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Dienstag, 16. April 2013

100 Jahre - 4 Leben einer deutschen Jüdin






100 Jahre - 4 Leben einer deutschen Jüdin: Eine deutsche Jüdin erzählt. Großformat, mit zahlreichen Abbildungen [Gebundene Ausgabe]
Marga Spiegel (Autor)


Marga Spiegel, 1912 als Marga Rothschild in Oberaula (Nordhessen) geboren, begann nach dem Abitur ein Physik- und Mathematikstudium an der Universität Marburg, musste dieses aber nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wieder abbrechen.
1936 heiratete Marga den 13 Jahre älteren Pferdehändler Siegmund Spiegel (1899-1982) und zog mit ihm nach Ahlen (im westfälischen Münsterland).
1938 wurde ihre gemeinsame Tochter Karin (inzwischen verstorben) geboren. In Ahlen war die Familie in dieser Zeit zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt.
Als im Jahre 1943 die Deportation drohte, flüchtete Siegmund Spiegel mit seiner Frau und seiner Tochter zu katholischen Bauern ins südliche Münsterland, die die drei Flüchtlinge getrennt voneinander versteckten. 27 Monate gelang es so mehreren Bauern, die drei Spiegels zu verstecken, bis im April 1945 die Alliierten Truppen das Münsterland erreichten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte Siegmund Spiegel nicht ins Ausland, sondern baute sich eine neue Existenz als Pferdehändler auf. Das Ehepaar Spiegel bekam noch einen Sohn, Daniel Spiegel. Beide Kinder wanderten allerdings später in die USA aus.

Erst zwanzig Jahre nach Kriegsende entschloß sich Marga, ihre Erinnerungen aufzuschreiben.
1969 erschien schließlich ihr Buch "Retter in der Nacht".
2009 entstand auf der Grundlage dieses Romans der Film "Unter Bauern - Retter in der Nacht".
Marga Spiegel wird in der Verfilmung von Veronica Ferres, Siegmund Spiegel wird von Armin Rohde verkörpert.


Marga Spiegel :
"100 Jahre habe ich gelebt - mir kommt mein Leben lang vor - oder auch kurz -je nach Stimmung.
Eigentlich habe ich vier mal gelebt.

o   Fast 21 Jahre ein weitgehend behütetes Leben als Kind und junge Frau - als deutsche Jüdin unter nicht nur freundlichen Mitbürgern.
o   Neun Jahre als Jüdin unter Hitler mehr und mehr der Repression ausgesetzt - dieTransporte begannen ...
o   Drei Jahre versteckt in Todesangst und doch beschützt von mutigen Menschen auf Bauernhöfen im Münsterland.
o   67 Jahre als geretteter Mensch - gerettet mit der engsten Familie - meinem Kind und meinem Mann. Leidend unter der Ermordung aller anderen Familienmitglieder. Gerettet als Jüdin in einem demokratischen Deutschland. Bei aller Freude nicht immer ohne Not.
"




Donnerstag, 3. Januar 2013

Phoolan Devi - Die indische Sozialrebellin




Phoolan Devi - Die Rebellin [Gebundene Ausgabe]Willi Baer Karl-Heinz Dellwo Michaela Karl Hilmar König  


Leseprobe unter:http://www.laika-verlag.de/bibliothek/phoolan-devi-–-die-rebellin


Die indische Sozialrebellin Phoolan Devi wurde am 10. August 1963 in einem kleinen Dorf im Bundesstaat Uttar Pradesh geboren. Ihr Name bedeutet im Dialekt ihrer Kaste »Die Blume«. 
Im Alter von elf Jahren wurde sie mit einem 24 Jahre älteren Mann zwangsverheiratet, von diesem schwer misshandelt, vergewaltigt und später verstoßen. Nach der Rückkehr in ihr Dorf galt sie als vogelfrei, wurde von mehreren Männern vergewaltigt, und ihre Familie weigerte sich, sie aufzunehmen.

Kaum siebzehn Jahre alt, schloss sie sich einer Bande von Freischärlern an und wurde später ihre Anführerin. Drei Jahre lang führte sie ihren Kampf gegen das Kastenwesen, überfiel Banken und Geschäfte und verteilte die Beute an die sogenannten „Unberührbaren“ und an Mitglieder der untersten Kasten.

Ihre Geschichte ist die einer Frau, die sich in einem Land der Dritten Welt gegen die erdrückende Atmosphäre sexistischer Gewalt und frühkapitalistischer Ausbeutung auflehnte und dazu das Mittel bewaffneter Gegengewalt wählte. 
Am 12. Februar 1983 stellte sich Phoolan Devi nach einer gnadenlosen Menschenjagd den Justizbehörden. Nach elf Jahren Zuchthaus wurde sie 1994 wegen eines Krebsleidens begnadigt. 
1996 wurde sie als Abgeordnete der sozialistischen Samajwadi Party ins Parlament gewählt. Dem gehörte sie bis zu ihrer Ermordung am 25. Juli 2001 an.

