Die Vorsorgelüge:
Wie Politik und private Rentenversicherungen uns in die Altersarmut treibenTaschenbuch – von Holger Balodis (Autor), Dagmar Hühne (Autor)
Private Altersvorsorge muss sein, so das Mantra der Politik. Doch schützen die Versicherungen wirklich vor Altersarmut?
Holger Balodis und Dagmar Hühne decken auf, dass Riester, Rürup und Co. für mehr als 80 Prozent der Beitragszahler ein Verlustgeschäft ist – und womöglich der erste Schritt in die Altersarmut. Die großen Profiteure sind Versicherungen und der Staat. Ein Buch, das alle künftigen Rentner dieses Landes interessieren muss.
Politiker, Finanzlobbyisten und Wissenschaftler haben die gesetzliche Rente demontiert, um die private Vorsorge anzukurbeln.
Doch Kunden verlieren jährlich Milliarden, weil private Rentenversicherungen zu ihrem Nachteil konstruiert sind. Vom Staat erfunden, beworben und bezuschusst, gibt es keine Kontrolle, dass diese Produkte etwas taugen.
Exorbitant hohe Abschluss- und Verwaltungskosten sowie mangelnder Schutz gegen Inflation und Börsenschwankungen führen oft effektiv zu einer Verringerung des eingezahlten Kapitals.
Während die Menschen um ihre Ersparnisse gebracht werden, streichen Versicherungen jährlich Milliarden-Gewinne ein. In einer messerscharfen Analyse und mit vielen Fallbeispielen sezieren Holger Balodis und Dagmar Hühne die Vorsorgelüge. Der unter Gerhard Schröder vollzogene Wechsel zu mehr privater Altersvorsorge bei gleichzeitiger Kürzung der gesetzlichen Rente wird zu mehr Altersarmut führen. Trotz Riester-Rente droht Millionen Rentnern der Gang zum Grundsicherungsamt.
Das Gesetz der Krise: Wie die Banken die Politik regieren [Gebundene Ausgabe]
Susanne Schmidt (Autor)
Die Krise, die mit der Lehman-Pleite vor vier Jahren einen ersten
Höhepunkt fand, erlebte ihren zweiten, als 2011 immer neue
Rettungsschirme aufgespannt werden mussten; inzwischen reden wir von
Brandmauern in Billionenhöhe.
Den Banken ist es gelungen, für die Folgen
ihres Tuns andere verantwortlich zu machen, ihre Verluste zu
verstaatlichen und ihre Boni zu sichern.
Die Regierenden knicken immer
wieder vor der Macht der Finanzmärkte ein. Die Europäische Zentralbank
verhinderte jedoch einen Kollaps des Bankensystems, verschaffte den
Krisenländern eine Atempause und beflügelte sogar die Aktienmärkte.
Doch
zu welchem Preis?
Die Inflationsgefahr ist groß. Schon jetzt müssen die
Sparer und Rentner die Kosten tragen. Die Politik muss dringend in den
Krisenländern Wettbewerb und Wachstum zum Thema Nummer eins machen – und
eine stringente Finanzmarktregulierung durchsetzen.
Wenn ihr das nicht
gelingt, wird am Ende der Bürger alles zahlen müssen – so will es das
Gesetz der Krise.
Zahlen bitte!
Die Kosten der Krise tragen wir alle
von Markus Marterbauer
Welche Lehren zieht die Politik aus der Krise?
Endlich ein ausführlich recherchiertes und verständlich geschriebenes Buch zur Wirtschaftskrise, das Ökonomielaien nicht überfordert und Wirtschaftsinsidern auch Interessantes liefert. Geschrieben von einem der renommiertesten Wirtschaftswissenschaftern des Landes.
Auf Basis neuester Studien gibt der Wirtschaftsforscher Markus Marterbauer eine präzise Anleitung zum politischen Handeln. In seinem neuesten Buch zeigt er, dass sich die weltweit zunehmende Ungleichheit in der Verteilung von Vermögen und Einkommen, einer der Hauptauslöser der Finanzkrise, weiter zu verschärfen droht, wenn wir nicht rasch an Alternativen arbeiten.
Sehr nüchtern und sachlich beschreibt Dr.Marterbauer in diesem Buch, wie Staatschulden und die zunehmend ungleiche Verteilung von Vermögen zusammenhängen, bzw. warum gerade der Sozialstaat die richtige Antwort auf diese zunehmende Bedrohung des sozialen Friedens ist.
Nach dem Scheitern der neoliberalen Selbstregulierungstheorie der Märkte wäre es an der Zeit, dass auch der eine oder andere politische Entscheidungsträger dieses Buch liest, da die Methode des eindimensionalen ausgabenseitigen Sparens eben jetzt mit Nachdruck scheitert, nicht nur in Griechenland.