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Sonntag, 31. Januar 2016

Gemeinsam - soziale Sicherheit für alle Generationen !






Gemeinsam – für soziale Sicherheit und Gerechtigkeit!
Soziale Sicherheit für alle Generationen ist eine Errungenschaft, die es zu bewahren gilt !

Die sozialen Sicherungssysteme haben gerade in Krisenzeiten ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Dazu haben die heute Älteren einen großen Beitrag geleistet und es ist ihnen ein vordringliches Anliegen, dass auch die nachfolgenden Generationen auf diese Sicherheit vertrauen können. 

Die Gestaltung der Zukunft obliegt allen Generationen. Grundlage dafür sind Solidarität, gegenseitiges Verständnis, Toleranz sowie die Bereitschaft, miteinander und füreinander Verantwortung zu übernehmen. Vielfach ist das gelebte Realität, vor allem in Familien und auch im freiwilligen Engagement. So sind in Kommunen vielfältige Beispiele für generationenübergreifende Aktivitäten entstanden – von Lern- oder Ausbildungspatenschaften über Zeitzeugenprojekte bis hin zu „Wunschgroßeltern“. Sie sind ein wichtiger Beitrag zum Verständnis zwischen Jüngeren und Älteren.

Der Dialog der Generationen findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt. Jugendliche und ihre Vertretungen ermutigen wir, gemeinsam mit Seniorenorganisationen und anderen Verbänden zusammenzuarbeiten, um die vielen Gemeinsamkeiten in den eigenen Positionen und Forderungen herauszustellen und allen Versuchen entgegenzutreten, Konflikte zwischen den Generationen herbeizureden.

In der jüngeren Generation ist die Nutzung moderner Technologie in allen Lebensbereichen selbstverständlich. Auch älteren Menschen eröffnen die neuen Medien Gestaltungspotenziale bis ins hohe Lebensalter. Die Unterstützung für ältere, technikunerfahrene oder sozial benachteiligte Menschen beim Umgang mit modernen Medien muss deshalb weiter ausgebaut werden. 
Zugleich dürfen diejenigen, die keinen Zugang zum Internet haben, nicht von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen werden. Bildungsangebote müssen der Vielfalt der Generationen und Erfahrungen gerecht werden. Dabei darf Bildung nicht nur auf ihre Verwertbarkeit ausgerichtet sein, sondern muss auch der individuellen Entwicklung und sozialen Teilhabe dienen. Intergenerativen Bildungsangeboten kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu, sie sollten entsprechend gefördert werden.

Toleranz, gegenseitige Wertschätzung und Solidarität sind Grundlage für ein gelingendes Zusammenleben in einer pluralistischen Gesellschaft. Unsere Gesellschaft ist auch gekennzeichnet durch einen Wandel der Lebensformen. Alleinstehende, Kinderlose, Patchwork-Familien, Alleinerziehende und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gehören heute ebenso dazu wie traditionelle Familienkonstellationen.
Wir fordern alle Menschen auf, offen gegenüber anderen Lebenserfahrungen und Lebensentwürfen zu sein.

Alle Menschen – gleich in welcher Lebenssituation – müssen die Möglichkeit haben, ihr Leben selbstständig und selbstverantwortlich zu gestalten und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. 



Mittwoch, 17. Dezember 2014

Über die Demokratie in Amerika







Über die Demokratie in Amerika
Taschenbuch – von J. P. Mayer (Herausgeber), Alexis de Tocqueville  (Autor)
Tocqueville, Alexis de frz. Staatsdenker und Politiker *29.7.1805 Verneuil-sur-Seine, †16.4.1859 Cannes Über die Demokratie in Amerika, 1835/40 Alexis de Tocqueville war im 19. Jahrhundert einer der brillantesten Analytiker politischer Zustände und gab mit seinen Arbeiten der Demokratie eine philosophische Theorie.

