Freitag, 24. Mai 2013

Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen - die Studie





Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen - die Studie [Gebundene Ausgabe]
Reinhard Müller

Reinhard Müller wurde 1954 im oststeirischen Burgau geboren. Er studierte Soziologie und Philosophie und arbeitet seit 1987 beim „Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich“ an der Universität Graz. 


Als die traditionsreiche Textilfabrik Marienthal 1929/30 geschlossen wurde, führte dies zu einer sozialen Katastrophe für die angeschlossene Arbeiterkolonie: Rund 80 Prozent der Bevölkerung litten unmittelbar unter den Folgen von Arbeitslosigkeit und waren auf soziale Unterstützung angewiesen. 

Die Reaktion der Betroffenen auf diese durch Armut, Arbeits- und Perspektivenlosigkeit geprägte Situation und deren Folgen für den Einzelnen wie die Gemeinschaft waren Thema der zum Klassiker der empirischen Sozialforschung avancierten Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ und bilden auch Impuls und Ausgangspunkt für das vorliegende Buch. 

Reinhard Müller beschäftigt sich im historischen Teil mit der Genese des Bauerndorfes, der Entwicklung der im frühen 19. Jahrhundert entstandenen Industriegemeinde, mit der Entfaltung einer frühen Pendlergemeinde nach der Fabrikschließung bis hin zur Wiederentdeckung Marienthals seit den 1970er-Jahren. Im Zentrum steht die ausführliche Darstellung des kulturellen, politischen und sozialen Lebens in Marienthal. 

Zugleich analysiert Reinhard Müller die Entstehung, Durchführung und Rezeption der Marienthal-Studie. Umfassende Biografien der Beteiligten und Interviews mit Zeitzeuginnen erlauben ein tieferes Verständnis der sozialhistorischen Hintergründe.

Das Buch ist für alle LeserInnen, die ein Thema von mehreren Seiten beleuchtet und mit dem geschichtlichen Hintergrund richtig spannend erzählt bekommen wollen richtig. Eine wertvolle Ergänzung zu der Studie von Marie Jahoda .


Nähere Informationen zu dieser Studie unter:
http://agso.uni-graz.at/marienthal/studie/00.htm

sowie:

 
der 

und der Film: 


Bildband-Marienthal. Blicke auf die Fabrik, die Arbeiterkultur und die Arbeitslosen





Bildband-Marienthal. Blicke auf die Fabrik, die Arbeiterkultur und die Arbeitslosen
[Gebundene Ausgabe]
Reinhard Müller













Pressestimmen
Begleitet von einer Einleitung bringen die 270 Fotos und Postkarten sowie 74 weiteren Bilddokumente von 1834 bis zur Gegenwart nicht nur das Marienthal der Marienthal-Studie näher, sie bilden auch eine wichtige Quelle zu diesem international wohl bekanntesten Ort österreichischer Wissenschaft im ländlichen Raum.
- ahs aktuell "Ein hübscher Bildband für historisch Interessierte."
- b.a.s.e, Angela Schoibl "Der [...] Bildband soll das Wissen um diesen einzigartigen Ort österreichischer Wissenschaft im ländlichen Raum vertiefen."
- Wirtschaft und Gesellschaft, Josef Schmee "Kongenial bietet dieses großformatige und -artige Buch unbestechliche Fotografien dieses soziologisch-existenziellen Abenteuers."
- Rez-Zensionen "Wer sich jedenfalls in Zukunft für die "Arbeitslosen von Marienthal" und deren Wirkungsgeschichte interessiert, sollte Müllers historische Längsschnitte unbedingt als begleitende Lektüre wählen."

Blätter für die Technikgeschichte, Hubert Weitensfelder


Nähere Informationen zu dieser Studie unter:
http://agso.uni-graz.at/marienthal/studie/00.htm

sowie:

Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen


und Die Arbeitslosen von Marienthal
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2013/05/die-arbeitslosen-von-marienthal.html

und der Film: 

Einstweilen wird es Mittag





 
Einstweilen wird es Mittag
Karin Brandauer
(Regisseur)


Karin Brandauers Film basiert auf der berühmten soziologischen Studie 'Die Arbeitslosen von Marienthal'. Einstweilen wird es Mittag ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1988.

Wie 'Teilnehmer an einer Expedition ins Unbekannte' fühlen sich 1932 die jungen Wissenschaftler beim Verlassen des Psychologischen Instituts der Wiener Universität, als sie nach Weissenberg, einem Industriedorf, aufbrechen. 
Sie sind voller Begeisterung für die Wissenschaft. Sie vertrauen auf ihre Objektivität. Sie glauben an ihre Funktion bei der Verbesserung der Welt. In Weissenberg ist die Textilfabrik in Konkurs gegangen. Sie war der wichtigste Arbeitgeber. Die Lebenssituation der arbeitslos Gewordenen verändert sich. 

