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Montag, 6. Mai 2013

Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg






Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg: Das Beispiel der SPÖ [Taschenbuch] Maria Mesner (Herausgeber)

Maria Mesner ist Dozentin für Zeitgeschichte an der Universität Wien, Leiterin der Stiftung Bruno Kreisky Archiv, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: politische Kultur Österreichs und der USA im 20. Jh., historische Komparatistik, Geschichte der Familie und der Reproduktion, Geschlechtergeschichte.



Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus stand die österreichische Gesellschaft vor der Herausforderung, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung das gerade überwundene Regime gestützt bzw. von ihm profitiert hatte.

Nicht nur unter den politischen Eliten war zunächst die Frage nach der richtigen Balance zwischen notwendiger "Säuberung" einerseits und Integration jener Menschen, deren Verhalten als verzeihbar erachtet wurde, andererseits sehr umstritten.

Verhältnismäßig bald setzte sich freilich ein breiter Konsens durch, von konsequenter Entnazifizierung Abstand zu nehmen: Stattdessen favorisierte man die zügige Eingliederung von ehemaligen Nationalsozialisten, die nicht in NS-Verbrechen involviert gewesen waren, in die neue demokratische Gesellschaft.

Dieser Prozess wird im vorliegenden Band am Beispiel der SPÖ in all seiner Widersprüchlichkeit nachgezeichnet. Mit Beiträgen von Matthew P. Berg, Maria Mesner, Sonja Niederacher, Doris Sottopietra, Theodor Venus und Maria Wirth.



Dienstag, 12. März 2013

Die Ära Kreisky

 




Die Ära Kreisky [Gebundene Ausgabe]
Robert Kriechbaumer


Die politische Landschaft und Kultur Österreichs in den siebziger und frühen achtziger Jahren waren durch einen tief greifenden Transformationsprozess gekennzeichnet. 

Er war das Ergebnis des materiellen, sozialen und mentalen Modernisierungsprozesses der in den sechziger Jahren sich etablierenden Konsumgesellschaft sowie der sich formierenden linken Jugendbewegung. So entstand das Klima eines sozialdemokratischen oder sozialliberalen Konsenses, dem sich auch die sich weitgehend in Opposition befindlichen konservativen und christlichsozialen Parteien nicht zu entziehen vermochten.


Die Übernahme des Parteivorsitzes 1967 durch Bruno Kreisky bewirkte die Öffnung der unter Bruno Pittermann weitgehend erstarrten SPÖ in Richtung der neuen Mittelschichten und die Formulierung eines von diesen geforderten liberalen Reformprogramms.
Die SPÖ wurde zum politischen Agenda-Setter, verband moderne und liberale Werte mit sozialem Garantismus und ließ Österreich angesichts der weltwirtschaftlichen Krisenerscheinungen infolge der beiden Erdölschocks durch ein "policy mix", das letztlich unzutreffend als "Austro-Keynsianismus" bezeichnet wurde, als eine "Insel der Seligen" im Meer der Krisen erscheinen.
Kreisky wurde zur politischen Symbolfigur, zum politischen Über-Vater.

Sonntag, 15. Juli 2012

Eine kurze Geschichte der SPÖ




Eine kurze Geschichte der SPÖ. Ereignisse, Persönlichkeiten, Jahreszahlen [Broschiert]Peter Pelinka (Autor)



Peter Pelinka:
Geboren 1951 in Wien. Studium der Geschichte und Politikwissenschaft. Seit 1979 Journalist u.a. bei der "AZ", seit 1992 Chefredakteur in Österreichs größtem Nachrichtenmagazin "News" und Moderator der ORF-Diskussionsrunde "Zur Sache".



Alles, was Sie über die Geschichte der SPÖ wissen müssen, steht in diesem Buch. Kurz, Kompakt, anschaulich erzählt. Zeittafeln und informative Kästen zu Persönlichkeiten, Ereignissen und den wichtigsten Jahreszahlen geben einen schnellen Überblick.



Sonntag, 29. April 2012

Die SPÖ ist tot! Lang lebe die SPÖ!




Die SPÖ ist tot! Lang lebe die SPÖ! [Taschenbuch]

Willibald Heimlich  


Willibald Heimlich ist 1983 in Wien geboren. Er hat Politikwissenschaft und BWL studiert. Seit seinem 8. Lebensjahr schreibt der begeisterte Sportklub-Fan Literatur, Sekundarliteratur, Artikel und Bücher. Seit vielen Jahren ist der Wiener in der SPÖ politisch aktiv.


Inklusive Interviews mit Alfred Gusenbauer, Franz Vranitzky, Josef Ackerl und Josef Broukal!

Weiters:

- Die Werte der Sozialdemokratie
- Die theoretische Basis der österreichischen Sozialdemokratie
- Die SPÖ in der grün/blauen Zange
- Schritte zu einer gerechteren Gesellschaft
- Interne & externe Demokratisierung
- Die integrale Sozialdemokratie
- Literatur, Definitionen


Was ist die Philosophie der SPÖ? 
Was ist die grün-blaue Zange und wieso befindet sich die Partei freiwillig in einer ÖVP-Zwangsehe? 

Oft tot gesagt bleibt die SPÖ das ewige Steh-Auf-Manderl der österreichischen Politik. Ich habe immer gesagt: Bruno Kreisky hat viel dickere Nadelstreifen als ich. -Franz Vranitzky Zum Beispiel der Klubobmann: Das ist ein absolutistisch herrschender Fürst! -
Josef Broukal

Sonntag, 8. April 2012

Anton Benya



Anton Benya. Ansichten des Nationalrats- und ÖGB-Präsidenten [Gebundene Ausgabe]


Johannes Kunz



1948 wurde er einer der leitenden ÖGB-Sekretäre, 1959 Vizepräsident und schließlich 1963 Präsident des Gewerkschaftsbundes. Dieses einflussreiche Amt hatte er bis 1987 inne und war ein bedeutender Verfechter der Sozialpartnerschaft, die für Österreichs politisch-wirtschaftliche Entwicklung entscheidend war. Bekannt ist die nach Benya benannte Benya-Formel zur Lohnfindung, nach der sich die Lohnerhöhung an Inflations- und Produktivitätserhöhung orientieren solle.

Zwischen 1956 und 1986 war Benya Abgeordneter zum Nationalrat und von 1971 bis 1986 der am längsten dienende Erste Nationalratspräsident der Republik Österreich.

In dieser Zeit galt er neben Bruno Kreisky, der seit 1970 die SPÖ-Alleinregierung führte, als wichtigster Politiker der Sozialistischen Partei.
Als solcher bemühte er sich – zusammen mit Kreisky – um eine Aussöhnung zwischen sozialdemokratischer Arbeiterschaft einerseits und der katholischen Kirche anderseits.