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Samstag, 3. Oktober 2015

The European Project Under Pressure







The Green European Foundation is a European-level political foundation whose mission is to contribute to a lively European sphere of debate and to foster greater involvement by citizens in European politics. 

GEF strives to mainstream discussions on European policies and politics both within and beyond the Green political family. The foundation acts as a laboratory for new ideas, offers cross-border political education and a platform for cooperation and exchange at the European level.

Green European Foundation asbl
3 Rue du Fossé – 1536 Luxembourg



The latest edition of the Green European Journal focuses on the state of the European Union. The articles look at issues as diverse as European integration, the refugee crisis, TTIP, the future of European solidarity, ways out of Europe's multiple crises (be they financial, political or social), as well as how the citizens of Europe could take their future in their hands. It features Etienne Balibar, Chantal Mouffe and Philippe Lamberts, among many others.





Today it is very clear that Europe is facing the greatest crises of its post-war history: crises, in plural, because they have not only hit the European economy, but have also seriously damaged the political and social dimensions of the European project.

The EU still 
hasn’t managed to deal with its economic problems, and at the same time there is an increased hostility between member states of the South and the North manifesting itself in scapegoating and a blame game about who’s at fault for all the problems of the EU. Not to mention that there is a war raging in the immediate neighbourhood of the EU, claiming thousands of innocent victims, with no end in sight.


Our politicians seem to passively condone all this, while European citizens struggle to understand what is happening around them. Worse still, they don’t know how to expect to address today’s problems.

In 
the European post-democracies everything is driven by technocrats, it’s they who decide which problems are worth dealing with, and what the best treatment would be for our ills. Political projects play a marginal role now, not to mention voters’ voices.
In this context 
it’s no surprise that right-wing populists are stronger than ever before.


Now we need to ask ourselves a number of questions.

 - Can we offer an alternative to the neoliberal status 
quo and the looming xenophobic threat?
 - Can we 
address Europe’s obsession with growth, its lack of solidarity and the crises inside and outside the EU, while still keeping intact the European project?
 - Is 
there a sustainable and humane solution to today’s problems?

These are the questions the Green 
European Journal seeks to address in the 15 articles
that make up this edition, each of which shines a spotlight on an area of Europe’s challenges, its soulsearching and the the path that lies ahead.


While the diagnosis of Europe’s problems might seem gloomy, we have not given up on finding a solution.
And Greens should be there in the front line when it comes to building a sustainable Europe of solidarity; a Europe that emerges from these crises stronger.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Arbeiten wie noch nie!?






Arbeiten wie noch nie!?:
Unterwegs zur kollektiven Handlungsfähigkeit

Broschiert – von Sabine Gruber (Herausgeber), Frigga Haug (Herausgeber), 

Mag.a Sabine Gruber, M.C.D. Jg. 1973; Sozialwissenschaftlerin und Gemeinwesenentwicklerin, seit 2002 tätig im Bereich Stadtforschung und -entwicklung mit den Schwerpunkten Integration, Partizipation, alternative Ökonomien und Nachhaltigkeit; 2005-2009 Leiterin der Lokalen Agenda 21 – Plattform für nachhaltige Bezirksentwicklung und BürgerInnenmitbestimmung im 9. Wiener Gemeindebezirk; seit 2009 Koordinatorin der ökumenischen Initiative „fairshare“ – Ökologischer Lebensstil & Globale Gerechtigkeit; Lehrbeauftragte an der Universität für Bodenkultur Wien, Moderationen, Beratung und Bildungsangebote für öffentliche Einrichtungen und zivilgesellschaftliche Initiativen; seit 2009 Vorstandsmitglied bei Attac Österreich

