Freitag, 22. Januar 2016

DAS ANDERE EUROPA






von JACQUES RUPNIK
DAS ANDERE EUROPA

Mitteleuropa und die große Migration

Somit offenbart die Einwanderungswelle auch, daß im Europa der letzten zwanzig Jahre zwar die Volkswirtschaften und die politischen Systeme von Ost und West spektakulär zusammengewachsen sind, daß Veränderungen der Gesellschaft und Mentalität aber viel langsamer vonstatten gehen.
An der Bereitschaft, mit Vielfalt umzugehen und mit anderen Kulturen Seite an Seite zu leben, mangelt es im Osten noch empfindlich. Auch in Westeuropa wird im Zusammenhang mit der Einwanderungsproblematik vielen (wieder) bewußt, wie „anders“ die Länder Ostmitteleuropas noch sind.
Der mitteleuropäische Diskurs der achtziger Jahre verband Europa als Kultur beziehungsweise Zivilisation noch mit den allgemeinen Menschenrechten. Heute erscheinen beide als Gegensätze.


Seit ihrem EU-Beitritt schätzen die Mitteleuropäer dessen wirtschaftliche Vorteile, beschweren sich aber häufig über mangelnde Rücksicht auf ihre besonderen Erfahrungen und die Bedürfnisse ihrer im Zuge der EU-Integration verwässernden mitteleuropäischen Identität. Nun könnten sie bald mehr Aufmerksamkeit erhalten, als ihnen lieb ist.

In den vergangenen sechs Monaten waren Mitteleuropa und seine Politiker in den westlichen Medien präsenter als in den zwanzig Jahren davor. Ohne Zweifel vereinfachten und moralisierten viele dieser Berichte über die Maßen, doch sie hatten eines gemein: Alle bemerkten kritisch den sehr eigenen Umgang Mitteleuropas mit dem wichtigsten Thema dieser Tage. Sie erkannten das Anderssein dessen, was einmal das „andere Europa“ war.




Mehr von: 
JACQUES RUPNIK

Seitenzahl: 
 Im Heft auf Seite 26
Aus dem Englischen von Herwig Engelmann
Genre

INHALT LI 111

ERFINDERGEIST
DIE SCHWESTERN TSCHEREPANOWA
EUROPAS TURBULENZEN
DIE GRENZE IN MIR
Ein Gedichtzyklus
Religion und Gewalt oder die Tragödie der Muslime Europas
GOTT, CHARLIE, NIEMAND
Mitteleuropa und die große Migration
SCHACHBRETT DER WELT
Großmeister im Großen Spiel – die Vereinigten Staaten gegen China
Das heutige Russland und die Lage der Kultur
POLITIK MIT ANDEREN MITTELN
Zehn Thesen zu Psychologie, Kultur, Gesellschaft, Ethik und Recht
WER WAR DER FEIND?
Die britische Dardanellenkampagne und die Katastrophe von Gallipoli
KUNST LIEBEN, KUNST HASSEN
Kämpfe, Pol Art, kämpfe! – Auf der Biennale
IKONOKLASMUS
Die Autorität des Kunstwerks und die Motive zu seiner Zerstörung
Musik als Kunst der Innerlichkeit und die neuen Klänge der Gegenwart
O.T., 2015
Photoportfolio
STADTLANDSCHAFTEN
Brasília, Manaus, Recife, São Paulo – ein Außenseiter auf der Pirsch
MISCHE PERIPHERIE
Menschen und Landschaften am Grande Raccordo Anulare
ZWEI POOLS
ES GESCHAH IN PARIS
DIE GEBURT DER BOHEME
Als die Künstler lieber arm im schönen Paris lebten als anderswo reich
Beobachtungen und Erlebnisse eines Radioreporters in der Nachkriegszeit
BRIEFE UND KOMMENTARE
ATHENER CRASHKURS
SPANIENS IRRUNGEN UND WIRRUNGEN
BEDEUTSAMKEITSPRODUKTION
KORRESPONDENZEN
DIE HINDUS UND DAS RINDFLEISCH
DAS PFERD DES TSCHEKISTEN
ROM, LASTER UND SCHÖNHEIT
PHOTOGRAPHIE
Renè Burri, Elliott Erwitt, Ebenzer Johnson, Alex Majoli, Simon Mooney
KUNST
STILL



Weiter im Text unter
https://www.lettre.de/beitrag/rupnik-jacques_das-andere-europa



Donnerstag, 7. Januar 2016

Internationale Politik - Smarte Revolution







Smarte Revolution


Wie digitale Kommunikation die Politik unter Druck setzt: Die IP im Januar/Februar

Dass die Menschheit immer stärker in Bewegung ist, gehört zu den Trends, die sich 2016 beschleunigt fortsetzen werden. Dabei ist kein Utensil für Flüchtlinge so wichtig wie das Smartphone, denn es ermöglicht globale Kommunikation fast zum Nulltarif und in ungeheurer Geschwindigkeit.

Wie diese smarte Revolution die Politik unter Druck setzt, beschreiben in der aktuellen IP
 unter anderem der ehemalige BBC-Journalist und Gastprofessor am King’s College in London Nik Gowing, Cathryn Clüver , Gründerin und Executive Director des Future Diplomacy Project an der Harvard Kennedy School, sowie Rianne Dekker und Godfried Engbersen von der Erasmus-Universität Rotterdam.


