Montag, 11. August 2014

Großbritannien 1984








GB84
Roman 
David Peace , Peter Torberg 


David Peace, 1967 in Yorkshire geboren, schaffte seinen literarischen Durchbruch Ende der neunziger Jahre mit dem von der Kritik gefeierten »Red-Riding-Quartett«. Er hat bislang neun Romane veröffentlicht, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem Grand Prix du Roman Noir und zwei Mal mit dem Deutschen Krimi Preis.
Für »GB84« erhielt er den James Tait Black Memorial Prize. Er wurde als einziger Krimischriftsteller in die renommierte »Granta’s List of Best Young British Novelists« aufgenommen. David Peace lebt mit seiner Familie in Tokio.


1984 war das Jahr, als die „eiserne Lady“ Margaret Thatcher die streikenden Bergleute in Großbritannien zum inneren Feind erklärt hat – und gnadenlos alle Mittel aufgefahren hat, um die Macht der Gewerkschaften zu brechen.
David Peace hat die historischen Fakten penibel recherchiert und sie in eine Polit-Geheimdienst-Thriller-Handlung eingeflochten. Diese ist nicht leicht nachvollziehbar, aber ganz deutlich wird beim Lesen, mit welcher Brutalität gegen die Streikposten vorgegangen wurde und wie drastisch (Tod, Hunger, Delogierung …) sich das auf die Minenarbeiter und das Leben ihrer Familien ausgewirkt hat.
„In den 
Gemeinden und Dörfern haben wir ein Maß an Belästigung und Einschüchterung durch die Polizei erfahren, wie es die organisierten britischen Gewerkschaften noch nie erlebt haben.“


Unnachgiebig zerrt David Peace die Leichen aus dem Keller der englischen Zeitgeschichte.
»GB84« ist ein finsteres, atemloses Epos über den Verrat moralischer Werte und die Verzweiflung von Menschen, die alles verlieren können - und deshalb zu allem bereit sind.


Sonntag, 10. August 2014

Malala: Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten






Ich bin Malala: Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten, weil es für das Recht auf Bildung kämpft
Gebundene Ausgabe – von Malala Yousafzai  (Autor), Christina Lamb (Autor), Sabine Längsfeld (Übersetzer)

    Über den Autor und weitere Mitwirkende

Malala Yousafzai, geboren 1997, wurde von klein auf von ihrem Vater Ziauddin gefördert und dazu ermutigt, sich für die Rechte von Mädchen einzusetzen. Ziauddin Yousafzai leitete selbst eine Schule im pakistanischen Swat-Tal – und missachtete damit das Verbot der Taliban. Malala lebt heute mit ihrer Familie in England, wo sie sich von ihren schweren Verletzungen erholt. Seit März 2013 geht sie in Birmingham wieder zur Schule. Im September 2013 erhält sie den Internationalen Friedenspreis für Kinder und im Dezember 2013 wird Malala mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit geehrt.

Christina Lamb ist eine international anerkannte Korrespondentin und berichtet seit 1987 über Pakistan und Afghanistan. Sie hat in Oxford und Harvard studiert und bereits fünf Bücher veröffentlicht. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Preise, draunter allein fünf Mal die Auszeichnung als Britain's Foreign Correspondent of the Year oder den Prix Bayeux, Europas rennommierteste Auszeichnung für Kriegsberichterstatter. Derzeit schreibt Christina Lamb für die "Sunday Times" und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in London sowie in Portugal.

Ihre Geschichte sorgte international für Erschütterung: Am 9. Oktober 2012 wird die junge Pakistanerin Malala Yousafzai auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern überfallen und brutal niedergeschossen.

Die Fünfzehnjährige hatte sich den Taliban widersetzt, die Mädchen verbieten, zur Schule zu gehen. Obendrein führte sie für die BBC ein vielbeachtetes Blog-Tagebuch über ihren Alltag unter den Islamisten. Damit war ihr Todesurteil gefällt. Die Kugel traf Malala aus nächster Nähe in den Kopf; doch wie durch ein Wunder kam das mutige Mädchen mit dem Leben davon. 


