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Freitag, 1. Januar 2016

Europäisches Antidiskriminierungsrecht




Handbuch zum europäischen Antidiskriminierungsrecht

Dieses Handbuch wird gemeinsam von der FRA und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte herausgegeben. Es ist ein umfassendes Dokument über das Antidiskriminierungerecht und relevante, grundlegende Konzepte.


Das europäische Antidiskriminierungsrecht verbietet nach Maßgabe der Antidiskriminierungsrichtlinien, des Artikels 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie des Protokolls Nr. 12 zu dieser Konvention die Diskriminierung in einer ganzen Reihe von Bereichen und aus einer Vielzahl von Gründen.
In diesem Handbuch werden die beiden dem europäischen Rechtsrahmen zur Nichtdiskriminierung zugrunde liegenden Quellen als zwei komplementäre Systeme untersucht, auf die unterschiedslos Bezug genommen wird, soweit sie sich überschneiden; zugleich wird gegebenenfalls auf bestehende Unterschiede aufmerksam gemacht. 

Angesichts des beeindruckenden Umfangs der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Gerichtshofes der Europäischen Union im Bereich der Nichtdiskriminierung erschien es sinnvoll, ein leicht zugängliches Handbuch mit CD-Rom für Fachleute wie Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Strafverfolgungsbeamte in den Mitgliedstaaten der EU und des Europarates sowie in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen.



Das Handbuch zu den europarechtlichen Grundlagen im Bereich Asyl, Grenzen und Migration :
http://fra.europa.eu/sites/default/files/handbook-law-asylum-migration-borders-2nded_de.pdf

Samstag, 24. Oktober 2015

Gewaltprävention: Für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern






Handbuch Gewaltprävention: Für die Grundschule und die Arbeit mit Kindern. Grundlagen - Lernfelder - HandlungsmöglichkeitenGebundene Ausgabe – von Günther Gugel  (Autor)Auch die Grundschule wird von Konflikten und Gewalt in vielfältigen Formen nicht verschont. Das Ausmaß ist zwar im Vergleich zu anderen Schularten (noch) geringer, doch stellt Gewalt auch hier ein gravierendes Problem dar. Verbale Grenzüberschreitungen, Mobbing, Ausgrenzung, Drohungen, Erpressungen oder körperliche Gewaltanwendungen zerstören nicht nur die Grundlagen des Zusammenlebens- und -lernens, sie stellen auch den Lernerfolg als Ganzes in Frage.

Lernen kann nur in einem Klima der Sicherheit und Anerkennung gelingen. Deshalb berührt Gewaltprävention und Umgang mit Konflikten die Basis des Lernens. Wenn soziales Lernen gefördert, die Kommunikation verbessert und Konflikte konstruktiv bearbeitet werden, so wirkt sich dies unmittelbar auf die Lernerfolge der Schülerinnen und Schüler aus.

Darüberhinaus wird Schule zu einem Ort des gewaltfreien Miteinanders, an dem man sich wohlfühlen kann. Das hier vorgestellte Konzept zur Gewaltprävention an Grundschulen geht weit über herkömmliche Präventionsprogramme hinaus. Es umfasst, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, einen ganzheitlichen Ansatz, der Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte, aber auch Schulstrukturen einschließt. Verhaltensänderungen sind oft nur möglich und erreichbar, wenn sich auch Verhältnisse, die dieses Verhalten stabilisieren, verändern. Beides muss im Blickfeld sein.
Das Handbuch Gewaltprävention in der Grundschule beinhaltet 18 Bausteine, die das gesamte Feld der Gewaltprävention in der Grundschule abdecken. Das Verständnis von Gewalt und Grundsätze der Gewaltprävention in Schule und Elternhaus bilden die Basis für konkrete Ansatzpunkte.
„Soziales Lernen fördern“, „Konflikte konstruktiv bearbeiten“ und „In Gewaltsituationen handeln“ bilden dabei die übergeordneten Bereiche.
Zu jedem Bereich werden ausführliche Hintergrundinformationen, Hinweise zur Umsetzung in der Schule, Materialien für Lehrkräfte, Eltern und Unterricht angeboten.



Siehe weiters: 
Handbuch Gewaltprävention II: Für die Sekundarstufen und die Arbeit mit Jugendlichen. 