Die aktuelle Ausgabe der Internationalen Politik ist erhältlich im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel, imiTunes Store  und im Google Play Store.


AUSSERDEM IN DIESER AUSGABE:

Fluchtursachen, Fluchtrouten
Warum Menschen fliehen und was jetzt zu tun ist
Erst der Flüchtlingsstrom und der Terroranschlag in Paris haben Europa in Sachen Syrien zum Handeln bewegt. Wolfgang Ischinger, Kristin Helberg,Natasha Wunsch und andere analysieren die Hintergründe und schildern die Lage auf dem Westbalkan, in Griechenland und Italien.

Abschied vom Trittbrettfahren
Wie China seine Einflusssphären ausweitet
Unter Xi Jinping sucht Peking nach einer neuen globalen Rolle – und die EU schaut bislang nur zu. Mit Beiträgen unter anderem von Jonathan Fenby, Nele Noesselt, Michael Schaefer, Wei Shen und André Loesekrug-Pietri.

Deutschland ertüchtigt

Da Europa zögert, schreitet die Bundesregierung voran
Ab 2016 will Berlin 100 Millionen Euro jährlich bereitstellen, um regionale Partner besser auszubilden und auszurüsten. In Brüssel streitet man derweil weiter um grundsätzliche Fragen. Von Jana Puglierin und Sebastian Feyock.




siehe auch unter:
https://zeitschrift-ip.dgap.org/de/archiv/ausgaben/jahrgang/2016/smarte-revolution?utm_medium=email&utm_campaign=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016&utm_content=IP-Newsletter%20Smarte%20Revolution%20%20Ausgabe%201-2016+CID_48b88259e84cd58f6fbeb81ef078ea8c&utm_source=DGAP%20Newsletter&utm_term=httpszeitschrift-ipdgaporgdearchivausgabenjahrgang2015industrie-40



Montag, 4. Januar 2016

Solidarische Bildung






Solidarische Bildung:
Crossover: Experimente selbstorganisierter Wissensproduktion

Broschiert – von Johannes Angermüller  (Herausgeber), Sonja Buckel (Herausgeber), Margit Rodrian-Pfenning (Herausgeber)


Das bestehende Bildungssystem erhebt zwar den Anspruch demokratischer Bildung – tatsächlich besteht seine Funktion jedoch in der ­Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheiten.


Das vorliegende Buch fordert deshalb 'Solidarische Bildung' ein und richtet sich damit an alle, die sich gegen den neoliberalen Mainstream in Theorie und Praxis zur Wehr setzen wollen.
Die Autor_innen bündeln kritische Positionen und konstruktive Lösungsansätze aus Wissenschaft und Politik, den linken Spektren von SPD, Grünen und Linkspartei, NGOs, sozialen Bewegungen und Gewerkschaften. Behandelt werden die Bildungsinstitutionen entlang verschiedener Themenfelder (frühkindliche, schulische, universitäre, berufliche, politische und ästhetische Bildung) sowie im Blick auf Klassenverhältnisse, Gender und Migration. 


Das Buch entstand als Experiment crossover organisierter, solidarischer Wissensproduktion des Instituts Solidarische Moderne *).
(
Ein substanzieller politischer Gegenentwurf zur Ideologie des Neoliberalismus ist überfällig. Diese Alternative entsteht nicht von selbst. Sie muss erdacht, entwickelt und erprobt werden.)


*) Solidarische Moderne
Das im Januar 2010 gegründete Institut Solidarische Moderne mit Sitz in Berlin versteht sich als Programmwerkstat für solidarische Politikkonzepte, die über die Grenzen unterschiedlicher politischer Zugänge und Mitgliedschaften in Parteien, NGOs, Gewerkschaften und sozialen Bewegungen hinweg im Dialog entwickelt werden.

Die dafür notwendigen methodischen Verfahren bilden zugleich eine Brücke zwischen Wissenschaft und Politik und verfolgen perspektivisch die Zusammenführung der unterschiedlichen Ansätze zu einem Projekt, das auf eine umfassende gesellschaftliche Alternative zum Neoliberalismus zielt.


Freitag, 1. Januar 2016

Europäisches Antidiskriminierungsrecht




Handbuch zum europäischen Antidiskriminierungsrecht

Dieses Handbuch wird gemeinsam von der FRA und dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte herausgegeben. Es ist ein umfassendes Dokument über das Antidiskriminierungerecht und relevante, grundlegende Konzepte.


Das europäische Antidiskriminierungsrecht verbietet nach Maßgabe der Antidiskriminierungsrichtlinien, des Artikels 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie des Protokolls Nr. 12 zu dieser Konvention die Diskriminierung in einer ganzen Reihe von Bereichen und aus einer Vielzahl von Gründen.
In diesem Handbuch werden die beiden dem europäischen Rechtsrahmen zur Nichtdiskriminierung zugrunde liegenden Quellen als zwei komplementäre Systeme untersucht, auf die unterschiedslos Bezug genommen wird, soweit sie sich überschneiden; zugleich wird gegebenenfalls auf bestehende Unterschiede aufmerksam gemacht. 

