Sonntag, 13. Januar 2013

Inwieweit prägten & prägen die kolonialen Muster die deutsche Arbeitsmigrationpolitik?





Arbeitsmigrationspolitik
Inwieweit prägten und prägen die kolonialen Muster die deutsche Arbeitsmigrationpolitik? [Taschenbuch]

Nina Eger  



Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Historisches 

Arbeitsmigrationspolitik in Deutschland, ein Nachkriegsphänomen oder bereits eine lange deutsche Tradition?! 

Es gibt zwei Jahreszahlen, an denen die ersten Arbeitsmigrationsströme in Deutschland festgemacht werden. Das sind die Jahre 1955 und 1961, in denen die ersten italienischen und türkischen Gastarbeiter nach Deutschland kamen. 


In der Literatur gibt es eine regelrechte Fixierung der Arbeitsmigrationspolitik auf die Nachkriegszeit. Allerdings hat es in Deutschland zu allen Zeiten Migrationsbewegungen und Arbeitsmigrationen gegeben. 
Daß es in Deutschland lange Traditionen mit ausländischen Arbeitskräften gab, ja, daß es nach 1945 nur eine zehnjährige Unterbrechung der massenhaften Ausländerbeschäftigung gegeben hatte und von den letzten 100 Jahren mehr als 80 ein Ausländerproblem kannten, wurde weiterhin verdrängt. 

Durch die Beschränkung auf die eher unverfängliche Phase der deutschen Geschichte werden Fragen nach Brüchen und Kontinuitäten in der gesellschaftlichen Konzeption von Arbeitsmigration im Rahmen der historischen Entwicklung des deutschen Nationalstaates , also Fragen, die auf die Zeit vor 1955 abzielen, nicht gestellt. 

Die Politik verstärkte die Wahrnehmung der sog. Stunde Null des Jahres 1955 nicht rein zufällig. Diese Zeitmarkierung war ein Bestandteil symbolischer Politik, der einen absoluten Bruch mit der belastenden Geschichte darstellen sollte. 

Doch diese Befreiung von der Geschichte hatte die paradoxe Folge, dass die historische Verdrängung zur Grundlage einer weitgehenden Rekonstruktion von überwunden geglaubten Gesellschaftsdiskursen und praktiken wurde. 

In dieser Arbeit soll deshalb der Frage In wieweit prägten und prägen die kolonialen Muster die deutsche Arbeitsmigrationpolitik? nachgegangen werden. - - Zuerst sollen die Begriffe `Kolonialismus` und `Migration` dargestellt werden. 
- Im Anschluss daran werden die Jahre von 1880 bis 1919 in Bezug auf den deutschen Kolonialismus und die sich zeitgleich entwickelnde Arbeitsmigrationspolitik erläutert. 
- Danach wird die Arbeitsmigrationspolitik ab 1955 bis 1970 untersucht und ggf. Parallelen zum ersten Zeitabschnitt herausgearbeitet. 





Samstag, 12. Januar 2013

Scheinparlamentarismus im Führerstaat






Scheinparlamentarismus im Führerstaat
"Gemeindevertretung" im Austrofaschismus und Nationalsozialismus. Funktionen und politische Profile Wiener Räte und Ratsherren 1934 - 1945 im Vergleich [Broschiert]
Maren Seliger  





Die Publikation leistet einen Beitrag zur Erforschung der faschistischen Systeme 1934 bis 1945 auf Wiener Lokalebene. 

Die vergleichende Untersuchung umfasst ideologische Begründung, Funktionsweise und personelle Zusammensetzung der "Gemeindevertretung" im Austrofaschismus und in der NS-Herrschaft. 

Die Abgrenzung zwischen beiden Gruppen von Gemeindevertretern war allerdings fließend, was sich in mehrfacher Hinsicht dokumentieren ließ: 
- an teils übereinstimmenden antidemokratischen Einstellungen, 
- der Parteizugehörigkeit einzelner Mandatsträger sowie 
- politischen "Grenzgängern" zwischen Austrofaschismus und Nationalsozialismus.