Tocqueville, der einer alten normannischen Adelsfamilie entstammte, studierte Recht und wurde 1827 Richter am Gericht von Versailles. Nach einer USA-Reise (1831/32) legte er 1832 sein Richteramt nieder, um sich der Politik und der Wissenschaft zu widmen. 1838 wurde er Mitglied der Académie des Sciences Morales et Politiques, drei Jahre später der hoch angesehenen Académie Française.
In seiner politischen Laufbahn bekämpfte er nach 1839 als Abgeordneter den französischen Außenminister François Guizot (1787-1874), der eine Reform des französischen Wahlrechts ablehnte und damit zum Ausbruch der Revolution von 1848 beitrug. 1849 wurde Tocqueville für kurze Zeit Außenminister.
1856 veröffentlichte er mit Das alte Staatswesen und die Revolution ein Meisterwerk, in dem er nachzuweisen versuchte, dass die zentralistische und nivellierende Tendenz des französischen Absolutismus dem Gleichheitsgedanken der großen Revolution von 1789 den Weg bereitet habe. Nach dem Staatsstreich von Napoleon III. (1851), der mit Terror die französische Demokratie in ein Kaiserreich verwandelte, zog sich Tocqueville ins Privatleben zurück. Biografie: A. Jardin, Tocqueville: A Biography, 1998

Im ersten Band beschäftigt sich Tocqueville insbesondere mit der Soziologie des US-amerikanischen Staats. Er analysiert nicht nur die Struktur des Bundesstaats, sondern auch den Aufbau der Einzelstaaten, die er als Ergebnis ihrer ethnisch-geografischen und historischen Voraussetzungen beschreibt.

Er setzt sich mit der Allgewalt der Mehrheit in der US-amerikanischen Demokratie auseinander, die er als die grösste Gefahr für das Staatswesen betrachtet. In diesem Zusammenhang hebt er u. a. die Bedeutung des unabhängigen Rechtswesens hervor.
Mit dem 1840 publizierten zweiten Band beabsichtigt Tocqueville, allgemeine Züge demokratischer Gesellschaften zu zeichnen, von denen bis dahin noch kein vollständiges Modell existierte.

Er versucht, zur universellen Problematik einer demokratischen Weltordnung vorzudringen, wobei ihm die Demokratie in den USA lediglich als Folie dient. Dabei analysiert er Probleme, die auch in der Gegenwart nicht an Aktualität verloren haben, wie z. B. das Spannungsverhältnis zwischen den Prinzipien Gleichheit und Freiheit.

Tocqueville ist Empiriker und ein überzeugter Verfechter der Demokratie, die er für die neue, kommende Staatsform hält, vor deren Gefährdungen er allerdings warnen will.

[…] 

Ich halte den Grundsatz, daß im Bereich der Regierung die Mehrheit eines Volkes das Recht habe, schlechthin alles zu tun, für gottlos und abscheulich, und dennoch leite ich alle Gewalt im Staat aus dem Willen der Mehrheit ab. Widerspreche ich mir damit selbst? Es gibt ein allgemeines Gesetz, das nicht bloß von der Mehrheit irgendeines Volkes, sondern von der Mehrheit aller Menschen, wenn nicht aufgestellt, so doch angenommen worden ist. Dieses Gesetz ist die Gerechtigkeit.

Das Recht eines jeden Volkes findet seine Grenze an der Gerechtigkeit. 

[...]

Wenn ich daher einem ungerechten Gesetz den Gehorsam verweigere, spreche ich keineswegs der Mehrheit das Recht ab, zu befehlen; ich appelliere lediglich von der Souveränität des Volkes an die Souveränität der Menschheit. 

[...]

Was ist denn die Mehrheit im ganzen genommen anderes als ein Individuum mit Ansichten und Interessen, die meistens denen eines anderen Individuums, genannt Minderheit, zuwiderlaufen? 

[...]

Und niemals werde ich die Befugnis, schlechthin alles zu tun, die ich einem Einzelnen unter meinesgleichen versage, einer Mehrheit zugestehen. 

[...]

