Samstag, 9. Februar 2013

Die Aufgaben der Sozialdemokratie









Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie [Taschenbuch]

Bernstein, Eduard  





Erstes Kapitel. Die grundlegenden Sätze des marxistischen Sozialismus


Zweites Kapitel. Der Marxismus und die Hegelsche Dialektik


Drittes Kapitel. Die wirthschaftliche Entwicklung der modernen Gesellschaft


Viertes Kapitel. Die Aufgaben und Möglichkeiten der Sozialdemokratie


Schluß. Endziel und Bewegung



Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel





Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel 1959 - 1969 [Broschiert]


Robert Philipps  



Wie begegnete die SPD der Herausforderung durch die revoltierende Jugend in den sechziger Jahren? Die Studie zeigt auf, wie ambivalent die SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und das Auftreten der „Neuen Linken“ reagierte und wie rasant in dieser Zeit auch die SPD von der Veränderungsdynamik erfasst wurde.

Die in den sechziger Jahren auftretenden politischen und gesellschaftlichen 

Wandlungsprozesse, die ihren eruptiven Ausdruck in den Protestereignissen von 

1968 fanden, erschütterten auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands 

bis ins Mark. 



Überwunden geglaubte Konflikte über die grundlegende politische Ausrichtung 

der Partei brachen neu auf, und vielfältige politkulturelle Veränderungen 

brachen sich in der SPD Bahn. Die Partei reagierte „wie ein Seismograph“ (Willy 

Brandt) auf die Erschütterungen des gesellschaftlichen Gefüges und wandelte 

sich dabei grundlegend.


Die Studie analysiert, wie die verschiedenen Gruppierungen in der SPD auf den 
gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderung der 68er-Bewegung 
reagierten, wie Teile der SPD selbst von der Veränderungsdynamik erfasst 
wurden und wie die Sozialdemokratie dadurch beeinflusst und verändert wurde.



Vorwärts oder abwärts?






Vorwärts oder abwärts?

Zur Transformation der Sozialdemokratie (edition suhrkamp) [Taschenbuch]


Franz Walter  


Franz Walter, geboren 1956, lehrt Politikwissenschaft an der Universität Göttingen und ist Direktor des Göttinger Instituts für Demokratieforschung.

Bestechender - auch als seine Beschwörung des Keynesianismus als Mittel gegen die Krisen des Finanzmarktkapitalismus - ist Walters Analyse des Auseinanderreißens des Sozialdemokratischen Milieus.




Jospin, Blair, Schröder: 1998 sah es so aus, als stünde die europäische Sozialdemokratie vor einem goldenen Zeitalter. 
Jahre später hat die SPD 10.192.426 Millionen Stimmen verloren und sechs Parteivorsitzende verschlissen, die niederländische Partij van de Arbeid fuhr 2002 das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein, die schwedischen Sozialdemokraten 2006, die österreichischen 2008. 

Der »Dritte Weg« erwies sich als Weg ins Abseits, längst ist vom Ende einer Volkspartei die Rede. 
Es sieht so aus, als hätten die Sozialdemokraten keine überzeugende Antwort auf den radikalen Wandel der Arbeitswelt, auf Individualisierung und Globalisierung. 

Franz Walter, einer der profiliertesten deutschen Parteienforscher und ausgewiesener SPD-Experte, untersucht die Ursachen für den Niedergang der SPD, der, so Walter, schon 1973 begann. Er wirft einen Blick über die Grenzen Deutschlands und fragt, was Freiheit, Gleichheit und Solidarität in unserer Zeit bedeuten.





Sonntag, 3. Februar 2013

Die Frauen der Nazis






Die Frauen der Nazis 

Die drei Bestseller vollständig aktualisiert in einem Band [Taschenbuch]




Dr. phil. Anna Maria Sigmund studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Wien. Sie ist Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Neben wissenschaftlichen Publikationen veröffentlichte sie auch geschichtliche Werke für ein breites Publikum. 

Ihre Bücher „Die Frauen der Nazis“, „Die Frauen der Nazis II“ und „Die Frauen der Nazis III“ wurden zu internationalen Bestsellern. Zuletzt erschien von ihr bei Heyne „Des Führers bester Freund“.


