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Mittwoch, 9. Dezember 2015

Die Eroberung Europas durch die USA





Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der UkraineTaschenbuch – von Bittner Wolfgang (Autor)

Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, aufgewachsen in Ostfriesland, ist promovierter Jurist, arbeitete in verschiedensten Berufen, so u.a. als Rechtsanwalt, Verwaltungsbeamter, Fürsorgeangestellter. Er reiste intensiv und konzentrierte sich seit Mitte der siebziger Jahre mehr und mehr auf das Schreiben.
Wolfgang Bittner verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und war als freier Mitarbeiter für zahlreiche Zeitungen (u.a. Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung), den Hörfunk und das Fernsehen tätig. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und er erhielt mehrere Literaturpreise.
Von 1996 bis 1998 wurde Bittner in den Rundfunkrat des WDR berufen. Er übernahm Lehrtätigkeiten im In- und Ausland, darunter mehrere Gastprofessuren in Polen. Er ist Mitglied des PEN und im Verband deutscher Schriftsteller, dessen Bundesvorstand er von 1997 bis 2001 angehörte.
Fatale Freundschaft Die USA sind der bestimmende Faktor der politischen Entwicklung im Osten Europas. Seit langem bereiten sie mit geheimdienstlichen Mitteln Umstürze vor, beeinflussen die zentralen Medien und entkernen die Souveränität der europäischen Staaten.
Chronologisch, vom Beginn der Maidan-Ereignisse bis zu den Entwicklungen im September 2015, schildert und analysiert Wolfgang Bittner die verhängnisvolle Einflussnahme der US-amerikanischen Regierung auf die zentralen Medien und die Politik Europas.
Ein Appell an die Vernünftigen in Europa und den USA, den politischen Absturz aufzuhalten. Überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe.
»Wolfgang Bittner hat ein außerordentlich wichtiges Buch mit vielen ins Detail gehenden Hintergrundinformationen verfasst (...) Als unverzichtbare Lektüre auch für Leserinnen und Leser aus Politik und Wirtschaft zu empfehlen.«
Jennifer Munro, NachDenkSeiten
In der Neuausgabe seines erheblich erweiterten Buches analysiert Wolfgang Bittner u.a. die Strategie der USA gegenüber Europa. Nach seiner Ansicht zeichnet sich mehr und mehr das Ziel der westlichen Allianz unter Führung der USA ab, Russland als Machtfaktor in der internationalen Politik auszuschalten und durch Wirtschaftssanktionen, Beeinflussung der Kapital- und Energiemärkte sowie die aufgebürdeten Kosten für Nachrüstung zu ruinieren. Das Ziel sei, Osteuropa einschließlich Russland den westlichen Kapitalinteressen aufzuschließen und den imperialen Zielen der USA unterzuordnen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht







Die bezifferte Welt:
Wie die Logik der Finanzmärkte das Wissen bedroht

Gebundene Ausgabe – von Colin Crouch  (Autor), 
Frank Jakubzik (Übersetzer)
Colin Crouch, geboren 1944, lehrte bis zu seiner Emeritierung Governance and Public Management an der Warwick Business School. Für sein Buch Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus erhielt Crouch 2012 den Preis »Das politische Buch« der Friedrich-Ebert-Stiftung.


Vom Autor des Spiegel - Bestsellers Postdemokratie
Im Herbst 2014 wurde bekannt, der englische National Health Service wolle in Zukunft jedem Arzt 55 Pfund bezahlen, der bei einem Patienten Demenz diagnostiziert. Die Empörung war groß: Steigt so nicht das Risiko von Fehldiagnosen? Wissen Ärzte nicht auch ohne solche Anreize, was zu tun ist? Das Beispiel zeigt, dass die Logik des Neoliberalismus trotz der großen Krise weiterhin auf dem Vormarsch ist.
Der damit verbundene Wandel betrifft alle Lebensbereiche: Schulen, Krankenhäuser und Polizei werden im Rahmen des großen Zahlenspiels umstrukturiert und dem Diktat der Kennziffern unterworfen; aus Studenten und Fahrgästen sollen Kunden werden, die agieren wie Rechenmaschinen. Auf dem Weg in die »Informationsgesellschaft« bleibt eine zentrale Ressource auf der Strecke: das Wissen selbst.
Colin Crouch zeichnet nach, wie der Neoliberalismus alternative Formen des Wissens und der Expertise korrumpiert. Anders als seine Apologeten behaupten, ist der Markt keine perfekte Wissensmaschine, die aus anonymen Entscheidungen Transparenz herbeizaubert, im Gegenteil: Lässt man die Logik der Finanzmärkte ungehindert operieren, kann sie das Immunsystem unserer Gesellschaften zerstören.