Angesichts des beeindruckenden Umfangs der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Gerichtshofes der Europäischen Union im Bereich der Nichtdiskriminierung erschien es sinnvoll, ein leicht zugängliches Handbuch mit CD-Rom für Fachleute wie Richter, Staatsanwälte, Rechtsanwälte und Strafverfolgungsbeamte in den Mitgliedstaaten der EU und des Europarates sowie in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen.



Das Handbuch zu den europarechtlichen Grundlagen im Bereich Asyl, Grenzen und Migration :
http://fra.europa.eu/sites/default/files/handbook-law-asylum-migration-borders-2nded_de.pdf

Sozialismus News 1-16








Leseproben

Ingar Solty: Legitimationskrise, Repräsentationskrise und rechter Populismus in den USA

Donald Trump – ein amerikanischer Faschist?

Im November 2014 gelang den Republikanern in den Zwischenwahlen ein erdrutschartiger Sieg. Dies war verblüffend, weil sie als Partei in den »Exit Polls« noch unbeliebter waren als die Demokraten. Wahlentscheidend war die wirtschaftliche Lage und Unzufriedenheit. Auch in dieser Hinsicht überraschte die Niederlage der Obama-Demokraten angesichts der relativ guten ökonomischen Eckdaten. Mehr...
Michael Brie

Für eine linke Regierung in Deutschland

Ja, ich weiß, die Forderung nach einer linken Regierung in Deutschland klingt absurd. Die SPD ist seit 2005 getreue Mehrheitsbeschafferin der CDU und hat selbst 2002 mit ihrer Agenda 2010 die neoliberale Wende der Politik in Deutschland vollendet. Mehr...
Wolfgang Lemb: Der Fünf-Präsidenten-Bericht und die Pläne zur Einrichtung nationaler Wettbewerbsräte

Business as usual?

Die Pläne zur Installation nationaler Wettbewerbsräte sind ein erneuter Offenbarungseid einer marktliberalen und technokratischen Agenda, die – gestützt von den Mitgliedstaaten – in den Europäischen Institutionen dominiert. Mehr...

Inhalt


Transatlantische Rechte
Ingar Solty
Donald Trump – ein amerikanischer Faschist?
Legitimationskrise, Repräsentationskrise und rechter Populismus in den USA
Bernhard Sander
Alles zurück auf Anfang?
Nach den Regionalwahlen in Frankreich
Meinhardt Creydt
Wie denkt eigentlich Alexander Gauland?
Joachim Bischoff / Bernhard Müller
Rechtsdrift in Europa, Alternative für Deutschland und linke Auswege

Elektorale Umbrüche
Raul Zelik
Institutionalisierung von PODEMOS?
Spanien nach den Wahlen vom 20. Dezember
Hinrich Kuhls
Kein Ja und kein Nein zum Brexit
Die britischen Konservativen und das EU-Referendum
Johannes Schulten
Zurück in die 1990er Jahre
Nach zwölf Jahren Kirchnerismus wählt Argentinien wieder die neoliberale Rechte
Uli Cremer / Wilhelm Achelpöhler
Syrien? It’s the Bündnisraison, Stupid!

Das scheinbar Unwahrscheinliche
Michael Brie
Für eine linke Regierung in Deutschland
Wolfgang Lemb
Business as usual?
Der Fünf-Präsidenten-Bericht und die Pläne zur Einrichtung nationaler Wettbewerbsräte
Otto König / Richard Detje
Geschäftsmodell Werkvertrag
Merkel zieht Gesetzentwurf zu Leiharbeit und Werkverträgen zurück
Udo Achten
Denn was uns fehlt, ist Zeit
Zur Geschichte des Achtstundentags
Benedikt Hopmann
Streikrecht – aktuelle Fragen am Beispiel eines Arbeitskampfs von 1975 (zu Braeg, Erwitte)

Veranstaltungen | Film
Veranstaltungen & Tipps
Marion Fisch
Dämonen und Wunder (Filmkritik)

Supplement
Joachim Bischoff / Norbert Hackbusch / Björn Radke / Norbert Weber
Finanz-Zombie: Drama HSH Nordbank

Dienstag, 29. Dezember 2015

Hitler - Benes - Tito




Hitler - Benes - Tito: Konflikt, Krieg und Völkermord in Ostmittel- und Südosteuropa (Internationale Geschichte International History) 
Gebundene Ausgabe – von Michael Gehler (Herausgeber), Wolfgang Mueller (Herausgeber), Arnold Suppan (Autor)

Die auf breiter internationaler Quellen- und Literaturbasis erarbeitete Monographie erörtert die Entwicklung der politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und militärischen Konfliktgemeinschaften in den böhmischen und südslawischen Ländern Österreich-Ungarns, die epochalen Erschütterungen des Ersten Weltkrieges und den Bruch der Tschechen, Slowaken und Südslawen mit der Habsburgermonarchie, die schwierige Bildung der Nachfolgestaaten, die Innen- und Außenpolitik der Tschechoslowakei und Jugoslawiens, die Zerschlagung der Friedensordnung von Versailles/Saint-Germain/Trianon durch Hitler, die NS-Eroberungs- und Besatzungspolitik in Böhmen, Mähren, Serbien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien, den Völkermord an den Juden im Protektorat, in der Slowakei, im Ustaša-Staat und in Serbien, die Vergeltung an den und die Vertreibung der Sudeten- und Karpatendeutschen sowie der Deutschen in Slowenien, Kroatien und der Vojvodina, schließlich die Erinnerung und Historisierung der mehr als 100-jährigen Konfliktgeschichte östlich und westlich des Eisernen Vorhangs und in den post-kommunistischen Nationalstaaten am Ende des 20. Jahrhunderts in Ostmittel- und Südosteuropa. Im Mittelpunkt stehen einerseits die ethnisch-nationalen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Tschechen, Slowaken, Serben, Kroaten und Slowenen sowie zwischen Magyaren und Slowaken, Serben und Kroaten, andererseits die staatlich-nationalen Auseinandersetzungen des Deutschen Reiches und Österreichs mit der Tschechoslowakei und Jugoslawien.