Schon kurz danach hat sie erklärt, dass dieser Anschlag sie nicht davon abhalten wird, auch weiterhin für die Rechte von Kindern, insbesondere Mädchen, einzutreten. Für ihr außergewöhnliches Engagement wurde Malala für den Friedensnobelpreis nominiert. Dies ist ihre Geschichte.

Das vorliegende Buch, das Christina Lamb aufgezeichnet hat, handelt von der pakistanischen Schülerin Malala Yousafzai, die, nachdem sie Jahre zuvor schon immer wieder in ihrer Heimat für das Recht auf Bildung auch von Mädchen sich engagiert hatte, am 9. Oktober 2012 von Taliban in die linke Stirnseite geschossen wurde.

Sie überlebte dieses feige Attentat einer Gruppe, wie man sie sich kaum menschenfeindlicher vorstellen kann, doch die Kugeln haben Malala nicht zum Schweigen gebracht. Im Gegenteil. Von ihrem englischen Exil aus engagiert sie sich weltweit, hat eine viel beachtete Rede vor den UN gehalten, in der sie ihre Botschaft in einem Satz zusammenfasste: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Buch und ein Stift könne die Welt verändern.“


Jung, deutsch, Taliban







Jung, deutsch, Taliban [Kindle Edition]

Wolf Schmidt 
Wolf Schmidt: Jahrgang 1979, Studium der Politik und Linguistik in Berlin, Tübingen und Uppsala, Ausbildung zum Redakteur an der Deutschen Journalistenschule in München, schrieb u. a. für Süddeutsche Zeitung, ZEIT, Neon, Das Parlament und Spiegel-Online, Redakteur für Innere Sicherheit und stellvertretender Ressortleiter Inland bei der tageszeitung in Berlin, 2009 und 2010 nominiert für den Deutschen Reporterpreis.

Die Zahl der Islamisten, die aus Deutschland in das Bürgerkriegsland Syrien ausgereist sind, ist erneut gestiegen.
“Wir wissen mittlerweile von über 400 Ausreisen”, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Deutschen Presse-Agentur.
Die Ausreisen nach Syrien stehen seit dem Ausbruch der Kämpfe im Jahr 2011 unter besonderer Beobachtung des Verfassungsschutzes. Seit 2013 ist ein kontinuierlicher Anstieg zu beobachten:
Mitte 2013 zählte der Verfassungsschutz noch gut 60 Ausgereiste aus Deutschland, Ende 2013 waren es schon viermal so viel und im Frühjahr des laufenden Jahres schließlich rund 320.
Besondere Sorgen bereiten den Verfassungsschützern die Rückkehrer. Diese sind oft radikaler als zuvor und zum Teil militärisch ausgebildet sowie kampferprobt.
Das Buch “Jung, deutsch, Taliban” beschäftigt sich mit der wachsenden militanten islamistischen Jugendszene in Deutschland. Wer sind diese jungen Männer und Frauen? Was hat sie radikalisiert? Warum wollen sie in den Heiligen Krieg gegen den Westen ziehen? Wie kann man der Gefahr vorbeugen? Ein packender Report über die radikalste und verstörendste Jugendbewegung Deutschlands.
Seit einigen Jahren etabliert sich in Deutschland eine militante, islamistische Jugendszene. Ihre Mitglieder sind in Deutschland aufgewachsene Muslime oder zum Islam konvertierte Deutsche. Manche von ihnen sind bereit zu Terror und Gewalt im Namen Gottes.
- Wer sind diese jungen Männer und Frauen?
- Was hat sie radikalisiert?
- Warum wollen sie in den Heiligen Krieg gegen den Westen ziehen?
- Wie kann man der Gefahr vorbeugen?


Soziales Österreich



































Soziales Österreich – SÖ ist ein überparteilicher politischer Verein mit sozialdemokratischer Ideologie und verfolgt eine Politik mit Herz und Hirn.