Mit Texten von Michaela Karl und Hilmar König. 
Michaela Karl promovierte 2001 an der FU Berlin über Rudi Dutschke und forscht heute, wie am Beispiel Phoolan Devi, über die Figur der Sozialrebellin. 
Hilmar König lebt als freier Journalist seit Anfang der Achtziger Jahre in Indien und zeichnet in seinem Beitrag Hunger nach Gerechtigkeit ein umfassendes Bild über das Leben und die Bedeutung von Phoolan Devi im Kampf gegen die Unterdrückung und Missachtung der Frauen in der indischen Männergesellschaft.



Sonntag, 2. Dezember 2012

Türkische Faschisten (Graue Wölfe) und ihre Vernetzung in der BRD





Graue Wölfe heulen wieder: Türkische Faschisten und ihre Vernetzung in der BRD [Broschiert]

Fikret Aslan Kemal Bozay  


Dies ist die 3., überarbeitete Auflage.

Ein umfassendes Grundlagenwerk zur Geschichte, den Aktivitäten und Zielen der faschistischen türkischen Bewegung und deren Machenschaften in der BRD.


Hier die Beschreibung zur 2.Auflage 


Die faschistische türkische MHP (Partei der nationalistischen Bewegung) und ihre Jugendorganisation “Graue Wölfe” (Bozkurtlar) machen wieder von sich reden. Spätestens seit dem Brandanschlag von Solingen treten sie vermehrt öffentlich auf. In der Türkei werden sie schon seit längerer Zeit – verstärkt seit Anfang der 90er Jahre in Kurdistan – als Mitglieder der sogenannten Spezialeinheiten eingesetzt.

Parallel zu ihrer Entwicklung in der Türkei organisieren sie sich im Ausland, und hier vor allem in der BRD. Das dient nicht nur der finanziellen und logistischen Unterstützung, sondern auch der offiziellen Staatspolitik, die auf diese Weise regimekritische Menschen auch im Ausland verfolgen, bedrohen und ermorden (lassen) kann. Aus dieser Logistik heraus verstärken die “Grauen Wölfe” ihre Tätigkeiten auch in der BRD.

Das vorliegende Buch beschreibt die Entwicklung des türkischen Nationalismus von der jungtürkischen ‘Revolution’ bis zum heutigen Tag. Es analysiert die Entstehungsbedingungen sowie die Ziele der faschistischen türkischen Bewegung und beschreibt ihre Aktivitäten in der Türkei und der Bundesrepublik Deutschland.

Es ist das Ziel der Autoren, das wahre Gesicht des türkischen Nationalismus aufzuzeigen, und allen Interessierten Informationen zu geben, die für den Widerstand gegen den Nationalismus und Faschismus unerläßlich sind.





Sonntag, 10. Juni 2012

Die Wannseekonferenz - Genozid Beschluss



Die Wannseekonferenz vom 20.01.1942 [Taschenbuch]
Thomas Krauss (Autor)



Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, einseitig bedruckt, Note: 13 Punkte (= Note 1-2), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,

Veranstaltung: Seminar "Auschwitz", 62 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1947 wurde vom US-Ankläger Robert Kempner in den Nürnberger Nachfolgeprozessen das einzig erhalten gebliebene Protokoll (16/30) der so genannten Wannsee-Konferenz vom 20.01.1942 gefunden .

Hier wurde der Plan der rationalisierten Ermordung aller europäischen Juden und die effektive Beteiligung des nationalsozialistischen Staatsapparates an diesem industrialisierten Völkermord (= Genozid) in nüchterner bürokratischer Sprache formuliert .

Es stellen sich in Bezug auf die Wannsee-Konferenz folgende Fragen:

- Wie konnte es überhaupt zu dieser Konferenz kommen?

- Was war der Zweck der Wannsee-Konferenz?

- Welche Pläne wurden dort erörtert und wurden diese Pläne auch in die Tat umgesetzt?

Allein das Protokoll an sich wirft viele Fragen auf, da es vom Reichsicherheitshauptamt (RSHA) zensiert wurde und nicht den genauen Ablauf der Geschehnisse der Konferenz wieder gibt.

Auch die nach dem Krieg in den Nürnberger Prozessen vernommenen Teilnehmer der Konferenz machten teilweise sehr widersprüchliche Aussagen, um ihre Hände in Unschuld zu waschen.Im Folgenden wird versucht auf diese Fragen eine plausible Antwort zu finden und die Geschehnisse des 20.01.1942 näher zu beleuchten. 