Obwohl in der 150-jährigen historischen Entwicklung Ostmittel- und Südosteuropas seit 1848 eine Reihe von Kaisern, Königen, Präsidenten, Kanzlern, Ministerpräsidenten, Ministern, Großunternehmern, Generaldirektoren, Botschaftern, Generälen, Gauleitern und Höheren SS- und Polizeiführern als Akteure auftraten, sind es drei Personen, die auch in der historischen Erinnerung am Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer präsent sind: der deutsche „Führer“ und Reichskanzler Adolf Hitler (1889–1945), der tschechoslowakische Außenminister und Präsident Edvard Beneš (1884–1948) und der jugoslawische Partisanenführer und Präsident Josip Broz Tito (1892–1980).



INHALTSVERZEICHNIS
TEIL 1 

Einführung in die Reihe „Internationale Geschichte/ International History“ XI Introduction to the Series „Internationale Geschichte/ International History“ XIII Vorwort 1

1. Einleitung 5
 Kontroverse Fragestellungen und gegensätzliche Perspektiven 10
 Adolf Hitler 51
 Edvard Beneš 104
 Josip Broz Tito 124

2. Deutsch-österreichisch-ungarisch-tschechisch- slowakische Konfliktgemeinschaft 1848-1918 141
 Tschechen und Deutsche in den böhmischen Ländern 143
 Slowaken und Magyaren in Oberungarn 180
 Deutsche, Tschechen und Slowaken im Ersten Weltkrieg 187

3. Deutsch-österreichisch-ungarisch-serbisch-kroatisch- slowenische Konfliktgemeinschaft 1848-1918 217
 Südslawen und Deutsche in der Habsburgermonarchie 219
 Die Habsburgermonarchie und Serbien 267
 Österreich-Ungarn und Serbien im Ersten Weltkrieg 283
 Die k.u.k. Militärgeneralgouvernements in Belgrad und Cetinje 296
 Auf dem Weg zur südslawischen Einigung 311

4. Tschechoslowakisch-deutsch-österreichische Konfliktgeschichte 1918-1939 331
 Tschechoslowakischer Nationalstaat mit oder ohne sudetendeutsche Minderheit? 332
 Die nationale, konfessionelle, soziale und wirtschaftliche Struktur der Tschechoslowakei 1921-1930 366
 Die Sudeten- und Karpatendeutschen zwischen „Negativismus“ und  „Aktivismus“ 387
 Die Tschechoslowakei zwischen Deutschland und Österreich 1920-1930 420
 Vom Zollunions- zum Tardieu-Plan 437
 Die Tschechoslowakei zwischen NS-Deutschland, Sudetendeutscher Partei und dem „Anschluss“ Österreichs 458
 Das Münchener Abkommen 1938 490
 Hitlers Marsch nach Prag 1939 523

5. Jugoslawisch-deutsch-österreichische Konfliktgeschichte 1918-1941 537
 Die Gründung des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen und der Kampf um viele neue Grenzen 538
 Die nationale, konfessionelle, soziale und wirtschaftliche Struktur Jugoslawiens 1921-1931 561
 Das Königreich Jugoslawien zwischen Zentralismus, Föderalismus und Terrorismus 584
 Die „Donauschwaben“ zwischen Belgrad, Wien und Berlin 1918-1939 613
 Deutsche Untersteirer, Laibacher und Gottscheer im jugoslawischen Slowenien 1918-1939 654
 Milan Stojadinović 1938: „Wir konnten gegen den Anschluss wegen des Prinzips der Nationalität keinen Widerspruch erheben...“ 680
 Josip Broz Tito 1940: „Wir sind weder Defaitisten noch Pazifisten“ 704
 Dragiša Cvetković 1941: „Entweder Krieg oder Pakt“ 707 6. Besatzungspolitik und Kriegsrecht in Europa 729
 Besatzungspolitik, Widerstand und Kollaboration 730
 Kriegsrecht – Kriegsverbrechen – Völkermord 745

TEIL 2

7. Nationalsozialistische Herrschaft in der Tschechoslowakei 1939-1945 775

 Die Tschechen im „Protektorat Böhmen und Mähren“ 778
 Eingliederung in die deutsche Kriegswirtschaft 796
 Widerstand und Unterdrückung 1939-1941 804
 Das Terrorregime Reinhard Heydrichs 1941/42 813
 Der Tyrannenmord und die Rache der SS 824
 Die Diktatur des Karl Hermann Frank 1942-1945 833
 Partisanen im „Protektorat“ 849
 Die tschechische Opferbilanz 1938-1945 853
 Die Vernichtung der Juden im „Protektorat“ und im „Sudetenland“ 855
 Die Sudetendeutschen im „Sudetenland“ und im „Protektorat“ 867
 Deutsche (Karls-)Universität und Deutsche Technische Hochschulen 874  Widerstand und Kriegsende im „Sudetenland“ 876
 Deutsch-slowakische Beziehungen 1938-1943 880
 Die Deportation der Juden aus dem Slowakischen Staat 899
 Slowakischer Nationalaufstand und Kriegsende in der Slowakei 1944/45 910  Die gesamte Opferbilanz in der Tschechoslowakei 1938-1947 921

