Freitag, 17. Mai 2013

Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens






Ein Vergleich der Sozialpolitik Kanadas und Australiens aus österreichischer Sicht [Broschiert]
Martin Bolkovac (Autor)

Mag. Dr. Martin Bolkovac ist Mitarbeiter Grundlagenabteilung GPA-djp




Das Buch ist eine erweiterte Version der Dissertation des Verfassers. Mit Hilfe des most similar systems designs wird die Sozialpolitik Australiens und Kanadas untersucht.

Der Autor geht der Frage nach, wieso zwei Länder, die so große Gemeinsamkeiten auf der formalpolitischen Ebene haben, zu so recht unterschiedlichen Outputs und Outcomes in der Sozialpolitik tendieren.

Abschließend wird der Frage nachgegangen, welche Erkenntnisse sich aus dieser Darstellung für die österreichische politische Praxis ablesen lassen.




Die FPÖ - eine rechtsextreme Partei





Die FPÖ - eine rechtsextreme Partei?:
Zur Radikalisierung der Freiheitlichen unter HC-Strache [Broschiert]
Philipp Mittnik (Autor)


Der Politikwissenschaftler Philipp Mittnik untersucht in seiner Arbeit die Entwicklung der österreichischen Freiheitlichen.
Dabei hält er sie eindeutig für eine rechtsextremistische Partei, wofür zahlreiche Belege benannt werden, gleichwohl in einem analytisch nicht breiterem Rahmen.


"Daham statt Islam" - Werbeslogan der FPÖ bei der Nationalratswahl 2008 - war ein Tabubruch, der es notwendig macht, die FPÖ unter der Führung von Heinz-Christian Strache näher zu betrachten.

Strache hat sich ein"Popstar-Image" aufgebaut, und vor allem jugendliche Wähler danken es ihm mit ihrer Stimmabgabe. Der FPÖ ist es zuzuschreiben, dass sich nicht nur die so genannte soziale Unterschicht für radikale Themen begeistert.
Auch Schülerinnen und Schüler der höheren Schulen sehen sich durch die "Ausländerflut" bedroht.  


Dieses Buch unternimmt eine wissenschaftliche Zusammenschau des Phänomens und stellt die wichtigsten Vertreter der FPÖ und deren Ansichten vor.

Der Autor kann für seine Einschätzung eine Fülle von Belegen präsentieren, wozu auch noch zahlreiche Fotos gehören. Man kann darauf auch den jungen Strache im Neonazi-Kontext sehen.

Für viele Detaileinschätzungen findet man eindeutige Belege, wie etwa die zu Persönlichkeitskult und Selbstinszenierung des Parteichefs. 





Donnerstag, 16. Mai 2013

Europas Sozialdemokratie auf dem Prüfstand





Genossen in der Krise: Europas Sozialdemokratie auf dem Prüfstand [Taschenbuch] Felix Butzlaff (Autor), Matthias Micus (Autor), Franz Walter (Autor)

Die Herausgeber arbeiten am Göttinger Institut für Demokratieforschung:
- Felix Butzlaff ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter;
- Dr. Matthias Micus Akademischer Rat und Prof.
- Dr. Franz Walter Direktor des Instituts und einer der profiliertesten deutschen Parteienforscher und ausgewiesener SPD-Experte.



Die sozialdemokratische Parteienfamilie in Europa befindet sich in kritischer Verfassung und sucht nach Erfolgslösungen für die Zukunft. »Dem Morgenrot entgegen« oder: »Siechtum für immer«?

Zwei konträre Befunde zum Zustand der europäischen Sozialdemokratie. Auf die hieraus folgende Unsicherheit antworten zunächst in regelmäßiger Artikelfolge für ZEITonline und nun im hier vorgestellten Sammelband Parteienforscher unabhängig und mit empirisch gesicherten Analysen.

