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Dienstag, 17. Februar 2015

Lexikon des Kritischen Rationalismus






Lexikon des Kritischen Rationalismus
Taschenbuch – von Hans J Niemann (Autor)

Das Lexikon informiert über den Kritischen Rationalismus als Philosophie und Lebensweise. Es bietet die Möglichkeit einer schnellen Information über die tausend wichtigsten Begriffe dieser Philosophie Karl Poppers und Hans Alberts und gibt die originalen Textstellen an. Es klärt Begriffe, will vor allem aber viele praktische Argumente liefern, die in beliebigen Lebenssituationen eine wertvolle Hilfe sein können.

Es ist ein Lexikon der Argumente. Und es ist ein Leselexikon, das mit Hunderten von leicht lesbaren, kleinen Essays das Denken und Handeln auf vielen Gebieten menschlicher Betätigung unterstützen und verbessern kann: in Alltag und Beruf, in den verschiedenen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften, in Ethik, Politik und Kunst, in Metaphysik und Glaubensfragen.
Da Popper viele der in Wissenschaft und Alltagsdenken praktisch verwertbaren Argumente auch in sehr entlegen scheinenden Gebieten wie der Wissenschaftslogik, der Quantenmechanik und der Wahrscheinlichkeitstheorie entdeckt hat, erlaubt das Lexikon auch dem Laien einen Einblick in das breite Spektrum seines Denkens und damit in Gebiete, die ihm sonst vielleicht fremd bleiben würden. Kaum eine andere Philosophie dürfte heute ein so umfassendes und konsistentes Weltbild bieten.



"Wer sich mit diesen auf die schrittweise (theoretische und praktische) Verbesserung der Realität zielenden Grundzügen des Kritischen Rationalismus vertraut machen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt, ebenso wie allen, die nach einer rationalen Philosophie suchen, die sich direkt und konkret vor allem im Alltag bewährt, nachvollziehbare Regeln und Begründungen an die Hand gibt, ohne sich im Abseits von Spekulationen zu verlieren."
Helmut Walther in Aufklärung und Kritik 2 (2004), S. 260

Sonntag, 10. August 2014

Soziales Österreich



































Soziales Österreich – SÖ ist ein überparteilicher politischer Verein mit sozialdemokratischer Ideologie und verfolgt eine Politik mit Herz und Hirn.

Das SÖ wurde durch kritische Sozialdemokraten als ÜBERPARTEILICHER Verein gegründet, um auf nationaler und EU-Ebene eine Kurskorrektur in der durch den Neoliberalismus geprägten Finanz-, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik zu erreichen.



Unser Ziel ist es, Politik und Wirtschaft nachhaltig zu beeinflussen und so durch unsere innovativen Lösungen soziale Sicherheit und Vollbeschäftigung zu erreichen.

Wir bekennen uns zu den Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität und wollen eine Politik machen, die auf Ethik, Integrität und Menschlichkeit basiert.
https://www.facebook.com/groups/soziales.oesterreich/



weitere Infos auch unter:

http://www.soziales-oesterreich.net/

http://www.forum-soe.com/

Dienstag, 13. November 2012

Anständig wirtschaften: Warum Ökonomie Ethik und Moral braucht






Anständig wirtschaften: Warum Ökonomie Moral braucht [Taschenbuch]

Hans Küng  



Neue Werte braucht die Wirtschaft – aber welche? 

Seitdem Hans Küng 1990 ein gemeinsames Weltethos vorgeschlagen hat (die Übersetzung liegt in 22 Sprachen vor), beschäftigt er sich mit dem Problem des gerechten Wirtschaftens. Er fragt nach den Grundlagen der Globalisierung ebenso wie nach der moralischen Begründung des Gewinns und den wahren Kosten der Marktwirtschaft. 

So plädiert er für einen Wertekanon, der dem Einzelnen wie der Gesellschaft insgesamt sagen kann, was »anständig« ist in der Wirtschaft – und was nicht.


Dieses Buch sieht die Fehler der globalen Krise als das Ergebnis zweier Fehlentwicklungen, gespeist aus dem 
a) Glauben an unendliches Wachstum und der Tatsache, dass 
b) freie Märkte schon alles (ohne Lenkmechanismen) regeln würden. 