8. Nationalsozialistische Herrschaft in Jugoslawien 1941-1945 925
 Der Aprilkrieg 1941 und die Zerstückelung Jugoslawiens 927
 Serbien unter deutscher Militärverwaltung 1941 940
 Der Partisanenkrieg in Serbien 1941 951
 Die Massenerschießungen in Kraljevo und Kragujevac 977
 Die deutsche Besatzungspolitik in Serbien 1942-1944 und die Regierung Nedić 988
 Die Vernichtung der Juden in Serbien und in der Vojvodina 1016
 Die deutsche Volksgruppe im westlichen Banat 1941-1944 1024
 Die 7. SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision „Prinz Eugen“ 1942-1945 1034
 Die ungarische Herrschaft in der Bácska und Baranya 1941-1944 1050
 Der Partisanenkrieg in der Vojvodina 1059
 Das Deutsche Reich und der „Unabhängige Staat Kroatien“ 1941-1945 1064
 Die deutsche Volksgruppe in Kroatien 1941-1945 1087
 Die Vernichtung der Juden im Ustaša-Staat 1096
 Der totale Krieg in Kroatien und Bosnien-Herzegowina 1941-1945 1103
 Die Slowenen unter deutscher Besatzung und Zivilverwaltung 1941 1145
 Die Zwangsaussiedlung von Slowenen aus der Untersteiermark und Oberkrain 1941 1155
 Die Umsiedlung der Gottscheer in die Untersteiermark 1941 1159
 Die Slowenen unter italienischer Herrschaft 1166
 Die Slowenen unter ungarischer Herrschaft 1941-1945 1175
 Der „totale Krieg“ im deutsch besetzten Slowenien 1942-1944 1176
 Der Eid der Domobranci 1188 Der „Bruderkrieg“ in Slowenien 1941-1945 1193  Das Ende der deutschen Herrschaft in Slowenien 1204
 Die gesamte Opferbilanz in Jugoslawien 1941-1948 1206

9. Rache, Vergeltung, Strafe 1213
 In der Tschechoslowakei 1225
 Edvard Beneš als Exil-Präsident 1225
 Die Annullierung von München 1229
 Rache für Lidice 1942 1233
 Gibt es noch eine Gemeinschaft der böhmischen Menschen? 1235
 Die politische und propagandistische Vorbereitung der Vergeltung 1237
 Der Prager Aufstand im Mai 1945 1243
 Racheakte und Massenausschreitungen in Böhmen und Mähren 1249  Internierungs-, Arbeits- und Straflager 1260
 Deutsche Kriegsgefangene in der Tschechoslowakei 1266
 Prozesse und Strafen nach dem Krieg 1267
In Jugoslawien 1275
 Tito, Stalin und die Befreiung Jugoslawiens 1944/45 1275
 Kriegsgefangene in Jugoslawien 1291
 Vergeltung in der Vojvodina im Herbst 1944 1295
 Deportationen von Donauschwaben in die Sowjetunion 1304
 Die kommunistische Militärverwaltung in der Vojvodina 1944/45 1307  Konzentrationslager für Donauschwaben in der Vojvodina und in Slawonien 1944-1948 1317
 Die „Todeslager“ Gakowa/Gakovo, Jarek/Bački Jarak, Kruschiwl/ Kruševlje, Rudolfsgnad/Knićanin und Molidorf/Molin 1945-1947 1326
 Die Verfolgung der Deutschen in Slowenien 1945 1335
 Massaker in den Foibe des Küstenlandes 1341
 Die jugoslawische Besetzung Südost-Kärntens im Mai 1945 1347
 Prozesse gegen fremde und einheimische Kriegsverbrecher 1355

10. Vertreibung, Zwangsaussiedlung, „ethnische Säuberung“ 1363
 Adolf Hitler 1939: „eine neue Ordnung der ethnographischen Verhältnisse“ 1370
 Winston S. Churchill 1944: „A clean sweep will be made“ 1374
 „Ethnische Säuberung“ im Osten – „Politische Säuberung“ im Westen 1383  Vertreibung und Zwangsaussiedlung der Deutschen aus der Tschechoslowakei 1389
 Tschechische Aussiedlungspläne während des Zweiten Weltkrieges 1389  „Wilde“ Vertreibungen aus den böhmischen Ländern 1415
 Das Potsdamer Protokoll 1945 1426
 Die Zwangsaussiedlung der Sudetendeutschen 1431
 Evakuierung, Flucht und Zwangsaussiedlung der Karpatendeutschen 1438  Nationalpolitisches Resümee: Ethnische Säuberung 1440
 Zwangsumsiedlung nach der Zwangsaussiedlung 1443
 Die Opferbilanz der Sudeten- und Karpatendeutschen 1446
 Flucht, Vertreibung und Zwangsaussiedlung der Deutschen aus Jugoslawien 1451
 Aussiedlungspläne während des Zweiten Weltkrieges 1453
 Slowenien 1468
 Flucht und Zwangsaussiedlung der Italiener aus dem Küstenland 1471  Konsequenzen für die Vojvodina, Slawonien, Slowenien und das Küstenland 1472
 Die Opferbilanz der Jugoslawien-Deutschen 1475