Sie nehmen dabei erstmals die gesamteuropäische Situation in den Blick. Noch unscharf, aber erkennbar zeichnen sich Perspektiven ab: die europäische Sozialdemokratie bei dem energischen, vielstimmigen Versuch, ihre politische Zukunft geschlossener, schlagkräftiger und programmatisch überzeugender in den Griff zu nehmen.





Sonntag, 12. Mai 2013

Online Katalog der Burgenländischen Landesbibliothek




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Marktsozialdemokratie






Marktsozialdemokratie:
Die Transformation von SPD und Labour Party (Göttinger Studien zur Parteienforschung) [Taschenbuch]
Oliver Nachtwey (Autor)


SPD und Labour Party haben sich in der letzten Dekade grundlegend gewandelt.

Die klassische Sozialdemokratie erkannte die Märkte an, wollte aber das Soziale vor den Mühlen des Marktes auf Distanz halten. Sie zweifelte an den Fähigkeiten des Marktes, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Ausgleich zu garantieren.

Deshalb wollte man seine Macht begrenzen, seine Auswirkungen korrigieren und seine Entwicklung steuern. 

Die Marktsozialdemokratie verkehrt dieses Verhältnis:
Der Markt soll mit den Mitteln des Sozialen gefördert und das Soziale nach Marktprinzipien organisiert werden. Politische Ökonomie und der Leitbegriff der sozialen Gerechtigkeit werden deshalb neu gedeutet, was mitunter zu drastischen Legitimationsproblemen der Marktsozialdemokratie führen kann.














































































Freitag, 10. Mai 2013

Politische Gestaltung im internationalen Vergleich






Transformationsindex BTI 2012:
Politische Gestaltung im internationalen Vergleich [Broschiert]


Der politische und wirtschaftliche Entwicklungsstand eines Landes ist messbar: Im internationalen Vergleich lassen sich die Leistungen politischer Entscheidungsträger und der daraus resultierenden Transformationsprozesse gegenüberstellen.

Mit dem "Transformationsindex 2012" legt die Bertelsmann Stiftung zum fünften Mal ihr Ranking von 128 Entwicklungs- und Transformationsländern vor.
Der Untersuchungszeitraum reicht vom Frühjahr 2009 bis zum Frühjahr 2011.

Anhand ausführlicher Ländergutachten dokumentiert der Index die Wirkung von Reformstrategien auf dem Weg zu rechtsstaatlicher Demokratie und sozialer Marktwirtschaft.
Er gibt damit Akteuren in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft wichtige Hinweise und Impulse für ihre Arbeit.




Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins





Die Sozialistische Einheitspartei Westberlins [Broschiert]
Olav Teichert (Autor)




Donnerstag, 9. Mai 2013

Social Media Management


Social Media Management:
Wie Marketing und PR Social Media-tauglich werden [Broschiert]
Felix Beilharz (Autor)

Felix Beilharz ist Projektleiter und Trainer am Deutschen Institut für Marketing. Als Fachexperte betreut er den Bereich Online- und Social Media Marketing und gibt sein Wissen in Seminaren und Vorträgen weiter.




Social Media ist mittlerweile zur Pflicht für viele Unternehmen geworden. Die neue Herausforderung für Marketing, PR und Kundenkommunikation ist die Professionalisierung des digitalen Dialogs.
Ein Dialog auf Augenhöhe mit Kunden und der interessierten Öffentlichkeit. 

Das erfordert ein zeitnahes, aktives Social Media-Management: publizieren, interagieren, netzwerken. Und gerade hier hinken klassische PR- und Marketing-Fachleute aus der Welt der Einwegkommunikation hinterher.

Felix Beilharz illustriert in diesem Buch die ganze Bandbreite des Social Media-Managements. Von der Konzeption über die kreative Umsetzung bis hin zur Steuerung der Kommunikation 2.0 liefert dieses Handbuch das Rüstzeug für den Social Media-Manager.




