(Historie, Humanität, Politik, Solidarität, Soziales, Weltgeschehen,...) Wenn Ihr darüber automatisiert informiert werden möchtet, meldet Euch mit Eurer Mail-Adresse an!
Posts mit dem Label Diktatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Diktatur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Donnerstag, 26. März 2015
Die deutsche Reparationsschuld
griechenland am abgrund.
Karl Heinz Roth ist Historiker, Mediziner und Vorstandsmitglied der Stiftung für Sozialgeschichte des 20. Jahrhunderts in Bremen.
– was tun?« (2012).
Griechenland befindet sich am Rand einer humanitären Katastrophe. Der Zusammenbruch der Banken und ein Staatsbankrott sind nicht auszuschließen, seitdem die von Deutschland dominierten Gläubiger der Ende Januar 2015 neu gewählten Linksregierung unter Alexis Tsipras (Syriza) den Geldhahn zugedreht haben.
Labels:
Abgrund,
deutsch,
Diktatur,
Flugschrift,
Griechenland,
Historiker,
Karl Heinz Roth,
Mediziner,
Nationalsozialismus,
Reparationsschuld,
Sozialgeschichte,
Stiftung,
Vorstandsmitglied,
Widerstand
Dienstag, 7. Oktober 2014
Demokratie oder Kapitalismus?
Demokratie oder Kapitalismus?
Taschenbuch – von Elmar Altvater (Autor), Ulrich Beck (Autor), Peter Bofinger (Autor), & 13 mehr
Mit Beiträgen von: Elmar Altvater, Ulrich Beck, Peter Bofinger, Hauke Brunkhorst, Christian Calliess, Henrik Enderlein, Joschka Fischer, Claudio Franzius, Ulrike Guérot, Jürgen Habermas, Rudolf Hickel, Paul Krugman, Isabell Lorey, Oskar Negt, Claus Offe, Ulrich K. Preuß, Stephan Schulmeister, Wolfgang Streeck, Hans-Jürgen Urban, Hubert Zimmermann und Karl Georg Zinn
"Die Großthemen werden heute nicht mehr unbedingt auf den Haupt- und Staatsbühnen ausgetragen, sondern in kleinen, ehrgeizigen Programmtheatern. Ein Beispiel dafür ist der von den Blättern für deutsche und internationale Politik angestoßene Streit zwischen dem Philosophen Jürgen Habermas und dem Soziologen Wolfgang Streeck über die Europäische Union. Schon beim ersten Schlagabtausch entstanden Schlüsseltexte, die fast alles auf den Tisch beförderten, was über die Jahre sauber versiegelt in separaten akademischen Schubladen eingelagert war."
Thomas Assheuer, "Die Zeit"
