Sonntag, 9. Dezember 2012

Was heißt hier arm? - Das Hosentaschen-Buch der Armutskonferenz






Armut bedeutet immer einen Mangel an Möglichkeiten.Wer von Armut betroffen ist, hat ein geringes Einkommen, schlechte Bildungschancen, ist häufiger krank und kann am gesellschaftlichen Leben nur eingeschränkt teilnehmen. 







Fragen und Antworten zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung im "Pixi-Buch-Format"

Das erste"Hosentasch-Buch" der Armutskonferenz
Im "Europäischen Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung" entstand in Auseinandersetzung mit den zentralen Erkentnissen der 8.Armutskonferenz die Idee, zur Verbreitung dieser Ergebnisse, sowie grundlegender Antworten zum Thema Armut eine neue Broschüre zu gestalten. 

Aus der Idee wurde ein Hosentaschen Büchlein mit kurzen Antworten auf kritische Fragen zu Armut. Das Buch im praktischen „Pixi-Format“ steht als PDF zum Download zur Verfügung und wird bei Veranstaltungen verteilt. 

Für die Beantwortung weiterer Fragen, die bei oder nach der Lektüre des Büchleins auftauchen, wurde auf unserer Website zusätzlich ein Bereich für  FAQs  (Frequently Asked Questions) eingerichtet.


Das "Hosentaschen-Buch " als Download (PDF)


Heisenberg, Hahn, Weizsäcker und die deutsche Atom-Bombe






Die Nacht der Physiker: Heisenberg, Hahn, Weizsäcker und die deutsche Bombe [Gebundene Ausgabe]Richard von Schirach 

 
Richard von Schirach, geboren 1942 in München, ist Sinologe und lebt am Walchensee. Seine Autobiographie "Der Schatten meines Vaters" erschien 2005 im Hanser Verlag. 


Die unter dem Titel "Ich war Kaiser von China" erschienene Autobiographie des letzten chinesischen Kaisers Pu Yi, von Bernardo Bertolucci als "The Last Emperor" verfilmt, hat er für die deutschsprachige Ausgabe herausgegeben und, zusammen mit Mulan Lehner, aus dem Chinesischen übersetzt.


Im Frühjahr 1945 verhafteten die Amerikaner die deutsche Physiker-Elite um Heisenberg, Hahn und Weizsäcker und internierten sie auf einem englischen Landsitz. 
Dort erfuhren die Wissenschaftler vom Abwurf der Hiroshima-Bombe. Neben der globalen Katastrophe war dies auch eine persönliche Niederlage, denn bis dahin waren die Forscher überzeugt, dass nur sie das Geheimnis der Kernspaltung kannten. 

Spannend wie einen Thriller erzählt Richard von Schirach, wie es kam, dass Nazi-Deutschland am Ende in einem süddeutschen Weinkeller fast noch in den Besitz einer Uranbombe gekommen wäre. 
Er erzählt von Superstars, die nach Weltformeln suchten und sich in beiden Weltkriegen in deutsche Kriegsverbrechen verstricken ließen. 

Ein Drama von Genialität, Hybris, Naivität und Schuld, wie es sich nur in Deutschland zutragen konnte. Richard von Schirach ist als Autor dafür berufen wie wenige.






Samstag, 8. Dezember 2012

Willy Brandt & Helmut Schmidt: Geschichte einer schwierigen Freundschaft






Willy Brandt und Helmut Schmidt: Geschichte einer schwierigen Freundschaft [Gebundene Ausgabe]
Gunter Hofmann  


Gunter Hofmann, Jahrgang 1942, hat Politische Wissenschaften, Philosophie und Soziologie studiert, zunächst für die Stuttgarter Zeitung, seit 1977 für die Zeit als Korrespondent in Bonn gearbeitet, dann viele Jahre das Berliner Büro der Zeit geleitet.