FESD - Die tägliche Online-Zeitung








Montag, 6. Mai 2013

Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg






Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg: Das Beispiel der SPÖ [Taschenbuch] Maria Mesner (Herausgeber)

Maria Mesner ist Dozentin für Zeitgeschichte an der Universität Wien, Leiterin der Stiftung Bruno Kreisky Archiv, Schwerpunkte in Forschung und Lehre: politische Kultur Österreichs und der USA im 20. Jh., historische Komparatistik, Geschichte der Familie und der Reproduktion, Geschlechtergeschichte.



Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus stand die österreichische Gesellschaft vor der Herausforderung, dass ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung das gerade überwundene Regime gestützt bzw. von ihm profitiert hatte.

Nicht nur unter den politischen Eliten war zunächst die Frage nach der richtigen Balance zwischen notwendiger "Säuberung" einerseits und Integration jener Menschen, deren Verhalten als verzeihbar erachtet wurde, andererseits sehr umstritten.

Verhältnismäßig bald setzte sich freilich ein breiter Konsens durch, von konsequenter Entnazifizierung Abstand zu nehmen: Stattdessen favorisierte man die zügige Eingliederung von ehemaligen Nationalsozialisten, die nicht in NS-Verbrechen involviert gewesen waren, in die neue demokratische Gesellschaft.

Dieser Prozess wird im vorliegenden Band am Beispiel der SPÖ in all seiner Widersprüchlichkeit nachgezeichnet. Mit Beiträgen von Matthew P. Berg, Maria Mesner, Sonja Niederacher, Doris Sottopietra, Theodor Venus und Maria Wirth.



Sonntag, 5. Mai 2013

Wie antijudaistisch ist Österreich?





Die große Abneigung. Wie antisemitisch ist Österreich? Kritische Befunde zu einer sozialen Krankheit [Gebundene Ausgabe]
Maximilian Gottschlich (Autor)

Maximilian Gottschlich, geboren 1948 in Wien, seit 1983 Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft Wien.
Zahlreiche Studien und Veröffentlichungen, u. a. zu Problemen der Kommunikations-gesellschaft, Medien-Ethik, modernem Antisemitismus und dem Verhältnis von Religion, Medien und Gesellschaft. Langjährige Beschäftigung mit Fragen jüdisch-christlicher Verständigung.


Nahezu jeder zweite Österreicher glaubt, "dass die Juden die internationale Geschäftswelt beherrschen" und jeder fünfte wünscht sich Politiker, "die ihre Stimme gegen den jüdischen Einfluss im Land" erheben.

- Wie antijudaistisch (-semitisch) ist Österreich heute 25 Jahre nach der Affäre Waldheim?
- Welcher Strategien bedient sich der neue Antijudaismus, der sich aus dem Nahost-Konflikt speist?
- Welche Rolle spielt dabei die Israel-Kritik der Medien?
- Worin liegen die Schwierigkeiten der Aufklärung über Antisjudaismus / Antisemitismus ? 

Der Kommunikationswissenschafter Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild über Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile seit 1945 in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen.

Die große Abneigung liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur »sozialen Krankheit« Antisemitismus sie ist zugleich auch ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus deutlicher entgegenzutreten als bisher.



Vom Czernin-Verlag:

Das Buch „Die große Abneigung“ folgt den antisemitischen Spuren von 1945 bis in die Gegenwart und rekonstruiert entscheidende Etappen der Entwicklung des antisemitischen Diskurses in der Zweiten Republik.
Dabei stützt sich der Autor auf zahlreiche empirische Befunde sowohl der Umfrage- als auch der Medienforschung. Heute speist sich der moderne Antisemitismus aus dem Nahost-Konflikt und einer überbordenden Kritik an Israel.
- Aber wo verläuft die Grenze zwischen legitimer Kritik und antisemitischem Ressentiment?
- Und: Auf welcher Seite steht hier die Israel-Berichterstattung österreichischer Printmedien?

