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Sonntag, 31. Januar 2016

Infoset Medienkompetenz





"Lesen"
Infoset Medienkompetenz
10 Fragen – 10 Antworten


Lesen ist ein Schlüssel zur Welt. Es weckt Fantasie und eröffnet Horizonte.
Lesen befördert Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit, es regt zum Denken und Fragen an, vermittelt Gesprächsstoff und verbindet Lebenswelten.

Die Fähigkeit, Texte zu erfassen, Zusammenhänge herzustellen und nutzbar zu machen, ist Voraussetzung dafür, Anforderungen in Schule, Beruf und Privatleben erfolgreich meistern zu können. Lesen ist in unserer Gesellschaft aber nicht selbstverständlich: 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland sind funktionale Analphabeten, sie können nicht genügend lesen und schreiben, um im Alltag Texte richtig zu verstehen oder zu verfassen. 

Nach der PISAStudie 
haben 18,5 Prozent der 15-Jährigen unzureichende Lesefähigkeiten.
Ihnen fehlt eine wichtige Voraussetzung für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe.
Deshalb ist es wichtig, dass das Lesen möglichst früh zu einem festen und selbstverständlichen Bestandteil im Alltag von Kindern wird.
Dazu können 
Eltern auf einfache Weise sehr viel beitragen.


Alle Themen des Infosets Medienkompetenz:
• Frühe Kindheit und Medien
• Medien und die Entwicklung des Kindes
• Lesen
• Kinder und Fernsehen
• Gewalt und Fernsehen
• Medien und Wirklichkeit
• Kulturtechniken und Medien
• Radio & Co.
• Computer & Computerspiele
• Internet
• Online-Kommunikation
• Handys, Smartphones, Apps
• Werbung


Quelle:
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs)
c/o Landesanstalt für Kommunikation (LFK)
Reinsburgstr. 27 | 70178 Stuttgart
Telefon: 0711–66 99 131 | Telefax: 0711–66 99 111
info@mpfs.de | www.mpfs.de






Sonntag, 10. Mai 2015

Und wenn ich Auschwitz überlebe ...





Und wenn ich Auschwitz überlebe...:
Mein Weg vom Tod zum Leben

Broschiert – von Max R. Garcia (Autor)

"Zum ersten Mal seit Jahren betrachtete ich mich selbst in einem Standspiegel. Schon seit langem an den ausgemergelten Anblick meiner Mithäftlinge gewöhnt, war ich doch überrascht, mich selbst nur noch als Haut und Knochen zu sehen, eine wandelnde Anatomiestudie. Meine Wangen waren eingefallen. Meine Augen hatten sich in den Schädel zurückgezogen. Mein Schädel war grob rasiert, bis auf einen Streifen in der MItte. Ich wog vermutlich knapp 40 Kilogramm, ein erwachsener Mann, 1,70 Meter groß, fast 21 Jahre alt."
So beginnt die Schilderung von Max. R. Garcia über seine Befreiung aus dem KZ Ebensee am 6. Mai 1945.

Der Autor, der im Juni 1924 in Amsterdam geboren wurde, erzählt in diesem Buch seine beeindruckende Lebensgesschichte, die in einer holländisch-jüdischen Familie ihren Anfang nahm. Nach der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialisten wurde Max Garcia verhaftet und in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Er überlebte den Schrecken des Holocaust und wanderte nach dem Krieg in die USA aus, wurde dort Architekt und gründete eine Familie.
"Ich habe Vieles vergeben und dadurch sehr viel bekommen. Natürlich habe ich nichts vergessen."
Max. R. Garcia

Freitag, 24. Mai 2013

Einstweilen wird es Mittag





 
Einstweilen wird es Mittag
Karin Brandauer
(Regisseur)


Karin Brandauers Film basiert auf der berühmten soziologischen Studie 'Die Arbeitslosen von Marienthal'. Einstweilen wird es Mittag ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1988.