   Pressestimmen

»Einer der scharfsinnigsten Kritiker des Neoliberalismus.«
DIE ZEIT 29.05.2015

»Ein provokantes Werk ... Es wird manch spannende Diskussion anstoßen.«
Björn Finke, Süddeutsche Zeitung 04.09.2015

»Die bezifferte Welt ist ein interessantes, aufschlussreiches Werk mit starkem politischen Einschlag. Es beleuchtet das konfliktträchtige Verhältnis zwischen Neoliberalismus und Wissenschaft aus überraschender Perspektive.«
Hans-Martin Schönherr-Mann, spektrum.de 04.09.2015

»Beeindruckend ist, wie klar, strukturiert und sortiert der Autor seine Überlegungen darlegt. Gleich zu Beginn skizziert er These, Argumentation und Aufbau des Buches, so dass sich der Leser jederzeit in dem durchaus komplexen Gedankenkonstrukt Crouchs zurechtfindet.«
Andreas Kolbe, Deutschlandfunk 07.09.2015

Mittwoch, 23. September 2015

Theorie der Sozialen Demokratie






Theorie Der Sozialen Demokratie (German Edition)
Taschenbuch von Thomas Meyer (Autor)
Die Demokratietheorie kennzeichnet ein merkwürdiges Paradox. Während die kapitalistische Marktwirtschaft zumeist als ermöglichende Bedingung liberaler Demokratie verstanden wird, gelten die radikalen Ungleichheiten, die sie erzeugt, zugleich auch als eine ihrer zentralen Gefährdungen.

Die hier vorgelegte Theorie der sozialen Demokratie klärt die Bedingungen, die erfüllt sein müssen, wenn der Anspruch rechtsstaatlicher Demokratie uneingeschränkt erfüllt sein soll. Sie begründet im Anschluss an die jüngste empirische Forschung die Anforderungen an die Einbettung der Märkte, den grundrechtsgestützten Sozialstaat, die gesellschaftliche Demokratisierung und faire Globalisierung, die dafür erfüllt sein müssen.
Die Soziale Demokratie neu gedacht! Umfassender Entwurf, der zum Kern des modernen sozialen und politischen Konflikts vorstößt!



Pressestimmen :

"'Theorie der Sozialen Demokratie' ist ein kämpferisches und optimistisches Buch, voller Vertrauen in eine universelle und tatkräftige demokratische Gesellschaft."
Berliner Debatte Initial, 06/2006


"[Thomas Meyer] repräsentiert als Politikwissenschaftler und Theoretiker der SPD [...] die grundlagenwissenschaftliche wie auch die explizit angewandte Politikforschung gleichermassen."
Neue Zürcher Zeitung, 12./13.11.2005


"Das von der DFG geförderte Forschungsprojekt der Uni Dortmund hat einen umfassenden Theorieentwurf zur Sozialen Demokratie vorgelegt, der hinsichtlich der laufenden Reformdiskussion und der Globalisierung hoch aktuell ist." www.literaturtest.de, 16.11.2005

"Thomas Meyer hat ein Buch über den Tag hinaus geschrieben. Es folgt nicht dem wohlfeilen Lamento über das 'Ende der Demokratie', sondern beschreibt die Wege zu ihrer Entfaltung. Darin liegt die besondere Stärke des Buches."
Die Zeit, 27.10.2005


"[...] in der Systematik einmalig und ein wichtiger Beitrag zur aktuellen SPD-Programmdiskussion."
DEMO, 06/2005

Montag, 3. August 2015

Umbau der Märkte




Umbau der Märkte

Akkumulation – Finanzkapital – Soziale Kräfte
Michel Aglietta / Joachim Bischoff / Paul Boccara / Wolfgang F. Haug / Jörg Huff


Ende der 70er Jahre hatten sich die Innovationspotenziale in den kapitalistischen Hauptländern erschöpft. Die Folgen: Wachstumsschwäche, Arbeitslosigkeit, Verschärfung der Verteilungskonflikte – schließlich: gesellschaftliche Stagnation und politische Blockaden. Die These des Historikers Immanuel Wallersteins lautet: das System der kapitalistischen Weltwirtschaft ist in lange Wellen – Kondratieff-Zyklen – eingebettet. Die ersten 30 Jahre dieses Zyklus nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erscheinen aus heutiger Sicht als das »Golden age« des »Jahrhunderts der Katastrophen«.
Die anschließende Niedergangsphase wird – Wallerstein zufolge – auch noch den Beginn des neuen Jahrhunderts prägen.
Dagegen steht die These:
Wir haben den Übergang in eine neue Epoche kapitalistischer Entwicklung bereits durchlaufen. Durch die Digitalisierung der Produktion, das Internet bzw. die Neue Ökonomie konnten die Krisen des fordistischen Akkumulationsprozesses überwunden werden. Sind also die Informations- und Kommunikationstechnologien eine neue Basisinnovation, mit der eine neue lange Welle – ein neuer Kondratieff-Zyklus – begonnen hat?
Dieses Buch enthält die wichtigsten Beiträge einer Diskussion der europäischen Linken über die Einordnung der aktuellen Entwicklungstendenzen in den Metropolen des Kapitals.

