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Sonntag, 12. August 2012

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft:

Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft: 
Antisemitismus. Imperialismus. Totale Herrschaft [Taschenbuch]

Hannah Arendt
(Autor)


Unter dem Eindruck des Holocaust, der nationalsozialistischen Vernichtung des europäischen Judentums, hat Hannah Arendt mit 'Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft' - zuerst 1951 in New York erschienen, in deutscher Übersetzung 1955 - zugleich eine Geschichte und eine Theorie des Totalitarismus geschrieben.

Hier hat sie "die allgemein gültige Vorstellung vom monolithischen Charakter des Dritten Reiches erschüttert und auf die eigentümliche Strukturlosigkeit totaler Regierungen hingewiesen.
Hannah Arendt analysiert den Nationalsozialismus und den Stalinismus als verwandte Herrschaftstypen und als Folgeerscheinungen von Antisemitismus und Imperialismus."




Freitag, 20. Juli 2012

Weltordnungskrieg

Weltordnungskrieg:
Das Ende der Souveränität und die Wandlungen des Imperialismus im Zeitalter der Globalisierung [Taschenbuch]

Robert Kurz


Robert Kurz ist am 19.Juli 2012 an den Folgen einer Nierenoperation gestorben. Mit 68 Jahren, viel zu früh.
Er war maßgeblicher Mitbegründer der Wertkritik.
Mit der Gruppe Krisis und später der Gruppe Exit! entwickelte er eine vehemente Kritik an den Grundformen der kapitalistischen Gesellschaft: Arbeit, Ware, Wert, Geld.

Dem Traditionsmarxismus warf er eine verkürzte Analyse und Kritik vor, die nur auf die Ebene der Verteilung des Reichtums abzielt, aber Form und Zustandekommen dieses Reichtums außen vor lässt.



Die Krise des Weltsystems und die neue Begriffslosigkeit.
Soweit in einer Zeit, in der das herrschende System keiner Legitimation mehr zu bedürfen scheint, überhaupt noch reflexiv gedacht wird, wirkt dieses Denken merkwürdig anachronistisch. Das gilt nicht nur für den aktuellen Inhalt, sondern auch für die Kategorien selbst, in denen dieser Inhalt sich darstellt. 

Wie es in wachsendem Umfang neue und schreiende soziale Gegensätze gibt, die sich aber nicht mehr mit eindeutigen soziologischen Modellen oder Klassenbegriffen erklären lassen, ebenso sind neue globale Wirtschaftskonflikte, Kulturkämpfe und Kriege zu beobachten, die nicht mehr in den bisherigen Begriffen der Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik beschrieben werden können.

So stellt man einerseits einen Bedeutungsverlust der Politik und einen Souveränitätsschwund der Staaten fest, drückt diese empirischen Erscheinungen andererseits gleichwohl immer noch in herkömmlichen Begriffen der Politik und der staatlichen Beziehungen aus.
Damit hängt zusammen, dass eine Orientierung, soweit sie überhaupt noch versucht wird, vornehmlich rückwärtsgewandt ist, nämlich als Hoffnung auf und Konzeptheckerei für irgendeine „Wiedergewinnung des Politischen“; und auch deswegen erweist sich die Sichtweise des Neuen als phänomenologisch beschränkt, während der Begriffsapparat der alte bleibt und krampfhaft festgehalten wird.
Das zeigt sich nicht zuletzt auf der Ebene der internationalen oder zwischenstaatlichen Verhältnisse, wenn ebenso vollmundig wie unangemessen von einer „Weltinnenpolitik“ die Rede ist.

Solange der Kalte Krieg als Systemkonflikt zwischen zwei ungleichzeitigen Erscheinungsformen bzw. Entwicklungsstufen des modernen warenproduzierenden Systems tobte, überlagerte er ein tiefer liegendes Problem, das auf diese Weise verborgen blieb.
Unter der Oberfläche des Kalten Krieges bildete sich eine globale prozessierende Krisenstruktur aus, die mit dem Zusammenbruch des Staatskapitalismus schlagartig ans Licht trat, jedoch unter dem Eindruck der Nachkriegsgeschichte nur ideologisch verzerrt wahrgenommen werden konnte.

Was als „Sieg“ des westlichen Kapitalismus erschien, entpuppte sich im Verlauf der 90er Jahre als irreversibler sozialökonomischer Zusammenbruch zunächst von großen Teilen der Peripherie des Weltmarkts.
Im Zentrum dieses Krisenprozesses steht das Abschmelzen der reellen (real Wert bildenden) kapitalistischen Arbeitssubstanz durch die dritte industrielle Revolution, die zunehmende „Ausbeutungsunfähigkeit“ des Kapitals aufgrund seiner eigenen technologischen Produktivitätsstandards und damit die Entsubstantialisierung des Geldes (Entkoppelung der Finanzmärkte von der Realökonomie).