Maximilian Gottschlich versucht Antwort auf diese und andere grundlegende Fragen zu geben und ein differenziertes Bild von Kontinuität und Wandel antisemitischer Vorurteile in der öffentlichen und veröffentlichten Meinung Österreichs zu zeichnen.
Sein Buch liefert nicht nur epidemiologische Befunde zur „sozialen Krankheit“ Antisemitismus, sondern ist zugleich ein engagiertes Plädoyer dafür, dem destruktiven Potenzial des Antisemitismus mehr Widerstand entgegenzusetzen als bisher. Wie antisemitisch ist die österreichische Bevölkerung heute – ein Vierteljahrhundert nach der Affäre Waldheim?



Samstag, 4. Mai 2013

Die geprügelte Generation





Die geprügelte Generation: Kochlöffel, Rohrstock und die Folgen [Gebundene Ausgabe] Ingrid Müller-Münch (Autor)


Ein Großteil der deutschen (österreichischen) Nachkriegskinder ist ins Leben hineingeprügelt worden.
Wie kam es dazu, dass Eltern zu Teppichklopfer oder gar Rohrstock griffen? Was wurde aus diesen Kindern, die lange Jahre ihres Lebens mit dem Gefühl durch die Welt gingen: Die Eltern mögen mich nicht, ich bin ein Nichts!

Erst nachdem bekannt wurde, dass in Heimen und Privatschulen Misshandlungen an der Tagesordnung waren, dass Geistliche Kinder mit Stöcken schlugen - erst seitdem wird offen über die damals an Kindern verübte alltägliche Gewalt geredet.

Fragen nach dem WARUM kommen auf:
- War es der Zeitgeist, der zu Watsch´n und einer Tracht Prügel verleitete? 
- Hing es damit zusammen, dass die Väter traumatisiert aus dem Krieg zurückkehrten?
- Geschah dies alles in einer unsäglich brutalen Erziehungstradition?

Mit einem Blick auf Gegenwart und Vergangenheit beschreibt dieses Buch, wie sich der Vertrauensbruch der Eltern auf die Biografie der Kinder ausgewirkt hat. Wie die demütigenden Schläge die Gefühle, den Alltag und die Beziehungen einer ganzen Generation bis heute beeinflussen.
Und ob die einst geprügelten Kinder als spätere Erwachsene diesen Eltern verziehen oder mit ihnen brachen.


"Dieses Buch war längst überfällig. Eine äußerst spannend zu lesende Aufklärungsarbeit, die bisher weder wissenschaftlich noch publizistisch mit dieser Überzeugungskraft und Detailgenauigkeit geleistet wurde."
Günter Wallraff











Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand






Diktatur der Finanzmärkte, EU-Krise und Widerstand

Herrschaft des Finanzkapitals; EU-Wirtschaftsregierung; Geschlechterdemokratie; Griechenland unter Troika- Diktat; EU-Verfassungspolitik; Unternehmensgewinne und Staatsschulden; Gewerkschaften und Eurokrise; Reichtum und Armut; Finanztransaktions steuer; EU-Rohstoffpolitik; EU-Beitritt und Souveränität

J. Bischoff, A. Scheele, K. Dräger, G. Kritidis, G. Kassimatis, H.-J. Bieling, W. Vontobel, R. Herzog, H. Schäppi, V. Pedrina, N. Imboden, R. Erne, U. Mäder, P. Wahl, P. Niggli, G. Trepp, H.-J. Fehr  



Diskussion

R. Bossart:
Atheismus und Religionskritik

C. Goll:
Gewalt gegen Frauen

H. Schui:
Zukunft der Wirtschaftsdemokratie

P. Angele et al.:
Gewerkschaftliches Organizing

Marginalien, Rezensionen, Zeitschriftenschau


Inhaltsverzeichnis

3      Editorial 3
5      Joachim Bischoff Herrschaft der Finanzmärkte. Die Finanzkrise erfasst Wirtschaft und Gesellschaft
13    Alexandra Scheele Die Stunde der Technokraten. Geschlechterdemokratische Defizite der gegenwärtigen Krisenpolitik  
21    Klaus Dräger Europäische Wirtschaftsregierung. EU auf dem Weg zum „Deutschen Europa“?
37    Gregor Kritidis Griechenland unter dem Diktat der Troika. Erosion des politischen Systems, Massenmobilisierung und Demokratiebewegung  