Exakt recherchierte Frauenbilder, die oft überraschend neue, faszinierende Einblicke in den Alltag des Dritten Reiches ebenso geben wie in die intimen Beziehungen und Intrigen zwischen den Personen der obersten Parteispitze.
Wer waren die Frauen an der Seite Hitlers und seiner Helfer und welche Bedeutung kam ihnen im NS-Regime zu? 

In ihrem akribisch recherchierten Werk spannt die Bestsellerautorin Anna Maria Sigmund den Bogen von Politiker-Gattinnen wie Emmy Göring oder Magda Goebbels über Künstlerinnen wie Zarah Leander oder Thea von Harbou bis hin zu scheinbar ganz normalen Frauen, die maßgeblich an der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten beteiligt waren. 
20 faszinierende Porträts mit überraschenden Erkenntnissen aus zahlreichen spektakulären Quellen!

Es wird in dem Buch sehr gut aufgezeigt, wo der Wahnsinn überall lauerte. Viele Frauen sind dem Nationalsozialismus verfallen - bewusst oder als Mitläufer.




Samstag, 2. Februar 2013

Ambiguität: Eine andere Geschichte des Islam




Die Kultur der Ambiguität: Eine andere Geschichte des Islam [Gebundene Ausgabe]


Thomas Bauer  


Thomas Bauer, geboren 1961, seit 2000 Professor für Islamwissenschaft und Arabistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. 
Seit 2007 Vorstandsmitglied im Exzellenzcluster "Religion und Politik" der Universität Münster. 
2002-2006 Direktor des »Centrums für Religiöse Studien« der Universität Münster. 
2006-2007 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin. Forschungsschwerpunkte: Kultur- und Mentalitätsgeschichte der arabisch-islamischen Welt, klassische arabische Literatur.

»In Bauers Buch werden nicht nur die verheerenden Auswirkungen des Einbruchs der Moderne auf die islamische Tradition auf einfühlsame und unaufgeregte Weise dargestellt, sondern es gelingt ihm von diese Perspektive aus Phänomene des modernen Islams zu erklären...«
(Claudia Ott Dresdner)
»Bauer ist sehr polemisch, sehr scharf in der Abrechnung mit diesem vom Westen errichteten ›Phantasy-Islam‹. Selten zuvor hat jemand so kenntnisreich mit der Politik der USA in den Irak-Kriegen abgerechnet. 
Es erzählt jene reale Geschichte des Islam, die zu aller Leid vergessen und verdrängt wurde.«
(Dirk Pilz)
»Mittels intimster Kenntnisse des klassischen islamischen Schrifttums entlarvt der Autor die frappante Unwissenheit der Orientalistik alten Stils und der Medien. 
Er nennt aber auch Gründe dafür, etwa die fehlende Edition maßgeblicher arabischer Literatur. 
In der Mischung aus überzeugender Grundthese und einschlägigen Beispielen entpuppt sich dieses Buch als eine der besten Einführungen in den Islam seit Langem.«
(Stefan Weidner)


Ein Buch, das jeder gelesen haben muss, der sich ernsthaft für die Hintergründe der Konflikte zwischen den westlichen Ländern und »dem Islam« interessiert.
Bauer bringt in seinem gut geschriebenen und auch für interessierte Laien gut lesbaren Buch eine große Menge höchst überraschender Erkenntnisse. 
So zeigt sich zum Beispiel, dass die immer wieder erhobene Forderung, »der Islam« solle endlich in der Moderne ankommen, ins Leere greift und nur auf Unkenntnis basiert, weil die gegenwärtigen Entwicklungen gerade der Ausdruck dieser Ankunft in der Moderne sind.