9 Editorial
11 Die Beiträge in Kürze
Kapitalismus ohne Demokratie
19 Was nun, Europa?
Kapitalismus ohne Demokratie
19 Was nun, Europa?
Kapitalismus ohne Demokratie oder Demokratie ohne Kapitalismus
Wolfgang Streeck
31 Der politische Euro
Eine Gemeinschaftswährung ohne Gemeinschaft hat keine Zukunft
Elmar Altvater
41 Europa in der Falle
Claus Offe
55 Die gnadenlose Euro-Logik
Hubert Zimmermann
63 Auf den Ruinen der Alten Welt
Von der Demokratie zur Marktgesellschaft
Wolfgang Streeck
75 Demokratie oder Kapitalismus?
Vom Elend der nationalstaatlichen Fragmentierung in einer kapitalistisch
integrierten Weltgesellschaft
integrierten Weltgesellschaft
Jürgen Habermas
87 Vom DM-Nationalismus zum Euro-Patriotismus?
Eine Replik auf Jürgen Habermas
Wolfgang Streeck
105 Euroabwicklung: Der finale Schritt in den Wirtschaftskrieg
Stephan Schulmeister
Die Diktatur der Austerität
117 Wir sparen uns zu Tode
Paul Krugman
127 Das infernalische Dreieck
Wie Staatsschuldenkrise, Bankenkrise und Rezession den Euroraum
gefährden
gefährden
Peter Bofinger
139 Euroland bald abgebrannt?
Die Währungsunion am Scheideweg
Rudolf Hickel
149 Das Regime der Prekarisierung
Europas Politik mit Schuld und Schulden
Isabell Lorey
161 Die Krise in der Krise
Austeritätspolitik und die Wiederholung der Geschichte
Karl Georg Zinn
169 Austerität:
Der Einsturz eines Glaubensgebäudes
Paul Krugman
Die neue Deutsche Frage
Die neue Deutsche Frage
183 Welches Deutschland braucht Europa?
Ulrike Guérot
193 Europa und die neue Deutsche Frage
Ein Gespräch mit Jürgen Habermas, Joschka Fischer, Henrik Enderlein und Christian Calliess
212 Der Konstruktionsfehler der Währungsunion
Jürgen Habermas
215 Kooperieren oder scheitern
Die Existenzkrise der Europäischen Union
Ulrich Beck
Mehr Demokratie wagen
287 Autorinnen und Autoren
Mehr Demokratie wagen
229 Wie demokratisch ist die EU?
Die Krise der Europäischen Union im Licht einer Konstitutionalisierung des Völkerrechts
Jürgen Habermas
241 Kollektiver Bonapartismus?
Demokratie in der europäischen Krise Hauke Brunkhorst
251 Stabilitätsgewinn durch Demokratieverzicht?
Europas Weg in den Autoritarismus
Hans-Jürgen Urban
263 Lebendige Demokratie: Die Zukunft der EU
Claudio Franzius und Ulrich K. Preuß
277 Das Europa von heute und die Wirklichkeit von morgen
Zur Verteidigung der Utopie
Oskar Negt
287 Autorinnen und Autoren
Labels:
Austerität,
Demokratie,
Diktatur,
Elmar Altvater,
EU,
Euro,
Europa,
Existenz,
Gewinn,
Kapitalismus,
Krise,
Nationalismus,
Patriotismus,
Prekarisierung,
Verzicht,
Wirklichkeit,
zur Marktgesellschaft
Dienstag, 2. September 2014
Totalitäre und autoritäre Regime
Totalitäre und autoritäre Regime
Taschenbuch – von Raimund Krämer (Herausgeber), WeltTrends e.V. (Herausgeber), Juan J Linz (Autor)
Der vierte Band der Potsdamer Textbücher bringt erstmals den klassischen Text der Politikwissenschaft zum Thema diktatorische Herrschaftssysteme in deutscher Sprache. Juan Linz reflektiert darin die Debatten um Totalitarismus und Demokratie und beschreibt die autoritäre Herrschaft als eigenständige Form politischer Machtausübung. Es ist eine exzellente Auseinandersetzung mit den politischen Phänomenen des 20. Jahrhunderts, die sich durch theoretische Tiefe, empirische Fülle und methodische Klarheit auszeichnet.
Juan Linz hat mit seinem Buch "Totalitäre und autoritäre Regime" eines der wichtigsten Standardwerke zu diesem Forschungsthema verfasst und das Buch ist, trotz des Erscheinens des Originals im Jahr 1975, immer noch hoch aktuell.
Daher ist es sowhl dem Verlag WeltTrends wie auch dem Herausgeber Prof.-Dr. Krämer hoch anzurechnen, dass sie dieses Werk ins deutsche übersetzt und herausgebracht haben.
"Totalitäre und autoritäre Regime" eignet sich nicht nur für den Politikwissen-schaftler/Histroiker, sondern durch den guten und verständlichen Schreibstil für alle politisch Interessierten.
Daher ist es sowhl dem Verlag WeltTrends wie auch dem Herausgeber Prof.-Dr. Krämer hoch anzurechnen, dass sie dieses Werk ins deutsche übersetzt und herausgebracht haben.
"Totalitäre und autoritäre Regime" eignet sich nicht nur für den Politikwissen-schaftler/Histroiker, sondern durch den guten und verständlichen Schreibstil für alle politisch Interessierten.
Labels:
Auseinandersetzung,
autoritär,
Debatte,
Demokratie,
Diktatur,
Forschung,
Herrschaft,
Juan J Linz,
Macht,
Politik,
Regime,
Totalitär,
Totalitarismus,
Wissenschaft
Samstag, 12. Juli 2014
"Unrecht im Sinne des Rechtsstaates" und "Die Steiermark im Austrofaschismus"

Werner Anzenberger / Heimo Halbrainer (Hg.),
„Unrecht im Sinne des Rechtsstaates“ – Die Steiermark im Austrofaschismus.