11. Kollektivschuld, Enteignung, Entrechtung 1481
 Die Dekrete des Präsidenten der Republik („Beneš-Dekrete“) 1485
 Die Umsetzung der „Beneš-Dekrete“ in Tschechien 1502
 Die Umsetzung der „Beneš-Dekrete“ in der Slowakei 1510
 Die „AVNOJ-Beschlüsse“ 1513
 Der AVNOJ-Beschluss vom 21. November 1944 1514
 Wahlrecht und Staatsbürgerschaft 1522
 Die Umsetzung der „AVNOJ-Beschlüsse“ in der Vojvodina 1528
 Die Umsetzung der „AVNOJ-Beschlüsse“ in Kroatien 1530
 Die Umsetzung der „AVNOJ-Beschlüsse“ in Slowenien 1532

12. Erinnerung und Historisierung 1535
 In der Tschechoslowakei, Deutschland und Österreich 1545
 Charta und Lastenausgleich in der Bundesrepublik Deutschland 1545
 „Sudetendeutsche“ und „Österreicher“ 1551
 Der deutsch-tschechoslowakische Vertrag 1973 und der österreichisch-tschechoslowakische Vermögensvertrag 1974 1569
 Die „samtene Revolution“ 1989 und die neue Geschichtspolitik 1572  Enteignung, Entschädigung und Restitution 1578
 Die deutsch-tschechische Versöhnungserklärung 1997 1590
 Václav Havel 1993: „Wir hätten so dastehen können wie Österreich.“ 1592
 Die „Beneš-Dekrete“ vor dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission 1599
 „Edvard Beneš hat sich um den Staat verdient gemacht“ 1604
 „Töten auf Tschechisch“ 1612
 Slowakische Erinnerung zwischen Nationalaufstand und Nationalstaat 1616
 In Jugoslawien, Österreich, Deutschland und Italien 1621
 Das jugoslawische Memorandum 1947 1625
 Minderheiten in Österreich und Jugoslawien 1631
 Die jugoslawische Haltungsänderung gegenüber Österreich 1634
 Der Besuch Außenminister Grubers bei Tito im Juni 1952 1638
 Der Kampf um den österreichischen Staatsvertrag 1644
 Die Volksdeutschen aus Jugoslawien in Österreich 1657
 Staatsbürgerschaft und Vermögensschäden: die Bundesrepublik Deutschland und Jugoslawien 1660
 „Gegenerinnerungen“ und alte Stereotypen in Serbien und in der Vojvodina 1668
 „Die Toten im kroatischen Maisfeld geben keine Ruhe“ 1677
 Alte und neue Erinnerungspolitik in Slowenien: „Auch aus den ver- minten Bunkern drängt die Wahrheit unaufhaltsam an den Tag...“ 1680
 Erinnerungspolitik in Italien: „Foibe“ und „Exodus“ 1691
 Auf dem Weg zu einer europäischen Erinnerungskultur 1699
 Erinnerung nach 30, 40, 50 und 60 Jahren 1699 Nach 70 Jahren… 1715

13. Zusammenfassung: Ein Jahrhundert der Konfrontation in Ostmittel- und Südosteuropa 1723


TEIL 3
14. Abkürzungsverzeichnis 1767
15. Quellen- und Literaturverzeichnis 1777
 Quellen 1778
 1. Archivalische Quellen 1778
 2. Gedruckte Quellen 1780 Darstellungen 1795
16. Verzeichnis der Tabellen und Karten 1867
17. Verzeichnis der Abbildungen 1871
18. Personenregister 1881
19. Ortsregister 1957
20. Abbildungen und Karten 1977











Samstag, 19. Dezember 2015

Für ein menschliches Europa






Voices for Refugees: Für ein menschliches Europa
Taschenbuch – von Erich Fenninger (Herausgeber)
Erich Fenninger, geboren 1963 in Bad Vöslau, seit 2003 Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe Österreich und stellvertretender Vorsitzender der Sozialwirtschaft Österreich. Vorstandsmitglied zahlreicher Sozialorganisationen und wissenschaftlicher Beirat der FH St. Pölten.
Er ist Herausgeber von „Ich bin wer ich war. Mit Demenz leben“ (2014) und „Von Freiheit träumen: Das Flüchtlingsleben der Westsaharauis“ (2012).


Am 3. OKTOBER 2015 fand in Wien Europas größte Manifestation der Menschlichkeit statt: Mehr als 200 000 Menschen waren auf den Straßen, um sich bei einer Demonstration und dem von der Volkshilfe veranstalteten, siebenstündigen Konzert mit den Flüchtlingen solidarisch zu zeigen. Bei „Voices for Refugees“ am Heldenplatz erhoben Die Toten Hosen, Conchita, Konstantin Wecker, Zucchero und viele mehr starke Stimmen gegen Ausgrenzung, Rassismus und gegen die „Festung Europa“. Das Buch versammelt eindrucksvolle Konzertfotos, Texte aus der Protestbewegung, eine Analyse von Erich Fenninger sowie Beiträge von Robert Misik, Julya Rabinowich, Marlene Streeruwitz, Vea Kaiser und viele weitere prominente Statements.