Wie 'Teilnehmer an einer Expedition ins Unbekannte' fühlen sich 1932 die jungen Wissenschaftler beim Verlassen des Psychologischen Instituts der Wiener Universität, als sie nach Weissenberg, einem Industriedorf, aufbrechen. 
Sie sind voller Begeisterung für die Wissenschaft. Sie vertrauen auf ihre Objektivität. Sie glauben an ihre Funktion bei der Verbesserung der Welt. In Weissenberg ist die Textilfabrik in Konkurs gegangen. Sie war der wichtigste Arbeitgeber. Die Lebenssituation der arbeitslos Gewordenen verändert sich. 

Gewissenhaft notieren die Sozialforscher das Verhalten der Menschen. Doch vor Ort sehen sie sich weniger erkenntnistheoretischen Deduktionen als sozialen Problemen gegenüber. Die Solidarität unter den Arbeitslosen zerbricht, als Arbeitskräfte zum Abbruch der Fabrik gesucht werden; die Wissenschaftler verlassen ihre Objektivität. 

Es ist der Versuch, gleichzeitig zu beobachten und zu helfen, doch das Ergebnis ist fraglich. Immer mehr greift völkischer Geist auf das kleine Dorf über ... 



Für die Filmfassung wurden die realen Namen der Beteiligten geändert, die hier als Ruth Weiss (Walser), Robert Bergheim (Brieger), Kurt Schrader (Nikolussi) und Philipp Strauss (Suske) firmieren.

An zahlreichen Schulen und Universitäten dient Brandauers Film mittlerweile als beliebtes audiovisuelles Unterrichtsmaterial.
Der Filmtitel ist ein Zitat aus einem in Die Arbeitslosen von Marienthal abgedruckten Zeitverwendungsboge. Diese Bögen wurden von den Forschern an die Arbeitslosen ausgeben, damit sie darin für jede Stunde des Tages ihre jeweiligen Aktivitäten notieren.
Einer der Männer trug für die Stunde von 10 bis 11 Uhr den Satz ein „einstweilen wird es Mittag“.


Siehe auch:  Die Arbeitslosen von Marienthal
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2013/05/die-arbeitslosen-von-marienthal.html



Sonntag, 12. Mai 2013

Marktsozialdemokratie






Marktsozialdemokratie:
Die Transformation von SPD und Labour Party (Göttinger Studien zur Parteienforschung) [Taschenbuch]
Oliver Nachtwey (Autor)


SPD und Labour Party haben sich in der letzten Dekade grundlegend gewandelt.

Die klassische Sozialdemokratie erkannte die Märkte an, wollte aber das Soziale vor den Mühlen des Marktes auf Distanz halten. Sie zweifelte an den Fähigkeiten des Marktes, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich zu garantieren.

Deshalb wollte man seine Macht begrenzen, seine Auswirkungen korrigieren und seine Entwicklung steuern. 

Die Marktsozialdemokratie verkehrt dieses Verhältnis:
Der Markt soll mit den Mitteln des Sozialen gefördert und das Soziale nach Marktprinzipien organisiert werden. Politische Ökonomie und der Leitbegriff der sozialen Gerechtigkeit werden deshalb neu gedeutet, was mitunter zu drastischen Legitimationsproblemen der Marktsozialdemokratie führen kann.














































































Donnerstag, 11. April 2013

Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel







Sozialdemokratie, 68er-Bewegung und Gesellschaftlicher Wandel 1959 - 1969 [Broschiert] Robert Philipps (Autor)

Wie begegnete die SPD der Herausforderung durch die revoltierende Jugend in den sechziger Jahren? Die Studie zeigt auf, wie ambivalent die SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und das Auftreten der „Neuen Linken“ reagierte und wie rasant in dieser Zeit auch die SPD von der Veränderungsdynamik erfasst wurde.

Die in den sechziger Jahren auftretenden politischen und gesellschaftlichen Wandlungsprozesse, die ihren eruptiven Ausdruck in den Protestereignissen von 1968 fanden, erschütterten auch die Sozialdemokratische Partei Deutschlands bis ins Mark.