49    Giorgos Kassimatis EU verstösst gegen demokratische und europäische Rechtskultur. Zum Kreditabkommen der Troika mit Griechenland  
61    Hans-Jürgen Bieling EU-Verfassungspolitik und Wirtschaftsregierung. Krisenkonstitutionalismus gegen Volkssouveränität und Demokratie
71    Werner Vontobel Unternehmensgewinne zerstören das Finanzsystem  

77    Roland Herzog / Hans Schäppi Gemeinsam für eine globale Transformation. Strategien gegen das Finanzkapital  
89    Vasco Pedrina Gewerkschaften und die Euro-Krise. Zwischen nationalem Rückzug und europäischer Gegenoffensive  
101  Natalie Imboden / Roland Erne Allgemeinverbindliche Tarifverträge gegen Sozialdumping. Erfahrungen aus Europa  
111  Ueli Mäder Reichtum und Armut. Vermögensentwicklung in Europa und in der Schweiz
117  Peter Wahl Durchbruch für die Finanztransaktionssteuer. Das Gesetzgebungsverfahren zur EU-Direktive ist gestartet
125  Peter Niggli EU-Rohstoffpolitik und ihre geostrategische Stossrichtung
135  Gian Trepp Metropolitanwirtschaft. Neuanfang aus den Trümmern des Finanzkapitalismus
141  Hans-Jürg Fehr EU-Beitritt heisst Souveränitätsgewinn
153  Diskussion Rolf Bossart Der Glaube der anderen. Der vulgäre Atheismus und der Niedergang der Religionskritik
165  Christine Goll Gewalt gegen Frauen. (Noch) ein Politikum in der Schweiz?
171  Herbert Schui Wirtschaftsdemokratie als Perspektive

181  Patrick Angele / Adrian Durtschi / Tanja Walliser Organizing in der Schweiz. Wie aus Gewerkschaften eine Bewegung wird
189  Marginalien / Rezensionen Sebastian Wolff / Jens Wissel Kämpfe um die institutionelle Struktur der EU. Tagung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG)
193  Bernd Röttger Kapitalismus, Hegemoniekrise und neue Landnahme. Zu den fünften Braunschweiger Gramsci-Tagen 2011
196  WIDE-Arbeitsgruppe Arbeit & Gender / Lilian Fankhauser GENDER MACHT ARBEIT: Zur Prekarisierung der Arbeits- und Lebensverhältnisse aus Sicht der Care-Ökonomie
203  Mark Herkenrath über Nicolas Shaxson: Schatzinseln. Wie Steueroasen die Demokratie untergraben 200 Stephan Tschirren über Erklärung von Bern (Hg.): Rohstoff. Das gefährlichste Geschäft der Schweiz
205  Fabian Saner über Oliver Marchart: Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy et al.
209  Zeitschriftenschau
215  Autorinnen und Autoren  



Siehe auch unter:
http://www.widerspruch.ch



Donnerstag, 2. Mai 2013

Wahnsinn mit Methode: Enthemmte Wirtschaft





Enthemmte Wirtschaft (TELEPOLIS): Krisen, Politik und Grenzen der Demokratie [Kindle Edition] Reinhard Jellen (Autor)

Seit dem endgültigen Ende des "Goldenen Zeitalters" (Eric Hobsbawm) in Deutschland zu Beginn der achtziger Jahre ist mit Zunahme des wirtschaftlichen Drucks immer wieder jenes Phänomen zu beobachten gewesen, dass demokratisch legitimierte Entscheidungsfindung durch eine mehr oder minder direkte Einflussnahme der Wirtschaft ersetzt wurde.

