Paul Levi. Ein demokratischer Sozialist in der Weimarer Republik [Broschiert]
Leseprobe:

Olof Palme - Vor uns liegen wunderbare Tage: Die Biographie
Henrik Berggren (Autor), Paul Berf (Übersetzer), Susanne Dahmann (Übersetzer)
Henrik Berggren, Jahrgang 1957, ist Historiker und Journalist. Er arbeitet als Leitender Redakteur bei der schwedischen Zeitung Dagens Nyheter.
Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, KjellWestö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.
Das Buch beschreibt das Leben eines "aristokratischen Radikalen", der in einer wohlhabenden Familie mit Dienstboten aufwuchs und später zu einem Arbeiterführer wurde, "der dem schwedischen Bürgertum Angst einjagen sollte".
Berggren porträtiert den Sozialreformer, den Dritte-Welt-Aktivisten und, was kaum wahrgenommen wurde, den vielleicht bedeutendsten Frauenrechtler Europas."
Das monumentale Werk ist ein Buch für Liebhaber des nördlichen Nachbarlandes ebenso wie für Verehrer einer Sozialdemokratie längst vergangener Tage.Olof Palme war ein Mann der Widersprüche: Ein Aristokrat, der Sozialist wurde.Ähnlich wie Willy Brandt war auch bei Olof Palme die Nähe zu den Kunstschaffenden, Autoren, Filmemachern zu erkennen, getreu der Erkenntnis, dass der Geist eines modernen, Einfluss nehmenden Menschen ein mehr an Bildung und innerer Entfaltung benötigt als nur politische Schlagfertigkeit oder wirtschaftliche Kompetenz.
Überzeugend geschrieben und akribisch recherchiert gelingt Henrik Berggren zum einen die Darstellung eines außergewöhnlichen Menschen und Politikers, seiner Vision eines modernen Staates und der vielen Einflüsse, die ihn geprägt haben. Zum andern setzt Berggren den Geist einer ganzen Zeit wieder in den Mittelpunkt des Blickes und lässt fassbar werden, wie sehr das Wort und die Idee zu Zeiten weltgestaltend waren (und weiterhin sein könnten). Ein herausragendes Buch.

Risse in der Zeit: Ein Leben zwischen Ost und West [Gebundene Ausgabe]
Cornelius Weiss (Autor)
Trotz oder gerade wegen aller Risse in seinem Leben blieb der Professor für Theoretische Chemie und ehemalige Rektor der Universität Leipzig (1991 - 1997) ein religiöser Sozialist, einer, der als Alterspräsident des Sächsischen Landtages 2004 für bundesweites Interesse sorgte, als er sich intensiv mit der Ideologie der ins Parlament eingezogenen NPD auseineindersetzte. Der damals 71-Jährige beendete die Eröffnungsrede mit einer Kampfansage an "alle Feinde der Demokratie".
Einundzwanzig Gramm Radium. Der deutsche Atomphysiker Carl Friedrich Weiss trägt sie bei sich, ihr Wert: rund 15 Millionen Dollar. Er soll das Radium sicher auf den Obersalzberg schaffen. Zu kostbar ist das Gut, das man zur Herstellung von Atombomben braucht.
Cornelius Weiss beginnt seine Autobiographie mit der dramatischen Geschichte seines Vaters, der am Ende des Zweiten Weltkriegs das Radium vor den Nazis versteckt und es schließlich den Alliierten übergibt.
Cornelius Weiss wurde am 14. März 1933 acht Tage vor der Machtübergabe an die Nazis geboren.
Dieses Buch erzählt eine fesselnde und nahezu unbekannte Geschichte über Wissenschaft im Dritten Reich, in der Sowjetunion und in der DDR – und über den demokratischen Umbruch ab 1989. Und es ist zugleich eine Familienchronik der besonderen Art.
Gelebte Geschichte
Jedem und jeder, die sich auch nur ansatzweise für die deutsche Geschichte von Nazideutschland bis heute interessieren, kann das Buch Risse in der Zeit nur wärmstems empfohlen werden. Es bietet in seiner persönlichen Sicht einen zutiefst humanistischen Blick auf unsere Gesellschaft.