Das SÖ wurde durch kritische Sozialdemokraten als ÜBERPARTEILICHER Verein gegründet, um auf nationaler und EU-Ebene eine Kurskorrektur in der durch den Neoliberalismus geprägten Finanz-, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik zu erreichen.



Unser Ziel ist es, Politik und Wirtschaft nachhaltig zu beeinflussen und so durch unsere innovativen Lösungen soziale Sicherheit und Vollbeschäftigung zu erreichen.

Wir bekennen uns zu den Grundwerten Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität und wollen eine Politik machen, die auf Ethik, Integrität und Menschlichkeit basiert.
https://www.facebook.com/groups/soziales.oesterreich/



weitere Infos auch unter:

http://www.soziales-oesterreich.net/

http://www.forum-soe.com/

Samstag, 9. August 2014

Kreisky: Im Mittelpunkt der Mensch





Das Kreisky-Prinzip: Im Mittelpunkt der Mensch 
Gebundene Ausgabe von Margaretha Kopeinig (Autor), 
Wolfgang Petritsch (Autor)
Der Titel dieses Buches von M. Kopeinig und W. Petritsch laesst auf den ersten Blick nicht erkennen, wie brennend aktuell dieses Buch ist.
Ueberzeugend jedoch ist die Relevanz der Ansaetze Kreiskys zur Erreichung und den Erhalt eines moeglichst hohen Beschaeftigungsniveaus durch vielfaeltige steuernde Eingriffe des Staates.
Die derzeitige durch den Finanzsektor ausgeloeste Weltwirtschaftskrise treibt ja sonderbare Blueten, dass diese enormen Verluste des Finanzsektors nun erst recht wieder von den Staaten uebernommen werden sollen.
Und die aus dieser Finankrise entstandene Wirtschaftkrise laesst derzeit das Thema Arbeitslosigkeit wieder enorm brisant werden. Besonders das Handeln oder Nichthandeln der EU in dieser Frage rechtfertigt die Replik auf das Kreisky Prinzip "Im Mittelpunkt der Mensch".


Internationale Finanzkrise, drohende Rezession, Klimakatastrophe, steigende Nahrungsmittelpreise, Hungersnöte und knapper werdende Energieressourcen: Angesichts dieser Szenarien wird der Ruf nach dem Staat wieder lauter.

Die Macht des Staates und seine Lenkungsmöglichkeiten hat Bruno Kreisky erkannt und eingesetzt. „Geht uns die Arbeit aus?“ ist keine bloße rhetorische Frage mehr, für rund 20 Millionen Menschen in der EU ist sie in den vergangenen Jahrzehnten zur bitteren Wirklichkeit geworden.
Ausgehend von den Ergebnissen der Kommission für Beschäftigung, deren Vorsitzender Kreisky war, soll aufgezeigt werden, warum er sich während seines gesamten intellektuellen und politischen Lebens mit dem Thema Arbeit auseinandergesetzt hat.

„Der Mensch ist das Wichtigste“ war Programm und Motto des Sozialdemokraten Bruno Kreisky. Wo finden wir heute – angesichts von Globalisierung und shareholder value – diesen politischen Anspruch formuliert? Ergänzt durch Interviews mit:
Hannes Androsch, Hans Seidel, Ernst Eugen Veselsky, Ferdinand Lacina, Paavo Lipponen, Margit Schmidt, Peter Schieder und Karl-Heinz Nachtnebel.

Dienstag, 5. August 2014

Die Reichen werden immer reicher ...





Das Heft 7-8

Juli / August 2014 | 41. Jahrgang | Heft Nr. 387
Joachim Bischoff / Bernhard Müller: Piketty, Das Kapital des 21. Jahrhunderts

Der moderne Kapitalismus = eine oligarchische Gesellschaft?