So manches geschichtsinteressierte Mitglied der Freiheitskämpfer/ innen hat sich schon einmal die Frage gestellt:
„Wie sah der Wie- ner Landtag und Gemeinderat in den Jahren 1934 bis 1945 aus?“

Auf fast 900 Seiten beantwortet Maren Seliger viele damit zusam- menhängende Fragen.
Das Buch „Scheinparlamentarismus im Führerstaat“ leistet einen wichti- gen Beitrag zur Erforschung der faschistischen Herrschaft 1934 bis 1945 auf Wiener Lokalebene. 







Freitag, 11. Januar 2013

Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise







Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Tuvia Tenenbom Michael Adrian  



»Tenenboms Deutschland-Reportage ist gradlinig und lässig formuliert, getragen von einer sanften Verzweiflung, von Spott und einem guten Maß Selbstironie. Und sie ist trotz der Abgründe, die sie auslotet, ziemlich unterhaltsam.« (Sebastian Hammelehle Spiegel Online )

»Mut ist, wenn einer Fragen stellt, die sonst keiner stellt, weil sie unschicklich, peinlich, brisant sind. Eine Kamikaze-Erkundung des deutschen Nationalcharakters.« (Evelyn Finger Die Zeit )

»Größtenteils lustig und unterhaltsam, aber mitunter bitterböse.« (Martin Knobbe stern )

»Komisch, selbstironisch und bisweilen böse.« (Sigrid Brinkmann Deutschlandradio Kultur )




Tuvia Tenenbom wurde 1957 in Tel Aviv geboren, stammt aus einer deutsch-jüdisch-polnischen Familie und lebt seit 1981 in New York. 
Er studierte unter anderem englische Literatur, angewandte Theaterwissen-schaften, Mathematik und Computerwissenschaften sowie rabbinische Studien und Islamwissenschaften, unter anderem an der St. John's University und an der New York University. 
Er arbeitet als Journalist, Essayist und Dramatiker und schreibt für zahlreiche Zeitungen in den USA, Europa und Israel, darunter für Die Zeit, den italienischen Corriere della Sera und Yedioth Ahronoth aus Israel.

1994 gründete er das Jewish Theater of New York. Le Monde nannte ihn einen »Begründer einer neuen Form des jüdischen Theaters«, die New York Times lobte seine Theaterarbeiten als »unwiderstehlich und faszinierend«, der Corriere della Sera pries ihn »als einen der innovativsten zeitgenössischen Dramatiker«. 

In der Zeit veröffentlicht Tenenbom zweimal im Monat die Kolumne »Fett wie ein Turnschuh«. Allein unter Deutschen ist sein erstes Buch auf Deutsch, es erschien 2011 auf Englisch unter dem Titel I Sleep in Hitler's Room.


Tuvia Tenenbom begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland: 
von Nord nach Süd, von Ost nach West, in die Stadt, aufs Land, in die Kirchen und in die Kneipen. 

Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück. Er interviewt Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo und Kai Diekmann, er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Erste-Mai-Demonstrationen. Er beobachtet die Biertrinkernation im WM-Sommer 2010, er besucht Synagogen, die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, den Weltkirchentag, die Passionsspiele in Oberammergau. Er spricht mit Studenten und Professoren, mit Bankern und Industriellen, mit Politikern und Künstlern, mit Bürgermeistern und Schrebergartenbesitzern, mit Obdachlosen und Junkies. 

Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen, drängenden Fragen: 
- Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? 
- Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? 
- Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei? 
Tenenbom nimmt in seinem sarkastischen, provokanten Reisebericht kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, den Spiegel vorzuhalten. Auf unterhalt-same Weise führt er mit scharfer Beobachtungsgabe die deutschen Marotten vor und enthüllt dabei intelligent und komisch zugleich die Seele des Landes und seiner Bewohner. 

Es treten auf: Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo, Jens Jessen, Horst Tomayer, André Schiffrin, Charles Schumann, Kai Diekmann, Holger Franke (»Rote Grütze«), Adolf Sauerland, Helge Schneider, Paul Bauwens Adenauer, Peter Scholl-Latour u.a..




Dienstag, 8. Januar 2013

Meudalismus - der moderne Feudalismus in Deutschland






Wie der Nil in der Wüste: 

Meudalismus - der moderne Feudalismus in Deutschland   


Harald Wozniewski  



Sie glauben, Sie gehören zur sogenannten Mittelschicht? Aber haben Sie dafür auch die erforderliche Kaufkraft?