304 Seiten, CLIO: Graz 2014
„Unrecht im Sinne des Rechtsstaates“ – Die Steiermark im Austrofaschismus.
304 Seiten, CLIO: Graz 2014
ISBN 978-3-902542-14-1
Die österreichische Diktatur 1933 bis 1938 ist in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Blickpunkt der zeitgeschichtlichen Forschung gerückt.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Februarkämpfe 1934 fand in Graz und Bruck an der Mur eine Tagung statt, bei der neueste Arbeiten zu unterschiedlichen Aspekten des austrofaschistischen Regimes diskutiert wurden.
Neben allgemeinen Fragen, finden sich in diesem Sammelband vor allem regionalgeschichtliche Aspekt zum Austrofaschismus in der Steiermark und dem Umgang damit nach 1945.
Die österreichische Diktatur 1933 bis 1938 ist in den letzten Jahren wieder vermehrt in den Blickpunkt der zeitgeschichtlichen Forschung gerückt.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Februarkämpfe 1934 fand in Graz und Bruck an der Mur eine Tagung statt, bei der neueste Arbeiten zu unterschiedlichen Aspekten des austrofaschistischen Regimes diskutiert wurden.
Neben allgemeinen Fragen, finden sich in diesem Sammelband vor allem regionalgeschichtliche Aspekt zum Austrofaschismus in der Steiermark und dem Umgang damit nach 1945.
- Der Jurist und Historiker Werner Anzenberger wies in seinen Gedenkansprachen
auf die Gründe für den Aufstand und seine Auswirkungen auf die Gegenwart
hin. - Die Sozialistische Jugend Graz hielt einen Workshop zum Thema „Februar 1934. Aufstand und Diktatur“ ab. - Mit kräftiger Unterstützung des steirischen Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen und Antifaschist/inn/en organisierte
die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus eine Wanderung mit Dialogveranstaltung über den Koloman-Wallisch-Wanderweg auf den Hochanger und einen Thementag auf Facebook zu den Ereignissen im Februar 1934. - Außerdem ging die ARGE ausgehend von Videodokumenten und ZeitzeugInnen der Frage nach, inwieweit zeitgeschichtliche Erinnerungsarbeit ein Mittel für zukunftsbezogene Demokratiebildung ist. - Und schließlich zeigt die Stadt Bruck an der Mur, in der die Kämpfe besonders
die ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus eine Wanderung mit Dialogveranstaltung über den Koloman-Wallisch-Wanderweg auf den Hochanger und einen Thementag auf Facebook zu den Ereignissen im Februar 1934. - Außerdem ging die ARGE ausgehend von Videodokumenten und ZeitzeugInnen der Frage nach, inwieweit zeitgeschichtliche Erinnerungsarbeit ein Mittel für zukunftsbezogene Demokratiebildung ist. - Und schließlich zeigt die Stadt Bruck an der Mur, in der die Kämpfe besonders
heftig tobten, von März bis Juli 2014 die Ausstellung „Widerstand 1934–2014“. Anhand von Objekten, Schautafeln und Zeitzeugeninterviews wird die soziale,
gesellschaftliche und politische Entwicklung dargestellt, die zur Spaltung der Gesellschaft in zwei verfeindete Lager, zur Auslöschung der Demokratie und letztendlich Österreichs geführt hat.