Inhalt:

Elisabeth Gauthier
Zeitgenössischer Kapitalismus
Michel Aglietta
Die finanzielle Globalisierung
Suzanne de Brunhoff
Der Begriff des Finanzregimes
Eine marxistische Interpretation der Finanzkrisen
Jörg Huffschmid
Verteilungsfrage, Finanzmärkte und Gegenreform
Michael R. Krätke
Finanzmärkte im gegenwärtigen Kapitalismus
Riccardo Bellofiore
Der Kapitalismus der Rentenfonds
Joachim Bischoff
Ein neues Akkumulationsregime?
Bob Jessop
Nach dem Fordismus
Das Zusammenspiel von Struktur und Strategie
Immanuel Wallerstein
Die Marginalisierung der Dritten Welt und die Krise der Weltwirtschaft
Gérard Duménil / Dominique Lévy
Das Wesen und die Widersprüche des Neoliberalismus
Michel Husson
Surfen auf der langen Welle
Jean Magniadas
Globalisierung, transnationale Firmen und kapitalistische Ausbeutung
Wolfgang Fritz Haug
Thesen zu einer Kritik der Neuen Ökonomie
Herbert Schui
Industrialisierung, effektive Nachfrage und Globalisierung
Einige Bemerkungen zur Zukunft des Kapitalismus
Paul Boccara
Vorschläge zur Überwindung der gegenwärtigen Phase des Kapitalismus
Richard Detje
Die Linke in einer Zeit des Erdrutsches
Textnachweise und Übersetzer

Autorenreferenz

Michel Aglietta, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paris X-Nanterre, Frankreich
Riccardo Bellofiore, Ökonom, Universität Bergamo, Italien
Joachim Bischoff, Ökonom, Redakteur der Zeitschrift Sozialismus, Hamburg
Paul Boccara, Ökonom, Universität Picardie, Direktor der Zeitschrift »Issues«
Suzanne de Brunhoff, Ökonomin, Mitarbeiterin am » Centre national de recherches scientifique« (CNRS), Paris
Richard Detje, Redakteur der Zeitschrift »Sozialismus«, Hamburg
Gérard Duménil, »Centre nationale de la recherche scientifique« (CNRS), Paris
Elisabeth Gauthier, Direktorin von Espaces Marx, Paris
Wolfgang Fritz Haug, Professor für Philosophie am Philosophischen Institut der Freien Universität Berlin, Herausgeber der Zeitschrift »Das Argument«
Jörg Huffschmid, Professor für politische Ökonomie und Wirtschaftspolitik an der Universität Bremen
Michel Husson, Forschungsinstitut IRES, Frankreich
Bob Jessop, Professor für Soziologie an der Universität Lancaster, England
Michael Krätke, Professor für Politische Wissenschaften und Ökonomie an der Universität Amsterdam, Niederlande
Dominique Lévy, »Centre national de la recherche scientifique« (CNRS), Paris
Jean Magniadas, Institut de Recherches Economiques et Sociales de la CGT (L’ISERES), Frankreich
Herbert Schui, Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Politik, Hamburg
Immanuel Wallerstein, Historiker, Centre Fernand Braudel an der Universität Binghamton, USA

Samstag, 11. Juli 2015

Elmar Altvater








Elmar Altvater (* 24. August 1938 in Kamen; † 1. Mai 2018 in Berlin) war ein deutscher Politikwissenschaftler, Autor und emeritierter Professor für Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. 
Nach der Emeritierung am 30. September 2004 ist Altvater in Forschung und Lehre am Institut weiterhin aktiv. Außerdem ist er Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac, und er war im Jahr 2006 Vorsitzender des Ständigen Volkstribunals gegen europäische transnationale Unternehmen.

Nach dem Abitur 1959 am neusprachlichen Gymnasium in Kamen studierte Altvater bis 1963 an der Ludwig-Maximilians-Universität München Ökonomie und Soziologie und wurde 1968 mit seiner Arbeit über Gesellschaftliche Produktion und ökonomische Rationalität: externe Effekte und zentrale Planung im Wirtschaftssystem des Sozialismus promoviert. Von 1968 bis 1970 war er Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Altvater wechselte danach an das Otto-Suhr-Institut (OSI) für Politikwissenschaft der Freien Universität Berlin. Hier erhielt er 1971 eine Professur für Politische Ökonomie. Altvater engagierte sich am OSI in der „Sozialistischen Assistentenzelle“, einer Denkzentrale der 68er-Bewegung in Berlin.

Im Jahre 1970 gründete er mit anderen die PROKLA Probleme des Klassenkampfs – Zeitschrift für politische Ökonomie und sozialistische Politik, später Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft, bei der er bis 2008 Redaktionsmitglied war.