Die Organisation der Arbeit ist aus den Fugen. Wir müssen weg von der Spaltung in entfremdete Industriearbeit, nicht anerkannte unbezahlte »weibliche« Reproduktionsarbeit und erzwungene Erwerbslosigkeit. Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar schlüssige Überlegungen wie das Konzept des Versorgenden Wirtschaftens von Adelheid Biesecker, das Konzept der Tätigkeitsgesellschaft von André Gorz oder die Vier-in-einem-Perspektive von Frigga Haug.
Die Lösung kann nur ein Gesellschaftsumbau sein, der bei den Ursachen ansetzt. Die Kritik am historisch Gewachsenen bildet den Humus für wünschenswerte Utopien und zeigt Wege zu einer anderen Art von Arbeit auf.
- Doch wohin wollen wir gehen?
- Was erwartet uns?
- Wie entscheiden wir?
Dieser Reader lädt ein zu einer offenen Entdeckungsreise auf der Suche nach kollektiven Handlungsmöglichkeiten und liefert eine Diskussions- und Entscheidungsgrundlage für die Richtungsfindung beim dringend notwendigen Umbau.


Inhalt:

Sabine Gruber: Reiseanleitung – Unterwegs zur Handlungsfähigkeit

Sabine Gruber: Arbeitsverhältnisse als Gesellschaftsverhältnisse. Grundannahmen zu Arbeit und WohlstandsverteilungSabine Gruber: Wie wir leben und arbeiten wollen. Schritte von der Utopie zur Realität

Bernd Röttger: Wege in die Befreiung der Arbeit. Traditionen, Erfahrungen und Perspektiven aus der Geschichte der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung

Stephan Krull: Aus der arbeitspolitischen Defensive zur Befreiung der Arbeit?

Alexandra Weiss: Die Arbeit der „Anderen“

Johanna Riegler: Die Faulen und die Fleißigen - Konfliktlinien der Arbeitsgesellschaft

Frigga Haug: Die Geschichte der Vier-in-einem-Perspektive als Schule des Lernens. Eine Vision von Frauen, die eine Vision für alle ist.

Pro & Contra 4 in 1. Schriftlicher Dialog zwischen Frigga Haug und Johanna Riegler mit Fragen von Sabine Gruber





Freitag, 19. April 2013

Sarrazin-Debatte, "Islamkritik" und Terror in der Einwanderungsgesellschaft






Kritik und Gewalt: Sarrazin-Debatte, "Islamkritik" und Terror in der Einwanderungsgesellschaft [Broschiert] Klaus J. Bade (Autor)

Klaus J. Bade, geboren 1944, ist o. Professor für Neueste Geschichte und Vorstand des
Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück.

Der Migrationsforscher, Publizist und Politikberater Prof. Dr. Klaus J. Bade lehrte bis 2007 Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und lebt seither in Berlin.
Er war u.a. Begründer des Osnabrücker Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und bis Mitte 2012 Gründungsvorsitzender des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR) in Berlin.

Bade war Fellow an den Universitäten Harvard und Oxford, an der Niederländischen Akademie der Wissenschaften sowie am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er hat zu Migration und Integration in Geschichte und Gegenwart viele Forschungsprojekte geleitet, einige Dutzend Bücher veröffentlicht und für sein Engagement in Forschung und kritischer Politikbegleitung diverse Auszeichnungen erhalten, zuletzt das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (www.kjbade.de). 

Klaus J. Bade nimmt sich in seinem neu erschienenden Buch Kritik und Gewalt vor allem Sarrazin und Islamophobe vor.



Die Integrationsdebatte nach Thilo Sarrazins Buch ´Deutschland schafft sich ab´ offenbarte ein Paradox eine wachsende Akzeptanz des kulturellen Pluralismus, besonders unter jüngeren Menschen, und zugleich MASSIVE kulturelle Ressentiments in der Einwanderungsgesellschaft.  

Der renommierte Migrationsforscher und Politikberater Klaus J. Bade beleuchtet Ursachen, Hintergründe und bedrohliche Folgen dieser paradoxen Spannung. Ihr Ergebnis ist eine gefährliche Ersatzdebatte anstelle der verdrängten Diskussion um die neue Identität in der Einwanderungsgesellschaft.

