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Mittwoch, 26. Juni 2013

Denn sie wissen nicht, was sie glauben





Denn sie wissen nicht, was sie glauben:
Oder warum man redlicherweise nicht mehr Christ sein kann. Eine Streitschrift [Broschiert] Franz Buggle (Autor)

-Ich demonstriere durch Zitate, daß die Bibel, unsere -Heilige Schrift-, -Gottes Wort-, ein zutiefst gewalttätig-inhumanes Buch ist, völlig ungeeignet als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik.
Nicht zuletzt habe ich dieses Buch auch als klinischer Psychologe in Gedanken gerade an die vielen Menschen geschrieben, - die im Blick auf das Christentum in einer nicht selten krankmachenden Orientierungsnot leben, weil ihnen die Informationen für eine begründet-verantwortliche Entscheidung für oder gegen das Christentum, für oder gegen eine Kirchenzugehörigkeit fehlen.
- (Franz Buggle)



Die Bibel ist "in zentralen Teilen ein gewalttätig-inhumanes Buch, als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik ungeeignet."
Dies ist wahrscheinlich der zentrale Satz der Analyse Buggles, und den Beweis seiner These führt er wortgewaltig wie kaum ein zweiter.


Die Brisanz des vorliegen
den Buches liegt in der Bestreitung der weitgehend (gerade auch bei "progressiven" Christen) akzeptierten Prämisse heutiger Kirchen- und Christentumskritik, dass zwar die Kirche mangelhaft sein möge, die Bibel aber als ethisches Fundament unverzichtbar sei.

Franz Buggle zeigt, dass der humanitäre Standard des biblischen Gottes hinter dem seiner allermeisten heutigen Anhänger weit zurückbleibt. Seine Diagnose, dass die Bibel als unabdingbare Basis aller christlichen Religiosität gravierende ethisch-humanitäre und psychologische Defizite aufweist, belegt der Autor anhand zahlreicher Stellen aus den alt- und neutestamentarischen Schriften.

Ausführlich setzt er sich mit den vielfältigen Rettungsversuchen renommierter theologischer und nichttheologischer Apologeten auseinander und weist ihnen intellektuelle Unredlichkeit im Umgang mit christlichen Glaubensvorstellungen nach.
Indem es Gründe und Hintergründe dieses Reflexionsstopps benennt, greift das Werk Buggles weit über eine bloße Bibelkritik hinaus. Es leistet nach dem Urteil eines der bedeutendsten Religions- und Ideoligiekritikers, Prof. Hans Albert, viel umfassender "eine ganz ausgezeichnete Analyse der aktuellen religiösen Situation".

Der führende katholische Psychoanalytiker und Religionspsychologe Albert Görres nannte es "die beste Antitheologie, die ich gefunden habe".




Montag, 30. Juli 2012

Empörung - Meine Bilanz: Meine offenen Rechnungen




Empörung - Meine Bilanz: Meine offenen Rechnungen [Gebundene Ausgabe]Stéphane Hessel , Michael Kogon (Übersetzer)


Nicht hinnehmen, was unannehmbar ist, und das Unwahrscheinliche zu denken wagen Das Vermächtnis des „Vaters“ der weltweiten Protestbewegungen Millionen haben seine Streitschriften gelesen. 

Für die Empörten in aller Welt ist er Pflichtlektüre: Empörung, Meine offenen Rechnungen ist das Vermächtnis des 94-jährigen Politikers, Diplomaten und Literaten Stéphane Hessel und die Quintessenz seines langen Lebens. Darin vertieft er die Fragen seiner Streitschriften, wogegen man sich empören und wofür engagieren soll? 

Dichter und Denker aus Deutschland, Frankreich und England haben sein Weltbild geprägt. Vor diesem reichen Horizont spricht der Wanderer zwischen den Kulturen über seine Ideale und Werte, über Menschen, denen er begegnen durfte, Ideen, die ihn beflügelt haben, Kämpfe, die er gekämpft hat und Rechnungen, die auch nach einem langen und erfüllten Leben immer noch offen sind. 

Als KZ-Überlebender, Mitglied der Résistance, Politiker und Diplomat hat er sich ein Leben lang für Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen eingesetzt. Diese Werte scheinen ihm heute im globalen Maßstab stärker bedroht denn je. Und deshalb appelliert er an seine Leser, sich zu engagieren und gegen „das Unannehmbare“ Widerstand zu leisten.