Spätestens mit dem Beginn der rot-grünen Koalition wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, die Maßgaben der Wirtschaftseliten bereits vor der Abstimmung im Parlament durchzusetzen, indem man vorab argumentativ den politischen Handlungsrahmen so begrenzt, dass die darauf folgende Entscheidung nur noch in eine Richtung zielen konnte, nämlich die der "Sicherung des Wirtschaftsstandortes Deutschlands" durch mehr "Deregulierung" und "Flexibilisierung".  

Verließ sich die Regierung Schröder/Fischer zur Durchsetzung dieser politischen Coups am Anfang noch auf die Hilfe von Bild, BamS, Süddeutsche Zeitung und Sabine Christiansen, wurden alsbald auch Beraterkommissionen und Gremien eingesetzt, die mit großzügiger Unterstützung von Wirtschaftslobbyisten den Parlamentariern den Hauptteil der demokratische Arbeit abnahmen und im Rahmen eines "Austauschprogramms" sogar direkt in den Ministerien für ihre Zwecke tätig sein durften: Die Parlamentarier mussten sich nun nicht mehr mit dem Abfassen komplizierter Gesetzestexte beschäftigen, sondern brauchten diese nur noch abzunicken.
Die deutsche Steuergesetzgebung erweist sich zum Beispiel immer mehr als Bastelanleitung für einen Selbstbedienungsladen, von dem selbst Olaf Henkel als Kleinkind zu Weihnachten nicht zu träumen wagte.  

Mit der innerhalb kürzester Zeit beschlossenen Einsetzung des Bankenrettungsschirms und der darauf folgenden "Schuldenbremse" in Deutschland wurde dann die Blaupause für die europaweite Entmachtung der Parlamente in Gestalt des ESM geschaffen, der wiederum gleichzeitig als Gesetz und Vertrag bindend ist und oberhalb der Entscheidungskompetenz der einzelnen Parlamente steht.

Wir erleben also die Abschaffung der Demokratie mit demokratischen Mitteln.  

Wie es zu diesem Wahnsinn, der durchaus Methode hat, kommen konnte, zeichnen diese Interviews aus den Jahren 2002 bis in die Gegenwart nach.
Die Tendenzen und Ursachen werden auf ökonomischer (Robert Kurz, Ernst Lohoff, und Norbert Trenkle), politischer (Werner Rügemer, Hans Jürgen Krysmanski, Leo Müller, Jürgen Roth, Kim Otto) und empirischer Ebene untersucht.



Mittwoch, 1. Mai 2013

Anklage einer verlorenen Generation





So nicht! Anklage einer verlorenen Generation [Broschiert]
Bernhard Winkler (Autor)

Bernhard Winkler, geboren 1989, 2008 bis 2010 Journalist bei den Oberösterreichischen Nachrichten, seit 2010 ist er PR-Mitarbeiter eines großen österreichischen Sportartikel-Unternehmens.



In 20 Anklagepunkten greift der Autor des Buches "SO NICHT! ANKLAGE EINER VERLORENEN GENERATION" die derzeitige Politik frontal an. Sie habe keine Ideale mehr !

"Politiker sind keine Landwirte - warum betreiben sie dann Kuhhandel?", ist der Titel eines Kapitels in Bernhard Winklers Buch.

In 20 Anklagepunkten greift der Autor die derzeitige Politik frontal an. Sie habe keine Ideale mehr und mache politisches Kleingeld auf dem Rücken der Jugend: bei der Jobsuche, in der Bildungspolitik, bei der Altersvorsorge. Demokratie sei zur Farce verkommen, die Politiker lebten nur mehr in der Defensive. Bernhard Winklers Aufschrei ist laut, offensiv und brillant.

Sein Fazit: "Reißt endlich das Ruder rum, sonst entern Piraten das Parlament."