Es gibt auf Erden keine an sich selbst so ehrwürdige, keine mit so geheiligtem Recht ausgestattete Macht, daß ich sie unkontrolliert handeln und ungehindert herrschen lassen wollte. Sobald ich daher sehe, daß man das Recht und die Möglichkeit, schlechthin alles zu tun, irgendeiner Macht zugesteht, man mag sie nun Volk oder König, Demokratie oder Aristokratie nennen, man mag sie in einer Monarchie oder in einer Republik ausüben, sobald ich das sehe, sage ich: Das ist der Keim zur Tyrannei, und ich werde versuchen, unter anderen Gesetzen zu leben. 

[...]

Stellen wir uns dagegen eine gesetzgebende Gewalt vor, die die Mehrheit repräsentiert, ohne notwendig der Sklave von deren Leidenschaften zu sein; eine ausführende Gewalt, die eine angemessene Macht besitzt, und eine richterliche Gewalt, die von den anderen beiden Gewalten unabhängig ist; auch dann haben wir eine Demokratie, aber für die Tyrannei wird es kaum noch Chancen geben. 

[...]

Alexis de Tocqueville, Über die Demokratie in Amerika, ausgewählt und hg. von J.P. Mayer, Reclam Verlag, Stuttgart

2006, S. 145 ff.


Sonntag, 10. August 2014

Soziales Österreich



































Soziales Österreich – SÖ ist ein überparteilicher politischer Verein mit sozialdemokratischer Ideologie und verfolgt eine Politik mit Herz und Hirn.

Das SÖ wurde durch kritische Sozialdemokraten als ÜBERPARTEILICHER Verein gegründet, um auf nationaler und EU-Ebene eine Kurskorrektur in der durch den Neoliberalismus geprägten Finanz-, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik zu erreichen.



Unser Ziel ist es, Politik und Wirtschaft nachhaltig zu beeinflussen und so durch unsere innovativen Lösungen soziale Sicherheit und Vollbeschäftigung zu erreichen.

Wir bekennen uns zu den Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität und wollen eine Politik machen, die auf Ethik, Integrität und Menschlichkeit basiert.
https://www.facebook.com/groups/soziales.oesterreich/



weitere Infos auch unter:

http://www.soziales-oesterreich.net/

http://www.forum-soe.com/

Sonntag, 3. August 2014

Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden !



Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden !
Neue Antworten auf alte Fragen

Gebundene Ausgabe – von Barbara Prammer  (Autor)
Mag.a Barbara Prammer, geboren am 11. Jänner 1954 in Ottnang am Hausruck/Oberösterreich.
Matura Handelsakademie Vöcklabruck, Studium der Soziologie an der Universität Linz, Zweite Präsidentin des oö. Landtages (1991–1995), Mitglied der oö. Landesregierung (1995–1997), Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz (1997–2000). Seit 1999 Abgeordnete zum Nationalrat. Von 2004 bis 2006 Zweite Präsidentin, seit 30. Oktober 2006 Präsidentin des Nationalrates.
Gestorben am 2. August 2014


Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zog Bilanz über ihr bisheriges politisches Leben.
Entlang ihrer Biografie beschreibt sie ihre Erfahrungen und Begegnungen, die sie an drei Stationen festmacht:
- Ottnang im oberösterreichischen Hausruckviertel, wo sie aufwächst und erste politische Aktivitäten entwickelt;
- Linz, ihre Heimatstadt, wo sie ihr erstes Mandat übertragen bekommt und Politik erlernt;
- Wien, wo sie sich im Regierungsgeschäft wie in der parlamentarischen Arbeit gleichermaßen bewährt.

Zugleich zieht Prammer Schlüsse. Sie gibt neue Antworten auf alte, immer gültige Fragen. Allen voran jene, wie Gerechtigkeit in der Gesellschaft hergestellt werden kann. Woran sich politisches Handeln orientieren muss, um bei Bürgerinnen und Bürgern auf Vertrauen zu stoßen. Warum Solidarität nicht aus der Mode ist. Wie Begeisterung für Demokratie geweckt werden kann, um der Sehnsucht nach dem "starken Führer" wirksam entgegen zu treten.

Nicht zuletzt stellt sich Prammer der Frage, vor welchen speziellen Herausforderungen die Sozialdemokratie steht. Wo sie nicht auf der Höhe der Zeit ist, worin ihre Zukunftsperspektiven und Chancen liegen.