Dienstag, 8. September 2015

Handbuch kommunale Netzpolitik: Freiheit vor Ort






Freiheit vor Ort
Handbuch kommunale Netzpolitik
Broschiert – von Leonhard Dobusch (Herausgeber), 2 mehr

Leonhard Dobusch, Jurist und Betriebswirt, wurde für sein Buch „Windows versus Linux“ mit dem Dissertationspreis der Alcatel-Lucent-Stiftung für Telekommunkationsforschung ausgezeichnet.
Nach Aufenthalten als Postdoc am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln und als Gastwissenschaftler an der Stanford Law School forscht er derzeit am Institut für Management der Freien Universität Berlin.

Christian Forsterleitner ist studierter Betriebswirt, Mitglied des Gemeinderates der Stadt Linz und bei einem Transportdienstleistungsunternehmen beschäftigt. Für sein gemeinsam mit Leonhard Dobusch herausgegebenes Buch "Freie Netze. Freies Wissen." erhielt er 2010 den Wolfgang-Heilmann-Preis für humane Nutzung der Informationstechnologie der Integrata Stiftung.

Manuela Hiesmair hat Sozialwirtschaft studiert und arbeitet am Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Johannes Kepler Universität Linz. Sie hat sich u.a. im Zuge ihrer Diplomarbeit mit dem Problem digitaler Ungleichheit und Möglichkeiten zu dessen Überwindung beschäftigt.

Freiheit beginnt vor Ort. Dies gilt gerade auch für Freiheit in der digitalen Gesellschaft.

In acht Kapiteln widmen sich fünfzehn AutorInnen kommunaler Netzpolitik in all ihren Facetten: von Freien Funknetzen, Creative Commons, offenen Lehrunterlagen, Open Source Software, Blogs und Wikis bis zu Open Government, Open Data und dem Web als Kompetenz- und Forschungsfeld.
Im Anschluss an die Beiträge kommen in Interviews Menschen zu Wort, die global oder lokal in den genannten Bereichen tätig sind, u.a. der Gründer der Free Software Foundation, Richard Stallman, Creative-Commons-Initiator Lawrence Lessig oder Wendy Hall, Mitinitiatorin der neuen Studien- und Forschungsrichtung Webwissenschaften. Konkrete Projektvorschläge schließen die Kapitel ab.
Sie richten sich an lokale EntscheidungsträgerInnen und netzpolitisch Interessierte, die die Potentiale digitaler Technologien für Wirtschaft, Bildung, Kunst und Kultur ausschöpfen möchten.
Vor Ort.

Alle in diesem Buch enthaltenen Programme, Darstellungen und Informationen wurden nach bestem Wissen erstellt. Dennoch sind Fehler nicht ganz auszuschließen.
Aus diesem Grunde sind die in dem 
vorliegenden Buch enthaltenen Informationen mit keiner Verpflichtung oder Garantie irgendeiner Art
verbunden. Autor(en), Herausgeber, Übersetzer und Verlag übernehmen infolgedessen keine Verantwortung und werden keine daraus folgende Haftung übernehmen, die auf irgendeine Art aus der Benutzung dieser Informationen – oder Teilen davon – entsteht, auch nicht für die Verletzung von Patentrechten,
die daraus resultieren können. Ebenso wenig übernehmen Autor(en) und Verlag die Gewähr dafür, dass die beschriebenen Verfahren usw. frei von Schutzrechten Dritter sind.
Die in diesem Werk wiedergegebenen Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. werden ohne Gewährleistung der freien Verwendbarkeit benutzt und können auch ohne besondere Kennzeichnung eingetragene Marken oder Warenzeichen sein und als solche den gesetzlichen Bestimmungen unterliegen.


Donnerstag, 20. August 2015

Identitäre - die neuen Rechten in Europa







Die Identitären:
Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa

Broschiert – von Julian Bruns (Autor), Kathrin Glösel  (Autor), Natascha Strobl  (Autor)

Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten ›Identitären Bewegung‹, die sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind.
Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet, die untereinander ausgezeichnet vernetzt sind und sich im Aufbau von grenzüberschreitenden Strukturen befinden. Basierend auf Text-, Bild-und Videomaterial der Gruppen-Standpunkte, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen werden Aktionismus und Teilhabende nachgezeichnet und analysiert. Die politische Logik ihrer Thesen wird eingeordnet, ebenso, welcher Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial) sie sich bedienen und auf welche Theorien und vorhandene Literatur sich die Identitären stützen.
Das Buch gliedert sich in mehrere Teile und beleuchtet so die Verbreitung in ganz Europa, ihre Verortung als ›Neue Rechte‹, ihre Ideologien und historisch-theoretischen Unterbau, ihre Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung.