Thomas Piketty, ein Ökonom, der sich seit etlichen Jahren mit dem von Anthony Atkinson und Emmanuel Saez geprägten Feld der Verteilungsverhältnisse in den kapitalistischen Gesellschaften beschäftigt, hat in der Wissenschaft und der öffentlichen Diskussion einen Bruch mit überlieferten Bewertungen und gesellschaftlichen Sichtweisen ausgelöst. 
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http://www.sozialismus.de/vorherige_hefte_archiv/supplements/liste/detail/artikel/pikettys-kapital-im-21-jahrhundert/
Jörg Berlin: Kriegsbegeisterung und Kriegsgegnerschaft am Vorabend des Ersten Weltkriegs in Hamburg

»Dat sind all Lüt, de nich mit brukt.«

Mit Siegesparolen beschriftete Eisenbahnwaggons und jubelnde, begeisterte Menschenmengen – solche Szenen werden zumeist mit der Stimmung der Deutschen bei Ausbruch des 1. Weltkriegs assoziiert. Entsprechende Vorstellungen von Kriegsbegeisterung werden zudem durch populäre Darstellungen der Julikrise von 1914 verstärkt. Auch für Hamburg ist dieses Bild jedoch zu undifferenziert. 
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http://www.sozialismus.de/heft_nr_7_8_juli_2014/detail/artikel/dat-sind-all-luet-de-nich-mit-brukt/
Michael Schlecht

GroKo: Stärkung der Tarifautonomie?

In den letzten Jahren sind die Löhne wieder gestiegen, auch preisbereinigt. Jedoch ist dies nur eine Mini-Korrektur der dramatisch schlechten Lohnentwicklung seit 2000. 
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http://www.sozialismus.de/heft_nr_7_8_juli_2014/detail/artikel/groko-staerkung-der-tarifautonomie/

Europa danach
Heinz Bierbaum
Die neue politische Landschaft Europas
Kräfteverhältnisse und Aufgaben der Linken nach der Europawahl
Bernhard Sander
Der Front National erschüttert Frankreich - und Europa?
Christina Ujma
Triumph und Spaltung. Italiens Linksparteien nach der Europawahl /
Zum 30. Todestag von Enrico Berlinguer
Joachim Bischoff
Mehr Gas für den Wachstumsmotor?
Karl Georg Zinn
Denk bar oder der monetäre Rettungsring im eiskalten Stagnationsstrudel

Verliert der Kapitalismus alle Maßstäbe?

Joachim Bischoff / Bernhard Müller
Der moderne Kapitalismus = eine oligarchische Gesellschaft?
Piketty: Das Kapital des 21. Jahrhunderts
Jürgen Leibiger
Das Märchen vom Volksvermögen (zu Berger, Wem gehört Deutschland?)
Fritz Fiehler
Das fiktive Kapital - Schlüssel für den Finanzmarkt-Kapitalismus

1914: Äußere und innere Kriegsgründe

Heiner Karuscheit
Macht und Krieg
Strategische Fehler der Linken vor dem Weltkrieg - gestern und heute
Jörg Berlin
»Dat sind all Lüt, de nich mit brukt.«
Kriegsbegeisterung und Kriegsgegnerschaft am Vorabend des Ersten Weltkriegs in Hamburg

Forum Gewerkschaften

Vasco Pedrina
Für eine offensive Strategie
Ein soziales Europa ist dringender denn je!
Michael Schlecht
GroKo - Stärkung der Tarifautonomie?
Ursula Schumm-Garling
Für eine neue Politik der Arbeit

Marxismus zwischen Politik und Philosophie

Christoph Lieber
Ist es einfach, als Kommunist auch Marxist zu sein?
W.F. Haug macht Althusser zum »Nietzsche des Marxismus«: Einspruch!
Jörg Roesler
Das nächste Mal mehr Demokratie und Transparenz (zu Steinitz/Walter, Plan - Markt - Demokratie)
Jens Grandt
Der Coup des Marek Krieger und die umstrittenen Folgen
Wie die ökonomischen Manuskripte von Marx nach Moskau kamen

Veranstaltungen | Film

Veranstaltungen & Tipps
Marion Fisch
Zeit der Kannibalen (Filmkritik)




Im Westen nichts Neues






Im Westen nichts Neues: Roman. Ohne Materialien Taschenbuch von Thomas Schneider (Herausgeber), E.M. Remarque  (Autor)Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz.
Seine Bücher Im Westen nichts Neues und Der Weg zurück wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft.
1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.



Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914: sämtliche Werke von Erich Maria Remarque zum Ersten Weltkrieg, durchgesehen und in neuer Ausstattung. Wie kein anderer Autor erzählt Remarque in diesem sensationellen Erfolgsroman von den Schrecken des Ersten Weltkriegs – ein Klassiker der Weltliteratur. »Dieses Buch sollte in Millionen Exemplaren verbreitet, übersetzt, in den Schulen gelesen, von allen den Krieg bekämpfenden Gruppen gekauft und verschenkt werden.« Ernst Toller

Montag, 4. August 2014

Sugar Man - Sixto Díaz Rodríguez




Rodriguez vollständiger Name Sixto Díaz Rodríguez, ist ein US-amerikanischer Folk-Singer-Songwriter. Er veröffentlichte Anfang der 1970er Jahre zwei zunächst erfolglose Studioalben und zog sich 1971 ins Privatleben zurück. Als ihn einsüdafrikanischer Musikjournalist 1998 aufgespürt hatte, erlangte er ab Anfang der 2000er Jahre jedoch Bekanntheit. Sein Werdegang und die Suche nach ihm ist Gegenstand des 2012 erschienenen Dokumentarfilms Searching for Sugar Man.

Ab Mitte der 1970er Jahre avancierte Rodriguez in SüdafrikaBotsuana, dem damaligen Rhodesien sowie Australien und Neuseeland zum Kultstar, obwohl sich die Erstauflage seines Debütalbums für den internationalen Markt nur wenige 100 Mal verkauft hatte.
Nachdem sein Lied 
Sugar Man seit Mitte 1972 regelmäßig im Radio gespielt worden war, erschien 1977 beim australischen Label Blue Goose eine Best-of-Schallplatte mit dem Titel At His Best. Das Album erhielt in Australien Gold, so dass dort auch das Debütalbum wiederveröffentlicht wurde und sich rund 40.000 Mal verkaufte.

Da die Lizenzierung der Alben über sein ehemaliges Label erfolgte, das ihm aufgrund des anfänglichen Misserfolgs gekündigt hatte, erfuhr Rodriguez weder von diesen Erfolgen noch erhielt er 
Tantiemen. 1979 und 1981 holte ihn ein Veranstalter für eine Reihe von Konzerten zusammen mit der Band Midnight Oil nach Australien, die ausverkauften Shows besuchten insgesamt rund 30.000 Zuschauer. Zu den Auftritten erschien schließlich das Konzertalbum Alive. Danach zog sich Rodriguez erneut ins Privatleben zurück.

Dies nährte Gerüchte über seinen Tod. Gerüchten zufolge sollte er sich auf der Bühne erschossen haben; andere besagten, er sei infolge von Drogenmissbrauch oder Depressionen verstorben. Seine Fans waren sich einig, dass Rodriguez unter nicht näher bekannten Umständen zu Tode gekommen sei.

In den späten 1970er Jahren erlangten seine Alben in dem von der Apartheid geprägten Südafrika vor allem als Kopien großen Erfolg. Dort wurden seine Texte insbesondere von den Jugendlichen als Protestlieder interpretiert. Für sie war Rodriguez ein Ersatz für Stars wie Jimi Hendrix oder Bob Dylan.
Rodriguez erfuhr davon erst, als er von dem südafrikanischen Fan Stephen Segerman aufgespürt worden war. Dieser hatte 1996 als Autor des Begleittextes im Booklet zur CD anlässlich der südafrikanischen Wiederveröffentlichung von Coming from Reality dazu aufgerufen, das Geheimnis um das weitere Schicksal von Rodriguez zu lüften.
Segerman schaltete 1997 eine Internetseite und 1998 wurde Rodriguez schließlich gefunden. Es folgte ein ausverkaufter Auftritt in einem Stadion in Kapstadt.
Anfang der 2000er Jahre wurde seine Musik von David Holmeswiederentdeckt, dessen 2002 veröffentlichter Sampler Come Get It, I Got It das Stück Sugar Man enthielt. 2008 wurde das Debütalbum Cold Fact weltweit neu veröffentlicht, gefolgt von Coming from Reality.


