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Mittwoch, 23. Juli 2014

Erosion der gesellschaftlichen Mitte: Mythen über die Mittelschicht






Erosion der gesellschaftlichen Mitte: Mythen über die Mittelschicht
- Zerklüftung der Lohnarbeit - Prekarisierung & Armut - Abstiegsängste [Broschiert]

Bernhard Müller 


Die Polarisierung der Einkommen hat in den letzten Jahren zugenommen. Vor wie nach der Finanz- und Wirtschaftskrise registrieren große Teile der bundesdeutschen Bevölkerung eine zunehmende soziale Spaltung. Der Glaube an die »Soziale Marktwirtschaft« und ihr Versprechen, dass Leistung sich lohnt, befindet sich im Sinkflug. Dies geht einher mit der Wahrnehmung, dass die deutsche Gesellschaft nur sehr eingeschränkt von Unten nach Oben durchlässig sei, und mit der Ausbreitung massiver Abstiegsängste auch und gerade bei den mittleren Einkommenslagen.

Ein überproportionaler Anstieg des Unsicherheitsempfindens ist bei der »gesellschaftlichen Mitte« festzustellen.

Bernhard Müller geht den ökonomisch-sozialen Entwicklungstendenzen anhand neuerer empirischer Untersuchungen nach. Dabei lotet er auch aus, inwiefern ein rechtspopulistischer Weg in der Bundesrepublik mit Zulauf aus der »gesellschaftlichen Mitte« rechnen könnte.
Und er thematisiert, mit welchen politischen Steuerungsmaßnahmen die unteren sozialen Schichten und die erodierende »Mitte« stabilisiert werden können.

Dienstag, 8. Januar 2013

Meudalismus - der moderne Feudalismus in Deutschland






Wie der Nil in der Wüste: 

Meudalismus - der moderne Feudalismus in Deutschland   


Harald Wozniewski  



Sie glauben, Sie gehören zur sogenannten Mittelschicht? Aber haben Sie dafür auch die erforderliche Kaufkraft?


Dieses Buch zeigt, dass die frühere Mittelschicht schon längst zur Unterschicht geworden ist. Sie werden auf Fakten und Zusammenhänge aufmerksam gemacht, die Sie sonst so in der Öffentlichkeit nicht antreffen. 
Ihnen wird einiges fremdartig erscheinen, und vielleicht spüren Sie auch, dass Ihr Weltbild oder zumindest Ihr Bild von Deutschland erschüttert wird. 

Wenn Sie das Wirtschaftswunder der 1960er Jahre miterlebt haben, dann werden Sie sich vielleicht wundern, dass es seither in puncto Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit und in vielen anderen Beziehungen stets bergab gegangen ist und dass unsere Politiker es bis heute nicht geschafft haben, diesen Trend zu stoppen oder gar umzukehren. 


Ob Sie es glauben oder nicht: Die Politiker haben von dem, was Sie hier lesen werden, keine Ahnung. 
Ludwig Erhard war der Letzte, der das Problem 1957 in seinem Buch "Wohlstand für Alle" beim Namen nannte. Seien Sie also gespannt!




Dienstag, 8. Mai 2012

Die neue Armut in der Konsumgesellschaft




Wir müssen leider draußen bleiben: 

Die neue Armut in der Konsumgesellschaft [Broschiert]

Kathrin Hartmann  

Solidarität war gestern – Leben in einem gespaltenen Land

Auf 500 Seiten sprengt Kathrin Hartmann die Realität unter unseren Mythen frei, mit kühler Wut und investigativem Feinbesteck, schonungslos auch gegenüber der eigenen journalistischen Branche. Aber keine Angst - das Ganze ist luftig gesetzt und rasant geschrieben. In den USA gäbe es für so etwas einen Pulitzer-Preis.

Immer mehr Bürger in Deutschland (auch sonst in Europa) sind vom wirtschaftlichen Reichtum des Landes ausgeschlossen. 

Nicht nur Arbeitslose oder Rentner, auch viele Menschen, die sich in einer Endlosspirale von Billigjobs und Zeitarbeit befinden. Früher konnten sie sich nicht nur der sozialstaatlichen Unterstützung, sondern auch einer gewissen Solidarität sicher sein. Doch damit ist es nun vorbei. 


Wer nicht mehr mitkommt in unserer Wirtschaft, ist selber schuld. Reflexhaft werden ihm Bildung, soziale Kompetenz oder gar der Arbeitswille abgesprochen. Die Intellektuellen gewöhnen sich an, die Verlierer der entfesselten Konkurrenz nach ästhetischen Kriterien („Billigkonsum“ und „Unterschichten-TV“) abzuurteilen.
Die abstiegsbedrohte Mittelschicht übernimmt diese Sicht. Dabei ist die Armut – die heute natürlich ein anderes Gesicht hat als früher – längst in dieser Mitte unserer Gesellschaft angekommen.


Kathrin Hartmann erkundet in Reportagen und in bestechend genauen Analysen unsere sich zunehmend spaltende Konsumgesellschaft: hier die Elite, die sich in gentrifizierten Stadtvierteln, neuerdings auch in Gated Communities und speziellen Clubs abschottet, dort die pauschal als „Unterschicht“ für nutzlos erklärten Menschen, die sich oft nur noch über die sogenannten Tafeln ernähren können. 


Kommt es wenigstens dort noch zu einer wirklichen Begegnung von Arm und Reich?