Tun sie nicht, im Gegenteil, es ist so, dass eine starke ethische Rahmenordnung schon immer zu stabileren Märkten führte bzw. diese zusammenhielt. 
Der Glaube an die Alles-Machbarkeit der frei floatenden Gloablisierung erfährt heute eine Schockstarre aller im Angesicht der Gier internationaler Finanzspekulanten, in die Welt gefahren wie einst die britische Hochseeflotte von England bzw. die Taten von Thachter und Reagan Anfang der 80er Jahre.


Der Neoliberalismus kam durch eine weitverzweigte Gläubigerschar (vor allem in den Medien) über uns. 
Er bediente sich des reichen Schatzes bürgerlicher Platitüden: z.B. Freiheit, Selbstbestimmung, individuelle Werte, Aufstiegschancen. Die Neoliberalen schlachteten dafür ihren größten Aktivposten: die Zusage, dass Globalisierung eine logische Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft sei. 

Die Politik hat NICHT den Auftrag, Märkte zu stabilisieren, sondern den Marktbeteilgten klare Leitplanken zu setzen, damit nicht ganze Staaten in den Abgrund spekuiert werden, um dann den sozialen Kapitalismus zu praktizieren: d.h. uns alle zahlen zu lassen !!!

Vor diesem Hintergrund ist dieses Buch ein zutiefst politisches Werk, das in allen Parteizentralen täglich diskutiert werden müsste.





Samstag, 27. Oktober 2012

Ansprüche der Gentechnik - Einspruch der Vernunft


"Laßt uns Menschen machen!":
Ansprüche der Gentechnik - Einspruch der Vernunft (Ethik Aktuell)
[Taschenbuch]
Anselm Winfried Müller (Autor)




Der Anspruch des modernen Menschen, die Bedingungen seines Daseins selbst zu bestimmen, erreicht seinen Höhepunkt in der Ambition der Gentechnik, den Menschen selbst zu entwerfen und zu schaffen. Von verschiedenen Seiten erhebt sich dagegen Einspruch.
Ist dieser Einspruch, der im Vorwurf gipfelt, der Gentechniker wolle Gott spielen, vernünftig begründbar? Oder ist er lediglich Ausdruck irrationaler Ängste? 



Menschen erzeugende Verfahren (Präimplantationsdiagnostik, Klonbildung, Genmanipulation) sind unweigerlich mit instrumentalisierender Absicht verbunden.
Übernehmen wir die darin implizierte Einstellung, so betrachten wir Dasein und genetisches Sosein der Mitmenschen nicht mehr bedingungslos als Vorgabe, sondern als Option. Darin liegt der tiefste Grund dafür, dass das Vorhaben, Menschen zu machen, deren Würde in Frage stellt und den Einspruch der Vernunft herausfordert. 



Professor Dr. Anselm Winfried Müller lehrt Philosophie an der Universität Trier und leitet die dortige Forschungsstelle für aktuelle Fragen der Ethik. 

Zielgruppen: PhilosophInnen, SozialwissenschaftlerInnen, TheologInnen, EthiklehrerInnen, MedizinerInnen. 




Sonntag, 12. August 2012

Eine Theorie der Gerechtigkeit




John Rawls: Eine Theorie der Gerechtigkeit [Taschenbuch] 
Otfried Höffe (Herausgeber)




Die "Theorie der Gerechtigkeit" ist der wichtigste Beitrag des englischen Sprachraums, vielleicht sogar der wichtigste Beitrag zur Politischen Ethik des 20. Jahrhunderts überhaupt. 

John Rawls entwirft hier nicht nur eine weithin überzeugende Theorie zur Schnittmenge von Ethik und Politischer Philosophie. Ihm gelingt es darüber hinaus, in der philosophischen Debatte eine Reihe von grundlegenden Paradigmenwechseln vorzunehmen. 

Nach einer Generation intensiver Diskussion ist der Zeitpunkt gekommen, Bilanz zu ziehen. Das geschieht nicht als rein deskriptiver Überblick über die bisherige Debatte, sondern in Form eines kooperativen Kommentars. 

Autoren unterschiedlicher philosophischer Herkunft stellen sich die Frage, wie Rawls’ Gedanken zu verstehen sind und welche Tragweite, welche Überzeugungskraft sie für den künftigen Diskurs haben.