Labels:
80 Jahre,
Auslöschung,
Austrofaschismus,
Demokratie,
Diktatur,
Gewalt,
Heimo Halbrainer,
Rassismus,
Rechtsstaat,
Steiermark,
Unrecht,
Werner Anzenberger
Samstag, 4. Mai 2013
Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand
Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand
Herrschaft des Finanzkapitals; EU-Wirtschaftsregierung; Geschlechterdemokratie; Griechenland unter Troika- Diktat; EU-Verfassungspolitik; Unternehmensgewinne und Staatsschulden; Gewerkschaften und Eurokrise; Reichtum und Armut; Finanztransaktions steuer; EU-Rohstoffpolitik; EU-Beitritt und Souveränität
Herrschaft des Finanzkapitals; EU-Wirtschaftsregierung; Geschlechterdemokratie; Griechenland unter Troika- Diktat; EU-Verfassungspolitik; Unternehmensgewinne und Staatsschulden; Gewerkschaften und Eurokrise; Reichtum und Armut; Finanztransaktions steuer; EU-Rohstoffpolitik; EU-Beitritt und Souveränität
J. Bischoff, A. Scheele, K. Dräger, G. Kritidis, G. Kassimatis, H.-J. Bieling, W. Vontobel, R. Herzog, H. Schäppi, V. Pedrina, N. Imboden, R. Erne, U. Mäder, P. Wahl, P. Niggli, G. Trepp, H.-J. Fehr
Diskussion
R. Bossart:
R. Bossart:
Atheismus und Religionskritik
C. Goll:
Gewalt gegen Frauen
H. Schui:
Zukunft der Wirtschaftsdemokratie
P. Angele et al.:
Gewerkschaftliches Organizing
Marginalien, Rezensionen, Zeitschriftenschau
Inhaltsverzeichnis
3 Editorial 3
5 Joachim Bischoff Herrschaft der Finanzmärkte. Die Finanzkrise erfasst Wirtschaft und Gesellschaft
13 Alexandra Scheele Die Stunde der Technokraten. Geschlechterdemokratische Defizite der gegenwärtigen Krisenpolitik
21 Klaus Dräger
Europäische Wirtschaftsregierung.
EU auf dem Weg zum „Deutschen Europa“?
37 Gregor Kritidis Griechenland unter dem Diktat der Troika. Erosion des politischen Systems, Massenmobilisierung und Demokratiebewegung
49 Giorgos Kassimatis EU verstösst gegen demokratische und europäische Rechtskultur. Zum Kreditabkommen der Troika mit Griechenland
61 Hans-Jürgen Bieling EU-Verfassungspolitik und Wirtschaftsregierung. Krisenkonstitutionalismus gegen Volkssouveränität und Demokratie
71 Werner Vontobel Unternehmensgewinne zerstören das Finanzsystem
77 Roland Herzog / Hans Schäppi Gemeinsam für eine globale Transformation. Strategien gegen das Finanzkapital
89 Vasco Pedrina Gewerkschaften und die Euro-Krise. Zwischen nationalem Rückzug und europäischer Gegenoffensive
101 Natalie Imboden / Roland Erne Allgemeinverbindliche Tarifverträge gegen Sozialdumping. Erfahrungen aus Europa
111 Ueli Mäder Reichtum und Armut. Vermögensentwicklung in Europa und in der Schweiz
117 Peter Wahl Durchbruch für die Finanztransaktionssteuer. Das Gesetzgebungsverfahren zur EU-Direktive ist gestartet
125 Peter Niggli EU-Rohstoffpolitik und ihre geostrategische Stossrichtung
135 Gian Trepp Metropolitanwirtschaft. Neuanfang aus den Trümmern des Finanzkapitalismus
141 Hans-Jürg Fehr EU-Beitritt heisst Souveränitätsgewinn
153 Diskussion Rolf Bossart Der Glaube der anderen. Der vulgäre Atheismus und der Niedergang der Religionskritik
165 Christine Goll Gewalt gegen Frauen. (Noch) ein Politikum in der Schweiz?
171 Herbert Schui Wirtschaftsdemokratie als Perspektive
181 Patrick Angele / Adrian Durtschi / Tanja Walliser Organizing in der Schweiz. Wie aus Gewerkschaften eine Bewegung wird
189 Marginalien / Rezensionen Sebastian Wolff / Jens Wissel Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU. Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG)
193 Bernd Röttger Kapitalismus, Hegemoniekrise und neue Landnahme. Zu den fünften Braunschweiger Gramsci-Tagen 2011
196 WIDE-Arbeitsgruppe Arbeit & Gender / Lilian Fankhauser GENDER MACHT ARBEIT: Zur Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse aus Sicht der Care-Ökonomie
203 Mark Herkenrath über Nicolas Shaxson: Schatzinseln. Wie Steueroasen die Demokratie untergraben 200 Stephan Tschirren über Erklärung von Bern (Hg.): Rohstoff. Das gefährlichste Geschäft der Schweiz
