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Sonntag, 24. Mai 2015

Wir sind der Staat; warum Volk sein nicht genügt !!!





Wir sind der Staat!:
Warum Volk sein nicht genügt

Gebundene Ausgabe – von Daniela Dahn  (Autor)

Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, heißt es im Grundgesetz – aber sie kehrt nie zu ihm zurück.
Wie auch, sie ist ja längst in den Händen des Big Business.
 - Kaum jemand nimmt den Politikern, die wir wählen, noch ab, dass sie Banken und Konzernen wirklich Grenzen setzen können.
 - Immer weniger Menschen glauben an die Kraft der Demokratien, Freiheit und Wohlstand für alle zu organisieren statt für immer weniger.
 - Der soziale Friede ist selbst in Europa längst brüchig geworden.
 - Die Berichte und Analysen zur Lage werden von Jahr zu Jahr bitterer und radikaler.

Aber wenn es darum geht, die Konsequenzen daraus zu ziehen, verstummen die Debatten schnell. Die Politik muss wieder das Primat über die Wirtschaft gewinnen – aber wie? Die Bürger, mit und ohne Wut, müssen wieder mehr selbst entscheiden – aber wie? Wer wirklich etwas ändern will, so die streitbare Schriftstellerin, muss sich zunächst einigen unbequemen, aber unvermeidlichen Einsichten stellen.
Darum geht es in diesem Buch: Daniela Dahn deckt tiefgreifende Blockaden auf, die den Staat daran hindern, die Dauerkrise zu lösen und sich in Freiheit weiterzuentwickeln – in ein Gemeinwesen, dessen Gesetze das Wohl aller in den Vordergrund stellen und nicht das Privateigentum, in dem die Allmacht der Parteien beendet wird. Einen Staat, der nicht mehr herrscht, wo er dienen sollte, und in dem die Bürger ihre wichtigen Angelegenheiten selbst in die Hand nehmen. Und sie macht konkrete Vorschläge, wie wir dahin gelangen können – in Deutschland, Europa und, wer weiß, darüber hinaus.

































Die Mauer muß fallen. Eine Mauer, die seit der Antike für das größte marktbeherrschende Eigentumsrecht, das Privateigentum an Produktionsmitteln, vor dem Zugriff des Volkes zu schützen hat. Es ist eine Mauer um das Big Business, wie man in den USA sagt. Ein Schutzwall, der im Laufe der Jahrhunderte immer wieder durch Volksrevolutionen unter Beschuss geriet und sich doch noch hält, durchlöchert zwar, aber immerhin. Angeblich unzerstörbar…


Die neueste Kanonade gegen diese Mauer um das Reich der Kapitalmächtigen und der Politiker herum hat keine geringere losgelassen als Daniela Dahn, die Autorin von „Wehe dem Sieger“, zu DDR-Zeiten u.a. Gründungsmitglied des „Demokratischen Aufbruchs“. Ihre neueste Denkschrift: „Wir sind der Staat“. Die Autorin stellt darin „die morsch gewordenen Grundstützen des bürgerlichen Staates in Frage.“ Es gehe allerdings nicht um eine Schwächung des Staates, „sondern um seine stärkere demokratische Legitimierung“. (S. 107)

Mit scharfer Zunge geißelt sie den Kapitalismus mit einer erstaunlich analytischen Tiefgründigkeit. 

Auf 176 Seiten spannt sie den Bogen von der Antike, dem Römischen Recht, bis in die Gegenwart und in die Zukunft. Zum geistigen Genuss der deutschen Aktivbürger, die laut Forsa zu 84 Prozent gegen Privatisierungen sind. (S. 67). Bürger, die gegen Fluglärm, gegen Atomlager, gegen Stuttgart 21, gegen Drohnen, gegen Bundeswehreinsätze im Ausland, gegen Arbeitslosigkeit, gegen die Verdummung durch die Medien zunehmend energisch ihre Stimme erheben.


Gustav Heinemann klagte in den 50er Jahren nach seinem Austritt aus der CDU: „Sieht man denn wirklich nicht, dass die dominierende Weltanschauung (…) aus drei Sätzen besteht: viel verdienen, Soldaten, die das verteidigen, und Kirchen, die beides segnen.“
Für die sich für das Wirtschaftswunder Abrackernden war das schließlich, so Daniela Dahn, eine Luftnummer letztlich ohne Netz. (S. 57) 



Das Defizit im System liege in der Allmacht der Besitzenden, in deren Einfluss auf die Politik im Interesse des weiteren Wachstums. In der unechten Demokratie, in der das Volk in Grundsatzentscheidungen überhaupt nicht einbezogen werde.
„Demokratie und Freiheit“ als Aushängeschild einer untergehenden Gesllschaft, die nach dem Kollaps des Weltsozialismus nunmehr unverblümt einst soziale Fortschritte in Frage stellt.



