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Sonntag, 21. September 2014

Politik als Beruf




Politik als Beruf: Die Politische Klasse In Westlichen Demokratien (Zens - Europa Und Nordamerika Studien) (German Edition) 
Taschenbuch – von Jens Borchert (Herausgeber)

Jens Borcherts Arbeitsbereich ist die Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politische Soziologie und Staatstheorie

Dieser Band gibt in Form von Länderartikeln einen Überblick über die politische Klasse von Berufspolitikern in 19 westlichen Demokratien sowie den jungen Demokratien Ostmitteleuropas. 
Das besondere Augenmerk der Autoren gilt dabei den Abgeordneten der nationalen Parlamente. Die Darstellung folgt einem einheitlichen Schema und ermöglicht Vergleiche über Ländergrenzen.
Gegenstand der Artikel sind:

- der historische Prozeß politischer Professionalisierung,
- die institutionellen Rahmenbedingungen,
- Ausdehnung und Strukturmerkmale der politischen Klasse heute,
- typische Rekrutierungs- und Karrieremuster von Politikern,
- Finanzierung und Einkommen der politischen Klasse,
- Legitimationsprobleme und aktuelle Reformdebatten. 






Dienstag, 8. Mai 2012

Der Fremde in uns




Der Fremde in uns [Taschenbuch]

Arno Gruen 


Der seit 1979 in der Schweiz lebende Psychologe Arno Gruen hat in seinem 77. Lebensjahr eine Standortbestimmung über das Fremdsein «in unserem eigenen Innern» publiziert. 

Ausgehend davon, dass die Menschen heute in einer Welt lebten, in der sie zunehmend voneinander abhängig sind, sei es doch augenfällig, wie sehr sich Menschen immer wieder gegeneinander wendeten. 
Anstatt nach Gemeinsamen im Menschsein zu suchen, sei heute eine Anthropologie der Ab- und Ausgrenzung zu beobachten. 

Ein Kapitel der anzuzeigenden Analyse handelt davon, «wie alles anfängt». Ob Völkermorde, Folter oder die «alltägliche Erniedrigung von Kindern durch ihre Eltern» – alle noch so unterschiedlichen Beispiele für Gewalt und Hass hätten doch immer das Gefühl der Abscheu vor dem «fremden» Anderen gemeinsam. 
Zur Psychologie der Täter gehöre es, dass sie sich selbst als Menschen einstuften, dem erniedrigten Gegenüber aber just dieses Menschsein absprächen. 

Arno Grün zeigt auf, wie durch die Verletzungen in der Kindheit und die Muster die dadurch entstehen, das Eigene abgespalten und dann als fremd eingestuft wird. 
Das Fremde, also z.Bsp. die Gebote und Verbote durch Andere werden als das Eigene angesehen und verinnerlicht. So ist ein unabhängiges, freies Leben nicht möglich. 

Er führt am Beispiel vom Leben Adolf Hitlers und seiner Gefolgschaft seine Thesen an. Dadurch wird ein wenig verständlicher, wodurch diese Bürde der Geschichte entstehen konnte und wie leicht wir wieder hineingeraten können, indem wir das Eigene in uns, daß uns fremd geworden ist, im anderen bekämpfen.

Doch auch bei den Managern von heute liessen sich Aspekte dieses «reduzierten» Menschseins beobachten.