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Dienstag, 6. Januar 2015
Zwischen Amok und Alzheimer
Zwischen Amok und Alzheimer:
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Dienstag, 26. August 2014
Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft
Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft:
Eine Einführung (Studienbücher zur Kommunikations- und Medienwissenschaft) (German Edition) Taschenbuch – von Otfried Jarren (Autor), Patrick Donges (Mitarbeiter)
Politische Kommunikation in der Mediengesellschaft ist ein komplexer und vielschichtiger Forschungsgegenstand.
Das Lehrbuch legt den Schwerpunkt auf die Strukturen, Akteure und Prozesse politischer Kommunikation und analysiert diese aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive unter Berücksichtigung der Theorie- und Forschungsbestände anderer Sozialwissenschaften.
Politische Medieninhalte werden als das Ergebnis von Interaktionsprozessen verstanden, die im Rahmen von Strukturen der Politik wie der Medien zwischen politischen und medialen Akteuren stattfinden.
Dabei wird der Mesoebene der Organisationen wie der Makroebene der Gesellschaft besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da politische Kommunikation in erster Linie eine organisierte Form der Kommunikation ist, sowohl auf Seiten der Politik wie auch auf Seiten der Medien.
Gegenüber der zweiten Auflage wurde das Lehrbuch grundlegend aktualisiert, gestrafft und neu strukturiert.
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Freitag, 24. Mai 2013
Einstweilen wird es Mittag
Einstweilen wird es Mittag
Karin Brandauer (Regisseur)
Karin Brandauer (Regisseur)
Karin Brandauers Film basiert auf der berühmten soziologischen Studie
'Die Arbeitslosen von Marienthal'. Einstweilen wird es Mittag ist ein österreichischer Fernsehfilm aus dem Jahr 1988.
Wie 'Teilnehmer an einer Expedition
ins Unbekannte' fühlen sich 1932 die jungen Wissenschaftler beim
Verlassen des Psychologischen Instituts der Wiener Universität, als sie
nach Weissenberg, einem Industriedorf, aufbrechen.
Sie sind voller
Begeisterung für die Wissenschaft. Sie vertrauen auf ihre Objektivität.
Sie glauben an ihre Funktion bei der Verbesserung der Welt. In
Weissenberg ist die Textilfabrik in Konkurs gegangen. Sie war der
wichtigste Arbeitgeber. Die Lebenssituation der arbeitslos Gewordenen
verändert sich.
Gewissenhaft notieren die Sozialforscher das Verhalten
der Menschen. Doch vor Ort sehen sie sich weniger
erkenntnistheoretischen Deduktionen als sozialen Problemen gegenüber.
Die Solidarität unter den Arbeitslosen zerbricht, als Arbeitskräfte zum
Abbruch der Fabrik gesucht werden; die Wissenschaftler verlassen ihre
Objektivität.
Es ist der Versuch, gleichzeitig zu beobachten und zu
helfen, doch das Ergebnis ist fraglich. Immer mehr greift völkischer
Geist auf das kleine Dorf über ...
Für die Filmfassung wurden die realen Namen der Beteiligten geändert, die hier als Ruth Weiss (Walser), Robert Bergheim (Brieger), Kurt Schrader (Nikolussi) und Philipp Strauss (Suske) firmieren.
An zahlreichen Schulen und Universitäten dient Brandauers Film mittlerweile als beliebtes audiovisuelles Unterrichtsmaterial.
Der Filmtitel ist ein Zitat aus einem in Die Arbeitslosen von Marienthal abgedruckten Zeitverwendungsboge. Diese Bögen wurden von den Forschern an die Arbeitslosen ausgeben, damit sie darin für jede Stunde des Tages ihre jeweiligen Aktivitäten notieren.
Einer der Männer trug für die Stunde von 10 bis 11 Uhr den Satz ein „einstweilen wird es Mittag“.