Altvater trug wesentlich zur Entwicklung einer marxistisch geprägten politökonomischen Theorie bei. Er war als SDS-Mitglied (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) in der 68er-Bewegung aktiv und einer der theoretischen Köpfe des Sozialistischen Büros in Offenbach.

Neben Fragen der Entwicklungstheorie, der Verschuldung sowie der Regulierung von Märkten beschäftigt er sich auch ausgiebig mit den Auswirkungen kapitalistischer Ökonomien auf die Umwelt. Altvater war ein renommierter Kritiker der „politischen Ökonomie“ und Autor zahlreicher globalisierungs- und kapitalismuskritischer Schriften. Ein globalisierungskritisches Standardwerk ist sein Buch Grenzen der Globalisierung (1996), das er mit seiner Lebensgefährtin Birgit Mahnkopf schrieb.

Parallel zu seiner akademischen Tätigkeit war Altvater auch immer wieder gesellschaftspolitisch aktiv. Er war Gründungsmitglied der Grünen, ging jedoch nach dem Kosovo-Krieg zunehmend auf Distanz.

Elmar Altvater war Mitglied der Enquête-Kommission Globalisierung der Weltwirtschaft – Herausforderungen und Antworten (1999–2002) des Deutschen Bundestages. Heute wirbt er für attac (Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat) und das Weltsozialforum. Wenige Tage vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 trat Altvater der Linken bei. Altvater ist Gründungsmitglied des Instituts Solidarische Moderne.

Im März 2007 veröffentlichte Altvater sein Buch über die Globalisierung "Die Grenzen der Globalisierung" zusammen mit Birgit Mahnkopf - ein 700 Seiten starkes Kompendium.

Seine Hauptthese ist, dass, während der Drang des Kapitals, seine eigenen Grenzen zu überwinden, niemals vollendet wird, der globale Kapitalismus eine bedeutende Grenze überschritten hat.

Er hat einen globalen Markt erschaffen, der die vielen Kapitalisten zunehmend dazu zwang, im Weltmaßstab direkt gegeneinander anzutreten. Der Weltmarkt wurde wirklich ein Markt. Für Altvater war der Wettbewerb zwischen - sagen wir - amerikanischen und europäischen Autos (produziert auf dem jeweiligen Kontinent) sehr beschränkt, solange die Transportkosten relativ hoch blieben und andere schützende Barrieren die jeweiligen Märkte dicht machten.

Das hat sich mit der enormen Verringerung von Transaktionskosten, also von Transport und Kommunikation, verändert - eine Entwicklung, die direkte Vergleiche zwischen den Produktionskosten in verschiedenen Ländern zugelassen hat und es außerdem erlaubt, diese zu verwenden, um Produkte zum weltweit billigsten Preis ein- bzw. zu verkaufen, ein Prozess, der als "global sourcing" bekannt ist.

Die Verzerrungen der Wirkung des Wertgesetzes auf dem Weltmarkt haben abgenommen. Ein Weltmarktpreis wird zur Realität. Angesichts dieser Tatsache wird die Wirtschaft auf Basis direkter Kostenvergleiche entscheiden, wo sie produziert. In diesem Sinn ist die Globalisierung kein Mythos, sondern eine Realität.

Ebenso entwickelt sich ein Weltmarkt für Finanzen, ein direkter Vergleich zwischen internationalen Möglichkeiten zur Spekulation. Schlussendlich gibt es eine Angleichung der Profitrate im Weltmaßstab.

Das bedeutet nicht, dass sich die Investitionen ausgleichen, tatsächlich - wie Altvater betont - werden sie sich mehr auf bereits bestehende produktive Zentren konzentrieren. Aber die Nationalstaaten selbst werden zu "Konkurrenten" in Bezug auf die Bereitstellung des "attraktivsten" (d.h. billigsten) Standorts für Kapitalzuflüsse.

Das ist der Grund, warum der Sozialstaat unter enormen Druck gerät, warum die Sozialsysteme zerfetzt werden. Der Wettbewerb zwischen verschiedenen großen Kapitalen nimmt enorm zu, da sie nun direkt auf dem Weltmarkt konkurrieren.

Der veränderte Weltmarkt und eine internationale Angleichung der Profitrate sind die Basis für die Entwicklung von "Subjekten" der Globalisierung. Es sind dies die multinationalen Großkonzerne, welche die Arbeitsweise des Weltmarktes wirklich bestimmen - die großen multinationalen Firmen und Banken. Dieser Teil des Kapitals ist, laut Altvater, wirklich international.

Wenn sie auch noch in einem Nationalstaat ihren Sitz haben mögen, so ist das doch eine eher zweitrangige Überlegung. Es ist dieser Teil des Kapitals, der die Weltwirtschaft dominiert, der die Sozial- und Arbeitsstandards bestimmt. Institutionen wie IWF, Weltbank und WTO dienen diesem Teil mehr oder weniger direkt.