Alle Kulturen müssen mit Ambiguität (Mehrdeutigkeit) leben. Sie unterscheiden sich jedoch dadurch, wie sie damit umgehen. 
Zweideutigkeit wird hingenommen, ja mitunter wird sie bewußt erzeugt und nimmt wichtige kulturelle Funktionen ein, etwa in Konventionen der Höflichkeit und der Diplomatie, durch Riten oder Kunstwerke. 
Sie kann aber auch vermieden und bekämpft werden. Kulturen unterscheiden sich also durch ihre unterschiedlicheAmbiguitätstoleranz

In islamischen Kulturen ist in dieser Hinsicht während der letzten Jahrhunderte ein Wandel zu beobachten, der sich so deutlich und mit solch drastischen Konsequenzen kaum anderswo zeigt: 
von einer relativ großen Toleranz hin zu einer bisweilen extremen Intoleranz gegenüber allen Phänomenen von Vieldeutigkeit und Pluralität. Während zum Beispiel im 14. Jahrhundert die Varianten des Korantexts und die Vielzahl an Auslegungsmöglichkeiten als Bereicherung galten, ist dies heute vielen Muslimen ein Ärgernis.
Die Erforschung des Umgangs mit kultureller Ambiguität ist ein Gegenstand der Mentalitätsgeschichte. Verläßt man den eurozentrischen Blickwinkel und stellt Denken, Fühlen und Handeln der Menschen in den Mittelpunkt des Interesses, kommt man zu einer alternativen, nicht teleologisch gefärbten Geschichtserzählung. 
Daher ist auch der Untertitel des Buches – „Eine andere Geschichte des Islams“ – mehrdeutig, ambig, zu lesen. Nicht eine andere Geschichte des Islams soll erzählt werden, sondern vielmehr eine andere Geschichte des Islams, in der aber auch einige scheinbar selbstverständliche Bestandteile der eigenen Kultur in Frage gestellt werden. 
Diese Sicht macht dieses Buch so interessant und wichtig.


Dienstag, 29. Januar 2013

Antijudaismus, arabisch-iraelischer Konflikt & europäische Politik





Neu-alter Judenhass. 

Antisemitismus, arabisch-iraelischer Konflikt und europäische Politik. Geleitwort von Arno Lustiger. [Gebundene Ausgabe]



Herausgegeben wird der Sammelband von Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski. 31 kompetente Autorinnen und Autoren beleuchten verschiedene Aspekte und Erscheinungsformen des Antisemitismus, dabei sind ihre Beiträge durchweg nicht nur sachlich und informativ, sondern auch für thematische Laien gut verständlich und lesbar.


Mal versteckt und dann wieder sehr deutlich tritt der Antijudaismus im Alltag ans Tageslicht:
Antijudaismus hat viele Gesichter, gerade die Nachrichten der letzten Jahre haben dies überdeutlich gezeigt. 
In Berlin kam es zu einem Anschlag auf eine jüdischer Kindertagesstätte, Schüler der Polizeischule Berlin weigerten sich, am Unterricht teilzunehmen als der Holocaust thematisiert worden war, es kam sogar zu antijudaistischen Pöbeleien seitens der Polizeischüler. 

Mit dem Kapitel „Der Nahost-Konflikt in der Perzeption des Rechts- und Linksextremismus“ wird ein weiterer, oft unterschätzte Erscheinungsform des Antijudaismus beleuchtet – die des linksextremistischen Antijudaismus. 
Das Kapitel analysiert, wie Rechtsextremisten und Teile der extremen Linken mit den verbalen Platzhaltern „Antizionismus“ und „Antiimperialismus“ den Antijudaismus als Mobilisierungsfaktor und Kampagnenthema nutzen.


In "Neu-alter Judenhass" wird sich auch mit dem Antijudaismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis befasst.
Zu Aspekten wie deutsche Medien und Nahostkonflikt, islamischer Antisemitismus in Nahost und Europa und Herausforderungen für die deutsche und europäische Politik äußern sich neben den Herausgebern profilierte Autorinnen und Autoren: 
Ulrich W. Sahm, Esther Schapira/Georg M. Hafner, Rabbi Andrew Baker, Bassam Tibi, Cem Özdemir, Mordechay Lewy, Dieter Graumann, Anetta Kahane, Johann Michael Möller, Abraham H. Foxman, Yigal Carmon, Mohammed Schams/Wahied Wahdat-Hagh, Philipp Gessler, Eldad Beck, Doron Rabinovici, Matthias Küntzel, Ilka Schröder, Gert Weisskirchen, Hildegard Müller, Markus Löning, Klaus-Jürgen Scherer, Rolf Behrens, Yves Pallade, Tobias Kaufmann, Katrin Kemmler und Lars Rensmann.

