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Montag, 4. November 2013

Die Macht-Strategien Monsantos





























Die Macht-Strategien Monsantos
Vier Strategien sollen Monsanto den Weg zum weltweiten Saatgut-Monopol sichern:


1. Kaufen:
Seit 1999 ging Monsanto auf Einkaufstour und kaufte für mehr als 13

Milliarden Dollar überall auf der Welt Saatgutfirmen.


2. Patentieren:
Monsanto erwirbt eine Vielzahl von Patenten, sowohl für gentechnische

Methoden als auch für sein Gentechnik-Saatgut. Vorteil der Patente für Monsanto: Ist das Saatgut einmal an einen Landwirtschaftsbetrieb verkauft, kann Monsanto Lizenzgebühren verlangen, da auch die Ernte noch unter den Patentschutz fällt.

3. Kontrollieren:
Jeder Farmer, der Monsanto-Saatgut anbauen möchte, muss einen

detaillierten Vertrag unterzeichnen, der ihn aufs engste an Monsanto bindet. Dem Farmer wird untersagt, die eigene Ernte als Saatgut wieder zu verwenden, und er muss sich bereit erklären, den Inspektoren des Unternehmens die nächsten drei Jahre Zutritt zu seinen Sojafeldern zu gewähren.

4. Kontaminieren:
Monsantos Anwälte würden bestreiten, das Unternehmen habe die

Kontamination ganzer Regionen mit seinen Gen-Saaten absichtlich herbeigeführt.
Tatsache ist:
Eine solche Kontamination fand und findet in dramatischen Ausmaßen statt,

bislang vor allem in Nord- und Südamerika. Denn der gentechnisch manipulierte Pollen fliegt wie jeder Pollen dieser Welt unkontrollierbar mit der Luft zu potenziellen Kreuzungspartnern und vermischt sich mit ihnen.

Und danach kann Monsanto kassieren, 
denn was immer aus diesen "unabsichtlichen" Kreuzungen hervorgeht, trägt Monsantos patentierte Gene in sich und gehört damit dem Konzern.

Don Westfall, einer der 
wichtigsten Berater von biotechnologischen Lebensmittel-Unternehmen, sagte ganz unverblümt: "Die Hoffnung der Industrie ist, dass der Markt mit der Zeit so überflutet ist, dass man nichts mehr dagegen tun kann!"


Monsanto: Ein Gentechnik-Gigant kontrolliert die Landwirtschaft

http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/gentechnik/greenpeace_monsantoreport.pdf




Samstag, 27. Oktober 2012

Ansprüche der Gentechnik - Einspruch der Vernunft


"Laßt uns Menschen machen!":
Ansprüche der Gentechnik - Einspruch der Vernunft (Ethik Aktuell)
[Taschenbuch]
Anselm Winfried Müller (Autor)




Der Anspruch des modernen Menschen, die Bedingungen seines Daseins selbst zu bestimmen, erreicht seinen Höhepunkt in der Ambition der Gentechnik, den Menschen selbst zu entwerfen und zu schaffen. Von verschiedenen Seiten erhebt sich dagegen Einspruch.
Ist dieser Einspruch, der im Vorwurf gipfelt, der Gentechniker wolle Gott spielen, vernünftig begründbar? Oder ist er lediglich Ausdruck irrationaler Ängste? 



Menschen erzeugende Verfahren (Präimplantationsdiagnostik, Klonbildung, Genmanipulation) sind unweigerlich mit instrumentalisierender Absicht verbunden.
Übernehmen wir die darin implizierte Einstellung, so betrachten wir Dasein und genetisches Sosein der Mitmenschen nicht mehr bedingungslos als Vorgabe, sondern als Option. Darin liegt der tiefste Grund dafür, dass das Vorhaben, Menschen zu machen, deren Würde in Frage stellt und den Einspruch der Vernunft herausfordert. 



Professor Dr. Anselm Winfried Müller lehrt Philosophie an der Universität Trier und leitet die dortige Forschungsstelle für aktuelle Fragen der Ethik. 

Zielgruppen: PhilosophInnen, SozialwissenschaftlerInnen, TheologInnen, EthiklehrerInnen, MedizinerInnen. 




Freitag, 25. Mai 2012

Biopolitik zur Einführung



Biopolitik zur Einführung [Broschiert]
Thomas Lemke


"Biopolitik" gehört zu jenen Begriffen, die noch vor wenigen Jahrzehnten in keinem der einschlägigen Lexika zu finden waren, heute ist er nicht mehr wegzudenken.

Der Begriff der Biopolitik ist in aller Munde.
-
Das Spektrum seiner Verwendungsweisen reicht von der Asyl-Politik über die AIDS-Prävention bis hin zur Bekämpfung des Bevölkerungswachstums.
- Der Begriff bezeichnet die Unterstützung landwirtschaftlicher Produkte ebenso wie die Förderung medizinischer Forschung, strafrechtliche Bestimmungen zur Abtreibung und Patientenverfügungen zum Lebensende.
- Von »Biopolitik« reden Vertreter der Neuen Rechten ebenso wie linke Globalisierungsgegner, Kritiker des biotechnologischen Fortschritts, aber auch dessen Befürworter.


Nach Thomas Lemke spiegelt diese Konjunktur des Begriffs eine "signifikante Veränderung des Politischen" wider, die anzeigt, dass die biologischen Grundlagen des Lebens für die Politik relevant geworden sind.
Unter den Begriff der Biopolitik fallen sowohl soziobiologische Ansätze, die Strukturen politischen Handelns an die biologische Grundausstattung des Menschen zurückbinden, als auch solche Ansätze, die thematisieren, inwiefern die Natur zum Gegenstand politischer Verfügung geworden ist - sei es die "äußere Natur", die "Umwelt" (ökologische Biopolitik) oder die "innere" Natur des Menschen (z.B. Gentechnik).

Lemke selbst legt den Schwerpunkt seiner Darstellung auf ein Konzept, das im Anschluss an Foucault Biopolitik nicht als Erweiterung des Gegenstandsbereichs der Politik versteht, sondern als Veränderung der Politik in ihrem Kern.
In der Biopolitik, die seit dem 18. Jahrhundert die absolutistische, um Souveränität zentrierte Politik ablöst, wird Macht durch den Zugriff der Politik auf den Körper ausgeübt: durch die Disziplinierung des Individualkörpers und die Regulierung des "Kollektivkörpers" der Bevölkerung.
Lemke unterscheidet die verschiedenen Facetten des unscharfen Begriffs "Biopolitik" sehr souverän und liefert einen analytisch klaren Zugriff auf verschiedenste biopolitische Konzeptionen.