Hofmann führt aus: Beide Kanzler hätten erkannt, was sie nicht waren, und in dem jeweils anderen jene Stärken gesehen, die sie selbst nicht verkörperten. Anfangs von ihnen selbst kaum bemerkt, hätten sie im Selbstverständigungsprozess der Bundesrepublik eine Schlüsselrolle übernommen. 
Es sind solche klugen Sätze, die Hofmanns kenntnisreich, stilistisch brillantes Buch für den Leser zu einem Genuss machen." - Conrad Lay


Gunter Hofmann, langjähriger Chefkorrespondent der "ZEIT", schildert die faszinierende Beziehung zwischen zwei berühmten Deutschen, die gegensätzlicher kaum hätten sein können. 
Seine intime Kenntnis der Akteure und Ereignisse, sein feines Gespür für die seelischen Konstellationen und nicht zuletzt sein glänzender Stil machen dieses Buch über zwei Weggefährten, Kanzler und Rivalen zu einer spannenden Lektüre. 

Der eine war im Exil gegen Hitler, der andere Wehrmachtssoldat. 
Der eine war Minderheitsdeutscher, der andere stand für die Mehrheit. 

Wenig passte zusammen in diesen Leben von Willy Brandt und Helmut Schmidt. Und dennoch, sie fanden einen Grundkonsens, der erst im hochdramatischen Streit um die "Nachrüstung" erschüttert wurde. 
Vielleicht gerade weil ihre Freundschaft so schwierig war, wurden zwei derart außergewöhnliche Kanzlerschaften daraus.











Bertolt Brecht - Lebenskunst in finsteren Zeiten







Bertolt Brecht - Lebenskunst in finsteren Zeiten: Biografie [Gebundene Ausgabe]
Jan Knopf  




Jan Knopf, 1944 geboren, ist Professor für Literaturwissenschaft am KIT Karlsruhe und Leiter der dortigen Arbeitsstelle Bertolt Brecht (ABB). 
Neben Büchern über Johann Peter Hebel, Friedrich Dürrenmatt u.a. ist er Herausgeber des Brecht-Handbuchs und Mitherausgeber der Großen kommentierten Berliner und Frankfurter Ausgabe der Werke Brechts.



Das Leben des Bertolt Brecht - neu erzählt als die Geschichte eines kritischen Intellektuellen, der sich und sein Werk gegen politische Hindernisse und zwei Weltkriege durchsetzte und der zwischen die ideologischen Stühle geriet. 


Als erster nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung nimmt Jan Knopf den charismatischen und schwierigen Menschen, den genialen und zerrissenen Künstler in den Blick, der nach sensationellen Erfolgen in den Zwanzigerjahren ins Exil gehen musste und nach dem Scheitern in Hollywood mit dem (Ost-)Berliner Ensemble erneut Triumphe feierte. 

Farbig und lebendig schildert Knopf Brechts Lebensumstände und -geschichte, seine Freundschaften und seine Liebesverhältnisse, mit denen die Geschichte seiner Werke stets aufs engste verflochten ist.






Mittwoch, 5. Dezember 2012

Die Linke - eine gescheiterte Partei?





Die Linke - eine gescheiterte Partei? [Gebundene Ausgabe]Eckhard Jesse Jürgen P. Lang  



Eckhard Jesse: Jahrgang 1948, Dr. phil. habil., seit 1993 Professor für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Chemnitz (Lehrstuhl für "Politische Systeme, politische Institutionen"); seit 1989 Herausgeber des Jahrbuchs Extremismus und Demokratie (mit Uwe Backes); zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. zur Demokratie der Bundesrepublik Deutschland, zu Totalitarismus im 20. Jahrhundert und Extremismus in der Bundesrepublik.

Dr. Jürgen P. Lang ist Politikwissenschaftler und Redakteur beim Bayerischen Fernsehen.


Mit der Übernahme der WASG um Oskar Lafontaine als Agitator scheinen die Postkommunisten der PDS auch im Westen Fuß zu fassen. 

In einem fluiden Fünfparteiensystem bringt DIE LINKE gewohnte Konstellationen durcheinander. Sie will das herkömmliche Parteiensystem Deutschlands »aufmischen«. 
Dabei hat DIE LINKE ihren Kurs nicht geklärt. Verschiedene Lager ringen um Einfluss. 
In der LINKEN treffen regierungserfahrene Pragmatiker aus der PDS auf soziale Populisten aus der WASG und extreme Linke aller Couleur. 

Das Buch untersucht u. a. die Geschichte, Erfolge und Misserfolge bei Wahlen, Organisation, Strategie und Programmatik einer keineswegs »normalen« deutschen Partei. Ferner finden sich darin biografische Porträts ihrer führenden Köpfe.