Samstag, 30. Juni 2012

Fatalismus wäre Todsünde



Fatalismus wäre Todsünde.
Gespräche über Ethik und Mitverantwortung im dritten Jahrtausend [Taschenbuch]
Hans Jonas , Dietrich Böhler (Autor)




Hans Jonas wurde am 10. Mai 1903 in Mönchengladbach geboren. Er studierte in Freiburg und in Berlin an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums und an der Friedrich-Wilhelms-Universität sowie an der Universität Marburg.

1949 siedelte er nach Kanada über und wurde Fellow an der McGill-University Montreal und 1950-1954 an der Carleton-University Ottawa. 1955 übernahm er eine Professur an der New Shool for Social Research.

Es folgten Gastprofessuren an der Princeton University, Columbia University, University of Chicago und der Universität München. 1987 wurde ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Hans Jonas ist am 5. Februar 1993 in seinem Haus bei New York gestorben. 



Aus: Hans Jonas, Fatalismus wäre Todsünde. Hg. v. D. Böhler, Münster: Lit 2005, S. 53-55.

Verehrter Herr Bundespräsident
und - in aller Kürze - meine Damen und Herren,
 
begreiflicherweise überwältigt von dem, was ich hier in den letzten zwei Stunden gehört habe, was an mich gerichtet war oder über mich gesagt wurde, überwältigt sowohl vom Inhaltlichen wie von der Wärme und Großzügigkeit des Gesagten, rechne ich auf Ihr Verständnis dafür, daß ich nur mit wenigen dürftigen Worten antworten kann. 

Eine Ehrung wie die hier mir so verschwenderisch zuteil gewordene erzeugt in ihrem Empfänger eine Mischung von Glück, Stolz und Verlegenheit. Glück und Stolz brauche ich nicht zu erklären. Wen beglückte es nicht, sein Lebenswerk von kundiger Seite so anerkannt zu hören und es in dieser Hinsicht als geglückt ansehen zu dürfen? Und wen erfüllte es nicht mit Stolz, daß dies an so rühmlicher Stelle und vor einer so glänzenden Versammlung geschieht? Als mich besonders bewegend darf ich hier die Anwesenheit des Herrn Bundespräsidenten hervorheben, für den ich seit langem Gefühle persönlicher Verehrung hege. 

Was aber die Verlegenheit betrifft, so wurzelt sie in dem Zweifel meines Herzens, den keine Kompetenz und keine Aufrichtigkeit der mich Ehrenden stillen kann, ob ich so viel Lob, auch abzüglich der solchen Gelegenheiten schuldig erachteten Übertreibungen, wirklich verdiene. Es ist dies, ich versichere Sie, keine Koketterie der Bescheidenheit, sondern die immer heikel bleibende Bilanz von Vollbringen und Versagen, zu der allein es eine einigermaßen ehrliche Selbstprüfung am Ende einer langen Bahn bei mir bringen kann. 

An dieser Stelle schweife ich von meinem vorbereiteten Text ab, um angesichts dessen, was ich heute gehört habe, in freier und hoffentlich nicht zu stammelnder Rede noch etwas hinzuzufügen.
Die Verlegenheit, von der ich sprach, hat außer dem erwähnten subjektiven auch noch einen viel ernsteren objektiven Grund: Und das ist die Befürchtung oder der Verdacht einer Vergeblichkeit des Wortes, selbst des wahren Wortes, wenn es zu sehr in Widerspruch gerät mit den Zwängen, den Nöten, den Interessen, den Mächten des Augenblickes und wenn es zu weit in die Zukunft greift - daß es dann ohnmächtig wird für die Gegenwart. 

