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Samstag, 19. Dezember 2015

Für ein menschliches Europa






Voices for Refugees: Für ein menschliches Europa
Taschenbuch – von Erich Fenninger (Herausgeber)
Erich Fenninger, geboren 1963 in Bad Vöslau, seit 2003 Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich und stellvertretender Vorsitzender der Sozialwirtschaft Österreich. Vorstandsmitglied zahlreicher Sozialorganisationen und wissenschaftlicher Beirat der FH St. Pölten.
Er ist Herausgeber von „Ich bin wer ich war. Mit Demenz leben“ (2014) und „Von Freiheit träumen: Das Flüchtlingsleben der Westsaharauis“ (2012).


Am 3. OKTOBER 2015 fand in Wien Europas größte Manifestation der Menschlichkeit statt: Mehr als 200 000 Menschen waren auf den Straßen, um sich bei einer Demonstration und dem von der Volkshilfe veranstalteten, siebenstündigen Konzert mit den Flüchtlingen solidarisch zu zeigen. Bei „Voices for Refugees“ am Heldenplatz erhoben Die Toten Hosen, Conchita, Konstantin Wecker, Zucchero und viele mehr starke Stimmen gegen Ausgrenzung, Rassismus und gegen die „Festung Europa“. Das Buch versammelt eindrucksvolle Konzertfotos, Texte aus der Protestbewegung, eine Analyse von Erich Fenninger sowie Beiträge von Robert Misik, Julya Rabinowich, Marlene Streeruwitz, Vea Kaiser und viele weitere prominente Statements.

Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger hat mit „Voices for Refugees“ ein 160 Seiten starkes Zeitdokument rund um die Hilfsbewegung für Flüchtlinge herausgegeben. Prädikat: lesenwert!
Es war ein nachdrückliches und unübersehbares Zeichen von Menschlichkeit: Rund 200.000 Menschen sind letzten Oktober zur großen Solidaritätskundgebung samt Open-Air-Konzert gekommen, um ihre Unterstützung für Flüchtlinge zu unterstreichen. Jetzt ist ein Buch erschienen, das – wie Herausgeber Erich Fenninger betonte – „ein Zeitdokument ist und auch eine Zusammenfassung der gegenwärtigen historischen Ereignisse“. In „Voices for Refugees“ wird präzise das Entstehen der Refugee-Bewegung nachgezeichnet, also jener zivilgesellschaftlichen Bewegung, bei der sich Menschen gemeinschaftlich für Flüchtlinge engagieren.
Vorhang auf für ehrenamtliche HelferInnen
Das im Residenz Verlag erschienene Werk versteht sich auch als Dank an die vielen HelferInnen und AktivistInnen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Mit zahlreichen Fotos wird die gemeinschaftliche Hilfe, die in den vergangenen Monaten geleistet wurde, vor den Vorhang geholt. „Das Buch soll auch ein Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen HelferInnen sein und sie in ihrer Haltung ermutigen. Und es ist den Schutzsuchenden gewidmet“, sagte Fenninger.
Für den guten Zweck
Nachzulesen sind im Buch auch Stellungnahmen zahlreicher Prominenter – darunter Ski-Ass Marcel Hirscher, Erfolgsautorin Vea Kaiser oder Kabarettist Michael Niavarani. Das Buch ist nicht nur ein Muss für alle, die sich für die Refugee-Bewegung interessieren, sondern auch ein ideales Weihnachtsgeschenk. Ein Geschenk, das noch dazu helfen hilft: Denn pro verkauftem Buch gehen fünf Euro direkt an die Volkshilfe-Flüchtlingshilfe. Zusammen mit den freiwilligen Spenden, die beim Solidaritätskonzert im Oktober gesammelt wurden, kann so das neue Projekt „Voices & Aid“ gestartet werden.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Staat und Revolution von W.I. Lenin








Staat und Revolution von W.I. Lenin
weiters: „Marxismus und Staat“ von Alan Woods und Ted Grant
Aufstand der Vernunft Nr. 10
Verlag AdV, 150 Seiten


Die neuste Erscheinung in der Reihe Aufstand der Vernunft: Lenins „Staat und Revolution“. Ebenfalls im Buch enthalten ist der Text „Marxismus und der Staat“ von Ted Grant und Alan Woods.