Dieses Buch zeigt, dass die frühere Mittelschicht schon längst zur Unterschicht geworden ist. Sie werden auf Fakten und Zusammenhänge aufmerksam gemacht, die Sie sonst so in der Öffentlichkeit nicht antreffen. 
Ihnen wird einiges fremdartig erscheinen, und vielleicht spüren Sie auch, dass Ihr Weltbild oder zumindest Ihr Bild von Deutschland erschüttert wird. 

Wenn Sie das Wirtschaftswunder der 1960er Jahre miterlebt haben, dann werden Sie sich vielleicht wundern, dass es seither in puncto Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und in vielen anderen Beziehungen stets bergab gegangen ist und dass unsere Politiker es bis heute nicht geschafft haben, diesen Trend zu stoppen oder gar umzukehren. 


Ob Sie es glauben oder nicht: Die Politiker haben von dem, was Sie hier lesen werden, keine Ahnung. 
Ludwig Erhard war der Letzte, der das Problem 1957 in seinem Buch "Wohlstand für Alle" beim Namen nannte. Seien Sie also gespannt!




Arabischer Winter




ARABISCHER WINTER

  • Das ist keine Revolution


    Aus dem Arabischen Frühling wurde der Winter unseres Unbehagens

    von Hussein AghaRobert Malley | Naher und Mittlerer Osten/Nordafrika, Demokratisierung/Politischer Systemwechsel

    Das ist keine Revolution
    Nationen zerfallen, Minderheiten erwachen, Bündnisse werden wie im Taumel geschlossen und zerfallen ebenso schnell wieder. Wo Wahlen stattfinden, gewinnen die Islamisten. Wo sie regieren, werden sie von den eigenen Widersprüchen fast zerrissen. Ist der Islamismus der rechte, authentische Pfad oder eine weitere Abweichung?
  • „Es fehlt an politischer Substanz“ Is purchaseable

    Ist der politische Islam regierungsfähig? Und hat der Nationalstaat Zukunft?

    von Ibrahim El-Houdaiby

    „Es fehlt an politischer Substanz“
    Ein halbes Jahr nach der Wahl Mohammed Mursis zum ägyptischen Präsidenten wachsen die Zweifel an der Regierungsfähigkeit der Muslimbrüder. Mit Recht, erklärt der ehemalige Muslimbruder Ibrahim El-Houdaiby im IP-Interview: Ein Konzept ist bislang ebenso wenig zu erkennen wie eine Vorstellung davon, welche Rolle der Islam im öffentlichen Leben spielen soll.
  • Syrisches Trauerspiel

    Die Zögerlichkeit des Westens verlängert den Krieg gegen Assad

    von Markus Bickel | Syrien, Innere Konflikte

    Beim Kampf gegen das Assad-Regime beschränkte sich der Westen bislang hauptsächlich auf wohlfeile Rhetorik – mit fatalen Folgen. Die Untätigkeit der vermeintlichen Verteidiger westlicher Werte hat dafür gesorgt, dass der Konflikt auf die Nachbarländer überschwappt, und sie treibt die Assad-Gegner in die Arme von Islamisten und Al-Kaida.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Phoolan Devi - Die indische Sozialrebellin




Phoolan Devi - Die Rebellin [Gebundene Ausgabe]Willi Baer Karl-Heinz Dellwo Michaela Karl Hilmar König  


Leseprobe unter:http://www.laika-verlag.de/bibliothek/phoolan-devi-–-die-rebellin


Die indische Sozialrebellin Phoolan Devi wurde am 10. August 1963 in einem kleinen Dorf im Bundesstaat Uttar Pradesh geboren. Ihr Name bedeutet im Dialekt ihrer Kaste »Die Blume«. 
Im Alter von elf Jahren wurde sie mit einem 24 Jahre älteren Mann zwangsverheiratet, von diesem schwer misshandelt, vergewaltigt und später verstoßen. Nach der Rückkehr in ihr Dorf galt sie als vogelfrei, wurde von mehreren Männern vergewaltigt, und ihre Familie weigerte sich, sie aufzunehmen.