All das heißt auch, dass der Staat seine Funktion verändern muss. Als Folge der Globalisierung muss der Sozialstaat sich zu einem "Dienstleister" verwandeln, der die besten Bedingungen für die globalen multinationalen Konzerne bereit stellt.
Altvater sieht die Globalisierung als eine fürchterliche Bedrohung für die Gesellschaft und die Natur, kann sie aber nicht einfach zurückweisen, da dies bedeuten würde, gegen den Lauf der Geschichte selbst Einwände zu erheben. Er spricht sich für eine Form des globalen Reformismus oder der Regulierung der Globalisierung aus.

Für Altvater stellt die Globalisierung eine mehrfache Bedrohung dar:
• für die menschliche Gemeinschaft, durch die Zerstörung des Sozialstaates, durch die Verschärfung der Ungleichheit, usw.
• für die Umwelt, durch die ununterbrochene Jagd nach Profit
• für demokratische und bürgerliche Rechte. Globalisierung zerstört nicht nur den Wohlfahrtsstaat, sondern auch die bürgerliche Demokratie.

Also ruft er auf, Formen der internationalen Regulierung und Demokratie zu schaffen, und strebt danach, die internationalen politischen und wirtschaftlichen Institutionen zu demokratisieren - seien es die UNO, der IWF oder die Weltbank. Er verbindet dies mit den beliebten Aufrufen für eine Form internationaler "Zivilgesellschaft".

Wie wir im Kapitel über die Umwelt lesen können, endet Altvater immer in einem Widerspruch zwischen Analyse und Lösung. In diesem Kapitel weist er richtigerweise auf den zerstörerischen Charakter der kapitalistischen Produktionsweise, den widersprüchlichen Charakter des Fortschrittes in ihr und die Tatsache hin, dass dieser Fortschritt immer von der Zerstörung der Quellen des gesellschaftlichen Wohlstandes - Mensch und Natur - begleitet wird.

Aber was ist Altvaters Antwort auf all diese Probleme? Der Kampf zum Sturz des Kapitalismus und zu seiner Ersetzung durch eine neue, auf rationaler Planung entsprechend den Bedürfnissen der Menschen basierende Gesellschaft?
Nein. Da es keine kommunistische Massenbewegung gebe, bestehe die Antwort nicht darin, in der wachsenden antikapitalistischen Bewegung und der Arbeiterklasse für eine revolutionäre Politik zu kämpfen. Die Aufgabe liegt anscheinend darin, ein trockenes reformistisches Programm zu entwerfen, an das er selbst nicht glaubt. Woraus besteht es? Aus der Tobinsteuer, einer massiven Besteuerung des Energieverbrauches und einer drastischen Verringerung der Wochenarbeitszeit.

Die Tobinsteuer soll "den Prozess der Globalisierung verlangsamen" und dadurch den globalen Wettbewerb und seine Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften verringern. Die Besteuerung des Energieverbrauchs (eine Art "ehrliche" Ökosteuer) zielt in die gleiche Richtung. Außerdem würde sie die Transportkosten erhöhen, wodurch der globale Wettbewerb, aber auch die Zerstörung der Umwelt (weniger Verkehr bedeutet weniger Verschmutzung) geringer würden. Schlussendlich würden eine Verringerung der Arbeitszeit und ein garantierter Mindestlohn für alle soziale Sicherheit und Integration garantieren, und zwar durch die Schaffung zusätzlicher Jobs und die Sicherung eines zum Leben ausreichenden Einkommens für Arbeitslose.

An dieser Stelle wird die ganze Utopie zu einer reformistischen Farce. Wie Altvater bemerkt, ist dieses Programm sehr schwer auf Basis des globalen Kapitalismus zu verwirklichen. Tatsächlich ist es sowohl utopisch als auch reaktionär. Es ist ein Versuch, den globalen Kapitalismus zu zähmen, indem die bestehende Entwicklung (ein bisschen) zurück genommen wird, anstatt dafür zu kämpfen, den Kapitalismus zu stürzen.

Quelle:
Arbeitermacht
fifthinternational.org
Wikipedia

Weitere Infos siehe:
http://www.ulrich-menzel.de/cmsimpleplus/indexc34f.html?A-B:Altvater%2C_Elmar

Dienstag, 23. Juni 2015

Die Zukunft der Sozialen Demokratie





Die Zukunft der Sozialen Demokratie - Thomas Meyer
Mitarbeit Nicole Breyer - Herausgeber: herausgegeben für die Friedrich-Ebert-Stiftung von Prof. Dr. Thomas Meyer, Wissenschaftlicher Leiter der Politischen Akademie - Mitarbeit: Nicole Breyer, pdf, 272 S. 