Volkshilfe-Direktor Erich Fenninger hat mit „Voices for Refugees“ ein 160 Seiten starkes Zeitdokument rund um die Hilfsbewegung für Flüchtlinge herausgegeben. Prädikat: lesenwert!
Es war ein nachdrückliches und unübersehbares Zeichen von Menschlichkeit: Rund 200.000 Menschen sind letzten Oktober zur großen Solidaritätskundgebung samt Open-Air-Konzert gekommen, um ihre Unterstützung für Flüchtlinge zu unterstreichen. Jetzt ist ein Buch erschienen, das – wie Herausgeber Erich Fenninger betonte – „ein Zeitdokument ist und auch eine Zusammenfassung der gegenwärtigen historischen Ereignisse“. In „Voices for Refugees“ wird präzise das Entstehen der Refugee-Bewegung nachgezeichnet, also jener zivilgesellschaftlichen Bewegung, bei der sich Menschen gemeinschaftlich für Flüchtlinge engagieren.
Vorhang auf für ehrenamtliche HelferInnen
Das im Residenz Verlag erschienene Werk versteht sich auch als Dank an die vielen HelferInnen und AktivistInnen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. Mit zahlreichen Fotos wird die gemeinschaftliche Hilfe, die in den vergangenen Monaten geleistet wurde, vor den Vorhang geholt. „Das Buch soll auch ein Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen HelferInnen sein und sie in ihrer Haltung ermutigen. Und es ist den Schutzsuchenden gewidmet“, sagte Fenninger.
Für den guten Zweck
Nachzulesen sind im Buch auch Stellungnahmen zahlreicher Prominenter – darunter Ski-Ass Marcel Hirscher, Erfolgsautorin Vea Kaiser oder Kabarettist Michael Niavarani. Das Buch ist nicht nur ein Muss für alle, die sich für die Refugee-Bewegung interessieren, sondern auch ein ideales Weihnachtsgeschenk. Ein Geschenk, das noch dazu helfen hilft: Denn pro verkauftem Buch gehen fünf Euro direkt an die Volkshilfe-Flüchtlingshilfe. Zusammen mit den freiwilligen Spenden, die beim Solidaritätskonzert im Oktober gesammelt wurden, kann so das neue Projekt „Voices & Aid“ gestartet werden.

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Die Eroberung Europas durch die USA





Die Eroberung Europas durch die USA: Zur Krise in der UkraineTaschenbuch – von Bittner Wolfgang (Autor)

Wolfgang Bittner, geboren 1941 in Gleiwitz, aufgewachsen in Ostfriesland, ist promovierter Jurist, arbeitete in verschiedensten Berufen, so u.a. als Rechtsanwalt, Verwaltungsbeamter, Fürsorgeangestellter. Er reiste intensiv und konzentrierte sich seit Mitte der siebziger Jahre mehr und mehr auf das Schreiben.
Wolfgang Bittner verfasst Bücher für Erwachsene, Jugendliche und Kinder und war als freier Mitarbeiter für zahlreiche Zeitungen (u.a. Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Neue Zürcher Zeitung), den Hörfunk und das Fernsehen tätig. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt und er erhielt mehrere Literaturpreise.
Von 1996 bis 1998 wurde Bittner in den Rundfunkrat des WDR berufen. Er übernahm Lehrtätigkeiten im In- und Ausland, darunter mehrere Gastprofessuren in Polen. Er ist Mitglied des PEN und im Verband deutscher Schriftsteller, dessen Bundesvorstand er von 1997 bis 2001 angehörte.
Fatale Freundschaft Die USA sind der bestimmende Faktor der politischen Entwicklung im Osten Europas. Seit langem bereiten sie mit geheimdienstlichen Mitteln Umstürze vor, beeinflussen die zentralen Medien und entkernen die Souveränität der europäischen Staaten.
Chronologisch, vom Beginn der Maidan-Ereignisse bis zu den Entwicklungen im September 2015, schildert und analysiert Wolfgang Bittner die verhängnisvolle Einflussnahme der US-amerikanischen Regierung auf die zentralen Medien und die Politik Europas.
Ein Appell an die Vernünftigen in Europa und den USA, den politischen Absturz aufzuhalten. Überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe.
»Wolfgang Bittner hat ein außerordentlich wichtiges Buch mit vielen ins Detail gehenden Hintergrundinformationen verfasst (...) Als unverzichtbare Lektüre auch für Leserinnen und Leser aus Politik und Wirtschaft zu empfehlen.«
Jennifer Munro, NachDenkSeiten
In der Neuausgabe seines erheblich erweiterten Buches analysiert Wolfgang Bittner u.a. die Strategie der USA gegenüber Europa. Nach seiner Ansicht zeichnet sich mehr und mehr das Ziel der westlichen Allianz unter Führung der USA ab, Russland als Machtfaktor in der internationalen Politik auszuschalten und durch Wirtschaftssanktionen, Beeinflussung der Kapital- und Energiemärkte sowie die aufgebürdeten Kosten für Nachrüstung zu ruinieren. Das Ziel sei, Osteuropa einschließlich Russland den westlichen Kapitalinteressen aufzuschließen und den imperialen Zielen der USA unterzuordnen.