Freitag, 1. August 2014

Vom Protest zum Handeln - An die Empörten dieser Erde!




An die Empörten dieser Erde!: Vom Protest zum Handeln - Taschenbuch von Stéphane Hessel (Autor), Roland Merk (Autor)STÉPHANE HESSEL, geb. 1917, als Kämpfer der Résistance 1944 nach Buchenwald deportiert, überlebte drei deutsche KZ. Fortan empfand er die moralische Verpflichtung, sein Leben in den Dienst der Menschenrechte zu stellen. Er beendete sein Philosophiestudium, trat in den diplomatischen Dienst ein. In- nerhalb der UNO setzte er sich für jene Ideale ein, denen er sich seit jeher verbunden fühlt: eine Welt ohne Atombomben, ohne Konzentrationslager, ohne Imperialismus – eine Welt, in der die Menschenrechte eingehalten werden. Auch nach Ende seiner offiziellen Berufstätigkeit bleibt Hessel politisch aktiv, mahnt Recht und Gerechtigkeit, Verantwortung und Zivilcourage an – mit sensationeller Resonanz.

ROLAND MERK, geb. 1966, Studium der Philosophie. Er lebt als Schriftsteller und Publizist in Basel und Paris. Im Rahmen des Russell-Tribunals zu Palästina lernte er Stéphane Hessel kennen. Zu seinem Werk gehören neben Essays das Theaterstück zum Nahostkonflikt "Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten" und der Gedichtband "Wind ohne Namen". Zuletzt veröffentlichte er das Buch "Arabesken der Revolution. Zornige Tage in Tunis, Kairo...".


Das neue Buch des großen Rebellen Stéphane Hessel
Was in seinen beiden Aufrufen Empört Euch! und Engagiert Euch! naturgemäß knapp ausfiel und wegen der direkten Ansprache nicht vertieft werden konnte, findet in "An die Empörten dieser Erde!" nun seinen notwendigen Unterbau.

Da hinter Hessels Appellen ein ganzes Leben an Engagement, an Erfahrung, an Empathie und tiefem Nachdenken steht, entfalten seine Thesen ihren Reichtum und ihre Überzeugungskraft am deutlichsten im Dialog mit den Adressaten.
Diesen Dialog bildet das vorliegende Buch ab und erschließt somit sehr konkret das Denkgebäude des Stéphane Hessel:
- Was bedeutet Empörung, was Engagement angesichts einer zu gestaltenden Weltgesellschaft, auf deren Schwelle wir stehen?
- Angesichts des Arabischen Frühlings, der Griechenlandkrise, der Arbeitslosigkeit in Spanien und der globalen Märkte?
- Wie soll es im Sinne einer Erziehung zu Mitgefühl und globaler Verantwortung weitergehen? 


In einer Zeit der Sinnsuche und des Werteverlustes findet Stéphane Hessel millionenfach Gehör – ganz besonders bei der Jugend dieser Welt. Mit seinen 94 Jahren zeigt Stéphane Hessel, dass Teilhabe an der Gesellschaft keineswegs von Alter, sondern von Bewusstsein abhängt.
Er übernimmt Verantwortung, wie er es sein Leben lang getan hat, und er versucht andere zu animieren, dies auch zu tun. In einer Zeit der Sinnsuche und des Werteverlustes findet er dabei millionenfach Gehör – ganz besonders bei der Jugend dieser Welt.
In seiner „Zürcher Rede“, im Dialog mit dem Publikum und im Gespräch mit dem Herausgeber Roland Merk führt er in diesem Buch aus, was in seinen beiden Aufrufen Empört Euch! und Engagiert Euch! nicht vertieft werden konnte.