Bei allen unterschiedlichen Akzenten und Perspektiven stimmen die Autorinnen und Autoren in einem Punkt überein: 
Es besteht dringend und einfallsreich Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antijudaismus – in Deutschland, in Europa und in Nahost.




Samstag, 26. Januar 2013

Angela Merkel - Mutter Blamage





Mutter Blamage

Warum die Nation Angela Merkel und ihre Politik nicht braucht [Taschenbuch]

Stephan Hebel  

Stephan Hebel, langjähriger Redakteur der Frankfurter Rundschau und politischer Autor, ist seit zwei Jahrzehnten Leitartikler und Kommentator für die Berliner Zeitung sowie auch für Deutschlandradio, Freitag, Publik Forum und weitere Medien. 
Er ist zudem regelmäßiger Gast im „Presseclub“ der ARD und ständiges Mitglied in der Jury für das „Unwort des Jahres".



Deutschlands beliebteste Politikerin verdankt ihren Erfolg einem permanenten Betrugsmanöver. 
Ihre politische Agenda hat keinen Namen und kein Gesicht, ganz Deutschland glaubt deshalb, es gäbe sie nicht. Das ist ein Irrglaube ist: Es gibt eine Agenda, die aber in erster Linie auf Erwerb und Erhalt von Macht ausgerichtet ist. Inhalte werden untergeordnet. 

Merkel hinterlässt uns – sollte sie endlich abgewählt werden – ein Land im Reformstau. 
- Ein Land, das sich auf Kosten anderer in kleinkariert nationaler Interessenpolitik ergeht und sich damit letztlich selbst schadet. 
- Ein Land, das wichtig tut, aber ständig an Gewicht verliert. 
- Ein Land, in dem die Ungerechtigkeit wächst und Millionen Bürger in Armut leben, auch wenn sie Arbeit haben. 
- Ein Land, in dem die Politik sich selbst zur Erfüllungsgehilfin ökonomischer Interessen degradiert. 

Höchste Zeit für einen Politikwechsel!



Angela Merkel – „Mutter Blamage“ – Eine Rezension
Verantwortlich: Wolfgang Lieb

Endlich durchbricht ein Journalist, der nicht unter der Berliner Käseglocke arbeitet und nicht in das dortige selbstbezügliche Zuruf-Netzwerk seiner Berufskollegen eingebunden ist, den schönen Schein, den die Kanzlerin ausstrahlt.

Stephan Hebel, (noch) politischer Autor der Frankfurter Rundschau beschreibt die Wirklichkeit im Lande und die tatsächlichen Auswirkungen von Merkels Politik auf die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung.

„In mehr als zwei Jahrzehnten Politikbeobachtung habe ich niemals einen derart eklatanten Widerspruch erlebt zwischen dem Image einer politischen Persönlichkeit und ihrer tatsächlichen Politik.
Nie ist es einem Politiker in Deutschland gelungen, derart konsequent auf Kosten der Mehrheit zu handeln und zugleich die Sympathie dieser Mehrheit zu gewinnen“, schreibt Hebel im Vorwort zu seinem gerade im Westend Verlag erschienenen Buch „Mutter Blamage“.

Merkel sei geradezu das Gegenstück zur „Mutter Courage“ in Bertolt Brechts gleichnamigem Theaterstück.
Während Brechts Titelfigur Anna Fierling mit dem Satz „Komm, geh mit angeln, sagt der Fischer zum Wurm“ vor falschen Versprechungen warne, gelinge es Merkel gerade umgekehrt mit uns angeln zu gehen und uns vor aller Welt zu blamieren.

Von Wolfgang Lieb



Der komplette beitrag ist zu sehen unter:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=16450






Dienstag, 22. Januar 2013

Ein Jahr in Kuna Yala



Schwester der Sonne: Ein Jahr in Kuna Yala [Taschenbuch]

Antje Olowaili  


Antje Olowaili wurde 1968 in Berlin geboren undlebt als freischaffende Malerin in Leipzig.