Die Diktatur der Demokraten: Warum ohne Recht kein Staat zu machen ist






Die Diktatur der Demokraten: Warum ohne Recht kein Staat zu machen ist [Broschiert]
Juli Zeh  


Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. 
Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. 

Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). Sie lebt heute in Leipzig.





Demokratieaufbau gehört mittlerweile zu den Standardstrategien, um Länder zu befrieden, deren institutionelle Infrastruktur zerstört ist. Doch bedient sich die Staatengemeinschaft bei der Schaffung demokratischer Strukturen undemokratischer Mittel: 
Die neuen Freiheiten werden den Bürgern durch eine autoritäre Regierungsform nahegebracht, mit einem weitgehend autarken Chef der jeweiligen Mission an der Spitze.

Der Rechtsweg ist dabei ausgeschlossen, wie Juli Zeh anhand der Beispiele Kosovo und Bosnien-Herzegowina zeigt. Dass die Bürger keine Möglichkeit haben, sich gegen Willkürakte zu wehren, stellt allein schon eine Menschenrechtsverletzung dar.

Juli Zeh bestimmt erstmals den Charakter des Übergangsrechts: Als supranationale Rechtsordnung gehört es zur selben Kategorie wie das EU-Recht. 
Somit existieren Erfahrungen und Präzedenzfälle, aus denen mehr Rechtssicherheit für jeden einzelnen Bürger gewonnen werden kann. Weit über juristische Fragen hinaus verhandelt Zeh hier politische Grundsätze: Wenn die Staatengemeinschaft ihre rechtsstaatlichen Ideale verrät, kann Demokratieaufbau nicht gelingen. 

"Meines Erachtens ist es höchste Zeit, das internationale Projekt des state building auf eine rechtliche Grundlage zu stellen. Man kann legitimerweise nicht erwarten, dass Menschen das große Gesellschaftsspiel Demokratie erlernen, wenn der Aufbau der notwendigen Institutionen mit undemokratischen Mitteln erfolgt. Dass immer alles schnell gehen muss, ist hierbei die falsche Prämisse. Demokratie braucht Zeit, und sie funktioniert nur unter rechtsstaatlichen Bedingungen. Dazu gehört zwingend, dass auch und gerade das Handeln der Mächtigen im Land einer gerichtlichen Kontrolle unterliegt."






Soziale Fragen, die aus der Mitte kommen




Wohlstandskonflikte. Soziale Fragen, die aus der Mitte kommen [Gebundene Ausgabe]
Berthold Vogel Berthold Vogel, PD Dr. disc. pol., studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Arbeits- und Sozialrecht und Pädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen und war dort von 1989 bis 2005 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Forschungsinstitut.

Seit Januar 2006 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie Forschungsprojektleiter im Arbeitsbereich »Die Gesellschaft der Bundesrepublik« des Hamburger Instituts für Sozialforschung und lehrt an den Universitäten in Bielefeld, Göttingen und Kassel sowie in St. Gallen und Fribourg (CH). 




Der Autor nutzt vier Perspektiven, um den Zustand einer Gesellschaft zu erkunden, in der soziale Konflikte zunehmend als Statusgefechte um Anrechte auf Wohlstand und um die Pflicht zu dessen Sicherung ausgetragen werden. 

Soziologisch werden soziale und politische Kategorien zur Charakterisierung der Mitte kritisch reflektiert. Zeitdiagnostisch werden das sich wandelnde Verhältnis von Staat und Gesellschaft und der Übergang vom sorgenden zum gewährleistenden Wohlfahrtsstaat beleuchtet.
Konzeptionell wird das Zusammenspiel von politischer Ordnung und sozialökonomischen Prozessen im Hinblick auf die Entstehung von Ungleichheit und Klassen untersucht. Und empirische Forschungsbefunde, zum Beispiel zur Leiharbeit, verdeutlichen, wie weit berufliche und soziale Prekarität bereits in Kernbereiche des Wirtschaftlebens hineinreicht. 