Die neue Botschaft Stéphane Hessels an die Empörten dieser Erde lautet: „Der Mensch hat nicht nur ein Gehirn, sondern auch ein Herz bekommen, und genau dieses müssen wir stärken …
Bleibt nicht dabei, empört zu sein, sondern zeigt Verantwortung. Verändert diese Welt, habt Mitgefühl, seid Bürger einer wahrhaften Weltgesellschaft!“

Sonntag, 12. Mai 2013

Marktsozialdemokratie






Marktsozialdemokratie:
Die Transformation von SPD und Labour Party (Göttinger Studien zur Parteienforschung) [Taschenbuch]
Oliver Nachtwey (Autor)


SPD und Labour Party haben sich in der letzten Dekade grundlegend gewandelt.

Die klassische Sozialdemokratie erkannte die Märkte an, wollte aber das Soziale vor den Mühlen des Marktes auf Distanz halten. Sie zweifelte an den Fähigkeiten des Marktes, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich zu garantieren.

Deshalb wollte man seine Macht begrenzen, seine Auswirkungen korrigieren und seine Entwicklung steuern. 

Die Marktsozialdemokratie verkehrt dieses Verhältnis:
Der Markt soll mit den Mitteln des Sozialen gefördert und das Soziale nach Marktprinzipien organisiert werden. Politische Ökonomie und der Leitbegriff der sozialen Gerechtigkeit werden deshalb neu gedeutet, was mitunter zu drastischen Legitimationsproblemen der Marktsozialdemokratie führen kann.














































































Samstag, 6. April 2013

Ein Plädoyer für den Menschen





Das Kapital: Ein Plädoyer für den Menschen [Taschenbuch]
Reinhard Marx (Autor)

Reinhard Marx, Jahrgang 1953, war 6 Jahre lang Bischof der Diözese Trier, bevor er 2008 Erzbischof von München und Freising wurde.
Als ehemaliger Professor für Christliche Sozialethik, als langjähriger Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax („Gerechtigkeit und Frieden“) und als Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen.


Ruiniert das Kapital unsere Gesellschaft? Oder gibt es im 21. Jahrhundert die Chance zu sozialem Ausgleich und Wohlstand für alle?

Der Erzbischof von München und Freising Reinhard Marx sucht nach Antworten auf diese drängenden Fragen und entwirft eine Vision sozialer Gerechtigkeit für die Welt von heute.

Seine Analyse:
Nie triumphierte das Kapital schamloser als heute, die Armen werden ärmer und die Reichen immer reicher.
Um dem einen Riegel vorzuschieben, fordert Marx vom Staat klare Regeln für die Wirtschaft. Und er appelliert an jeden Einzelnen, sich wieder mehr für die Gemeinschaft einzusetzen, denn »ein Kapitalismus ohne Menschlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit hat keine Moral und auch keine Zukunft«.



Marx beschreibt fundiert das Wirtschaftssystem in dem wir leben. und kritisiert aufs heftigste die Proftigier, Habgier und Rücksichtslosigkeit vieler Manager und Politiker, sowie alle Zustände, die das Wohl der Allgemeinheit aus den Augen verlieren.





Mittwoch, 5. Dezember 2012

Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte.



Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte.
10 Bände: Schönheit. Wahrheit. Eros. Tod. Krieg. Macht. Gerechtigkeit. Freiheit. Arbeit. Glück [Taschenbuch]
Konrad Paul Liessmann (Hg.)






Dieses Werk gehört in jede Bibliothek!

Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Macht legitimiert? Schönheit und Eros – und deren Wandel über die Jahrhunderte? Für welche Werteordnung zog man in den Krieg?

Verständlich geschrieben, auf eine qualifizierte Art professionell und differenziert, dabei aber dünkelfrei. So präsentiert sich diese modern geschriebene Geistesgeschichte westlicher Werteordnung.


Mittwoch, 15. August 2012

Der neue Geist des Kapitalismus


Der neue Geist des Kapitalismus (edition discours) [Broschiert]
Luc Boltanski
, Ève Chiapello (Autor)



Luc Boltanski und Ève Chiapello beschreiben den Kapitalismus als ein normatives System, dem es unter sich wandelnden Bedingungen immer wieder gelingt, Menschen zu gewinnen und davon zu überzeugen, sich am Prozess der kapitalistischen Akkumulation zu beteiligen. 