Nach ihrer Ausbildung zur Schrift- und Grafikmalerin und Arbeit als Layouterin bei einer Tageszeitung rief sie als Malerei-Studentin Frauenkunstprojekte ins Leben, schrieb Artikel über Frauenrechte in der DDR, erhielt Preise für Gedichte und veröffentlichte Prosa in Anthologien. 
Vor einigen Jahren durchreiste sie auf eigene Faust Lateinamerika. 

Eine empfehlenswerte Lektüre für alle.


Über die Kunas
Die politische Organisation der Kuna stellt eine Verbindung aus ihren traditionellen Bräuchen und den panamaischen Institutionen dar. 
Alle 52 Dorfgemeinschaften der Kuna sind autonom und diese Autonomie wird durch die eigenständige Wirtschaft abgesichert.

Die wirtschaftlichen Aktivitäten sind ausgesprochen modern, wie zum Beispiel der touristische Sektor, das Kunsthandwerk oder die Vermarktung von Hummern, Krabben und Tintenfisch. 
Die Kuna wählen drei Abgeordnete in die gesetzgebende Versammlung Panamas, wodurch ihnen faktisch die Teilnahme an der Erarbeitung nationaler Politik ermöglicht ist. 


Literarischer Bericht 
von der außergewöhnlichen Reise einer jungen Malerin ins Indianerland der starken Frauen und ihrer textilen Mola-Kunstwerke ... 

Eindrucksvoll und in anschaulichen Episoden schildert Antje Olowaili ihren einjährigen Aufenthalt in Kuna Yala, einer teilautonomen Inselregion Panamas. 

Bereit, sich auf die fremde Kultur einzulassen, ohne sie schönfärben zu wollen, begegnet sie den Menschen mit Sensibilität und Respekt. Sie teilt ihren Lebensrhythmus, beteiligt sich an der Arbeit und setzt sich geduldig einer ebenso abenteuerlichen wie langwierigen Augenbehandlung durch einen Medizinmann aus. 

Mit der jungen Indianerin Oleanda, die sie die Sprache der Kuna lehrt, verbindet sie bald eine zarte, aber gefährliche Liebe, denn in den Augen der Kuna entspricht die Weiße dem Bild von "Nia", dem Teufel. 
Doch Antje Olowaili kämpft gegen den Mythos, dass alle Weißen Dämonen seien. 
Mit Erfolg: Als der Schamane Olokinti und seine Frau Nernadili sie als Tochter aufnehmen, wird sie in Ritualgesänge eingeweiht und darf die Mola-Kunst erlernen. 


Dienstag, 15. Januar 2013

Wie die USA der Welt den Krieg als Frieden verkaufen







Pax Pentagon: Wie die USA der Welt den Krieg als Frieden verkaufen [Taschenbuch]

Michael Mandel Ulrike Bischoff  


Über den Autor: Michael Mandel, Professor an der Osgoode Hall Law School, York University, Toronto, lehrte auch an Universitäten in Italien und Israel. Rundfunk- und TV-Kommentator in Kanada. 
Michael Mandel ist Rechtsprofessor an der York University Toronto. Er lehrte auch an Universitäten in Italien und Israel.
Vorstandsmitglied von Lawyers Against the War, einer Organisation, die 2001 in Kanada gegründet wurde und Mitglieder in 13 Ländern hat.


Diese Studie ist traurig und hart, aber notwendig: Pax Pentagon. 

Rechtswissenschaftler Michael Mandel untersucht die ethischen und rechtlichen Aspekte der Kriege im Kosovo, in Afghanistan und im Irak.


Der Irakkrieg im Jahr 2003 war der dritte illegale Krieg der Vereinigten Staaten in nur vier Jahren, wobei der Krieg gegen Saddam besonders blutig und eklatant rechtswidrig war. 
Auch die Sorge um die Menschenrechte ließ sich als Interventionsmotiv der USA kaum ernst nehmen, die die Iraker zwölf Jahre lang mit inhumanen Sanktionen bestraft hatten. 
Und wo blieb die Menschlichkeit in Krieg und Vorkrieg, die so viele unschuldige Menschenleben forderten?