205 Fabian Saner über Oliver Marchart: Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy et al.
209 Zeitschriftenschau
215 Autorinnen und Autoren
37 Gregor Kritidis Griechenland unter dem Diktat der Troika. Erosion des politischen Systems, Massenmobilisierung und Demokratiebewegung
49 Giorgos Kassimatis EU verstösst gegen demokratische und europäische Rechtskultur. Zum Kreditabkommen der Troika mit Griechenland
61 Hans-Jürgen Bieling EU-Verfassungspolitik und Wirtschaftsregierung. Krisenkonstitutionalismus gegen Volkssouveränität und Demokratie
71 Werner Vontobel Unternehmensgewinne zerstören das Finanzsystem
77 Roland Herzog / Hans Schäppi Gemeinsam für eine globale Transformation. Strategien gegen das Finanzkapital
89 Vasco Pedrina Gewerkschaften und die Euro-Krise. Zwischen nationalem Rückzug und europäischer Gegenoffensive
101 Natalie Imboden / Roland Erne Allgemeinverbindliche Tarifverträge gegen Sozialdumping. Erfahrungen aus Europa
111 Ueli Mäder Reichtum und Armut. Vermögensentwicklung in Europa und in der Schweiz
117 Peter Wahl Durchbruch für die Finanztransaktionssteuer. Das Gesetzgebungsverfahren zur EU-Direktive ist gestartet
125 Peter Niggli EU-Rohstoffpolitik und ihre geostrategische Stossrichtung
135 Gian Trepp Metropolitanwirtschaft. Neuanfang aus den Trümmern des Finanzkapitalismus
141 Hans-Jürg Fehr EU-Beitritt heisst Souveränitätsgewinn
153 Diskussion Rolf Bossart Der Glaube der anderen. Der vulgäre Atheismus und der Niedergang der Religionskritik
165 Christine Goll Gewalt gegen Frauen. (Noch) ein Politikum in der Schweiz?
171 Herbert Schui Wirtschaftsdemokratie als Perspektive
181 Patrick Angele / Adrian Durtschi / Tanja Walliser Organizing in der Schweiz. Wie aus Gewerkschaften eine Bewegung wird
189 Marginalien / Rezensionen Sebastian Wolff / Jens Wissel Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU. Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG)
193 Bernd Röttger Kapitalismus, Hegemoniekrise und neue Landnahme. Zu den fünften Braunschweiger Gramsci-Tagen 2011
196 WIDE-Arbeitsgruppe Arbeit & Gender / Lilian Fankhauser GENDER MACHT ARBEIT: Zur Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse aus Sicht der Care-Ökonomie
203 Mark Herkenrath über Nicolas Shaxson: Schatzinseln. Wie Steueroasen die Demokratie untergraben 200 Stephan Tschirren über Erklärung von Bern (Hg.): Rohstoff. Das gefährlichste Geschäft der Schweiz
205 Fabian Saner über Oliver Marchart: Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy et al.
209 Zeitschriftenschau
215 Autorinnen und Autoren
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Die Diktatur der Demokraten: Warum ohne Recht kein Staat zu machen ist
Die Diktatur der Demokraten: Warum ohne Recht kein Staat zu machen ist [Broschiert]
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau.
Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt.
Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). Sie lebt heute in Leipzig.
Demokratieaufbau gehört mittlerweile zu den Standardstrategien, um Länder zu befrieden, deren institutionelle Infrastruktur zerstört ist. Doch bedient sich die Staatengemeinschaft bei der Schaffung demokratischer Strukturen undemokratischer Mittel:
Die neuen Freiheiten werden den Bürgern durch eine autoritäre Regierungsform nahegebracht, mit einem weitgehend autarken Chef der jeweiligen Mission an der Spitze.
Der Rechtsweg ist dabei ausgeschlossen, wie Juli Zeh anhand der Beispiele Kosovo und Bosnien-Herzegowina zeigt. Dass die Bürger keine Möglichkeit haben, sich gegen Willkürakte zu wehren, stellt allein schon eine Menschenrechtsverletzung dar.
Juli Zeh bestimmt erstmals den Charakter des Übergangsrechts: Als supranationale Rechtsordnung gehört es zur selben Kategorie wie das EU-Recht.
Somit existieren Erfahrungen und Präzedenzfälle, aus denen mehr Rechtssicherheit für jeden einzelnen Bürger gewonnen werden kann. Weit über juristische Fragen hinaus verhandelt Zeh hier politische Grundsätze: Wenn die Staatengemeinschaft ihre rechtsstaatlichen Ideale verrät, kann Demokratieaufbau nicht gelingen.