Der schwedische Dokumentarfilmer Malik Bendjelloul traf Rodriguez das erste Mal 2006 und veröffentlichte nach einigen Jahren der Recherche 2012 seinen Dokumentarfilm Searching for Sugar Man, in dem er die Suche zweier Südafrikaner nach Rodriguez nachzeichnete.
Der Film wurde bei der Oscar-Verleihung 2013 als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Der gleichnamige Soundtrack zu diesem Film erreichte Platz 76 der US-Charts. Ebenfalls 2012 erreichte die Wiederveröffentlichung von Cold Fact Platz 86 der US-Billboard-200.


Zwischen 1998 und 2010 gab Rodriguez schließlich mehrere Konzerte in Südafrika, Schweden und Australien. Die Veröffentlichung des Dokumentarfilms führte 2012 auch in Nordamerika und Europa zu größerer Bekanntheit. 2013 wurde wiederum bekannt, dass er 30 neue Songs geschrieben habe und nun vertonen lassen wolle.

Am 9. Mai 2013 verlieh ihm die Wayne State University in Detroit den Ehrendoktortitel Doctor of Humane Letters.

Mit dem Geld, welches ihm der späte Ruhm bescherte, unterstützte er seine Familie und Freunde ...

Rodríguez arbeitete sein ganzes Leben schwer in Detroit und engagierte sich auch im familiären, sowie sozialen Bereich und kandidierte auch als "Major", leider erfolglos.

Weitere Infos unter: http://sugarman.org/




Sonntag, 3. August 2014

Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden !



Wer das Ziel nicht kennt, wird den Weg nicht finden !
Neue Antworten auf alte Fragen

Gebundene Ausgabe – von Barbara Prammer  (Autor)
Mag.a Barbara Prammer, geboren am 11. Jänner 1954 in Ottnang am Hausruck/Oberösterreich.
Matura Handelsakademie Vöcklabruck, Studium der Soziologie an der Universität Linz, Zweite Präsidentin des oö. Landtages (1991–1995), Mitglied der oö. Landesregierung (1995–1997), Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz (1997–2000). Seit 1999 Abgeordnete zum Nationalrat. Von 2004 bis 2006 Zweite Präsidentin, seit 30. Oktober 2006 Präsidentin des Nationalrates.
Gestorben am 2. August 2014


Nationalratspräsidentin Barbara Prammer zog Bilanz über ihr bisheriges politisches Leben.
Entlang ihrer Biografie beschreibt sie ihre Erfahrungen und Begegnungen, die sie an drei Stationen festmacht:
- Ottnang im oberösterreichischen Hausruckviertel, wo sie aufwächst und erste politische Aktivitäten entwickelt;
- Linz, ihre Heimatstadt, wo sie ihr erstes Mandat übertragen bekommt und Politik erlernt;
- Wien, wo sie sich im Regierungsgeschäft wie in der parlamentarischen Arbeit gleichermaßen bewährt.

Zugleich zieht Prammer Schlüsse. Sie gibt neue Antworten auf alte, immer gültige Fragen. Allen voran jene, wie Gerechtigkeit in der Gesellschaft hergestellt werden kann. Woran sich politisches Handeln orientieren muss, um bei Bürgerinnen und Bürgern auf Vertrauen zu stoßen. Warum Solidarität nicht aus der Mode ist. Wie Begeisterung für Demokratie geweckt werden kann, um der Sehnsucht nach dem "starken Führer" wirksam entgegen zu treten.