Kaum siebzehn Jahre alt, schloss sie sich einer Bande von Freischärlern an und wurde später ihre Anführerin. Drei Jahre lang führte sie ihren Kampf gegen das Kastenwesen, überfiel Banken und Geschäfte und verteilte die Beute an die sogenannten „Unberührbaren“ und an Mitglieder der untersten Kasten.

Ihre Geschichte ist die einer Frau, die sich in einem Land der Dritten Welt gegen die erdrückende Atmosphäre sexistischer Gewalt und frühkapitalistischer Ausbeutung auflehnte und dazu das Mittel bewaffneter Gegengewalt wählte. 
Am 12. Februar 1983 stellte sich Phoolan Devi nach einer gnadenlosen Menschenjagd den Justizbehörden. Nach elf Jahren Zuchthaus wurde sie 1994 wegen eines Krebsleidens begnadigt. 
1996 wurde sie als Abgeordnete der sozialistischen Samajwadi Party ins Parlament gewählt. Dem gehörte sie bis zu ihrer Ermordung am 25. Juli 2001 an.

Mit Texten von Michaela Karl und Hilmar König. 
Michaela Karl promovierte 2001 an der FU Berlin über Rudi Dutschke und forscht heute, wie am Beispiel Phoolan Devi, über die Figur der Sozialrebellin. 
Hilmar König lebt als freier Journalist seit Anfang der Achtziger Jahre in Indien und zeichnet in seinem Beitrag Hunger nach Gerechtigkeit ein umfassendes Bild über das Leben und die Bedeutung von Phoolan Devi im Kampf gegen die Unterdrückung und Missachtung der Frauen in der indischen Männergesellschaft.



Montag, 31. Dezember 2012

Cora Stephan: "Basta, Frau Merkel!"






Angela Merkel. Ein Irrtum [Broschiert]
Cora Stephan  

Die Publizistin Cora Stephan, geboren 1951 bei Osnabrück, schreibt als Anne Chaplet Kriminalromane und veröffentlicht ihre politischen Essays und Kommentare bei verschiedenen überregionalen Hörfunk- und Printmedien. 

Dass sie sich auch in einem Buch endlich wieder politisch äußert, ist Angela Merkel zu verdanken. Cora Stephan lebt in Frankfurt.



Cora Stephan schreibt, was alle denken: Basta, Frau Merkel

Angela Merkel ist nach Rot-Grün 2005 die Hoffnungsträgerin der Eliten, weit über das klassische CDU-Spektrum hinaus. 
Welch ein Irrtum. 
Auch wenn die Kanzlerin im Ausland eine gute Figur macht, im Lande selbst nimmt man sie nur noch als machtversessene, lavierende und konzeptionslose Staatsmann-Darstellerin wahr. 

Nach Schröder, Fischer, Lafontaine, viel Basta und Testosteron sehnten sich viele nach einer neuen Politik. Nach einem sachbezogenen Regierungsstil. Nach einer Person wie Angela Merkel, die in der DDR den Wert von Freiheit und Unangepasstheit schätzen gelernt hat. Und endlich nach einer Frau im Amt. Die Physikerin Merkel machte Hoffnung auf eine Berliner Republik ohne Klientelpolitik, Mackertum und Lagerwahlkampf. 

Doch es ist alles beim Alten geblieben. Keine Reformen, nur Stillstand, keine Problemlösungen, nur Parolen. Kein Gedanke an die Zukunft, nur Wahlgeschenke zur Machtsicherung. 

An der Spitze eine ihre Macht bloß noch verwaltende verkrampfte Einzelkämpferin. Und deshalb sagt eine, die Angela Merkel einst gewählt hat, heute: »Basta, Frau Merkel!« Gewiss, da ist auch enttäuschte Liebe im Spiel. Cora Stephans schonungslose Analyse von Aufstieg und Fall der Angela Merkel ist radikal und subjektiv zugleich und spricht damit vielen aus der Seele.

Die erste persönliche Abrechnung mit Angela Merkel.






Freitag, 21. Dezember 2012

Krisenkommunikation im SocialWeb



































Oberste Regel:
Nur nicht den Kopf verlieren!