Ein paar maskierte junge Männer stören 2012 mit einem "Flashmob" einen Tanzworkshop der Caritas und stellen ein Video davon ins Netz. Sie nennen die Aktion "Zertanz die Toleranz" und sich selbst die Identitären. Ihr Logo, ein gelbes Lambda auf schwarzem Grund leitet sich von der Schildern der Spartaner im Film "300" ab. Darin halten 300 spartanische Soldaten einen Pass gegen zehntausende Perser. Die Allegorie der Identitären gegen eine "Überfemdung" und "Islamisierung".

Eine junge, rechte Organisation also, die einerseits darauf pocht "0% Rassistisch" zu sein und andererseits gegen die "Islamisierung" Österreichs protestiert, die mit Memes spielt, linke Symbolik kopiert und "Flashmobs" veranstaltet. Wenngleich eine sehr kleine Organisation.

Nun ist "Die Identitären - Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa" erschienen, das die Gruppierung intensiv analysiert. Die AutorInnen zeichnen die Geschichte der Bewegung nach, versuchen eine Einordnung im rechten Spektrum und schauen sich die Ideologie der Identitären an. Entstanden ist eine spannende Geschichte der Identitären in Österreich. So umfassend, wie das für Außenstehende möglich ist. 
Michael Fiedler; fm4-ORF



Freitag, 14. August 2015

Stress und Burnout in Organisationen







Stress und Burnout in Organisationen:
Ein Praxisbuch für Führungskräfte, Personalentwickler und Berater

Gebundene Ausgabe – von Ulrich Scherrmann (Autor)

Der Autor
Ulrich Scherrmann studierte nach einer Bankausbildung Theologie und arbeitete als
Seelsorger im Bistum Trier und St. Gallen. Seit 2002 ist er als selbständiger Organisationsberater, Supervisor & Coach tätig.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Stress- und 
Burnoutberatung von Organisationen und das Coaching von Menschen, die nach einem Burnout wieder zurück in ihren Arbeitsalltag finden möchten.

Stress und Burnout in Organisationen erkennen und bekämpfen!

Dieses Buch hilft Verantwortlichen in Organisationen, Stress und Burnout bei Mitarbeitern zu erkennen und zu bekämpfen. Es berücksichtigt dabei nicht nur die individuellen, sondern auch die häufig auftretenden organisationalen Faktoren von Stress und Burnout.

Der Inhalt
-          Grundwissen zu Ursachen von Stress und Burnout
-          Verständliches, systemisches Organisationsmodell für die Burnout-
           prävention und –bekämpfung
-          Konkrete Methoden und Checklisten für Führungskräfte sowie für die
           ganze Organisation
-          Erfahrungsberichte aus der Beratungsarbeit

Die Zielgruppen
Führungskräfte, Personalentwickler und Berater in Unternehmen, sozialen Einrichtungen und Behörden


Dieses Buch hilft Führungskräften, Organisationsberatern und Coaches, Stress und Burnout im Unternehmen zu erkennen und zu bekämpfen. Es setzt dabei nicht nur bei individuellen Faktoren an, sondern auch bei dem, was wirklich hilft: 
Es erklärt organisationale Faktoren von Burnout in einem verständlichen, systemischen Organisationsmodell. Neben Grundwissen zu Ursachen von Burnout werden Tipps für einen adäquaten Umgang gegeben, die u.a. ein neues Paradigma von Gesundheit in Betrieben und Organisationen und das Thema Prävention umfassen. 
Der Praxisteil des Buches vermittelt konkrete Methoden und Checklisten für Führungskräfte sowie für die ganze Organisation. Erfahrungsberichte aus der Beratungsarbeit runden dieses praxisorientierte Handbuch ab.

Freitag, 25. Juli 2014

Die Identitären: ihre Ideologien und ihre Kommunikationsstrategien





Die Identitären: Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa Broschiert
von Julian Bruns (Autor), Kathrin Glösel (Autor), Natascha Strobl (Autor)

Das Buch beschäftigt sich mit der selbsternannten ›Identitären Bewegung‹, die sich als Jugendbewegung der ›Neuen Rechten‹ in Europa versteht und deren Anfänge bereits um 2002 auszumachen sind. 
Seit der Initialzündung in Frankreich haben sich u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Großbritannien, Spanien sowie Dänemark, Schweden und Norwegen Ablegergruppen gegründet, die untereinander ausgezeichnet vernetzt sind und sich im Aufbau von grenzüberschreitenden Strukturen befinden. Basierend auf Text-, Bild-und Videomaterial der Gruppen-Standpunkte, Gesellschaftsanalysen und Schlussfolgerungen werden Aktionismus und Teilhabende nachgezeichnet und analysiert. 
Die politische Logik ihrer Thesen wird eingeordnet, ebenso, welcher Mittel (rhetorisch, visuell, aktionistisch, medial) sie sich bedienen und auf welche Theorien und vorhandene Literatur sich die Identitären stützen. 