Das Buch beschreibt diese Ersatzdebatte als negative Integration : die Selbstvergewisserung der Mehrheit durch die Ausgrenzung einer großen muslimischen Minderheit.
Die Politik verkennt die Brisanz dieser negativen Integration, solange sie Integrationspolitik nicht als Gesellschaftspolitik für alle versteht.

Mit scharfem Blick identifiziert Bade Zusammenhänge von Wortgewalt und Tatgewalt am Beispiel antimultikulturell und antiislamisch motivierter Bluttaten aus jüngster Zeit: dem Breivik-Massaker in Norwegen und den Serienmorden des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Deutschland.

Mit der Zunahme von Integrationserfolgen und der pragmatischen Akzeptanz kultureller Vielfalt sind in Deutschland auch aus kultureller Angst geborene fremdenfeindliche Abwehrhaltungen gewachsen, vor allem gegenüber dem Schreckgespenst Islam.
Im Umgang mit den Themen Einwanderung, Integration und Islam ist ein kritischer Punkt erreicht.


Montag, 4. März 2013

Mut zur Integration








Mut zur Integration: Für ein neues Miteinander [Broschiert]
Klaus Wowereit (Autor)


Klaus Wowereit wurde 1953 in Berlin geboren und studierte Jura. Drei Jahre nach seinem zweiten juristischen Staatsexamen wurde er Berlins jüngster Stadtrat. 1995 Wahl ins Abgeordnetenhaus von Berlin, 1999 Wahl zum Vorsitzenden der SPD-Fraktion Berlin. Am 16. Juni 2001 wurde er mit den Stimmen der SPD, GRÜNEN und der PDS zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt.
Seit fast sechs Jahren führt er eine überraschend geräuschlos und effektiv arbeitende Koalition aus SPD und PDS.




Klaus Wowereit diskutiert in dem vorliegenden Buch, warum es sich lohnt, für eine integrative, sozial gerechte Gesellschaft in Deutschland zu kämpfen.
Er macht deutlich, dass umfassende Teilhabe für alle für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes von elementarer Bedeutung ist und beleuchtet vor allem die sozialeDimension von Integration.
Der Autor betont, dass es mit Hilfe einer klaren politischen Prioritätensetzung auf Bildung, Qualifizierung und Arbeit möglich ist, mehr Menschen eine Perspektive zu geben und den Grundstein für sozialen Aufstieg zu legen egal bei welcher Herkunft. Er setzt auf Motivation statt auf Sanktion, auf Anreize, auf Angebote, auf Aktivierung statt Alimentierung.
Für ihn ist Integration die neue soziale Gestaltungsfrage im 21. Jahrhundert.

Grundwerte, Tradition und Verantwortungsgefühl machen es der Sozialdemokratie zur Pflicht, diese Zukunftsaufgabe offensiv anzugehen.



Dass sich das #ema „Integration“ auch positiv und frei von Angst vor Kritik vonseiten der Stammtische diskutieren lässt, zeigt das Buch von Klaus Wowereit.
„Multikulti“ ist danach eine gesellschaftliche Realität, die es solidarisch zu gestalten gilt. In der öffentlichen Debatte komme es darauf an, „Ängste ernst zu nehmen, nicht zu schüren“, und „Provokateuren die Stirn zu bieten“.

Gerade an diesen beiden Fragestellungen sind (nicht nur) SozialdemokratInnen in den letzten Jahren immer wieder gescheitert. In diesem Sinne plädiert Wowereit für „Mut“ in der Integrationspolitik, der u.a. bedeute, weg von einer rein defizitorientieren Debatte
hin zu einem Diskurs zu kommen, der die Chancen und Potenziale einer vielfältigen Gesellschaft auslotet.
Konkret wird „Integration“ damit zu einer sozialen Frage, die u.a. über Bildungspolitik und Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt zu lösen ist.

Das Buch ist ein wichtiger Beitrag zur Integrationsdebatte von links.

Thilo
Scholle