Den Kosovokrieg rechtfertigten die USA als humanitäre Intervention, den Afghanistankrieg als Selbstverteidigung und für den Irakkrieg behaupteten sie, durch den UN-Sicherheitsrat autorisiert zu sein. 
Jeder dieser Kriege, sagt Rechtsprofessor Mandel, muss nach Völkerrecht und UN-Charta als größtes internationales Verbrechen eingestuft werden. Aber wie kommt es, dass es nicht gelingt, die USA vor internationalen Kriegsverbrechertribunalen zur Verantwortung zu ziehen, sondern dass nur die Gegner der USA für ihre Taten büßen müssen?

In seinem neuen Buch analysiert der renommierte Rechtswissenschaftler Michael Mandel die Debatte um die ethischen und rechtlichen Aspekte der Kriege im Kosovo, in Afghanistan und im Irak und liefert eine kritische Analyse der internationalen Verfolgung und Nichtverfolgung von Kriegsverbrechen und Kollateralschäden” die in Wahrheit Mord sind.





Die Deutschlandakte - Demokratie auf dem Prüfstand






Die Deutschlandakte: 
Was Politiker und Wirtschaftsbosse unserem Land antun [Taschenbuch]



Schwarzbuch Deutschland – Demokratie auf dem Prüfstand

Politiker und Honoratioren zitieren bei öffentlichen Anlässen gern die Sternstunden der deutschen Demokratie. 
Hans Herbert von Arnim erzählt die Geschichte unserer Republik hinter diesen vollmundigen Erfolgsmeldungen. 
Der renommierte Verfassungsrechtler lässt anhand einer langen Reihe von Missbrauchsfällen aus Politik, Verwaltung, Justiz, Wirtschaft und Gesellschaft ein ganzes System von Auswüchsen und Defiziten sichtbar werden und fordert eine wirksame Kontrolle der Machenschaften der Mächtigen. 
Eindringlich und leidenschaftlich plädiert er mit konkreten Vorschlägen für die Herrschaft durch das Volk und für das Volk.

Der neue Enthüllungsreport von Hans Herbert von Arnim: provokant, aufrüttelnd, thesenstark und streitbar.



Also zuerst einmal muss sicher klargestellt werden: es handelt sich in diesem Buch um eine der besten und konzentriertesten Darstellungen unserer volksfernen Parteienherrschaft, die so brilliant und auf den Punkt gebracht bisher noch nicht zu lesen war. 

Gerade wenn man engagiert im Fußvolk einer Partei arbeitet, wird man schnell mit dem gewünschten Konformismus und dem Wunsch nach einsilbiger Widerspruchslosigkeit konfrontiert.




Zitat aus seinem Buch: 
“Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wirklichkeit nichts zu sagen. Besonders krass ist es auf Bundesebene entmündigt, obwohl gerade dort die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen.” 
von Arnim führt an, wie im Laufe der Zeit die demokratischen Institutionen von den Parteien “pervertiert” wurden und fordert mehr als einmal: “Das müssen wir dringend ändern”


Montag, 14. Januar 2013

Das Omnivoren-Dilemma







Das Omnivoren-Dilemma

Wie sich die Industrie der Lebensmittel bemächtigte und warum Essen so kompliziert wurde [Broschiert]

Michael Pollan Peter Kobbe  


Michael Pollan ist Journalist und Knight Professor für Journalismus in Berkeley. 
Er ist ständiger Kolumnist im "New York Times Magazine" und hat bereits vier Bücher veröffentlicht, darunter die New-York-Times-Bestseller "In Defense of Food" ("Lebens-Mittel") und "The Omnivore's Dilemma".




Das Standardwerk über vernünftige Ernährung

Der Mensch gehört von der Konsititution seiner Verdauungsorgane her zu den Omnivoren, den Allesfressern. Das war in der Evolution sicherlich nützlich. 

Doch das heutige Überangebot von Nahrungsmitteln in Supermärkten und Schnellrestaurants bringt nicht nur ihn selbst körperlich an den Rand des Abgrunds, sondern ruiniert auch noch seinen Lebensraum und sein soziales Umfeld. 