"Meines Erachtens ist es höchste Zeit, das internationale Projekt des state building auf eine rechtliche Grundlage zu stellen. Man kann legitimerweise nicht erwarten, dass Menschen das große Gesellschaftsspiel Demokratie erlernen, wenn der Aufbau der notwendigen Institutionen mit undemokratischen Mitteln erfolgt. Dass immer alles schnell gehen muss, ist hierbei die falsche Prämisse. Demokratie braucht Zeit, und sie funktioniert nur unter rechtsstaatlichen Bedingungen. Dazu gehört zwingend, dass auch und gerade das Handeln der Mächtigen im Land einer gerichtlichen Kontrolle unterliegt."
Sonntag, 8. Juli 2012
Die Welle
Die Welle: Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging [Taschenbuch]Morton Rhue
(Autor), Hans-Georg Noack (Übersetzer)
Wäre Die Welle ein Roman, man könnte den Inhalt des Buchs kaum
glauben. Aber so (oder doch zumindest ähnlich) ist es wirklich passiert,
in der Klasse des Lehrers Ron Jones in den USA -- einer Klasse an einer
Schule also, die sich so weit weg wähnte vom deutschen Nazi-Terror, und
die dann doch auf schmerzliche Weise am eigenen Leib erfahren musste,
dass die Regeln des Faschismus auch heute noch funktionieren und dass es
jeden treffen kann.
Um sie und andere zu überzeugen, startet Ross ein Experiment, dass auf fast unbemerkte Art und Weise Methoden der Diktatur installiert. Und plötzlich zerfällt der Klassenverbund in Opfer und Täter -- bis die Situation auf schreckliche Weise eskaliert.
Inzwischen gehört Die Welle des 55-jährigen Autors Morton Rhue (Ich knall euch ab!, Asphalt Tribe)
zum Kanon auch an deutschen Schulen. Und das ist gut so. Denn das Buch
räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass der
Nationalsozialismus ein historisches Phänomen war, das nicht
wiederkommen kann.
"Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf.
Umso wichtiger ist seine Lektüre.
"Wie kann man Millionen von Menschen abschlachten, ohne dass jemand etwas davon weiß?" Auch wenn Die Welle Fragen wie diese nicht beantworten kann, so wirft der Roman sie doch auf.
Umso wichtiger ist seine Lektüre.
Labels:
Bericht,
Diktatur,
Faschismus,
Hans-Georg Noack,
Holocaust,
Juden,
Konzentrationslager,
Lehrer,
Morton Rhue,
Nationalsozialismus,
Nazi-Terror,
Ron Jones,
Unterrichtsversuch,
USA,
Welle
Sonntag, 8. April 2012
Empört Euch!
Empört Euch!
Broschiert - Stéphane Hessel (Autor), Michael Kogon (Übersetzer)Mit eindringlichen Worten ruft Stéphane Hessel zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten, gegen die ökologische Zerstörung unseres Planeten. »93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende?
Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist.« Stéphane Hessels Streitschrift bewegt die Welt. Der gebürtige Berliner war Mitglied der Résistance, hat das KZ Buchenwald überlebt und ist einer der Mitautoren der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen. Mit emphatischen Worten ruft der ehemalige französische Diplomat zum friedlichen Widerstand gegen die Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft auf.
Er beklagt, dass der Finanzkapitalismus die Werte der Zivilisation bedroht und den Lauf der Welt diktiert. Er prangert die Lage der Menschenrechte an, kritisiert die Umweltzerstörung auf unserem Planeten und verurteilt die Politik Israels im Gaza-Streifen als Demütigung der Palästinenser. Stéphane Hessel ist das Gewissen der westlichen Welt und »Frankreichs Rebell der Stunde« (FAZ).
Erleben Sie 'Empört Euch!' als 'fahrende Lichtinstallation': http://www.youtube.com/watch?v=xGuGid4lLcE "
Der Diplomat Stéphane Hessel" - Ein Kinodokumentarfilm. Jetzt auf DVD: http://www.derdiplomatstéphanehessel-derfilm.de
"93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende? Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist.«
Stéphane Hessels Streitschrift bewegt die Welt."