„Identitär” ist für die Identitären, wer sich zu seiner regionalen, nationalen und kulturellen Herkunft bekenne. Durch ihr Symbol des gelben griechischen Buchstaben Lambda auf schwarzem Grund projizieren die Identitären das Bild der spartanischen Hopliten auf sich, die unter anderem gegen die Perser bei den Thermopylen kämpften !!!

Das Buch gliedert sich in mehrere Teile und beleuchtet so die Verbreitung in ganz Europa, ihre Verortung als ›Neue Rechte‹, ihre Ideologien und historisch-theoretischen Unterbau, ihre Kommunikationsstrategien sowie ihre Qualifikation als Jugendbewegung.


Natascha Strobl ist Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Rechtsextremismusforschung und Mitautorin des Buches "Die Identitären. Handbuch zur Jugendbewegung der Neuen Rechten in Europa" (Unrast 2014). Sie schreibt über Rechtsextremismus auf www.schmetterlingssammlung.net und engagiert sich bei Offensive gegen rechts. 

Dienstag, 14. August 2012

Lehren und Lernen mit digitalen Medien









Handbuch E-Learning:
Lehren und Lernen mit digitalen Medien [Broschiert]

Patricia Arnold
, Lars Kilian , Anne Thillosen , Gerhard Zimmer


Die rasante Entwicklung des Web 2.0 ermöglicht viele neue Konzepte des computer- und internetgestützten Lehrens und Lernens.

Das Handbuch richtet sich an Bildungsinstitutionen, die Lernangebote mit digitalen Medien entwickeln und anbieten möchten. Bildungsforsche erhalten einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung des virtuellen Lehrens und Lernens.

Der Band erklärt E-Learning, führt durch die bisherige Entwicklung virtueller Lehr- und Lernkulturen und zeigt Perspektiven. Die technische Gestaltung von Bildungsräumen, die didaktische Gestaltung der Bildungsressourcen, die Entwicklung der medialen Kompetenzen und die Prüfung der erreichten Lernerfolge sind die Schwerpunkte des Buches. Ausführlich behandelt werden auch Evaluation, Qualitätsmanagement, Standardisierungen, Rechtsgrundlagen und Nachhaltigkeit von virtuellen Bildungsangeboten.
Von der Planung bis zur Evaluierung
Das mehr als 400 Seiten starke  Handbuch bietet nicht nur einen geschichtlicher Abriss, wie sich E-Learning bis zum Jahr 2011 entwickelt hat. Darüber hinaus widmet es sich auch einer Reihe von Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man konkrete E-Learning-Angebote entwickelt. Dazu zählen z.B.:
- Was macht E-Learning bzw. E-Lehre erfolgreich?
- Wie können Bildungsräume und Bildungsressourcen (Weblogs, Wikis, etc.) im Web 2.0 gestaltet werden?
- Welche didaktischen Konzepte stehen hinter erfolgreichen E-Learning-Angeboten? 
Weiters entwickeln die AutorInnen neue, dem E-Learning angepasste Lehr- und Lernrollen und geben Tipps, wie sich auch im Web 2.0 Lernerfolg und Kompetenzerwerb konkret überprüfen lassen. Die letzten Kapitel sind den Themen Qualitätsmanagement und Evaluation, Standardisierung des Angebots, Rechtliche Fragen und Nachhaltigkeit im/mit/durch E-Learning gewidmet. Außen vor gelassen werden die Kalkulation der Kosten und Wirtschaftlichkeit sowie technische Detailinformationen.

Beispiel Bildungsressourcen im Web 2.0
Ihr Kapitel über Bildungsressourcen beginnt Anne Thillosen mit einer Beschreibung von medialen Präsentationsformen (verbal, visuell, interaktiv, kombiniert), um danach auf die Besonderheiten des Web Based Trainings (WBT) einzugehen. 
Zuletzt stellt sie eine Reihe von Ressourcen des Web 2.0 vor: Wikis, Weblogs, Microblogging und Twitter, Podcasts, Social Bookmarking und RSS. Dabei beschreibt die Autorin nicht nur, was genau Wikis und Weblogs sind, sondern gibt auch - leider recht allgemein gehaltene - Anwendungsbeispiele. Denn nicht in allen Kontexten und nicht für alle Zwecke lassen sich die unterschiedlichen Ressourcen gleich gut einsetzen. 
Thillosens Augenmerk liegt dabei vor allem darauf, inwieweit über diese Ressourcen gesellschaftlich wichtige Kompetenzen erworben werden können, und widmet sich weniger der Vermittlung spezifischen Fachwissens. Auch zeigt sie Gefahren und Herausforderung beim Einsatz dieser Mittel, damit es auf Seite der OrganisatorInnen (lehrendes und technisches Personal) nicht zu unerwünschten Überraschungen kommt.