Freitag, 15. Juni 2012

Bildung - Eine Streitschrift




Bildung - Eine Streitschrift. Abschied vom lebenslänglichen Lernen [Broschiert]
Werner Lenz
(Autor)



Werner Lenz lehrt seit 1984 als Universitätsprofessor für Erziehungs- und Bildungswissenschaft mit Schwerpunkt Erwachsenenbildung an der Universität Graz. Von 2007 bis 2011 war er Dekan der Fakultät für Umwelt-, Regional- und Bildungswissenschaft.
Im Vorjahr erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Erwachsenenbildung in der Kategorie Wissenschaft.
Das Bildungswesen zeigt eklatante Schwächen.
- Schulen produzieren Analphabeten.
- Lehrer driften ins Burn-out.
- Universitäten verschließen sich interessierten Studierwilligen.

Die Streitschrift registriert Bildungsnotstand und nennt Alternativen. Soziale Chancen werden mit Bildungsabschlüssen "vererbt". Menschen mit höherer und weiterführender Bildung eröffnen sich meist günstigere Lebensbedingungen: Einkommen, Gesundheit, Lebensqualität oder Angebote für die eigenen Kinder verbessern sich.
Deshalb ist Bildungspolitik heute Sozialpolitik. Bildung gilt als privates und öffentliches Gut. Für den Wandel in Arbeitswelt und Alltag sind wir allerdings zu wenig gerüstet. Themen aus Naturwissenschaft und Technik, aus Ökonomie, Recht und Medizin werden zu wenig vermittelt. 
Zusammenhänge erfassen, Überblick herstellen, sich selbst Wissen schaffen und auf das eigene Urteil begründet vertrauen sind Ziele zeitgemäßer Bildung.

- Staatliche Förderung gibt es hauptsächlich für Schulen und Hochschulen.
- Bildung in früher Kindheit oder im Erwachsenenalter bleibt großteils privater Finanzierung überlassen.
- Lebensbegleitende Bildung braucht mehr öffentliche Aufmerksamkeit.
- Die Transformation von Bildung zu Humankapital vernichtet kritisches Bewusstsein, verzichtet auf individuelle und kollektive Emanzipation.
- Ökonomische Denkmodelle bestimmen alle Werte.
- Die Spaltung zwischen Arm und Reich nimmt zu, wenige profitieren von der Anstrengung vieler.

Das Menschenbild des Autors orientiert sich am Mut, den eigenen Verstand zu gebrauchen. Selbstbewusst, achtsam und einfühlsam im sozialen und natürlichen Umfeld aufzutreten lautet sein Ziel humaner Bildung.

Lenz' essayistischer Stil gestaltet das Lesen ansprechend. Wortgewandt spannt der Autor den Bogen zwischen Aufklärung und Kapitalismus, Philosophie und Wirtschaft, Geschichte und Zukunft.
Ein Lesevergnügen, das keine konkreten Handlungsansätze bieten will, dafür aber immer wieder provoziert und zum kritischen Nachdenken anregt.
Nicht zuletzt macht er damit seinem eigenen Unmut und jenem vieler anderer ÖsterreicherInnen (Stichwort "Bildungsvolksbegehren") Luft.

Samstag, 2. Juni 2012

23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen



23 Lügen, die sie uns über den Kapitalismus erzählen [Broschiert]
Ha-Joon Chang
, Anne Emmert , Henning Dedekind (Übersetzer)

Mit seiner provokanten Streitschrift macht Ha-Joon Chang Front gegen die heiligen Kühe des Kapitalismus.
In dreiundzwanzig Thesen und Gegenthesen analysiert er die Grundzüge der Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts, sagt, was sie ist und was sie nicht ist, was sie kann und was sie nicht kann.

Dabei verbindet er ökonomischen Sachverstand mit gesellschaftlichem Scharfblick und Menschenkenntnis. Knapp, präzise und streitbar bietet Ha-Joon Chang dem Leser das Rüstzeug, die herrschenden Illusionen einer kapitalistischen Ökonomie zu durchschauen, ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und zum Wohle aller zu nutzen.



Ha-Joon Chang stellt elementare Lehrmeinungen der freien Marktwirtschaft in Frage.