Stéphane Hessel (1917 - 2013) ist ein französischer ehemaliger Résistance-Kämpfer, Überlebender des Konzentrationslagers Buchenwald, Diplomat und Lyriker. Er ist Sohn des Schriftstellers Franz Hessel.
Hessel wurde nach dem Überleben der KZ-Haft 1946 Büroleiter des Vize-UN-Generalsekretärs Henri Laugier und 1948 Sekretär der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission. 1962 gründete er in Frankreich die Vereinigung für die Ausbildung von afrikanischen und madagassischen Arbeitnehmern. Seine Eltern waren der deutsche Schriftsteller Franz Hessel, der dem in Preußen assimilierten polnisch-jüdischen Bürgertum entstammte, und die aus einer deutschen protestantischen Familie stammende Journalistin Helen Grund.
1924 zog die Familie nach Paris, seit 1939 ist Stéphane Hessel französischer Staatsbürger. Der Autor starb in der Nacht zum Mittwoch den 27. Februar 2013. Der gebürtige Berliner wurde 95 Jahre alt.
Wikipedia
»Empört Euch! wiegelt nicht wirklich auf - es berührt.«FAZ, Christian Geyer
Auch als Hörbuch erhältlich:
http://www.amazon.de/Emp-rt-Euch/dp/B004RPV3GY/ref=tmm_aud_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1453983314&sr=8-1
Sonntag, 4. März 2012
Zeitsprünge von Eugen Herman-Friede
Eugen Herman-Friede ist ein deutscher Widerstandskämpfer, der vor allem durch seine autobiografischen Schriften bekannt ist.
Eugen Herman-Friede, 1926 geboren, in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, besuchte zwangsweise die jüdische Mittelschule bis zu deren Schließung 1942. 1943 tauchte er unter, um seiner Deportation zu entgehen. Im Sommer 1943 wurde er nach Luckenwalde vermittelt, wo er die Gründung der Widerstandsgruppe »Gemeinschaft für Frieden und Aufbau« erlebte und in ihr mitwirkte. Im Dezember 1944 verhaftet, überstand Eugen Herman-Friede das Ende der nationalsozialistischen Diktatur in verschiedenen Gefängnissen bis zur Befreiung im April 1945.
Eugen Herman-Friede hat danach einige Jahre in Ostberlin gelebt.
Anfang 1949 flüchtet er nach Westberlin, 1953 geht er mit seiner Familie für einige Jahre nach Kanada und kehrt schließlich nach Deutschland zurück.
Eugen Herman-Friede hat als Zeitzeuge Hunderte Lesungen gehalten und wurde 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Eugen Herman-Friede, 1926 geboren, in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, besuchte zwangsweise die jüdische Mittelschule bis zu deren Schließung 1942. 1943 tauchte er unter, um seiner Deportation zu entgehen. Im Sommer 1943 wurde er nach Luckenwalde vermittelt, wo er die Gründung der Widerstandsgruppe »Gemeinschaft für Frieden und Aufbau« erlebte und in ihr mitwirkte. Im Dezember 1944 verhaftet, überstand Eugen Herman-Friede das Ende der nationalsozialistischen Diktatur in verschiedenen Gefängnissen bis zur Befreiung im April 1945.
Eugen Herman-Friede hat danach einige Jahre in Ostberlin gelebt.
Anfang 1949 flüchtet er nach Westberlin, 1953 geht er mit seiner Familie für einige Jahre nach Kanada und kehrt schließlich nach Deutschland zurück.
Eugen Herman-Friede hat als Zeitzeuge Hunderte Lesungen gehalten und wurde 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Seine Erzählungen spiegeln persönliche Erinnerungen und den jeweiligen Zeitgeist in einer charmanten, bissigen und humorvollen Weise.
In seinen Geschichten unternimmt Eugen Herman-Friede Zeitsprünge aus seiner Kindheit im Berlin Anfang der 30er Jahre zur sowjetischen Militäradministration in der Nachkriegszeit, vom swinging London der 60er Jahre nach Neu Guinea und andere Welten der 70er und vom Ostberlin des geteilten Deutschlands der 80er bis nach Niederbayern, Israel und in die USA der 90er Jahre.
Abonnieren
Posts (Atom)




