Mensch“ überhaupt existiert. Kein Wunder, dass später Frau Butler sogar bezweifelt, dass es Frauen gibt.
6. Kapitel
Das kolonisierte Ding wird Mensch
Die Unterdrückung produziert den Unterdrückten. Die völlig Marginalisierten können nicht einmal sprechen, finden Frau Spivak heraus – denn wenn sie sprechen könnten, wären sie nicht mehr marginalisiert.
7. Kapitel
Sprechen heißt kämpfen
Herr Foucault sucht nach der Macht und findet den Diskurs – oder umgekehrt.
8. Kapitel
Vernetzt Euch!
Wie das postmoderne Wissen die alte Linke erst zerlegte und dann neu zusammensetzte.
Schluss: Fragend schreiten wir voran!

Samstag, 8. August 2015

Zur Aktualität der Marxschen Theorie





Zurück zum Original:
Zur Aktualität der Marxschen Theorie
Broschiert – von Johannes Schillo (Herausgeber), Uwe Findeisen (Autor), Manfred Henle (Autor), 3mehr


Der Herausgeber:
Johannes Schillo ist Journalist. Er hat lange Jahre als Autor und Redakteur für die Fachöffentlichkeit der außerschulischen politischen Bildung gearbeitet. 

Die Autoren:
Uwe F. Findeisen, Manfred Henle, Freerk Huisken, Ulrich Irion, Hans-Jörg Tauchert.
Johannes Schillo und seine Ko-Autoren konstatieren, dass heute vom Kapitalismus wieder allenthalben die Rede ist. Also: Zurück zum Original!


Die Marxsche Theorie stößt wieder auf Interesse. Aufgeschreckte Zeitgenossen reden ganz selbstverständlich vom Kapitalismus und meinen damit ein Monster des ungezügelten Egoismus, wie es Kulturkritiker (siehe Frank Schirrmachers »Ego«-Bestseller) im neuesten Trend des Informationskapitalismus entdeckt haben, eine rücksichtslose Ungleichheitsmaschine, die (so Thomas Piketty mit seiner Anklage des »meritokratischen Extremismus« der Machteliten) Verelendungstendenzen global produziert und legitimiert, oder eine einzige Ansammlung von Konsum- und Geldgier, die (laut amtierendem Papst) achtlos an den Todesopfern des Wirtschaftslebens vorbeigeht.

Bei solchen Anklagen kann und darf man neuerdings auch an die hellsichtigen Prophezeiungen, eindringlichen Warnungen oder menschlich ansprechenden Visionen denken, die angeblich von Marx stammen, und sich fragen, ob dieser nicht für einen Wärmestrom der deutschen Geistesgeschichte steht, der vielleicht sogar Anstöße für eine Zähmung der ökonomischen Monstrosität gibt.

Die andere Seite gehört zum aktuellen Diskurs genauso dazu: Die Marxsche Theorie reiche nicht aus, um das heutige Wirtschaftsgeschehen zu erklären, geschweige denn, es zu verbessern. Nicht zuletzt ist jedem durch Meinungsfreiheit und Pluralismus aufgeklärten Staatsbürger klar, dass das Marxsche Theoriegebäude höchstens als interessantes Material zu benutzen ist. Diesem neuerlichen Abgesang treten die Autoren entgegen. Sie bestehen auf der Aktualität der Marxschen Theorie, denn sie kann das Wirken des Kapitals im 19., 20. und 21. Jahrhundert erklären.


Freitag, 28. November 2014

Occupy in Deutschland








Occupy in Deutschland:
Die Protestbewegung und ihre Akteure

Broschiert – von Lars Geiges (Autor)

Lars Geiges (Dr. disc. pol.), Journalist und Politologe, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen





Plötzlich war sie mit ihren Zelten da: Die Occupy-Bewegung formierte sich 2011 scheinbar über Nacht, besetzte weltweit öffentliche Plätze und protestierte gegen Bankenmacht. Auch in Deutschland entstanden Occupy-Gruppen, die teils mehrmonatige Camps in den Stadtzentren errichteten. Von hier aus sollte sich ihr Protest entfalten - offen, basisdemokratisch, vielstimmig.
- Was bewegte die Aktivisten und wie blickten sie auf Politik, Staat und Gesellschaft?
- Wie organisierten sie sich?
- Und was könnte von Occupy bleiben?
Anhand von Beobachtungen, Interviews und Diskussionsrunden mit Occupyern eröffnet Lars Geiges einen materialreichen Blick auf das junge und kaum erforschte Protestphänomen.