Sichtbar wird eine »nervöse Mittelklasse«, deren Status durch wohlfahrtsstaatliche Reformen entsichert wurde und deren Arbeitsleben an Verbindlichkeit verliert. Facharbeiter bangen um die Früchte früherer Aufstiege, qualifizierte Angestellte fürchten den Verlust erworbener Privilegien.
Doch nicht nur Abstieg und Deklassierung bestimmen das Klima, denn für bestimmte Professionen eröffnen sich auch neue Gelegenheiten, wenn Positionskämpfe in den mittleren Lagen der Gesellschaft markant an Kraft gewinnen. Die Mitte der Gesellschaft zerfällt nicht, sie spaltet sich auf. 


Eingehend befasst sich Berthold Vogel mit dem öffentlichen Dienst und dessen Wandel von einem Ort stabiler Karriereerwartung und materieller Sicherheit zu einem unruhigen Experimentierfeld für »neue Beschäftigungsformen«. 

Dieses Zentrum von Gemeinwohl und Daseinsvorsorge ist zunehmend gefährdet, wenn in den kommunalen Verwaltungen, in der Jugendhilfe oder im Gesundheitswesen Mini-Jobber und Zeitarbeiter die Folgen von Unsicherheit und Armut bewältigen sollen. 
Die Prekarisierung des öffentlichen Dienstes droht die normativen Maßstäbe der gesellschaftlichen Verantwortung zu demontieren. 

Nicht die Dramatisierung sozialer Unterschiede steht im Vordergrund dieses Buches, sondern die Herausforderungen einer in Wohlstandskonflikten verstrickten Gesellschaft. Berthold Vogel zeigt, dass produktive Antworten auf diese Herausforderungen nur dann zu finden sein werden, wenn der Staat weiterhin bereit ist, die gesellschaftlichen Beziehungen aktiv mitzugestalten.







Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte.



Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte.
10 Bände: Schönheit. Wahrheit. Eros. Tod. Krieg. Macht. Gerechtigkeit. Freiheit. Arbeit. Glück [Taschenbuch]
Konrad Paul Liessmann (Hg.)






Dieses Werk gehört in jede Bibliothek!

Was ist Gerechtigkeit? Wie wird Macht legitimiert? Schönheit und Eros – und deren Wandel über die Jahrhunderte? Für welche Werteordnung zog man in den Krieg?

Verständlich geschrieben, auf eine qualifizierte Art professionell und differenziert, dabei aber dünkelfrei. So präsentiert sich diese modern geschriebene Geistesgeschichte westlicher Werteordnung.


Dienstag, 4. Dezember 2012

Mädelsache!: Frauen in der Neonazi-Szene




Mädelsache!: Frauen in der Neonazi-Szene [Broschiert]Andrea Röpke Andreas Speit  


Andrea Röpke: Jahrgang 1965, Politologin und freie Journalistin. Ihr Spezialgebiet: Nationalsozialismus und Rechtsextremismus. 

Neben den diversen Fernsehmagazinen wie Monitor, Spiegel-TV und Panorama wurden ihre aufwendigen Inside-Recherchen im Neonazi-Milieu auch in der Taz, Süddeutsche-Online und in Fachportalen wie Blick nach rechts veröffentlicht. 
2009 erhielt sie den Preis der Lutherstädte »Das unerschrockende Wort« und wurde von der US-Botschaft in Berlin im Rahmen des »International Women of Courage Award« geehrt. Bücher im Ch. Links Verlag: 
»Stille Hilfe für braune Kameraden. Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis« (mit Oliver Schröm), 2001, 
»Braune Kameradschaften. Die neuen Netzwerke der militanten Neonazis« (hg. mit Andreas Speit), 2004, 
»Neonazis in Nadelstreifen. Die NPD auf dem Weg in die Gesellschaft« (hg. mit Andreas Speit), 2008. 


Seit einigen Jahren treten Frauen in der männerdominierten neonazistischen Bewegung zunehmend selbstbewusster auf. 

Sie kandidieren für die NPD, organisieren Demonstrationen, führen Kassenbücher und kümmern sich um die Erziehung des rechten Nachwuchses. 

Vor allem aber sind sie bestrebt, rechtsradikale Politik unter dem Deckmantel von sozialen Themen wie Naturheilkunde, Ökologie, Kindergeld und Hartz IV auf kommunaler Ebene zu verankern. 