 

siehe auch weiters:
http://www.boehlau-verlag.com/download/163469/978-3-412-21070-0_leseprobe.pdf

Dokumente, Forschungsstand, Kontroversen

Inhalt Vorwort der Herausgeber ..................................................................................... 13

 Dokumente und Überlieferung Norbert Kampe Dokumente zur Wannsee-Konferenz (Verzeichnis der Dokumente Seite 10–12) ..................................................................... 17


Christian Mentel Das Protokoll der Wannsee-Konferenz. Überlieferung, Veröffentlichung und revisionistische Infragestellung .............................................................................  116

 Bettina Stangneth Eichmanns Erzählungen  ................................................................. 139


Michael Wildt Eichmann und der kategorische Imperativ, oder: Gibt es eine nationalsozialistische Moral? ......................................................................................... 151


Die Besprechung und der historische Kontext Dieter Pohl Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik um die Jahreswende 1941/42. Zum Kontext der Wannsee-Konferenz ........................................................................................................................................ 169


Peter Klein Die Wannsee-Konferenz als Echo auf die gefallene Entscheidung zur Ermordung der europäischen Juden ............................................................................. 182

 Edouard Husson Die Rolle Heydrichs im Prozess der Holocaust-Entscheidung und die Bedeutung der Wannsee-Konferenz. Versuch einer Neuinterpretation ........................ 202


Jan Erik Schulte Die Wannsee-Konferenz und Auschwitz. Rhetorik und Praxis der jüdischen Zwangsarbeit als Voraussetzung des Genozids ............................................................ 216


Teilnehmer und Institutionen Andrej Angrick Die inszenierte Selbstermächtigung? Motive und Strategie Heydrichs für die Wannsee-Konferenz .................................................... 241


Eckart Conze Neuigkeiten für das Auswärtige Amt? Völkermord als Problem der Diplomatie....................................................................................................................... 259 
Hans-Christian Jasch Behördliche Abstimmung zur Vorbereitung von Deportation und Völkermord. Zur Rolle des Vertreters des Reichsministeriums des Innern Dr. Wilhelm Stuckart .......................................................................................................................... 276


Armin Nolzen Gerhard Klopfer, die Abteilung III in der Partei-Kanzlei und deren »Judenpolitik« 1941/42 .................................................................................................. 303


Isabel Heinemann Otto Hofmann und das Rasse- und Siedlungshauptamt. Die »Lösung der Judenfrage« als Element der rassenpolitischen Neuordnung Europas ......................... 323

 Alfred Gottwaldt Warum war die Reichsbahn nicht auf der Wannsee-Konferenz vertreten? ........................................................................................................................................ 341


Die europäische Dimension des Völkermords Christoph Kreutzmüller Eichmanns Zahlen für die Niederlande............................................................................................................... 357


Dan Michman Waren die Juden Nordafrikas im Visier der Planer der »Endlösung«? Die »Schoah« und die Zahl 700.000 in Eichmanns Tabelle am 20. Januar 1942 ................ 379


Rezeption und Wirkungsgeschichte Mark Roseman »Wannsee« als Herausforderung. Die Historiker und die Konferenz .......................................................................................... 401


Gerd Kühling Streit um das »Haus der Endlösung«. Joseph Wulf und die Initiative für ein
Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz .......................................... 415


Wolf Kaiser Die Wannsee-Konferenz als Unterrichtsgegenstand. Anregungen und Dokumente für die Sekundarstufe II ............................................................................... 437

 Anhang Verzeichnis der Abbildungen ............................................................................ 453

 Literaturverzeichnis ........................................................................................................ 454

 Autorinnen und Autoren .................................................................................................. 471

 Personenregister ............................................................................................................ 476



Original Wannsee-Dokumente --> HIER !



Mittwoch, 21. März 2012

Leo Trotzki; politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution


Denkzettel - Politische Erfahrungen im Zeitalter der permanenten Revolution
Leo Trotzki , Helmut Dahmer , George Novack , Alan Woods

Der vorliegende Band beinhaltet eine bedeutende Auswahl an 58 Texten Trotzkis und liegt mit einem erweiterten Register sowie einem neuen Vorwort erstmals seit über 20 Jahren dem deutschsprachigen Publikum vor.

Das vorliegende Buch bietet einen hervorragenden Überblick über Leo Trotzkis Denken und seine politische Aktivität, die sich vom Anbruch des 20. Jahrhunderts bis zu seiner Ermordung durch Stalins Agenten im Jahr 1940 zieht.

Trotzkis Sprachgewalt und seine weit gefächerten Interessen machen ihn für ein breites Lesepublikum interessant. Seine Feder greift weit über Tagespolitik hinaus, setzt sich fachkundig mit Literatur und Psychoanalyse, der Anwendung der materialistischen Dialektik auf die modernen Naturwissenschaften und den Fragen der menschlichen Alltagskultur auseinander.