Nicht zuletzt stellt sich Prammer der Frage, vor welchen speziellen Herausforderungen die Sozialdemokratie steht. Wo sie nicht auf der Höhe der Zeit ist, worin ihre Zukunftsperspektiven und Chancen liegen.


Freitag, 1. August 2014

Vom Protest zum Handeln - An die Empörten dieser Erde!




An die Empörten dieser Erde!: Vom Protest zum Handeln - Taschenbuch von Stéphane Hessel (Autor), Roland Merk (Autor)STÉPHANE HESSEL, geb. 1917, als Kämpfer der Résistance 1944 nach Buchenwald deportiert, überlebte drei deutsche KZ. Fortan empfand er die moralische Verpflichtung, sein Leben in den Dienst der Menschenrechte zu stellen. Er beendete sein Philosophiestudium, trat in den diplomatischen Dienst ein. In- nerhalb der UNO setzte er sich für jene Ideale ein, denen er sich seit jeher verbunden fühlt: eine Welt ohne Atombomben, ohne Konzentrationslager, ohne Imperialismus – eine Welt, in der die Menschenrechte eingehalten werden. Auch nach Ende seiner offiziellen Berufstätigkeit bleibt Hessel politisch aktiv, mahnt Recht und Gerechtigkeit, Verantwortung und Zivilcourage an – mit sensationeller Resonanz.

ROLAND MERK, geb. 1966, Studium der Philosophie. Er lebt als Schriftsteller und Publizist in Basel und Paris. Im Rahmen des Russell-Tribunals zu Palästina lernte er Stéphane Hessel kennen. Zu seinem Werk gehören neben Essays das Theaterstück zum Nahostkonflikt "Die Vertreibung – Ein dokumentarisches Theaterstück zur Nakba in vier Fragmenten" und der Gedichtband "Wind ohne Namen". Zuletzt veröffentlichte er das Buch "Arabesken der Revolution. Zornige Tage in Tunis, Kairo...".


Das neue Buch des großen Rebellen Stéphane Hessel
Was in seinen beiden Aufrufen Empört Euch! und Engagiert Euch! naturgemäß knapp ausfiel und wegen der direkten Ansprache nicht vertieft werden konnte, findet in "An die Empörten dieser Erde!" nun seinen notwendigen Unterbau.

Da hinter Hessels Appellen ein ganzes Leben an Engagement, an Erfahrung, an Empathie und tiefem Nachdenken steht, entfalten seine Thesen ihren Reichtum und ihre Überzeugungskraft am deutlichsten im Dialog mit den Adressaten.
Diesen Dialog bildet das vorliegende Buch ab und erschließt somit sehr konkret das Denkgebäude des Stéphane Hessel:
- Was bedeutet Empörung, was Engagement angesichts einer zu gestaltenden Weltgesellschaft, auf deren Schwelle wir stehen?
- Angesichts des Arabischen Frühlings, der Griechenlandkrise, der Arbeitslosigkeit in Spanien und der globalen Märkte?
- Wie soll es im Sinne einer Erziehung zu Mitgefühl und globaler Verantwortung weitergehen? 


In einer Zeit der Sinnsuche und des Werteverlustes findet Stéphane Hessel millionenfach Gehör – ganz besonders bei der Jugend dieser Welt. Mit seinen 94 Jahren zeigt Stéphane Hessel, dass Teilhabe an der Gesellschaft keineswegs von Alter, sondern von Bewusstsein abhängt.
Er übernimmt Verantwortung, wie er es sein Leben lang getan hat, und er versucht andere zu animieren, dies auch zu tun. In einer Zeit der Sinnsuche und des Werteverlustes findet er dabei millionenfach Gehör – ganz besonders bei der Jugend dieser Welt.
In seiner „Zürcher Rede“, im Dialog mit dem Publikum und im Gespräch mit dem Herausgeber Roland Merk führt er in diesem Buch aus, was in seinen beiden Aufrufen Empört Euch! und Engagiert Euch! nicht vertieft werden konnte.