Liberale versus soziale Demokratie. Da ist zum einen jenes Modell, das Demokratie im Wesentlichen mit Gewaltentrennung, Grundrechten, freien Wahlen und Marktwirtschaft gleichsetzt. Der Staat erfüllt darin nur die Funktion, die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs zwischen Individuen, Gruppen und Unternehmen sicherzustellen. Eine darüber hinaus gehende Rolle wird ihm nicht zugebilligt, im Gegenteil: Staatliche Interventionen und Regulierungen erscheinen als Funktionsprobleme einer »freien« Gesellschaft, die bekämpft werden müssen. Dieses Demokratiemodell harmoniert mit dem Neoliberalismus, wie in seine führenden Ideologen, August von Hayek und Milton Friedman, formuliert hatten.

Dem steht eine andere Vorstellung von Demokratie gegenüber, in der das politische Grundverständnis im engeren Sinn eigentlich dasselbe ist. Auch hier soll der freie demokratische Wettbewerb über die politischen Kräfteverhältnisse im Staat entscheiden, sollen grundlegende individuelle Rechte gesichert und rechtsstaatliche Grundprinzipien gewährleistet sein. Der Unterschied zwischen den beiden Konzepten liegt darin, dass für das zweite Modell dies erst die Basis ist, auf der eine soziale Demokratie errichtet werden kann. Nicht nur Individualismus und Wettbewerb, sondern Gemeinschaft und Solidarität, nicht nur Freiheit, sondern auch Gerechtigkeit und Gleichheit sind Zielvorstellungen einer "sozialen Demokratie".

Die Zukunft der Sozialen Demokratie. Das hier vorgelegte Buch fordert Zukunft für die Menschen und damit Soziale Demokratie als Beteiligung auf  der Grundlage von sozialer Sicherheit, gesellschaftlicher Teilhabe und einer gerechten Verteilung der Lebenschancen. Es sind nämlich erst die sozialen Bürgerrechte, die dem Grundrecht der Selbstbestimmung Wert verleihen und die gleichberechtigte Teilhabe aller an der Demokratie möglich machen. Die zivilen und politischen Grundrechte müssen durch soziale und wirtschaftliche Grundrechte ergänzt werden, um menschenwürdige Lebensbedingungen für alle Menschen zu erreichen.


Inhaltsverzeichnis 
Vorwort   5
1 Einleitung  7
2 Grundwerte und Grundlagen  11
2.1 Liberale Demokratie im Widerspruch 11
2.2 Das Defizit der libertären Demokratie 13
2.3 Der Anspruch der sozialen Demokratie 15
2.4 Grundriss der sozialen Demokratie 16
2.5 Soziale Bürgerrechte 20
2.6 Universelle Grundrechte 21
2.7 Selbstverantwortung und Bürgerpflichten 25
2.8 Soziale Risiken 27
2.9 Politische Anthropologie 32
2.10 Gerechtigkeit 35
2.11 Nachhaltigkeit 41
3  Politisches Handeln  45
3.1 Politische Handlungspflichten 45
3.2 Akteure, Systeme und Strategien 47
3.3 Politische Steuerung 49
3.4 Gesellschaftliche Demokratisierung 51
3.5 Zivilgesellschaft 54
3.6 Öffentlichkeit 60
4 Politische Ökonomie  65
A. Wirtschaft  65
4.1 Globalisierung und politische Ökonomie 65
4.2 Gesellschaftliche Einbettung des Marktes 76
4.3 Eigentumsrechte und gleiche Freiheit 78
4.4 Ökonomische Regulation 80
4.5 Öffentliche Güter und Bürgerrechte 88  4
B. Sozialstaat  94
4.6 Arbeit und menschliche Würde 94
4.7 Die soziale Einbettung der Märkte 94
4.8 Das Recht auf Arbeit 96
4.9 Grundrechte und Sozialstaat 98
4.10 Bildung 110
4.11 Die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft 115
4.12 Handlungsperspektiven 124
5 Globalisierungspolitik  132
5.1 Soziale Demokratie und Globalisierung 132
5.2 Globale Bürgerschaft 134
5.3 Modelle globaler Demokratisierung 136
5.4 Die Einbettung des Weltmarktes 144
5.5 Soziale Demokratie in Europa 151
5.6 Globalisierung als offener Prozess 155
6 Politische Kultur  157
6.1 Die Universalität sozialer Demokratie 158
6.2 Kulturelle Differenzen und soziale Bürgerschaft 159
7 Länder-Modelle  162
7.1 Ländervergleich 162
7.2 Schweden 162
























. siehe weiter
http://library.fes.de/pdf-files/akademie/04150.pdf

sowie
https://www.medimops.de/die-zukunft-der-sozialen-demokratie-thomas-meyer-mitarb-nicole-breyer-hrsg-von-der-friedrich-ebert-stiftung-gebundene-ausgabe-M03898923150.html


.

Montag, 16. Februar 2015

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Die Schatten der Globalisierung




Die Schatten der Globalisierung
Gebundene Ausgabe – von Joseph Stiglitz (Autor), Thorsten Schmidt (Übersetzer)

Explodierende Aktienkurse und scheinbar nie dagewesenes Wirtschaftswachstum kennzeichneten die »Goldenen Neunziger« – bis der Absturz in eine weltweite, tiefe und bis heute andauernde Rezession folgte.
Was ist schief gelaufen?