Gewissenhaft notieren die Sozialforscher das Verhalten der Menschen. Doch vor Ort sehen sie sich weniger erkenntnistheoretischen Deduktionen als sozialen Problemen gegenüber. Die Solidarität unter den Arbeitslosen zerbricht, als Arbeitskräfte zum Abbruch der Fabrik gesucht werden; die Wissenschaftler verlassen ihre Objektivität. 

Es ist der Versuch, gleichzeitig zu beobachten und zu helfen, doch das Ergebnis ist fraglich. Immer mehr greift völkischer Geist auf das kleine Dorf über ... 



Für die Filmfassung wurden die realen Namen der Beteiligten geändert, die hier als Ruth Weiss (Walser), Robert Bergheim (Brieger), Kurt Schrader (Nikolussi) und Philipp Strauss (Suske) firmieren.

An zahlreichen Schulen und Universitäten dient Brandauers Film mittlerweile als beliebtes audiovisuelles Unterrichtsmaterial.
Der Filmtitel ist ein Zitat aus einem in Die Arbeitslosen von Marienthal abgedruckten Zeitverwendungsboge. Diese Bögen wurden von den Forschern an die Arbeitslosen ausgeben, damit sie darin für jede Stunde des Tages ihre jeweiligen Aktivitäten notieren.
Einer der Männer trug für die Stunde von 10 bis 11 Uhr den Satz ein „einstweilen wird es Mittag“.


Siehe auch:  Die Arbeitslosen von Marienthal
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2013/05/die-arbeitslosen-von-marienthal.html



Die Arbeitslosen von Marienthal



Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langandauernder Arbeitslosigkeit [Taschenbuch]
Marie Jahoda
, Paul F. Lazarsfeld , Hans Zeisel


Diese Studie ist als Standardwerk der soziologischen Studien zu verstehen. Aufgrund der historischen Bedeutsamkeit des Werkes und der einfachen Verständlichkeit ist es jedem sozial Interessierten sehr zu empfehlen. 



Nähere Informationen zu dieser Studie unter:
http://agso.uni-graz.at/marienthal/studie/00.htm

sowie:

Marienthal. Das Dorf - die Arbeitslosen

der

und der Film:



Donnerstag, 23. Mai 2013

Glanz und Elend der Political Correctness




 

In Anführungszeichen:
Glanz und Elend der Political Correctness (edition suhrkamp) [Taschenbuch]

Matthias Dusini
, Thomas Edlinger

  (Wiener Zeitung )

»Ein kluges Plädoyer für mehr Gelassenheit im Umgang mit scheinbar kontaminierten Begriffen.«  (Profil )





Jens Kastner
über „Political Correctness“

Quelle: IGBildendeKunst




Gibt man bei Amazon „Political Correctness“ ein, listet sich eine Bibliografie des Grauens: Bücher von rechten Vorkämpfern wie Jörg Schönbohm oder Klaus Rainer Röhl agitieren gegen „Tugendwächter“ und „Denkverbote“, ein paar Anleitungen zur politischen Inkorrektheit spielen die Ratgeber-Karte und eine CD von Alfred de Zayas beschäftigt sich mit „Verbrechen an Deutschen“ als angebliche „Tabuthemen der Political Correctness“.
So weit, so erwartungsgemäß.

Ganz oben auf der Liste steht auch das Buch von Matthias Dusini und Thomas Edlinger. Um einiges klüger, abwägender und informierter als alle anderen Titel, durchforsten die beiden Wiener Autoren Geschichte und Gegenwart von PC-Praktiken.
Um den Unterschieden in den von ihnen beschriebenen Phänomenen angemessen Rechnung zu tragen, fehlt Dusini und Edlinger allerdings sowohl das Gespür als auch ein begriffliches Instrumentarium: So werden etwa völlig unbekannte „politisch korrekte“ KünstlerInnen mit Thilo Sarrazin in einem Atemzug als Leute präsentiert, die das Opfersein zum Geschäft machen und als „Wettbewerbsvorteil“ nutzen.

Das Schreckgespenst der Rechten, Political Correctness habe inzwischen allgegenwärtig und institutionell verbindliche Maßstäbe durchgesetzt, spukt auch durch Dusinis/Edlingers gesamtes Buch.

Wie in den Intersektionen (intersection, engl. Kreuzung) verschiedener Zuschreibungen neue Diskriminierungs- und Unterdrückungsformen entstehen und wie sie im Anschluss an feministische Debatten theoretisiert werden, zeichnet der Band von Helma Lutz u.a. historisch wie auch an Beispielen nach.
Identitätskategorien nicht essentialistisch zu verstehen, zugleich aber ihre „Machteffekte“ zu analysieren, bleibt die zentrale Herausforderung.


