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Dienstag, 17. Juli 2012

Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore




Genial dagegen:
Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore [Kindle Edition]
 
Robert Misik


Robert Misik, geboren 1966, ist ständiger Autor der tageszeitung (Berlin), von profil und Falter (Wien) und einer der streitbarsten linken Publizisten seiner Generation. Autor zahlloser Kritiken, Essays, Kommentare und Reportagen. 



Der Kapitalismus schafft Unbehagen und produziert die Kapitalismuskritik gleich mit. Auch die Dissidenz wird zur Ware und verbreitet Bilder, die von Befreiung erzählen und wie Werbung aussehen. 

Die neue linke Welle ist Symptom einer Sehnsucht nach starken politischen Alternativen, nach dem „Echten“ und dem „wahren Leben“, eine Sehsucht, die von der breiten Lawine kommerzieller Geistlosigkeit ausgelöst wird.

Mit Witz, Ironie und Überzeugungskraft verdeutlicht Robert Misik, weshalb es heute so schwierig ist, auf kluge Weise links zu sein – und warum links zu sein doch die einzige Weise ist, klug zu sein. 

"Misiks clevere Reflexion über das neue kritische Denken trifft den Nagel genau." (Rheinische Post)Peter Sloterdijk hat „Genial dagegen“ „nachdrücklich empfohlen“.


Samstag, 23. Juni 2012

Masse und Macht





Masse und Macht [Broschiert]Elias Canetti (Autor)



Mit seinem sozialwissenschaftlich-philosophischen Essay Masse und Macht wollte Elias Canetti zum Verständnis der politischen, sozialen und kulturellen Umwälzungen im Europa des 20. Jahrhunderts beitragen.

Inhalt: 
Canetti bietet eine systematische Darstellung der Masse als Phänomen mitsamt ihrer verschiedenen Ausprägungen und Funktionsweisen.
Dabei analysiert er – scheinbar wertfrei – eine Reihe von Beispielen des Massenverhaltens aus primitiven und modernen Gesellschaften.

Das Faszinierende und gleichzeitig Beunruhigende an der Vorgehensweise des Autors ist, dass er die Masse nicht in erster Linie als Instrument der politischen Macht oder Abart des menschlichen Verhaltens darstellt, sondern als eigene Existenzform, die irgendwo zwischen Vernunftmensch und Gesellschaft lauert und potenziell überall (beim Sport, im Theater, im Gottesdienst oder im Krieg) ihr auf Handlungstrieben basierendes Unwesen treibt.
Dadurch zeichnet sich Masse und Macht als hervorragende soziologische Studie, aber auch politisches Werk aus.

Aufbau:
Dem Werk liegt eine lose, sehr eigenwillige Struktur zu Grunde, die bereits im Titel angedeutet wird.
So sind die ersten sechs Kapitel der Masse, die letzten vier der Macht gewidmet. Sie behandeln Hauptmerkmale dieser beiden Begriffe wie Masse und Geschichte oder Elemente der Macht und sind wiederum in Unterpunkte unterteilt, in denen Canetti Entstehungsphasen (»Rhythmus«, »Stockung«) und Symbole (»Feuer«, »Fluss«, »Wald«, »Schatz«) der Macht darstellt, eine Kategorisierung vornimmt (»Die Jagdmeute«; »Die Kriegsmeute«; »Die Klagemeute« usw.) oder Beispiele aufführt.



Canetti leitet die starke Anziehungskraft der Masse tiefenpsychologisch von der Angst des Menschen vor der »Berührung durch Fremdes« ab, eine Angst, die der Mensch nur durch seine Integration in die Masse überwinden könne.

Canetti verzichtet weitgehend auf wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit der Fachliteratur. Stattdessen schreibt er, was er denkt, gelesen und selbst erlebt hat.
- Was ist Masse?
- Worin liegt ihre Faszination?
- Unterliegt sie bestimmten Gesetzmäßigkeiten? 

Elias Canetti ist ein großer Stilist. Sein Worte und Sätze sollen und werden überdauern, wenn andere nicht mehr sind. Viele Jahre hat er an diesem Thema gearbeitet und die anthropologischen Konstanten der Masse sorgsam wie kühn abstrahierend herausgearbeitet.


Montag, 4. Juni 2012

Genial dagegen - die Reihe




Genial dagegen - die Reihe [Broschiert]
Robert Misik
, Gertraud Auer Borea dOlmo
(Herausgeber)


Robert Misik, geboren 1966, ist ständiger Autor der tageszeitung (Berlin), von profil und Falter (Wien) und einer der streitbarsten linken Publizisten seiner Generation. Autor zahlloser Kritiken, Essays, Kommentare und Reportagen. 1999 und 2000 erhielt Robert Misik den "Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch".
Gertraud Auer Borea, arbeitete fur diverse Theater und Museen. 1991 bis 1995 Mitarbeiterin des Bundesministers fur Unterricht und Kunst, seit 2005 Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums.
Die Finanzkrise hat seit langem anstehende Themen nachdrücklich in den Mittelpunkt gerückt.
- Brauchen wir neue Spielregeln in der Wirtschaft?
- Handelt es sich bei den momentanen Problemen um eminente Krisensymptome?
- Und gibt es Konzepte, ein völlig neues Arrangement zu gestalten?
- Welche Rolle werden die Lohnarbeit, der Staat, die Unternehmen spielen?

Robert Misik, Autor des Bestsellers Genial dagegen, hat politische Aktivisten, Gesellschaftskritiker und kritische Wissenschaftler eingeladen, originelle Gedanken gegen den politischen und ökonomischen Mainstream und für eine Demokratisierung der Demokratie zu präsentieren.
Der Diskurs in Medien, Politik und wissenschaftlicher Öffentlichkeit über den ökonomischen Wandel unserer Zeit ist von folgenden Fragen geprägt: Wie müssen unsere Gesellschaften reformiert werden, damit alle Bürger ihre Talente entwickeln können und alle gleiche Chancen haben? Braucht nachhaltiges Wirtschaften einen starken Staat - oder kann eine gestärkte Zivilgesellschaft hier etwas beitragen? Welche ambitionierten Ziele können sich Gesellschaften setzen, und sind solche Ziele nötig, um den Geist der Verzagtheit und der Angst, der unsere Gesellschaften durchzieht, zu vertreiben?

Auf diese Fragen sollen die beitragenden Autorinnen und Autoren mit radikal unterschiedlicher, jedoch in allen Fällen weitsichtiger Perspektive antworten. Ziel ist es, wirklich wegweisende Ideen zu präsentieren, die einer sich im Kreis drehenden öffentlichen Debatte neue Aspekte eröffnen. Genial dagegen - die Reihe basiert auf einer Vortragsreihe, die in den vergangenen vier Jahren im Wiener Kreisky-Forum stattfand.
Mit einer Einleitung von Robert Misik und Beiträgen von u. a. Benjamin Barber, Frithjof Bergmann, Robert Castel, Ève Chiapello, Colin Crouch, Wolfgang Engler, Gösta Esping-Andersen, Heiner Flassbeck, James K. Galbraith, Eva Illouz, Katja Kipping, Klaus Lederer, Sighard Neckel, Michael Opielka, Guillaume Paoli, Jeremy Rifkin, Kurt W. Rothschild, Richard Sennett, Robert Shiller, Thomas Strobl, Franz Walter und Richard Wilkinson.