Posts mit dem Label Feminismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Feminismus werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 11. September 2014

Stand Up






Stand Up
Broschiert – von Julia Korbik 

Julia Korbik, geboren im Ruhrgebiet, studierte European Studies und Kommunikations-wissenschaften in Frankreich und Deutschland. Sie arbeitete für den NDR und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und ist heute Redakteurin bei The European, wo sie eine regelmäßige feministische Kolumne schreibt.Wer heute jung ist, kriegt Pickel und Gänsehaut, wenn das Wort Feminismus fällt. Feminismus bedeutet Achselhaare, Kampflesben, Männerhasserinnen, schlechte Laune, Alice Schwarzer. Viele denken: Frauen können heute Bundeskanzlerin werden, sie können Maschinenbau studieren oder Pilotin werden, Hosen tragen oder Röcke, Kinder kriegen oder es lassen. Also, wozu brauchen wir heute noch Feminismus?
Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind von echter Gleichberechtigung noch immer meilenweit entfernt. Solange man Mädchen-T-Shirts mit der Aufschrift In Mathe bin ich nur Deko kaufen kann, solange Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen als Männer, solange sie immer noch den größten Teil der Hausarbeit übernehmen und die Frage Beruf oder Kinder alleine lösen müssen solange ist noch nicht alles gut.
Julia Korbik hat ein cooles, radikales Manifest für junge Frauen geschrieben, denn sie sind es, die die Welt verändern. Ihr Buch, bestehend aus Text, bunten Bildern und Illustrationen, zeigt, wie wichtig es ist, dass wir jetzt nicht einschlafen, sondern aufwachen, damit es nicht erst in hundert Jahren Gleichberechtigung gibt, sondern ein bisschen früher.

Endlich ein cooles Feminismus-Buch! Ganz undogmatisch wird alles erklärt, was Frauen (und Männer) über Feminismus wissen sollten, das "F-Wort" verliert so allen Schrecken.
Wir brauchen Feminismus und wir brauchen dieses, auch noch sehr schöne, Buch!


Das Handbuch wendet sich ausdrücklich auch an Männer, aber auch das Buch bildet ab, dass vor allem Frauen für Gleichstellung kämpfen, bzw. in der Vergangenheit gekämpft haben. Frauen sind zwar rechtlich gleichgestellt, werden in der gegenwärtigen Gesellschaft aber leider noch immer stark benachteiligt.
Das Handbuch ist in zwei Teile geteilt, Die Grundlagen und Gleichberechtigung, Wo der Schuh drückt. Gestartet wird im Kapitel „Basics“ mit den wichtigen Definitionen von Feminismus, Sex und Gender (Sex und Gender vereinfacht, aber das reicht für den Anfang), das Imageproblem des Feminismus vor allem unter jungen Frauen wird thematisiert, dann gibt es den überaus spannenden Überblick über Theorie und Geschichte. In diesem Abriss kommen die Grandes Dames des Feminismus, die Vorkämpferinnen wie Olympe de Gouges, Clara Zetkin, Simone de Beauvoir und viele andere vor. Die Liste kann natürlich nicht vollständig sein. Julia Korbik konzentriert sich fast ausschließlich auf die deutsche und die amerikanische Frauenbewegung. Erhofft hätte ich mir, wenn auch nur auf wenigen Seiten, die Abhandlung von nicht weißem, nicht westlichem Feminismus, oder zumindest die Abhandlung der Spannungen, die es zwischen weißen Mittelschicht-Feministinnen und schwarzen Feministinnen, die mit anderen Formen der Diskriminierung zu kämpfen haben, gab und auch noch gibt. Zumindest bei den Theorieansätzen werden die postkolonialen Theorien erwähnt.
Im zweiten großen Teil geht es um die Brennpunkte, so wird zum Beispiel mit Stereotypen aufgeräumt. Es geht um Körper und Schönheitsvorstellungen, Politik, Arbeitsleben und Popkultur von Games über Filme bis zur Musikindustrie. Der Teil ist natürlich vor allem für EinsteigerInnen noch spannender zu lesen. Stand Up bedient sich einer verständlichen, aber nicht vereinfachenden Sprache, greift knackige Slogans auf und versteht es einen guten Überblick über aktuelle und vergangene Spannungsfelder der feministischen Bewegung zu bieten. Vorbildlich gibt es für alle Statistiken und überall wo sonst nötig, Zitate und Literaturverweise, streng wissenschaftlichen Anspruch hat das Buch aber natürlich nicht.
Auch die eingefleischten KennerInnen werden in Stand Up Neues finden, das Buch ist unheimlich aktuell, stellt Bloggerinnen vor, VertreterInnen der Popkultur, uvm. Mit all dem neuen Wissen wird die Leserin und auch der Leser nicht allein gelassen, im Abschnitt Los geht’s finden sich viele Anregungen, sich auch weiterhin mit dem Themenkreis auseinanderzusetzen und je nach Lust und Laune aktiv zu werden.