Jens Kastner lehrt an der Akademie der bildenden Künste Wien.
Quelle: IGBildendeKunst


Die komplette Rezession unter:
http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt/bildpunkt-2013/critical-correctness/kastner.htm




Freitag, 17. Mai 2013

Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens






Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens aus österreichischer Sicht [Broschiert]
Martin Bolkovac (Autor)

Mag. Dr. Martin Bolkovac ist Mitarbeiter Grundlagenabteilung GPA-djp




Das Buch ist eine erweiterte Version der Dissertation des Verfassers. Mit Hilfe des most similar systems designs wird die Sozialpolitik Australiens und Kanadas untersucht.

Der Autor geht der Frage nach, wieso zwei Länder, die so große Gemeinsamkeiten auf der formalpolitischen Ebene haben, zu so recht unterschiedlichen Outputs und Outcomes in der Sozialpolitik tendieren.

Abschließend wird der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse sich aus dieser Darstellung für die österreichische politische Praxis ablesen lassen.




Die FPÖ - eine rechtsextreme Partei





Die FPÖ - eine rechtsextreme Partei?:
Zur Radikalisierung der Freiheitlichen unter HC-Strache [Broschiert]
Philipp Mittnik (Autor)


Der Politikwissenschaftler Philipp Mittnik untersucht in seiner Arbeit die Entwicklung der österreichischen Freiheitlichen.
Dabei hält er sie eindeutig für eine rechtsextremistische Partei, wofür zahlreiche Belege benannt werden, gleichwohl in einem analytisch nicht breiterem Rahmen.


"Daham statt Islam" - Werbeslogan der FPÖ bei der Nationalratswahl 2008 - war ein Tabubruch, der es notwendig macht, die FPÖ unter der Führung von Heinz-Christian Strache näher zu betrachten.

Strache hat sich ein"Popstar-Image" aufgebaut, und vor allem jugendliche Wähler danken es ihm mit ihrer Stimmabgabe. Der FPÖ ist es zuzuschreiben, dass sich nicht nur die so genannte soziale Unterschicht für radikale Themen begeistert.
Auch Schülerinnen und Schüler der höheren Schulen sehen sich durch die "Ausländerflut" bedroht.  


Dieses Buch unternimmt eine wissenschaftliche Zusammenschau des Phänomens und stellt die wichtigsten Vertreter der FPÖ und deren Ansichten vor.

Der Autor kann für seine Einschätzung eine Fülle von Belegen präsentieren, wozu auch noch zahlreiche Fotos gehören. Man kann darauf auch den jungen Strache im Neonazi-Kontext sehen.

Für viele Detaileinschätzungen findet man eindeutige Belege, wie etwa die zu Persönlichkeitskult und Selbstinszenierung des Parteichefs. 





Donnerstag, 16. Mai 2013

Europas Sozialdemokratie auf dem Prüfstand





Genossen in der Krise: Europas Sozialdemokratie auf dem Prüfstand [Taschenbuch] Felix Butzlaff (Autor), Matthias Micus (Autor), Franz Walter (Autor)

Die Herausgeber arbeiten am Göttinger Institut für Demokratieforschung:
- Felix Butzlaff ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter;
- Dr. Matthias Micus Akademischer Rat und Prof.
- Dr. Franz Walter Direktor des Instituts und einer der profiliertesten deutschen Parteienforscher und ausgewiesener SPD-Experte.



Die sozialdemokratische Parteienfamilie in Europa befindet sich in kritischer Verfassung und sucht nach Erfolgslösungen für die Zukunft. »Dem Morgenrot entgegen« oder: »Siechtum für immer«?

Zwei konträre Befunde zum Zustand der europäischen Sozialdemokratie. Auf die hieraus folgende Unsicherheit antworten zunächst in regelmäßiger Artikelfolge für ZEITonline und nun im hier vorgestellten Sammelband Parteienforscher unabhängig und mit empirisch gesicherten Analysen.

Sie nehmen dabei erstmals die gesamteuropäische Situation in den Blick. Noch unscharf, aber erkennbar zeichnen sich Perspektiven ab: die europäische Sozialdemokratie bei dem energischen, vielstimmigen Versuch, ihre politische Zukunft geschlossener, schlagkräftiger und programmatisch überzeugender in den Griff zu nehmen.





Sonntag, 12. Mai 2013

Online Katalog der Burgenländischen Landesbibliothek




Hier gelangen Sie zum Online Katalog der Burgenländischen Landesbibliothek


Marktsozialdemokratie






Marktsozialdemokratie:
Die Transformation von SPD und Labour Party (Göttinger Studien zur Parteienforschung) [Taschenbuch]
Oliver Nachtwey (Autor)


SPD und Labour Party haben sich in der letzten Dekade grundlegend gewandelt.