1 Einleitung | 7
1.1 Stand der Forschung | 15
1.2 Zentrale Frage(n) | 22
1.3 Quellen und Daten | 24
1.4 Struktur und Aufbau | 25
2 Theoretische Reflexionen
Ansätze und Methoden | 27
2.1 Protest und Partizipation – eine Annährung | 27
2.2 „Ein Schlemmerbüfett“ – Ansätze der Bewegungsforschung | 41
2.3 Lupen statt Scheuklappen: Die eingesetzten Forschungsinstrumente | 48
2.3.1 Einzelinterview | 51
2.3.2 Gruppendiskussion | 58
2.3.3 Teilnehmende Beobachtung | 66
2.3.4 Dokumentation, Auswertung und Darstellung | 74
3 Die Protestbewegung | 79
3.1 „Ready for a Tahrir moment?“ – Occupys Anfänge in Nordamerika | 79
3.2 Von Wall Street nach Zeulenroda – als Occupy nach Deutschland kam | 94
3.3 Das Selbstverständnis der Gruppe(n) | 105
3.4 Die Camps | 120
3.4.1 Die Stadt, der Platz, die Zelte – Bühnen des Protests | 120
3.4.2 Arbeitsstrukturen und Kommunikation | 129
3.4.3 Die Asamblea als Entscheidungsgrundlage | 148
3.4.4 Trinker, Kälte, Brandstiftung – Konflikte „von außen“ | 171
3.5 „Das Woodstock des Jahrhunderts“ – Flashmobs, Demos und Festivals | 197
3.6 „Verwaschner Mist“ – „Die Neuen“ unter „den Linken“ | 228
4 Die Aktivisten | 247
4.1 Über das eigene Engagement | 247
4.2 „Postenjäger“ und „Scheinregierung“ – eine unpolitische Politik | 261
4.3 „Wie eine Mohrrübe“ – über Demokratie | 278
4.4 „Eine gewisse Liebe“ – Utopien und die „gute Gesellschaft“ | 296
4.5 Sichtweisen auf „die anderen“ | 303
5 Konklusion und Ausblick | 317
Quellen- und Literaturverzeichnis | 333
A Monografien, Sammelbände und Aufsätze | 333
B Medienbeiträge | 352
C Blogs, Foren, soziale Medien und sonstige Onlinequellen | 362

D Protokolle und Mitschriften der Initiativen | 368

Samstag, 21. Juni 2014

Medien, Macht und Meinungsmache !



Am besten nichts Neues: Medien, Macht und Meinungsmache [Taschenbuch]

Tom Schimmeck 
»Wenn man seine Texte liest, denkt man sich: Karl Kraus ist ja eigentlich tot, Kurt Tucholsky auch. Tom Schimmeck erinnert an sie, an die ganz Großen unseres Metiers. Aber Schimmeck ist Schimmeck. Er ist er selber. Er ist Essayist, er ist Kommentator, er ist auch Prophet.« 
Heribert Prantl 
»Eine lebendige Kritik des Zustands von Mediengewerbe und Öffentlichkeit.« 
taz 
»In der Tradition von Kurt Tucholsky – messerscharf beobachtet, humorvoll und schonungslos direkt – rechnet Schimmeck mit deutschen und österreichischen Medien ab … Besser kann man die Entwicklung unserer Medienlandschaft nicht abbilden.« 
Profil

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Tom Schimmeck schreibt als freier Redakteur für SZ, GEO, Stern, profil und Sports (seine Homepage: klugschiss.org). Er ist Mitbegründer der taz und war Redakteur bei Tempo und beim Spiegel. 2007 erhielt er den Otto-Brenner- Preis, 2009 den Deutschen Sozialpreis. Er lebt in Kuesten im Wendland.


Während Zeit und Geld ständig knapper werden, in den Redaktionen und Korrespondenzbüros immer weniger Leute die gleiche Menge an Arbeit machen, wächst in Wirtschaft und Politik die Macht und Zahl der Spindoktoren, PR-Consultants, Agendasetter, Werber, Imageberater, Marktforscher, Eventmanager und Mediencoaches. Meinungen und Stimmungen werden gegen Geld von Profis gemacht. Ihre perfekt designten Bilder und Botschaften zielen direkt auf die Massen. Der unabhängige Journalist ist nur noch Störfaktor.