Der Vordenkerin Daniela Dahn sei gedankt für ihren Mut, für ihre aufklärerische Kraft, geistigen Widerstand zu leisten, für ihre klare Sprache, für ihre tiefe Menschlichkeit.

Ja, es bleibt dabei, Unruhe stiften, „subversiv“ sein mit friedlichen Mitteln ist eine Ehre. Die alte Mauer zwischen Oben und Unten, zwischen Arm und Reich, zwischen Kapital und Arbeit muss weg! Wer winkt da ab?
Lassen wir noch einmal Jean-Jacques Rousseau zu Wort kommen: „Ich besitze nicht die Kunst, für jemand klar zu sein, der nicht aufmerksam sein will.“ (S. 21) 

Cleo Schreiber

Donnerstag, 12. September 2013

BOTTLED LIFE - Wem gehört das Wasser?





siehe weiters HIER !


BOTTLED LIFE - Wem gehört das Wasser?

Hierzulande müssen wir nur den Hahn aufdrehen und verfügen jederzeit über bestes Trinkwasser. Warum zahlen wir dennoch viel Geld für diese lebensnotwendige Ressource?

„Bottled Life“ deckt auf, wie Konzerne den Menschen ihr eigenes Wasser als teures Lifestyleprodukt verkaufen, indem sie sich weltweit den Zugriff auf wertvolle Quellen sichern. 
Journalist Res Gehriger verfolgt die Spur von Nestlé und lässt uns tief blicken in die Strategien eines der mächtigsten Akteure im Milliardengeschäft mit dem Flaschenwasser.


Gegen die Privatisierung der Wasserversorgung kämpft aktuell das bisher größte europäische Bürgerbegehren right2water. Zeitgleich zum Kinostart im September 2013 werden mehr als eine Millionen Unterschriften der Protestbewegung an die deutschen Behörden übergeben.


„Beklemmende und in keiner Weise verwässerte Analyse“ SonntagsZeitung

„Die stille Katastrophe – der Verteilkampf um das kostbare Gut Wasser wird stärker“ Tageswoche

„Der falsche Film zur falschen Zeit, sagte ein Nestlé-Mann zu Gehriger. Das Gegenteil ist der Fall“ Ensuite


Herbert-Quandt-Medienpreis 2013
Bester Dokumentarfilm, GreenMe Festival Berlin 2013
Nominierung Prix De Soleure, Solothurner Filmtage 2012
Gewinner Kamera Alpin Gold, 24. Filmfestival Graz 2012
Silver Plaque, 49. Chicago International Film Festival

Kinostart Deutschland: 12. September 2013









Dienstag, 20. März 2012

Neokonservatismus in der Sozialdemokratie?


Peter Kratz: Rechte Genossen
Neokonservatismus in der SPD

Elefanten Press Verlag Berlin 1995, 326 Seiten
Das Buch kann hier unter Inhalt
kostenlos kapitelweise abgerufen werden.
© 1999 Copyright by Peter Kratz.
Jede kommerzielle Verwendung dieser Internet-Ausgabe unterliegt dem Urheberrecht.

Inhalt:

Projekt M
Modernisierung und Imperialismus
im Interesse der Konzerne Ökologische und soziale Demagogie Futuristische Mobilmachung

Krisensozialismus und Sozialpatriotismus

Formierung der Gemeinschaft gegen das Individuum

Generalpläne gegen die Mehrheit Deregulierung gegen demokratische Rechte Dienstmädchen und Subbotnik "Formierte Gesellschaft" "Kriegssozialismus" seit 1914 "Sozialpatriotismus" 1994

"Winning Culture"

Peter Glotz als Pate des Neokonservatismus in der SPD

Untergang des Abendlandes Ethnopluralismus und nationale Identität Die Zeitschrift »Die Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte« Von »Mitteleuropa« über »Zwischeneuropa« zu »Kemeuropa«
"Es lebe Deutschland!"
Nationalrevolutionäre Agitation im Zentrum der SPD

Wiedervereiniger der 80er Jahre Hofgeismarkreis der Jungsozialisten Antifaschisten unter Beschuß
Vom August '14 zum November '89 und immer weiter:
Volks-Gemeinschaft oder freie Gesellschaft

Zusammenwachsen in deutscher Pflicht

Sonderbewußtsein gegen gleiche Rechte Weniger Demokratie durchsetzen
Anmerkungen (jeweils in den Kapiteln abrufbar)
Personenregister

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