Posts mit dem Label WKII werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label WKII werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. Oktober 2015

... die Rückkehr der "deutschen Frage"






Die Plünderung Griechenlands und die Rückkehr der "deutschen Frage"
gleichheit 4/2015 - 
Peter Schwarz 



»Die deutsche Frage ist zurück«, schrieb Anfang letzter Woche die New York Times. Sie meint damit die Frage, wie Deutschland unter Kontrolle gehalten und daran gehindert werden kann, Europa zu dominieren und wie im Zweiten Weltkrieg zu zerstören.
Es häuften sich in der französischen, italienischen, britischen und der amerikanischen Presse Artikel, die der deutschen Regierung vorwerfen, sie wolle Europa beherrschen und ihrer Disziplin unterwerfen.

Das konservative französische Blatt Le Figaro schrieb, eine »antideutsche Turbulenzzone« überquere derzeit Frankreich: »Ein Teil der französischen politischen Klasse, der von den Souveränisten in der Linksfront über die Sozialisten bis zu Mitgliedern der Republikaner [der ehemaligen UMP] reicht, greift Deutschland wegen seiner Haltung in der Europäischen Union an.« Linke wie Rechte attackierten wütend das »deutsche Diktat«.

Der Figaro 
selbst warf der deutschen Regierung vor, sie habe »einem kleinen Mitgliedsland Bedingungen aufgezwungen, die früher nur mit Waffengewalt hätten durchgesetzt werden können«.


In italienischen Medien war von Staatsfolter und germanischem Machtwahn die Rede.

In der Londoner Financial Times warf Wolfgang Münchau »Griechenlands 
Gläubigern« vor, sie hätten »die Eurozone, wie wir sie kannten, und die Idee einer Währungsunion als Schritt zu einer demokratischen politischen Union zerstört« und seien »zu den nationalistischen europäischen Machtkämpfen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zurückgekehrt«.


Im Telegraph meldete sich der Londoner Bürgermeister Boris 
Johnson vom rechten Tory-Flügel zu Wort und beschuldigte »die Deutschen«, sie hätten »ein Papier vorgelegt, dessen Offenheit und Brutalität einem den Atem verschlägt«.

Wenn Griechenland im Euro 
bleiben wolle, müsse sich Athen »in einem Akt hündischer Selbsterniedrigung unterwerfen«, warf er dem deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble vor. Seine Vorschläge seien »tyrannisch«. »Man sollte ihnen heftigen Widerstand leisten.«


Der Soziologe Jürgen Habermas sagte dem Guardian, die deutsche Regierung habe »in einer Nacht all das politische Kapital verspielt, das ein besseres Deutschland in einem halben Jahrhundert angesammelt hat«. Mit »besser« meine er »ein Deutschland, dass
sich durch größere politische Sensibilität und eine post-nationale Mentalität auszeichnet«.


Das Magazin als E-Book ( PDF ohne Kopierschutz )
https://www.buchhandel.de/buch/Die-Pluenderung-Griechenlands-und-die-Rueckkehr-der-deutschen-Frage--9783886349135

Sonntag, 10. Juni 2012

Die Wannseekonferenz - Genozid Beschluss



Die Wannseekonferenz vom 20.01.1942 [Taschenbuch]
Thomas Krauss (Autor)



Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, einseitig bedruckt, Note: 13 Punkte (= Note 1-2), Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,

Veranstaltung: Seminar "Auschwitz", 62 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1947 wurde vom US-Ankläger Robert Kempner in den Nürnberger Nachfolgeprozessen das einzig erhalten gebliebene Protokoll (16/30) der so genannten Wannsee-Konferenz vom 20.01.1942 gefunden .

Hier wurde der Plan der rationalisierten Ermordung aller europäischen Juden und die effektive Beteiligung des nationalsozialistischen Staatsapparates an diesem industrialisierten Völkermord (= Genozid) in nüchterner bürokratischer Sprache formuliert .

Es stellen sich in Bezug auf die Wannsee-Konferenz folgende Fragen:

- Wie konnte es überhaupt zu dieser Konferenz kommen?

- Was war der Zweck der Wannsee-Konferenz?

- Welche Pläne wurden dort erörtert und wurden diese Pläne auch in die Tat umgesetzt?

Allein das Protokoll an sich wirft viele Fragen auf, da es vom Reichsicherheitshauptamt (RSHA) zensiert wurde und nicht den genauen Ablauf der Geschehnisse der Konferenz wieder gibt.

Auch die nach dem Krieg in den Nürnberger Prozessen vernommenen Teilnehmer der Konferenz machten teilweise sehr widersprüchliche Aussagen, um ihre Hände in Unschuld zu waschen.Im Folgenden wird versucht auf diese Fragen eine plausible Antwort zu finden und die Geschehnisse des 20.01.1942 näher zu beleuchten. 