Den Autoren zufolge verdankt der Geist des Kapitalismus sein Anpassungsvermögen der gegen ihn gerichtete Kritik und seiner Fähigkeit, diese Kritik konstruktiv zu verarbeiten. In seiner jüngsten Ausprägung wurzelt er im Mai 1968, als sich Künstler und Intellektuelle gegen sämtliche durch den Kapitalismus bedingten Prozesse der Entfremdung auflehnten. In den Unternehmen und Fabriken, die in jenen Jahren von Streiks und Arbeitskämpfen massiv betroffen waren, wurde diese emanzipatorische Kritik von jungen Führungskräften und Beratern aufgegriffen und in einer neuen Organisation der Produktion umgesetzt. 

Ergebnis dieses Umbaus ist das »schlanke« Unternehmen der Gegenwart. In einem detaillierten qualitativen Vergleich zwischen der Management-Literatur der 1960er-Jahre und der 1990er-Jahre zeigen Luc Boltanski und Eve Chiapello die normativen Verschiebungen, die die Neuorganisation der Produktion in den Unternehmen begleiten haben.

Der neue Geist des Kapitalismus definiert sich durch Flexibilität, Mobilität, Kreativität und Eigenverantwortung, die die employability der Menschen bestimmen. Wer über diese Eigenschaften verfügt, kann die Möglichkeiten nutzen, die der projektbasierte Kapitalismus des 21. Jahrhunderts bietet.

Zugleich stellt sich aber die Frage der Gerechtigkeit, vor allem für jene, die nicht Teil der vernetzten Welt des projektbasierten Kapitalismus sind.
Einstweilen bleibt die Kritik an diesem neuen Kapitalismus machtlos, weil sie die Gegenwart an vergangenen Idealen misst und die sozialen Konflikte der Gegenwart mit Begriffen zu klären versucht, die in der ökonomischen Realität des 21. Jahrhunderts keinen Sinn mehr ergeben.

Neue Interpretationsmuster und ein Wiedererstarken der Kritik aber werden den Legitimationsdruck auf den Kapitalismus erhöhen. Der Geist des Kapitalismus wird seine Antwort auf die Frage nach neuen Formen der Gerechtigkeit nicht schuldig bleiben.

Luc Boltanski ist Forschungsdirektor an der Ecole des hautes études en sciences sociales, Paris. Ève Chiapello ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ècole des hautes études commerciales, Paris.





Sonntag, 12. August 2012

Eine Theorie der Gerechtigkeit




John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit [Taschenbuch] 
Otfried Höffe (Herausgeber)




Die "Theorie der Gerechtigkeit" ist der wichtigste Beitrag des englischen Sprachraums, vielleicht sogar der wichtigste Beitrag zur Politischen Ethik des 20. Jahrhunderts überhaupt. 

John Rawls entwirft hier nicht nur eine weithin überzeugende Theorie zur Schnittmenge von Ethik und Politischer Philosophie. Ihm gelingt es darüber hinaus, in der philosophischen Debatte eine Reihe von grundlegenden Paradigmenwechseln vorzunehmen. 

Nach einer Generation intensiver Diskussion ist der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen. Das geschieht nicht als rein deskriptiver Überblick über die bisherige Debatte, sondern in Form eines kooperativen Kommentars. 

Autoren unterschiedlicher philosophischer Herkunft stellen sich die Frage, wie Rawls’ Gedanken zu verstehen sind und welche Tragweite, welche Überzeugungskraft sie für den künftigen Diskurs haben.



Donnerstag, 26. Juli 2012

Demokratie und Macht




Demokratie und Macht

Volksaufstand und Frauenrechte in Ägypten; Wirtschaftsdemokratie; Links-grüne Perspektiven vs. Nationalkonservatismus; Feminismus, Frauenstreik; Sans-Papiers und Care-Ökonomie; Emanzipatorisches Subjekt; Kapitalismuskritik und Gerechtigkeit