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz zeigt, welchen Kräften sich der schwindelerregende Boom verdankte und inwiefern in ihm bereits die Saat der Zerstörung angelegt war.

Stiglitz, als Berater der ersten Clinton-Administration und später Chefökonom der Weltbank ein intimer Kenner des »Tatorts Washington« (NZZ) und der internationalen Konzernzentralen, weiß von den strategischen Entscheidungen in den innersten Zirkeln von Politik und Wirtschaft zu berichten, aber auch von den hitzigen Debatten, die diesen vorausgingen.

Selbstkritisch beleuchtet er die globalen Folgen ihres gemeinsamen Tuns:
 - Wie ist die Fixierung auf den Defizitabbau heute zu bewerten?
 - Wie wirkt sich die von der US-Regierung exzessiv betriebene Deregulierung des Marktes aus?
 - Wohin hat uns die Maxime, Eigennutz diene automatisch auch der Allgemeinheit, geführt?
Das Gleichgewicht zwischen Staat und Markt ist verloren gegangen, so Stiglitz’ zentrale These. Um diese Balance wiederherzustellen, entwickelt Stiglitz eine überzeugende Alternative zum Diktat des Marktes – denn das, so zeigt er auf provozierende Weise, ist nicht nur wenig sozial, sondern auf lange Sicht sogar unwirtschaftlich.



   Amazon.de

Die Zahl der Globalisierungsgegner hat deutlich zugenommen. Doch insgesamt scheint unter der Weltbevölkerung eine positive Grundstimmung gegenüber den globalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Veränderungen zu überwiegen.
Möglicherweise entsteht dieser Eindruck aber auch nur, weil sich die Positionen der Globalisierungskritiker kaum in der öffentlichen Debatte niederschlagen: In der Politik und in den Medien trafen sie bisher auf wenig Resonanz. In der Regel werden die Globalisierungsgegner als weltfremde Spinner und gewaltbereite Chaoten abgetan, die die Vorzüge des freien globalen Marktes nicht erkennen wollen.

In Joseph Stiglitz gewinnen die Kritiker nun einen prominenten und kompetenten Fürsprecher. Der frühere Weltbank-Vizepräsident und Wirtschaftsnobelpreisträger 2001 zählt zu den weltweit renommiertesten Wirtschaftsfachleuten.
Sachkundig und kritisch analysiert Stiglitz in seinem Buch die globalen (Fehl-) Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit.

Stiglitz saß selbst jahrelang an den Hebeln der Macht oder zumindest in deren Nähe. Von 1993 bis 1997 fungierte er als Wirtschaftsberater von US-Präsident Clinton, bevor er anschließend drei Jahre als Chefvolkswirt bei der Weltbank tätig war.
Als deren Vizepräsident erlebte er hautnah, wie der wirtschaftliche Neoliberalismus seinen Siegeszug um den Erdball antrat und wie die Ideologie des freien Marktes dabei die Volkswirtschaften mehrerer Länder ruinierte. Der Autor beschreibt, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank instrumentalisiert wurden, um die Interessen der Hochfinanz und der multinationalen Konzerne zu bedienen.

Die restriktiven Auflagen, die IWF und Weltbank den von wirtschaftlicher Rezession bedrohten Staaten auferlegten, führten zur Verarmung eines großen Teils ihrer Bevölkerung. Am Beispiel Russlands und mehrerer ostasiatischer Staaten schildert Stiglitz die Folgen dieser fatalen Finanzpolitik.

Die Schatten der Globalisierung gewährt dem Leser tiefe Einblicke in die Prozesse und Abgründe der Weltwirtschaft. Der Autor klärt darüber auf, wer die Gewinner und Verlierer beim freien Spiel des Marktes sind. Sein Buch ist ein Plädoyer für einen dritten Weg zwischen Sozialismus und entfesseltem Kapitalismus und zugleich ein Appell an die Politik, endlich zu handeln. --Christoph Reudenbach

Pressestimmen

»Stiglitz ist der zur Zeit bedeutendste, kreativste und einflussreichste Wirtschaftswissenschaftler.« (Die Zeit)

»Stiglitz ist ein Insider, er ist Rebell und Ankläger.« (Stern)





Mittwoch, 10. Dezember 2014

Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat




Commons:
Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat
Broschiert – von Silke Helfrich (Autor)

Silke Helfrich, freie Publizistin und Mitbegrnderin der Commons Strategies Group, lebt und arbeitet in Jena.
Sie war langjährige Büroleiterin für Mittelamerika/Mexiko der Heinrich-Böll-Stiftung und ist Herausgeberin von 'Wem gehört die Welt?' (2009) und von 'Was mehr wird, wenn wir teilen' (Elinor Ostrom, 2011). Sie bloggt auf commonsblog.de.
Die Heinrich-Böll-Stiftung, Denkfabrik und internationales Politik-Netzwerk, steht Bündnis 90/Die Grünen nahe und fördert u.a. die Debatte über soziale wie technologische Innovationen für die anstehende Transformation zu einer klimastabilen Gesellschaft, die auf Geschlechter- und Bürgerdemokratie sowie Generationengerechtigkeit beruht.