Bald veraltet?
Die Publikation ist auf Bildungsinstitutionen im Hochschul- und Unternehmensbereich zugeschnitten. Die Formen des Lernens und Lehrens, die in diesem Buch vorgestellt werden, sind also vor allem institutionell basiert. Den informelleren Lernformen wird wenig bis gar keine Aufmerksamkeit zuteil. 

Dennoch dürfte es sich für organisiertes Lernen auch in der Erwachsenenbildung als Nachschlagewerk eignen. Das Handbuch baut sowohl auf die praktische als auch auf die forschungsgeleitete Erfahrung der AutorInnen auf, und ist aus didaktischer Perspektive und anwendungsorientiert verfasst.
Die vier VerfasserInnen legen ebenfalls großes Augenmerk auf die Kooperation und  Koordination, die nötig ist, um E-Learning-Projekte auf den Weg zu bringen. Die Texte sind übersichtlich strukturiert und verständlich formuliert. Jedoch bietet das Handbuch keine Schritt-für-Schritt-Anleitungen, wie man beim Aufbau eines E-Learning-Angebots vorgehen muss - was angesichts eines Handbuchs zu erwarten wäre.
Detaillierte und konkrete Anwendungsbeispiele aus der Praxis fehlen, und sind stattdessen recht allgemein gehalten. So wird im Zusammenhang mit Weblogs die Möglichkeit genannt, diese sowohl als Diskussionsplattform als auch als Lerntagebuch und E-Portfolio zu nutzen - wie genau diese dann aber ausgestaltet werden können, wird nicht ausgeführt.

Publikationen wie diese drohen ob der rasanten Entwicklung der Technologien schnell zu veralten. Dennoch: LeserInnen, denen eine umfangreiche, strukturierte und forschungsgeleitete Aufarbeitung des Themas wichtig ist, können sich den Wälzer getrost ins Regal stellen. 


Quelle: Amazon und Erwachsenenbildung



Samstag, 30. Juni 2012

Sich im ethischen Denken orientieren




Handbuch Ethik [Gebundene Ausgabe]Marcus Düwell , Christoph Hübenthal , Micha H. Werner (Herausgeber)



Sich im ethischen Denken orientieren. Im Zeitalter der technischen Produzierbarkeit des Lebens, zumal des menschlichen, scheint auch das Bedürfnis nach Ethik zu wachsen.
In der Tat hat diese Disziplin der Philosophie in den letzten Jahren einen derart erstaunlichen, von manchen auch mit Argwohn verfolgten Aufschwung genommen, so dass selbst «Experten» allmählich der Überblick verloren zu gehen droht.

Abhilfe soll nun ein im Metzler-Verlag erschienenes «Handbuch Ethik» schaffen, das Beiträge von über 60 Autorinnen und Autoren versammelt und schon damit seinen pluralen Ansatz zu verbürgen scheint.
Das «fundierte Hintergrundwissen», das der Klappentext verspricht, offeriert der Band durch den Versuch, meta- und fundamentalethische sowie anwendungsbezogene Fragestellungen gleichermassen zu berücksichtigen.

Nach einer überblicksartigen Einleitung in das Sujet gliedert sich das Buch in drei Hauptteile:
- erstens in einen systematischen Teil, der verschiedene Typen ethischer Theoriebildung vorstellt (Metaethik, normative Theorien);
- zweitens in einen den angewandte Ethiken gewidmeten Teil («Bereichsethiken») und 
- drittens in einen lexikalischen Teil, der in alphabetischer Reihenfolge fünfzig Beiträge zu ethischen Grundbegriffen enthält (von «Anerkennung» bis «Zweck/Ziel»).
Ein allgemeines Literaturverzeichnis nebst Sach- und Personenregister schliesst den Band ab. Ob das Handbuch, wie die Herausgeber schreiben, hilfreich sein wird, um sich «im ethischen Denken der Gegenwart zu orientieren», wird sich dem Nutzer wohl erst im praktischen Gebrauch zeigen.