In Zeiten der Krise erleben wir einen neuerlichen Aufschwung des Klassenkampfes. Die Regierungen reagieren auf soziale sowie politische Protestbewegungen zusehends mit staatlicher Repression und Aufrüstung des Staatsapparates. Die Auseinandersetzung mit der Staatsfrage wird einer neuen Generation somit durch den Druck der Ereignisse aufgezwungen.

Die Frage des Staates ist aus Sicht aller revolutionären Kräfte von grundlegender Bedeutung und nimmt dementsprechend auch einen zentralen Stellenwert in der marxistischen Theorie ein. Die marxistischen Klassiker entwickelten ihre Staatstheorie unter dem Eindruck lebendiger revolutionärer Prozesse, wie der Pariser Kommune 1871 oder der Russischen Revolution 1917. Lenins Schrift „Staat und Revolution“, die wir hiermit neu auflegen, fasst diese Theoriearbeit wie kein anderer Text zusammen.


Seit dem Verfassen dieses Standardwerks des Marxismus sind mehrere Jahrzehnte vergangen. Die Arbeiterklasse hat seither eine Vielzahl an Erfahrungen gesammelt und immer wieder den Versuch unternommen, auf revolutionärem Weg den Kapitalismus zu überwinden. Wer an Revolution denkt, hat meist den gewaltsamen Barrikadenkampf oder den heldenmutigen Sturm auf das Winterpalais im Hinterkopf. Die Frage, wie viel Gewalt eine Revolution hervorbringt bzw. ob es eine friedliche Revolution geben kann, wurde in der Linken immer schon sehr heftig debattiert. 
Ted Grant und Alan Woods versuchen in ihrem Dokument „Marxismus und der Staat“, das nun zum ersten Mal in deutscher Sprache vorliegt, anhand der Methoden von Marx, Engels, Lenin und Trotzki sowie den Erfahrungen der revolutionären Bewegungen in Frankreich 1968 und in Portugal 1974/5 diese Frage zu beantworten.
Wir sind überzeugt, dass dieses Buch einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung der revolutionären Kräfte im deutschsprachigen Raum leisten wird. Wir steuern auf bewegte Zeiten zu, in denen der Klassenkampf wieder mit aller Härte ausgefochten werden wird. Ausgestattet mit den Ideen und Methoden des Marxismus wird eine neue Generation an die Umwälzung des Kapitalismus schreiten.


Freitag, 28. November 2014

Occupy in Deutschland








Occupy in Deutschland:
Die Protestbewegung und ihre Akteure

Broschiert – von Lars Geiges (Autor)

Lars Geiges (Dr. disc. pol.), Journalist und Politologe, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung der Universität Göttingen





Plötzlich war sie mit ihren Zelten da: Die Occupy-Bewegung formierte sich 2011 scheinbar über Nacht, besetzte weltweit öffentliche Plätze und protestierte gegen Bankenmacht. Auch in Deutschland entstanden Occupy-Gruppen, die teils mehrmonatige Camps in den Stadtzentren errichteten. Von hier aus sollte sich ihr Protest entfalten - offen, basisdemokratisch, vielstimmig.
- Was bewegte die Aktivisten und wie blickten sie auf Politik, Staat und Gesellschaft?
- Wie organisierten sie sich?
- Und was könnte von Occupy bleiben?
Anhand von Beobachtungen, Interviews und Diskussionsrunden mit Occupyern eröffnet Lars Geiges einen materialreichen Blick auf das junge und kaum erforschte Protestphänomen.