Krise kann ein positiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen!
Max Frisch

siehe den kompletten Beitrag unter:
http://de.slideshare.net/danielrehn/krisenkommunikation-im-social-web-baw-15122012




Donnerstag, 20. Dezember 2012

Helfersyndrom, Prestigeverlangen oder Gemeinsinn?



Helfersyndrom, Prestigeverlangen oder Gemeinsinn?


Untersuchungen zum Spendenverhalten
Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen (Hrsg.)
Berlin, 2009, 68 Seiten
ISBN: 978-3-9812634-0-4 





In dieser Veröffentlichung werden die Beiträge der vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung veranstalteten Tagung im Oktober 2008 „Motive, gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren auf das Spendenverhalten” dokumentiert.
Mit Beiträgen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden der aktuelle Stand und die Entwicklung der Spendensituation nachgezeichnet. Die Autorinnen und Autoren präsentieren Erkenntnisse zu Motiven und weiteren Einflussfaktoren auf das Spendenverhalten vor dem Hintergrund neuer Gesetzeslagen und deren Auswirkungen aus der Sicht des Spendenwesens.

Inhalt
Begrüßung und Einführung in die Tagung
Eckhard Priller, Burkhard Wilke, Berlin

Spendensituation und Spendenverhalten
Charity Scope 2008: Spendenmotivation – eine soziostrukturelle Analyse
Erik Lämmerzahl, Nürnberg

Philanthropie in Deutschland
Neue Wege zur Förderung gesellschaftlichen Engagements
Manuela Drews; Karen Hadem; Ulf Schrader, Hamburg/Berlin

Zur Bedeutung eines erweiterten Spendenbegriffs
Das Beispiel einer Untersuchung zu privaten Spenden für Kultur
Rupert Graf Strachwitz; Rainer Sprengel, Berlin/Halle

Spenden, eine Form von Freiwilligkeit
Das Beispiel Schweiz
Herbert Ammann, Zürich

Spendenwesen in Österreich
Gesetzliche Grundlagen und deren Auswirkungen
Gerhard Bittner, Wien

Die Bedeutung des Spenden- und Gemeinnützigkeitsrechts
Eine Analyse von Experteninterviews
Jana Sommerfeld, Berlin

Neuere Entwicklungen im Spendenbereich
Daten aus dem Statistischen Bundesamt
Nicole Buschle, Wiesbaden

Warum spenden Menschen Geld?
Ein einstellungstheoretisches Erklärungsmodell
Jochen Mayerl, Stuttgart

Jenseits von Altruismus und Egoismus
Eine Bestandsaufnahme der empirischen Erfassung und Diskussion von Spendenmotiven
Clara West, Berlin

Die Analyse der Spendenmotive anhand einer psychologischen Studie
Alexander Steiner, Hamburg





Donnerstag, 13. Dezember 2012

Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft da !






Der vergessene Mensch in der Wirtschaft:
Neue Modelle zwischen Gier und Fairness [Gebundene Ausgabe]

Hans Bürger

Hans Bürger, geboren 1962 in Linz, absolvierte das Volkswirtschaftsstudium an der Johannes Kepler Universität in Linz als letzter Schüler Kurt W. Rothschilds.
Erst Wirtschaftsjournalist, seit 1987 beim ORF. 1997 ORF-Korrespondent in Brüssel, seit 1998 Ressortleiter Innenpolitik & EU, stv. Chefredakteur sowie innenpolitischer Hauptkommentator der österreichischen Hauptnachrichtensendung Zeit im Bild.
Gastgeber der ORF-Pressestunde sowie Diskussionsleiter des Runden Tisches. 


Der Mensch ist nicht für die Wirtschaft da, sondern die Wirtschaft für den Menschen!

Viele wollen das so nicht mehr hinnehmen: Ein Wirtschaften und insbesondere eine Wirtschaftstheorie, die auf dem Homunkulus "Homo oeconomicus" basiert, dem rein rationalen, egoistischen, eigennützigen Kalkulierer ohne soziales Gewissen.