Die klassische Sozialdemokratie erkannte die Märkte an, wollte aber das Soziale vor den Mühlen des Marktes auf Distanz halten. Sie zweifelte an den Fähigkeiten des Marktes, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich zu garantieren.

Deshalb wollte man seine Macht begrenzen, seine Auswirkungen korrigieren und seine Entwicklung steuern. 

Die Marktsozialdemokratie verkehrt dieses Verhältnis:
Der Markt soll mit den Mitteln des Sozialen gefördert und das Soziale nach Marktprinzipien organisiert werden. Politische Ökonomie und der Leitbegriff der sozialen Gerechtigkeit werden deshalb neu gedeutet, was mitunter zu drastischen Legitimationsproblemen der Marktsozialdemokratie führen kann.














































































Freitag, 10. Mai 2013

Politische Gestaltung im internationalen Vergleich






Transformationsindex BTI 2012:
Politische Gestaltung im internationalen Vergleich [Broschiert]


Der politische und wirtschaftliche Entwicklungsstand eines Landes ist messbar: Im internationalen Vergleich lassen sich die Leistungen politischer Entscheidungsträger und der daraus resultierenden Transformationsprozesse gegenüberstellen.

Mit dem "Transformationsindex 2012" legt die Bertelsmann Stiftung zum fünften Mal ihr Ranking von 128 Entwicklungs- und Transformationsländern vor.
Der Untersuchungszeitraum reicht vom Frühjahr 2009 bis zum Frühjahr 2011.

Anhand ausführlicher Ländergutachten dokumentiert der Index die Wirkung von Reformstrategien auf dem Weg zu rechtsstaatlicher Demokratie und sozialer Marktwirtschaft.
Er gibt damit Akteuren in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft wichtige Hinweise und Impulse für ihre Arbeit.




Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins





Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins [Broschiert]
Olav Teichert (Autor)




Donnerstag, 9. Mai 2013

Social Media Management


Social Media Management:
Wie Marketing und PR Social Media-tauglich werden [Broschiert]
Felix Beilharz (Autor)

Felix Beilharz ist Projektleiter und Trainer am Deutschen Institut für Marketing. Als Fachexperte betreut er den Bereich Online- und Social Media Marketing und gibt sein Wissen in Seminaren und Vorträgen weiter.




Social Media ist mittlerweile zur Pflicht für viele Unternehmen geworden. Die neue Herausforderung für Marketing, PR und Kundenkommunikation ist die Professionalisierung des digitalen Dialogs.
Ein Dialog auf Augenhöhe mit Kunden und der interessierten Öffentlichkeit. 

Das erfordert ein zeitnahes, aktives Social Media-Management: publizieren, interagieren, netzwerken. Und gerade hier hinken klassische PR- und Marketing-Fachleute aus der Welt der Einwegkommunikation hinterher.

Felix Beilharz illustriert in diesem Buch die ganze Bandbreite des Social Media-Managements. Von der Konzeption über die kreative Umsetzung bis hin zur Steuerung der Kommunikation 2.0 liefert dieses Handbuch das Rüstzeug für den Social Media-Manager.




FESD - Die tägliche Online-Zeitung








Montag, 6. Mai 2013

Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg






Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg: Das Beispiel der SPÖ [Taschenbuch] Maria Mesner (Herausgeber)

Maria Mesner ist Dozentin für Zeitgeschichte an der Universität Wien, Leiterin der Stiftung Bruno Kreisky Archiv, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: politische Kultur Österreichs und der USA im 20. Jh., historische Komparatistik, Geschichte der Familie und der Reproduktion, Geschlechtergeschichte.



Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus stand die österreichische Gesellschaft vor der Herausforderung, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung das gerade überwundene Regime gestützt bzw. von ihm profitiert hatte.

Nicht nur unter den politischen Eliten war zunächst die Frage nach der richtigen Balance zwischen notwendiger "Säuberung" einerseits und Integration jener Menschen, deren Verhalten als verzeihbar erachtet wurde, andererseits sehr umstritten.

Verhältnismäßig bald setzte sich freilich ein breiter Konsens durch, von konsequenter Entnazifizierung Abstand zu nehmen: Stattdessen favorisierte man die zügige Eingliederung von ehemaligen Nationalsozialisten, die nicht in NS-Verbrechen involviert gewesen waren, in die neue demokratische Gesellschaft.

Dieser Prozess wird im vorliegenden Band am Beispiel der SPÖ in all seiner Widersprüchlichkeit nachgezeichnet. Mit Beiträgen von Matthew P. Berg, Maria Mesner, Sonja Niederacher, Doris Sottopietra, Theodor Venus und Maria Wirth.