S. Amin, N. Abu El Komsan, W. Spieler, R. Graf, G. Notz, D. Vischer, T. Wüthrich, A. Lanz, A. Krovoza, U. Marti


Energiewende nach Fukushima


H. Scheer :
Scheinkonsens ‘Erneuerbare Energie’
O. Fahrni :
Atomlobby macht weiter
E. Altvater :
Mit Green New Deal weiterwachsen?
N. Scherr :
Stromversorgung als Service public
R. Zimmermann :
Gewerkschaften zur Energiepolitik
B. Glättli :
Suffizienz und die Verteilungsfrage
P.M. :
Auswege aus der Wachstumsfalle
C. v. Werlhof :
Atomare Katastrophen-Technologie
Marginalien, Rezensionen, Zeitschriftenschau


Inhaltsverzeichnis
  3    Editorial  
  5    Samir Amin Arabischer Frühling?  
17    Nehad Abu El Komsan; Keine Demokratie ohne Beteiligung der Frauen. Gespräch mit der ägyptischen Frauenrechtlerin  
25    Willy Spieler; Sozial-ökologische Wirtschaftsdemokratie. Visionen und Widersprüche im Parteiprogramm der SP Schweiz  
37    Daniel Vischer Links-grüne Zukunft in der Schweiz. Politische Blöcke und neue Allianzen  
47    Ruedi Graf Wertepolitik und nationalkonservative Hegemonie. Christoph Blochers Gotthelf-Rede vom 2. Januar 2011  
55    Gisela Notz Frauenquoten alleine reichen nicht. Es geht um die „ganze Frauenfrage“  
67    Therese Wüthrich Der Skandal der Lohndiskriminierung. Frauenstreik- und Aktionstag 14. Juni 2011 in der Schweiz  
73    Anni Lanz Sans-Papiers und Betreuungsnotstand. Migration aus der Optik der Care-Ökonomie  
79    Alfred Krovoza Das Subjekt der Psychoanalyse als emanzipative Ressource  
93    Urs Marti Kapitalismuskritik und distributive Gerechtigkeit  
103  Energiewende nach Fukushima Hermann Scheer Scheinkonsens über erneuerbare Energien. Der eigentliche Konflikt um den Atomausstieg beginnt erst  
111  Oliver Fahrni Tschernofukumühlebyl. Die Atomlobby macht weiter  
119  Elmar Altvater Mit Green New Deal aus dem Wachstumsdilemma?  
113  Niklaus Scherr Stromversorgung Schweiz. Dezentrale Netze statt Marktöffnung und Grosstechnologie  
141  Rolf Zimmermann Die Schweiz braucht eine steuernde Energiepolitik. Atomausstieg aus Gewerkschaftssicht  
149  Balthasar Glättli Suffizienz und die Verteilungsfrage 
156  P.M. Auswege aus der Wachstumsfalle. Konviviale Nachbarschaften als Alternative 
167  Claudia von Werlhof Der Hyper-GAU von Fukushima. Militär-Alchemie, atomare und postatomare Katastrophen-Technologie   
179  Marginalien / Rezensionen Hans Steiger Gerecht Schrumpfen statt Green New Deal?  
186  Bruno Kern In der Falle des grünen Kapitalismus. Der Attac-Kongress „Jenseits des Wachstums!?“  
189  Andreas Exner Autoritäre Lösung der Ökokrise? Neue Kontroversen  
191  Roland Herzog / Hans Schäppi Organizing – und die Demokratisierung der Gewerkschaften
196  Adrian Zimmermann Die Krisen des Kapitalismus. Zur ersten Tagung der Robert-Grimm-Gesellschaft  
199  Emilio Modena / Markus Wrbouschek Triebökonomie und Krise des Kapitalismus. 36. Jahrestagung des Arbeitskreises Politische Psychologie  
205  Winfried Köppler über Alexandra Rau: Psychopolitik  
208  Jana Schultheiss über Gisela Notz: Feminismus  
210  Dennis Eversberg über Robert Castel: Die Krise der Arbeit  
213  David Ch. Stoop über Gudrun Hentges / Bettina Lösch (Hrsg.): Die Vermessung der sozialen Welt 
217  Zeitschriftenschau  
223  Autorinnen und Autoren  


Siehe auch unter:
http://www.widerspruch.ch