Leseprobe:
http://www.rogner-bernhard.de/system/production/title/extract_download/478/Stand_Up_Einselseiten_72dpi_Leseprobe.pdf

   Pressestimmen

Recht hat sie! Das Buch liefert alle Basics rund um das Thema … Korbiks witzig-ironischer Plauderton machen die Beschäftigung mit Feminismus zu einer unterhaltsamen Angelegenheit … Stand Up macht vor allem Feminismus-Neulingen Mut (Missy Magazine)

Radikal und cool (WDR WestArt)

Montag, 4. März 2013

Der falsche Feind





Der falsche Feind: Schuld sind nicht die Männer [Gebundene Ausgabe]
Christine Bauer-Jelinek (Autor)

Christine Bauer-Jelinek zählt zu den renommiertesten Wirtschaftsberatern Österreichs und gilt als Expertin für Mechanismen der Macht sowie für Trends in der Entwicklung der Gesellschaft.
Zu ihren Klienten zählen EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft und Politik, (Kleinst-)UnternehmerInnen und Funktionäre von Interessensvertretungen und NGOs ebenso wie Arbeitslose und WiedereinsteigerInnen.

Die Autorin ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats an der Leopold-Kohr-Akademie, Lehrbeauftragte an der Wirtschaftsuniversität Wien und Leiterin des Instituts für Macht-Kompetenz. Mit ihrem Buch Business-Krieger. Überleben in Zeiten der Globalisierung und dem Bestseller Die helle und die dunkle Seite der Macht hat Christine Bauer-Jelinek das Macht-Tabu gebrochen und vermittelt in ihren Seminaren und Vorträgen effiziente Methoden zum Erwerb von Macht-Kompetenz.



Dieses Buch wird die Leserschaft spalten, das Thema ist explosiv. Dass dies so ist, kann als eine Bestätigung der These der Autorin gesehen werden und dass der von ihr so genannte „Allmachts-Feminismus“ sich in seiner Hegemonie angegriffen fühlt.
Denn Christine Bauer-Jelinek übt massive Kritik an der heute üblichen Bevorzugung der Frauen.

In den 1970er-Jahren kämpfte sie als Lehrerin und Psychotherapeutin für die Forderungen der Linken und der Frauenbewegung. Heute berät sie sowohl Frauen als auch Männer in Spitzenpositionen von Wirtschaft und Politik.

Sie sagt:
Der aktuelle Feminismus ist ein Rückschritt er bedroht den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Halbe-Halbe ist gescheitert die zwanghafte Gleichverteilung überfordert Frauen wie Männer und zwingt Kinder und Alte in die Betreuungseinrichtungen. Die Unterdrückung der Frauen durch die Männer ist ein Mythos, Frauen müssen sich nicht ständig als Opfer fühlen.