Siehe auch: Die Arbeitslosen von Marienthal
http://bilgungwissen.blogspot.co.at/2013/05/die-arbeitslosen-von-marienthal.html
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Samstag, 23. Juni 2012
Masse und Macht
Masse und Macht [Broschiert]Elias Canetti (Autor)
Mit seinem sozialwissenschaftlich-philosophischen Essay Masse und Macht
wollte Elias Canetti zum Verständnis der politischen, sozialen und
kulturellen Umwälzungen im Europa des 20. Jahrhunderts beitragen.
Inhalt:
Canetti bietet eine systematische Darstellung der Masse als Phänomen
mitsamt ihrer verschiedenen Ausprägungen und Funktionsweisen.
Dabei analysiert er – scheinbar wertfrei – eine Reihe von Beispielen des Massenverhaltens aus primitiven und modernen Gesellschaften.
Das Faszinierende und gleichzeitig Beunruhigende an der Vorgehensweise des Autors ist, dass er die Masse nicht in erster Linie als Instrument der politischen Macht oder Abart des menschlichen Verhaltens darstellt, sondern als eigene Existenzform, die irgendwo zwischen Vernunftmensch und Gesellschaft lauert und potenziell überall (beim Sport, im Theater, im Gottesdienst oder im Krieg) ihr auf Handlungstrieben basierendes Unwesen treibt.
Dadurch zeichnet sich Masse und Macht als hervorragende soziologische Studie, aber auch politisches Werk aus.
Dabei analysiert er – scheinbar wertfrei – eine Reihe von Beispielen des Massenverhaltens aus primitiven und modernen Gesellschaften.
Das Faszinierende und gleichzeitig Beunruhigende an der Vorgehensweise des Autors ist, dass er die Masse nicht in erster Linie als Instrument der politischen Macht oder Abart des menschlichen Verhaltens darstellt, sondern als eigene Existenzform, die irgendwo zwischen Vernunftmensch und Gesellschaft lauert und potenziell überall (beim Sport, im Theater, im Gottesdienst oder im Krieg) ihr auf Handlungstrieben basierendes Unwesen treibt.
Dadurch zeichnet sich Masse und Macht als hervorragende soziologische Studie, aber auch politisches Werk aus.
Aufbau:
Dem Werk liegt eine lose, sehr eigenwillige Struktur zu Grunde, die bereits im Titel angedeutet wird.
So sind die ersten sechs Kapitel der Masse, die letzten vier der Macht gewidmet. Sie behandeln Hauptmerkmale dieser beiden Begriffe wie Masse und Geschichte oder Elemente der Macht und sind wiederum in Unterpunkte unterteilt, in denen Canetti Entstehungsphasen (»Rhythmus«, »Stockung«) und Symbole (»Feuer«, »Fluss«, »Wald«, »Schatz«) der Macht darstellt, eine Kategorisierung vornimmt (»Die Jagdmeute«; »Die Kriegsmeute«; »Die Klagemeute« usw.) oder Beispiele aufführt.
Canetti leitet die starke Anziehungskraft der Masse tiefenpsychologisch von der Angst des Menschen vor der »Berührung durch Fremdes« ab, eine Angst, die der Mensch nur durch seine Integration in die Masse überwinden könne.
Canetti verzichtet weitgehend auf wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der
Fachliteratur. Stattdessen schreibt er, was er denkt, gelesen und selbst
erlebt hat.
- Was ist Masse?
- Worin liegt ihre Faszination?
- Unterliegt sie bestimmten Gesetzmäßigkeiten?
- Was ist Masse?
- Worin liegt ihre Faszination?
- Unterliegt sie bestimmten Gesetzmäßigkeiten?
Elias Canetti ist ein großer Stilist. Sein Worte und Sätze sollen und
werden überdauern, wenn andere nicht mehr sind. Viele Jahre hat er an
diesem Thema gearbeitet und die anthropologischen Konstanten der Masse
sorgsam wie kühn abstrahierend herausgearbeitet.
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