Posts mit dem Label Kapitalismuskritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kapitalismuskritik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 26. Juli 2012

Demokratie und Macht




Demokratie und Macht

Volksaufstand und Frauenrechte in Ägypten; Wirtschaftsdemokratie; Links-grüne Perspektiven vs. Nationalkonservatismus; Feminismus, Frauenstreik; Sans-Papiers und Care-Ökonomie; Emanzipatorisches Subjekt; Kapitalismuskritik und Gerechtigkeit

S. Amin, N. Abu El Komsan, W. Spieler, R. Graf, G. Notz, D. Vischer, T. Wüthrich, A. Lanz, A. Krovoza, U. Marti


Energiewende nach Fukushima


H. Scheer :
Scheinkonsens ‘Erneuerbare Energie’
O. Fahrni :
Atomlobby macht weiter
E. Altvater :
Mit Green New Deal weiterwachsen?
N. Scherr :
Stromversorgung als Service public
R. Zimmermann :
Gewerkschaften zur Energiepolitik
B. Glättli :
Suffizienz und die Verteilungsfrage
P.M. :
Auswege aus der Wachstumsfalle
C. v. Werlhof :
Atomare Katastrophen-Technologie
Marginalien, Rezensionen, Zeitschriftenschau


Inhaltsverzeichnis
  3    Editorial  
  5    Samir Amin Arabischer Frühling?  
17    Nehad Abu El Komsan; Keine Demokratie ohne Beteiligung der Frauen. Gespräch mit der ägyptischen Frauenrechtlerin  
25    Willy Spieler; Sozial-ökologische Wirtschaftsdemokratie. Visionen und Widersprüche im Parteiprogramm der SP Schweiz  
37    Daniel Vischer Links-grüne Zukunft in der Schweiz. Politische Blöcke und neue Allianzen  
47    Ruedi Graf Wertepolitik und nationalkonservative Hegemonie. Christoph Blochers Gotthelf-Rede vom 2. Januar 2011  
55    Gisela Notz Frauenquoten alleine reichen nicht. Es geht um die „ganze Frauenfrage“  
67    Therese Wüthrich Der Skandal der Lohndiskriminierung. Frauenstreik- und Aktionstag 14. Juni 2011 in der Schweiz  
73    Anni Lanz Sans-Papiers und Betreuungsnotstand. Migration aus der Optik der Care-Ökonomie  
79    Alfred Krovoza Das Subjekt der Psychoanalyse als emanzipative Ressource  
93    Urs Marti Kapitalismuskritik und distributive Gerechtigkeit  
103  Energiewende nach Fukushima Hermann Scheer Scheinkonsens über erneuerbare Energien. Der eigentliche Konflikt um den Atomausstieg beginnt erst  
111  Oliver Fahrni Tschernofukumühlebyl. Die Atomlobby macht weiter  
119  Elmar Altvater Mit Green New Deal aus dem Wachstumsdilemma?  
113  Niklaus Scherr Stromversorgung Schweiz. Dezentrale Netze statt Marktöffnung und Grosstechnologie  
141  Rolf Zimmermann Die Schweiz braucht eine steuernde Energiepolitik. Atomausstieg aus Gewerkschaftssicht  
149  Balthasar Glättli Suffizienz und die Verteilungsfrage 
156  P.M. Auswege aus der Wachstumsfalle. Konviviale Nachbarschaften als Alternative 
167  Claudia von Werlhof Der Hyper-GAU von Fukushima. Militär-Alchemie, atomare und postatomare Katastrophen-Technologie   
179  Marginalien / Rezensionen Hans Steiger Gerecht Schrumpfen statt Green New Deal?  
186  Bruno Kern In der Falle des grünen Kapitalismus. Der Attac-Kongress „Jenseits des Wachstums!?“  
189  Andreas Exner Autoritäre Lösung der Ökokrise? Neue Kontroversen  
191  Roland Herzog / Hans Schäppi Organizing – und die Demokratisierung der Gewerkschaften
196  Adrian Zimmermann Die Krisen des Kapitalismus. Zur ersten Tagung der Robert-Grimm-Gesellschaft  
199  Emilio Modena / Markus Wrbouschek Triebökonomie und Krise des Kapitalismus. 36. Jahrestagung des Arbeitskreises Politische Psychologie  
205  Winfried Köppler über Alexandra Rau: Psychopolitik  
208  Jana Schultheiss über Gisela Notz: Feminismus  
210  Dennis Eversberg über Robert Castel: Die Krise der Arbeit  
213  David Ch. Stoop über Gudrun Hentges / Bettina Lösch (Hrsg.): Die Vermessung der sozialen Welt 
217  Zeitschriftenschau  
223  Autorinnen und Autoren  


Siehe auch unter:
http://www.widerspruch.ch



Montag, 28. Mai 2012

Inside Occupy



Inside Occupy [Broschiert]

David Graeber , Bernhard Schmid

David Graeber, Jahrgang 1961, ist amerikanischer Kulturanthropologe sowie Mitglied der Gewerkschaft Industrial Workers of the World.
Bis Juni 2007 war er außerdem Professor für Ethnologie an der Yale University.
Er ist Autor zahlreicher Bücher, darunter »Frei von Herrschaft« sowie »Schulden«.