Es gibt Gründe genug für eine solche Befürchtung und infolgedessen Gründe genug für einen tiefen Zweifel am schließlichen Ausgang der Sache, an der man wirkt. Die jetzt stattfindende Gipfelkonferenz in Rio ist eine Probe aufs Exempel, deren Ausgang ich mit einigem Bangen entgegensehe. Er wird wahrscheinlich die Art von Zweifel, die ich eben äußerte, bestärken, so fürchte ich oder so sehe ich voraus, würde das aber nicht für einen Grund halten, die Flinte ins Korn zu werfen. Da hier zu meiner Freude die Studentenschaft zu Wort gekommen ist, wollte ich eben hier in improvisierter Rede sagen, daß Fatalismus die eine Todsünde des Augenblicks wäre. 
Das bevorstehende Schicksal, das uns droht, das wir uns selber bereiten würden, wenn wir die Erde weiter schlecht verwalten, wie wir es im Augenblick tun, dieses Unglück werden wir nur um so sicherer machen, als je unausweichlicher wir es ansehen. Ich warne daher vor der inneren Gefahr des Fatalismus, die fast so groß ist wie die äußere Gefahr, die ohnehin durch unsere Schuld besteht. Fatalismus - d.h. das Schicksal für unausweichlich zu halten, nicht wendbar, ist selbsterfüllend und wird das gewiß zustande bringen, was eben der Rat der Verzweiflung als unabwendbar ansieht. 

Ich möchte Ihnen daher als alter Mann, der oft erfahren hat, daß das Wort ohnmächtig ist, zurufen: Oh, glauben Sie nicht, glaubt nicht daran, daß Dinge unausweichlich sind, und laßt Euch nicht verführen vom Rate angeblich objektiver Notwendigkeit, der wir hilflos gegenüberstünden. Haltet daran fest, daß wie man denkt, was man denkt, was man sagt und wie man in der wechselseitigen Kommunikation Ideen verbreitet, einen Unterschied ausmacht im Gang der Dinge. Erfolg ist nicht garantiert; aber sicher ist, daß die Anstrengung unterlassen, die Bemühung aufgeben, ganz bestimmt das Unheil werden läßt, das wir voraussehen können und dessen Voraussehen es ja doch verhindern soll. Verzeihen Sie mir, daß ich in dieser mahnenden Weise - nicht nur an Sie, sondern auch noch an mich selbst gerichtet - Ihnen predige.
Betrachten Sie also bitte die zuvor von mir beschriebene Verlegenheit und auch die soeben skizzierten objektiven Bedenklichkeiten als mit eingeschlossen in den tieffühlenden Dank, den ich hiermit all denen, die gesprochen habe, für ihre Worte und die darauf verwendete Mühe ausspreche. [...]


Aus: Hans Jonas, Fatalismus wäre Todsünde. Hg. v. D. Böhler, Münster: Lit 2005, S. 53-55.






Sich im ethischen Denken orientieren




Handbuch Ethik [Gebundene Ausgabe]Marcus Düwell , Christoph Hübenthal , Micha H. Werner (Herausgeber)



Sich im ethischen Denken orientieren. Im Zeitalter der technischen Produzierbarkeit des Lebens, zumal des menschlichen, scheint auch das Bedürfnis nach Ethik zu wachsen.
In der Tat hat diese Disziplin der Philosophie in den letzten Jahren einen derart erstaunlichen, von manchen auch mit Argwohn verfolgten Aufschwung genommen, so dass selbst «Experten» allmählich der Überblick verloren zu gehen droht.

Abhilfe soll nun ein im Metzler-Verlag erschienenes «Handbuch Ethik» schaffen, das Beiträge von über 60 Autorinnen und Autoren versammelt und schon damit seinen pluralen Ansatz zu verbürgen scheint.
Das «fundierte Hintergrundwissen», das der Klappentext verspricht, offeriert der Band durch den Versuch, meta- und fundamentalethische sowie anwendungsbezogene Fragestellungen gleichermassen zu berücksichtigen.

Nach einer überblicksartigen Einleitung in das Sujet gliedert sich das Buch in drei Hauptteile:
- erstens in einen systematischen Teil, der verschiedene Typen ethischer Theoriebildung vorstellt (Metaethik, normative Theorien);
- zweitens in einen den angewandte Ethiken gewidmeten Teil («Bereichsethiken») und 
- drittens in einen lexikalischen Teil, der in alphabetischer Reihenfolge fünfzig Beiträge zu ethischen Grundbegriffen enthält (von «Anerkennung» bis «Zweck/Ziel»).
Ein allgemeines Literaturverzeichnis nebst Sach- und Personenregister schliesst den Band ab. Ob das Handbuch, wie die Herausgeber schreiben, hilfreich sein wird, um sich «im ethischen Denken der Gegenwart zu orientieren», wird sich dem Nutzer wohl erst im praktischen Gebrauch zeigen.