Gestützt auf Insiderinformationen geben die beiden ausgewiesenen Kenner des rechtsextremen Milieus Andrea Röpke und Andreas Speit in spannenden Reportagen einen Einblick in das Innenleben dieser Szene. 
Sie schildern, wo völkische »Sippen« bereits Vereine, Elternräte oder Nachbarschaften prägen, fragen, warum Politik und Verfassungsschutzbehörden diesem gefährlichen Treiben tatenlos zuschauen, und zeigen Strategien gegen die rechtsradikale Unterwanderung der Gesellschaft auf.


Salman Rushdie / Joseph Anton: Autobiografie





Joseph Anton: Autobiografie [Gebundene Ausgabe]

Salman Rushdie Bernhard Robben Verena v. Koskull  



Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman »Mitternachtskinder« wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Auszeichnungen, u.a. den Booker Prize, und sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt. 2008 schlug ihn die Queen zum Ritter.


Bernhard Robben, geboren 1955, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Freiburg. Er übersetzt seither aus dem Englischen u. a. Salman Rushdie, Peter Carey, Ian McEwan, Patricia Highsmith, Howard Jacobson und Philip Roth. 2003 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW ausgezeichnet. Er lebt in Brunne/Brandenburg.




Vom Tod bedroht und vogelfrei

Am Valentinstag, dem 14. Februar 1989, erhält Salman Rushdie den Anruf einer BBC-Reporterin und erfährt, dass der Ayatollah Khomeini ihn »zum Tode verurteilt« hat. Zum ersten Mal hört er das Wort »Fatwa«. Sein Vergehen? Einen Roman mit dem Titel »Die satanischen Verse« geschrieben zu haben, dem vorgeworfen wird, sich »gegen den Islam, den Propheten und den Koran« zu richten. 

So beginnt die außergewöhnliche Geschichte eines Schriftstellers, der gezwungen wird, unterzutauchen und in ständiger Begleitung einer bewaffneten Polizeieskorte von Aufenthaltsort zu Aufenthaltsort zu ziehen. Als die Polizei ihn auffordert, sich einen Decknamen zuzulegen, wählt er eine Kombination aus den Vornamen seiner Lieblingsschriftsteller Conrad und Tschechow – Joseph Anton. 

- Was heißt es für einen Schriftsteller und seine Familie, über neun Jahre lang mit einer Morddrohung zu leben? 
- Wie gelingt es ihm, weiter zu schreiben? 
- Wie beginnt und endet für ihn die Liebe? 
- Wie fest hat die Verzweiflung sein Denken und Handeln im Griff, 
- was lässt ihn straucheln, und 
- wie lernt er, Widerstand zu leisten? 

Zum ersten Mal erzählt Salman Rushdie seine beeindruckende Geschichte; es ist die Geschichte eines der entscheidenden Kämpfe unserer Zeit: der Kampf um die Meinungsfreiheit. 
Rushdie erzählt vom teils bitteren, teils komischen Leben unter bewaffnetem Polizeischutz und von den engen Beziehungen, die er zu seinen Beschützern knüpfte; von seinem Ringen um Unterstützung und Verständnis bei Regierungen, Geheimdienstchefs, Verlegern, Journalisten und Schriftstellerkollegen; und davon, wie er seine Freiheit wiedererlangte. 

Ein einzigartig offenes, aufrichtiges Buch: fesselnd, provokant, bewegend und lebenswichtig. Denn das, was Salman Rushdie durchlebt hat, ist der erste Akt eines Dramas, das sich tagtäglich irgendwo auf dieser Welt vollzieht.