 

siehe auch weiters:
http://www.boehlau-verlag.com/download/163469/978-3-412-21070-0_leseprobe.pdf

Dokumente, Forschungsstand, Kontroversen

Inhalt Vorwort der Herausgeber ..................................................................................... 13

 Dokumente und Überlieferung Norbert Kampe Dokumente zur Wannsee-Konferenz (Verzeichnis der Dokumente Seite 10–12) ..................................................................... 17


Christian Mentel Das Protokoll der Wannsee-Konferenz. Überlieferung, Veröffentlichung und revisionistische Infragestellung .............................................................................  116

 Bettina Stangneth Eichmanns Erzählungen  ................................................................. 139


Michael Wildt Eichmann und der kategorische Imperativ, oder: Gibt es eine nationalsozialistische Moral? ......................................................................................... 151


Die Besprechung und der historische Kontext Dieter Pohl Die nationalsozialistische Vernichtungspolitik um die Jahreswende 1941/42. Zum Kontext der Wannsee-Konferenz ........................................................................................................................................ 169


Peter Klein Die Wannsee-Konferenz als Echo auf die gefallene Entscheidung zur Ermordung der europäischen Juden ............................................................................. 182

 Edouard Husson Die Rolle Heydrichs im Prozess der Holocaust-Entscheidung und die Bedeutung der Wannsee-Konferenz. Versuch einer Neuinterpretation ........................ 202


Jan Erik Schulte Die Wannsee-Konferenz und Auschwitz. Rhetorik und Praxis der jüdischen Zwangsarbeit als Voraussetzung des Genozids ............................................................ 216


Teilnehmer und Institutionen Andrej Angrick Die inszenierte Selbstermächtigung? Motive und Strategie Heydrichs für die Wannsee-Konferenz .................................................... 241


Eckart Conze Neuigkeiten für das Auswärtige Amt? Völkermord als Problem der Diplomatie....................................................................................................................... 259 
Hans-Christian Jasch Behördliche Abstimmung zur Vorbereitung von Deportation und Völkermord. Zur Rolle des Vertreters des Reichsministeriums des Innern Dr. Wilhelm Stuckart .......................................................................................................................... 276


Armin Nolzen Gerhard Klopfer, die Abteilung III in der Partei-Kanzlei und deren »Judenpolitik« 1941/42 .................................................................................................. 303


Isabel Heinemann Otto Hofmann und das Rasse- und Siedlungshauptamt. Die »Lösung der Judenfrage« als Element der rassenpolitischen Neuordnung Europas ......................... 323

 Alfred Gottwaldt Warum war die Reichsbahn nicht auf der Wannsee-Konferenz vertreten? ........................................................................................................................................ 341


Die europäische Dimension des Völkermords Christoph Kreutzmüller Eichmanns Zahlen für die Niederlande............................................................................................................... 357


Dan Michman Waren die Juden Nordafrikas im Visier der Planer der »Endlösung«? Die »Schoah« und die Zahl 700.000 in Eichmanns Tabelle am 20. Januar 1942 ................ 379


Rezeption und Wirkungsgeschichte Mark Roseman »Wannsee« als Herausforderung. Die Historiker und die Konferenz .......................................................................................... 401


Gerd Kühling Streit um das »Haus der Endlösung«. Joseph Wulf und die Initiative für ein
Dokumentationszentrum im Haus der Wannsee-Konferenz .......................................... 415


Wolf Kaiser Die Wannsee-Konferenz als Unterrichtsgegenstand. Anregungen und Dokumente für die Sekundarstufe II ............................................................................... 437

 Anhang Verzeichnis der Abbildungen ............................................................................ 453

 Literaturverzeichnis ........................................................................................................ 454

 Autorinnen und Autoren .................................................................................................. 471

 Personenregister ............................................................................................................ 476



Original Wannsee-Dokumente --> HIER !



Sonntag, 8. April 2012

Die Geschichte einer legendären Widerstandsgruppe


Die Rote Kapelle: Die Geschichte der legendären Widerstandsgruppe;
Anne Nelson (Autor), 
Michael Müller (Übersetzer)


Anne Nelson hat ein literarisches und zugleich historiographisches Meisterwerk geschaffen; ein bewegendes, großartiges Buch.
Eine packende Darstellung der lange ignorierten Widerstandsbewegung.


Die Widerstandsgruppe »Rote Kapelle« wurde von der Gestapo als Moskau-abhängige, kommunistische Agentenschmiede diffamiert. Der Leser findet sich in einem privaten Zirkel von Männern und Frauen, die
sich aus persönlicher Überzeugung der NS-Diktatur widersetzten.

Besonderes Augenmerk richtet Nelson auf die Rolle der Frauen, die mehr als die Hälfte der Mitglieder stellten.

Diese Buch eröffnet auch einen neuen Blick auf den individuellen Widerstand gegen Hitler, den viele mit dem Leben bezahlten.