"Occupy Wall Street!" Mit diesem Aufruf besetzt im September 2011 eine Gruppe von Aktivisten den Zuccotti-Park im New Yorker Finanzdistrikt. Sie wollen friedlich gegen die Finanzmärkte und Banken, die ungerechte Verteilung der Vermögen sowie die Untätigkeit der Politik demonstrieren.

Was steckt hinter dieser Bewegung, die in kurzer Zeit Millionen Menschen rund um den Globus mobilisiert?
Was steckt hinter den Guy-Fawkes-Masken der Besetzer?
Was steckt hinter ihrem Mut und ihrem Zorn?

Der Vordenker und Aktivist David Graeber berichtet aus erster Hand, wie alles begann, wie die Bewegung stark werden konnte und warum dies erst der Anfang ist.

Der Spiegel:
Mit dem Kopf gegen die Wand "Mit 'Inside Occupy' veröffentlicht David Graeber seine Innensicht aus einer bisher kaum greifbaren Protestbewegung."
Die Welt:
Der böse Geist des Geldes "Graeber ist einer der führenden Köpfe von 'Occupy' und erklärt die Grundideen der Bewegung."
Die Zeit:
Am Wendepunkt "David Graeber ist der intellektuelle Superstar der Occupy-Bewegung."
Süddeutsche Zeitung:
"Wir sind die 99 Prozent" "Im Vergleich zu 'Schulden' ist 'Inside Occupy' ein kleines Buch - klein, aber oho! ... Es ist wichtig und die Lektüre amüsant."
Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Wieso stellt sich das Bankenviertel tot? "David Graeber ist nicht nur radikal, er ist auch amüsant, eine gefährliche Mischung."
Frankfurter Rundschau:
Wie besetzt man eine Bank? "Unschätzbar gute Ratschläge für alle, die wissen wollen, wie man Versammlungen mit unzähligen Diskutanten fair und effizient organisiert und wie man Farbbeutel über Polizeiketten hinweg auf die Markisen von Nobelkaufhäusern wirft, ohne wen zu verletzen ... David Graeber ist der neue Popstar der Kapitalismuskritik."

Sonntag, 6. Mai 2012

Eine radikale Kapitalismuskritik

Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen: Eine radikale Kapitalismuskritik [Taschenbuch]Elmar Altvater  


Elmar Altvater, Dr. oec. publ., geb. 1938, Professor für Politikwissenschaft an der FU Berlin und Redaktionsmitglied PROKLA; zahlreiche Veröffentlichungen zur Frage der kapitalistischen Entwicklung, zur Staatstheorie, zur Entwicklungspolitik, Schuldenkrise und zum Zusammenhang von Ökonomie und Ökologie; u.a. 
Der Preis des Wohlstands 1992, zusammen mit Birgit Mahnkopf: 
Gewerkschaften vor der europäischen Herausforderung 1993 und Grenzen der Globalisierung 1996, 4. völlig überarb. und erweiterte Auflage 1999, 6. Auflage 2004; 
sowie Globalisierung der Unsicherheit. 
Arbeit im Schatten, Schwarzes Geld und informelle Politik 2002; Mitherausgeber von Vernetzt und verstrickt 1997. 

Anders als der reale Sozialismus bricht der Kapitalismus nicht zusammen - es sei denn durch "äußere Anstöße von extremer Heftigkeit" und eine "glaubwürdige Alternative im Innern". 

Dieser Einschätzung des französischen Historikers Fernand Braudel folgt Elmar Altvater in seinem neuesten Hörbuch. Die Dynamik der modernen Gesellschaften verdankt sich der "Dreifaltigkeit" von europäischer Rationalität der Weltbeherrschung, kapitalistischen sozialen Formen und fossilen Energien. 
Dies ist die Grundlage der "geo-ökonomischen" Globalisierung und des "geopolitischen" neuen Imperialismus, einer Allianz von marktgläubigem Neoliberalismus und auf militärische Macht setzendem Neokonservativismus. 
Doch ist der Kapitalismus nicht stabil und krisenfrei. Die Finanzkrisen der vergangenen Jahrzehnte sind für wachsende Ungleichheit, ja für Armut und Elend in der Welt verantwortlich. 

Dass die Begrenztheit von fossiler und nuklearer Energie ein äußerer Anstoß von besonderer Heftigkeit ist, haben die Hurrikane Katrina und Rita zu Bewusstsein gebracht: 
Eine kapitalistische Gesellschaft ohne Öl versinkt im Chaos. Im Innern der Gesellschaft reifen aber "glaubwürdige Alternativen" heran: Die Ansätze einer "solidarischen Ökonomie" und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft. Der Kapitalismus, wie wir ihn kennen, gerät an ein Ende.