PROPAGANDA - Die Kunst der Public Relations







PROPAGANDA
Die Kunst der Public Relations

von Edward Bernays
mit einem neuen Vorwort von Klaus Kocks

Mit seinem Buch Propaganda aus dem Jahr 1928 schuf Edward Bernays (1891-1995) die bis heute gültige Grundlage für modernes Kommunikationsmanagement. Propaganda ist Bernays Hauptwerk. In Propaganda (ein Begriff, den er später selbst in »Public Relations« umbenannte) beschreibt Bernays alle wesentlichen Techniken der Meinungsbeeinflussung wie z. B. den Einsatz von »neutralen Experten«, um eine Aussage glaubhaft erscheinen zu lassen. Für den US-Präsidenten Wilson promotete er den Ersten Weltkrieg, mit den »Fackeln der Freiheit« machte er Zigaretten zum Symbol der weiblichen Emanzipation und brachte die amerikanischen Frauen zum Rauchen. Er arbeitete für Edison und Ford, aber auch für die CIA: Sie alle ließen sich von Bernays ihr Image aufpolieren oder die Marktchancen ihrer Produkte verbessern. Bernays steht in einer Reihe mit den Strategie-Klassikern Machiavelli und Clausewitz. Knapp 80 Jahre nach dem Erscheinen von Propaganda und knapp ein Jahrhundert nach Entstehen der PR-Industrie erscheint dieses Buch erstmals auf Deutsch.



Edward Bernays (1891-1995) gilt als Vater der Public Relations. Bernays machte nicht nur das Werk seines Onkels Sigmund Freud populär, er bediente sich auch bei der Psychoanalyse und entwickelte auf ihrer Basis Methoden zur Steuerung der öffentlichen Meinung. 


In klarer Sprache, frei vom heute selbstverständlichen Branchenvokabular, legt er in Propaganda dar, worin sich Public Relations von Werbung unterscheidet. Er begründet, warum es von elementarer Bedeutung ist, die Meinung der Massen zu steuern – und erklärt an ganz konkreten Beispielen, wie das geht. 

Freimütig berichtet er, wie sich über den gezielten Zugriff auf das Unbewusste Waren verkaufen oder gesellschaftlich unpopuläre Maßnahmen durchsetzen lassen. 
Bernays schafft damit bis heute gültige Grundlagen für Unternehmens- und Regierungskommunikation und steht in einer Reihe mit den Strategie-Klassikern wie Machiavelli und Clausewitz.


Propaganda erklärt, wie man Konsumwünsche weckt oder subtil unpopuläre Ideen durchsetzt - und weshalb versteckte Manipulation es ermöglicht, demokratisch zu regieren.







Montag, 3. Dezember 2012

Warum Demokratie Parteien braucht





Warum Demokratie Parteien braucht [Broschiert]

Eva Maltschnig  





Eva Maltschnig studiert an der Wiener Wirtschaftuniversität Doktorat Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, ist Bloggerin und Aktivistin der Sektion 8. Nicht zuletzt ihre Erfahrungen in der Sektion 8 hat sie jetzt in ein Buch mit dem Titel “Warum Demokratie Parteien braucht” einfließen lassen. 

Auf der Homepage des Czernin Verlags heißt es über das Buch:
Politische Parteien waren schon mal in besserer Form. Korruptionsskandale und Ideenlosigkeit verstärken aktuell die Politiker/-innen- und Politikverachtung, die zwischen Stammtischdunst und Leitartikeln längst zu Hause ist. 

Sind Parteien überhaupt noch zu retten? Denn Parteipolitik tut sich doch heutzutage wirklich niemand mehr freiwillig an. Alte Leute und korrupte Politiker/-innen, die sich selbst zu wichtig nehmen und keine Ahnung vom echten Leben haben – das verbirgt sich der Legende nach hinter den Mauern der Parteilokale. Klar hat diese Legende einen wahren Kern, und darum fühlt sich momentan niemand mehr von irgendwem vertreten.

Wie der Titel nahelegt, stimmt das Buch aber keineswegs in diesen Abgesang auf die Parteipolitik ein. 
Im Gegenteil:
Die in der Sektion 8 am Wiener Alsergrund engagierte Autorin zeigt die andere Seite und damit die Chancen der Demokratie auf. 

Denn es gibt sie: 
Pirat(inn)en, rebellische Rote und Grüne. Die tun sich das an, sie engagieren sich mit Parteien, in Parteien, für Parteien, gerade weil sie sich schlecht vertreten fühlen und etwas verändern wollen. Wer sie als blauäugige Gutmenschen abqualifiziert, soll hier eines Besseren belehrt werden. Dass ihr Bemühen Früchte trägt, beweisen aktuelle Beispiele. Und dringend nötig ist es obendrein, denn gute Parteien sind eine Voraussetzung für funktionierende Demokratien.




Wer mit Eva Maltschnig persönlich über ihr Buch diskutieren möchte, hat dazu bei derBuchvorstellung (PDF) am 6. Dezember 2012, 19:00 Uhr im Bruno Kreisky Forum Gelegennheit dazu.