Was ist Glück, was macht unser Leben sinnvoll?
Über die individuelle Frage hinaus beschäftigen sich neuerdings auch Ökonomen mit dieser Frage, um letztendlich zu politischen Antworten zu kommen. Hier entsteht eine neue Ökonomie, die eng zusammenarbeitet mit Psychologen, Soziologen und Neurologen, all jenen, die wissen, dass die Kunstfigur des "durchschnittlichen Menschen" niemandem hilft, keine Antworten gibt.

Und noch ein Aspekt der ungesunden Entwicklungen der letzten 30 Jahre wird beleuchtet: das "Zuviel-Zuwenig-Paradoxon".
Immer mehr Menschen haben zu viel Arbeit und leiden darunter, immer mehr Menschen haben zu wenig oder keine Arbeit - und leiden darunter.

Was steht hinter den unterschiedlichen Positionen? Dieser Frage geht Hans Bürger in seinem neuen Buch nach.



Für die Deutschen war er ein Kanake, für die Muslime ein Jude, für die Juden ein Krimineller aus dem Wedding







»Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude«: 
Die Geschichte eines Deutsch-Iraners, der Israeli wurde Autobiografie [Taschenbuch]

Arye Sharuz Shalicar, Jahrgang 1977, diente nach dem Abitur 1997 bei der Bundeswehr als Sanitäter und begann an der FU Berlin zu studieren. 2001 wanderte er nach Israel aus, wo er 2006 an der Hebräischen Universität Jerusalem das Bachelor-Studium Internationale Beziehungen, Nahostgeschichte und Politik absolvierte sowie im Anschluss bis 2009 ein Masterstudium der European Studies. 
Von 2006 bis 2009 arbeitete er für The Jewish Agency for Israel und 2007 - 2009 für das Nahost-Studio der ARD in Tel Aviv. Er ist ehrenamtlich Vorsitzender der Organisation junger deutschsprachiger Einwanderer in Israel (NOAM) und seit Oktober 2009 Pressesprecher der israelischen Armee (IDF).






Seine Familie kam aus dem Iran. Er wuchs in Berlin auf. Er interessierte sich überhaupt nicht für seine Herkunft. Auch regelmäßige Besuche bei Verwandten in Israel änderten daran nichts. 
Nach dem Umzug in den von muslimischen Zuwanderern geprägten Berliner Stadtteil Wedding änderte sich jedoch alles. Hass auf Israel und die Juden ist an der Tagesordnung. An den Häuserwänden stehen entsprechende Parolen. Als sich herausstellt, dass Arye Jude ist, wird er zur Zielscheibe dieses Hasses. Da ist er 15 Jahre alt. Mithilfe eines befreundeten muslimischarabischen Kurden gelingt es ihm, sich in der Welt der Jugendgangs »hochzuarbeiten«. 

Nur mühsam kann er sich aus dieser Welt wieder lösen. Er beginnt, sich mit seiner jüdischen Herkunft auseinanderzusetzen. Er erfährt von seinen Eltern, welchen Verfolgungen die Juden im Iran ausgesetzt waren, wo »ein nasser Hund« besser war »als ein trockener Jude«. 
Das Gefühl der Nichtzugehörigkeit wächst. Schließlich wandert Arye nach Israel aus, wo er ein anderes Leben führen will: ein Leben der Zugehörigkeit, ein Leben ohne schiefe Blicke, ein Leben als Jude.

»Für die Deutschen war ich ein Kanake, für die Moslems ein Jude, für die Juden ein krimineller Jugendlicher aus dem Wedding.«




Dienstag, 11. Dezember 2012

Warum wir Politikern nicht trauen ?!






Warum wir Politikern nicht trauen…: und was sie tun müss(t)en, damit sich das ändert [Gebundene Ausgabe]Matthias Strolz  

Dr. Matthias Strolz ist seit über zehn Jahren Organisationsentwickler, Leadership-Coach und Politikberater. Er studierte internationale Wirtschaft, Politik und systemische Organisationsentwicklung. 
Auf Basis seiner langjährigen Erfahrung als Funktionär und Mitarbeiter in politischen Organisationen folgte 2001 der Schritt in die Selbstständigkeit. Er ist heute Geschäftsführer der "promitto organisations- und politikberatung" mit Sitz in Wien.