Montag, 7. Dezember 2015

Globale Einkommensverteilung.






Globale Einkommensverteilung.
Entwicklung seit 1980 und Perspektiven
Der Autor, Franz Garnreiter, stellt fest, dass die Einkommensungleichheit zwischen den Ländern sich abschwächt, innerhalb der einzelnen Länder sich aber durchgängig verschärft. Haupttreiber der Ungleichheit ist die Profitexplosion der kapitalistischen Konzerne. Ausführlich werden die Perspektiven analysiert: Wie wird es weitergehen mit der internationalen Einkommens-verteilung? Gelingen den armen Ländern Industrialisierung und nachholende Entwicklung oder bleiben sie in un-produktiver Arbeit stecken?
Inhaltsverzeichnis
  1. Was interessiert uns an der Einkommensverteilung?
    1. Mehr als 1,25 Dollar pro Tag für jeden Mensch: ein utopisches Ziel im Kapitalismus?
    2. Mehr Armut hier, neuer Reichtum im Süden: passen die Theorien der Marktwirtschaftler noch?
    3. Warum sollte uns die Einkommensverteilung interessieren?
    4. Vorbemerkungen und Begriffe
  2. Ungleichheit in der Welt = Ungleichheit zwischen den Ländern + Ungleichheit innerhalb der Länder
    1. Ungleichheit zwischen den Ländern: sie schwächt sich ab
    2. Ungleichheit innerhalb der Länder: sie verschärft sich fast überall
    3. Ungleichheit in der Welt
  3. Perspektiven der kapitalistischen Weltwirtschaft: Risiken, Ungleichheit, Unsicherheit
    1. Die internationale Verteilung: Wird sie sich weiter vergleichmäßigen?
    2. Gelingen Industrialisierung und nachholende Entwicklung? Oder bleiben die armen Länder stecken in unproduktiver Arbeit?
    3. „Industrie 4.0“: Tiefgreifender Umbruch mit ungewissen Aussichten
    4. Ungeheure Markt-Übermacht des Kapitals: Die Profitexplosion ist der Haupttreiber der Ungleichheit
  4. Anhang: Datenquellen und Methoden
    1. Grundkonzept der personellen Einkommensverteilung
    2. Was ist ein Einkommen?
    3. Datenquellen
    4. Methodische Anmerkungen
    5. Neuberechnung der Kaufkraftparitäten 2011
  5. Literaturverzeichnis



Mittwoch, 2. Dezember 2015

Arbeitsleben 2025





Arbeitsleben 2025:
Das Haus der Arbeitsfähigkeit im Unternehmen bauen

Gebundene Ausgabe – von Marianne Giesert (Herausgeber), Jürgen Tempel (Autor), Juhani Ilmarinen  (Autor)

Jürgen Tempel, Arbeitsmediziner. Marianne Giesert, Leiterin des Kompetenzzentrums Gesundheit und Arbeit beim DGB Bildungswerk e.V. und bei der IQ Consult gGmbH in Düsseldorf. Prof. Juhani Ilmarinen, 35 Jahre Forschungs- und Entwicklungstätigkeit im Finnish Institute of Occupational Health (FIOH), Gründer der Juhani Ilmarinen Consulting GmbH. Ihr Buch ist die Fortführung und Aktualisierung des erfolgreichen Grundlagenbandes 'Arbeitsfähigkeit 2010. Was können wir tun, damit Sie gesund bleiben?' aus dem Jahr 2002.


Was können Beschäftigte und Unternehmen tun, damit ArbeitnehmerInnen so lange wie möglich und so gesund wie möglich im Arbeitsleben verbleiben können?

Mit dem 'Haus der Arbeitsfähigkeit' wird eine wissenschaftlich fundierte, komplexe und in der Praxis erprobte Sichtweise auf diese Fragestellung vorgestellt. Dabei wird ein Dialog eröffnet, mit dem das 'Unternehmensziel Arbeitsfähigkeit' erarbeitet und in den nächsten Jahren praktisch umgesetzt werden kann. Zudem enthält das Buch Unterlagen und Erkenntnisse, mit deren Hilfe die finnischen 'Architekten' dieses Gebäude errichtet haben. Ausgewählte Beispiele aus der betrieblichen Praxis aus unterschiedlichsten Ländern veranschaulichen, dass das Haus der Arbeitsfähigkeit mittlerweile auf einem soliden Fundament gemeinsamer Erfahrung steht.

Der Übergang von der Ist-Analyse (Querschnittsuntersuchung) zur Evaluation der getroffenen Maßnahmen (Längsschnittuntersuchung) ist dabei ein entscheidender Schritt. Beschrieben wird zudem die Entwicklung vom betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) zum betrieblichen Arbeitsfähigkeitsmanagement (BAM).
Das Individuum rückt in den Mittelpunkt: Mit dem Alter wächst die Individualität der Beschäftigten! Wie kann man dem unter Wahrung der gesetzlichen, tariflichen und betrieblichen Vorgaben in Zukunft gerecht werden? Schließlich finden die LeserInnen Zugang zu einem Netzwerk, in dem sie ihre Erfahrungen austauschen können, und eine Zusammenstellung der Grundlagenliteratur.