Eva Maltschnig: 
eine anmerkung zur direkten demokratie: in meiner recherche zum buch war einer der interessantesten bereiche für mich herauszufinden, wie direkte demokratie wirkt. 
die beurteilung des schweizer modells lautet zum beispiel bei den allermeisten: konservierend. direkte demokratie erschwert veränderungen, weil ein “ja” zum status quo leichter fällt, als ein “ja” zu einem umbruch. das ist gut für den naturschutz (“nein zum neuen kraftwerk!”), aber schlecht für den ausbau von sozialen rechten – als zB der schwangerschaftsabbruch in österreich legalisiert wurde, unterschrieben fast 900.000 leute ein volksbegehren gegen die legalisierung. damals war das das erfolgreichste volksbegehren in der geschichte österreichs. ich bin froh, dass das der SPÖ egal war.

in irland ist zb ein legaler schwangerschaftsabbruch für frauen nicht nur wegen der katholischen kirchenlobby nicht möglich, sondern auch, weil das abtreibungsverbot verfassungsrang hat und nur mittels volksabstimmung geändert werden kann. 
2002 entgingen die irischen frauen nur um haaresbreite einer weiteren verschärfung des verbotes, das mit einem volksbegehren durchgesetzt hätte werden sollen, von einer legalisierung ist man hier meilenweit entfernt. drum bin ich mehr als skeptisch, das “das volk” automatisch bessere politk macht als die parteien.




Sonntag, 2. Dezember 2012

Rechtsextremismus bei türkischen Migranten in der Einwanderungsgesellschaft






Grauer Wolf im Schafspelz: Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft [Gebundene Ausgabe]






Rechtsextremismus bei türkischen Migranten wird verharmlost. Ein neues Buch zeigt auf was hinter den Symbolen der “Grauen Wölfe” steckt. 

Sie strecken ihren rechten Arm hoch und formen mit ihrer Hand ein Grußzeichen, das einen Wolf symbolisieren soll. Sie tragen Halsketten, Stirnbänder oder T-Shirts mit drei Sichelmonden und einem heulenden Wolf. Gemeint sind Anhänger der “Grauen Wölfe”, auf Türkisch Bozkurtlar, benannt nach dem grauen Wolf, der der Legende nach im 8. Jahrhundert die türkischen Stämme vor der chinesischen Unterjochung rettete, indem er sie ins mythische Ergenekon-Tal nach Zentralasien geführt hat. 

Aber diese Wolfsfigur steht nicht nur für den Ursprungsmythos der nomadischen Turkstämme, sondern auch für die ultranationalistische und rechtsextreme türkische Partei der natio nalen Bewegung (MHP, Milliyetçi Hareket Partisi). (…) 

Was hinter den drei Halbmonden und dem heulenden Wolf steckt, wird im von der Volkshilfe Oberösterreich herausgegebenem Buch, an dem neben Schörkhuber auch der österreichische Politologe Thomas Schmidinger und der deutsche Soziologe Kemal Bozay mitgeschrieben haben, gut dokumentiert. Angefangen von den historischen Wurzeln des Faschismus in der Türkei bis zur Gründung der MHP im Jahre 1969 unter ihrem “Führer” Alparslan Türkes,, der die rechtsextremistische und völkische Ausrichtung des “idealistischen Nationalismus” (auf Türkisch: ülküclük) der MHP vorantrieb, und den politischen Aktivitäten der “Grauen Wölfe” in Deutschland und Österreich. 

Detailliert wird über den Einfluss der neofaschistischen Bewegungen in den Jahren der türkischen Militärputsche und die Folgen des “idealistischen Nationalismus” berichtet. So erfährt der Leser, dass die “Grauen Wölfe” Ende der 1960er Jahre als “paramilitärischer Schlägertrupp” der MHP aufgebaut wurden und bis in die 1980er für zahlreiche politische Morde, Terrorakte und Massaker verantwortlich waren. Ziele des rechtsextremen Terrors der türkischen Faschisten waren linke oder linksliberale Gruppierungen, hier insbesondere Studenten, Intellektuelle und Gewerkschafter, sowie religiöse und ethnische Minderheiten.


siehe auch:
http://dastandard.at/1343744665839/Grauer-Wolf-im-Schafspelz




Türkische Faschisten (Graue Wölfe) und ihre Vernetzung in der BRD





Graue Wölfe heulen wieder: Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in der BRD [Broschiert]

Fikret Aslan Kemal Bozay  


Dies ist die 3., überarbeitete Auflage.