Eine ernüchternde Diagnose. Ein erhellender Ausblick. Der Niedergang der Politik. 
Und wie es anders gehen könnte: Politiker sind unten durch. Kein Berufsstand in Europa gilt in Umfragen als weniger glaubwürdig. 
Kein Wunder. 

Diejenigen, die es nach oben schaffen, sind NICHT immer die fähigsten Köpfe, denn die Ochsentour auf der Parteien-Karriereleiter dauert viele Jahre. 

Quereinsteiger sind keine Alternative. Ihnen fehlen Erfahrung und Wissen um politische Sachzwänge und Spielregeln. 


Die Verführungen des Politiker-Berufes sind zahlreich: Selbstverliebtheit und die Sucht nach Ruhm locken nicht nur gefestigte und integre Charaktere an. 
Der Preis der Macht ist hoch: Terminstress und Verlust der Privatsphäre münden oft in Abgehobenheit, Erschöpfung oder Zynismus. Auch nicht das, was man von einem guten Politiker erwartet. 

Was also tun? Matthias Strolz, Politik- und Organisationsberater mit systemischem Ansatz, zeigt nach dieser ernüchternden Diagnose Wege auf, wie Politiker zu dem werden, was sie sein sollten: 
Persönlichkeiten mit einer tief wurzelnden Mission, mit ehrlichem Engagement und tatkräftiger Zuversicht, die zudem in der Lage sind, dies überzeugend zu vermitteln. Ein kühnes Ziel und eine anspruchsvolle Herausforderung.

Montag, 10. Dezember 2012

Religion-Gewalt-Gewaltlosigkeit. Probleme-Positionen-Perspektiven







Religion Gewalt Gewaltlosigkeit. Probleme-Positionen-Perspektiven [Taschenbuch]Christoph Bultmann Benedikt Kranemann Jörg Rüpke  

Dr. theol. Benedikt Kranemann, geboren 1959, ist seit 1998 Professor für Liturgiewissenschaft an der Katholisch-Theologischen Fakultät Erfurt.
Prof. Dr. Jörg Rüpke war von 1995 bis 1999 Professor für Klassische Philologie an der Universität Potsdam und von 1999 bis 2008 Professor für Vergleichende Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Europäische Polytheismen an der Universität Erfurt und dort Koordinator des DFG-Schwerpunktprogramms Römische Reichs- und Provinzialreligion. 
Seit 2008 ist er Sprecher der DFG-Kollegforschergruppe Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive und Fellow für Religionswissenschaft am Max-Weber-Kolleg Erfurt. Seit 2011 ist er Honorarprofessor an der Universität Aarhus und im Jahr 2012 wurde er in den Wissenschaftsrat berufen.


Die Diskussion um das Verhältnis von Religion und Gewalt hat nicht erst mit dem 11. September 2001 begonnen. Nahostkonflikt, die Situation in Nordirland und der Balkankrieg sind nur einige weitere Beispiele aus jüngerer Zeit. Doch Unverständnis und Aggression zwischen Juden und Muslimen, Katholiken und Protestanten allein sind nicht Grund und Motivation für diese Gewaltexzesse. 

- Sind religiöse Konflikte Ursache für die Gewalt? 
- Was lässt eine Religion gewalttätig werden? 
- Welche Rolle spielt für ihr Gewinnpotenzial das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Umfeld? 
- Oder werden Religionen nur benutzt bzw. lassen sie sich benutzen, um Gewalt zu rechtfertigen? 
- Wie gehen die verschiedenen Religionen selbst mit der eigenen Widersprüchlichkeit um, die ja nicht nur ein historisches Faktum, sondern auch eine philosophisch-theologische Herausforderung der Gegenwart ist?

Diesen und anderen Fragen gehen die Beiträge dieses Bandes, die aus der Sicht von Theologen, Religionswissenschafltern und Historikern unterschiedlichste Religionen und Konfessionen darstellen, nach.



Beiträge von Christian Albrecht, Christoph Bultmann, Georg Hentschel, Benedikt Kranemann, Claus-Peter März, Vasilios N. Makrides, Jamal Malik, Josef Pilvousek, Josef Römelt, Jörg Rüpke, Christian Wiese, Reinhard Zöllner.