Die Weltherrscher des Kapitals begreifen ihre eigene Welt nicht mehr.

Um das scheinbar Unbegreifliche dennoch begreifen zu können, ist es notwendig, in krassem Gegensatz zur pragmatischen Ideologie der herrschenden Funktionseliten, die heute in Wahrheit nur noch den totalitären Anspruch der Ökonomie an der Welt exekutieren, den ganz und gar nicht modischen Standpunkt radikaler Distanz und Kritik einzunehmen.

Erst aus dieser Position ist es möglich, die Zersetzungs- und Selbstzerstörungsprozesse des Weltsystems als solche zu erkennen, die Zusammenhänge in ihrer historischen Dimension aufzurollen und gleichzeitig als aktuell erscheinende Grenze der kapitalistischen Dynamik zu dokumentieren.


Bekanntestes Werk von Robert Kurz ist das Schwarzbuch Kapitalismus. Das neue Buch Geld ohne Wert. Grundrisse zu einer Transformation der Kritik der politischen Ökonomie soll posthum im Horlemann-Verlag erscheinen.


Freitag, 13. Juli 2012

Was bedeutet Imperialismus? Gehört der Begriff nicht in die ideologische Rumpelkammer?



Imperialismus [Broschiert]
Frank Deppe
, David Salomon , Ingar Solty (Autor)


Frank Deppe -1941. Professor für Politikwissenschaften in Marburg. Arbeitsschwerpunkte: Politische Theorie, soziale Bewegungen, europäische Integration. Zahlreiche Veröffentlichungen.David Salomon, Dr. phil., 1979, Politikwissenschaftler, vertritt derzeit die Professur für "Didaktik der Sozialwissenschaften" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main.  


- Was bedeutet Imperialismus?
- Gehört der Begriff nicht in die ideologische Rumpelkammer?
- Oder trifft er etwa auch heute noch zu?

Die Autoren verstehen den modernen Imperialismus als ein »Kernelement der globalen Reproduktion des Kapitalismus« und zeigen, dass sich aus diesem ökonomisch begründeten Ansatz schlüssige Einsichten auch in gegenwärtige weltwirtschaftliche und -politische Abläufe ergeben.

Im ersten Teil führen sie in die wichtigsten »klassischen« Imperialismustheorien ein.
Nachdem sie mit J. A. Hobson, Rudolf Hilferding, Max Weber, Joseph Schumpeter und Karl Kautsky bekannt gemacht haben, stellen sie ausführlich die Überlegungen von W. I. Lenin und Rosa Luxemburg dar und befragen sie nach ihrer aktuellen Brauchbarkeit.
Dabei diskutieren sie am Beispiel Hardt / Negri auch Positionen, die derzeit virulent sind.

Im zweiten Teil befassen sie sich mit der Geschichte seit den 1930ern: Der Weg in den Zweiten Weltkrieg, Kalter Krieg, US-amerikanische Hegemonie und ihre Erschütterungen in der unmittelbaren Gegenwart.









Dienstag, 20. März 2012

Neokonservatismus in der Sozialdemokratie?


Peter Kratz: Rechte Genossen
Neokonservatismus in der SPD

Elefanten Press Verlag Berlin 1995, 326 Seiten
Das Buch kann hier unter Inhalt
kostenlos kapitelweise abgerufen werden.
© 1999 Copyright by Peter Kratz.
Jede kommerzielle Verwendung dieser Internet-Ausgabe unterliegt dem Urheberrecht.

Inhalt:

Projekt M
Modernisierung und Imperialismus
im Interesse der Konzerne Ökologische und soziale Demagogie Futuristische Mobilmachung

Krisensozialismus und Sozialpatriotismus

Formierung der Gemeinschaft gegen das Individuum

Generalpläne gegen die Mehrheit Deregulierung gegen demokratische Rechte Dienstmädchen und Subbotnik "Formierte Gesellschaft" "Kriegssozialismus" seit 1914 "Sozialpatriotismus" 1994

"Winning Culture"

Peter Glotz als Pate des Neokonservatismus in der SPD

Untergang des Abendlandes Ethnopluralismus und nationale Identität Die Zeitschrift »Die Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte« Von »Mitteleuropa« über »Zwischeneuropa« zu »Kemeuropa«
"Es lebe Deutschland!"
Nationalrevolutionäre Agitation im Zentrum der SPD

Wiedervereiniger der 80er Jahre Hofgeismarkreis der Jungsozialisten Antifaschisten unter Beschuß
Vom August '14 zum November '89 und immer weiter:
Volks-Gemeinschaft oder freie Gesellschaft

Zusammenwachsen in deutscher Pflicht

Sonderbewußtsein gegen gleiche Rechte Weniger Demokratie durchsetzen
Anmerkungen (jeweils in den Kapiteln abrufbar)
Personenregister

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