Donnerstag, 26. Juli 2012

Demokratie und Macht




Demokratie und Macht

Volksaufstand und Frauenrechte in Ägypten; Wirtschaftsdemokratie; Links-grüne Perspektiven vs. Nationalkonservatismus; Feminismus, Frauenstreik; Sans-Papiers und Care-Ökonomie; Emanzipatorisches Subjekt; Kapitalismuskritik und Gerechtigkeit

S. Amin, N. Abu El Komsan, W. Spieler, R. Graf, G. Notz, D. Vischer, T. Wüthrich, A. Lanz, A. Krovoza, U. Marti


Energiewende nach Fukushima


H. Scheer :
Scheinkonsens ‘Erneuerbare Energie’
O. Fahrni :
Atomlobby macht weiter
E. Altvater :
Mit Green New Deal weiterwachsen?
N. Scherr :
Stromversorgung als Service public
R. Zimmermann :
Gewerkschaften zur Energiepolitik
B. Glättli :
Suffizienz und die Verteilungsfrage
P.M. :
Auswege aus der Wachstumsfalle
C. v. Werlhof :
Atomare Katastrophen-Technologie
Marginalien, Rezensionen, Zeitschriftenschau


Inhaltsverzeichnis
  3    Editorial  
  5    Samir Amin Arabischer Frühling?  
17    Nehad Abu El Komsan; Keine Demokratie ohne Beteiligung der Frauen. Gespräch mit der ägyptischen Frauenrechtlerin  
25    Willy Spieler; Sozial-ökologische Wirtschaftsdemokratie. Visionen und Widersprüche im Parteiprogramm der SP Schweiz  
37    Daniel Vischer Links-grüne Zukunft in der Schweiz. Politische Blöcke und neue Allianzen  
47    Ruedi Graf Wertepolitik und nationalkonservative Hegemonie. Christoph Blochers Gotthelf-Rede vom 2. Januar 2011  
55    Gisela Notz Frauenquoten alleine reichen nicht. Es geht um die „ganze Frauenfrage“  
67    Therese Wüthrich Der Skandal der Lohndiskriminierung. Frauenstreik- und Aktionstag 14. Juni 2011 in der Schweiz  
73    Anni Lanz Sans-Papiers und Betreuungsnotstand. Migration aus der Optik der Care-Ökonomie  
79    Alfred Krovoza Das Subjekt der Psychoanalyse als emanzipative Ressource  
93    Urs Marti Kapitalismuskritik und distributive Gerechtigkeit  
103  Energiewende nach Fukushima Hermann Scheer Scheinkonsens über erneuerbare Energien. Der eigentliche Konflikt um den Atomausstieg beginnt erst  
111  Oliver Fahrni Tschernofukumühlebyl. Die Atomlobby macht weiter  
119  Elmar Altvater Mit Green New Deal aus dem Wachstumsdilemma?  
113  Niklaus Scherr Stromversorgung Schweiz. Dezentrale Netze statt Marktöffnung und Grosstechnologie  
141  Rolf Zimmermann Die Schweiz braucht eine steuernde Energiepolitik. Atomausstieg aus Gewerkschaftssicht  
149  Balthasar Glättli Suffizienz und die Verteilungsfrage 
156  P.M. Auswege aus der Wachstumsfalle. Konviviale Nachbarschaften als Alternative 
167  Claudia von Werlhof Der Hyper-GAU von Fukushima. Militär-Alchemie, atomare und postatomare Katastrophen-Technologie   
179  Marginalien / Rezensionen Hans Steiger Gerecht Schrumpfen statt Green New Deal?  
186  Bruno Kern In der Falle des grünen Kapitalismus. Der Attac-Kongress „Jenseits des Wachstums!?“  
189  Andreas Exner Autoritäre Lösung der Ökokrise? Neue Kontroversen  
191  Roland Herzog / Hans Schäppi Organizing – und die Demokratisierung der Gewerkschaften
196  Adrian Zimmermann Die Krisen des Kapitalismus. Zur ersten Tagung der Robert-Grimm-Gesellschaft  
199  Emilio Modena / Markus Wrbouschek Triebökonomie und Krise des Kapitalismus. 36. Jahrestagung des Arbeitskreises Politische Psychologie  
205  Winfried Köppler über Alexandra Rau: Psychopolitik  
208  Jana Schultheiss über Gisela Notz: Feminismus  
210  Dennis Eversberg über Robert Castel: Die Krise der Arbeit  
213  David Ch. Stoop über Gudrun Hentges / Bettina Lösch (Hrsg.): Die Vermessung der sozialen Welt 
217  Zeitschriftenschau  
223  Autorinnen und Autoren  


Siehe auch unter:
http://www.widerspruch.ch