1 Einleitung | 7
1.1 Stand der Forschung | 15
1.2 Zentrale Frage(n) | 22
1.3 Quellen und Daten | 24
1.4 Struktur und Aufbau | 25
2 Theoretische Reflexionen
Ansätze und Methoden | 27
2.1 Protest und Partizipation – eine Annährung | 27
2.2 „Ein Schlemmerbüfett“ – Ansätze der Bewegungsforschung | 41
2.3 Lupen statt Scheuklappen: Die eingesetzten Forschungsinstrumente | 48
2.3.1 Einzelinterview | 51
2.3.2 Gruppendiskussion | 58
2.3.3 Teilnehmende Beobachtung | 66
2.3.4 Dokumentation, Auswertung und Darstellung | 74
3 Die Protestbewegung | 79
3.1 „Ready for a Tahrir moment?“ – Occupys Anfänge in Nordamerika | 79
3.2 Von Wall Street nach Zeulenroda – als Occupy nach Deutschland kam | 94
3.3 Das Selbstverständnis der Gruppe(n) | 105
3.4 Die Camps | 120
3.4.1 Die Stadt, der Platz, die Zelte – Bühnen des Protests | 120
3.4.2 Arbeitsstrukturen und Kommunikation | 129
3.4.3 Die Asamblea als Entscheidungsgrundlage | 148
3.4.4 Trinker, Kälte, Brandstiftung – Konflikte „von außen“ | 171
3.5 „Das Woodstock des Jahrhunderts“ – Flashmobs, Demos und Festivals | 197
3.6 „Verwaschner Mist“ – „Die Neuen“ unter „den Linken“ | 228
4 Die Aktivisten | 247
4.1 Über das eigene Engagement | 247
4.2 „Postenjäger“ und „Scheinregierung“ – eine unpolitische Politik | 261
4.3 „Wie eine Mohrrübe“ – über Demokratie | 278
4.4 „Eine gewisse Liebe“ – Utopien und die „gute Gesellschaft“ | 296
4.5 Sichtweisen auf „die anderen“ | 303
5 Konklusion und Ausblick | 317
Quellen- und Literaturverzeichnis | 333
A Monografien, Sammelbände und Aufsätze | 333
B Medienbeiträge | 352
C Blogs, Foren, soziale Medien und sonstige Onlinequellen | 362

D Protokolle und Mitschriften der Initiativen | 368

Montag, 30. Juli 2012

Empörung - Meine Bilanz: Meine offenen Rechnungen




Empörung - Meine Bilanz: Meine offenen Rechnungen [Gebundene Ausgabe]Stéphane Hessel , Michael Kogon (Übersetzer)


Nicht hinnehmen, was unannehmbar ist, und das Unwahrscheinliche zu denken wagen Das Vermächtnis des „Vaters“ der weltweiten Protestbewegungen Millionen haben seine Streitschriften gelesen. 

Für die Empörten in aller Welt ist er Pflichtlektüre: Empörung, Meine offenen Rechnungen ist das Vermächtnis des 94-jährigen Politikers, Diplomaten und Literaten Stéphane Hessel und die Quintessenz seines langen Lebens. Darin vertieft er die Fragen seiner Streitschriften, wogegen man sich empören und wofür engagieren soll? 

Dichter und Denker aus Deutschland, Frankreich und England haben sein Weltbild geprägt. Vor diesem reichen Horizont spricht der Wanderer zwischen den Kulturen über seine Ideale und Werte, über Menschen, denen er begegnen durfte, Ideen, die ihn beflügelt haben, Kämpfe, die er gekämpft hat und Rechnungen, die auch nach einem langen und erfüllten Leben immer noch offen sind. 

Als KZ-Überlebender, Mitglied der Résistance, Politiker und Diplomat hat er sich ein Leben lang für Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen eingesetzt. Diese Werte scheinen ihm heute im globalen Maßstab stärker bedroht denn je. Und deshalb appelliert er an seine Leser, sich zu engagieren und gegen „das Unannehmbare“ Widerstand zu leisten.