Die 'Occupy'-Bewegung trägt ein Unbehagen auf die Straße - weltweit. Sie stellt Profitmaximierung an den Pranger und der Politik einen Misstrauensantrag.

Die ernüchternde Diagnose: Markt und Staat haben versagt. Menschen verlieren die Kontrolle über das eigene Leben. Weltweit steigen die Preise für Wasser, Böden und Lebensmittel, während der Markt sie verknappt und an die Börse spült - flankiert von staatlichen Freihandelsverträgen.

Güter, die allen gehören, wie Meere oder Wälder, werden rücksichtslos auf den Markt getragen. Auch Wissen und Ideen, unsere wichtigsten produktiven Ressourcen, sind in Fülle vorhanden. Doch sie werden behandelt wie knappe Güter.
Aus Leben und Vielfalt für alle wird so Reichtum für wenige. Deshalb verwundert es nicht, dass die Commons, die Idee der Gemeingüter, eine Renaissance erleben - nicht zuletzt seit dem Wirtschaftsnobelpreis 2009 für Elinor Ostrom. Die Commons sind wichtiger denn je:
Sie beruhen nicht auf der Idee der Knappheit, sondern sie schöpfen aus der Fülle. Commons sind produktiv. Sie produzieren nicht in erster Linie für den Markt, sondern für die Menschen - und sie lösen konkrete Probleme.

Wenn die Menschen die Freiheit haben, sich selbst zu organisieren und zu kooperieren, kann die gemeinsame Nutzung von Gütern sozialen Zusammenhalt und Verantwortlichkeit fördern und unsere Lebensgrundlagen schützen.

Dieser Band mit Beiträgen von 95 internationalen Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft, Politik und zivilgesellschaftlicher Praxis stellt ein modernes Konzept der Commons vor, das klassische Grundannahmen der Wirtschafts- und Gütertheorie radikal in Frage stellt und Wegweiser für eine neue Politik liefert.


Samstag, 1. November 2014

Nobelpreisträger Joseph Stiglitz über die Finanzkrise






Im freien Fall:
Vom Versagen der Märkte zur Neuordnung der Weltwirtschaft
 
Broschiert – 22. August 2011 
von Joseph Stiglitz (Autor), Thorsten Schmidt (Übersetzer)


Nobelpreisträger Joseph Stiglitz über die Finanzkrise

Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die wir seit dem Zusammenbruch der Investment-Bank Lehman Brothers erleben, ist die schlimmste seit den 1930er Jahren – und trotz Zeichen der Erholung noch lange nicht überstanden. In seinem Buch zeigt Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz, wie es zur weltweiten Krise kommen konnte, und erklärt, was wir tun müssen, um solche Katastrophen in Zukunft zu verhindern.





Sonntag, 28. September 2014

Für eine Wirtschaft, die uns allen dient





Machtwirtschaft - nein danke!:
Für eine Wirtschaft, die uns allen dient

Gebundene Ausgabe – von Gerhard Schick (Autor)
Schick wendet sich in seinem neuen Buch gegen die unheilsame Verzahnung der Politik mit den großen Konzernen. Doch will der Grünenpolitiker nicht mehr Staat, sondern einen anderen Staat.   
Das äußerst lesenswerte Buch ist auch eine Art deutsches 'Empört Euch!'
Christoph Rasch

Schick hat ein kluges, gut lesbares Buch geschrieben, das in vielen Passagen sehr offen von der Ohnmacht des Parlamentariers gegenüber dem Interessengeflecht aus Staat und Konzernen berichtet. Hoffentlich wird das Werk eine überfällige Debatte darüber auslösen, was gute linke Wirtschaftspolitik heute bedeutet.
Christian Rickens


Die Märkte korrumpieren die Politik, sagen die einen. Der regulierende Staat erstickt die Wirtschaft, sagen die anderen.
Neue Ideen braucht das Land, sagt Gerhard Schick! Er fordert eine undogmatische Politik, die vor allem eines will: die Interessen der Bürger vertreten. Eine, die sich egoistischen Investmentbankern, verantwortungslosen Staatsdienern und »kreativen Steuerzahlern« entgegenstellt und den Lobbyismus in die Schranken verweist.

- Wo sind die Rettungsmilliarden geblieben?
- Wie stopft man die Steuerschlupflöcher von Facebook und Co.?
- Warum dient Politik den Banken?
Schick stellt die entscheidenden Fragen und ist bereit für den Angriff auf »big business« und »bad state«.