Tom Schimmeck, seit 30 Jahren Journalist für führende Medien, beschreibt Mechanismen der Gleichschaltung und Ursachen der Misere. Seine Bestandsaufnahme unserer defekten Öffentlichkeit zeigt: Wenn wir nicht bald irgendwo zwischen Putin und Berlusconi landen wollen, brauchen wir mehr denn je eine unabhängige, kritische vierte Gewalt im Staat.

Man mag von Schimmecks politischer Gesinnung halten was man mag, doch die von ihm geschilderten Probleme sind Missstände die auch fern aller Parteigrenzen anerkannt werden. Und er geht über die üblichen Kritikfelder im Naheverhältnis Politiker/Medien, durch die Einsparungen in den Redaktionen geschaffene Arbeitstbelastung/veröffentlichungsfertige PR-Meldungen hinaus.

Dienstag, 4. Juni 2013

Ist unsere Politik noch zu retten?






Ist unsere Politik noch zu retten?
Auswege aus der Wutbürger-Sackgasse [Gebundene Ausgabe]
Robert Misik (Autor)

Robert Misik, geboren 1966, ist Journalist und politischer Schriftsteller. Seine publizistische Laufbahn führte ihn von der »Arbeiter-Zeitung« zum »profil«, heute schreibt er regelmäßig für die Berliner »tageszeitung«, die »Berliner Zeitung«, die »Neue Zürcher Zeitung« und den Wiener »Falter«, außerdem produziert er die wöchentliche Videoshow »FS Misik« auf der Website der Tageszeitung »Der Standard«.

Zahlreiche Preise, etwa der Bruno-Kreisky-Förderpreis, 2010 Journalist des Jahres in der Kategorie Online. 2009 Österreichischer Staatspreis für Kulturpublizistik. Autor zahlreicher Bücher, zuletzt »Halbe Freiheit. Warum Freiheit und Gleichheit zusammengehören«.



Seit Jahren schwillt der Verdruss über Parteien und Politiker an in Deutschland, in Österreich, in ganz Europa. Bürger wenden sich indifferent oder aggressiv ab, oder sie verfallen in Zynismus gegenüber einer Politik, die sich als ohnmächtig, kleinmütig oder sogar korrupt erweist.

Dieser Verdruss war zuerst lediglich eine Reaktion, ist aber mittlerweile selbst zum Teil des Problems geworden.

Robert Misik sagt:
Weg mit dem Zynismus! Raus aus der Wutbürger-Sackgasse!
Politik braucht eine neue Sprache, Klartext statt leeres Geschwätz. Politiker sollen endlich sagen, was sie wirklich denken, statt dauernd auf PR-Experten zu hören.

Mehr Demokratie muss in die Demokratie gebracht werden, damit die Apparatschiks entmachtet werden und Talente eine Chance haben.
Aber auch die Bürger und Bürgerinnen müssen sich wieder Unterscheidungsvermögen antrainieren:
Ein Politiker, mit dem man nicht in allem einverstanden ist, ist deshalb nicht automatisch ein Verbrecher. Der preisgekrönte Publizist plädiert dafür, das Verhältnis von Berufspolitikern und frustrierten Bürgern neu zu justieren.





Mittwoch, 1. Mai 2013

Anklage einer verlorenen Generation





So nicht! Anklage einer verlorenen Generation [Broschiert]
Bernhard Winkler (Autor)

Bernhard Winkler, geboren 1989, 2008 bis 2010 Journalist bei den Oberösterreichischen Nachrichten, seit 2010 ist er PR-Mitarbeiter eines großen österreichischen Sportartikel-Unternehmens.



In 20 Anklagepunkten greift der Autor des Buches "SO NICHT! ANKLAGE EINER VERLORENEN GENERATION" die derzeitige Politik frontal an. Sie habe keine Ideale mehr !

"Politiker sind keine Landwirte - warum betreiben sie dann Kuhhandel?", ist der Titel eines Kapitels in Bernhard Winklers Buch.

In 20 Anklagepunkten greift der Autor die derzeitige Politik frontal an. Sie habe keine Ideale mehr und mache politisches Kleingeld auf dem Rücken der Jugend: bei der Jobsuche, in der Bildungspolitik, bei der Altersvorsorge. Demokratie sei zur Farce verkommen, die Politiker lebten nur mehr in der Defensive. Bernhard Winklers Aufschrei ist laut, offensiv und brillant.