Mit Biss und investigativer Recherche sieht sich Pollan um, wie unsere Nahrungsmittel hergestellt und verarbeitet werden, vom Maisfeld über Cheeseburger mit Pommes bis zum Öko-Menü. 
Er öffnet uns die Augen für unser gestörtes Essverhalten und für den Weg zurück zu Einfachheit und Genuss.



- Knallharte physikalische und wirtschaftliche Fakten, 
- umfassende fundierte Recherche, 
- Kenntnis der (in diesem Fall westlichen) Geistesgeschichte, 
- ein unvoreingenommener wacher Geist und 
- ein geschliffener, eleganter Stil tragen zu diesem Lesegenuss erster Klasse bei. 

Nicht nur die Menge der Nahrung muss stimmen, sondern auch die Qualität - das gilt für den Verdauungstrakt UND das Gehirn des Lesers. 
Hier stimmt beides !




Sonntag, 13. Januar 2013

Religion - Segen oder Fluch der Menschheit?






Religion - Segen oder Fluch der Menschheit? [Gebundene Ausgabe]

Michael von Brück  


Prof. Dr. Michael von Brück, geb. 1949, seit 1991 Professor für Religionswissenschaft und Leiter des interfakultären Studiengangs Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dozentur und Studium in Indien, Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gremien weltweit. 
Forschungsschwerpunkte und Publikationen: Hinduismus, Buddhismus, interreligiöser Dialog.




Gewöhnlich wird gesagt, Religion an sich sei gut, sie sei ein „Segen“. Religion aber in der Ausübung durch die Gläubigen sei politisch mißbraucht, korrumpiert und ökonomischen wie psychosozialen Interessen unterworfen, und so werde sie zum „Fluch“. 
Doch ist angesichts der bekannten Geschichte der Religionen diese simple Aufspaltung haltbar? 
Haben Religionen per se vielleicht doch Potentiale, die destruktiv sind und Gewaltbereitschaft fördern? 

Wie können die ambivalenten, also mehrdeutigen Potentiale verstanden und so bewältigt werden, daß unter den Bedingungen des Zusammenwachsens der Menschheit destruktive Kräfte eingebunden und womöglich gezähmt werden?

Namhafte Religionswissenschaftler und Vertreter verschiedener Religionen haben sich diesen Fragen in einem Symposion der Freiberger-Stiftung gewidmet. 
Die in diesem Band versammelten Beiträge zu religiösen und theologischen Grundfragen und aktuellen Themen, zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Kulturen stellen selbst ein Modell interreligiösen Dialogs dar, der heute mehr denn je nötig ist.

Islam und Moderne. Die neuen Denker





Islam und Moderne. Die neuen Denker [Gebundene Ausgabe]


Rachid Benzine Hadiya Gurtmann  



Intellektualität und Frömmigkeit zu vereinbaren, das ist das Ziel einer ganzen Generation muslimischer Denker. 

Unabdingbare Voraussetzung dafür ist die Entwicklung einer neuen Hermeneutik der Koraninterpretation, zu der muslimische Gelehrte aus zahlreichen Ländern ihren Beitrag leisten und dafür mitunter Kopf und Kragen riskieren. 

Ihre Namen sind hierzulande noch kaum bekannt, da die wenigsten ihrer Schriften ins Deutsche übersetzt worden sind. Dennoch findet ihr Beitrag zur Versöhnung des Islams mit der Moderne auch in Deutschland hohe Anerkennung: 
So war zum Beispiel der 2010 verstorbene gebürtige Algerier Mohammed Arkoun, Professor an der Sorbonne in Paris, Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin, desgleichen der ebenfalls 2010 verstorbene Ägypter Nasr Hamid Abu Said. 

Andere Vertreter, die Benzine in seinem Buch darstellt, sind Fazlur Rahman, Farid Esack (Südafrika), Abdul Karim Sorush (Iran) und Abdelmajid Charfi (Tunesien).

Neben dem leidenschaftlichen Engagement für die Sache, der sich diese neuen Denker verschrieben haben und so zu Hoffnungsträgern für viele Muslime geworden sind, beeindruckt die persönliche Opferbereitschaft, die manchem von ihnen abverlangt wurde. 
Abu Saids Ehe etwa wurde zwangsgeschieden, er erhielt Morddrohungen und musste ins niederländische Exil flüchten.