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Montag, 7. Dezember 2015

Globale Einkommensverteilung.






Globale Einkommensverteilung.
Entwicklung seit 1980 und Perspektiven
Der Autor, Franz Garnreiter, stellt fest, dass die Einkommensungleichheit zwischen den Ländern sich abschwächt, innerhalb der einzelnen Länder sich aber durchgängig verschärft. Haupttreiber der Ungleichheit ist die Profitexplosion der kapitalistischen Konzerne. Ausführlich werden die Perspektiven analysiert: Wie wird es weitergehen mit der internationalen Einkommens-verteilung? Gelingen den armen Ländern Industrialisierung und nachholende Entwicklung oder bleiben sie in un-produktiver Arbeit stecken?
Inhaltsverzeichnis
  1. Was interessiert uns an der Einkommensverteilung?
    1. Mehr als 1,25 Dollar pro Tag für jeden Mensch: ein utopisches Ziel im Kapitalismus?
    2. Mehr Armut hier, neuer Reichtum im Süden: passen die Theorien der Marktwirtschaftler noch?
    3. Warum sollte uns die Einkommensverteilung interessieren?
    4. Vorbemerkungen und Begriffe
  2. Ungleichheit in der Welt = Ungleichheit zwischen den Ländern + Ungleichheit innerhalb der Länder
    1. Ungleichheit zwischen den Ländern: sie schwächt sich ab
    2. Ungleichheit innerhalb der Länder: sie verschärft sich fast überall
    3. Ungleichheit in der Welt
  3. Perspektiven der kapitalistischen Weltwirtschaft: Risiken, Ungleichheit, Unsicherheit
    1. Die internationale Verteilung: Wird sie sich weiter vergleichmäßigen?
    2. Gelingen Industrialisierung und nachholende Entwicklung? Oder bleiben die armen Länder stecken in unproduktiver Arbeit?
    3. „Industrie 4.0“: Tiefgreifender Umbruch mit ungewissen Aussichten
    4. Ungeheure Markt-Übermacht des Kapitals: Die Profitexplosion ist der Haupttreiber der Ungleichheit
  4. Anhang: Datenquellen und Methoden
    1. Grundkonzept der personellen Einkommensverteilung
    2. Was ist ein Einkommen?
    3. Datenquellen
    4. Methodische Anmerkungen
    5. Neuberechnung der Kaufkraftparitäten 2011
  5. Literaturverzeichnis



Mittwoch, 14. Januar 2015

Arbeit im freien Fall - flexibel schuften ohne Perspektive !!!






Die Lastenträger:
Arbeit im freien Fall - flexibel schuften ohne Perspektive

Taschenbuch – von Günter Wallraff (Herausgeber)


Werkvertrag, Zeitarbeit, Tagelöhner, Franchising, Sub-sub-Unternehmer, Honorarkraft oder Handschlagvertrag – nicht nur am Rande der Arbeitsgesellschaft bleibt arm und ungesichert, wer in die neuen Arbeitsrahmen eingespannt wird. Das geht in die Mitte hinein, bei Mercedes oder als IT-Experte auf dem freien Markt.
Arbeit im freien Fall.
Als wären die Erfolge von 150 Jahren Kampf für Menschenwürde in der Arbeitswelt wieder ausgelöscht. Als hätte die »Dritte Welt« in diesem Sektor der Metropolen schon Einzug gehalten.
Arbeit auf Abruf, ohne Halt und Perspektive – das haben die Logistikbranche und der Internethandel nicht erfunden. Aber sie machen dieses System täglich und stündlich effizienter. Es kommen Geschichten von Altenpflege auf Konzession oder Scheinselbstständigkeit in Weltkonzernen hinzu. Und es werden Fragen an Politik und Rechtssystem in diesem Land gestellt, die diese massenhaften Rechtsbrüche zulassen und dem schleichenden Aushöhlen von Würde und Respekt im Arbeits-leben keine Schranken setzen.

Widerstand gegen die moderne Feudalherrschaft in der Arbeitswelt scheint eher von unten zu kommen. Auch davon berichtet dieses Buch, das von Günter Wallraff herausgegeben wird und im Projekt work-watch entstanden ist, einer Einrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, den neuen Arbeitsrealitäten ins Auge zu sehen. Jenseits des schönen Scheins.


Wallraff beschreibt in seinem neuen Buch „Die Lastenträger“ den Arbeitsalltag von Millionen Menschen, die unter erniedrigenden Bedingungen für miserable Bezahlung arbeiten.
Er spricht in diesem Zusammenhang von einer gewaltigen Umverteilung durch Unterbezahlung, davon dass ganze Branchen zurückfallen in frühkapitalistische Zustände.
Was spielt sich hier ab?

Diese Umverteilung hat sich in den letzten 10 bis 15 Jahren verschärft. Immer mehr Menschen können heute am gesellschaftlichen und sozialen Leben überhaupt nicht mehr teilhaben.
Die kehren der Demokratie den Rücken und gehen auch nicht mehr wählen.