Sein Fazit: "Reißt endlich das Ruder rum, sonst entern Piraten das Parlament."




Donnerstag, 4. April 2013

Die Stasi lebt !





Die Stasi lebt: Berichte aus einem unterwanderten Land [Taschenbuch]
Jürgen Schreiber (Autor)

Jürgen Schreiber, geboren 1947, preisgekrönter Journalist und Sachbuchautor, war bis 2007 Chefreporter beim Tagesspiegel. Er schrieb für das SZ-Magazin, die Stuttgarter Zeitung und die Frankfurter Rundschau.
Schreiber war Gründungsmitglied von Die Woche und erhielt zweimal den Wächter-Preis der deutschen Presse sowie 1991 den Theodor-Wolff-Preis. Bisher sind zwei Bücher von ihm erschienen Ein Maler aus Deutschland, 2005, und Meine Jahre mit Joschka, 2007.


Vom langen Schatten der Stasi Perfide Aktionen, Spionage und flächendeckende Überwachung waren das Geschäft der DDR-Staatssicherheit.

Die Täter von einst leben noch immer unter uns und schmähen öffentlich und unbehelligt ihre Opfer. In selbstgerechter Entrüstung wollen sie sich »ihre« DDR nicht nehmen lassen: Die Stasi lebt.

Jürgen Schreibers Reportagen verweben die erschreckenden Details zu spektakulären Enthüllungen über die Machenschaften von Mielkes Schattenarmee.


Dadurch, dass die Beiträge in diesem Buch bereits im Berliner TAGESSPIEGEL erschienen sind, entsteht natürlich kein Eindruck von Exklusivität oder Innovation mehr. TAGESSPIEGEL-Stammleser werden sich an die eine oder andere Geschichte sicherlich erinnern.

Wer diese Stories jedoch noch nicht kennt, der lernt wieder ein Stückchen mehr über die Stasi - und das kann im Sinne der demokratischen Bildung nicht verkehrt sein.



Freitag, 11. Januar 2013

Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise







Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Tuvia Tenenbom Michael Adrian  



»Tenenboms Deutschland-Reportage ist gradlinig und lässig formuliert, getragen von einer sanften Verzweiflung, von Spott und einem guten Maß Selbstironie. Und sie ist trotz der Abgründe, die sie auslotet, ziemlich unterhaltsam.« (Sebastian Hammelehle Spiegel Online )

»Mut ist, wenn einer Fragen stellt, die sonst keiner stellt, weil sie unschicklich, peinlich, brisant sind. Eine Kamikaze-Erkundung des deutschen Nationalcharakters.« (Evelyn Finger Die Zeit )

»Größtenteils lustig und unterhaltsam, aber mitunter bitterböse.« (Martin Knobbe stern )

»Komisch, selbstironisch und bisweilen böse.« (Sigrid Brinkmann Deutschlandradio Kultur )




Tuvia Tenenbom wurde 1957 in Tel Aviv geboren, stammt aus einer deutsch-jüdisch-polnischen Familie und lebt seit 1981 in New York. 
Er studierte unter anderem englische Literatur, angewandte Theaterwissen-schaften, Mathematik und Computerwissenschaften sowie rabbinische Studien und Islamwissenschaften, unter anderem an der St. John's University und an der New York University. 
Er arbeitet als Journalist, Essayist und Dramatiker und schreibt für zahlreiche Zeitungen in den USA, Europa und Israel, darunter für Die Zeit, den italienischen Corriere della Sera und Yedioth Ahronoth aus Israel.

1994 gründete er das Jewish Theater of New York. Le Monde nannte ihn einen »Begründer einer neuen Form des jüdischen Theaters«, die New York Times lobte seine Theaterarbeiten als »unwiderstehlich und faszinierend«, der Corriere della Sera pries ihn »als einen der innovativsten zeitgenössischen Dramatiker«. 

In der Zeit veröffentlicht Tenenbom zweimal im Monat die Kolumne »Fett wie ein Turnschuh«. Allein unter Deutschen ist sein erstes Buch auf Deutsch, es erschien 2011 auf Englisch unter dem Titel I Sleep in Hitler's Room.