Rafik Schami: Eine Hand voller Sterne






Eine Hand voller Sterne: Roman (Gulliver) [Taschenbuch]
Rafik Schami  



Über mehrere Jahre führt ein Bäckerjunge in Damaskus ein Tagebuch. 

Es gibt viel Schönes, Poetisches und Lustiges zu berichten aus der Stadt, in der Menschen so vieler Nationalitäten leben: von seinem Freund, dem Kutscher Salim, der herrliche Geschichten erzählen kann; von Nadia und seiner Liebe zu ihr, von der Schule und vom Basar, auf dem die Mutter Meisterin im Handeln ist. 

Aber es gibt auch Armut, Ungerechtigkeit und Spitzel vom Geheimdienst. Und Menschen, die plötzlich im Gefängnis verschwinden, wie Habib, der Journalist, der sein großes Vorbild ist.



Ein Jugendbuch, das auch Erwachsene lieben.
Junge Bibliothek 50 Lieblingsbücher zum Vorlesen und Selberlesen, ausgewählt von der Kinder- und Jugendbuchredaktion der Süddeutschen Zeitung.


Inhaltsangabe
In Rafik Schamis Adoleszenzroman „Eine Hand voller Sterne“ teilt der jugendliche Ich-Erzähler seinem Tagebuch seine Erlebnisse über einen Zeitraum von etwa dreieinhalb Jahren mit. Der Junge findet Gefallen am Schreiben, er entdeckt seine Liebe zur Sprache. In ihm wächst der Wunsch, Journalist zu werden. Dieser Berufswunsch des Protagonisten scheint aber in Gefahr zu geraten, weil der Vater die Zukunft seines Sohnes in der familieneigenen Bäckerei sieht.

Erst als er die Gelegenheit bekommt, in einer Buchhandlung eine Ausbildung anzufangen, eröffnet sich ihm eine Möglichkeit, der väterlichen Backstube zu ‚entkommen’.

Während seiner Tätigkeit als Laufbursche des Vaters lernt der Junge den Journalisten Habib kennen. Habib, der bei der staatlichen Zeitung beschäftigt ist, allerdings nicht hinter dem Regime steht, zeigt ihm, wie journalistische Texte zu verfassen sind. Der Jugendliche beginnt, sich mit den Ungerechtigkeiten der Gesellschaft auseinander zu setzen. In Form einer „Sockenzeitung“ versucht der Protagonist, unter Mithilfe seiner Freunde Mahmud und Habib, sich gegen die Unterdrückung der Menschen durch die Regierung aufzulehnen. Der Journalist ‚bezahlt’ diese Aktionen, nach furchtbarer Folter, mit dem Leben.

In Konfliktsituationen steht dem Heranwachsenden mit Onkel Salim ein väterlicher Freund zur Seite. Als Salim stirbt, muss der Junge lernen, mit dem Verlust und Schmerz umzugehen.

Seine Freizeit verbringt er viel mit seinen Freunden Josef und Mahmud. Die Entwicklungen der Jugendlichen verlaufen innerhalb der drei erzählten Jahre aber sehr unterschiedlich.
Die beschriebenen Erfahrungen des Jungen werden von zahlreichen Menschen seines Stadtteils geprägt, so z.B. durch das Aufeinandertreffen mit einem Verrückten und vielen Leuten aus unterschiedlichen Ländern und Religionszugehörigkeiten.

Der Junge stellt in seinen Beschreibungen die soziale Situation Damaskus’ dar, das Schulsystem und die erdrückende und beängstigende politische Situation in Syrien unter einer totalitären Regierung. Immer wieder berichtet er dem Tagebuch von Putschversuchen in seinem Heimatland.


Er erzählt aber nicht nur von erschreckenden Erlebnissen, sondern auch von ersten, bisher unbekannten Gefühlen einer aufkeimenden Liebe zu dem Nachbarsmädchen Nadia. Er erzählt, dass er sich nicht traut, Nadia anzusprechen, von der Angst vor ihrem Vater und wie schön später die gemeinsame Unternehmungen sind. Er berichtet von seinen Ängsten, Sorgen und Zukunftsplänen - und häufig Eifersucht. Die Entwicklung des Heranwachsenden in dem beschriebenen Zeitraum ist an Hand seiner Aufzeichnungen gut zu verfolgen.