Überwunden geglaubte Konflikte über die grundlegende politische Ausrichtung der Partei brachen neu auf, und vielfältige politkulturelle Veränderungen brachen sich in der SPD Bahn. Die Partei reagierte „wie ein Seismograph“ (Willy Brandt) auf die Erschütterungen des gesellschaftlichen Gefüges und wandelte sich dabei grundlegend.

Die Studie analysiert, wie die verschiedenen Gruppierungen in der SPD auf den gesellschaftlichen Wandel und die Herausforderung der 68er-Bewegung reagierten, wie Teile der SPD selbst von der Veränderungsdynamik erfasst wurden und wie die Sozialdemokratie dadurch beeinflusst und verändert wurde.





Samstag, 17. November 2012

Politikfern, wenig interessiert und engagiert ?






bpb - Schriftenreihe (Bd. 1138)

Unsichtbares Politikprogramm?

Themenwelten und politisches Interesse von "bildungsfernen" Jugendlichen





Politikfern, wenig interessiert und engagiert!

So lautet häufig das Urteil, wenn es um Jugendliche aus sozial benachteiligten, meist "bildungsfernen“ Milieus geht. 
Die Zielgruppe rückt auch deswegen immer stärker in den Fokus der politischen Bildung. 

Der Sammelband bietet einen theoretischen wie praktischen Einblick in die Arbeit mit "politik-" und "bildungsfernen“ Zielgruppen. Den Hauptteil des Bandes bildet eine Studie zu Themenwelten und politischem Interesse von "bildungsfernen“ Jugendlichen. 


Marc Calmbach und Silke Borgstedt vom Sinus-Institut Heidelberg zeigen darin auf, dass viele Themen der politischen Bildung bei "bildungsfernen“ Jugendlichen anschlussfähig sind, wenn sie einen Bezug zu deren Lebenswelten herstellen. 

Politisches Interesse und Potenzial schlummern in dieser Gruppe – wenn auch häufig "unsichtbar“.





Samstag, 16. Juni 2012

Wandlungen des Neoliberalismus



Wandlungen des Neoliberalismus: Eine Studie zu Entwicklung und Ausstrahlung der "Mont Pèlerin Society" [Gebundene Ausgabe]Philip Plickert Ein Gespenst geht um in Europa: der Neoliberalismus. Der Neoliberalismus ist zu einem meist negativ konnotierten Schlagwort verkommen. Dieses Buch möchte einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten und die geistes- und zeitgeschichtlichen Ursprünge des Neoliberalismus erhellen.

Der Wirtschaftshistoriker Philip Plickert analysiert den Niedergang des klassischen Liberalismus und dessen Krise im frühen 20. Jh. In der Zwischenkriegszeit entwickelten sich vier Zentren eines erneuerten Liberalismus: Wien, London, Freiburg und Chicago. 1947 gründete Friedrich August von Hayek die Mont Pèlerin Society (MPS) als Sammlungspunkt der versprengten und marginalisierten Neoliberalen.

Aktive Mitglieder der MPS waren einflußreiche Denker wie Hayek, Ludwig von Mises, Milton Friedman, James Buchanan, Walter Eucken, Wilhelm Röpke und Alexander Rüstow sowie Ludwig Erhard. Das Buch schildert, gestützt auf reiches Quellenmaterial, den schwierigen Aufbau der MPS, unterschiedliche strategische Perspektiven, den frühen politischen Durchbruch in Deutschland mit Erhards Wirtschaftsreform, die interne Krise um 1960 und die langfristige Ausstrahlung der MPS als intellektueller Kernorganisation der Neoliberalen auf Wissenschaft und Politik.

Das Buch bietet zweierlei: eine Organisationsgeschichte der "Mont Pèlerin Society" (MPS), die seit ihrer Gründung 1947 als wichtiger - wahrscheinlich sogar wichtigster - neoliberaler think tank fungierte, und eine Ideengeschichte des Neoliberalismus.

Das Buch besticht durch eine meist differenzierte Darstellung und Deutung. Umso mehr fallen ein paar irritierende Eigenheiten auf:
So lässt Plickert kaum eine Gelegenheit aus, eine geistige Nähe von "Sozialismus" und "Nationalsozialismus" zu suggerieren (z.B. 21, 45, 117).