Die neue Botschaft Stéphane Hessels an die Empörten dieser Erde lautet: „Der Mensch hat nicht nur ein Gehirn, sondern auch ein Herz bekommen, und genau dieses müssen wir stärken …
Bleibt nicht dabei, empört zu sein, sondern zeigt Verantwortung. Verändert diese Welt, habt Mitgefühl, seid Bürger einer wahrhaften Weltgesellschaft!“

Dienstag, 29. Juli 2014

Der moderne Kapitalismus = eine oligarchische Gesellschaft?






Das Kapital im 21. Jahrhundert 
Gebundene Ausgabe 
von Thomas Piketty  (Autor), Ilse Utz (Übersetzer), Stefan Lorenzer (Übersetzer)

Der moderne Kapitalismus = eine oligarchische Gesellschaft?

Thomas Piketty, ein Ökonom, der sich seit etlichen Jahren mit dem von Anthony Atkinson und Emmanuel Saez geprägten Feld der Verteilungsverhältnisse in den kapitalistischen Gesellschaften beschäftigt, hat in der Wissenschaft und der öffentlichen Diskussion einen Bruch mit überlieferten Bewertungen und gesellschaftlichen Sichtweisen ausgelöst.Die »Piketty-Debatte«, so die Bewertung des US-Ökonomen Paul Krugman, läuft auf eine »Revolutionierung unserer Auffassungen von den langfristigen Trends in Sachen Ungleichheit«Das Schlüsselthema von Pikettys Untersuchungen ist die Ungleichheit in der Einkommens- und Vermögensverteilung. Er will die Gründe der sozio-ökonomischen Entwicklung aufdecken, die den modernen Kapitalismus mehr und mehr mit einer oligarchischen Gesellschaftsstruktur ausstatten.

"Das Kapital im 20. Jahrhundert" ist ein Werk von außergewöhnlichem Ehrgeiz, von großer Originalität und von beeindruckendem Rigorismus. Es lenkt unser ganzes Verständnis von Ökonomie in neue Bahnen und konfrontiert uns mit ernüchternden Lektionen für unsere Gegenwart.

- Wie funktioniert die Akkumulation und Distribution von Kapital?
- Welche dynamischen Faktoren sind dafür entscheidend?

Jede politische Ökonomie umkreist die Fragen nach der langfristigen Evolution von Ungleichheit, der Konzentration von Wohlstand und den Chancen für ökonomisches Wachstum. Aber befriedigende Antworten gab es bislang kaum, weil geeignete Daten und eine klare Theorie fehlten.

In "Das Kapital im 21. Jahrhundert" untersucht Thomas Piketty Daten aus 20 Ländern, mit Rückgriffen bis ins 18. Jahrhundert, um die entscheidenden ökonomischen und sozialen Muster freizulegen. Seine Ergebnisse werden die Debatte verändern und setzen die Agenda für eine neue Diskussion über Wohlstand und Ungleichheit in der nächsten Generation.

Piketty zeigt, dass das moderne ökonomische Wachstum und die Verbreitung des Wissens es uns ermöglicht haben, Ungleichheit in dem apokalyptischen Ausmaß abzuwenden, das Karl Marx prophezeit hatte. Aber wir haben die Strukturen von Kapital und Ungleichheit nicht in dem Umfang verändert, den uns die optimistischen Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg suggeriert haben.
Der Haupttreiber der Ungleichheit - dass Gewinne aus Kapital höher sind als die Wachstumsraten - droht heute vielmehr extreme Formen von Ungleichheit hervorzubringen, die den sozialen Frieden gefährden und die Werte der Demokratie unterminieren.
Doch ökonomische Trends sind keine Handlungen Gottes. Politisches Handeln hat ökonomische Ungleichheiten in der Vergangenheit korrigiert, sagt Piketty, und kann das auch wieder tun.









Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog







Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog [Kindle Edition]

Christopher Clark , Norbert Juraschitz 





Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug.
In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung.

Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte.
Schon jetzt zeigt sich, dass »Die Schlafwandler« eine der wichtigsten Neuerscheinungen zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sein wird.