Ein umfassendes Grundlagenwerk zur Geschichte, den Aktivitäten und Zielen der faschistischen türkischen Bewegung und deren Machenschaften in der BRD.


Hier die Beschreibung zur 2.Auflage 


Die faschistische türkische MHP (Partei der nationalistischen Bewegung) und ihre Jugendorganisation “Graue Wölfe” (Bozkurtlar) machen wieder von sich reden. Spätestens seit dem Brandanschlag von Solingen treten sie vermehrt öffentlich auf. In der Türkei werden sie schon seit längerer Zeit – verstärkt seit Anfang der 90er Jahre in Kurdistan – als Mitglieder der sogenannten Spezialeinheiten eingesetzt.

Parallel zu ihrer Entwicklung in der Türkei organisieren sie sich im Ausland, und hier vor allem in der BRD. Das dient nicht nur der finanziellen und logistischen Unterstützung, sondern auch der offiziellen Staatspolitik, die auf diese Weise regimekritische Menschen auch im Ausland verfolgen, bedrohen und ermorden (lassen) kann. Aus dieser Logistik heraus verstärken die “Grauen Wölfe” ihre Tätigkeiten auch in der BRD.

Das vorliegende Buch beschreibt die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der jungtürkischen ‘Revolution’ bis zum heutigen Tag. Es analysiert die Entstehungsbedingungen sowie die Ziele der faschistischen türkischen Bewegung und beschreibt ihre Aktivitäten in der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland.

Es ist das Ziel der Autoren, das wahre Gesicht des türkischen Nationalismus aufzuzeigen, und allen Interessierten Informationen zu geben, die für den Widerstand gegen den Nationalismus und Faschismus unerläßlich sind.





Samstag, 24. November 2012

Occupy Money: Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind






Occupy Money: Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind [Broschiert]
Margrit Kennedy  


Margrit Kennedy arbeitete für verschiedene Forschungsprojekte der OECD und UNESCO in 15 Ländern Europas sowie in Nord- und Südamerika. 
Sie war Professorin für Technischen Ausbau und Ressourcensparendes Bauen an der Universität Hannover und baut zusammen mit einer Gruppe von freiwilligen Helfern ein Netzwerk von Interessenten und Initiativen für die praktische Einführung von Regionalwährungen auf. 
Margrit Kennedy ist Expertin der internationalen Komplementärwährungs-Bewegung (Tauschringe, Zinsfrei-Banken) und seit über 30 Jahren vermittelt sie in Vorträgen und Workshops, wie der ökonomische Analphabetismusüberwunden und das Geldsystem so umgewandelt werden kann, dass es dem Wohle aller dient. Fokus ihrer Arbeit ist die Einführung und Erprobung komplementärer Währungen.
http://www.margritkennedy.dewww.monneta.org



Seit über 25 Jahren setzt sich die bekannte und renommierte Geldexpertin Margrit Kennedy für neue Geld entwürfe ein. Ihre Bücher sind weltweit zu Longsellern geworden. 

Nun legt sie mit Occupy Money ein visionäres Plädoyer vor für ein Geldsystem, das den Menschen dient und nicht nur dem Profit. Ihre Lösungsansätze liefern die Argumentation für eine neue Bewegung, die aus der Gesellschaft entsteht und Druck auf Politik und Wirtschaft ausübt, um der Finanzkrise endlich ein Ende zu setzen. 

"Eine Hauptursache für Inflation, regelmäßige Krisen und Zusammenbrüche liegt in der fehlerhaften Konstruktion unseres Geldsystems. 
Davon profitiert eine kleine Minderheit von etwa 10 Prozent der Menschen. Die große Mehrheit zahlt drauf. 
Über die in allen Preisen und Steuern versteckten Zinsen beträgt diese Umverteilung von Arm zu Reich in Deutschland etwa 600 Millionen Euro pro Tag."


Weitere Informationen erhalten Sie unter:




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