Tuvia Tenenbom begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland: 
von Nord nach Süd, von Ost nach West, in die Stadt, aufs Land, in die Kirchen und in die Kneipen. 

Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück. Er interviewt Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo und Kai Diekmann, er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Erste-Mai-Demonstrationen. Er beobachtet die Biertrinkernation im WM-Sommer 2010, er besucht Synagogen, die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, den Weltkirchentag, die Passionsspiele in Oberammergau. Er spricht mit Studenten und Professoren, mit Bankern und Industriellen, mit Politikern und Künstlern, mit Bürgermeistern und Schrebergartenbesitzern, mit Obdachlosen und Junkies. 

Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen, drängenden Fragen: 
- Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? 
- Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? 
- Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei? 
Tenenbom nimmt in seinem sarkastischen, provokanten Reisebericht kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, den Spiegel vorzuhalten. Auf unterhalt-same Weise führt er mit scharfer Beobachtungsgabe die deutschen Marotten vor und enthüllt dabei intelligent und komisch zugleich die Seele des Landes und seiner Bewohner. 

Es treten auf: Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo, Jens Jessen, Horst Tomayer, André Schiffrin, Charles Schumann, Kai Diekmann, Holger Franke (»Rote Grütze«), Adolf Sauerland, Helge Schneider, Paul Bauwens Adenauer, Peter Scholl-Latour u.a..




Dienstag, 10. April 2012

Die PISA-Lüge







Die PISA-Lüge: Wie unsere Schule wirklich besser wird
[Kindle Edition]

Nikolaus Glattauer

Nikolaus Niki Glattauer, geboren 1959 in der Schweiz, lebt als Journalist, Autor und Lehrer in Wien.


Niki Glattauer packt in seinem neuen Buch wieder ein heißes Schul-Eisen an: die Manipulationen rund um PISA!
In seiner provokanten Streitschrift warnt er davor, unser Schulsystem voreilig kaputtzureden und räumt mit gängigen Irrtümern auf. So sehen die PISA-Rankings wirklich aus!

Wie kommen sie eigentlich zustande? Sind sie wirklich repräsentativ für den Bildungszustand eines Landes? Sein Resümee: Nicht Österreichs PISA-Platzierung ist das wahre Problem, sondern die überfällige Reform unseres Schulsystems auf allen Ebenen.




Donnerstag, 29. März 2012

Olof Palme - Die Biographie


Olof Palme - Vor uns liegen wunderbare Tage: Die Biographie

Henrik Berggren (Autor), Paul Berf (Übersetzer), Susanne Dahmann (Übersetzer)


Henrik Berggren, Jahrgang 1957, ist Historiker und Journalist. Er arbeitet als Leitender Redakteur bei der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter.

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Das Buch beschreibt das Leben eines "aristokratischen Radikalen", der in einer wohlhabenden Familie mit Dienstboten aufwuchs und später zu einem Arbeiterführer wurde, "der dem schwedischen Bürgertum Angst einjagen sollte".


Berggren porträtiert den Sozialreformer, den Dritte-Welt-Aktivisten und, was kaum wahrgenommen wurde, den vielleicht bedeutendsten Frauenrechtler Europas."
Das monumentale Werk ist ein Buch für Liebhaber des nördlichen Nachbarlandes ebenso wie für Verehrer einer Sozialdemokratie längst vergangener Tage.
Olof Palme war ein Mann der Widersprüche: Ein Aristokrat, der Sozialist wurde.Ähnlich wie Willy Brandt war auch bei Olof Palme die Nähe zu den Kunstschaffenden, Autoren, Filmemachern zu erkennen, getreu der Erkenntnis, dass der Geist eines modernen, Einfluss nehmenden Menschen ein mehr an Bildung und innerer Entfaltung benötigt als nur politische Schlagfertigkeit oder wirtschaftliche Kompetenz.

Überzeugend geschrieben und akribisch recherchiert gelingt Henrik Berggren zum einen die Darstellung eines außergewöhnlichen Menschen und Politikers, seiner Vision eines modernen Staates und der vielen Einflüsse, die ihn geprägt haben. Zum andern setzt Berggren den Geist einer ganzen Zeit wieder in den Mittelpunkt des Blickes und lässt fassbar werden, wie sehr das Wort und die Idee zu Zeiten weltgestaltend waren (und weiterhin sein könnten). Ein herausragendes Buch.