Ein Grund ist die ungleiche Verteilung der Einkommen.
 - Die untere Hälfte der Pyramide – 40 Millionen Menschen in Deutschland – besitzt gerade mal ein Hundertstel des wirtschaftlichen Gesamtvermögens.
 - Das unterste Viertel besitzt gar nichts oder hat Schulden.
 - Die obersten 10 Prozent halten allein zwei Drittel des Vermögens in ihren Händen, Tendenz steigend.
Diejenigen, die von den miserablen Arbeitsbedingungen und der Unterbezahlung profitieren, verlagern dann ihre Gewinne noch in Nachbarländer, um Steuern zu sparen.

Das Buch beschäftigt sich auch mit zwei Großen des Internethandels: Amazon und Zalando.
Sie schreiben, das Prinzip des Internethandels ist überhaupt nicht so revolutionär, wie oft behauptet wird: Es geht darum, dass Händler Ware verkaufen und durch den Aufschlag für den Kunden Profit machen. Was der Internethandel aber revolutioniert, sind die
 Bestell- und Auslieferungswege. Was haben diese für Auswirkungen auf die Beschäftigten?




Donnerstag, 23. Oktober 2014

Totungslogik und Moralische Legitimitat von Terrorismus ?






Schlechthin Bose
Totungslogik und Moralische Legitimitat von Terrorismus
(Springer Texts in Statistics)
 Taschenbuch – von Marcel Baumann (Autor)

Dr. Marcel Baumann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Politik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau.

Globale Phänomene wie politische Gewalt oder Terrorismus zu verstehen, ist eine große Herausforderung.
Dieses Buch leistet hierzu einen Beitrag, indem die Problematik der Legitimität und Legitimation von Gewalt in den Mittelpunkt gestellt wird. Die Frage, unter welchen Bedingungen Gewalt legitim ist, wird aus der Perspektive der Gewaltakteure gestellt. Denn Legitimität ist keine für immer garantierte Eigenschaft, sondern sie muss stets aufs Neue geschaffen werden.

Deshalb müssen sich „Terroristen“ permanent der legitimitätssuchenden Selbstver-ständigung stellen: die Rechtfertigung des eigenen Gewalthandelns in den Augen der Gemeinschaft.
Die Analyse möchte dazu beitragen, politische Gewalt anders sehen zu lernen. Sie ist interdisziplinär angelegt, indem sie Politische Philosophie, verstehende Soziologie und Moralphilosophie integriert.


Der Inhalt
Deutendes Verstehen, um moralische Unterscheidungen zu treffen.- Evolutionswissenschaftliche Perspektive.- Begriffsstrategien.- Vom schlechthin Bösen zur legitimen Wahl: Rahmenbedingungen und Topoi legitimitätssuchender Selbstverständigung.- Entzivilisierung der Reaktion: vom „Terrorismus“ von unten zum Terror von oben.- Moralphilosophische Querschüsse.- Die globale Dimension der legitimitätssuchenden Selbstverständigung: die al-Qaida und das Alte im neuen Terrorismus?.- Konklusionen: Terrorismusversteher, Terrorismusexperten und Akzeptanzforschung

Die Zielgruppen
Politisch und gesellschaftlich Interessierte.- SoziologInnen.- PolitikwissenschaftlerInnen.- KulturwissenschaftlerInnen.- PhilosophInnen


Freitag, 15. Juni 2012

Territorialisierung des Sozialen



Territorialisierung des Sozialen: Regieren über soziale Nahräume [Broschiert]Fabian Kessl Die bisherigen Wohlfahrtsstaaten unterliegen seit dem zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts einem grundlegenden Veränderungsprozess. Bisher sollte Integration im nationalstaatlichen Raum für möglichst alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger geleistet werden, inzwischen werden zunehmend kleinräumige Territorien als neue Inklusionsräume für die Bewohner bestimmt.

Die Beiträge internationaler Autorinnen und Autoren stellen diesen Prozess der Territorialisierung des Sozialen vor und diskutieren die damit verbundenen politischen (Regierungs) Strategien aus politikökonomischen, stadtsoziologischen, kriminologischen und sozialpädagogischen Perspektiven.


Die Beiträge sind gut geschrieben, inhaltlich anspruchsvoll. Die Auswahl internationaler Autorinnen und Autoren bereichert das Buch in sehr hohem Maße.
Der vorliegende Band richtet sich sowohl an Studierende und Wissenschaftler verschiedener sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen, wie auch Sozialplanern, Sozial- und Kommunalpolitiker. (SoziBus 2008)

Insgesamt liegt mit dem Sammelband eine anschlussfähige, thematisch und theoretisch gehalt- und anspruchsvolle Sondierung von (Re-) Territorialisierungsprozessen aus interdisziplinärer Perspektive vor. (Erziehungswissenschaftliche Revue, 9.10.2008)